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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Technik
Beiträge im Thema:
15
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Jens, Peter Pott, Ole777, Emil, Michael, Georg Schütz, wotan, V.Sterba, Bernd Schlüter, Herby

Ladeendspannung von Bleiakkus?

Startbeitrag von Jens am 02.09.2004 11:23

Hallo,
hab mir ein einstellbares Netzgerät (10-20 Volt, 20 Ampere) besorgt, weil ich meine EL-Akkus mal einzeln nachladen will. Hat jemand verläßliche Werte über die einzustellende Spannung? Finde überall andere Werte (meistens so um die 14,4 Volt)
danke und viele Grüße
Jens

Antworten:

Bleigelakkus, oder Bleisäureakkus?

Gruß ole

von Ole777 - am 02.09.2004 15:49
Hallo,
sind wohl Säureakkus (mit Öffnungen zum Wassernachfüllen)
viele Grüße
Jens

von Jens - am 02.09.2004 17:14
Morgen Jens

Akku einzeln aufladen ist vernüftig und empfehlenswert . Nur macht dies fast Niemand. Jedenfalls kommt es bei den Ladeschlussspannung auf den Typ !!!! Also schau doch beim Hersteller in den Datenblättern nach !
Gruss aus der Schweiz
Vit Sterba

von V.Sterba - am 03.09.2004 05:22
Hallo Jens,
ich habe hier einen sehr interessanten Link auf alle möglichen Akkus, unter anderem auch über Blei-Säure-Akkus:

[www.batteryuniversity.com]

Viele Grüße

Ole

von Ole777 - am 03.09.2004 11:01
Hallo Ole,
genau sowas hatte ich gesucht.
danke und viele Grüße
Jens

von Jens - am 03.09.2004 14:33
Ja, super, jetzt fehlte nur noch ein genauerer Algorithmus für den Temperaturgang, aber das hier ist schon mehr, als ich bisher gefunden habe. Eigentlich sollte ja mit Vierdrahttechnik gemessen werden, um Übergangswiderstände zu kompensieren.
Das Problem ist ja bei den automatischen Monozellenladegeräten bekannt: wackelt da einmal der Kontakt, und wird dann "nachgedrückt", laden diese bis zum Platzen des überhitzenden Akkus.
Ein Temperaturfühler ist aber für ALLE Akkuarten das Sicherheitsoptimum: .Ausschaltung beim Erreichen einer bestimmten Temperaturdifferenz zur Umgebungstemperatur. Voller Ladestrom, trotzdem keine Überladung mehr, Sicherheit vor Störungen.

von Bernd Schlüter - am 03.09.2004 23:35
Übersichtliche Informationen. Vermisse den Einfluss der Verwendung erhöhter Säuredichten bei kompakten, geschlossenen Akkus von preiswerteren Herstellern. Da liegen die zum Teil gravierenden Unterschiede in den Behandlungskriterien der verschiedenen Typen wohl auch mit begraben. Vielleicht habe ich aber auch nicht "online" bis zum letzten Wort gelesen.
wotan

von wotan - am 04.09.2004 04:47
Hallo Bernd,

für Bleibatterien wird zur Temperaturkompensation üblicherweise ein Wert von -0,004 V pro Grad abweichend von 20 C und Zelle verwendet. Damit ergibt sich z.B. bei einer 12 V Batterie und 30 Grad Säuretemperatur! eine Reduzierung der Ladespannung von 0,24 V.

Eine genaue Messung der Spannung am Akku ist bei dem für Bleibatterien verwendeten Laden mit konstanter Spannung nicht unbedingt nötig da sich der Spannungsabfall mit der Reduzierung des Stromes in der Absorptionsphase ebenfalls reduziert. Eine exakte Spannungsmessung würde allenfalls die Ladezeit etwas verkürzen. Ein schlechter Kontakt oder durch andere Dinge verursachter hoher Spannungsabfall ist nur bei den für NiCd/NiMH Batterien verwendeten Konstantstromladeverfahren relevant.

Ein Temperaturfühler für Bleibatterien ist nicht nur ein Sicherheitsoptimum sondern unabdingbar für eine lange Lebensdauer wenn unter unterschiedlichen Temperaturbedingungen geladen wird. Wobei geschlossene Akkus noch empfindlicher sind als offene da bei geschlossenen Akkus ein Laden mit zu hoher Spannung zu unwiderbringlichem Kapazitätsverlust führen kann. Bei offenen Batterien kann verlorenes Wasser nachgefüllt werden, bei geschlossenen nicht.

Hier wundert es mich mit welch primitiven Ladegeräten die Batterien bei Elektrofahrzeugen oft geladen werden. Meist verfügen diese allenfalls über eine interne Temperaturkompensation der Spannung. Es ist dann auch kein Wunder wenn die Lebensdauer der Batterien weit von dem entfernt ist was eigentlich zu erwarten wäre. Hier wird also an der falschen Stelle gespart.

