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DAB Digitalradio Forum
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DAB+ Chinakracher

Startbeitrag von UKW vs. DAB+ am 14.11.2017 23:49

Es ist mittlerweile schon viel am Preis für DAB Radio's passiert. Geräte gibt es ja mittlerweile schon ab 19,99€ wenn sie im Angebot sind. Das ist bei Normalen Radios so.

Aber in der Autoradio Fraktion sieht es leider komplett anders aus. Hier scheint sich über die Jahre nicht bedeutend viel am Preis getan zu haben. Das derzeit Billigste Marken DAB Autoradio ist scheinbar von Pioneer für knapp 90€ zu haben (korrigiert mich wenn's noch was billigeres gibt).

Für die meisten immernoch viel zu Teuer für ein Autoradio. Das behaupte ich nicht nur so das geht den meisten so. 70€ ist meist das Höchste der Gefühle für den großen Teil der Bevölkerung. Wenn's Teurer sein muss dann bitte schön mit Bluetooth und Freisprecheinrichtung. Da wiederum sind 100€ schon Grenzwertig für die meisten. Das angesprochene Pioneer ist aber mit 90€ für den großen Teil zu teuer und bietet für den Preis weniger Funktionen als vergleichbare "Analoge" Kisten. Schwer hat es DAB sich hier durchzusetzen. Somit dürfte auch klar sein warum viele MM oder andere Elektronik Märkte so wenige DAB Autoradio's im Sortiment haben :

die Mehrheit will nicht so viel Geld ausgeben für nur ein Autoradio,
sie sind es günstiger gewohnt
.

Also hab ich mich mal gefragt was die Ware vom Land der Aufgehenden Sonne so zu bieten hat.

Schnell wurde ich fündig : Bluetooth, Freisprecheinrichtung, USB, AUX, FM, AM und DAB inkl Scheibenklebeantenne. Nicht für 100€ nein auch nicht 70€. In der Bucht für nur 60€ hat man scheinbar alles das was Geräte ab 100€ aufwärts zu bieten haben, Analoge Radio's natürlich. DAB Autoradio's mit Bluetooth sind teurer.

Also was ist von >>SOWAS HIER

Die 50 interessantesten Antworten:

Kann man nur kaufen und testen. Hatte mal aus Neugier ein AUNA-Autoradio für 35€ Inkl. Versand mit Bluetooth und RDS gekauft, RDS-AF war bei dem Teil ne Katastrophe und der Empfang nur mäßig. Sprachqualität der Freisprecheinrichtung war nicht gut, wenn man mit dem Radio aber nur die Ortssender (mit deaktiviertem AF) oder Audiostreaming hören wollte, klappte es recht gut. Zum Klang ließ sich kein aussagefähiges Urteil bilden, da der alte 97er Passat nur sehr lausige Werkslautsprecher in den vorderen Türen hatte.

von Dr. Antenne - am 15.11.2017 06:00
Was erwartet ihr für solche Preise? Damit läßt sich keine vernünftige, langlebige Elektronik bauen.

Ich halte davon garnichts. Da kann nur billiges Gelump drinnen zusammengeschustert sein, das sicher bei Weitem nicht so lange leben wird wie das Auto, in dem es eingesetzt wird.
Insbesondere bei den aktuellen Stückzahlen hilft hier auch kein Produktions-Volumen von hunderttausenden Stück weiter.

von DH0GHU - am 15.11.2017 07:24
Zitat
UKW vs. DAB+
Das derzeit Billigste Marken DAB Autoradio ist scheinbar von Pioneer für knapp 90€ zu haben (korrigiert mich wenn's noch was billigeres gibt).

Für die meisten immernoch viel zu Teuer für ein Autoradio.


:joke: Handys für 1000€ sind jedoch kein Problem.

Man könnte jedenfalls mal die CD Einheit einsparen. Dann würde es sicher billiger gehen. USB Anschluss, Bluetooth und DAB+. Mehr muss ein Gerät nicht mehr können. Achso, UKW evt. noch ;)

von Scrat - am 15.11.2017 08:33
Findet doch mal ein modernes Auto in das so ein Radio noch ohne Bastelei hinein passt.
....... Und die Nachfrage nach Umrüstung alter Fiesta oder Golf 3 erliegt auch so langsam aber sicher.

von w_weinmann - am 15.11.2017 08:41
Die CD Einheit haben Pioneer MVH Geräte bereits eingespart und die sind trotzdem noch so teuer. Das angesprochene Pioneer ist so ein MVH Gerät (Modelle ohne CD Laufwerk). Mit CD (DEH) sind es gleich 30€ mehr.

Ich denke das man Smartphones nicht mit Autoradio's vergleichen kann zumal sich niemand ein Fernost Billig Smartphone kaufen würde nur weil ihm 100€ zu viel Geld sind, geben tut es die Teile ja zuhauf und die sehen verdammt ähnlich aus wie einige Top Smartphones, kosten aber nur ein Viertel davon.

Ein dickes IPhone X oder Samsung S8 (oder ähnliches) geht doch immer, Hauptsache das. Im Auto muss eben ein 59,99€ Autoradio herhalten oder am besten noch eines aus Ebay Kleinanzeigen was schon mindestens 5 Jahre auf dem Buckel hat, egal, wenn's dann für 30 € zu bekommen ist war es das doch wert. Im Anschluss wird dann noch rumgeprahlt wie schön günstig man das Autoradio "geschossen" hat, man ist halt ein richtiger Fuchs... :rolleyes:

von UKW vs. DAB+ - am 15.11.2017 08:49
Ich würde dem Preis nicht so eine große Bedeutung zumessen. Der Preis entspring einzig der Phantasie des Verkäufers und wird oft mit dem "Produktimage" gerechtfertigt. Ich behaupte auch bei einem China-Kracher für 59,-€ bleibt auf allen Ebenen noch ein "kleiner" Gewinn über....:xcool:

