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elweb I-Miev / Ion / CZero
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40
Erster Beitrag:
vor 6 Monaten, 2 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 5 Monaten, 2 Wochen
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Andreas106, el El, iOnier, joloeber, R.M, C-Zero-HH, i-MiEV, Solarstrom, saxe, Otto_Moeller

Störung im Bremssystem

Startbeitrag von Andreas106 am 04.01.2018 08:17

Nachdem ich so langsam wieder das Vertrauen in die Zuverlässigkeit meines iMiEV bekommen habe, gab es heute Morgen eine neue Störung.

Nach dem Starten fing das Fahrzeug an zu Piepen. Es war ein sehr lauter monotoner Dauerton.
Die Bremswarnleuchte war auch an.
Nochmals aus und wieder ein. Immer noch. :-(
Da er Ready anzeigte, legte ich den Rückwärtsgang ein um zu Testen, ob er fährt. Das tat er auch. Ich bemerkte aber sofort, daß die Bremse keine Unterstützung hatte. Mit viel Kraft habe ich den Wagen angehalten.
Wieder aus geschaltet und dieses Mal auch den Schlüssel gezogen. Nochmals gestartet und nach einem kurzen (ca. 0,25 s) Piepser ging die Bremswarnleuchte mit dem Ton aus.
Nochmals aus und eingeschaltet. Alles wie immer, als wäre nichts gewesen.
Auf der Fahrt zur Arbeit verlief alles normal.

Kann es sein, daß bei fehlendem Unterdruck der iMiEV zu Piepsen anfängt? Oder ist ein Sensor dafür verantwortlich?
Falls es die Unterdruckpumpe wäre, ist die mit Kohlen? Dann könnten die abgenutzt sein. Könnte man die tauschen, oder braucht man eine neue Pumpe?

Falls der fehlende Unterdruck nicht Ursache, sondern Wirkung war, welcher Sensor könnte es sein? ABS Rad-Sensoren?

Antworten:

Hallo Andreas, ich kann Dir da leider nicht weiterhelfen, aber eine bitte: Sag mal, wie alt ist dein Mitsu und wieviele Kilometer hat er drauf? Der kann ja höchstens 9 Jahre alt sein, von wegen Elektroautos haben viel weniger Verschleißteile da kann nix kaputt gehen. Ich verfolge Dein Leiden mit und bin nun von Gegenteil überzeugt, dabei hätte mir gerade der Imiev besonders gut gefallen. Das darf alles bei so einem jungen Auto noch nicht sein :eek:

von el El - am 04.01.2018 10:19
Der ist jetzt (30.1.) genau fünf Jahre alt und hat knapp 107000 km drauf.

von Andreas106 - am 04.01.2018 10:55
Schönes kleines Auto mit schrecklichen Elektronikdefekten/Spinnern bereits in jungen Jahren :-(
Toi Toi Toi!

von el El - am 04.01.2018 12:14
Von so vielen Elektronikdefekten hab' ich jetzt aber nicht gelesen - und ich habe so ziemlich alles zu den Drillingen gelesen, was hier und im goingelectric-Forum zu lesen ist.

Es gab eine Handvoll Rückrufe (und die auch nicht ausschließlich wegen Elektronikdefekten) und natürlich auch Einzelfälle mit verschiedenen Fehlern im Bereich der Elektronik, aber eine besondere Häufung im Vergleich zu anderen Fahrzeugen, sowohl E-Autos als auch "klassischen" Fossilen, habe ich da bislang nicht erkannt.

von iOnier - am 06.01.2018 13:46
Mein i-MiEV fährt seit 7 Jahre völlig störungsfrei. Ich habe noch nie ein Auto gehabt, das so problemlos lief bzw. so wenig Unterhaltskosten verursachte.

Für die Vakuumpumpe der Bremsanlage gab es einmal einen Rückruf zum Austausch.
Ist der in diesem Fall gemacht worden? dokumentiert?

von i-MiEV - am 06.01.2018 14:39
Zitat
i-MiEV
Für die Vakuumpumpe der Bremsanlage gab es einmal einen Rückruf zum Austausch.
Ist der in diesem Fall gemacht worden? dokumentiert?


