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Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 11 Monaten
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Emil, Adolf Höötmann, Bernd Schlüter, Karl, bsm, Wolfang K, Dirk H., Ronald Preuss, Georg Schütz, Karl Weippert

Wer kennt einen 2-5 kW Stromerzeuger der mit Pflanzenöl läuft?

Startbeitrag von Karl am 07.06.2004 12:42

Hallo Freunde!

Wer kennt einen kleinen Stromerzeuger, der problemlos mit Pöl läuft?- einige tausend Betriebstunden sollte er natürlich halten, ein elektrischer Wirkungsgrad von ca. 30% wäre wünschenswert. Schön wäre noch, wenn er nicht viel größer als eine -drei Kisten Mineralwasser ist !

sonnenelektrische Grüße

Karl

Antworten:

Hallo Karl,
brauchst Du den Apparat für Kraft-Wärmekopplung oder als Notstromgerät. Ersteres erfordert einen dauerbetriebsfesten und (schwierig bei kleiner Leistung!) wassergekühlten Motor. Und dann ist da das Problem der Abwärmenutzung (Ruß). Yanmar baut solche Diesel.(Literatur: Schulz Wärme aus Sonne und Erde Ökobuch Verlag)
Ansonsten solltest Du mit Diesel starten und wenn die Betriebstemperatur erreicht ist auf Salatöl umschalten.Am einfachsten machst Du es mit einem Kugelhahn und Dreiwegeventil. Gut wär noch einen Wärmetauscher (z.B.Audi A8 Ölkühler) vorzuschalten und das Salatöl auf 70 Grad vorzuheizen. Dann hat es etwa die Eigenschaften von Diesel bei -5Grad. Die Zulaufschläuche vom Tank zur Einspitzpumpe sollten 10-15mm Durchmesser haben wg der höheren Viskosität. Am Ende der Laufzeit mit Diesel spülen, also laufen lassen, damit die Einspritzpumpe keinen Kaltstart mit Salatöl ertragen muß.
Damit solltest Du eigentlich jeden Dieselmotor salatöltauglich hinbekommen. Ausnahme: mechanische Lucas CAV Einpritzpumpen, aber die wirds wohl nicht in der Leistungsklasse geben.
Als Kraft-Wärmekopplung würde ich aber Erdgas allemal vorziehen z.B. [www.solar-mobil.de]
Gruß A.H.

von Adolf Höötmann - am 07.06.2004 18:29
Hallo Adolf,

genau so kompliziert will ich es nicht!

Ich brauche eine Maschine, die ich in den Saxi reinstellen kann ( max 80 kg), Auspuff anschließen, ( und evtl. auch Zuluft), Elektrik anschließen und losfahren! ( unter -1° C muß es nicht laufen!)
Die Alternative mit Erdgas habe ich auch schon durchdacht, ist halt nicht wirklich regenerativ, und dann auch noch die Flasche!
Welche Gas-Generatoren - ich kenne den Honda- kennst Du?

sonnenelektrische Grüße

Karl

von Karl - am 07.06.2004 18:49
Hallo Karl,
so, jetzt isses klarer. Ich selbst fahre beim Cityel mit einem (von Honda lizenziert) auf Propangas umgerüsteten Honda 10EUi. Der schafft mir nahezu unbegrenzte Reichweite. Toll an den Dingern ist, dass Du 2 Geräte koppeln kannst, d.h. 2kw Leistung beim 10 EUi und entsprechend 4kw Leistung beim 20EUi. Weiterer Vorteil: Die Schwungmasse wurde eingespart: Die Dinger sind unglaublich leicht.Der Strom wird über einen Inverter stabilisiert. Nachteil: schweinisch teuer, zumal mit Umrüstung! Ich habe übrigens weniger aus ökologischen Gründen umgerüstet, als vielmehr deshalb, weil mich der Benzingeruch anätzte. Ich benutze mein Teil nämlich nebenbei als Wohnmobilheizung beim Wintercamping. Wenn die Familie von der Piste kommt ist es warm und die Akkus sind voll.
Gruß A.H.

von Adolf Höötmann - am 07.06.2004 20:10
Was kostet denn sowas?

von Georg Schütz - am 07.06.2004 20:26
Guckst Du z.B. hier:
[cgi.ebay.de]
oder hier
[www.netcamping.de]
oder hier:
[honda.de]
Gruß A.H.

von Adolf Höötmann - am 07.06.2004 21:47

Ich kenne 2-5 kW Stromerzeuger

Frag mal bei Panda in Paderborn nach. Die bauen so etwas für Schiffe. Teuer, aber ordentlich. [www.fischerpanda.de]

Ist voll gekapselt, sieht mehr oder weniger wie ein Koffer aus.
Zuluft dürfte kein Problem sein, Abgas aber schon. Muss natürlich rausgeführt werden.
Aber Vorsicht: Panda macht edle Teile mit edlen Preisen.