Ansonsten: ich habe mir vor 2 jahren zum "Weihnachtsgeschäft" mal 3 verschiedene 1DIN-Geräte von Amazon zum Test "kommen lassen" und einem "gnadenlosen" Empfangstest (und Klangtest) unterzogen. Kurzfazit: ich habe das günstigste Gerät von Pioneer (MVH-280DAB) mit damals 93,-€ (so groß ist der Abstand zu 59,-€ auch nicht, heute aber 135,-€ :gruebel:) behalten.
Also wer noch einen DIN-Schacht hat kann das Radio in 5 Minunten wechseln (wenn schon eine DAB-Antenne vorhanden ist). Versuch macht kluch...:-)

stefsch

edit: der Thread von damals http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?35326,1337056,1337056#msg-1337056 ,wen´s interessiert...

von stefsch - am 15.11.2017 08:54
Du kannst für 59 € kein vernünftiges Autoradio verkaufen. Die Elektronik da drin darf dann im Einkauf nur noch ~20 € kosten, wenn überhaupt. Dafür bekommst Du keine vernünftigen Bauteile für den automotive-Einsatz.

von DH0GHU - am 15.11.2017 08:58
Heute jammert man über ein 100 Euro teures Autoradio. Wenn man denkt, wie teuer früher ein gutes Autoradio kostete? Für die wirklich guten, empfangsstarken Dinger löhnte ich vor 25 Jahren schon an die 800 Euro. Die versahen ihren Dienst dann aber auch gleich in mehreren Autos. Dem DIN-Schacht sei Dank, ließen sie sich ja leicht ausbauen und im Nachfolgerauto auch wieder einbauen.

von delfi - am 15.11.2017 09:13
Allein ein vernünftiger Entwicklungstest auf automotive-Einsatzbedingungen (EMV, Vibration, Temperaturbereich) dürfte die Verkaufserlöse mancher eher in kleinerer Serie produzierten Billigautoradios egalisieren - und damit nicht durchgeführt werden.
Viele Konsumenten haben halt einfach KEINE Ahnung von Elektronikentwicklung, Elektronikproduktion, etc. So kommen dann total unrealistische Preisvorstellungen zustande.

von DH0GHU - am 15.11.2017 09:20
Zitat
DH0GHU
Du kannst für 59 € kein vernünftiges Autoradio verkaufen. Die Elektronik da drin darf dann im Einkauf nur noch ~20 € kosten, wenn überhaupt. Dafür bekommst Du keine vernünftigen Bauteile für den automotive-Einsatz.
Ok, grundsätzlich muß ich dir da Recht geben. Aber nur weil ICH das Gerät vielleicht für 59,-€ bekommen könnte, heißt es ja nicht, dass das Gerät die letzten 2 Jahre "im Schnitt" für 199,-€ an ANDERE verkauft wurde. Die Preise spiegeln heute ja nur noch in Ausnahmefällen den wahren Warenwert wieder, so war´s gemeint.
"Mein" Pioneer (280er) kostet heute als "Auslaufmodell" das 1,5fache von "damals", der "Nachfolger" MVH-290DAB kostet (stand heute, Amazon) nur 87,65€. Wie soll nun ein erwachsener Mensch entscheiden können "ob das für gute Technik(-komponenten) reicht":gruebel:.

stefsch

von stefsch - am 15.11.2017 09:29
Was mir auffällt: Wenn man als Suchkriterium Doppel-DIN-Radios mit DAB+ eingibt erscheinen jede Menge Autoradios mit Android als Betriebsystem. Die wenigsten haben aber DAB+ bereits integriert, man muss eine kleine Box dazuordern. Der Aufpreis dafür beträgt gigantische 5 Euro. Wenn man da so durchscrollt frägt man sich natürlich wieso da bei Werkslösungen mehrere 100 Euro für DAB+ anfallen...

Wenn man dann so weiterguckt wachsen natürlich auch gleich die Begehrlichkeiten. DAB+ (mit Slideshowunterstützung!), DVBT2, BT, Videos abspielen (VLC?) als Minimum ;)

von Felix II - am 15.11.2017 09:36
Grundsätzlich käme es auf einen Test und vor allem die Bedürfnisse an. Wenn jemand das Ding nur braucht um MP 3 zu hören und ab und zu mal DAB oder UKW und auch im gut versorgten DAB-Gebiet wohnt und auch auf UKW alle Sender in Ortsenderqualität bekommt, warum dann 200 EUR und mehr dafür ausgeben, nur weil ne "Marke" draufsteht, wenn es das Radio doch auch tut?
Elektonikgeräte sind heute Konsumware. Das muss nicht jahrelang halten und selbst wenn das Radio nach Ablauf der Garantiezeit den Dienst quittiert, was macht es bei dem Preis denn schon aus?

Im übrigen sind die Zeiten, wo Chinaware gleichbeutend war mit Elektornikramsch nun wirklich vorbei. Die Chinesen lernen schnell und vor allem gut.

Man gucke nur mal auf der IFA wie z.B. die chinesischen TV-Hersteller aufgeholt haben. Marken wie Hisense oder Changchong haben längst zu den etablierten Herstellern aufgeschlossen. Ähnlich sieht es im Bereich der Handys aus. Auch dort sind Marken wie z.B. ZTE längst zur preisgünstigen Alternative zu LG, Samsung und Co. geworden.

Fazit: Ich würde nicht gründsäztlich sagen, dass so ein Radio Schrott ist, kommt eben darauf an was man braucht und ob das Preis-Leistungsverhältnis in Ordnung ist. Natürlich wird so ein Radio eher nicht an die Geräte der Preisklasse 150 EUR aufwärts rankommen. Muss es aber auch nicht, wenn es vernünftig spielt. der Empfang in Ordnung ist und keine Softwarebugs hat, sehe ich keine Gründe die gegen einen Kauf sprechen würden. Als DX-Referenzgerät wird es auch eher nicht taugen, aber das erwartet sich auch keiner.

von zerobase now - am 15.11.2017 10:30
Der Grund warum ich dieses Thema Hauptsächlich eröffnet habe ist das ich mir einen 2. Wagen angeschafft habe. Ein Joungtimer Bj 94 mit Lautsprechern die ne ca 5cm große Membran haben. Der soll einfach spielen. Wenn der DAB+ Modus einwandfrei läuft ist das für mich super, mehr will ich auch nicht. BT Freisprecheinrichtung und den ganzen anderen Kram brauche ich nicht. Mir ist sogar der FM Empfang Latte.
Hin und wieder ne Audiodatei wird wohl abgespielt (wobei meine komplette Musiksammlung auf AAC (m4a.) umgestellt ist und das Teil das sicherlich nicht beherrscht) und das Teil hat sich gelohnt. Wenn der keine AAC's schluckt dann tut es auch BT Streaming, wenn das nicht geht eben AUX.