Angeblich war in meinem (1/2013) schon die neue verbaut. Weißt du vielleicht, ob bei fehlendem Unterdruck der iMiEV anfängt zu piepsen?
Es wäre hilfreich, wenn ich wüßte ob der fehlende Unterdruck Ursache oder Wirkung war.

von Andreas106 - am 06.01.2018 23:02
Bisher trat das Problem nicht mehr auf. Bisher ...

Heute Morgen nach ca. 40 km stand ich an der Ampel. Nach ca. 5 Sekunden nach dem Anhalten fing der Pfeifton mit der Bremswarnlampe wieder an. Ich hörte noch kurz die Unterdruckpumpe. Deshalb dachte ich, daß es vielleicht nur der Ausfall des ABS wäre.
Doch nach weiteren zwei Kilometern auf dem Firmenparkplatz merkte ich dann, daß die Bremsleistung gegen Null ging. Zum Glück fährt man da langsam. Es ist unglaublich, wie stark man bei diesem Auto auf die Bremse latschen muß. Das war doch früher bei den alten Autos nicht so extrem?

von Andreas106 - am 08.01.2018 06:25
Doch, seit es Scheibenbremsen gibt schon. Übliche Trommelbremsen sind selbstverstärkend ("auflaufende Bremsbacke",siehe auch der Wikipedia-Artikel) zur Trommelbremse.

Dass die Drillinge hinten Trommelbremsen haben reißt es nicht raus, da die hauptsächliche Bremsleistung vorne anfällt (anfallen muss - dynamische Achslastverteilung). Und da sitzen Scheibenbremsen. Die ohne Bremskraftverstärker halt erheblichen Pedaldruck erfordern.

von iOnier - am 08.01.2018 22:07
Nachdem die letzten 90 km wieder ohne Probleme verliefen, muß ich heute noch weitere knapp 70 km überstehen. Habe ihn für morgen bei der Werkstatt angemeldet. Bin gespannt woran es liegt.
Dabei habe ich nochmals nach der Unterdruckpumpe nachgefragt. Diese wurde bei meinem Auto von meinem Vorgänger Frank (GE-Forum) bei ca. 10Tkm getauscht.
Das sporadische Ausfallen, immer dann, wenn die Unterdruckpumpe anlaufen muß, würde zu einem Bürstenmotor passen, bei dem die Kohlen langsam zu kurz werden.
Falls das der Fall sein sollte, wäre es unverantwortlich. Bei einem sicherheitsrelevanten Verschleißteil muß ein Austausch rechtzeitig statt finden.

Wir werden hoffentlich am Donnerstag genaueres wissen.

von Andreas106 - am 09.01.2018 06:20
Zitat
Andreas106
Falls das der Fall sein sollte, wäre es unverantwortlich. Bei einem sicherheitsrelevanten Verschleißteil muß ein Austausch rechtzeitig statt finden.


Hallo!
Und eine Woche lang hunderte von Kilometern mit einem nicht richtig funktionierenden Bremssystem durch die Gegend zu fahren zeugt von hohem Verantwortungsbewusstsein?
Was soll das System denn noch mehr machen, als durch laute Pfeiftöne und Fehlermeldungen auf einen erkannten Fehler hinzuweisen?
Viele Grüße
Henning

von C-Zero-HH - am 09.01.2018 07:37
Der Zahnriemen wird auch nicht getauscht, wenn er gerissen ist!
Und ja, ich fahre extrem vorsichtig. Und nur noch zur Arbeit. Was kann ich dafür, daß ich nicht schon früher einen Termin bekommen habe. Soll ich deshalb eine Woche Urlaub nehmen, oder willst du mir einen Mietwagen bezahlen?
Darum geht es ja. Das Teil müßte bevor es kaputt geht getauscht werden.
Aber wir sind noch im Spekulationsmodus. Am Do wissen wir hoffentlich mehr.
Und wenn das Öffentlich machen dieses Problems nicht gefällt, habe ich kein Problem das Ganze für mich zu behalten :-(

von Andreas106 - am 09.01.2018 08:12
Zitat
Andreas106
Der Zahnriemen wird auch nicht getauscht, wenn er gerissen ist!

