TV-Rechte ....

Startbeitrag von Betty Bossiam 31.10.2003 14:09

manager-magazin.de, 31.10.2003, 12:34 Uhr
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Ab in die Verlängerung

Der Poker um die TV-Rechte an der Fußball-Bundesliga und der WM 2006 ziehen sich in die Länge. Sowohl Premiere als auch ARD und ZDF wollen die geforderten Preise nicht zahlen. Unterdessen kauft sich das DSF bei der spanischen ersten Liga ein.

München - Das Pokerspiel um die TV-Rechte an der Fußball-Bundesliga geht in die Verlängerung. Der Pay-TV-Sender Premiere will seinen Vertrag mit dem Rechteinhaber Infront nur "unter bestimmten Voraussetzungen für 140 bis 150 Millionen Euro pro Saison um zwei Jahre bis 2006 verlängern", heißt es in der "Süddeutschen Zeitung" (SZ). Die Option dafür, die eigentlich an diesem Freitag auslaufen soll, ist nun offenbar bis Mitte November verlängert worden, denn geeinigt haben sich die Verhandlungspartner bisher nicht.

Noch am Tag zuvor hieß es, Premiere sei auf einem guten Weg, sich mit Infront und der Deutschen Fußball-Liga zu einigen, zumindest aus Sicht von Senderchef Georg Kofler. Er erklärte, er rechne mit einem baldigen Ende bei den Verhandlungen. Knackpunkt ist, dass Kofler für die Übertragungsrechte weniger Geld zahlen möchte. Als Alternative fordert der Manager, dass die Exklusivität steigen soll.

Premiere steigt in TV-Produktion ein

Der Senderchef machte deshalb kürzlich den Vorschlag, den Freitag wieder zum Bundesliga-Spieltag zu machen. Doch der Plan stößt vor allem beim Deutschen Sportfernsehen (DSF) auf Widerstand, der Sender müsste dann wohl eines seiner beiden Sonntagsspiele abgeben.

Sicher ist schon mal, dass Premiere die TV-Produktion für Sportübertragungen wie beispielsweise die Champions League und Eishockey-Spiele im kommenden Jahr selbst übernehmen will. Die TV-Bilder und die Sendeabwicklung sollen dann von der Premiere-Produktionstochter Digital Playout Center (DPC) kommen. Bislang ist der bisherige Partner, die EM.TV-Tochterfirma Plazamedia, dafür verantwortlich. Doch dieser Vertag läuft aus und soll nicht verlängert werden.

Beckham beim DSF

Unterdessen verzögern sich auch die Verhandlungen für die TV-Rechte an der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. ARD und ZDF seien nicht bereit, die geforderte Summe von 375 Millionen Euro für 64 Spiel zu zahlen, heißt es. Die jüngsten Verhandlungen der TV-Anstalten mit der Schweizer Infront hätten keinen Durchbruch gebracht.

Der Sender DSF weitet indes sein Fußballprogramm weiter aus. Wie das Unternehmen mitteilte, hat das Unternehmen, an dem sowohl Karstadt als auch EM.TV beteiligt sind, die TV-Rechte für die erste Fußballliga in Spanien erworben. Geplant seien Live-Übertragungen von der Primera Division wie beispielsweise am Sonntag das Spiel Real Madrid gegen Athletic Bilbao.
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