Die kleinen eingepackten Einzylinder Diesel gibt es in ähnlicher Form auch von anderen Herstellern, und die Preise ähneln sich auch.

Gruss, Roland

von bsm - am 07.06.2004 21:49
Hallo Karl,

im Campingbereich gibt es kleine Dieselgeneratoren von Hatz:
[www.hatz-diesel.de]

Du findest komplette Geräte z.B. bei [www.reimo.de] auf Seite 387 im Katalog:
[ihr-business-im-internet.de]||70|&var_variable_uebergabe=/DE/zubehoerprofi_2004/387_Reimo.pdf&var_variable_uebergabe2=1&var_variable_uebergabe3=

Allerdings sind diese nicht billig.

Gruß,
Emil

von Emil - am 09.06.2004 12:41
Hallo,

noch eine Alternative sind die Generatoren von Mastervolt:
[www.mastervolt.de]

Viel Spass,
Emil

von Emil - am 09.06.2004 12:45

2-10 kW Stromerzeuger

Ja, so 5 KW mit gutem Wirkungsgrad wären schon eine feine Sache, wir hätten gleich eine Vervielfachung von Reichweite und Batterielebensdauer. Der Motor liefe ziemlich drehzahlkonstant und ließe sich gut dämpfen und weich aufhängen. Anlassen, kein Problem, mit dem Generator. Da ein Einzylinder keine Nachteile hätte, wäre auch der Wirkungsgrad kein Problem. Einzylinder-Diesel mit einer einzigen obenliegenden Nockenwelle, die auch direkt eine Pumpendüse treibt. Solch ein Aggregeat müsste sich mit einem guten Wirkungsgrad zu niedrigem Preis bauen lassen. Der Permanentmagnetgenerator sollte weit über 90% Wirkungsgrad zeigen und benötigt kein eigenes Lager. Dazu ein Rußfilter. Antiresonanzdämpfer...

An Energie, das Gerät gleich beim Anlassen auf Betriebsdrehzahl zu beschleunigen, fehlt es ja nicht. Wir sollten mit den Herstellern reden, ob wir sie nicht für das Projekt gewinnen können. Vielleicht lohnt es sich, sich noch einmal bei unseren Ultraleichtfliegern umzuhören, die haben ja zum Teil leichte Benzinmotoren zu angeblich gut laufenden Dieseln umgebaut...Auch die arbeiten ja ausschließlich mit hoher Drehzahl, bei der die Lagerschmierung auch eines Benziners für einen Diesel, ebenso, wie der Leichtmetallaufbau, reichen.
Wäre schon gut, wenn der Gesamtwirkungsgrad vom Diesel bis auf die Straße über 20% läge. Die meisten Notstromaggregate alleine liegen wohl schon deutlich unter 20%. Bei den kleinen Motoren sollte eigentlich ein Leistungsgewicht von 1kW pro kg drin sein, der auf die Kurbelwelle direkt aufgesteckte Magnetläufer dürfte das Leistungsgewicht kaum vermindern.
Wer dann noch Lust hat, baut noch einen Miniturbo an, der, weil optimierbar, auch noch einen eigenen Generator antreibt...

Erdgasbetrieben, unter sehr hohem Druck, bis jenseits von150 bar, könnte gar ein kleines magnetisches Ventil optimal die Einspritzung in den Diesel übernehmen, ohne Pumpe. Dann dürfen Rußfilter fehlen.

Für den Anfang, für die Entwicklung, überlege ich, ob das Ganze nicht auf einem Anhänger gut aufgehoben wäre...Zumindest für unsere langsameren Teile. Wir sollten auf die Behörden einwirken, denn wenn jemand etwas bewirken könnte, dann wir Bastler.
Neodym-Generatoren und -Motoren mit phantastischen Wirkungsgraden drängen bereits aus Fernost nach. Da reicht schon die Nachfrage...Auch nach Radnabenmotoren für den Hilfsschubanhänger und für Fahrräder.

