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Forum Hochbegabung bei Kindern
Beiträge im Thema:
12
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Graupapagei4, iris, Stela, Takahe, Susanne1981, Iris

Hochbegabten- oder IQ Test für Kinder

Startbeitrag von Iris am 14.08.2006 13:46

Hallo,
weiß jemand zufällig wo man solchen Test herbekommen kann? Unser Sohn ist 6.
Wir wollen nicht gleich zu einem Hochbegabtentest rennen und 600¤ ausgeben, das muß doch auch sicherlich anders zu lösen sein. Privat und ohne Druck und vorallem, mit weniger Ausgaben
Antworten:
Und was soll denn der Hometest dann bringen? *kopfschüttel*

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wozu Du den Test brauchst. Davon mal abgesehen, kann man da nicht so einfach rankommen und das ist auch gut so. Und was meinst Du denn genau mit Druck? Falls es um den Zeitfaktor geht, der ist nun mal für die Auswertung bedeutsam.

Davon mal abgesehen, können Eltern zu Hause bestimmt keine objektiven Testbedingungen schaffen, damit wäre das Ergebnis dann wohl kaum aussagekräftig.

Übrigens falls ein Test für bestimmte Problemlösungen notwendig ist, dann gibt es durchaus die Möglichkeit ihn kostenlos machen zu lassen.

Wir haben nicht testen lassen. Unser Sohn ist 6 Jahre und kommt nächste Woche in die 3.Klasse. Welchen Grund habt ihr denn konkret, einen Test zu machen?

von Graupapagei4 - am 14.08.2006 14:07
Hallo,
natürlich gibt es tolle Einrichtungen für Kinder, wo sie Spaß haben. Ich wollte nur nicht so ein "Film" davon machen. Und auch eigentlich nur für mich wissen, oder mein Kind "nur" clever ist. Oder, wenn der Fall einer Hochbegabung da ist, wie ich ihm am Besten "helfe". Er kommt in 3 Wochen zur Schule und bei vielen Kindern ist der Fall, dass sie sich langweilen und dadurch den Unterricht und Mitschüler stören und als doof betitelt werden.
Liebe Grüße iris

von iris - am 14.08.2006 14:10
Was meinst Du denn, was die Schule tun würde? Glaubst Du sie würde aufgrund eines Hometests etwas anders machen oder hast Du soviele Zweifel an Deinem Kind, dass Du eine Zahl brauchst, um Dich für ihn einzusetzen.

Um sich in der 1.Klasse zu langweilen, braucht man nicht hb zu sein und genauso muss es nicht eintreten, dass der Unterricht massiv gestört wird. Bei Mark in der Klasse gab es 2 Fälle massiver Unterforderung, beide haben nicht den Unterricht gestört. Der andere Junge ist Weihnachten gesprungen und Mark dann Anfang Mai.

von Graupapagei4 - am 14.08.2006 14:19
Muß man sich hier schon rechtfertigen, nur weil man Interesse und evtl. auch Sorge um sein Kind hat? SORRY!
Viel Glück mit Deinem Marc in der 3. Klasse!!

von iris - am 14.08.2006 14:25
Rechtfertigen musst Du Dich natürlich nicht. Es ist einfach nur ratsam, vor einem Test zu überlegen, was das Ergebnis für die Familie bedeuten könnte und was für Folgen ein bestimmtes Ergebnis haben würde.

Irgendeine Zahl kann nicht voraussagen, ob sich das Kind tatsächlich langweilt (das hängt sicher primär von der konkreten Situation in der Schule ab) und ob es vielleicht stören wird oder nicht. In Deiner konkreten Situation bringt doch jetzt diese Zahl tatsächlich wenig. Dein Sohn wird eingeschult und ihr müsst erstmal sehen, wie es in der Schule läuft. Ich gehe mal davon aus, dass er bereits bestimmte Dinge beherrscht, die zu Deiner Sorge führen. Es wird recht schnell einen Elternsprechtag geben und dann wirst Du sehen, wie es läuft. Dann ist immer noch genug Zeit, um zu handeln. Falls sich Probleme anbahnen, wäre dann ein kostenloser Test beim Schupsy möglich.

