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Forum Hochbegabung bei Kindern
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9
Erster Beitrag:
vor 12 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 12 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
Martina K., FelixMum, Gast, Sabine, Grit/USA, Haiopei, MarionPE

Sprung von 1 nach 2 bei Kann-Kind!

Startbeitrag von Martina K. am 26.04.2006 11:46

So nun möchte ich auch mal um Eure Erfahrungen bitten.

Unser Sohn Mark (23.11.99) wurde im August eingeschult. Er ist ungetestet, ein Test steht auch zur Zeit absolut nicht zur Debatte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die vor allem auf die Einstellung der Lehrerin zurückzuführen waren, ist er Klassenbester und permanent unterfordert, obwohl er ab den Oktoberferien mit anderen Aufgaben versorgt wurde.Durch die Förderung hat sich natürlich der Abstand zu seinen Klassenkameraden beständig vergrößert. Ansonsten verhält er sich allerdings nicht auffällig, er schaltet zwar regelmäßig ab, bringt aber dann eben immer die geforderten Leistungen und zwar vollständig richtig.

Nun war gestern mal wieder Elternsprechtag und es kam mal wieder das Thema Springen auf, angeregt durch die Lehrerin. Daraufhin hat mein Mann angedeutet, dass wir uns schon einen Sprung von 1 nach 3 vorstellen könnten.

Heute war ich in der Schule, weil ich mit den Kids etwas Englisch mache und da wurde ich gleich zur stellv. Schulleiterin bestellt. Also Mark sitzt ab Dienstag in der 2.Klasse, die Lehrerin hat sich vorgestellt, Arbeitsblätter mitgebracht und mir die Klasse gezeigt.Ich war etwas überrumpelt, wenn ich ehrlich bin!

Bis zu den Sommerferien hat er Zeit, evt. Lücken aufzuholern, dann wird eine endgültige Entscheidung gefällt.

Wie ist es Euren Kindern so ergangen? Haben sie Anschluß gefunden? Er wird ja dann 2 Jahre jünger sein, würde regulär jetzt erst eingeschult werden!

Antworten:

Hallo Martina,

mein Sohn (09/98) ist von der 1. in die 3.Klasse gepsrungen. Dort ist er jetzt natürlich mit Abstand der Jüngste. Ich hatte vorher auch große Bauchschmerzen, ob er Anschluß in der Klasse bekommt. Erstaunlicherweise hat er in der jetzigen Klasse besser Anschluß als vorher in der 1.Klasse. Er hat einen sehr guten Freund in der neuen Klasse gefunden und mit den anderen versteht er sich. Das ist natürlich Glückssache und man kann nie im vorherein wissen, ob es klappen wird.

Wenn es Deinem Sohn in der neuen Klasse nicht gefällt, kann er doch immer noch zurück in seine alte Klasse. Nur Mut.

Gruss
Dagmar

von Haiopei - am 26.04.2006 12:55
Hallo Martina!

Keine Panik. So plötzlich ist gut. Dann muss man nicht lange nachdenken, man sieht nämlich immer Probleme. Jetzt ist es einfach eine Tatsache.

Meine Große (12/91) war auch vorzeitig eingeschult und sprang dann um die Osterzeit von 1 in 2, kam also auch zum regulären Einschulungstermin in die dritte Klasse. Die Hauptproblem war, für die Erstkommunion in der 3. Klasse ein ausreichend kleines Kleid zu finden.

Inzwischen ist sie 14, 10. Klasse, im Sommer geht sie für ein Jahr ins Ausland, danach geht sie ein Jahr zurück, weil sie das Jahr für sich nutzen möchte und sich nicht an Fächervorgaben halten möchte. Außerdem hat sie inzwischen viele Freunde im Jahrgang darunter, weil diese wie sie noch nicht in die Disco dürfen. Der Sprung war vor 9 Jahren, bisher hatte sie keine (ehten) Probleme. Also war es richtig. Und wenn nicht? Dann kann ein Kind auch irgendwann aus sozialen Gründen eine Klasse freiwillig wiederholen. Na und?

Haltet die Ohren steif und berichte, wie es deinem Sohn in der neuen Klasse gefällt.

