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elweb Batterie
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Erster Beitrag:
vor 2 Wochen, 5 Tagen
Letzter Beitrag:
vor 4 Tagen, 12 Stunden
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thegray, G.Brendebach, Berlingo-98, R.M, Bernd Schlueter, Norbert Kern, schachtelhalm

DC - Stecker mit Steuerleitung

Startbeitrag von G.Brendebach am 02.01.2018 19:37

Hallo und ein frohes neues Jahr,

nachdem ich nun meinem Reva Lion - Akkus spendiert habe, soll er, wenn er nur rumsteht, als Zusatzakku für meine Solaranlage dienen. Das heißt er wird per Solaranlage geladen und natürlich auch über einen Wechselrichter entladen. Das ganze läuft mit 48 Volt.

Eigentlich ist das ja kein Problem, ich könnte ja zu dem Andersonstecker einen zusätzlichen Stecker montieren über den das BMS im Fahrzeug über Schütze bei Über- oder Unterspannung entsprechend abschaltet.

Gibt es aber auch Stecker, die einen Steuerkontakt mitverbinden? Das erscheint mir der elegantere Weg.

Besten Dank, Georg

Antworten:

Einen ?
CEE+ oder Typ2 nur mal so

Kannst ja auch einfach eine Drahtlos strecke nehmen mit Parallel zu Seriellumsetztzung.

von thegray - am 02.01.2018 20:05
Vielleicht habe ich mich nicht korrekt ausgedrückt.

Der Reva - Akku wird über eine PV - Anlage direkt mit max. 30 A geladen, entladen mit max. 80 A, alles 48 V DC!!
Dafür soll ein DC Stecker her, der auch die Zustände vom Fahrzeugakku - BMS mittransportiert. D.h.: Akku voll: Ein Schütz unterbricht die Leitung vom Solarladeregler. Akku leer: Ein Schütz unterbricht die Leitung zum Wechselrichter.
Das ganze soll nur bei mir zu Hause an einem Schaltschrank in der Garage verwendet werden.

Georg

von G.Brendebach - am 02.01.2018 20:35
Ah OK - Gut da man aber immer mal vom Ausfall eines Kommunikationsweges ausgehen soll - den Redudant.

Also für DC ; Gut verfügbar und für vilele Steckvorgänge - in allen Leistungsklassen -> würde doch ein Anderson - net sein. An die Verschraubung ein Winkel auf beiden Seiten an den Ein Reed-Relais, das auf der Gegenseite über eine kleine Gleichstromspule gesteuert wird, das Zweifachreise zur Sicherheit wenn eines mal hängt......

Vielleicht nicht Elegant; aber Zeckmäßig

von thegray - am 02.01.2018 22:20
Hallo

Es gibt industriestecker von Harting bei denen man die Kontakte mischen kann. Sind zwar nicht billig aber robust und die Kontakte sind bis 200 A erhältlich.

Gruß

Roman

von R.M - am 02.01.2018 22:27
Modulare HAN System - Nett.

Ich will erst garnicht fragen was ein Fertig konfigurierter Stecker-Buchsen System kostet.
Aber Zeit und Nerven spart es ganz bestimmt.

Auf der anderen Seite wenn das Fahrzeug häufig genutzt würde - also die Lastkontakte die ich mir grade angesehen habe ->500 Steckzyklen. Also alle 2-3 Jahre dann ersetzten ....

von thegray - am 03.01.2018 00:41
Hallo

Eine Seite kostet etwa 50 € je nach Anzahl der Kontakte.

Gruß

Roman

von R.M - am 03.01.2018 00:54
Gut das geht ja noch für rinr Solide "Quick and Dir..." Lösung.

Sorry wenn das jetzt link kommt - zu Deinen konditionen oder Ottos Preis :cheers::joke:
Mit deinen Möglichkeiten - muß man das fragen.

von thegray - am 03.01.2018 22:34

Ich Dabbes wieso nicht mals Quer.....Re: DC - Stecker mit Steuerleitung

Quer gedacht wäre jetzt wohl zuweit formuliert aber

Wie wäre es mit KFZ-Kupplung/Stecker die für 24Volt zugelassen - Die entferntesten Kontakte für die Spannung;
führ 30-40A Kontakte parallel verdrahten;

dann bleiben immer noch ein paar für Schaltungszwecke/Kommunikation übrig.