Der andere Junge aus Mark's Klasse wurde übrigens beim Schupsy getestet und zwar nicht wegen Stören, sondern weil die Eltern Selbstzweifel hatten ob sie ihren Sohn richtig einschätzen.

von Graupapagei4 - am 14.08.2006 15:13
Hallo!
Hast Du Deinen Sohn mit 5 eingeschult und ist er dann gesprungen?
Wie geht es Ihm damit so sehr jünger zu sein als die Anderen?
Interessierte Grüsse von Susanne

von Susanne1981 - am 14.08.2006 16:33
Ja, so war es. Dass er mal mit 5 eingeschult wird, war uns schon sehr lange klar, mein Mann ist selbst Lehrer (allerdings am Gym) und hatte da nie Zweifel. Ich schon eher, aber nicht kognitiv oder sozial, sondern weil er doch eher zu den Kleineren gehört.

Der Kiga hatte ihn mit 4 in die Vorschulgruppe gesteckt (ist bei uns altershomogen das letzte Kigajahr ) und dann auch die Einschulung befürwortet, in der Schule war es eine reine Formsache.

Bei der Einschulung war er seinen Klassenkameraden schon ein ganzes Stück voraus, obwohl wir uns bemüht hatten, schulisches Wissen fern zu halten. Na ja das das so nicht geht, ist ja klar, als er aber nun in der Schule war, enteilte er den anderen in Riesenschritten.

Er hatte leichte Auffälligkeiten, war zappelig (da neigt er zu), schwatzte viel (na ja wir Eltern sind auch sehr schwatzhaft) und schaffte es sich in einer Stunde 60x nach hinten umzudrehen (das wurde echt gezählt), um zu schwatzen. Die Lehrerin schob es auf sein Alter, wir wussten es besser, haben uns aber bis Oktober geduldig zurückgehalten.

Die Leistungen waren tadellos, Hausis wurden im Minutentempo erledigt, also keine größeren Probleme. Er wurde dann mehrfach umgesetzt, konnte weiter schwatzen und war trotzdem immer als erster fertig. Na ja da wurde der Lehrerin dann irgendwann schon klar, dass er total unterfordert ist, er bekam dann ein Mathebuch der 2.Klasse und wurde vom Fibellesen völlig befreit. Er las dann seine Bücher. Dadurch wurde dann der Abstand zu den anderen immer größer.

Springen wurde dann seitens der Schule erstmalig im Oktober vorgeschlagen und zwar von 2 nach 3, wegen der Probleme in der Feinmotorik. Wir wollten nicht wegen des Alters und es ging ihm ja so weit gut.

Weihnachten ist ein Junge aus seiner Klasse gesprungen (allerdings fast 1 Jahr älter), das hat Mark dann erst richtig angestachelt. Bei diesem Sprung gab es ziemliche Anfangsschwierigkeiten, da bei uns im 2.Halbjahr 1.Klasse Schreibschrift gemacht wird und die Zweitklässler entsprechende Übung haben. Der Junge musste da sehr sehr viel wohl zu Hause machen, um mit dem Schreibtempo klarzukommen.

Uns wurde allerdings auch zunehmend klar, dass es mit Binnendifferenzierung auf Dauer nicht so weitergeht, die Lehrerin hat uns klargemacht, dass sie ihn nahezu 100% mit anderen Aufgaben versorgen muss, weil alles andere für ihn zu einfach wäre.

Na ja bei Elternsprechtag Ende April haben wir signalisiert, dass wir doch einen Sprung von 2 nach 3 in Betracht ziehen, 2 Tage später war ich zufällig in der Schule, bekam den neuen Stundenplan und die neue Lehrerin vorgestellt. Am Anfang der folgenden Woche saß er in der 2.Klasse, es wurde vereinbart, dass am Ende des Schuljahres (also nach 7 Wochen) gemeinsam entschieden wird und er zwar bewertet wird, aber noch das Zeugnis der 1.Klasse bekommt.

