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Mondlandung oder ein gigantischer Schwindel?
Beiträge im Thema:
27
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Querkopf, Franz Braun, Ullerich, Rocky

Eine echte Schlagzeile

Startbeitrag von Querkopf am 02.10.2002 12:54

Faust auf die Bibel

Extrem genervt zeigte sich der zweite Mann auf dem Mond, Edwin "Buzz" Aldrin, von einem bekannten Verschwörungstheoretiker, der ihn vor einem Hotel in Beverly Hills auflauerte. Bart Sibrel, so der Name des 37-jährigen Skeptikers, liebt es, ehemalige Astronauten des Apollo-Programms zu verfolgen und sie auf die Bibel schwören zu lassen, dass es sich bei den Mondlandungen um die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit handele. Weigern sich die Befragten, werden sie von Sibrel verfolgt und vor laufender Kamera mit Schmähungen übersät.

Als Sibrel diese Masche auch bei Aldrin versuchte und ihn mit der Bibel in der Hand als Lügner beschimpfte und bedrängte, schlug der ehemalige Apollo-11-Astronaut dem bibeltreuen Verfolger mit der Faust ins Gesicht. Vor Gericht muss er sich dafür nicht verantworten, wie sich jetzt herausstellt. Begründung: Sibrel habe keinerlei Verletzung davongetragen, sondern Aldrin und seine Schwiegertochter in unzulässiger Weise bedrängt. Es sei, so die Behörden, zudem extrem unwahrscheinlich, dass die Jury den zweiten Mann auf dem Mond je verurteilen würde.

Sibrel selbst hat in Tennessee eine kleine TV-Station, die vor allem Bibelsendungen produziert. In seinem Film "A Funny Thing Happened on the Way to the Moon" hatte er die These aufgestellt, die USA hätten die Landung auf dem Mond nur simuliert, um die Sowjets zu beeindrucken. Aldrins Ausraster interpretiert er als Beweis für die Fälschung der Mondlandungen.

Antworten:

Hi Querkopf,

sorry, ein alter Hut. Das wurde schon ausgiebigst in de.sci.raumfahrt diskutiert. Ab 11.9. ging die Diskussion darum los.

Neu ist allerdings der Ausgang der gerichtlichen Verhandlung.

Ehrlich gestanden, der Reporter hat das selbst zu verantworten. Wer so hinter den Leuten her ist, darf sich über solche Reaktionen nicht wundern.

mfg Ulrich



von Ullerich - am 02.10.2002 15:54
Ulrich Trettner schrieb:

Zitat

Ehrlich gestanden, der Reporter hat das selbst zu
verantworten. Wer so hinter den Leuten her ist, darf sich
über solche Reaktionen nicht wundern.


Zumal der Repoter nach seiner Ohrfeige nichts Eiligeres zu tun hatte, als seinen Kameramann zu fragen, ob er auch alles draufhat.

Gruß

Querkopf

von Querkopf - am 02.10.2002 19:14
Ulrich Trettner schrieb:

Zitat

Hi Querkopf,

sorry, ein alter Hut. Das wurde schon ausgiebigst in
de.sci.raumfahrt diskutiert. Ab 11.9. ging die Diskussion
darum los.


Dummerweise flog ich am 11.09. für 14 Tage in Urlaub. Hielt also den alten Hut für einen neuen. Welches Forum soll das sein: "de.sci.raumfahrt"?

von Querkopf - am 02.10.2002 19:29
Hallo,

das Ende der Faustschlaggeschichte:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,216107,00.html

de.sci.raumfahrt ist eine Newsgroup (auch Diskussionsforum in deutschsprachigen Browsern genannt). Such mal in Deinem Browser die Einstellungen für Diskussionsforen bzw. Newsgroups, trag z.B. infosun2.rus.uni-stuttgart.de als Newsserver ein und liste die verfügbaren Foren auf.
de. = deutschsprachig
sci. = science
Mittels Suchmaschine findest Du alles Wissenswerte über Newsgroups bzw. das Usenet, bitte nicht gleich drauf los tippen. Google bietet auch die Suche in Groups an, einfach über dem Eingabefeld auf Groups klicken.
Viel Spass.

mfg

von Franz Braun - am 03.10.2002 15:50
Hi, Franz,

danke, werde ich mal versuchen.