Billig; allzeit verfügbar ; Kontakte Austauschbar ; ausreichende Mech. Festigkeit ; Spritz- und Berührungsgeschützt; Bajonetverrigelung; Verpolungssicher:

LKW bis 15 Kontakte und einige zertifiziert für CAN-BUS Kommunikation und Und sicherheitsrelevantes wie ABS im Trailer! Kosten dann aber schon wieder 2x soviel wie PKW Bereich.

JA JA - ich sehe schon wieder kommen......Naa und, Kontakte dürften auch um die 500x Aushalten und sind billig im Großhandel nachzuordern. Oder bei den Preisen eben alle 2 Jahre mal Komplett ausgetauscht.

Und für den Anfang eine "Quick and Dirty" Lösung für kleines Geld.
Und dann noch die alten 7-Poligen für PKW für unter 10 Euro im Metall (Alu-Zinkdruckguss) Gehäuse!!!! Stecker und Buchse.

von thegray - am 05.01.2018 20:26
Hallo Georg,
Anderson Power Product Co. hat genau solch einen 80A Stecker mit Zusatzkontakten im Angebot, siehe hier: DIN 43589-1 Euro Battery Connector - E80 UP TO 160 AMPS



Die Stecker gibts auch von REMA, hier der Link zu einem Datenblatt
Hier noch ein Datenblatt mit Bildern und Erklärungen zu den REMA Steckverbindern. Für Dich wäre der FT80 mit Hilfskontakten der richtige.
Und hier der Link zu einem Lieferanten des REMA Steckers: Elektromobilität-riester.de
Man findet bei entsprechender Suche auch andere Lieferanten im Netz, möglicherweise sogar günstiger.

Natürlich wirds noch billiger, wenn Du bastelst. Also einen herkömmlichen Anderson Stecker für 80A nehmen und auf die flache Seite einen Zusatzstecker aufkleben. Mit geeignetem Klebstoff oder mit Heissluft. Ich würd einen kleinen Koax-Stecker nehmen, wie man ihn auch für Kopfhörer nimmt. Reicht für Signale voll aus. Gibts für 2, 3 oder 4 Leitungen. Ein fertiges Kabel zerschneiden, hast Du gleich Kupplung mit Leitungen dran und Stecker mit Leitungen dran. Einfacher gehts nimmer.

Oder die Hochstromstecker aus dem Modellbaubereich nehmen, z.B. den XT90. Dann mit anderen zusammenkleben, so dass Du zusätzliche Hilfskontakte hast. Hier eine Liste von solchen Steckverbindern.

von Berlingo-98 - am 06.01.2018 16:45
In Waldmühlenhausen werden gerade 12 Batteriekoffer mit je 100 Volt Lithiumzellen zusammengebastelt. Ich fände es nicht gut, wenn die mit zweipoligen Steckern zusammengeschaktet würden. Ich stelle mir vor, dass es nicht ungünstig wäre, zwei völlig getrennte Leitungen mit je einem einpoligen Stecker zu versehen, die in zwei getrnnte Steckleisten gesteckt werden.
Gibt es so etwas? Einpolige, aber berührsichere Stecker und Buchsen? Bei meinem Vielfachmessinstrument finde ich so etwas ansatzweise (Banane). Die schwarzen Andersonstecker hatte ich auch schonmal in Betracht gezogen. Solch ein Paar kostet aber bei 12 Koffern schon ein kleines Vermögen.

32 Ampere-Bananen mit Berührschutz

...noch besser?

Das in 100 Ampere wäre nicht schlecht...

Betrifft zwar nicht die ursprüngliche Anfrage hier, aber da wir nun schon einmal bei Steckern sind...Ist ja so praktisch ein doppelter Berührschutz und überhaupt nicht teuer.

Irgendwo habe ich auch schon einen siebenpoligen roten CEE-Stecker preiswert gesehen, nachdem Berlingo diesen erwähnt hatte. So etwa 10 Euro , wenn ich mich recht erinnere...Wir haben es ja mit Gleichstrom zu tun. Da wäre es gut, wenn auf andere Weise frühzeitig getrennt würde, wenn man den Stecker zieht. Auch das gab es bei den Sonderkonstruktionen, auf die Berlingo einmal aufmerksam gemacht hatte. Der könnte auch das Problem von Georg lösen. Man kann auch Pole kürzen.
Ja, mit Gleichstromtechnik sollten wir uns befassen.
Auch einen Andersonstecker möchte ich nicht unter hoher Last auseinanderziehen.

von Bernd Schlueter - am 07.01.2018 18:41
Hallo

Genau dafür sind die Anderson Stecker gebaut, beim Stecken kommen erst die Spitzen zusammen so dass auf der Kontaktfläche kein Abbrand entsteht und beim Trennen ist ebenso der Lichtbogen entsteht an den Spitzen nicht auf der Kontaktfläche.