Doch ich mach das so bei unserem Familien-Lastenkombi. Zahnriemen liegt im Kofferraum, ist in einer guten Stunde gewechselt, aber erst, wenn er reißt. Wozu vorher? Ist ja ein Freiläufer.

Ohne Unterdruckpumpe geht, man muß halt fahren wie in alten Zeiten, bedacht, für andere mitdenkend, Abstand. Es geht und mach einen kräftigen Fuß.

von el El - am 09.01.2018 12:52
Update:
Obwohl ich das Problem am Telefon beschrieben hatte, hat die Werkstatt keine Ersatzteile. Das Auslesen des Fehlerspeichers meldete eine Störung bei der Unterdruckpumpe. Diese würde von drei Relais angesteuert. Man könne nicht sagen, ob es eines der Relais ist, oder die Pumpe selbst. Man würde zunächst die drei Relais (Stück 10.-) tauschen und eine Probefahrt machen. Sollte das Problem immer noch vorhanden sein, würde man die Pumpe (309.-) tauschen.
Da nicht einmal die Relais vorrätig sind, geht es erst am nächsten Tag weiter. :-(
Was soll die Probefahrt bringen. Ich bin über 200 km zwischen den Störungen gefahren!
Ob die Pumpe eine brushless ist konnte man mir nicht sagen. Ich habe dann gleich noch die Pumpe bestellt, da ich mein Auto brauche und nicht Tage lang es bei der über 20 km entfernten Werkstatt haben kann. Doch wenn ich die Pumpe auch haben will, dann wird es Freitag. :-(
Das man stärker Bremsen muß, ist mir bekannt. Aber wenn man es nicht gewohnt ist, kann es brenzlig werden. Meiner Frau möchte ich das nicht antun.
Was noch viel schlimmer ist, ist der sehr laute Pfeifton. Das hält keiner länger als fünf Minuten aus.

von Andreas106 - am 11.01.2018 08:20
Die Pumpe konnte jetzt doch nicht eingebaut werden, da man sie nicht so ohne weiteres bestellen kann. Die Bestellnummer mit Preis von um die 300.- Euro kann man nur einmal pro Fahrzeug verwenden. (Rückruf bei 10Tkm) :-(
Man muß eine andere Nummer verwenden bei der die Pumpe dann um die 500.- Euro kostet. Da ich mein Auto aber wieder haben will, und nicht sicher ist, wie lange die Lieferung dauert, nehme ich das Auto nun mit alter Pumpe, aber neuen Relais.
Hoffen wir, daß die Relais und die neue Kontaktierung durch den Zusammenbau das Problem behoben haben.

von Andreas106 - am 12.01.2018 10:51
Mein Auto habe ich wieder.
Habe gerade zufällig noch das hier gefunden:
http://67183441.foren.mysnip.de/read.php?28653,370244,379064#msg-379064
Speedy6484 beschreibt genau mein Problem. Und sein Händler hatte wie es aussieht Ahnung.
Doch diesen Satz verstehe ich nicht so recht.


Hat man endlos Garantie? Meine wurde angeblich bei ca. 10Tkm eingebaut. Das müßte ca. Oktober 2013 gewesen sein. Somit noch keine fünf Jahre. Habe ich noch Garantie?

Zum eigentlichen Problem. Man hat mir versichert, daß man eine ausführliche Probefahrt durchgeführt habe, und es hat alles funktioniert. Auf der Rechnung steht 106912 km. Vom Hof bin ich mit 106913 km losgefahren. Jetzt kann es ja sein, daß der Kilometerstand auf der Rechnung nicht der Stand bei meiner Anlieferung war.

