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elweb Batterie
Beiträge im Thema:
11
Erster Beitrag:
vor 1 Woche, 3 Tagen
Letzter Beitrag:
vor 4 Tagen, 23 Stunden
Beteiligte Autoren:
R.M, G.Brendebach, Bernd Schlueter, Andi aus Bad Essen

Saft STM100 -Akkus vollladen und doch nicht fahren?

Startbeitrag von G.Brendebach am 15.02.2017 20:15

Guten Abend,

ich stehe im Moment vor einem Dilemma, aber vielleicht hat ja jemand einen Tipp für mich.

Es handelt sich um einen Reva mit stm100 Akkus. Das Nutzungsprofil für das nächste Jahr wird so sein das damit morgens losgefahren wird, nachmittags gehts wieder zurück, soweit nichts besonderes.
Ich halte mich daran, das Fahrzeug aufzuladen und dann auch sofort loszufahren, die Akkus bleiben also nicht im geladenen Zustand.
Auf der anderen Seite betreibe ich eine PV -Anlage mit der ich nicht einspeise, also eine Halbinsel. Demnächst schalte ich das öffentliche Netz weg und das bleibt auch weg bis zum Winter.
Die Anlage wird demnächst noch erweitert und zwar mit Modulen auf einem Hallendach Richtung Südwest bis West. Ich habe also Nachmittags Energieüberschuss und zwar dann, wenn das Auto entladen nach Hause kommt.
Das ist ärgerlich, wenn die Akkus erst am nächsten Morgen geladen werden können, dann aber mit öffentlichen Strom.

Und nun zu meiner Frage: Bis wohin kann ich die Akkus laden um sie noch unbedenklich bis zum nächsten Morgen stehen lassen zu können? Entweder wird dann der Rest nachgeladen oder es ist nicht notwendig, mit randvoll geladenen Akkus loszufahren. Dann wäre es ja auch gut.

Besten Dank, Georg Brendebach

Antworten:

Hallo

Nach dem laden eine Runde um den Block fahren reicht, vom nicht voll laden rate ich ab da driften die Dinger gerne auseinander.

Gruß

Roman

von R.M - am 15.02.2017 21:48
... so mache ich das auch

von Andi aus Bad Essen - am 16.02.2017 08:56
Ich finde es trostlos, dass wir das öffentliche netz nicht kostenlos für den Stromtransport über wenigstens einige hundert Meter nutzen dürfen. Du glaubst gar nicht, wie gerne Dir Deine Nachbarn Deinen Strom spät nachmittags und abends abnehmen und dafür morgens Atomstrom einspeisen würden.
Energiewende? Das ich nicht lache! Dein selbst erzeugter Strom wird an der Strombörse so niedrig bezahlt, dass es lukrativer ist, diesen zur Brauchwasseraufbereitung zu verschwenden, statt teures Gas dafür zu bezahlen.
Ich denke, dass man die Solarförderung dann trotzdem bekommt, denn auch KWK-Betreiber bekommen diese Art von Energieverschwendung bezahlt Wir leben eben in einer Energiehölle, in der alles anders herum läuft, als es eigentlich sollte.

Nun ist in Deutschland nicht jden Tag Sonnenschein und wie ich meine STM100 kenne, verzeihen die manches und auch die Weichheit nach nicht optimalen Laden hat ihre Grenzen, wenn die Temperatur morgens nicht zu tief ist.

Du weißt, dass Du Ladesünden recht gut ausbügeln kannst, wenn Du ab und zu ganz entlädtst? Dazu sollte in einem Inselnetz genug Gelegenheit sein, denn nachts scheint keine Sonne.

Ich würde bei schlechtem Wetter mit Atomstrom laden und an den relativ wenigen Nachmittagssonnentagen die Inderin proppensonnenvoll. Die wird es Dir nachsehen, wenn Du sie dann abends noch einmal kurz Gassi gehen lässt, wie Roman vorschlägt.