Ich bin mir aber nicht wirklich sicher ob das Gerät selbst für "nur Radio" was taugt. Das würde mir eigentlich schon reichen wenn DAB Funktioniert.

Auch wenn ich eigentlich auf Pioneer schwöre... Das billige Chinateil da interessiert mich schon.

von UKW vs. DAB+ - am 15.11.2017 11:44
Zitat
UKW vs. DAB+
Ich bin mir aber nicht wirklich sicher ob das Gerät selbst für "nur Radio" was taugt. Das würde mir eigentlich schon reichen wenn DAB Funktioniert.


Albrecht DR56, Verstärker, fertig?

von DH0GHU - am 15.11.2017 11:57
Zitat
DH0GHU
Zitat
UKW vs. DAB+
Ich bin mir aber nicht wirklich sicher ob das Gerät selbst für "nur Radio" was taugt. Das würde mir eigentlich schon reichen wenn DAB Funktioniert.


Albrecht DR56, Verstärker, fertig?


Das ist ne gute Idee. Welchen Verstärker kann man da am besten nehmen? Diese billigen 20€ Teile stören ja alles zu...

von UKW vs. DAB+ - am 15.11.2017 12:08
DAs mit dem Albrecht kostet dann aber auch schon gut mehr als das Doppelte und optisch ist das das auch blöd, erst Recht in einem Youngtimer. Das würde ich mir persönlich nicht mit einem Adapter verbasteln wollen.

von zerobase now - am 15.11.2017 12:23
Zitat
UKW vs. DAB+
Der Grund warum ich dieses Thema Hauptsächlich eröffnet habe ist das ich mir einen 2. Wagen angeschafft habe. Ein Joungtimer Bj 94 mit Lautsprechern die ne ca 5cm große Membran haben.
Gratuliere, meiner ist auch von 94 :cool:.
Da darf man noch nach Herzenslust an der Elektronik (eher Elektrik ;) ) rumschnippeln ohne, dass das KFZ sofort zu Sondermüll wird.
Bei uns war zwar mein Vater in den 70igern der letzte, der HiFi-Komponenten von Pioneer angeschafft hat, ich bin mit meinen MVH-280DAB aber auch voll zufrienden was 1. Empfang und 2. Klang angeht. Ich habe das Gerät damals auch "in voller Absicht" ohne BT und CD gekauft. War soger einen Euro teurer, ohne CD! Mit dem MP3´s auf USB bin ich erst später angefixt worden...

Mein Tipp: wenn´s dir dolle in den Fingern juckt kauf die China-Kiste (zurückschicken geht ja immer). Wenn du keinen Nervenkitzel brauchst hol dir den Nachfolger MVH-290DAB (mit Ant. derzeit 107€), da weiß man, was man hat (gerade auch wenn man sowieso auf Pioneer schwört).

Ich würde meine Kombi (Radio+Ant.) jederzeit wieder verbauen (siehe Link, oben). Doppelschwör ;-)

stefsch

von stefsch - am 15.11.2017 12:27
Genau Chinading kaufen und uns mal berichten. OF gehört ja mittlerweile zum gut versorgten DAB-Gebiet. Da sollte die Scheibenantenne eigentlich locker ausreichen.

von zerobase now - am 15.11.2017 12:34
So ich habe mir den Chinakracher mal bestellt :hot:

Das ist eigentlich nicht mein Stil so sachen aus Fernost aber die DAB Funktion interessiert mich da schon sehr bei dem Preis.

Neugier hat gegenüber dem Versand gesiegt :D

Ich werde hier Berichten!

Bin sehr gespannt :cheers:

von UKW vs. DAB+ - am 15.11.2017 15:23
Zitat
UKW vs. DAB+


Bin sehr gespannt


WIR AUCH !!!!! :cheers:

Wie gesagt, keine Wunderdinge erwarten, aber zumindest sollte man dem Teil ne faire Chance geben. Vielleicht reichts ja auch für deine Bedürfnisse.

von zerobase now - am 16.11.2017 12:22
Viel erwarte ich sowiso nicht!

Was auffällt : laut eBay ist der Service und das Lager in Deutschland. In der E-mail die ich in sehr gebrochenem Deutsch bekommen habe steht was von Car Audio Point UK?! Also doch kein Deutscher Verkäufer??
Naja egal.

Das Radio heisst übrigens Xtrons DL 14 DAB.

Die Lieferung soll zwischen 22 & 24 November erfolgen. Auch etwas komisch, dafür das der Verkäufer und das Lager in Deutschland sein soll :gruebel:


Edit :

Ich habe Herausgefunden das der Hersteller dieses Radios wirklich aus Asien kommt, genauer aus SHATIN (Hong Kong).

Auf der Homepage des Herstellers ist das Radio für 89,99$ (76,50€) zu haben. Also doch gar nicht so günstig wie gedacht.

Hier mal der Link des Herstellers und des Radio's :
>>LINK

von UKW vs. DAB+ - am 16.11.2017 20:06
Was mir auffällt ist das daß Radio mit einem Kombinierten Anschkuss für Strom und Lautsprecher geliefert wird der dann in offenen Kabelenden endet ?
Wird da noch ein Anschkussset passend für dein Auto gebraucht ?

von Austria MV - am 17.11.2017 04:23
Das kannst du nur selbst anfertigen. Ich habe es für einen Nachbarn kürzlich ebenso machen müssen - allerdings mit dem fahrzeugspezifischen Stecker eines 1993er Toyota Starlet. Arbeite dabei unbedingt nach der Anleitung zum Radio, denn trotzdem exakt der gleiche Stecker an praktisch allen chinesischen Billigradios verwendet wird, ist die Belegung im Stecker immer wieder anders. Auf die Kabelfarben kann man sich weitgehend verlassen.

von PowerAM - am 17.11.2017 06:00
Ach was hatte ich damals solche Chinaschrott Möhren in der Werkstatt... :rolleyes: Da waren die Leute zu geizig 20 Euro mehr für ein Markenradio auszugeben und hatten dann dafür nachher für 60 Euro nervigen Müll im Auto.