Ist aber so. Habe einen CanIon Screenshot bei Anlieferung und Abfahrt. Differenz genau 1 km! :-(
Und wie es so ist, nach 16,5 km, nach den ersten größeren Bremsmanövern, tauchte die Warnlampe mit dem gräßlichen Pfeifton wieder auf.
Autohaus Meng, du hast echt Ahnung.

von Andreas106 - am 12.01.2018 14:57
Ich habe mir die Pumpe einmal genauer angeschaut. Dazu muß zuerst die Motorabdeckung im Heck entfernt werden. Und was muß ich dabei feststellen?
Diese wurde von der Werkstatt nicht entfernt. Ein Blick auf die Pumpe bestätigte meinen Verdacht. Der Dreck der vergangenen Jahre war unberührt.
Keine Überprüfung der Steckverbindung. Kein Fühl-Test mit der Hand an der Pumpe.

Laut diesem Dokument von VW benötigt eine Unterdruckpumpe eine Mindestdrehzahl um über die Fliehkraft die Flügel abzudichten.
Wenn ich mir den Motorlauf meiner Pumpe bei offenem Heckdeckel anhöre, klingt das sehr verhalten. Die Drehzahl ist eher niedrig und schwankend. Der Druck wird nur langsam aufgebaut.
Da ich keine Lust habe über 600.- € brutto für eine Pumpe auszugeben, werde ich versuchen eine Verbrennerpumpe gebraucht zu kaufen, da der Gebrauchtmarkt für unsere Drillinge sehr begrenzt ist.

Oder hat einer von euch eine zu verscherbeln?

von Andreas106 - am 13.01.2018 06:05
Hallo Andreas,

eine zu geringe Drehzahl der Pumpe kann meiner Meinung nach mehrere Ursachen haben. Zu schwache Enervieversorgung - Spannung am Motor bricht unter Last zu weit ein, Probleme des Motors selbst durch z.B. Brandspuren am Kollektor, eine Wicklung ist defekt o.Ä., oder die Drehmomentanforderung der Flügelpumpe ist zu hoch. An dieser Stelle kannst du möglicherweise eingreifen. Ich würde einen satten Strahl Sprühöl in die laufende Pumpe reinjagen. Vielleicht trägt dies dazu bei, die Drehmomentforderung an der Motor zu reduzieren und der Motor erreicht wieder seine Solldrehzahl. Denk mal drüber nach.
Viel Erfolg, egal welchen Reparaturweg du auch immer einschlägst.

Joakim

von joloeber - am 13.01.2018 07:32
Hallo Andreas,

Verbrenner haben keine Unterdruckpumpe, hier kommt der Unterdruck vom Verbrennungsmotor aus dem Ansaugtrakt. Bei Tesla hat man extra auf die Bremskraftverstärkung alla Verbrenner verzichtet, und Verstärkt den Druck elektrisch direkt am Bremspedal. Wird bei Bosch in Immenstadt hergestellt. Wenn die Unterdruckpumpe sich dreht, mach mal alles sauber und neu schmieren. Hoffe das du es ohne neue Pumpe hinbekommst. Ich habe mittlerweile 142000 km drauf und noch überhaupt keine Probleme. Ich kann aber deinen Unmut nachvollziehen.

Gruß
Otto

von Otto_Moeller - am 13.01.2018 18:13
Hallo

Die meisten neuen Verbrenner haben auch elektrische Unterdruckpumpen. Aber der Preis ist wirklich überteuert.


Gruß

Roman

von R.M - am 13.01.2018 19:42
Zitat
R.M
Die meisten neuen Verbrenner haben auch elektrische Unterdruckpumpen.


Aber wozu denn blos? Als Verfallsbeschleuniger? Unterdruck ist doch in Hülle und Fülle vorhanden - aber stimmt der kann ja nicht kaputt gehen.

von el El - am 13.01.2018 21:31
Hallo

Bei Hybrid und wenns nur ein paar 100m elektrisch geht braucht man halt so was.

Die meisten Modelle sind allerdings Membranpumpen.


Gruß

Roman

von R.M - am 13.01.2018 21:45
ah, ok. Danke f d INfo

von el El - am 13.01.2018 21:55
Nachdem die Pumpe nur noch kurz zuckt, habe ich sie zum Öffnen ausgebaut.
Man muß sich schon fragen, welcher Murkser hier am Werk war? Eine Abdichtung muß zwischen die Flächen! Jemand der eine Dichtmasse außen an eine Fuge schmiert, hat keine Ahnung was er tut.