Ich denke, das Konzept könnte schon einen Durchbruch bedeuten.

von Bernd Schlüter - am 09.06.2004 16:07

Re: 2-10 kW Stromerzeuger

Hallo Leute,
dachte wir fahren mit Strom, und wenns es möglich ist aus Energie von der Sonne.
Was hier läuft ist alles andere alls das was die masse von E - Mobilisten möchte.
Ihr gebt mit dieser Sache nur schlechte Beispiele.

Gruß Ronald!!

von Ronald Preuss - am 09.06.2004 18:03

Re: 2-10 kW Stromerzeuger

Hallo Ronald,

nicht ganz richtig!
Ich suche ja einen Stromerzeuger der mit Pflanzenöl läuft, das wird ( wenn nicht zuviel gedüngt wird- ) aus Sonnenenergie gemacht!
Die Hatz- Diesel laufen wohl leider nicht mit Pöl!
Einen konkreten Hinweis auf einen voll pflanzenöltauglichen Stromerzeuger habe ich aber leider immer noch nicht!

Sonnenelektrische Grüße

Karl

von Karl - am 09.06.2004 23:18

Re: 2-10 kW Stromerzeuger

Hallo Bernd,

die Dieselaggregate haben einen elektrischen Wirkungsgrad von rund 28 % (Mastervolt) bis 33 % (Hatz). Damit sollte es möglich sein ohne Umweg über die Batterie deutlich mehr als 20 % Wirkungsgrad zu erzielen. Wenn allerdings die Batterie dazwischen ist dann sieht es wegen der Verluste deutlich schlechter aus. Ich sehe wenig Sinn darin große Batteriebänke in EV Mobilen mit Generatoren aufzuladen auch wenn diese mit Pöl betrieben werden. Der Generator macht nur dann Sinn wenn er weitgehend den laufenden Verbrauch auf Langstrecken deckt.

Gruß,
Emil

von Emil - am 10.06.2004 08:22

Re: 2-10 kW Stromerzeuger

Hallo Ronald,

im Prinzip hast Du recht. Ziel muss es sein ein Fahrzeug völlig mit regenerativen Energien zu betreiben. Ob jetzt dies ausschliesslich als reines EV oder als Hybrid konzipiert ist sollte aber erstmal egal sein. Auch Pöl ist regenerative Energie. Natürlich wäre es viel energetisch besser wenn mit dem Pöl ein BHKW betrieben würde da dann das Maximum herausgeholt werden kann. Solange aber reine EV Fahrzeuge ständig mit Reichweitenproblemen zu kämpfen haben ist es meiner Meinung nach aber akzeptabel Zwischenlösungen zu nutzen die zwar nicht ganz optimal sind, den Einstieg in die breitere Nutzung von regenerativen Energiequellen beschleunigen helfen. Hier ist ein Hybrid der einerseits für den Kurzstreckenbetrieb den Strom aus der Steckdose, für Langstrecken dann einen Pöl-Motor benutzt eine Möglichkeit. Wichtig ist nur dass der Pöl-Motor weitgehend nur den laufenden Energieverbrauch deckt und nicht dazu benutzt wird immer wieder die Batterien aufzuladen.

Gruß,
Emil

von Emil - am 10.06.2004 08:30

Re: 2-10 kW Stromerzeuger

Hallo Karl,

warum sollen die Hatz-Motoren nicht mit Pöl laufen?

Klar sind sie vom Hersteller nicht dazu freigegeben, eine Konvertierung mit den üblichen Kits sollte aber möglich sein. Das einzige kritische Teil ist die Einspritzpumpe. Wenn diese nicht mit der höheren Viskosität von Pöl zurechtkommt dann gibt es natürlich Probleme. Man kann hier aber auch über hohe Pöltemperaturen (80+ Grad) doch einiges ausgleichen.

Gruß,
Emil

von Emil - am 10.06.2004 08:33

letzte Warnung

Hallo Karl,
noch einmal: Es gibt keinen pflanzenöltauglichen Notstrom Diesel o h n e Umrüstung, wie ichs Dir oben geschrieben habe. Das einzig, was Du ohne Umrüstung mal machen kannst, ist den Diesel warmfahren, dann und nur dann Pflanzenöl in den Tank, Tank leerfahren und dann mit Diesel spülen. Alles andere ist technisches Harakiri.
Gruß A.H.

von Adolf Höötmann - am 10.06.2004 17:29

Re: letzte Warnung

Hallo Adolf,

Danke für deine Warnung- ich suche ja nur die "letzten Wiesen" ab, auch in den Pöl Foren gibt es keine Hinweise, daß "moderne" Generatoren mit Pflanzenöl laufen könnten! Sehr traurig!
Ich hatte auch mal an Hatz gemailt, bisher aber keine Antwort erhalten- wenn ich 10.000 Pöl Generatoren bestellt hätte, wäre es wohl besser gewesen.


