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Forum Hochbegabung bei Kindern
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 9 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 9 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
AndreaE, FelixMum, Pitty66, KSK, Sabiha

Mein Sohn langweilt sich, was tun?

Startbeitrag von Sabiha am 26.09.2005 20:31

Hallo.
mein Sohn ist jetzt 6 Jahre alt und geht seit einigen Wochen in die erste Klasse.
Mit 4.6 Jahren wurde er getestet. Sein IQ laut Test 123.
Er konnte schon vor der Einschulung lesen, (nicht fliessend- aber immerhin), rechnen Addition und Subtraktion im Zahlenbereich bis 20.
Nun, alles nicht wirklich grossartig. Ausserdem ist er ziemlich schusselig und seit er in der Schule ist, ist er nur noch albern oder agressiv. Selten finde ich den Sohn wieder, den ich vorher hatte.
Nun hat mich seine Lehrerin angesprochen, weil sie meinte, dass er sich wahrscheinlich langweilt und sie ihn mehr fördern will. Bis jetzt ist aber ,soweit ich weiss, noch nichts in der Richtung geschehen.
Es wird jeden Tag schlimmer mit ihm. Er sagt mir, dass er die Schule langweilig findet und seine Hausaufgaben hasst er mittlerweile.
Er braucht für einfache Aufgaben wie zum Beispiel ein paar U's aus Zeitschriften ausschneiden und aufkleben ca. 1 bis 2 Stunden.

Ich weiss einfach nicht, wie ich mich verhalten soll? Soll ich ihn einfach sich da durchkämpfen lassen? (also durch die Langeweile) oder soll ich nochmal mit der Lehrerin reden? Ich habe aber auch Sorge, dass ich das ganze vielleicht zu eng sehe und dann als hysterisch dastehe.
Immerhin ist er ja auch nicht sooooooooooo weit vorraus.
Bitte gebt mir einen Rat und entschuldigt, das Durcheinander in meiner Mail.
Vielen Dank.
Sabiha
Antworten:
Hallo,

Zitat

Er braucht für einfache Aufgaben wie zum Beispiel ein paar U's aus Zeitschriften ausschneiden und aufkleben ca. 1 bis 2 Stunden.


Bei solchen Arbeiten habe ich meine Tochter unterstützt. ICH habe die Buchstaben (musste ja bei allen Buchstaben des Alphabets gemacht werden) gesucht und grob ausgeschnitten. Sie hat sie dann korrekt ausgeschnitten und eingeklebt.

Heute würde ich ihr in vielen Situationen noch mehr abnehmen - Ausmalen zum Beispiel.


VG



von KSK - am 26.09.2005 23:05
Hallo Sabiha,

je nachdem wie lange es her ist, dass die Lehrerin Förderung zugesprochen hat, würde ich um ein erneutes Gespräch bitten. Ihr seid ja in einer guten Position, wenn die Lehrerin selbst sieht, was los ist. Ohne Hilfe wird es dein Kind nicht ohne weiteren Kummer schaffen, denke ich. Manchmal dauert es seine Zeit, bis etwas passiert, weil gute Lehrer alle Hände voll zu tun haben. Vielleicht muss sie sich erst informieren, was an der Stelle das Richtige wäre?

Du sagst, dass er nicht sooo weit voraus ist, aber das sehe ich ganz anders. Das, was du beschreibst, ist schon Ziel der 1. Klasse...;-).

Mit etwas diplomatischem Geschick schaffst du es bestimmt. Und vermutlich wirst du ohnehin häufigeren Kontakt zu ihr haben, als du das vorher dachtest.

Lehrer müssen mit Eltern zusammen arbeiten, wenn etwas Gutes dabei rauskommen soll. Trau dich.....:-).

Und auch ich habe bei langweiligem Routinegedöns mitunter geholfen.....

Aufmunternde Grüße,
Pitty

von Pitty66 - am 27.09.2005 03:39

Re: Langeweile ist normal

Hallo,

aus meiner Sicht und eigener Erfahrung nur der schlichte Hinweis, dass für beinahe jedes auch völlig "normal begabte" Kind eine erste Klasse Langeweile hervorruft.

Das ist vollkommen normal. Die erste Klasse ist im Prinzip nichts Anderes als ein verlängertes Kindergartenjahr.

Deshalb haben wir unseren Sohn (über Durchschnitt, aber NICHT hb) seinerzeit auf Antrag sehr früh eingeschult, damit ihm wenigstens die Langeweile erspart blieb (bis jetzt alles OK), weil die Anforderungen in der Schule dann für ihn wenigstens "echte" Anforderungen waren und er Aufgaben bekam, die auf seinem altersmäßigen Niveau lagen. Er ist immer noch 6 J (im Okt. 7) und kommt in der 3. Klasse prima mit.

Wenn nichts hilft, lass ihn lieber gleich in die 2. springen. Er wird absolut nichts verpassen.

Viele Grüße

von FelixMum - am 27.09.2005 08:54
Hallo Sabiha,

ich finde es schon sehr bemerkenswert, dass die Lehrerin von selbst darauf kommt, dass Dein Sohn vielleicht unterfordert ist. Das ist schon mal ein sehr guter Anfang.

Ich kann Dir den Tipp geben, nimm Deinen Sohn zu einem Gespräch mit der Lehrerin mit! Mein Sohn (8 Jahre) ist auf diese Idee gekommen und das war einfach genial. Er hat seiner Lehrerin erklärt wie er sich im Unterricht fühlt, warum er keine Geburtstagsfeier machen will (da bekommen immer 5 Kinder ein kleines Geschenk vom Geburtstagskind und das ist doch voll ungerecht :( ) und noch viele andere Dinge (Probleme Freunde zu finden usw.). Ich hätte das der Lehrerin nie so gut erklären können. Die zwei haben sich 1 1/2 Stunden unterhalten und ich saß nur daneben. Die Lehrerin hat dann für den Moritz Fragen aufgeschrieben (wie kann ich meine Situation selbst verbessern usw.). Zur nächsten Sprechstunde ist er dann alleine gegangen ;-)

Seine Lehrerin hat uns dann auch sehr unterstützt, dass er die 3. Klasse überspringen konnte. Jetzt ist er in der 4. und erzählt plötzlich von der Schule, weil er da endlich was lernt. Ein früheres Springen hätte ihm sicher viel Frust erspart.

Die leidigen Malaufgaben habe ich übrigens oft von seiner kleinen Schwester machen lassen. Die hat sich gefreut, dass sie auch Hausaufgaben hatte :-) und er konnte sich mit wichtigeren Dingen beschäftigen!

Viele Grüße
Andrea

von AndreaE - am 29.09.2005 08:42
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