Bremen foltert nur noch, wenn der zu Folternde zustimmt

Startbeitrag von Michael Frost am 26.01.2005 18:39

Was für ein unglaublicher Vorgang. Künftig darf Brechmittel nur noch "verabreicht" werden, wenn der Verdächtige "zustimmt".
Als ob das einen Unterschied machen würden zur bisherigen Praxis. Im aktuellen Fall ist der Inhaftierte ja nicht etwa gestorben, weil er gezwungen werden musste, sondern wegen des Vorgangs an sich.
Beweismittelsicherung, die Leib und Leben Verdächtiger riskiert und sogar den Tod in Kauf nimmt, ist Folter. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie einen Vollzugsbeamten Ihres Vertrauens.

Antworten:

Vorweg, weil einige Menschen gern missverstehen oder -interpretieren: Ja, auch ich habe etwas gegen Drogen,ja, auch ich bin dafür Dealer zu bestrafen - das allerdings erst nach einem Urteil.
So nun zum anderen Text: Nach den Urteilen zu urteilen die von Bremer Gerichten wegen Drogenhandel gesprochen wurden sind etwa 60% der Drogen Dealer weiß und etwa 40% coloriert. In den vergangenen 10 Jahren in denen die Kotzpraxis angewandt wurde sind etwa 1100 Personen dieser Zwangskotzerei ausgesetzt gewesen - 1000 davon waren Schwarze, von denen hatten 215 keine Drogen dabei. In diesem Kontext gesehen ist das zwangskotzen eine rein rassistische Praxis. Wer hat sich bei den zu unrecht zum kotzen gebrachten denn mal in wessen Namen entschuldigt? Und ist in den allermeisten Fällen nicht sowieso der Gedanke des bestrafens ohne Urteil der Anlass zum "Brechmitteleinsatz" gewesen.
Auf jeden Fall zum kotzen

von Hans Wenzel - am 26.01.2005 22:56
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