Bei extremen Temperaturen zeigte das Display nichts mehr an, das CD Laufwerk funktionierte nicht mehr und/oder sogar die Tasten und Lautstärkeregler zickten herum. Aber auch bei normalen Temperaturen waren die Geräte der Hammer. Da wurden CD Laufwerke verbaut die in einem Auto nichts zu suchen hatten. Bei jeder kleinen Delle in der Fahrbahn gab es Aussetzer und das Material aus dem das Laufwerk gefertigt war, war aus so dünnem Blech Plastik Mix das dieser sich bei höheren und auch niedrigeren Temperaturen verzog und verklemmte.

Die verbauten Tuner spotteten jeder Beschreibung. Die Empfangsqualität lag auf einer Ebene mit einem Radiowecker auf dem Beifahrersitz. Die AF Funktion schaltete man am besten ab da diese nur Unfug machte. Hier könnte man bei einem DAB+ allerdings etwas mehr Glück haben da dort sicherlich einfach nur ein Fix&Fertig Modul verbaut wird.

Die Knöpfe und Drehregler hätte man höchstens Zuhause unter angenehmen klimatischen Bedingungen verwenden können. Aber nicht in einem Auto. Die dort herrschende hohe Luftfeuchtigkeit führte dazu das die Bedienelemente bereits nach kurzer Zeit ziemlich zickig wurden. Beim dreh am Lautstärkeregler sprang die Lautstärke wild hin und her, auf zunehmend immer mehr Knöpfe musste man mehrmals und mit erhöhter Kraft drücken bis überhaupt mal etwas passierte und nicht selten wurde dann ein Befehl doppelt ausgeführt. :rolleyes:

Nervig war auch das Display das man im Sommer kaum lesen konnte weil einfach alles aufleuchtete. Von den Kontaktschwierigkeiten zwischen Display und Radio will ich jetzt gar nicht erst anfangen.

Der verbaute Verstärker-IC war von der extrem billigen Sorte und hatte, laut eigenem Messplatz, selten mehr als 8 Watt pro Kanal. Ein Markenradio nutzt die 12 Volt Bordspannung wesentlich besser aus und bringt zwischen 15 und 18 Watt pro Kanal zu den Lautsprechern. Und glaubt mir, selbst wenn man maximal nur "Zimmerlautstärke" hört, hört man einen gewaltigen Unterschied.

Also damals wechselte jeder früher oder später von NoName Chinamüll zu einem Markengerät. Natürlich kann das bei dem Radio um das es hier geht alles besser sein. Man weiß halt bei diesen Geräten nie was einen erwartet.

von Spacelab - am 17.11.2017 08:23
Na ja, es ist nicht alles pauschal Dreck. ;) Die billigen Billigheimer verzichten ganz auf das CD-Laufwerk. Ist auch nicht mehr unbedingt schlimm. USB und Speicherkarten können sie alle abspielen und Musik kommt bei den etwas besseren zusätzlich per Blauzahn auf die Ohren. Wenn die Kisten einigermaßen sinnig designt wurden, dann klappt auch das Freisprechen ganz gut. Die letzten Billig-Radios, die ich verbaut hatte, die brachten ausnahmslos DSP-Tuner mit und empfingen i. d. R. nur UKW. Ohne RDS hatte ich nie gekauft. Die Empfangsleistungen konnten sich sehen lassen, Empfindlichkeit und Trennschärfe kann ich als zeitgemäß bezeichnen. Auswahlkriterium war jedoch, dass das Display möglichst einfach gemacht ist und auf buntes Geblinke verzichtet.

Die letzten Direktkäufe aus China landeten in einem Ford Ka einer Nachbarin und in der Gartenlaube meiner Eltern. Am Aux in spielt dort zusätzlich der Satellit Radioprogramme zu. Klanglich stimme ich dir zu, der Brüller sind alle nicht. Für den Ka langte es an den Werkslautsprechern trotzdem, auch für die Außenlautsprecher auf der Terrasse vor der Laube kam genug Lärm raus.

von PowerAM - am 17.11.2017 09:23
Die letzten beiden Beiträge lesen sich wie als wären sie das Blaupunkt aus meinem letzten Betriebsfahrzeug. Das schaffte aber noch bei Bluetooth den Akku des Handys in einer Stunde leer zu bekommen und selbst wenn man ins Radio hineingebrüllt hat kam von der anderen Seite das man mich nicht versteht. Dann lieber ohne Bluetooth. Ich baute selber ein Radio samt DAB ein und plötzlich gab es sogar trotz total untauglichen UKW Stab mehr als ausreichenden Empfang.

von pomnitz26 - am 17.11.2017 10:17
Zitat
Austria MV
Was mir auffällt ist das daß Radio mit einem Kombinierten Anschkuss für Strom und Lautsprecher geliefert wird der dann in offenen Kabelenden endet ?
Wird da noch ein Anschkussset passend für dein Auto gebraucht ?


Nein, es handelt sich bei meinem Youngtimer um einen Fiat Panda (141a) von 1994 ( so alt wie ich :xcool: ) . Der hat keinen Kabelbaum, nur Kabel die im Radioschacht lose rumhängen. Also ist der "Kabelbaum" vom Radio genau passend :D

von UKW vs. DAB+ - am 17.11.2017 14:03
Ich denke Feuchtigkeits- und Temperaturprobleme eines Fiat Panda würden auch einem hochwertigen Radio Probleme bereiten, daher ist die Wahl eines „Billigradios“ auch irgendwie stimmig.
Ich bin gespannt...

von sir_LANcelot - am 17.11.2017 23:19
Moin Zusammen.

Das China DAB+ Radio ist heute Nachmittag angekommen!
Da mein Youngtimer noch in der Garage ist habe ich das Radio an einem umgebauten PC 12V Netzteil und an Subwoofer + 13" Lautsprecher im Haus betrieben. Angeschlossen hab ich die Mitgelieferte Scheibenklebeantenne (der Grund kommt später) für DAB und 80cm Renault Antenne für FM.

Der Lieferumfang war sehr zufriedenstellend, alles dabei : Antenne, Chinafernbedienung, Entriegelungswerkzeug, Radioschacht, "Kabelbaum", Anleitung (Auf Englisch) und natürlich das Radio an sich.

