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elweb Stammtisch
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5
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Friedhelm Hahn, Ralf Ihm, R.M

HiFi Schwafelecke

Startbeitrag von Friedhelm Hahn am 10.06.2010 20:54

Hallo Roman,

ein wenig Plauderei aus dem Nähkästchen...

jahrelang wurde immer nur für Andere gebaut und mir selbst nicht viel gegönnt, bis ich vor 2 Jahren die Nase (oder Ohren ;) ) endgülig voll hatte.
Für's neue Wohnzimmer mussten ein paar "Möbelstücke" her, die nebenbei auch noch phantastisch klingen.
Der Zuschlag viel auf ALCONE Pascal im Selbstbau (weil noch bezahlbar...).
Buche Multiplex, abgewandelt im geschlossenem Gehäuse statt original Bassreflex.
Der QTS-Wert sank auf ca. 0,6, was der eh' schon guten Impulstreue zu weit reichender Trockenheit verhalf (mit dem Kompromiss der Bassschwäche im Tiefbassbereich).
Ohne SUB (bin ich nicht so der Fan von) ist das leider nur die halbe Miete, aber aus Platzgründen ist keine andere Anordnung möglich.
Der SUB wird auf 30Hz (bei -3dB) hinunter reichen, passiv ohne Anhebung versteht sich.
Die Gehäusegröße ist so ausgesucht, dass Bassreflex oder geschlossen gut funzt (wahlweise über Verschluss).
Ein zweites gleiches Boxenpaar (wie Front) ist in Planung (Quadrophonie, Multichannel, Surround, wie man es eben so nennt).
Einen Center erspare ich mir, weil die D'Appolito-Anordnung der Chassis eine sehr gute Bühne schafft.

Quadrophonie habe ich nicht erwähnt, weil aus den 70ern als Schlagwort bekannt, sondern weil ich sie mit Haut und Haaren lebe.
Die LP-Sammlung an SQ-codierten Scheiben ist schon recht reichhaltig, auf analoge (z.T. grottige Decoder) ist man zum Glück seit Adobe Audition nicht mehr angewiesen.
Die so auf hoher Präzision entfalteten 4 Kanäle rücken so manche geliebte Rock-LP in ganz neues Licht (z.B. Dark Side Of The Moon, Tubular Bells, diverse Santana, etc.).

Die digitale Konservierung war für mich als Analog-Fan mit Schmerzen verbunden.
Für richtig gute Systeme (SACD, DVD-Audio) sind keine Encoder verfügbar oder unbezahlbar.
Blieb noch mit 96kHz 24Bit auf Harddisc oder der Kompromiss, auf DTS zu encodieren (Audio-Version mit 44.1kHz).
Diese hat CD-Qualität, wobei die vier Kanäle (bis zu 5.1 ist möglich) leicht komprimiert abgelegt werden.
Die Praxis hat gezeigt, dass dies durchaus vertretbar ist, zumindest bei Pop u. Rock ;-) ).
Zumal es solche DTS-CDs auch im Handel gibt (z.B. [cgi.ebay.de] ).
Man kann sie wie eine normale Musik-CD kopieren (wer nimmt schon Originale mit ins Auto...?), das Brennprogramm merkt es nicht.
Ein CD-Player produziert allerdings nur Rauschen.
Im Auto geht Quadro z.B. mit dem Clarion VXZ768R (4x20W Sinus).
Heim-DVD-Player, die auch SACD oder DVD-A können, kommen mit DTS-Audio zurecht.
Das Ganze gefiel so gut, dass sich zu den Quadro-LP's etliche Multichannel-CD's gesellten.
Einen gewissen Sucht-Faktor kann ich allerdings nicht von der Hand weisen :D , Stereo ist in den Hintergrund gerückt!
Ansonsten gibt's hier noch ein paar Direktschnitte, woran sich die Digital-Welt noch heute die Zähne dran ausbeißt.
Da dürfen's auch wieder zwei Kanäle sein.
Ein Röhrenverstärker mit 4 Trioden aus einer russischen MIG ist auch in Bau, ob der jemals fertig wird, steht in den Sternen...

Munter bleiben!

Gruß

Antworten:

Hallo

Naja ich habs etwas einfacher, da ich hauptsächlich über Kopfhörer höre (stax), bei den restlichen Komponenten bevorzuge ich eigentlich mehr die älteren Modelle die noch richtige Netzteile haben, momentan sind da 2 Technics Su 8080 am Werk und 4 Magnat Boxen. Als CD Player habe ich einen recht guten von Pioneer der leider nicht alles abspielt da er nur echte CDs mag und mancher Kopierschutz verstößt halt gegen die Spezifikationen einer CD.

Außerdem stehen noch 2 Manger Schallwandler rum die aber recht unbarmherzig alle Fehler aufdecken, also nur für sehr hochwertige Aufnahmen geeignet sind.

Bei den CDs kaufe ich eigentlich nur noch Markenware oder solche die von Profis neu gesampelt wurden also z.B.von Stereoplay.

Generell denke ich es kommt darauf an welche Art von Musik man hört, je umfangreicher die Dynamik desto weniger ist das Ganze für die Verarbeitung zu MP 3 geeignet.

Deshalb geh ich auch mal öfter in ein Konzert und hör mir das Orginal an, und da trennt sich dann die Spreu vom Weizen.