Gruß

Querkopf

von Querkopf - am 03.10.2002 21:34
Hi Querkopf,

siehe dazu auch:
http://www.volker-gringmuth.de/usenet/usenet1.htm
http://www.primbs.de/HTML/adminstuff/ung_usenet-einfuehrung.htm

(Diesmal ohne ".". Und ja, diese Retourkutsche habe ich redlich verdient;-))

mfg Ulrich



von Ullerich - am 04.10.2002 06:49
Hallo,

falls Du den besten und schnellsten Browser noch nicht kennen solltest, unter http://www.opera.com/ kannst Du ihn herunterladen. Mit etwas Phantasie lässt sich auch ohne Werbebanner surfen, wenn man nicht bezahlen will.

IE-Nutzer werden meistens überrascht beim ersten Gebrauch, denn der Qualitätsunterschied ist enorm. Von OutlookExpress halte ich auch nicht gerade viel, Opera ersetzt beides. Operas Email-Programm ist sicherer wie Outlook 98/2000, aber nicht so umfangreich.

Zum Thema Newsgroups wollte ich schon gestern Abend hinzufügen:
http://www.news-group.de/einfuehr.htm

mfg

von Franz Braun - am 04.10.2002 09:16

Opera

Franz Braun schrieb:

Zitat

Hallo,

falls Du den besten und schnellsten Browser noch nicht kennen
solltest, unter http://www.opera.com/ kannst Du ihn
herunterladen. Mit etwas Phantasie lässt sich auch ohne
Werbebanner surfen, wenn man nicht bezahlen will.

Klar kenne ich Opera. Habe ihn ja schon seit Langem installiert *prahl*. Aber wie man die Werbebanner los wird, ohne zu bezahlen, musst du mir erst noch erklären.
Zitat

Zum Thema Newsgroups wollte ich schon gestern Abend hinzufügen:
http://www.news-group.de/einfuehr.htm


Schönen Dank.

Querkopf

von Querkopf - am 04.10.2002 15:17

Re: Opera

Hi Querkopf,

kaufen!

Das haben die Jungs verdient. Sei doch bitte so nett und sorge auch du dafür, daß er in Zukunft weiterentwickelt werden kann.

Sonst gibts irgendwann nur noch MS-Einheitsbrei.

mfg Ulrich

*der mit dem gekauften Opera*



von Ullerich - am 04.10.2002 15:22

Re: Opera

Hi, Ulrich

Zitat

Hi Querkopf,

[Opera] kaufen!

Das haben die Jungs verdient. Sei doch bitte so nett und
sorge auch du dafür, daß er in Zukunft weiterentwickelt
werden kann.

Sonst gibts irgendwann nur noch MS-Einheitsbrei.

mfg Ulrich

*der mit dem gekauften Opera*


Ich fürchte, ich hasse Bill Gates noch nicht genug, um Opera zu kaufen ;-) Und so schlecht ist der Explorer nun wirklich nicht. Denk' mal an den Netscape-Mist!

Gruß

Querkopf

von Querkopf - am 04.10.2002 17:46

Re: Opera

Hallo,

um den Werbebanner loszuwerden, braucht man einen Code. Den bekommt man durch bezahlen oder durch Suche im Internet.

Der IE ist wirklich so schlecht.

mfg

von Franz Braun - am 05.10.2002 16:29

Warum?

Franz Braun schrieb:

Zitat

Der IE ist wirklich so schlecht.

Warum ist der IE so schlecht? Und welche Version meinst du?

von Querkopf - am 05.10.2002 23:25

Re: Warum?

Hallo,

ich konnte bisher IE5 mit Opera6 und Netscape 5 (?) vergleichen, Netscape und Opera sowohl mit Windows als auch mit Linux.

1. die persönliche Leiste ist viel besser in Opera, z.B. mit Textsuche, Suche in einer Suchmaschine u.a. Funktionen ausstattbar.

2. die Anzeigen, wieviele Daten einer Seite schon da sind, wieviele Bilder da sind oder noch erwartet werden und der aktuelle Durchfluss wird in Opera deutlich besser und übersichtlicher angezeigt.