Kann es sein, daß das die Errungenschaft zur ersten - undichten - Pumpe war? Damit die neue Pumpe bis auf das Geschmiere nicht aussieht wie die alte, hat man die Kunststoffkappe von silber auf schwarz geändert.

[attachment 2640 Pumpe_alt.jpg]

Wenn man die Dichtmasse abzieht, was sehr leicht ging, kommt passend zur Jahreszeit weißer Schnee aus der Fuge. Da wußte ich schon wie es innen ausschauen muß!

[attachment 2641 PumpeOffen1.jpg]

Schöne Sauerei.

[attachment 2642 PumpeOffen2.jpg]

von Andreas106 - am 23.01.2018 16:50
Da nur drei Bilder möglich sind, geht es hier weiter:

[attachment 2643 PumpeOffen3.jpg]

Der Motor hat sich am Schluß selbst zerstört. Der Kupferlack ist abgeschmolzen.

[attachment 2644 PumpeOffen4.jpg]

[attachment 2645 PumpeOffen5.jpg]

von Andreas106 - am 23.01.2018 16:54
[attachment 2646 PumpeOffen6.jpg]
[attachment 2647 PumpeOffen8.jpg]
[attachment 2648 PumpeOffen11.jpg]

von Andreas106 - am 23.01.2018 16:57
[attachment 2649 PumpeOffen12.jpg]
[attachment 2650 PumpeOffen14.jpg]
[attachment 2651 PumpeOffen16.jpg]

von Andreas106 - am 23.01.2018 16:58
Da man ohne funktionsfähige Unterdruckpumpe nicht fahren kann (an den erhöhten Bremsdruck kann man sich gewöhnen, aber nicht an den Pfeifton!), mußte eine neue her.
In meinem verlinkten VW-Dokument wurde ja schon erwähnt, das Verbrenner zunehmend eine el. Unterdruckpumpe verwenden.
Deshalb griff ich in dieses Zubehörlager, da dort das Preisgefüge ansprechender ist. Verbaut ist ein Motor von Bühler.

Gekauft habe ich die Hella 8TG 008 570-027.

Der Größenvergleich:
[attachment 2652 Pumpenvergleich.jpg]

Im Bild ist bei der Hella Pumpe das angeflanscht Relais entfernt, da es nicht benötigt wird. Mit Flachsteckhülsen habe ich das Originalkabel an die neue Pumpe angeschlossen. Mechanisch muß jetzt noch etwas gebastelt werden.

Mit Blechschere und Nietzange habe ich aus einem Abfallstück eines Lüftungskanals aus Zinkblech eine Halterung gebaut.

[attachment 2653 neuePumpeHalter.jpg]

Der Einbau ging dann sehr einfach. Die neue Pumpe ist von innen eher leiser als die alte. Von außen etwas lauter. Liegt wohl daran, daß ich den Blechhalter ohne Gummipuffer an die Pumpe geschraubt habe. Könnte man noch optimieren.

[attachment 2654 PumpeEingebaut.jpg]

Was ich noch machen werde, ist das Kürzen des Unterdruckschlauches. Dieser neigt jetzt zum Knicken.

von Andreas106 - am 23.01.2018 17:28
Sauber - das kann auch anderen zu einer preisgünstigen Reparatur verhelfen, Danke für's Einstellen! - Schon Probefahrt gemacht, alles nach Wunsch?

Nebenbei - wie wird eigentlich der Solldruck geregelt - ist da irgendwo ein Sensor?

von iOnier - am 23.01.2018 19:47
Bin schon gut 200 km gefahren. Bin bisher sehr zufrieden.

Zitat
iOnier
Nebenbei - wie wird eigentlich der Solldruck geregelt - ist da irgendwo ein Sensor?


