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wurmi, Captain Sky, Rotblau, Walti usm Wallis, Betty Bossi, Goofy, Swiss_Rincewind, Tigerhai

Security-Leute nach Ausschreitungen angezeigt (BaZ)

Startbeitrag von Tigerhai am 10.04.2003 06:05

Security-Leute nach Ausschreitungen angezeigt

Beim FCB-«Geisterspiel» gegen Servette kam es zu Ausschreitungen im Genfer Sektor: Ein Security-Mann hat mit einer Stahlrute dreingeschlagen. Zudem wurde Reizgas gesprüht. Nun läuft ein Verfahren gegen drei Leute der Sicherheitsfirma. Ein Mitarbeiter wurde entlassen.

Basel. Kaum jemand hätte gedacht, dass es während des FCB-Heimspiels gegen Servette am 8. März zu Ausschreitungen im Stadion kommen könnte. Schliesslich wurde den Fans aus der Muttenzer Kurve der Eintritt zum Spiel verwehrt, weil einige davon zuvor beim GC-Match Feuerzeuge und andere Gegenstände aufs Feld geworfen hatten. Doch offenbar ist die Abwesenheit

Von Martina Rutschmann

einer ganzen Fankurve keine Garantie für einen friedlichen Match: Im Servette-Sektor spielten sich wüste Szenen zwischen Genfer Fans und Security-Leuten der Firma «Security Basel» ab. Die Polizei hat noch am selben Abend ein Strafverfahren eingeleitet – gegen drei Sicherheitsleute.


Die BaZ berichtete bereits über den Vorfall. Allerdings sprach die Polizei damals lediglich von zwei Genfer Fans, die, nachdem einer einen Sitz beschädigt hatte, in einer Rangelei «leichte Verletzungen» erlitten. Von prügelnden Security-Männern war nicht die Rede. Doch: «Ein Sicherheitsmann hat am besagten Abend mit einer Stahlrute dreingeschlagen, und es wurde Reizgas gesprüht», bestätigt Markus Melzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Und: «Bei einem der drei Verletzten, darunter ein junges Mädchen, hat der Arzt einen Nasenbeinbruch festgestellt, die anderen kamen mit Platzwunden davon.»
FCB-Pressesprecher Josef Zindel bezeichnet den Vorfall im Zusammenhang mit der Security-Firma, die auf Mandatsbasis für den FCB arbeitet, als «bedauerlich». Stahlruten und Eisenrohre seien in jedem Fall verboten. Zindel weist weiter darauf hin, dass der FCB die Firma beauftragt, und nicht einzelne Leute. Dazu, was sich genau abgespielt hat, will er sich nicht äussern: «Den genauen Urheber muss die Polizei abklären. Im Moment können wir niemandem die Schuld zuweisen. Definitive Konsequenzen prüfen wir erst, wenn der Fall geklärt ist.»
So viel ist klar: «Die Stahlrute ist ein gefährliches Instrument», sagt Markus Melzl. Entsprechend handle es sich um ein Offizialdelikt, das von Amtes wegen verfolgt wird. Die drei Verletzten befolgten den Rat der Polizei und reichten gegen die Sicherheitsleute ebenfalls Strafanzeige wegen Körperverletzung ein. Die Verletzungen haben sie sich vom Arzt bestätigen lassen. Als Trost bekamen sie vom FCB einen Entschuldigungsbrief und Tickets fürs nächste Servette-Spiel.


Mitarbeiter sofort entlassen


Die «Security Basel»-Leute sind es auch, die die FCB-Fans jeweils an Auswärtsspiele begleiten. Einer davon war laut Markus Melzl an einem früheren Match schon gewalttätig. Zum neusten Vorfall hatte sich ein Mitarbeiter der Firma der BaZ gegenüber geäussert – seine Aussage hat er dann aber wieder zurückgezogen und das Dossier dem Firmenanwalt übergeben. Dieser teilte im Namen des Firmeninhabers schriftlich mit, dass der gewaltbereite Mitarbeiter sofort entlassen worden sei. «Als Inhaber einer seriösen Bewachungsfirma kann sich mein Mandant derartige Angestellte nicht leisten. Er hofft, dass dies ein Einzelfall bleibt», heisst es im Schreiben des Anwalts. Manchmal sei es unerlässlich, hart durchzugreifen, allerdings stets im Rahmen der gesetzlichen Normen. «Stahlruten dürfen sicher nicht angewandt werden, von solchen Methoden distanziert sich mein Mandant ausdrücklich», schreibt der Anwalt. Sein Klient könne sich nicht erklären, weshalb der entsprechende Mitarbeiter im Besitz einer solchen Waffe war.
Bei vielen FCB-Fans sind die «Security Basel»-Leute unbeliebt: Die Fans haben Probleme mit deren Umgang an Auswärtsspielen und sie sind der Meinung, die Sicherheitsleute würden ihre Kompetenzen überschreiten. Josef Zindel dazu: «Wir schauen von uns aus, dass sie ihre Kompetenzen nicht überschreiten.» Doch der FCB gehe jedem entsprechenden Hinweis nach. «Wir wollen nicht, dass unsere Fans in irgendeiner Form kriminalisiert werden, weder von den Medien noch von Security-Leuten», so Zindel weiter. Die Aufgabe der Sicherheitsleute sei es, dann einzugreifen, wenn es wirklich nötig ist. Und: «Mit Bestimmtheit wollen wir aber die Fans, die massiv gegen die Spielregeln verstossen, eruieren.»