Vielleicht laufen dir dann noch einige kWh Lithiumakkus zu, die Du zur Pufferung Deiner Nicads verwenden kannst? Wenn die leicht genug sind, kannst Du diese in einem herausnehmbaren Koffer unterbringen. So zwei zusätzliche kWh kann man an allen möglichen Stellen gut gebrauchen.
Meine Erfahrung ist, dass die STM sehr Vieles verzeihen, außer, wenn man sie volllädt, wenn man nicht mindestens 50% leergefahren hat. In diesem Fall kann der Energiekoffer sehr nützlich sein.
Mit hochbelastbaren Lithiumzellen kannst Du außerdem mit hohem Wirkungsgrad alleine rekuperieren. Beim Energiekoffer kannst Du auf ein BMS verzichten, wenn Du an alle Zellen zwecks Handkontrolle kommst. Michael von der Waldmühle fährt schon seit langem so, mit Lithiumzellen aus Elektrowerkzeugen.

Wir sollten das separate , alternative Netz für unsere dezentralen Solardächer fordern, unabhängig von Energiemonopolen und frei von schädlicher Förderung, mit Gleichstrom, natürlich.
Ergänzend dazu wäre natürlich die kostenlose Nutzung des allgemeinen Netzes mit Zählern sinnvoll, die einfach auch rückwärts zählen. Es geht nicht weiter so, dass wir wertvollen Sonnenstrom verschwenden.

von Bernd Schlueter - am 16.02.2017 12:35
Hallo,

danke für die Tips, wenn das so ist eröffnen sich mir ja noch bessere Möglichkeiten: Da die Stationärakkus ebenfalls stm100er sind, auf 48 V wie der Fahrzeugakku des Revas verschaltet sind, dann kann ich ja mein Mini - V2G realisieren. Nachmittags volladen und abends dann ein paar Ah entladen. 175 Ampere Andersonstecker hab ich noch rumliegen.

An Bernd: Überschuß an die Nachbarn abgeben wäre eine feine Sache. Dazu brauchst du aber auch Nachbarn, die es zu schätzen wissen, Ökostrom direkt vom Erzeuger zu beziehen. Hier kann ich mir das noch nicht einmal ansatzweise vorstellen.
Die vorraussetzungen wären ideal. Fast alle Häuser sind im Eigentum der Bewwohner, alle Häuser stehen an der Straße und hintenraus Garten und Wiese. Da einmal lang mit dem Bagger und eine Graben gezogen, Wärmeverbund, Stromverbund, fertig.

Hat das eigentlich schon mal jemand versucht: BHKW im Inselbetrieb also quasi Notstromaggregat oder Batteriegestützter WR, ebenfalls im Inselbetrieb simulieren das Netz. Wäre es möglich. darauf eine PV- Anlage mit Einspeisewechselrichter zu schalten? Eine Frage, die mich umtreibt.

Danke an alle und Gruß, Georg

von G.Brendebach - am 16.02.2017 18:40
Hallo

Wenns Sinus ist gehts.

Bei uns war es nicht mal möglich 3 Nachbarn für die Zisternen zusammen zu bringen, Jetzt hat jeder eine eigene.

Gruß

Roman

von R.M - am 16.02.2017 21:16
Georg, an der Waldmühle haben wir das vor. Wir hätten jetzt schon installiert, aber den Michael können wir nicht erreichen.
Roman, was hältst Du von Gleichstrom? Einer muss doch mal anfangen. Selbst die Frequenzumrichter und der Großteil der LED-Lampen arbeiten damit, die Leds sogar zwischen 90 und 280 Volt, ebenso viele Haushaltsgeräte.

von Bernd Schlueter - am 17.02.2017 07:54
Moin, danke für die Hinweise.

Bernd,, du willst also mit der Pv - Spannung in die Hausinstallation, ohne die Haushaltsgeräte umzubauen,, oder wie soll ich mir das vorstellen?? Und selbst wenn du es hinbekommst, deine Geräte umzubauen, so richtig beispielgebend wäre das nicht, wer macht sich schon diese Arbeit?

Gruß Georg

von G.Brendebach - am 19.02.2017 09:45
Hallo

Halte ich momentan nichts davon da ich dann ein zweites Netz bräuchte.