3. liest man auf einer Nachrichtenseite, z.B. www.Spiegel.de, dann möchte man gerne zuerst mal einige Seiten holen, dann auflegen und lesen. Ich hole mir dort z.B. 20 Artikel und lege dann wieder auf. Die holt man in Opera mit "im Hintergrund öffnen" und erhält dann viele einzelne Fenster in einer eigenen Leiste angezeigt (ähnlich wie in Microsoft Word wenn man mehrere Dokumente öffnet). In Opera kann man dann schnell blättern mittels guter Tastenkombinationen (1 und 2 zum blättern). IE mach für jedes Dokument ein eigenes Programmfenster auf, welches dann in der Windows-Taskleiste zu sehen ist. So eine schwachsinnige Ressourcenverschwendung, die auch noch ungeschickt zum bedienen ist, denn man muss über die Taskleiste blättern statt direkt im Programm und hat dann die ganze Startleiste mit Internetseiten voll, so dass man seine geöffneten Programme kaum mehr erkennt. Einer der Hauptgründe für mich, IE nicht zu benutzen.

4. Geschwindigkeit
siehe auch Punkt 3., mit IE mal kurz 100 Foreneinträge laden ist schlecht, selbst der best ausgestattete Rechner kommt da schnell an seine Grenzen. Aber beim surfen und vor allem beim blättern ist Opera grundsätzlich viel schneller als IE. Mach einfach den Praxistest. Kleine Programme sind schneller als Monster.

5. Mausgesten
gute Operabedienfunktion, nicht vorhanden in IE. Damit, mit den Symbolen und den Tastenkombinationen ist Opera viel einfacher und schneller zu bedienen als IE. Bringt natürlich Leuten, die auch in Office o.a. MS-Programmen am liebsten alles langsam und umständlich mit der Maus anklicken, nichts. Wer jedoch weis, dass mit einer Hand an der Tastatur die Sache schneller läuft, wird sich in Opera wohlfühlen.

6. Sicherheit
allein schon das Nichtbenutzen eines Email-Clients von MS, d.h. Outlook oder Outlook Express ist ein bedeutender Sicherheitsgewinn und ein guter Schutz vor bösartigen Programmen. Opera hat einen einfachen und guten Email-Client dabei.

7. Einstellmöglichkeiten
Wer hier die beiden Programme vergleicht, wird feststellen, dass Opera sich sehr viel besser auf die Vorlieben des Benutzers zuschneiden lässt als IE.

8. Wusstest Du schon, dass Du z.B. mit der Lizenzvereinbarung zum neuen Update von MS-Media-Player (ich glaube 7.1) auch erlaubtst, das MS über das Internet Dein
Betriebssystem verändern darf? Man sollte damit rechnen, dass immer mehr MS-Programme ein gewisses Eigenleben auf den Rechnern entwickeln und mit der Microsoft-Zentrale kommunizieren. Ich könnte Dir eine Email zeigen, in der ein registrierter XP-Prof.-Edition-User ganz beiläufig gefragt wird, ob er denn für folgende auf seinem Rechner installierten MS-Programme auch Lizenzen hat. Grundsätzlich möchte ich die Art der Firmenpolitik, wie sie Microsoft betreibt, nich unterstützen.
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,209947,00.html


Fazit:
Wenn ich bei Google sehe, dass der Anteil der IE-Surfer über 90% liegt, dann denke ich mir oft, mit Verlaub, die Welt ist voller Ignoranten.


mfg

von Franz Braun - am 06.10.2002 11:27

Re: Warum?

Moin
Also ich benutze beides, da Opera bei der Darstellung einiger Seiten versagt. Das liegt wohl weniger am Programm, sondern meiner Meinung nach daran, das viele Seiten nur mit den speziell für den IE angepaßten Befehlen arbeiten. Auch mit der Javaanbindung ist das auch so eine Sache. Mit Opera geht es oft nicht, mit dem IE aber schon.
Ich benutze Opera 6.05 und das JRE von Sun. Beim IE habe ich die 6.0. Mit dem Netscape ging es ja leider den Bach runter. Alles nach 4.75 war ja furchtbar.
Zum Mailen benutze ich übrigens Calypso.
Gruß Rocky

von Rocky - am 07.10.2002 08:56

Re: Warum?