Das Radio wiegt fast nix, fühlt sich billig an. Die Tasten... Die drücken sich wie die von meinem alten MP3 Spieler. Die Tasten für vor und zurück ähneln der einer Wippe, extrem lose, man hat Angst das die gleich abfallen. Das Design, Retro, fast schon hässlich. Das Display ist nach innen verbaut also nicht direkt an der "Scheibe".Beim DAB Anschluss für die Antenne haben sich die Chinesen was komplett neues einfallen lassen! Ein Antennenanschluss zum schrauben findet man da vor :eek: Somit fällt es schonmal weg eine Handelsübliche Antenne für DAB da anzuschießen. Man muss zwingend die Mitgelieferte Scheibenklebeantenne benutzen, da bleibt einem nix anderes übrig. Na wenigstens ist der FM Anschluss ein DIN Stecker...

Erster Betrieb - - > ein kurzes "Welcome" erscheint und direkt in den FM Modus, 87,5Mhz... Ein Rauschen ist zu hören. Aaah, es tut sich was, das Radio gibt doch tatsächlich einen Ton von sich!

Die Sender lassen sich gut einstellen und Abspeichern. Klang ist in Ordnung, einen Equalizer gibt es noch obendrauf und die "Loud" Funktion findet sich auch im "Soundmenü" neben Balance und Rear/Front .
Aber nun kommt's, wenn man das Radio leiser stellt hört man ein Piepen, das kommt wahrscheinlich von der schlecht konstruierten Endstufe.

FM Empfang soweit sogut.


Nun DAB :

Sobald man in den DAB Modus Schaltet gibt es erstmal einen Scan von 0 bis 100%. Nach gut 30 Sekunden, welch Überraschung : DAB Funktionoert ebenfalls! Angezeigt wird Sendername, Kanal, Frequenz, PTY und das war's. Diese Infos laufen die ganze Zeit abwechselnd durch. Man kann das auch nicht ändern. Man kann nur zwischen der Uhr und den durchlaufenden Infos wechseln.

Beim ersten Sender Wechsel dann die große Enttäuschung es dauert ne Ewigkeit und er reagiert nur selten auf die Eingaben. Vor geht nur selten man kann nur zurück springen zum nächsten Sender, die "Vor" Taste reagiert nicht.

Immerhin gibt es ne Sender Liste... Moment, halt! Was ist das? Eine Sender Liste die gar keine ist? Tatsächlich! Man bekommt nur "DAB 0001" angezeigt und kann dann hoch bis 67 also "DAB 0067". Was hinter diesen Zahlen für ein Sender steckt muss man wohl raten. Wenn man dann zb "DAB 0047" auswählt wird man mit einem eingefrorenen Display belohnt :gruebel: Das Gerät reagiert für 10 Sekunden nicht mehr!

Aber dann ist es geschafft, man ist mit dem Programm "DAB 0047" Verbunden. Gut, wo ist sunshine live? Naja egal der eingestellte tut es auch. Dann wollen wir den mal speichern! Lange auf die 2 gedrückt und.... Nix passiert. Mal einen anderen Sender eingestellt und nochmal zu Probe auf die 2 gedrückt und... Nix passiert! Die Stationstasten haben auf DAB keine Funktion!! :heul: Geht es denn noch schlimmer?

Naja egal, immerhin habe ich jetzt nach 5 min sunshine live gefunden, den höre ich eh immer, der reicht mir. Ich muss auch nix wechseln und abspeichern. Ich mach den nun mal aus und wieder an.

Was passiert? NEIN! Er macht wieder einen DAB Scan!!! :heul: Sunshine live ist wieder weg! Wieder in die Liste wühlen? Jedes mal wenn ich Autofahren will? Euer ernst? :boese:

Bei weiterem begutachten stellte ich fest das man bei der Montage sogar eine Schraube vergessen hatte :bloed: :rolleyes:

Achja, Bluetooth funktioniert, wenn man etwas Zeit mitbringt denn das Radio braucht nach dem koppeln ne Bedenkzeit von 1min :wall: immerhin geht der AUX Eingang Problemlos :rolleyes:


Sowas muss man erstmal erfinden... Ich bin Sprachlos...
Der geht zurück!

Der Komplette Test, auspacken und das Fazit seht ihr in meinem ausführlichen YouTube Video :

VIDEO

Nie wieder Chinakracher! Ich bleib bei Pioneer!

von UKW vs. DAB+ - am 18.11.2017 22:34
Danke für deinen Bericht. Ich hätte da auch mehr erwartet.

Schade das die Anzeige rechts und links von der Schrift sich offensichtlich völlig unabhängig vom Audiosignal zu bewegen scheint. Ein echter Analyzer wäre um einiges komfortabler gewesen. Aber so würde mir dieses Geblinke da sehr schnell auf den Geist gehen.

Vielleicht werden Programme anders gespeichert. Ich habe es schon gesehen das man erst eine Art "jetztspeichernTaste" drücken musste und danach die Programmspeichertaste(n) drückte.

Auf die Fernbedienung biste irgendwie gar nicht eingegangen.

Kommt das Geräusch wenn man leise hört nur am PC-Netzteil oder auch an einer 12Volt-Batterie ?

von Felix II - am 18.11.2017 23:28
Bitteschön.

Nein, die Sender werden definitiv abgespeichert wenn man die Stationstasten länger drückt! Das ist im FM Modus nämlich auch so und dort geht es. Ich gehe mal davon aus das die verbaute CPU total überfordert ist DAB zu decodieren und dann auf die Eingaben fast gar nicht mehr reagiert, deshalb ist das Speichern wohl auch unmöglich! Selbst wenn das Speichern gehen würde ist das Radio trotzdem Murks da er jedes mal wenn man auf DAB geht einen DAB scan macht und alles ist weg.

Ja, der "Analyzer" ist keiner. Es ist quasi eine Animation die sich wiederholt.

Du hast recht, mit der Fernbedienung hab ich mich gar nicht mehr beschäftigt. Das liegt wohl am Schock ;) Ich denke aber die kann man weglassen.

Achja :

Das Piepen kommt wohl vom Gerät selber! Alle anderen Autoradios die ich habe machen das nicht. Das Geräusch erinnert mich an meinen Grundig Micro 75 DAB, das hat genau die selben Hintergrundgeräusche. Das wird wohl das Modul und/oder der Verstärker sein...

von UKW vs. DAB+ - am 18.11.2017 23:41
Danke für den Test, er hat meine Vermutungen auf wunderbarste Weise bestätigt!