Sonnenelektrische Grüße

Karl

von Karl Weippert - am 10.06.2004 19:42

letzte Meldung zu Pflanzenölumrüstung

Hallo Adolf, hallo Karl,
ich kenne einen Hatz Diesel, der auf Pflanzenöl umgebaut wurde und wohl auch läuft - allerdings mit verschwindend wenig Stunden bisher.
Gekauft hatte ihn ein Bekannter aus Hannover, der ihn in (m)einen alten Serie 1 Mini El eingebaut hat. Der Wagen steht mehr oder weniger als Demoobjekt seit vielen Jahren in Hannover.
Probleme: der Hatz ist um einiges zu laut und rüttelt auch zu viel. Umgebaut auf Pflanzenölbetrieb hatte ihn seinerzeit Elbett !
Fragt mich bitte nicht mehr, ich weiss nicht viel mehr dazu.

Die kleinsten serienmäßig erhältlichen Diesel sind von Kubota, Lombardini und Yanmar. Alle lassen sich mehr oder weniger gut auf Pflanzenöl umrüsten. Ich habe mindestens von einem Enfield Motorad gehört, das mit Pflanzenöl läuft (kam aus Indien, hatte einen Lombardini-ähnlichen Motor, wohl Linzenz-Nachbau oder so, weiss es nicht ganz genau, und es wurde auch nichts umgebaut).

Noch etwas: Auf der Soltec Hameln habe ich vor einigen Wochen einen neuen Umrüster gefunden. Nach seiner Einschätzung machen bei Pflanzenöl hauptsächlich die Gaseinschlüsse Probleme. Dadurch ist das Öl - wenn auch gering - kompressibel. Damit gehen über kurz oder lang die Einspritzpumpen durch Kavitation kaputt und es ergibt sich auch keine saubere Einspritzung und damit keine saubere Verbrennung. Er hat das Problem gelöst: durch konsequente Entgasung des Pflanzenöls vor der Einspritzpumpe mit Hilfe von Ultraschall und anderen Elementen.
Auch TDI und Common Rail sollen damit hervorragend laufen. Eine Spedition hat alle seine Lastwagen damit umgerüstet.
Siehe www.eoil.de
Gruss, Roland

von bsm - am 11.06.2004 07:28

Re: letzte Meldung zu Pflanzenölumrüstung

Hallo Roland,

dies ist ein toller Link. Wäre schön wenn das so funktionieren würde. Weist Du was eine Umrüstung so kostet?

Gruß,
Emil

von Emil - am 11.06.2004 10:19

Re: letzte Meldung zu Pflanzenölumrüstung

jedefalls stehen in der PKW-Liste nur alte Fahrzeugmodelle.
Bin gespannt, ob das Verfahren auch bei modernen PKW funktioniert.

VG
Dirk

von Dirk H. - am 11.06.2004 15:30

BITTE KEINER RATTERKISTEN

Habt etwas Geduld und baut dann ordentlich Ah´s ein

Gruß Wolfgang

von Wolfang K - am 11.06.2004 15:57

Re: letzte Meldung zu Pflanzenölumrüstung

Hallo Roland,
hört sich stark nach levitiertem Wasser und Bergkristallen an. Sei mal lieber vorsichtig. Es gibt viel Voodoo in dieser Szene. Von Kavitationsschäden hab ich noch nie was gehört und spätestens nach 5 min sind sämtliche Luftblasen aus Pöl entfleucht. Is mir auch nicht klar, wie und wo da eine Kavitation entstehen sollte.
Es herrscht auch weitgehende Einigkeit darüber, daß die Schäden meist in der Kaltlaufphase durch einen Schmierfilmabriß am Kolben der Hochdruckpumpe entstehen. Und da sind Pumpen mit kleinerem Kolbendurchmesser (Bosch) klar im Vorteil.
Na ja, is alles ein bischen off topic, aber als Langstreckenfahrzeuge sind Salatölferraris naturlich die Ergänzung zum E-mobil.
Gruß A.H.