Seine Lehrerin hat es geschafft, ihn sofort zu integrieren. Schon in der 1,Woche wurde er von seinen neuen Klassenkameraden zum Spielen abgeholt. Es gibt da wohl gar keine Probleme, wie mir auch andere Eltern, die bei den Wandertagen dabei waren berichteten. Mark stört es absolut nicht, dass er der Kleinste ist. Im Sport gibt es einige schwierige Disziplinen, aber beim Laufen ist er ganz an der Spitze, also auch da gibt es Anerkennung.

Er selbst sieht diesen Altersunterschied nicht und wir geben ihm auch etwas mehr Freiheiten als sicher die meisten 6jährigen haben. Er ist sehr zuverlässig und immer pünktlich zu Hause, deshalb darf er auch mit seinen neuen Freunden um die Häuser ziehen.

Wir sind erstmal glücklich mit dieser Entscheidung, zumal die neue Lehrerin einfach großartig ist. Und ich denke mal, mit dem recht vollen Stundenplan in der 3. mit 3 Stunden Englisch und auch noch Schwimmen, ist er mit seinen 6 Jahren erstmal ganz gut beschäftigt.

von Graupapagei4 - am 14.08.2006 17:15
Hallo Iris,

ich glaube nicht, dass die anderen dich hier in Rechtfertigungszwang bringen wollten. Lass dich nicht abschrecken, manches klingt im Forum schroffer, als es im persönlichen Gespräch wäre...

Tatsache ist: Man selbst kann sein Kind nicht sinnvoll testen, selbst wenn man gelernter Testpsychologe wäre. Das würde eure Verunsicherung nicht seriös beseitigen. Wenn ihr also wissen wollt, wie es um euren Nachwuchs steht, dann besucht doch z.B. den Schulpsychologischen Dienst oder die nächste Erziehungsberatungsstelle, dann habt ihr auch die Gewissheit, dass der Test korrekt läuft und hinterher was in der Hand, falls es z.B. um vorzeitige Einschulung oder Springen geht.

Unsere Tochter z.B. haben wir testen lassen, als sie psochosomatische Störungen bekam und wir uns fragten, ob wir sie nicht doch vielleicht falsch eingeschätzt haben. Wir hatten nicht, aber wirklich gebrauchen können wir das Testergebnis auch nicht - außer zur Selbstvergewisserung.

Aber 600 Euro muss man wirklich nicht ausgeben.

Liebe Grüße

Takahe

von Takahe - am 14.08.2006 19:43
Hallo Iris,

Du hast Dich zwar schon aus dem Gespräch hier ausgeklingt, aber ich schreibe trotzdem noch etwas dazu. Einen richtigen Test kann man natürlich kaufen (auch im Internet), ist unendlich teuer und bringt Dir als Mutter nichts! Man kann als Mutter das eigene Kind nicht testen, keiner ist da objektiv (ganz ehrlich).
Es gibt einen Home Begabungscheck von Young World, der hier auch Disskutiert wurde, ich glaube im Jaco-O Katalog ist bzw. war da was zu finden. Aber was Du da raus finden kannst, weißt Du doch eh schon und einen IQ gibts auch nicht (und ernst nehmen kann man den auch nicht wirklich).
Wenn tatsächlich mal Handlungsbedarf bestehen sollte, geht der Weg nur über Schulpsych./SPZ oder freier Psychologe. Wir haben uns sehr überlegt für einen freien Psych. entschieden und kann das nur Empfehlen und wir haben incl. ausführliches schriftl. Gutachten, 3 Tests ca 300,- bezahlt.

Viel Freude mit Deinem pfiffigen Sohn
lg stern

von Stela - am 18.08.2006 17:26
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