Joo, ein anständiges Radio unterdrückt das Gezwitscher des Netzteils schon besser. Hast Du eigentlich eine Mindestlast an der tiefsten Ausgangsspannung angeschlossen? Frühere PC Netzteile konnten nur vernünftig regeln, wenn der tiefste Ausgang nicht hochlaufen konnte.

Ich hatte auch mal so einen Chinaböller am Labornetzteil. Als ich dann genug vom Radio hatte, drehte ich einfach die Spannung auf 25V, ohne Sicherung dazwischen. Aber Sch....., das Teil hatte es überlebt! (Die Speisung konnte 20A!).

Ja, die Zeiten haben sich geändert. In meinem ersten Auto, 6V Anlage, war noch ein Röhrenbestücktes Radio mit Zerhacker und Trafo für die Anodenspannung, hihihi. eine Bleischwere Kiste als Radio, an der man sich im Winter die Hände wärmen konnte und eine zweite Kiste mit Zerhacker und Filterketten für die Stromversorgung des Radios. In den Vordertüren waren je eine Schrottdose eingebaut. Aber man hörte auf Mittelwelle neben einem ständigen leisen Brummen sogar Musik! Kurzwelle hatte das Teil sogar auch noch. War halt eben ein Blaupunkt, brandschwarz teuer für die damalige Zeit.

Liebe Grüsse

res

von DABit - am 19.11.2017 03:46
Also ich möchte echt nichts sagen aber was erwartet man wenn man Billig kauft? Da wird ein Autoradio für 90€ von Pioneer schon als Teuer angesehen wo ich nur noch den Kopf schütteln kann. Da bestellt man sich dann lieber eine Billige Murkskiste und ärgert sich dann weil es doch nicht so funktioniert wie man meinte. Tja, dass nenne ich sparen am falschen Ende.

Das muss ich leider in der Arbeit auch immer wieder erleben, ich arbeite im Service Bereich für einer Firma die Handys, Smartphones und Festnetztelefone für Senioren vertreibt aber auch andere Produkte wie Bluetoothboxen, Fitnessuhren und sau billige Handys die man bei MM und Co. für 20€ bekommt.

Tja, Geiz ist geil und die billigen Handys werden in Massen gekauft und kommen in Massen zurück weil diese billigen Dinger nicht funktionieren. Das Problem ist nicht dass dieses Teile in China hergestellt werden sondern dass diese Geräte um sie so billig verkaufen zu können eben auch billig hergestellt werden müssen.

Das gilt eben auch bei so billigen Autoradios irgendwo muss ja bei der Produktion gespart werden.

Was mich halt immer ärgert dass die ganze Welt von Umweltschutz redet aber sich gar nicht bewusst ist was mit den Billiggeräten die sie kaufen dann passiert wenn sie zurück geschickt werden müssen. Das Zeug wird verschrottet und der Berg an Schrott wächst und wächst.

von Winterkönig - am 19.11.2017 06:53
Zitat
PowerAM
Auf die Kabelfarben kann man sich weitgehend verlassen.


Finde ich nicht, das hat sich bis heute nicht herumgesprochen das im Fahrzeug Elektronik der Minus (Kl31) immer Braun, der Zündungsplus (Kl15) Schwarz und der Dauerplus (Kl30) Rot sein sollten. Stattdessen haben die Geräte die extra für KFZ hergestellt andere Belegung, da ist dann dann Minus Schwarz und Z+ Gelb. Einzig Rot stimmt meinsten (Dauerplus), aber auch nicht immer. Hatte auch schon Geräte in der Hand da war der Minus Rot und Plus Schwarz. Ebenso selbst gelegte Leitung von leihnen, besonders LKW Fahren. (220V Leitung, Blau als Minus, Baun als Plus auf Batterie geklemmt, umgekehrt wäre richtig, vorallem wenn eh schon vorgeben ist).

von Kohlberger91 - am 19.11.2017 08:11
Auch sehr häufig anzutreffen: Schwarz = Minus, Rot = Zündungsplus, Gelb = Dauerplus

Aber hab ich nicht gesagt das diese Chinaböller der letzte Heuler sind? :rolleyes: Ich durfte solche Teile jahrelang wieder rausreißen und gegen Markenradios ersetzen. Das war so in den Jahren als eBay, Amazon und Co groß aufkamen und jeder meinte er wäre schlauer als alle anderen und könnte mit so einem Radio ein Schnäppchen machen. "Und selbst wenn es nicht so gut ist. Für das was ich höre reicht es aus." Wenige Wochen später stand dann dieser Mensch bei uns vor der Tür und kaufte ein Markengerät weil bei dem Chinading selbst die Grundfunktionen nicht richtig funktionierten. Tja, hätte er das Geld das er für dieses "Mega Schnäppchen" raus gehauen hat gleich auf das Markenradio drauf gelegt hätte er noch nen CD Wechsler oder eine kleine aber sehr brauchbare Endstufe dazu bekommen.

von Spacelab - am 19.11.2017 08:38
Wie gesagt, das war auch eher ein Test ob die Teile was Taugen. Die DAB Funktion hatte mich sehr interessiert wie man es dort umgesetzt hat. Normalerweise halte ich von solchen Angeboten auch Kilometerweise Abstand.

Wobei ich sagen muss das er im FM Modus eigentlich super funktioniert. Da speichert er auch alles ab und der Empfang ist wirklich ok. Als reines FM , Bluetooth, USB, SD Radio geht der echt in Ordnung! Wobei SD und USB schon ein Krampf ist dann da fängt er auch immer wieder bei Track 1 an bei jedem erneuten einschalten. :rolleyes:

Also ist es eher ein Bluetooth AUX FM Radio :joke:
In den 3 Funktionen macht er was er soll.

Das andere ist nicht zu gebrauchen!


