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elweb Batterie
Beiträge im Thema:
11
Erster Beitrag:
vor 7 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 7 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Andreas Friesecke, Jürgen G., R.M, Josef Fenk, Sven Salbach, Stefan B.

Viel oder wenig Strom beim Laden von NiCD - wer hat Erfahrung?

Startbeitrag von Andreas Friesecke am 02.12.2009 07:36

Hallo NiCd-Fahrer,

ich habe seit ein paar Wochen die Möglichkeit mit etwas mehr Strom zu laden und wollte mal Fragen, ob es dazu schon Langzeiterfahrungen gibt:

Akkustrang: 49 Zellen: Saft STM140 136Ah (1 Zelle ist defekt, daher nur 49))

Ladung bisher:

Hauptladung mit 25A bis 71V (1,45V/Zelle)
wenn Strom unter 10A gegangen ist, dann
Nachladung mit 10A bis 77V (1,57V/Zelle)
Strom geht dann auf 1A runter

Ladung jetzt:

Hauptladung mit 90-100A bis 77V
dann abschalten und
Nachladung mit 10A bis 77V
Strom geht dann auf 1A runter

Durch die neuere Ladetechnik habe ich etwas weniger Kapazität in der Hauptladephase geladen und die Nachladung ist länger. Dafür bin ich schneller wieder "auf der Straße", wenn's sein muss.

Laut Lehrbuch müssten die NiCds die Hochstromladung mögen und auch einen besseren Ladewirkungsgrad haben. Wer hat Erfahrungen?

Gruß
Andreas

P.S. Noch eine Info, die ich interessant fand, da sie mir beim Einstellen der Ladephasen geholfen hat: In der Hauptladephase steigt die Spannung bei den STM140 um ca. "40µV pro Minute pro A pro Zelle" an. Das wären knapp "0,3µV pro Minute pro A pro Zelle pro Ah".
Eventuell kann jemand diesen Wert bestätigen oder für eine andere Kapazität angeben.

Antworten:

Wenn Du keine aktive Temperaturüberwachung an den Akkus hast wirst Du diese irgendwann abkochen (mir passiert).
Das wird spätestens im Sommer der Fall sein oder wenn die Akkus bei Ladebeginn zu warm sind.
Ansonsten spricht dagegen die mit 100Amp. vollzuballern.

...

von Jürgen G. - am 02.12.2009 11:21
Generell streßt jede Schnelladung die Akkus jeder Chemie.
Da NICD allerdings bis zu 1000 Vollzyklen schafft, kann man hier ein wenig von verschmerzen , solange man als Gegenwert Komfort gewinnt...

Desweiteren muss man zwischen Schnelladung und beschleunigter Ladung unterscheiden.
1C ist definitiv eine Schnelladung.


Bei NICD soll es sogar den Vorteil geben das die Kristalle kleiner wachsen und somit ein geringerer Innenwiderstand entsteht und die Gefahr der Seperatorbeschädigung geringer wird.

Allerdings habe ich noch NICD AKkus rumliegen die schon 20 Jahre alt sind und immer noch funktionsfähig sind, und die wurden zu 90% nur im 14h Modus ohne Zeitabschaltung oder lhnlichem geladen!!!

Also kurz und gut, ich würde nicht ständig schnelladen, sondern nur dann, wenn der Zeitgewinn den verlust einiger Zyklen rechtfertigt.



von Sven Salbach - am 02.12.2009 14:52
Hallo Andreas. Ich habe im Kewet jeweils 3 SAFT STM 140 mit Alublechen seitlich zusammengefasst. Die Bleche (3mm) geben den Akkus seitlich genug Stütze (Stirnseite). Auf jeder Seite habe ich einen Temperaturschalter (auf bei 60°, zu bei 45°) montiert (ca. 2¤). Ich habe dann alle Temperaturschalter verbunden und steuere damit ein 12V-Relais an, das im Fall eines kochenden Akkus die Stromzufuhr vom Lader abschaltet. Damit bist du günstig auf der sicheren Seite.

Bilder:
[www.elweb.de]
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Mit welchem Ladegerät schaffst du 100A?
Ich suche schon länger einen Schweißtrafo mit ca. 95V/80A

Gruß Stefan

von Stefan B. - am 02.12.2009 16:56
www.elpro.org - da gibts Schaltnetzteile mit bis zu 3kw. 12/24 oder 48V

[www.elpro.org]

...



von Jürgen G. - am 02.12.2009 19:32
Hallo Stefan,

ich habe mit 25A schonmal Akkus gekocht. 60° hatten die aber nicht - man konnte sie noch gut von außen anfassen. Ich denke ich werde als Sicherheit noch einen Timer oder Ah-Zähler vorsehen.

Das Ladegerät gabs hier vor kurzem zu kaufen: 60V/100A - ein 7kW Netzteil. Geht bis 80V/100A

Gruß
Andreas


von Andreas Friesecke - am 02.12.2009 20:33
Hallo

Aber wie immer zu geringe Spannung für 48V Nicd, die einzigen Netzteile die ich kenne die sich problemlos hintereinander schalten und dabei noch in Strom und Spannung syncron regeln lassen sind von Cosel.

Leider preislich jenseits von gut und böse.

Gruß

Roman

von R.M - am 02.12.2009 22:06
Zu geringe Spannung?
48V sind 8 Blöcke.
Jeder Block braucht max. 8,5V; macht 8,5V mal 8Blöcke = 68V
Die Netzteile lassen sich auf +/- 10 % der Ausgangsspannung einstellen und haben noch Remoteeingänge.
Beispiel 48V: Range von 43,2V bis 52,8V
Beispiel 24V: Range von 21,6V bis 26,4V

Damit lässt sich also ein Spannungsbereich von 64,8V bis 79,2V abdecken wenn je ein 24V und ein 48V NT in Reihe geschaltet werden.

...


von Jürgen G. - am 03.12.2009 20:47
Hallo

Aber halt nicht regelbar, die erforderliche Spannung schwankt ja je nach Temperatur zwischen 60 und 68V.

Und zwei in Reihe schalten wollte ich ja gerade vermeiden, dann kauf ich mir doch lieber einen 60V Bleiakkulader ohne Steuereinheit.

Also wenn dann mit Regelung und Steuerung, sprich einen Nicd Automatiklader der nicht beaufsichtigt werden muß.


Gruß

Roman

von R.M - am 03.12.2009 21:36
Hallo,

die Ladung mit 1C würde ich nur bei Einzelzellen Überwachung durchführen, welche über eine automatische Ladestromanpassung entsprechend Ladezustand (Hauptladung bzw. Nachladung) sowie automatischer Abschaltung verfügt, wie meine BMS Eigenentwicklung das beinhaltet. Nur so kann im praktischen, täglichen Betrieb bei dem man nicht genau die Restkapazität der einzelnen Zellen nach mehreren Zyklen kennt, sichergestellt werden, daß einzelne Zellen zu lange überladen werden und dadurch plötzlich verminderte Kapazität bekommen.

MfG

Josef Fenk



von Josef Fenk - am 08.12.2009 10:50
Hallo Josef,

klingt gut mit der der Einzelzellenüberwachung, nur haben die Saft-Monoblöcke eben 5 Zellen in einem Block. Eine blockweise Überwachung werde ich aber anstreben. Im Moment kann ich nur blockweise gucken, aber noch nicht automatisch abschalten.

Ich habe im Übrigen bis jetzt weiter schön mit 100A geladen und berichte Euch dann, wenn ich was kaputt gemacht habe.

Gruß
Andreas

von Andreas Friesecke - am 08.12.2009 12:58
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