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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 5 Monaten
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manu, MANU, dr.yoghurt

Friedhof Ober St.Veit

Startbeitrag von dr.yoghurt am 29.07.2007 04:15

Noch ein interessanter schöner Wiener Friedhof. Ein Besuch lohnt sich auch in Kombination mit "Obelixhausen", dem Lainzer Tiergarten, der nur 10 Minuten davon entfernt ist auf einem mit Brombeeren und Kriecherln gesäumten Weg. Beim St. Veiter Tor in unmittelbarer Nähe übrigens die Hermesvilla mitsamt Daueraustellung.

Die gesamte Anlage ist sehr steil ansteigend und wirkt durch den Bewuchs mit Bäumen und Sträuchern parkartig. Etliche interessante aussagekräftige Grabsteine. Auch Herr Schiele ruht hier. Ähnlich wie am Hietzinger Friedhof finden sich auch hier, teils sogar noch größere "Mausoleen", die eigentlich schon eher wie kleine Familienkirchen anmuten. Ziemlich einzigartig ist wohl das Felsgrab der Familie Flesch:



Hat ein bisschen was vom Charme eines mittelalterlichen Burgverließes, macht sich aber im Kontrast zu den Familienkapellen sehr gut.
Eine dieser Kapellen ist schon ziemlich verfallen und weist einige interessante Besonderheiten auf: An der Rückseite ragt aus dem aufsteigenden Teil der Wiese eine Art Rauchfang aus dem Boden heraus:

Wenn man durch die zerborstenen Kellerfenster hinunterfotogtrafiert, kann man eine Kellertreppe erkennen ...

... die in einen geheimnisvollen unterirdischen Raum mündet:

Über SInn und Zweck dieses "Tiefgeschosses" kann man nur spekulieren: Zugang zu den Gruftgebeinen ? Oder (in Kombination mit dem Rauchfang) ein Hinweis darauf, dass die Kapelle nicht nur als Familiengruft sondern auch als Familienkerker (für noch nicht Verstorbene) genutzt wird ?

Ein anderes interessantes Grab:

Hans Alfons, 1933-1996. Erde in einem durchsichtigen Glaskasten. Dazu die Inschrift: "Dort ist kein Land, wo du nicht bist"

Gleich beim Eingang rechts wird ein Grab zum Paradeiser Pflanzen benutzt:

Ein letzter Wunsch des Verstorbenen ? Oder einfach nur zweckmäßige "Umwidmung" ? Eine ältere Frau, die mit ihrem Sohn vorbeikommt, hat dafür jedenfalls wenig Verständnis.

Und noch eine Impression vom Lainzer Friedhof (unmittelbar neben dem ORF-zentrum am Küniglberg) : Das Grab von Walter Davy, bekannt u.a. als einbeiniger Kieberer in "Kottan ermittelt":

Die Inschrift "Endlich" ist interessant. Unwillkürlich denkt man im ersten Moment, da konnte es wohl jemand schon gar nimmer derwarten. Wenn man es dann aber ein bisschen auf sich wirken lässt, könnte man es auch als Gegensatz zu "unendlich" interpretieren, was auch eher stimmig zur Person Davys passen würde.

Antworten:

ich glaube ich kenne den sohn vom walter davy

von MANU - am 13.08.2007 12:11

daran habt ihr sicher auch freude

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