von Adolf Höötmann - am 11.06.2004 16:01

BITTE KEINER RATTERKISTEN

Klar, fahren wir in der Stadt bis 20 km elektrisch, Wolfgang, und der Akku wird auch nachts immer atomar oder lunar an der Steckdose gefüllt. Auf die umweltschädlichen Pöldiesel schalten wir nur außerhalb der Städte um, damit wir den Benzinschlucker verkaufen können. Mehr als 2,5 Liter Pöl sollten unsere sparsamen Renner dann nicht verbrauchen , auf 100 km. Das ist ja der Vorteil, dass die energiesparend sind.
Wenn's dann soweit ist, nehmen wir das Aggregat am Griff heraus und setzen Deine tollen Superakkus ein.
Akkudaten: ausreichend für 20 km Reichweite, leergefahren in einer halben Stunde, ein einminütiger Ampelstop lädt dann 1 bis 3% eines Zyklus, damit das Stromaggregat optimal durchläuft. Wir brauchen also Hochstromakkus, bis mal was Vernünftiges entwickelt ist..

von Bernd Schlüter - am 11.06.2004 18:20

Pack den Eon in den Tank

Nehmt doch einfach die wundervollen Dampfmaschinen von Michael Hoetger, die bei Eon entwickelt wurden.

[www.enginion.com]

Phantastische Wirkungsgrade von über 50% wurden uns da großmundig versprochen. Kein Wunder, die Veba-Clique, die heute bei EON residiert, wohnt großenteils in der Umgebung unseres Wirtschaftsministers in Bochum, nah an den Fördertöpfen. Die wurden auch gleich im Vorjahr angezapft.
Ich fürchte nur , irgendjemand hat von windigen Erfindungen Wind bekommen.
Wer traurig ist, dass das Aircar, Wasserauto und Flüssigluftauto Windeier sind, findet hier sicherlich voll- und gleichwertigen Ersatz.
Wundervoll, diese Quasiturbine, und die Thermodynamik eines Dampfprozesses spricht Bände. In Bochum und in Dortmunf befinden sich zwei nicht ganz unfähige Unis. Warum fragt man da nicht erst einmal an, ehe man Preise vergibt?

Nebenbei, hatte Michael Hotger tatsächlich einige gute Ideen, die unser Projekt beflügeln würden. Wenn er nicht am falschen Kraftwerk angesetzt hätte...
Ob wir ihn einmal ansprechen sollte, ehe er ganz auf dem Trockenen sitzt? Aber von seinem bisherigen Vorhaben müsste er sich weitgehend trennen.

Michael Hotger, hoffte, diesen tatsächlich unmöglichen Wirkungsgrad durch mehrstufige Entspannung ohne die von Dampfmaschinen bekannte Kondensation in den Zylindern zu erreichen, indem er Materialien wählte, die bei leichter Rotglut ungeschmierter Kolben 100.000km durchstehen...
Ich meine, irgendwo fehlt da das Hilfszeitwort "sollen".

Toll ist das Computergehäuse, mit einem Gesamtgewicht von ca. 30 kg.

Die Wärmetauscher, die gleichzeitig Brennkammer sind, sind tatsächlich genial...
Ich hätte da meine Ideen, wie man daraus (vielleicht doch noch etwas Vernünftiges entwickeln könnte...
Hat jemand schonmal Kontakt gehabt?
Bernd

von Bernd Schlüter - am 11.06.2004 18:49

Hochstromakkus

Akkus die in einer Minute1,5% nachladen können gibt´s schon lange ganz normal zu kaufen.
Die Hawker Genesis 12 EP 70 die ich 3,5 Jahre im EL gefahren habe lässt das locker zu. Die kannst du für ca 200,- Teuros kaufen.
Gruß Wolfgang

von Wolfang K - am 12.06.2004 10:34

Doch Gasmotor plus Schwungrad

Wolfgang, das hieße, den fast 1 KWh -Akku in einer Stunde volladen, und wohl ebenso leerfahren. Sechs Stück sollten wohl für 4 KW Antriebsleistung genügen. Bei Hochstrombelastung sinkt nach dem Firmenblatt der Wirkungsgrad, deshalb nur 4 KW statt 5.
So ein Diesel ist viel zu schwer und unerträglich laut, wie ich mich habe belehren lassen. auf dem Markt, auf dem auch Flöhe verkauft werden, stand so ein Farymann-diesel für 750 Euro, 4,5 KW und 37 kg Gewicht.

