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Informationen zum Thema:
Forum:
Fibromyalgie Erfahrungsaustausch
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Vera Winkler, Monika D. (Admin), Hildegard Finzelberg, Weber Anke

Bin neu hier und brauche Hilfe

Startbeitrag von Hildegard Finzelberg am 23.10.2004 16:14

Hallo zusammen,

ich bin 51 Jahre jung und habe vor einiger Zeit eine Kur wegen meines FMS beantragt, die von der BfA bisher abgelehnt wurde. Jetzt muss ich zu einem Gutachter -Neurologe-. FMS ist keine neurologische Erkrankung. Wie soll ich mich dort verhalten? Besteht Aussicht auf Erfolg? Kann ich bei diesem Gutachter noch meine Wunschklinik angeben? Das habe ich bei meinem Antrag versäumt zu tun.

Gruß Hildegard F.

Antworten:

Hallo Hildegard,

es ist das übliche Spiel, das die BfA mit uns treibt. Egal, um was es bei uns wirklich geht, es muß erst mal Einkommen für einen psychiatrischen Gutachter generiert werden. Egal, wie weit die Anfahrt ist, die unsereinem dafür zugemutet wird, egal, wie relevant die Ergebnisse überhaupt sein können, die diese Begutachtung hervorbringt. Sicherlich kannst Du dem Gutachter erzählen, was Deine Wunschklinik wäre, ob er das befürwortet, das ist eine ganz andere Sache. Du kannst Dir aber relativ sicher sein, dass Du, falls der Gutachter Dir gegenüber fair ist, bei der nächsten Gelegenheit, bei der ein Gutachten fällig wird, zu einem anderen gehen mußt.

Gehe hin und fülle die Fragebogen aus oder lasse es bleiben, wenn sie Dir zu blöd sind. Es ist wahrscheinlich relativ egal, wie Du Dich verhältst, die Reha wird aller Voraussicht nach entweder abgelehnt werden oder Du landest in einer psychosomatischen Klinik. In diesem Falle kann man nur hoffen, dass Dir wirklich körperlich nichts fehlt! Falls es Dir sehr schlecht geht, könnte es sogar sinnvoll sein, dies gar nicht so sehr zu erkennen zu geben. Es kann nämlich durchaus auch mal eine Reha verweigert werden mit der Begründung, dass keine Aussicht auf Besserung besteht.

Wenn Du Hilfe brauchst, dann solltest Du nicht darauf hoffen, sie durch eine BfA-Reha zu bekommen. Das war sicherlich irgendwann mal besser und es gibt auch immer wieder Leute, die von BfA-Maßnahmen profitieren, aber in vielen Fällen scheint das jedoch wirklich nicht mehr der Fall zu sein. Wenn Du es Dir irgendwie leisten kannst, bist Du höchstwahrscheinlich sehr viel besser dran, wenn Du eine "ambulante Badekur" oder einen schönen Wellnessurlaub machst.

Trotzdem - wenn eine Reha genehmigt wird, versuche so viel wie möglich für Dich daraus mitzunehmen. Irgendeinen Ansatzpunkt für positive Veränderungen gibt es immer, sei es durch nette Leute, die man kennenlernt, den Abstand von der Familie, die andere Umgebung, die Zeit für sich selbst.

Alles Gute,
Monika

PS: Wie es gehen kann mit einem Reha-Antrag, das hat ein "Kollege" mit einer Tinnitus-Website beschrieben: Der Kurantrag - In 125 Tagen vom Antrag bis zum Aufnahmetermin. Wenn der wüßte, wieviel Glück er dabei noch gehabt hat! Bei mir ging die Tinnitus-Reha über die BfA - in 14 Monaten vom Eilantrag bis zum Aufnahmetermin.

von Monika D. (Admin) - am 23.10.2004 18:09
Hallo Monika,

das hätte ich nicht für möglich gehalten, dass einem die Reha bei FMS nicht genehmigt werden kann. Das Versorgungsamt macht auch Zicken bei der Beurteilung. Mein Änderungsantrag wurde diesertage abgelehnt. Rechtsanwälte kann man leider nicht bezahlen um sein Recht durchzuboxen. Bin leider nicht Rechtsschutzversichert für den medizinischen Bereich. Danke aber für deine promte Antwort.

Gruß Hildegard

von Hildegard Finzelberg - am 23.10.2004 22:05
Hallo Hildegard
egal, welche Erkrankung Du hast, das ist denen von der BfA oder LVA ziemlich egel, deren Devise ist, ablehnen ablehnen und noch mal ablehnen, genauso machen sie einen mürbe, wenn mann einen Rentenantrag stellt.
Vor der neuen Gesundheitsreform 2001 war es etwas leichter, aber auch da schon schwer genug.
Ich habe Glück gehabt und im Jahre 2001 für das Jahr 2000 rückwirkend nach langem Kampf meine Erwerbsunfähigkeitsrente bekommen, damals war ich 57 Jahre alt.Aber wie gesagt, nach der alten Gesundheitsreform oder Rentenreform.
Das ist heute fast unmögliche, vorzeitig eine Erwerbsunfähigkeitsrente zu bekommen und wenn, mit so vielen Abschlägen, daß man davon nicht leben kann.

Genau so ist es mit Kuren, ein Gutachten nach dem anderen, das kostet so viel, davon könnte man schon eine Kur bezahlen

von Vera Winkler - am 24.10.2004 15:12
Das mit den vielen Ablehnungen und Gutachten muß leider sein. Denn wieviele Sachbearbeiter könnten bei den Sozialversicherungen wohl eingespart werden, wenn jeder Antrag gleich ordnungsgemäß abgewickelt werden würde. Überlegt Euch nur mal, was das wieder für eine Masse von Arbeitslosen gäbe!

von Monika D. (Admin) - am 24.10.2004 15:55
Hallo Hildegard

Wenn Du Wiederspruch einlegen willst , wende dich mal an den Sozialverband. Dort bekommst Du für einen geringen Monats- oder Jahresbeitrag Juristische Unterstützung.

Liebe Grüße, Anke

von Weber Anke - am 24.10.2004 17:16
Falls Du eine Rechtsschutzversicherung hast, versuche den Widerspruch mit einem Anwalt, der was von Sozialrecht versteht.
Ich habe meinen Widerspruch und die darauf folgende Ablehnung mit Hilfe eines Anwaltes gewonnen,
Als ich bei einem Gutachter war, hörte ich ihn sagen: das ist ein Anwalt mit im Spiel, da müssen wir vorsichtig sein.
Falls Du keine Rechtsschutzversicherung hast, wende Dich an den Reichsbund, ich weiß allerdings nicht genau, ob der auch bei Kuren hilft.
Auf jeden Fall helfen die, wenn man seine Rente duchboxen will.
Ob mit oder ohne Erfolg kann man im Voraus nicht sagen, aber jeden Fall hat man Leute hinter sich, die ihre Materie verstehen.

von Vera Winkler - am 27.10.2004 16:13
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