Hallo,

manche Seiten werden leider nur mit IE richtig dargestellt, da habe ich die gleiche Vermutung wie Du, was die Gründe angeht.
Mit Opera6.0 und JavaPlugIn131 von Sun hatte ich bisher keine Probleme, benutze es aber auch nicht häufig.

mfg

von Franz Braun - am 07.10.2002 11:01

Unterschiedliche Ansprüche an Browser

Hi, Franz,

vorweg möchte ich konstatieren, dass ich Opera - so wie du - für den besseren Browser halte. Wie groß einem der Unterschied zum IE erscheint, hängt sicherlich von den eigenen Gewohnheiten ab. Was du schreibst, lässt mich vermuten, dass du ein sehr intensiver (Power)User bist, der auf sehr viele Funktionen des Browsers zurückgreift. Und da hat Opera zweifelsohne mehr zu bieten als der IE.

Meine Frage nach dem "Warum" deiner Präferenz zielte mehr auf einen eventuellen Glaubenskrieg ab. Die Antipathie gegen MS und Bill Gates ist bei vielen so groß, dass sie rundweg alles für Müll erklären, was aus der MS-Schmiede kommt. Und die Begründungen dafür sind nicht selten ideologischer denn praxisnaher Natur. Es gibt Leute, die behaupten, das Netscape-Monstrum in der 6er-Version sei besser als der IE. Und beim besten Willen, das kann ich nur unter Wunschdenken verbuchen.

Was das tägliche Surfen anbelangt, so halte ich es wie Rocky: Ich habe beide Browser an Bord, benutze z.B. in diesem Forum meistens Opera, weil er diese Art von Seiten schneller aufbaut. Manche Seiten sind allerdings mit Opera entweder gar nicht oder nur fehlerhaft darzustellen. Da ist es praktisch, wenn man den Allerweltsbrowser IE an Bord hat, auf den die meisten Seiten im Internet nun einmal optimiert sind.
Zitat

Ich konnte bisher IE5 mit Opera6 und Netscape 5 (?) vergleichen, Netscape und Opera sowohl mit Windows als auch mit Linux.

Ich kenne den IE 4 bis 6, Opera 5 und 6 sowie Netscape 4.x und 6.0 unter Windows 95, 98 & XP.
Zitat

1. die persönliche Leiste ist viel besser in Opera, z.B. mit Textsuche, Suche in einer Suchmaschine u.a. Funktionen ausstattbar.

Stimmt - bis auf die Suche in Suchmaschinen. Das kann der IE 6 auch, wenn auch nur in einer zuvor festgelegten Suchmaschine.
Zitat

2. die Anzeigen, wie viele Daten einer Seite schon da sind, wieviele Bilder da sind oder noch erwartet werden und der aktuelle Durchfluss wird in Opera deutlich besser und übersichtlicher angezeigt.

Hundertprozentig richtig. Vor allem aber: Opera besitzt einen integrierten Download-Manager, der abgebrochene Downloads auf Wunsch wieder aufnimmt. Wenn dir die Leitung mit dem IE zusammenbricht, hast du Pech gehabt, auch wenn bereits 99 Prozent des Downloads erfolgt sein sollten. Da braucht man schon eine gehörige Portion Humor ;-) Für mich wirklich ein Unding, dass MS das nicht auf die Kette kriegt. Na ja, es gibt ja noch Getright, das man sehr gut als Download-Manager in den IE einbinden kann. Man darf aber auch nicht vergessen: Je mehr Funktionen MS in seinen Browser einbaut, umso mehr Kritik hagelt es von Gegnern, die dahinter den Versuch sehen, andere Software-Anbieter kalt zu stellen.
Zitat

3. liest man auf einer Nachrichtenseite, z.B. www.Spiegel.de, dann möchte man gerne zuerst mal einige Seiten holen, dann auflegen und lesen.

"Man" bist du in diesem Fall. Die meisten Surfer sind wohl nicht so scharf darauf, so viele Seiten zu laden und mit Offline-Lesen Geld zu sparen.
Zitat

IE mach für jedes Dokument ein eigenes Programmfenster auf, welches dann in der Windows-Taskleiste zu sehen ist. [...] Einer der Hauptgründe für mich, IE nicht zu benutzen.