Ich habe neu überlegt: Kein Diesel, keine Batterien, nur ein Schwungradgenerator. Es reicht, wenn der auf 70 km/h in 10 Sekunden beschleunigen kann und ebenso in 10 Sekunden die Bremsenergie aufnehmen kann. Eine 400 kg-Karosse benötigte dazu ein 10 kg-Schwungrad mit einer Umfangsgeschwindigkeit von 200 m/s, die damit im sicheren Bereich liegt. Die max. Leistung sollte bei 15 KW liegen, für den Verbrennungsmotor, der auskuppelbar den Schwungradgenerator absatzweise antreibt, genügen 5 KW. Dieser Motor sollte ziemlich drehzahlkonstant , dann mit ziemlicher Last laufen, und ließe sich mit Erdgas ziemlich optimiert betreiben. Dann könnten ebenfalls gut 20% bis auf die Straße drin sein. Ottomotoren sind ja doch viel leichter, leiser und stinken nicht so sehr nach Pommes mit Majonäse.
So gehts dann in die Ferien. Zurück zu Hause, Motor-Schwungradgenerator wieder raus, Batterien wieder herein. Praktisch ist auch ein Anhänger, dann wirds noch leiser, der Umbau entfällt und jede Überlandfahrt benötigt nur Gas. Dann vielleicht mit 90 km/h und 5 KW Leistung bei 2kg pro km Verbrauch. Bei 60 km/h nur die Hälfte.

von Bernd Schlüter - am 18.06.2004 19:54

Re: Doch Gasmotor plus Schwungrad Unsinn!

Hallo Bernd,
Meine Elektrokiste kann (wenn die Batterien randvoll sind, natürlich nicht!) die Bremsenergie auch über mehrere hundert Höhenmeter recuperieren ( ca. 15 kW Recuperationsleistung), ein Schwungrad ist da nutzlos.
Interessant wäre ein Stromerzeuger, der kontinuierlich eine Leistung aus regenerativer Energie abgibt, den Rest schaffen die Batterien locker.

Für Fernreisen wären im City el oder Twike ca. 2-3 kW (elektrisch, 4 -6 kW Abwärme) nötig , Sterlingmaschinen wären hierfür ideal, wenn es sie denn schon in dieser Form gäbe!

Sonnenelektrische Grüße

Karl

von Karl - am 18.06.2004 20:20

Ja, Stirling

Bescheiden, wie wir mit unseren 2 KW sind, sollte uns ein Japaner oder sonst wer, auch einen Stirlingmotor mit gutem Wirkungsgrad und geringem Gewicht anbieten.
Die Honda-Gas-Generatoren auf Otto-Basis sind ja schon mal sehr gut und erschwinglich. Ein 95% Wirkungsgradgenerator,mit Neodym, und alles ist perfekt.

Phillipps entwickelte in Eindhofen seinen Stirling mit über 40% Wirkungsgrad. Er verwendete einen superkleinen Regenerator-Wärmetauscher. Dieser hatte den Nachteil, dass die kleinen Kanäle von geringsten Ölmengen hoffnungslos verstopft wurden, weshalb er ölfrei arbeiten musste. Dazu entwickelte er neben dem Rautenantrieb statt Kolbenringen die sogenannte Rollsockendichtung. Lebensdauer: Mal gerade gut zum Vorführen. Gewicht: eine halbe Tonne, Leistung: 50 KW.
Nun hat das IMM in Mainz Mikrowärmetauscher entwickelt. Die haben bessere Werte Man sollte wieder einen Versuch starten.

Klar, das Schwungrad brauchen wir nicht.
Bleibatterien sind leistungsstark genug. Ich dachte nur, so werden wir auch Blei und Cadmium los.
Aber irgendwoher müssen wir ja auch unsere Leistungsreserven holen.

Liebe Firma Honda, wickele uns den Generator um und setze einige Neodym-Magneten hinein. Eine Regelung brauchen wir nicht. Wir sind dann auch ganz viele!

Statt über den Knebelstarter verwenden wir dann natürlich auch den Generator zum blitzschnellen Anwerfen des Motors und die elektrische Steuerautomatik bauen wir selber.

von Bernd Schlüter - am 19.06.2004 23:31
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