Da kann ich nur wieder auf das oben verlinkte VW-Dokument verweisen.
Bei unserem Drilling ist die Pumpe dumm. Ein Steuergerät überprüft den Druck und steuert die Pumpe. Deshalb liegt bei defekter Pumpe die Spannung auch nur kurz (1-2 s) an. Sobald das Steuergerät kein Absinken des Druckes feststellt, schaltet es die Versorgungsspannung der Pumpe ab und den Pfeifton an.

von Andreas106 - am 23.01.2018 20:58
Hallo Andreas,

vielen Dank, dass du uns an deinen Problemen und ihrer Lösung teilhaben läßt. Genau wie du, finde ich es ganz schlimm, wieviel Alupilz die Pumpe in den wenigen Betriebsjahren bereits angesetzt hat.
Ich kann auf den guten und detailreichen Fotos aber keine Ursache für den Ausfall feststellen. Die überhitzten Motorwicklungen können ja nur Folge einer zeitlichen (zu hohe Einschaltdauer) oder Drehmomentüberlastung (Drehschieberpumpe fest oder zu schwergängig) sein.
Mir drängt sich die Frage auf, ob man eventuell prophylaktisch einen Schmierstoff in die Ansaugluft der Pumpe einbringen kann, um einem vergleichbaren Schaden bei den restlichen Drillingen auf der Straße entgegenzuwirken.
Ist das Pumpengehäuse im Inneren völlig trocken, oder konntest du leicht ölige Wände feststellen? Bewegen sich die Schieber in ihren Schlitzen leichtgängig, oder kommen sie aus eigener Kraft gar nicht bis zur Wand, um einen Kompressionsraum zu bilden?
Es ist natürlich sehr eigennützig von mir gedacht, deinen Schaden als Tipp zur besseren Abwehr eines eigenen Schadens auszunutzen. Trotzdem hoffe ich, dass dein Forscherdrang noch angespornt ist, um die Ursache und potentielle Schutzmaßnahmen zu finden.

Weiterhin gute Fahrt wünscht

Joakim

von joloeber - am 24.01.2018 20:39
Hallo Joakim,

Die Pumpe war das einzige, was gut erhalten war. Die Lamellen bewegten sich noch leichtgängig nach außen. Die Edelstahlglocke sieht auch noch aus wie neu. Obwohl diese nur plan auf der Unterschale ohne Dichtung aufliegt, war die Verarbeitung dieser planen Fläche so präzise, das kein Wasser eingedrungen war.

Ich vermute, daß das Salz mit Feuchtigkeit eine leitende Verbindungen geschaffen hatte, die ungünstig war. So kann es durchaus sein, daß der Motor über seine vier Kohlen nicht nur in eine Richtung erregt wurde. Eine der Kohlen klemmte auch in der Führung. Allerdings haben diese auch Überhitzungsspuren.
Vielleicht lag es auch nur daran, daß die Luftkanäle voll mit Salz waren, und die Pumpe im Dauerlauf durchgebrannt ist. Dagegen spricht aber die externe Steuerung. Wenn der Unterdruck nicht in einer bestimmten Zeit erzeugt werden kann, wird die Pumpe abgeschaltet. Mich wundert eher, daß die Sicherung zur Pumpe nicht durchgebrannt ist.
Als die Pumpe noch lief, konnte ich sie mit meinem Labornetzteil (4 A) nicht zum Anlaufen bewegen. Die neue Pumpe lief gut an, auch wenn die Spannung auf 9 V einbrach.

Prophylaktisch kann man aber die Kunststoffkappe auf der Pumpenseite abnehmen. Die Kunststoffkappe hat zwar eine Art O-Ring in einer Nut eingelassen, dieser ist aber unterdimensioniert. Deshalb wahrscheinlich das Geschmiere außenrum.

Die Torx sind nur mit 5 Zacken! Auf der Kunststoffseite sind die Schrauben in Sacklöchern in den Alukorpus geschraubt. Deshalb lassen sich diese gut lösen.

Auf der Motorseite (Metallkappe mit anständigem O-Ring) sind die zwei Schrauben in Durchgangslöcher geschraubt. Alu und Eisen verbacken zu einer Einheit, wenn Salzwasser im Spiel ist. Deshalb kann man die Schraubenköpfe an dieser Stelle nur abschleifen oder abschlagen.