Das hängt aber auch am Betriebssystem. Windows XP ist in der Lage, in der Taskleiste so genannte Gruppen zu bilden. Übersteigt der Platz, den geöffnete Fenster in der Taskleiste belegen, ein gewisses Maß, werden die Fenster zu Gruppen zusammengefasst und untereinander statt nebeneinander in der Taskleiste platziert. Letztlich ist aber auch dieser Punkt relativ speziell für einen Power-User. Ich denke nicht, dass allzu viele Nutzer gleichzeitig 20 Fenster geöffnet haben. Mir passiert das allerdings manchmal schon.
Zitat

4. Aber beim surfen und vor allem beim Blättern ist Opera grundsätzlich viel schneller als IE. Mach einfach den Praxistest. Kleine Programme sind schneller als Monster.

Das kann ich - mit Ausnahme der angesprochenen Foren-Seiten - in dieser Deutlichkeit nicht bestätigen. Jedenfalls nicht im Vergleich Opera 6 gegen IE 6. Was ich an Artikeln in Sachen Browser-Vergleich kenne, spricht ebenfalls nicht für einen großen Geschwindigkeitsvorteil von Opera. Vielmehr sehen die meisten Experten beide Browser in etwa gleich auf. Und wie gesagt: Auf der einen Homepage ist Opera flinker, auf einer anderen aber der IE. Was ich allerdings glaube, beobachtet zu haben, ist, dass Opera schneller auf seinen Cache zugreift, wenn man eine bereits besuchte Seite z.B. mit "Zurück" wieder aufruft. Kann aber auch sein, dass der Geschwindigkeitsunterschied von unterschiedlichen Einstellungen in den Browsern herrührt. Weiß ich jetzt auf Anhieb nicht.
Zum "Monster-Browser" IE: In meinem Büro steht ein ziemlicher alter, lahmer Rechner. An ihm kann ich gut erkennen, dass Opera mehr Ressourcen braucht als der IE. Ein wirkliches Monster ist (oder besser gesagt: war) der Netscape Navigator.
Zitat

5. Mausgesten
gute Operabedienfunktion, nicht vorhanden in IE. Damit, mit den Symbolen und den Tastenkombinationen ist Opera viel einfacher und schneller zu bedienen als IE.

Wenn du das meinst, was ich denke, nämlich "Tastaturbefehle" / so genannte "Short Keys", dann bist du bezüglich des IE auf dem Holzweg. Er verfügt sehr wohl über eine ganze Reihe davon. Zum Beispiel "Strg" + "P" für Drucken. Tatsache ist, dass die meisten User diese Tastaturkürzel nicht kennen und daher umständlich die Maus quälen. Vielleicht meinst du aber auch was anderes.
Zitat

6. Sicherheit
Allein schon das Nichtbenutzen eines Email-Clients von MS, d.h. Outlook oder Outlook Express ist ein bedeutender Sicherheitsgewinn und ein guter Schutz vor bösartigen Programmen. Opera hat einen einfachen und guten E-Mail-Client
dabei.

Stimmt alles. Aber auch Online-Programme, die nicht aus dem Hause MS stammen, sind anfällig für Angriffe. Da sich die meisten Hacker auf MS-Anwendungen konzentrieren, fällt dieser Punkt nicht so auf. Man hüte sich also vor dem Glauben, ohne MS unterwegs zu sein, heiße, sicher unterwegs zu sein.
Zitat

7. Einstellmöglichkeiten
Wer hier die beiden Programme vergleicht, wird feststellen, dass Opera sich sehr viel besser auf die Vorlieben des Benutzers zuschneiden lässt als IE.

Das ist mir zu allgemein. Auch im IE lässt sich eine Menge auf die Vorlieben des Users einstellen. Und die meisten Nutzer wollen nicht alles bis ins Detail konfigurieren. Die wollen surfen und mailen.
Zitat

8. Wusstest Du schon, dass Du z.B. mit der Lizenzvereinbarung zum neuen Update von MS-Media-Player (ich glaube 7.1) auch erlaubtst, das MS über das Internet Dein Betriebssystem verändern darf?

