WICHTIG für alle, die vor dem 16.11.1950 geboren sind!

Startbeitrag von Monika D. (Admin) am 25.11.2003 10:38

Hallo,

gerade kam eine ganz wichtige Anfrage, die mich daran erinnert hat, das unbedingt noch zu posten.

Aufgrund einer Gesetzesänderung besteht für alle, die vor dem Stichtag geboren sind UND bei denen vor September 2000 schon Behinderungen bestanden, die mit einen GdB von 50 oder mehr eingestuft werden, die Möglichkeit, ausnahmsweise noch rückwirkend die Anerkennung des GdB zu beantragen. Die Frist läuft aber in diesen Tagen ab! Also alle die es betreffen könnte, sollten SOFORT aktiv werden. Es geht darum, dass für diese Fälle noch die Altersrente ohne Abzüge ab dem 60. Lebensjahr in Anspruch genommen werden kann. Für jüngere oder für später eingetretene oder anerkannte Behindeurngen fällt das weg.

Aber denkt daran, wegen Fibro allein gibt es normalerweise nur 20 oder höchstens 30 %. Es müßten schon mehrere Sachen zusammenkommen, um auf 50 % zu kommen. Außerdem bitte beachten: Die Prozente richten sich nciht nach Diagnosen, sondern nach tatsächlichen und wirklich glaubhaft gemachten Behinderungen!

Viel Glück allen, die es betrifft!

Monika

Antworten:

Link für die Bayern mit download von Antragsformularen:

[www.lvf.bayern.de]

von Monika D. (Admin) - am 25.11.2003 10:44
Von der Website der BfA

Voraussetzungen für die Altersrente für schwerbehinderte Menschen, Berufs- oder Erwerbsunfähige
Die Altersrente für schwerbehinderte Menschen erhalten Versicherte auf Antrag, die

das 60. Lebensjahr vollendet haben,
bei Beginn der Rente schwerbehindert (Grad der Behinderung mindestens 50 %), berufs- oder erwerbsunfähig nach dem am 31.12.2000 geltenden Recht sind
und die Wartezeit von 35 Jahren erfüllen.
Darüber hinaus darf die Hinzuverdienstgrenze nicht überschritten werden.

Die Altersgrenze wird für Versicherte der Geburtsjahrgänge ab 1941 stufenweise auf das 63. Lebensjahr angehoben. Bei Inanspruchnahme vor Vollendung des 63. Lebensjahres ist deshalb mit Rentenabschlägen zu rechnen.

Versicherte, die bis zum 16.11.1950 geboren wurden und am 16.11.2000 schwerbehindert, berufs- oder erwerbsunfähig waren, genießen Vertrauensschutz. Sie sind von der Anhebung der Altersgrenze für Schwerbehinderte nicht betroffen. Sie können die Altersrente für schwerbehinderte Menschen wie bisher nach Vollendung des 60. Lebensjahres ohne Rentenabschläge beanspruchen.

Versicherte, die vor dem 01.01.1942 geboren wurden und 45 Jahre mit Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit belegt haben, genießen ebenfalls Vertrauensschutz. Auch hier besteht weiterhin Anspruch auf die Altersrente für Schwerbehinderte, Berufsunfähige oder Erwerbsunfähige ab 60 Jahren ohne Rentenabschläge. Zeiten des Bezuges von Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe zählen nicht zu den 45 Jahren Pflichtbeitragszeiten.

Die Schwerbehinderung wird in der Regel durch den Schwerbehindertenausweis nachgewiesen, der zum Rentenbeginn noch Gültigkeit haben muss.


Auf die Wartezeit von 35 Jahren sind sämtliche rentenrechtliche Zeiten anzurechnen. Hierzu gehören:

Beitragszeiten (Pflicht- und freiwillige Beiträge)
Kindererziehungszeiten
Zeiten aus dem Versorgungsausgleich und dem Rentensplitting unter Ehegatten
Zeiten geringfügiger Beschäftigung mit Beitragszahlung des Arbeitgebers
Ersatzzeiten (z.B. Kriegsdienst, Kriegsgefangenschaft)
Anrechnungszeiten (z.B. schulische Ausbildung nach Vollendung des 17. Lebensjahres)
Berücksichtigungszeiten Berücksichtigungszeiten (z.B. Erziehung bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres des Kindes).
Wichtig !
Ab dem 01.01.2001 reicht das Vorliegen von Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit nicht mehr aus. Es muss künftig grundsätzlich die Schwerbehinderteneigenschaft vorliegen.

Eine Ausnahme besteht für Versicherte, die vor dem 01.01.1951 geboren wurden. Sie haben auch dann einen Anspruch auf Altersrente für Schwerbehinderte, wenn sie bei Beginn der Altersrente berufs- oder erwerbsunfähig nach dem am 31.12.2000 geltendem Recht sind.

von Monika D. (Admin) - am 25.11.2003 10:53
Hallo Monika, danke für deine Mail. Meine konkrete Frage ist jetzt, ich habe zwar
schon mal 30 % bekommen aber die sind abgelaufen. Ich müßte also ganz neu
beantragen und das dauert ja. Ich habe die Anträge schon vor mir liegen. Was meinst du, ob ich den Gleichstellungsantrag trotzdem schon stellen kann
(wegen der Frist die ja meiner Meinung am 5.12. abläuft, und mitteilen, dass ich beim Versorgungsamt einen Antrag gestellt habe - oder ist damit für mich der Zug schon abgefahren?
Ich glaube, dass ich es schaffen könnte, die 50 % zu bekommen, da ich außer der Fibromyalgie noch andere chronische Grunderkrankungen habe.

Leider habe ich auch erst jetzt von dem Gleichstellungsverfahren erfahren. Über eine Antwort würde ich mich freuen.

Mit liebem Gruß
Christiane

von Christiane Kurpik - am 26.11.2003 14:02
Hallo Christiane,

ich kann Dir nur raten, jetzt an ALLEN Fäden zu ziehen. Also neuen Antrag stellen und gleich mit der Kopie des Antrags - möglichst mit Eingangsstempel des Versorgungsamtes oder der Gemeinde, bei der Du den Antrag abgibst, auch vorsorglich das mit der Gleichstellung zu versuchen. Allerdings kann ich natürlich nicht sagen, wie Du damit "ankommen" wirst.

Noch ein Tipp zur Antragstellung: Es wird darin zwar nach Diagnosen gefragt, entscheidend für die Einstufung sind jedoch nicht Diagnosen, sondern die tatsächlichen, ganz individuellen Behinderungen aufgrund von körperlichen oder seelischen Störungen. Und diese individuellen Behinderungen, die sollte man gleich bei der Antragstellung glaubhaft machen. Aber bitte nicht etwa von irgendwelchen in SHGs kursierenden Listen abschreiben, das geht garantiert "in die Hose", denn den Inhalt der Listen kennen die Gutachter sicherlich schon längst auswendig.

Viel Erfolg
Monika

von Monika D. (Admin) - am 26.11.2003 14:10
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