So als Beispiel: Triangel im Hintergrund im Orginal gut zu hören auf der LP und CD auch aber nur über Kopfhörer oder den Manger Boxen gut zu lokalisieren , beim MP 3 fehlen die ganz einfach.

So im großen und ganzen habe ich den Eindruck daß die Geräte und die Aufnahmen kontinuierlich schlechter werden als wolle man die Kunden an miese Qualität gewöhnen.

Gruß

Roman

von R.M - am 10.06.2010 21:19
Ha!
Da bist Du ja auch Quadro-"ready" ;) .
Die Mischung klingt gut!

Im Büro steht z.Zt. bei mir ein Denon DVD-3910, sozusagen ein Allesfresser.
Zum Abmischen zünftigerweise der Braun CSQ 1020 (Quadro-Vorverstärker) nebst Technics Oszilloskop SH-3433.
Der Dreher ist ein Dual Golden Eleven mit Shure V15VxMR u. "Kleinserien-Vorverstärker".
Als SQ-Decoder hatte ich bis vor kurzem noch den Fosgate Tate II 101A.
Am Oszilloskop konnte man sehr schön die immense Kanaltrennung (vorn / hinten) von mehr als 40dB erkennen (Ende der 70er eine Sensation), allerdings auch erste kleine Schwächen auf Grund des Alters.
Ich habe ihn wieder verkauft, mir reichte Audion von Adobe, das mit einem speziellen Script aus einem amerikanischen Quadro-Forum die SQ-Scheiben in Perfektion decodieren kann.
Dauert halt ein "wenig", eine LP ca. die halbe Nacht...

Als Bratstation muss ein Onkyo TX-SR 876 her halten, nicht ganz das High-End Teil, aber sehr gut für Multichannel :D .

Hast Du Dich schon mal mit Ionen-Hochtönern befasst?
Aus Jux baute ich mal so eine Schaltung (2 Röhren, incl. PL519) auf.
Funktionierte auf Anhieb, schöne Plasma-Flamme, es war auch ein Ton zu entlocken.
Nur die Lautstärke war sehr verhalten, wenn nicht die 519 dicke Backen machte :angry: .

Die MIG-Röhren können übrigens einen Anodenstrom von max. 1A (!).
Man kann sie ohne Ausgangstransformator einsetzen.
Das Problem was dann aber auftrat, war die Stabilisierung der Gegentakt-Balance bzw. Ruhestrom.
Abhängig von der Erwärmung driften die Röhren aus dem Gleichgewicht.
Ich hatte mir mal ausgedacht, dem mit Regeltechnik bei zu kommen, IR-Sensor mit Eingriff auf die Gitter-Vorspannung.
Dabei ist es erst mal geblieben...

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 10.06.2010 21:59
Hallo,
HiFi-Freaks gibs hier (.....wie erwartet:-) also auch.
ich trieb mich früher als "ralr" in den HiFi-Foren herum.

Ionen-Hochtöner von Braun hab ich hier am laufen.
Sind mit Metall-Horn und auf EL36 umgerüstet von mir.
Machen erstaunlich Pegel, laufen mit meinen 20er Fostex (FE208Z)
zusammen und können Pegelmäßig mithalten.....

Im EL gibs ja einen grossen akustischen Vorteil.....
perfektes Stereo-Dreieck möglich.
.....keine verrenkte Bühne wie in den asymmetrischen Stinkern :-))))

MfG Ralf


von Ralf Ihm - am 11.06.2010 23:21
Moin Ralf,

bringt die EL36 so viel mehr als die PL519?
OK, mit Vorsatzhorn gewinnt man ja gleich 6dB, das wäre mir aber zu eingezwängt.
Zumindest bedürfte es auch im Mitteltonbereich entsprechender Hörner, wegen der Abstrahlcharakteristik.
Kennst Du den Bauplan mit den beiden Tee-Sieben?
Ist den Magnat Ionen-Hochtönern nachempfunden.
Ich könnte mir eine Schaltung in Gegentakt vorstellen.
Vielleicht hilft auch schon eine bessere Anpassung an die Antenne (vermutlich verhindert hier eine gewaltige Stehwelle eine größere Plasma-Flamme...).
Die Magnat-Schaltung ist ja sehr simpel, Schwingkreis mit Rückkoppelung in der Endstufe.
Daher ist ja auch eine Pentode notwendig.
Besser wäre eine Hochfrequenz-Aufbereitung in der Vorstufe und eine gut angepasste Endstufe mit entsprechendem "Balun" für die Antennenanpassung.
Ein anderes Problem bei großer Flamme wäre die Ableitung des entstehen Ozons.

Die Sitzposition im Stinker ist wahrlich nicht optimal.
Wobei entsprechende Anordnung der Chassis hier schon einiges wett machen könnte.
Das scheitert leider immer wieder an den möglichen Einbau-Orten.

Für's Heim schwöre ich auf D'Appolito.
Selbst mit preisgünstigen Treibern lässt sich hier eine phantastische Räumlichkeit darstellen.
Jeder betreibt gewissermaßen seinen persönlichen "Voodo-Zauber".
Die Pascal habe ich auf minimal mögliche Toleranzen optimiert.
Alle Frequenzweichen-Bauteile wurden mit Abweichungen im Promille-Bereich toleriert.
Die Chassis sind gepaarte Exemplare.

Nach meiner Überzeugung trägt das nicht unwesentlich zu einer besseren Bühne bei.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 14.06.2010 06:47
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