Ja, wusste ich. Und habe deswegen auch fein die Fingerchen von diesem "tollen" Update gelassen.
Zitat

Man sollte damit rechnen, dass immer mehr MS-Programme ein gewisses Eigenleben auf den Rechnern entwickeln und mit der Microsoft-Zentrale kommunizieren. Ich könnte Dir eine Email zeigen, in der ein registrierter XP-Prof.-Edition-User ganz beiläufig gefragt wird, ob er denn für folgende auf seinem Rechner installierten MS-Programme auch Lizenzen hat. Grundsätzlich möchte ich die Art der Firmenpolitik, wie sie Microsoft betreibt, nich unterstützen.

Als XP-User (das Betriebssystem war bei meinem kürzlich neu erstandenen PC installiert) weiß ich um die ET-Funktion ("Nach Hause telefonieren") ;-) Und deswegen habe ich den Quatsch auch einfach abgestellt. Mit einem kleinen Freeware-Programm. Und über meine Firewall kann ich genau sehen, welche Anwendung kontaktsüchtig ist.
Hat man diesen Mist hinter sich gebracht, handelt es sich bei XP im Übrigen um ein stabiles System - natürlich immer nur im Vergleich zu den früheren Windows-Versionen. Erfahrungen mit Linux besitze ich keine.
Zitat

Fazit:
Wenn ich bei Google sehe, dass der Anteil der IE-Surfer über 90% liegt, dann denke ich mir oft, mit Verlaub, die Welt ist voller Ignoranten.

Wenn Ignoranten im IT-Bereich Menschen sind, die sich mit IT-Themen und alternativer Software nicht auseinandersetzen möchten, stimme ich dir zu. Für andere ist der PC aber mehr als nur eine Maschine. Sie und das, was drauf ist, sollen immer auf dem neuesten Stand sein. Und wenn man (fast) alle Funktionen eines bestimmten Programm-Typs (wie z.B. Browser) wirklich nutzt, fallen Unterschiede schnell ins Gewicht. Die Masse hingegen will den Hobel hochfahren, schnell ins Internet und wieder raus. Da noch ein bisschen Word, hier noch ein bisschen Spielen. Das war's. Und dafür reicht das MS-Gedöns allemal.

Gruß

Querkopf

von Querkopf - am 07.10.2002 13:20

Re: Unterschiedliche Ansprüche an Browser

Moin

Schön geschrieben, ich kann Dir da nur zustimmen. Die erste Operaversion, die ich getestet habe, war 3.5 Also da war es noch spürbar schneller als Netscape und der IE. Aber inzwischen merk ich auch keinen Unterschied mehr in den Ladezeiten der Webseiten. Netscape habe ich von der 4.0x bis zur letzten 4er Version benutzt. So ein bißchen buggy war der immer schon, ist öfter mal abgeschmiert. Die 6er Version habe ich in verschiedene Versionen ausprobiert sowohl die Netscapefassung und auch Mozilla. Das Aussehen von dem Teil gefällt mir gar nicht am schlimmsten find ich aber das Einstellungsmenü. Da schläft man ja bei ein, wenn man etwas einstellen will. Das hat immer ein paar Sekunden gedauert, bis die Menüleisten auf die Klicks reagiert haben. OK, mein Rechner ist schon älter, ist noch die PI MMX Generation, aber andere bekommen das auch schnell genug hin. Und das Java(Script?) ging auch noch nicht vernüftig. Es Gibt sicherlich viel an MS zu meckern, aber seid der 5er Version ist der IE wirklich brauchbar. Für den Normaluser ausreichend. Ich habe selber genügend Bekannte, die den Rechner anschalten können, ihren IE anklicken und dann lossurfen. Das der IE so weit verbeitet ist, liegt sicher nicht nur an MS, sondern auch daran, das viele Webseiten sich nicht an die html Standards halten.

Unter Linux habe ich auch noch keinen Browser erlebt, da ich bisher nur Win 95, 98 und NT benutzt habe. Opera unter BeOS habe ich schon ausprobiert, das hatte ich mal kurz testweise drauf. Ist aber auch nicht anders, als unter Windows.

Gruß Rocky

von Rocky - am 08.10.2002 08:24

Re: Unterschiedliche Ansprüche an Browser

Hallo,

Hallo,


Zitat

Windows XP ist in der Lage, in der Taskleiste so genannte Gruppen zu bilden.