Und ein Stecker kostet unter 5 €

Berührungsichere Kontakte gibts zumindest bis 12 polig.

Gruß

Roman

von R.M - am 07.01.2018 20:45
Zitat
Bernd Schlueter
Auch einen Andersonstecker möchte ich nicht unter hoher Last auseinanderziehen.


Ich auch nicht. Nachdem ich schon Lichtbogen gezogen habe, bin ich da jetzt sehr vorsichtig.

Zitat
R.M
Genau dafür sind die Anderson Stecker gebaut.. Gruss, Roman


Möglich, dass es gut geht bei kleinen Spannungen. Bei 12 bis 24 Volt ist die Lichtbogengefahr nicht ganz so gross. Bei 48V DC würde ich immer zusehen, dass nur stromlos gezogen wird.

Gibt es Stecker von Anderson oder anderen mit Verriegelung, so dass man ein stromloses Trennen sicherstellen kann? Weiß jemand (Roman ?), wie das bei Golf-Carts und bei Gabelstaplern gehandhabt wird? Das sind ja stückzahlmäßig die meisten Anwendungen dieser Stecker.

von Berlingo-98 - am 08.01.2018 10:50

Hochstabler Re: DC - Stecker mit Steuerleitung

Also bei Staplern kann ich sagen bei den die Sereinmäßig Blei haben, haben die auch Standard Anderson ohne Abziehschutz - wobei die meisten auch unter 30Volt haben!

von thegray - am 08.01.2018 14:43
Hallo,

besten Dank für die Hinweise.

Ich bin auf der Suche dann noch auf das hier gestoßen:

Die kann man also zu Packs zusammenstellen also auch einpolig benutzen, bis 180 A. Damit wäre das auch was für Bernds Problem

Gruß Georg


von G.Brendebach - am 08.01.2018 17:18
Zitat
G.Brendebach
Hallo,

besten Dank für die Hinweise.

Ich bin auf der Suche dann noch auf das hier gestoßen:

Die kann man also zu Packs zusammenstellen also auch einpolig benutzen, bis 180 A. Damit wäre das auch was für Bernds Problem

Gruß Georg


Nun schon auf den ersten Blick sieht man das dies aus der gleichen Quelle kommt wie - DIE "Anderson"-Stecker von den wir sonst reden.

von thegray - am 08.01.2018 17:24
Ein kalter PTC-Widerstand von 0,05 Ohm reicht meist, um den Lichtbogen abreißen zu lassen, aber er muss eben kalt sein, ehe geschaltet wird. Mehr Vertrauen habe ich in Hochstrom-Mosfets oder IGBTs, die für sehr kurze Zeit nach dem Auseinanderziehen die Trennstelle zwischen den Kontakten schließen und dann kontrolliert "loslassen". Sozusagen der "Wechselstromersatz" mit seinem löschfähigen Nulldurchgang. Dann genügen auch ein Relais oder Stecker, die für 12 Volt ausgelegt sind, um einen Lichtbogen bei 800 Volt Betriebsspannung effektiv zu unterbinden. Mein Malpapier sieht da schon einige recht einfache Konstruktionen, die die harte Realität noch nicht erlebt haben.
Nicola Tesla hat ja viel mit solchen Lichtbögen und Funkenstrecken experimentiert und überraschende Effekte festgestellt, wie man Lichtbögen stabilisiert oder auch das Gegenteil, abreißen lässt. Die Erkenntnisse finden wir heute in Gleichstromleistungsschaltern, er studierte genau den negativen Widerstand von Lichtbögen und so gelang es ihm, trotz der Instabilitäten große Lichtbögen zwischen Kohlestäben für Stunden aufrecht zu halten. Das war seine erste Erfindung, die automatische Stabilisiervorrichtung für die Kohlebogenlampen der damaligen Kinoprojektoren, die noch sehr lange weltweit ihren Dienst taten.
Es ist verblüffend, wie solche gleißenden Lichbögen heute von Leistungsschaltern von wenigen mm³ Volumen unschädlich gemacht werden. Die Fortschritte auf dem Gebiet der Leistungshalbleiter sind einfach enorm. Ohne diese wäre die Elektromobilität weit umständlicher zu verwirklichen und es bedurfte des Erfindubgsgeistes von Tesla und seiner Zeitgenossen, im die elektrische Fortbewegung auch damals schon möglich zu machen.
Nicht vergessen sollte man auch, dass man Nicola Tesla auch als Erfinder der Röntgenstrahlung und der Rundfunkwellen bezeichnen kann. Letztere waren die Grundlage für das, was er als "freie Energie" bezeichnete, etwas, was überhaupt nichts mit dem zu tun hat, was man heute unter diesem Ausdruck versteht.