Das trifft auch auf die Befestigung der Pumpe an der Zwischenplatte zu. Diese nach dem Pumpenausbau nicht versuchen zu lösen.

von Andreas106 - am 25.01.2018 06:51
Zitat
Andreas106
Alu und Eisen verbacken zu einer Einheit, wenn Salzwasser im Spiel ist. Deshalb kann man die Schraubenköpfe an dieser Stelle nur abschleifen oder abschlagen.

Das trifft auch auf die Befestigung der Pumpe an der Zwischenplatte zu. Diese nach dem Pumpenausbau nicht versuchen zu lösen.


Hallo!

Das ist doch mal ein interessanter Hinweis auf die verwendeten Metalle. Als alter Audi-Fahrer kommt mir da doch direkt der Gedanke an Kontaktkorrosion!
Metalle sind in einer elektrochemischen Spannungsreihe angeordnet, bei leitender Verbindung und Wasser wird das "unedlere" Metall zerfressen.
Bei Schiffen nutzt man das in Form der Opferanode.

Insofern müsste man mal nachlesen, ob man durch Austausch der Eisenschrauben und isolierte Anbringung der Pumpe an der Karosserie dem Alufraß entgegenwirken kann.

Oder man bringt eine Opferanode an.

Nur soviel als Denkanstoß.

Viele Grüße
Henning

von C-Zero-HH - am 25.01.2018 18:07
Solche Diskussionen wie hier kann ich nicht verstehen:

Da schreibt jemand seitenlang mit Fotos über einen Einzelfall (defekte Vakuumpumpe), während tausende Drillingfahrer keine Probleme haben.

Kommt dazu, dass die Pumpe mit einem werkseitigen Rückruf kostenlos ausgetauscht wurde. Meine war noch perfekt, wurde trotzdem gratis getauscht.

Also, was soll das ganze Geschreibsel?

So nebenbei: die Pumpe ist so montiert , dass sie im normalen Fahrbetrieb nicht verschmutzt. Für Salz oder Wasser an der Pumpe muss man schon rallyemässig querfeldein fahren.

von i-MiEV - am 25.01.2018 19:57
Hallo Walter,

so sehr ich deine Beiträge größtenteils sehr schätze, kann ich in manchen Situationen deine Reaktion nicht verstehen.

Ich weiß daß du eng mit den Japanern verbandelt bist ;-), aber deshalb heißt das doch nicht, daß ich deine Person angreife nur weil nicht alles Gold ist, was die Japaner anfassen.

Zitat
i-MiEV
Solche Diskussionen wie hier kann ich nicht verstehen:

Da schreibt jemand seitenlang mit Fotos über einen Einzelfall (defekte Vakuumpumpe), während tausende Drillingfahrer keine Probleme haben.


Das stimmt. Tausende Drillinge haben aber auch weit weniger asl 50 Tkm auf der Uhr!

Darf ich dich an deine Reaktion auf das Dämmen der Heizung erinnern.

Zitat
i-MiEV 26. August 2012 14:40
Ich staune immer wieder, für wie blöd man Ingenieure bei renomierten Autoherstellern (oder in diesem Fall Mitsubishi Electric) hält. Die können offenbar gar nicht konstruieren und denken über "keine Kleinigkeiten" nach.

Aber wenn es dann schief geht mit der eigenen Bastlerlösung, dann wird rasch alles zurückgebaut und auf Gewährleistung oder Garantie geklagt.


Zitat
i-MiEV
Kommt dazu, dass die Pumpe mit einem werkseitigen Rückruf kostenlos ausgetauscht wurde. Meine war noch perfekt, wurde trotzdem gratis getauscht.

Also, was soll das ganze Geschreibsel?


Hättest du meine Beiträge gelesen, hättest du erfahren, daß diese Pumpe auch bei meinem iMiEV getauscht wurde. Die defekte ist die zweite Pumpe.
Du hättest auch erfahren, daß laut Werkstatt diese Pumpe nur einmal pro Fahrzeug, zumindest für den Preis von 309.- +MwSt, gekauft werden kann.

Zitat
i-MiEV
So nebenbei: die Pumpe ist so montiert , dass sie im normalen Fahrbetrieb nicht verschmutzt. Für Salz oder Wasser an der Pumpe muss man schon rallyemässig querfeldein fahren.