Der Test ist somit beendet, das Teil geht zurück und das hier angesprochene Pioneer wird's dann werden ;)

von UKW vs. DAB+ - am 19.11.2017 10:24
Bis jetzt dachte ich schlimmer als mein Dual CAR 1 kann es nicht sein... Aber von wegen. Im Vergleich ist der CAR1 ja Luxus. Da funktioniert DAB+, USB wenigsten. Aber UKW (RDS-AF) kann man ebenso vergessen. https://youtu.be/low33I97NJk

Wer keine Große Ansprüche hat, geht der CAR 1. Auch der Speichtasten sind belegbar. Aber das gezeigte China Radio ist zu nichts gebrauchen. Das ist sowas von vermuxt. Weg mit dem Schrott

von Kohlberger91 - am 19.11.2017 13:00
Ja also ich würde auch sagen lieber für gut 100 Euro notfalls auch gebraucht die Einstiegsgeräte von Pioneer oder Kenwood in DIN-Größe kaufen. Man hat ja jahrelang Freude dran und verglichen zu dem was früher mal ein Einstiegs-Markengerät gekostet hat ist es ja schon sehr günstig ;)

von RainerZ - am 19.11.2017 19:33
Auch da hätte ich meine Zweifel, dass die Dinger im Regelfall ein Autoleben (15 Jahre / 300.000 km) lang halten. Das schaffen ja nichtmal alle Werksradios....

Der große Preissprung zur "Jubelelektronik" für zuhause sind eben:
- Abfangen von Bordnetz-Schwankungen
- Temperaturbereich (Automotive-Bauteile müssen normalerweise für -40°C bis +85°C spezifiziert sein, Standard-Elektronik kann oft nur 0 bis 55°C), wobei v.a. Displays hinsichtlich Nutzung und Elkos (sollten noch weit höher spezifiziert werden) hinsichtlich Lebensdauer kritisch sind.
- Vibrationsfestigkeit (Autos sind da sogar schlimmer als Luftfahrt...)
- Langlebigkeit von Schaltern/Reglern unter o.g. Bedingungen

Ich bin echt mal gespannt, wie viele von den Einstiegsgeräten von Pioneer und Kenwood, die zwischen 2011 und 2015 gekauft wurden, 2025 noch problemlos funktionieren ;-)

von DH0GHU - am 20.11.2017 07:28
Das größte Problem sind erfahrungsgemäß immer die Knöpfe und Drehregler. Die hohe Luftfeuchtigkeit und der hohe Staubanteil in der Luft sind da Gift. Manchmal helfen da noch ein paar Tropfen Kontaktspray. Meistens ist aber auch damit nicht mehr viel zu retten.

von Spacelab - am 20.11.2017 08:31
Ich habe auch den Eindruck, dass mit den Dreh-Encodern das Bedienkonzept vieler Radios zwar intuitiver wurde, diese Bauteile aber deutlich in der Qualität nachgelassen haben. Sowas wurde auch bei zahlreichen DAB-Taschen- oder Tischradios verbaut, zum Teil funktionierte der Krempel dort bereits neu nicht mal richtig.

Und ich hatte unlängst einen Surround-Receiver auf dem Tisch, bei dem das Ding prinzipiell zwei Schritte vor und einen zurück gemacht hat. Oder auch umgekehrt zwei zurück und einen vor. Gleich bei welcher Drehrichtung. Reinigen brachte zwar erstmal wieder eine ordentliche Funktion, allerdings ist die Lagerung der Achse bereits so aufgerieben (Plastikachse in nicht entgratetem Blechgehäuse), dass sie häufig verkantet und dann blockiert. Direkt passenden Ersatz hatten weder Oppermann noch Segor, es kam somit ein Altteil aus den 1990ern rein (das Spendergerät war ein Radiowecker!). Der Receiver wurde 2005 als neue Lagerware (unbekannten Baujahres) gekauft und hört auf den Namen "Okano" (Karstadt-Eigenmarke).

von PowerAM - am 20.11.2017 08:52
Zitat
Kohlberger91
Bis jetzt dachte ich schlimmer als mein Dual CAR 1 kann es nicht sein... Aber von wegen. Im Vergleich ist der CAR1 ja Luxus. Da funktioniert DAB+, USB wenigsten. Aber UKW (RDS-AF) kann man ebenso vergessen. https://youtu.be/low33I97NJk

Wer keine Große Ansprüche hat, geht der CAR 1. Auch der Speichtasten sind belegbar. Aber das gezeigte China Radio ist zu nichts gebrauchen. Das ist sowas von vermuxt. Weg mit dem Schrott


Was kostete denn das Dual CAR 1? Ich meine das mal für 100€ im Netz gesehen zu haben :gruebel: So billig war das nämlich gar nicht.

von UKW vs. DAB+ - am 20.11.2017 08:57
@ DH0GHU

Ja, ich erinnere mich noch an eine Zeit, wo sogar Telefone Folienkondensatoren mit Posthörner aufgestempelt hatten und Bauteile nach Mil Spezifikationen verbaut wurden. Heute findet man vermehrt Schaltungen mit geblähten Elko's, mit zu geringer Spannungsfestigkeit, weil die Brummspannung nicht berücksichtigt wurde. Moderne LED Leuchten sind ein Paradebeispiel, wie man Elektronik nicht entwickelt.
Habe gerade ein Radio unbekannter Herkunft in der Werkstatt mit 12V Trafo, Gleichrichter und dahinter 15V Elko's. Dafür mit 105°C, hihihi. Die müssen also heiss werden dürfen. Wurden sie auch. Einer hatte sein Innenleben im ganzen Radio verteilt, da sind nur noch zwei Drähtchen in der Platine. Der Becher scheppert im Radio herum und verursacht Kurzschlüsse. Joo, ein Teil für die Sondermülltonne. So wird heute Elektronik entwickelt! :heul:

Liebe Grüsse

Res

von DABit - am 20.11.2017 10:52
Zitat
RainerZ
die Einstiegsgeräte von Pioneer oder Kenwood in DIN-Größe kaufen. Man hat ja jahrelang Freude dran


Nun ja, die einen sagen so, die anderen so. :gruebel:

von zerobase now - am 21.11.2017 08:22
Das Radio mag zwar billig Produzierter kram sein, aber der Kundenservice ist echt Top. Nicht nur vom Verkäufer auch von Xtrons. Man hat nett gefragt (in gebrochenem Deutsch) was den los sei. Ich hab geschrieben das DAB nicht nutzbar ist und ein Piepen zu hören ist. Da haben die auch gleich die Beschreibung vom Radio geändert (Ebay) wo jetzt drinsteht das das Radio bei jedem Einschalten einen DAB Scan macht und man nochmal neu seinen Sender suchen muss, natürlich alles in positiven Sinne des Kunden damit er überall top Aktualisiert in sein Auto einsteigt :rolleyes: In gleichem Atemzug haben sie gefragt ob die Beschreibung jetzt zutreffend ist und ob ich den Artikel zurücksenden möchte und mein Geld wiederhaben möchte. Dies hab ich natürlich bejaht ;)