Antworten:

Das sind genau die Leute, die mir am meisten Angst machen. Da kommen mir so alte Erinnerungen hoch. Im alten Rumänien hatte der Caucescu (Rechtschreibung ist mir hier egal) so eine kleine Privatarmee aufgebaut, die in schützen sollte. Niemand wusste eigentlich so richtig davon. Ich stelle mir vor, dass das genau so Leute sind, die eigentlich mit Schutzfunktionen in einem Stadion betraut sind und dies zu Übergriffen auf andere ausnützen. Vielleicht nur Ausnahmen ?!?
Bedenklich ist, das einer schon mal gewalttätig war und nicht aus dem Verkehr gezogen wurde. Oder doch. Oder nicht. Oder was ?
Mir imponieren diese Kraftprotze nicht besonders. In Mänchestr hatten wir zwei hinter uns. Einer war FCB-Fan und eigentlich ganz sympathisch. Der andere hat nichts begriffen.

Ich glaube, diese Sicherheitsleute müssten vor dem Stadioneintritt auch kontrolliert werden wie wir "normalen" Matchbesucher. Figura zeigt es. Klingt doch ziemlich komisch, oder ?



von Walti usm Wallis - am 10.04.2003 06:49
Wie ich von verschiedener (Fan)-Seite schon mitbekommen habe, gibt es einige, die schon wegen versch. Delikte gesessen sind. Auch dass einige Securities nur dabei sind, damit sie ohne Probleme ins Stadion gelangen können. Es gibt Fans die Angst haben gewisse Übergriffe zu melden, da die Securities auch noch die bekanntesten Pubs und Discos bewachen und auch dort anscheinend nicht sehr zimperlich sind, so habe ich jedenfalls ein Gespräch gedeutet zweier Fans.

Aber es ist ja etwas am laufen, wie Kaviarlady sicher bestätigen kann, und das finde ich wichtig, denn es ist schon bedenklich, wenn normale Gelegenheits-Auswärtsbesucher nicht mehr mit der Bahn reisen, weil sie vor den Sicherheitsleuten Angst haben.



von Goofy - am 10.04.2003 09:55
"wenn normale Gelegenheits-Auswärtsbesucher nicht mehr mit der Bahn reisen, weil sie vor den Sicherheitsleuten Angst haben. "

Ein normaler Gelegenheits-Auswärtsbesucher wird wohl ekein Angst haben, mit der Bahn an ein Auswärtsspiel zu reisen. Die Security-Männchen haben KEINE Rechte im Bahnwagen, ausser dass sie mitfahren dürfen.



von Rotblau - am 10.04.2003 11:26
Sie haben auch nicht das Recht mit einer Stahlrute auf Personen einzuschlagen, aber anscheinend ist das ja einigen von ihnen egal. Verstehst Du auf was ich hinaus will?

Ich fuhr am Sonntag mit dem Zug nach Zürich, wie auch die 'Aktiven'. Da ich mich jedoch in einem andern Abteil niederliess, hatte ich keinen Kontakt mit der Security. Auch sonst nahm ich sie nicht sonderlich wahr. Und genau da stellen sich mir weitere Fragen. Für was ist diese Security eigentlich da? Wo waren sie, als der Tankstellenshop geplündert wurden? Wo waren sie auf dem ganzen (Fuss-)Weg zurück zum Bahnhof?...



von Swiss_Rincewind - am 10.04.2003 11:36
Nur kann man sich auch gewisse Rechte selbst geben, auch wenn man diese gar nicht hat und da liegt wohl der Hund begraben...

von Captain Sky - am 10.04.2003 11:36
Ich kenne diverse Leute, welche gar nicht mehr Auswärtsspiele wegen gewissen Vorfällen besuchen.

Logisch, es sind mehrheitlich "ältere" FCB-"Fans".

Ich kenne auch mehrere Leute, welche Ihre Jahreskarten MK-Balkon auf die kommende Saison hin abgeben werden.

Jeder entscheidet für sich selbst, was für ihn gut ist.

von Betty Bossi - am 10.04.2003 11:38
Meine Rede, diese Jäggi-SS ist entweder äusserst gewaltätig oder eine reine Alibi-Übung. Wirklich bringen tun sie nichts.
Am Sonntag sind sie wohl mit den Büssen direkt zum Bahnhof gefahren (nehem ich an, ich war nich dabei, da ich via Hardbrücke-ZH Altstetten nach Basel fuhr)...

von Captain Sky - am 10.04.2003 11:40
bei uns im bus war so ein figürchen. war einer der extrabusse die zum HB gefahren sind. unserer war halbleer...

von wurmi - am 10.04.2003 11:44
na und?
die zugfahrt endet meist in einem bahnof und dann muss man noch zum stadion, ins stadion und wieder raus und wieder zurück und in basel wieder aus dem zug. viel zeit für diese leute, an irgendwelchen komplexen zu feilen... ich habe die beschwerden lange auch nicht verstanden, weil ich nie was mitbekommen habe vom fehlverhalten. seit bern ist das anders!!!

von wurmi - am 10.04.2003 11:48
Jeder, auch du und ich, kann sich selber gewisse Rechte geben. Dies funktioniert solange, wie man Dümmere findet.



von Rotblau - am 10.04.2003 18:59
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