Röntgen an Tesla

von Bernd Schlueter - am 08.01.2018 17:50
Bernd, schau mal unter Schweisskabelstecker und Buchsen.

Einpolig, bezahlbar, Nicht verkehrt währe es, mit einem Kraftschalter oder Schütz die Batterie in der Mitte zu trennen, ehe gestöpselt wird.

Optimal ist der Abstand zwischen den Buchsen weiter als ein Affe greiffen kann. Ich meine jetzt nicht den technischen Laien, sondern die Ägyptische Hiroglyphe für Gefahr: Affe mit zwei Messern.

Nachdem Jack Richard (evtv.me) wegen eines Anderson Lichtbogens ins Krankenhaus ging, hat er sich auf die Schweisskontakte eingelassen, in Kofferraumbreite voneinander getrennt und die Batterie in der Mitte geschaltet,

von schachtelhalm - am 15.01.2018 22:02
Hallo allerseits,
ich habe in diesen und auch anderen Beiträgen immer wieder gelesen, Gleichspannung trennen bei hohen Strömen ist schlecht wegen dem Lichtbogen.
Gibt es da eigentlich einen Wert, ab dem es kritisch wird, was heißt also hoher Strom? Reden wir schon von 10 A oder eher 100 und mehr?

Ich habe hier aus alten Staplern Schütze, für Hydraulikpumpe und Fahrmotor, die schalten bei 24 V 100 bzw. 160 A, Hersteller ist Schaltbau München, wenn ich mich nicht irre.
Bei der Hydraulikpumpe muß ich ja davon ausgehen, dass unter Last geschaltet wird, also 100A. Das muss ja wohl problemlos funktionieren. Das Wendeschütz hat sogar 160 A. Wenn man weiß, wie mit Staplern umgegangen wird, dann ist ja auch klar, das die das abkönnen müssen.

Mit diesen Schützen wollte ich meine Solaranlage vom Reva trennen, 48 V, 20 - 30 A.
Kann mann überhaupt ein 24 V Schütz lastseitug mit 48 V traktieren?

Danke,
Georg

von G.Brendebach - am 16.01.2018 20:05
Zitat
G.Brendebach
Gibt es da eigentlich einen Wert, ab dem es kritisch wird, was heißt also hoher Strom? Reden wir schon von 10 A oder eher 100 und mehr? Georg


Ich hab mal (1986) mit vergleichsweise geringen Strömen um 8 A (bei 48V aus einem Solarmodul) einen schönen Lichtbogen gezogen - und damit einen gasenden 12V Akku zum Explodieren gebracht. Auch bei noch kleineren Strömen kann es funken bzw. Lichtbögen ziehen.

Die Gefahr fängt über 12V an, und bei 48V kann man definitiv mit Lichtbogen rechnen.

Zu den Schaltbau Relais: versuche mal, per Internet und mit den genauen Produktbezeichnungen die technischen Daten herauszubekommen. Die meisten dürften die 48V schon noch mitmachen, aber ich kenne Deine Relais nicht. Jedenfalls habe ich auf der Internetseite von Schaltbau kein Batterie-Schütz unter 48V gefunden, siehe hier.
Ansonsten: (m)ein Sicherungshauptschalter von ETA kostet neu knapp über 50 Euro (wenn man ihn bekommt) und ist klein und leicht und für 80V DC und 125A spezifiziert. Sowas sollte für Deine Anwendung immer reichen. siehe auch hier direkt bei ETA

von Berlingo-98 - am 16.01.2018 21:25
Die dafür gebauten Schütze können das weil da Sachen eingebaut sind die die Lichtbogen löschen oder gar nicht entstehen lassen. Deshalb ist es wichtig das die richtig rum angeschlossen werden Gruß Norbert

von Norbert Kern - am 17.01.2018 12:03
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