Ich fahre jeden Tag "rallyemässig" auf einer vierspurigen Bundesstraße mit gemütlichen 90-100 km/h. Der Rest ist Land und Stadtverkehr. Allerdings fahre ich mein Auto. Deshalb kommen da ca. 25 Tkm im Jahr zusammen.

Zu deiner Info, falls du noch nicht unter die Haube geschaut hast.

[attachment 2657 Pumpe_verbaut.jpg]

Das helle unten links und recht ist der Hinterreifen. Die Pumpe ist eine Woche verbaut. In diesen ca. 600 km kann man schon Salzablagerungen sehen.
Ja, unsere Straßen werden mit Salz Schnee und Eis frei gehalten.

von Andreas106 - am 26.01.2018 13:42
Ich finde den Bericht über den Austausch der Vakuumpumpe sehr gut und informativ.
Ich wäre niemals auf den Gedanken gekommen, ein Fremdfabrikat einzubauen. Und es funtioniert. Prima gemacht.
Interessant fände ich noch, was letztenendes zum Ausfall der Pumpe geführt hat.
Sehr wahrscheinlich war es die klemmende Kohle, was natürlich ein Hestellerfehler wäre.
Jawohl, auch in Japan wird gemurkst.
Möglicherweise ist auch das Rückschlagventil undicht, was bedeutet, daß die neue Pumpe auch bald kaputt ist (wegen Überlastung).
Evtl. ist auch eines der Lager kaputt.

Übrigens, ich kann das "Geschreibsel" von i-MiEV nicht nachvollziehen.
Wegen solcher Problemlösungen bin ich hier im Forum unterwegs und ich wünsche mir
mehr dieser Artikel.
Lobhudelei über japanische Autos bringt uns nicht weiter.
Aus solchen "Einzelfällen" werden in naher Zukunft vielleicht mehr, denn die Drillinge kommen jetzt langsam in die Jahre. Und ich bin dankbar, wenn ich weiß, was ich machen soll, wenn es mich mal erwischt.

von saxe - am 26.01.2018 16:46
Habe den Deckel gereinigt und mit einer anständigen Kamera photographiert.
(Sorry für die nicht perfekten Bilder, aber wenn ich montiere nehme ich nicht die gute Kamera in die Hand. Das war ein 7 Jahre altes Smartphone :-))
[attachment 2658 Pumpendeckel1.jpg]
Die Dichtung ist nicht gerade üppig dimensioniert. Was aber noch auffällt ist die Metallbuchse durch die die Schrauben geführt werden. Eigentlich eine gute Sache. Aber in diesem Fall nicht gut umgesetzt. Die Buchsen sind nicht in den Kunststoff eingespritzt (deshalb schaut sie auch aus der Dichtfläche hervor!), sondern nur lose eingeschoben. Der Schraubenkopf ist nicht viel größer als die Buchse. Eine Scheibe wurde auch nicht verwendet. D.h. mit den Schrauben zieht man die Buchsen fest und nicht den Deckel!

von Andreas106 - am 27.01.2018 10:12
Zitat
Andreas106
Die Bestellnummer mit Preis von um die 300.- Euro kann man nur einmal pro Fahrzeug verwenden. (Rückruf bei 10Tkm) :-(


Diese Aussage verwundert mich etwas, denn der Rückruf zumindest bei den beiden Franzosen war damals doch kostenlos.

von Solarstrom - am 27.01.2018 21:09
Ja, kostenlos, aber nicht umsonst. Die Pumpe hat immer einen Gegenwert. Es ist nur eine Frage, wer diesen zu begleichen hat. :-)
Speedy6484 hat damals gespickelt. ;-)

von Andreas106 - am 28.01.2018 10:13
Es gibt eine neue Pumpe von Mitsubishi.
Zumindest kann man in diesem Video bei ca. 1:05 Minuten diese Pumpe erkennen.

[attachment 2665 neuePumpe1.jpg]

Sieht optisch zumindest solider aus. ;-)

von Andreas106 - am 03.02.2018 17:07
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