Marion

von MarionPE - am 26.04.2006 13:07
Wir haben auch gute Erfahrungen mit der "Hau Ruck" Action. Meine Tochter sprang innerhalb von zwei Werktagen und es war einfacher fuer sie. Wenn Kinder (und Eltern) erst lange hin und her ueberlegen muessen, wird es schwieriger. Genauso ging es uns mit der Ueberlegung des zweiten Sprunges, den wir dann aber durch einen Schulwechsel umgingen; wieder innerhalb von drei Tagen. (Dieses mal waren wir selber ueberrascht). Beide male ware es die Richtigige Entscheidung aus damaliger Sicht und aus heutiger Sicht. Ob sich das aendert, wenn mein Kind in der High School ist wird sich zeigen.
Gib deinem Kind die Moeglichkeit es zu probieren, es kann nur besser werden.
Uebrigens, meine Tochter kommt mit den aelteren Kindern viel besser zurecht als mit gleichaltrigen. Wenn nochmal ein Sprung (in der neuen Schule) ansteht, werden wir zuschlagen, weil mein Kind eben selber eher zwei Jahre aelter ist als biologisch gesehen. Und, wie Marion schon oefter schrieb, es gibt ja spaeter immer noch die Moeglichkeit ein Jahr woanders zu verbringen.
LG
Grit/ USA

von Grit/USA - am 26.04.2006 13:56
Danke Marion!

Ich hatte schon von Deiner Tochter gelesen und das Beispiel macht mir Mut! Ich finde so ein Auslandsjahr sowieso toll, insofern käme die Überlegung sowieso, wenn er das denn später möchte.



von Martina K. - am 26.04.2006 14:17
Hallo,

also mein Sohn ist ebenfalls von 1 nach 3 gesprungen. Als sehr extrovertiertes Kind hatte er schnell Anschluss in der Klasse gefunden, fachlich keine Probleme.

Jetzt ist er in der 5.Klasse Gymnasium. Nach wie vor ist er sichtbar der Jüngste und das wird zum Problem. Einige der Jungs aus seiner KLasse haben ihn auf dem Kicker und da hilft es auch nicht, das er durchaus Freunde in der Klasse hat. Außerdem ist er in der ganzen Schule bekannt und es kommen immer wieder Kommentare wie "schau mal, ist er nicht süüüß", "Mini-Pimpf", "Grundschüler" usw.
Es ist nicht einfach, anders zu sein!

Es ist eindeutig noch zu früh, ein Fazit zu ziehen. Zum Zeitpunkt seines Sprunges war es die richtige Entscheidung, aber im Moment wäre ich froh, er hätte wie alle anderen seine 4 Jahre an der Grundschule abgeleistet und nicht so interessant für die anderen.
Jede Medaille hat zwei Seiten

Grüße
Sabine

von Sabine - am 26.04.2006 17:46
Hallo,

ich würde sagen, das ist ein weiser Entschluss der Schulleitung, sowas ist selten heutzutage. Bange musst du nicht haben, dein Sohn kann das doch.

Besser eine schnelle Entscheidung als lange herumgefackelt, nachher macht er noch selbst einen Rückzieher, weil alle um ihn herum zögern und diskutieren.

Unser Sohn (*10/98) kam im Dez. 2003 auf Antrag 2 Schuljahre voraus in die Schule (nicht hb), er ist jetzt 7 und ein Klassenkamerad ist heute gerade 10 geworden. Sowas ist vielleicht für Eltern komisch, aber nicht für die Kinder. Er kam damit von Anfang an gut klar, es hat ihn im Gegenteil früher "größer" gemacht, weil er sich den viel älteren ja anpassen, mit ihnen mithalten musste. Das hat ihm sogar sehr gut getan.

Der Stoff ist nicht das Thema (Lücken aufholen), aber um den Umgang mit älteren Klassenkameraden musst du dir auch wenig Gedanken machen. Die Kinder regeln das schon untereinander. Und wenn du verständige Lehrerinnen hast, die vielleicht auch besser darauf eingehen, wenn halt ein 7jähriger mal 7 Jahre alt ist und noch nicht 9 oder 10 wie die anderen (so wie die das bei uns mitunter nicht können), dann ist es doch auch gut. Eure Schule scheint darauf zu achten, dass die Kinder gut gefördert wurden - unsere Schule mussten wir auf das Thema mit Druck und Test vom Schulamt quasi draufheben.

Aber wenn das mit der vorzeitigen Einschulung nicht geklappt hätte, wären wir vermutlich den Weg gegangen, den du jetzt vor dir hast. Ist auch OK. Hauptsache, dem Kind geht es besser, weil es mehr zu tun kriegt, was es fordert. Das wirst du sicher bald merken.

Viele Grüße

von FelixMum - am 26.04.2006 18:18
Hi,

wir machen gerade auch dasselbe (auch kann-Kind). Bis jetzt klappt es gut...
Dagmar

von Gast - am 26.04.2006 19:07
Danke für Deine Antwort. Bei uns sind 6 Jahre Grundschule, insofern ist es bis zum Schulwechsel eine lange Zeit.



von Martina K. - am 28.04.2006 08:00
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