Gruß,
Emil

von Emil - am 06.09.2004 06:34
Hallo Emil Muß Dir in einem Punkt widersprechen Auch geschlossene Gel Accus oder Flies lassen sich mit Wasser wieder auffüllen !!! Praktiziere ich seit einem Jahr!!! Ohne irgendwelche Schäden oder Verluste!!!!
Mir ging mal eine ausgetrocknete Bleigel hoch!!!
Von wegen braucht nie nachgefüllt werden! der Deckel ist bei den meisten nur eine Gummikappe und ein Plastikdeckel . Selbst teure bessere Blei Gel haben nur einen Verschluss!! Der jederzeit zu öffnen ist ! Konnte damals meine restlichen 6 Retten weil ich desti. Wasser nach gefüllt habe!! Sind übrigens Hawker !!!!! MFG Herby

von Herby - am 06.09.2004 19:45
Geschlossene Bleibatterien gehören eigentlich zu den VRLA -> den Valve Regulated Lead Acid Batteries, also den Ventilregulierten Bleisäurebatterien. Diese sind eingentlich so konstruiert, dass Gase nur bei einem gewissen Überdruck die Batterie verlassen. Sonst wird das entstehende Knallgas (Wasserstoff-Sauerstoff-Gemisch) bis zu einem gewissen Umfang mit einem Katalysator zu Wasser rekombiniert.
Öffnet man das ganze, ist mit der Ventil-Regulierung natürlich nicht mehr viel los. Wenn eine Batterie natürlich am Ende ist, kann man es mit einer Wiederbefüllung mal versuchen.

von Georg Schütz - am 06.09.2004 19:56
Hallo Emil,

Du hast sicher recht mit dem "sparen beim laden" aber es ist wirklich schwierig und lästig, mit einer Anzahl von Ladegeräte zu hantieren. Ich bin zur Zeit auf der Suche nach einer guten und günstigen Möglichkeit, meinen EVT "gescheit" zu laden, komme aber nicht weiter als mir 4 Ladegeräte zu kaufen. Und das kommt auch noch recht teuer. Ich vermisse wirklich ein modulares Teil mit einer Stromquelle und dann lademodulen zur Einzelaldung der Akkus. Kennst Du so ein Ding?

Grüße

Peter

von Peter Pott - am 09.09.2004 11:18
Hallo Peter,

es gibt auch andere Lösungen um das Problem mit den ungleichen Spannungen der in Serie geschalteten Batterien in den Griff zu bekommen:

1. Spannungsbegrenzer an jeder der Batterien
Durch die unter [forum.myphorum.de] beschriebene Schaltung kann man verhindern dass eine bestimmte Spannung überschritten wird. Die Bauteilkosten dürfen nicht mehr als 10 EUR pro Batterie kosten. Zum Laden kann dann ein normales 48 V Ladegerät verwendet werden.
Ähnliche Teile gibts auch fertig wie z.B. den Rudman Regulator unter [www.manzanitamicro.com]

2. Spannungsausgleicher
Powercheq [www.powerdesigners.com] war vielversprechend, zeigte jedoch im Einsatz schwächen. Jetzt wird durch www.smartsparkenergy.com versucht ein neues Produkt zu entwickeln das ähnliches bewirkt. Hoffen wir dass das Produkt bald auf den Markt kommt und so funktioniert wie es soll.

Die Lösung mit Einzelladern ist die die aufwendigste und teuerste. Man kann sowas was Du Dir vorstellst problemlos mit dem Batmod von Vicor realisieren [www.vicr.com] Allerdings wird auch dies teuer. Da ist es kostengünstiger 4 IVT-Lader zu verwenden oder eine einfache Schaltung zu realisieren die den Lader zwischen den 4 Batterien umschaltet und sie nacheinander lädt.

Gruß,
Emil

von Emil - am 09.09.2004 11:48
Hallo Emil,


DAnke für die vielen Tips. Das mit den Power Clampern hab ich mir auch schon überlegt. ich war mir nur nicht sicher, ob die mit dem 48V-Lader (Fronius) von meinem EVT kompatibel sind. Vielleicht schaltet der dann die Ladephasen nicht mehr richtig um. Außerdem hätte ich halt gern eine Temperaturkompensation gehabt.

Grüße

Peter

von Peter Pott - am 09.09.2004 15:54
Hallo Peter

Wie wäre es mit einer Batt. -Heizung, welche die Batts. beim laden auf eine Temparatur von 20° oder25° bringt. Die Heizfolie gibts zur Zeit bei Pollin für ca 6€.
Mit einem T.-Fühler in Reihe zu jeder Folie der bei Solltemparatur abschaltet müßte man die Kompensation umgehen können.
Der Fühler könnte an einem Pohl die Temp. als zuverlässigen Wert abnehmen.
Vieleicht müßte man die Heizung eine halbe oder eine Stunde vorher einschalten.
Habe kein Erfahrungswert wie lange eine Batt. zum Aufheizen braucht.
Eine Folie hat ca.36W bei 12V.

MFG Michael

von Michael - am 12.09.2004 21:18
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