Was ich allerdings mache ist die kleinen Steckernetzteile langsam durch Akkus zu ersetzten die dann periodisch nachgeladen werden

Deshalb Wechselrichter und den Überschuss in den Akku, ins öffentliche Netz geht dabei gar nichts.

Gruß

Roman

von R.M - am 19.02.2017 10:21
Es braucht fast überhaupt nichts umgenaut werden und es ist nur interessant für jemanden wie Dich und für die Waldmühle. Fast alle Geräte arbeiten heute auch mit Gleichstrom und zwar mit ungeregeltem.
Elektroherde : nur der Gebläsemotor benötigt Wechselstrom, falls ein Umluftherd
Waschmaschine: die neueren laufen auch auf Gleichstrom
LED-Lampen:etwa die Hälfte der LED-Lampen enthalten eine Stromregelung und arbeiten mit ungeregeltem Gleichstrom zwischen 90 Volt bis über 250.
Computer: ungeregelter Gleichstrom.
Neuere Fernseher:meist ebenfalls allstromtauglich.
Ladegeräte ohne Netztrafo, also alle neueren: Gleichstrom, ungeregelt.
Ist viel Stromangebot da, schalten alle Geräte ein, dafür musst Du schon Aufwand treiben, denn mehr verbrauchen, als hereinkommt, das geht nicht.
Das ist der Preis für einen Inselbetrieb. Du willst schließlich nicht den ganzen Tag herumspringen, wenn sich eine Wolke vor die Sonne zu schieben droht. Ohne das von unsere Regierung angedachte smart grid ist eine funktionierende Inselanlage nicht denkbar. Was Deine Batterieladung betrifft, da tut es mir in der Seele weh, wenn Du durch zweimaliges Umladen so viel Energie vergeuden willst.
Lade am Vortag so viel, wie Du kannst und nur den Rest morgens. Im Winter solltest Du die Batterien vorher aufwärmen, darum geht es in erster Linie. Nein, die Batterien müssen nicht die Nacht über leer sein. Sie sind in Betrieb und nicht wochenlang dauernd unter Maximalspannung.

Die wenigen älteren Geräte, die noch Wechsel- oder Drehstrom benötigen, werden über einen Frequenzwandler für Inselbetrieb betrieben. Ich habe einige Bekannte, die eine Insel betreiben oder es vorhaben.
Die benötigen für mehrere Wochen überhaupt keinen Strom. Die Menschheit lebte Millionen Jahre ohne Strom und hat es noch immer nicht verlernt.

Ich komme auch ohne aus, denke aber nicht daran, auf das Netz zu verzichten. Nein, so technikfeindlich bin ich nicht und habe sogar Reaktortechnik studiert. Einer meiner schönsten Urlaube war in Texel , im ältesten Haus der Insel, ganz ohne Strom und in Nepal habe ich auch meinen elektrischen Rasierer nicht vermisst.
Der Reva ist eben schwach auf der Brust. Mit warmen Batterien kannst Du da enorm viel erreichen. Nachts kalt stehen lassen, morgens erst aufwärmen, am besten mit Primärenergie, wie warmem Wasser oder warmer Luft aus einem möglichst nicht elektrischem Gebläse, oder, wenn der Wagen am Vortag nicht voll wird, wie bisher, mit der morgentlichen Ladung.
Ich fahre mit Braunkohlenstrom, nur deshalb lade ich möglichst morgens vor dem Losfahren.

von Bernd Schlueter - am 21.02.2017 18:40
Hallo

Da wird gar nichts umgeschaltet, was die Anlage nicht liefert kommt vom Netz, nur wenn der Eintrag höher ist als der Verbrauch wird gepuffert, ich habe 1400AH 12V Nicd Akkus als Puffer und die Ladegeräte kann ich von 50W bis 1kw regeln sollte also funktionieren

Von daher so einfach wie möglich da die Akkus und die Ladegeräte umsonst waren, stören mich die Verluste gar nicht.

Der Ganze Kram mit Steckernetzteilen hat höhere Verluste als das Batterieladen

Gruß

Roman

von R.M - am 21.02.2017 19:48
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