Nun, die Auflistung von mehreren einzelnen Programmfenstern (gibts noch eine Anwendung, die sich so verhält?) in der Taskleiste gefällt mir nicht so gut wie die Fensterleiste in Opera, die einem auch noch sehr schön Informationen über den Ladezustand der einzelnen Seiten liefert (Vom IE sieht man leider gar nix, wenn man wie ich die Taskleiste im Hintergrund hat). Ausserdem ist es umständlicher, mit Alt-tab zu tasken, wenn man da auch noch Internetseiten durchblättert. Die Einteilung, in der Taskleiste Programme aufzuführen, und in den Programmen die geöffneten Seiten/Dateien aufzuführen, erscheint mir sinnvoller für jede Art von User und Programm. Ausserdem bezogen sich meine Ausführungen auf Win9X/2000.


Zitat

Was ich allerdings glaube, beobachtet zu haben, ist, dass Opera schneller auf seinen Cache zugreift, wenn man eine bereits besuchte Seite z.B. mit "Zurück" wieder aufruft.


Genau diese Beobachtung meinte ich, das schnellere zugreifen auf den Cache, "vor allem beim Blättern" (Power-blättern) von vielleicht 20 Seiten vor und zurück, das geht bei mir mit Opera viel schneller, off- wie online. Dazu tragen die individuellen Cache-Einstellungungsmöglichkeiten sicher auch bei.


Zitat

Wenn du das meinst, was ich denke, nämlich "Tastaturbefehle" / so genannte "Short Keys", dann bist du bezüglich des IE auf dem Holzweg.


Ich meinte "Mausgesten" , neben mehr sinnvollen Tastaturbefehlen (s.u. Opera-Hilfe Tastatur und Maus) machen sie die Bedienung für mich sicher nicht revolutionär besser, aber der Vorteil liegt auch hier bei Opera.


Ansonsten kann ich nur zustimmen: meine persönlichen Vorlieben prägen sicher meine schlechte Meinung über IE. Ausserdem kenne ich nur IE5, was sicher einige Nachteile gegenüber Deiner IE6-Version mit sich bringt. Auch ich benutze ihn oft für Seiten, deren erbärmlicher Code nur von ihm richtig dargestellt wird. Zweifellos hat Microsoft gute Programme im Angebot, ich habe z.B. schon gute Erfahrungen mit Excel gemacht.


Aber ein kleiner Widerspruch findet sich in Deinen Ausführungen. Du empfiehlst die Microsoft-Programme "einfachen" Usern:
Zitat

Die Masse hingegen will den Hobel hochfahren, schnell ins Internet und wieder raus. Da noch ein bisschen Word, hier noch ein bisschen Spielen. Das war's. Und dafür reicht das MS-Gedöns allemal.

Zitat

Und die meisten Nutzer wollen nicht alles bis ins Detail konfigurieren. Die wollen surfen und mailen.


Du selbst hingegen nutzt die Programme nur unter Vorbehalt und nimmst zuerst einmal Veränderungen in der Konfiguration vor, ein Wissen, über das "einfache" User sicher nicht verfügen
Zitat

Und deswegen habe ich den Quatsch auch einfach abgestellt. Mit einem kleinen Freeware-Programm. Und über meine Firewall kann ich genau sehen, welche Anwendung kontaktsüchtig ist.
Hat man diesen Mist hinter sich gebracht, handelt es sich bei XP im Übrigen um ein stabiles System - natürlich immer nur im Vergleich zu den früheren Windows-Versionen.

Zitat

.
Ja, wusste ich. Und habe deswegen auch fein die Fingerchen von diesem "tollen" Update gelassen.

Die Benutzung des "MS-Gedöns" erfordert also doch etwas mehr Wissen als es der Durchschnittssurfer hat?
Zumindest dann, wenn man nicht irgendwann grössere Nachteile daraus ziehen will?


Z.B. erhalten User mit Linux ein Programm, welches auf Anhieb sicherer, weniger aufdringlich und extrem stabil ist, mit dem man ebenso mailen, surfen und Office-Programme bedienen kann (alles inkl.). Noch kein einziges bösartiges Programm hat es geschafft, sich über Linux zu verbreiten.


Und meine Empfehlung für den Opera Email-Client gilt weiterhin, solange die Statistik zeigt, dass die Angriffe sich auf andere Online–Programme konzentrieren. Mir ist kein bösartiges Programm bekannt, welches sich über den Opera-EmailClient weiterverbreitet hat. Das soll nicht heissen, dass Opera sicher ist, aber der Vorteil besteht trotzdem.