Nun frage ich mich als Kunde ja schon ob man seine Geräte eigentlich testet bevor man die verkauft? Wenn der Verkäufer in UK (Xtrons) nicht mal weiß was das Radio für Eigenarten hat dann verstehe ich das irgendwie nicht. DAB zur Verfügung hat man in Hong Kong zwar nicht aber in der 2t stelle in UK. Ich gebe meine Hausaufgaben ja ich nicht ohne nochmal drüber zu gucken ab?!

von UKW vs. DAB+ - am 21.11.2017 12:15
Also das Radio macht bei jedem einschalten einen neuen Suchlauf? Das ist allerdings seltsam und vermutlich mal wieder so ein Softwarebug, den man vorher nicht getestet hat. Sehr seltsam das Ganze.

von zerobase now - am 21.11.2017 13:05
Na ja, wenn das Teil aus China kommt und es dort kein DAB gibt kann es ja auch nicht in einem "natürlichen Netzumfeld" getestet werden. Vielleicht geht man auch davon aus, dass neue Sender im MUX und auch Alternativfrequenzen nicht "ordentlich" signalisiert werden. Dann macht man einfach einen Suchlauf und muß nicht das ganzen DAB-Pflichtenbuch-Gezuppel implementieren.
Ich fand, früher waren die UKW-RDS-Autoradios "aus Deutschland" hinsichtlich Alternativfrequenzen und Umschaltung auch anders konfiguriert als die Fernost-Ware, weil die Vorstellung einer Sendernetzkonfiguration hier und da auch unterschiedlich waren.

Soll keine Entschuldingung sein, nur ein Erklärungsansatz....:cool:

von stefsch - am 21.11.2017 13:36
Ja, früher (vor 40 Jahren), als ich meine Ausbildung zum KFZ Elektriker begann, fielen die Radio's nicht schon beim Auspacken auseinander. Da kaufte man etwas richtig gutes, mit einem blauen Punkt darauf. Das Gütesiegel aus Europa gemeinhin. Viel anderes schlaues gab es damals noch nicht. Geiz ist Geil gab's noch nicht so wie heute, man wusste aber was man für das Geld bekam und setzte fast grenzenlose Erwartungen hinein.
Heute darf das Zeug nichts mehr kosten, muss aber dennoch alles können und das bitte¨auf ewig.

Nach der vier jährigen Lehre wollte ich wissen, wie man Elektronik entwickelt und machte eine zweite Ausbildung. Da stellte ich fest, wieso gute Elektronik nicht billig sein kann! Das ist bis heute so geblieben. Richtig gute Elektronik ist auch heute noch sehr teuer. Man erkundige sich zum Beispiel bei den Messgeräten führender Hersteller. Die sind für den täglichen Gebrauch bestimmt. Die müssen nicht nur zusammenbleiben bis sie verkauft wurden.

In einem Fahrzeug sind die Bedingungen für die Elektronik extrem, wie schon weiter oben beschrieben wurde. Viele Komponente sind vergossen. Nicht dass man sie nicht mehr reparieren kann, wie oft gemeint wird. Die sollen nicht kaputt gehen oder repariert werden. (Betriebs und Verkehrssicherheit). Die sind vergossen um Wärme ab zu führen und Vibrationen zu "schlucken".

Und die Autoradio's? Hmmm, achso! Plastik und dünnes Blech soweit das Auge reicht. Meistens sind bei den Billigsten die schwereren Bauteile nicht gegen Vibrationen geschützt und können trotz der Lötstellen herausfallen. Früher waren die Printe sogar lackiert, gegen Feuchtigkeit geschützt und die Bauteile durch den Lack vor Vibrationen geschützt! An der Mechanik für den Skalenzeiger wurde richtig viel Aufwand betrieben. Die Schrauben mit Lack gesichert.

Was soll und kann heute ein Billigst Radio, das alle gängigen Funktionen haben soll eigentlich perfekt können? Ich weis es echt nicht!

Liebe Grüsse

Res

von DABit - am 22.11.2017 04:47
1. Wer ein gescheites Radio ab Werk kennt und weiß wie es funktioniert kann selbst über Kenwood nur müde lächeln. Welches Radio holt sich von UKW den Radiotext auf DAB+ wenn dieser dort ausgefallen ist obwohl man auf DAB+ hört? So Kleinigkeiten eben. Selbst beim legendären Blaupunkt Woodstock DAB 54 waren irgendwann die Tasten mal angegriffen und das Display hatte Pixelfehler, bei meinen beiden war das so.

2. Auch beim Thema Sat TV gibt es einen Receiverhersteller der es noch kann. Die Geräte leben in der Regel länger wie die Technik gebraucht wird.

von pomnitz26 - am 22.11.2017 05:53
Zitat

Wer ein gescheites Radio ab Werk kennt und weiß wie es funktioniert kann selbst über Kenwood nur müde lächeln. Welches Radio holt sich von UKW den Radiotext auf DAB+ wenn dieser dort ausgefallen ist obwohl man auf DAB+ hört?

Das gibt es bei Kenwood auch. Nur halt nicht in der 100 Euro Einsteigerklasse. Aber in dieser bewegen wir uns bei einem gescheiten Werksradio ja auch nicht. ;)

Zitat

Selbst beim legendären Blaupunkt Woodstock DAB 54 waren irgendwann die Tasten mal angegriffen und das Display hatte Pixelfehler, bei meinen beiden war das so.

Also die Woodstocks waren auch schon der letzte Klumb und meiner Meinung nach einer der Sargnägel für Blaupunkt. Die Teile hatten wir damals zu Hauf auf dem Tisch zum reparieren. Mit Blaupunkt wie viele es damals noch kannten hatten diese Radios rein gar nichts mehr zu tun.

von Spacelab - am 22.11.2017 08:05
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