Ich benutze für Downloads Gozilla, deswegen vergass ich den Downloadmanager von Opera.


mfg

von Franz Braun - am 08.10.2002 10:34

Re: Unterschiedliche Ansprüche an Browser

Hallo,

Fran Braun schrieb:
Nun, die Auflistung von mehreren einzelnen Programmfenstern
(gibts noch eine Anwendung, die sich so verhält?) in der
Taskleiste gefällt mir nicht so gut wie die Fensterleiste in
Opera, die einem auch noch sehr schön Informationen über den
Ladezustand der einzelnen Seiten liefert
[/quote]
Man kann den IE jetzt mit einer neuen Oberfläche versehen. Das Ganze nennt sich "Crazy Browser" und ist - natürlich - nicht von MS. Damit ist dann die Anzeige verschiedener offener Fenster im IE-/Crazy-Browser-Fenster möglich, ohne dass die Taskleiste zugeklatscht wird.
Zitat

Aber ein kleiner Widerspruch findet sich in Deinen Ausführungen. Du empfiehlst die Microsoft-Programme "einfachen" Usern:
"Die Masse hingegen will den Hobel hochfahren, schnell ins Internet und wieder raus. Da noch ein bisschen Word, hier noch ein bisschen Spielen. Das war's. Und dafür reicht das MS-Gedöns allemal."

Nein, ich empfehle einfachen Usern den IE nicht, ich sage lediglich, dass er für ihre Zwecke ausreicht. Das ist ein Unterschied.
Zitat

"Und die meisten Nutzer wollen nicht alles bis ins Detail
konfigurieren. Die wollen surfen und mailen."
Du selbst hingegen nutzt die Programme nur unter Vorbehalt und nimmst zuerst einmal Veränderungen in der Konfiguration vor, ein Wissen, über das "einfache" User sicher nicht verfügen

Ja, was soll ich da sagen? Vielleicht verhält es sich mit dem IE wie mit einem Radio, das bereits in deinem Auto eingebaut war, als du es gekauft hast. Das Radio tut seinen Dienst, ist aber nicht sonderlich soundstark und verfügt auch nicht über allzu viele Funktionen. Hifi-Fans schmeißen das Teil nach kurzer Zeit raus und ersetzen es durch ein Radio mit mehr Power und Funktionen. Der einfache Radiohörer ohne große Ansprüche lässt das Orirginal-Radio hingegen drin in der Karre. Weil's für seine Ansprüche ausreicht. (Ich weiß, der Vergleich hinkt insofern, als dass man den IE nicht deinstallieren kann ;-)).
Zitat

Die Benutzung des "MS-Gedöns" erfordert also doch etwas mehr Wissen als es der Durchschnittssurfer hat? Zumindest dann, wenn man nicht irgendwann grössere Nachteile daraus ziehen will?

Ich denke, die Benutzung von Linux erfordert auch einiges an Wissen. Speziell, was die Installation anbelangt. Auch wenn sich das angeblich in den neueren Versionen gebessert haben sollte. Ohne Wissen über die Software kann man ihre Möglichkeiten nie auch nur ansatzweise ausnutzen. Das gilt für jedes Programm oder Betriebssystem.
Und die Tipps von wegen Freeware-Programmen und den MS-ET mit einer Firewall einsperren sind nun wirklich überall im Internet zu finden. Natürlich: Wenn sich einer für gar nichts interessiert und noch nie etwas davon gehört hat, dass Microsoft nicht nur gerne reicher und reicher wird, sondern auch viel wissen möchte über seine Klientel, dann kann ich ihm auch nicht helfen. Wer sich im Auto nicht angurtet, lebt auch gefährlicher.
Zitat

Z.B. erhalten User mit Linux ein Programm, welches auf Anhieb sicherer, weniger aufdringlich und extrem stabil ist, mit dem man ebenso mailen, surfen und Office-Programme bedienen kann (alles inkl.). Noch kein einziges bösartiges Programm hat es geschafft, sich über Linux zu verbreiten.

Wer als Hacker ein MS-Programm angreift, hat damit weit über 90 % der User vor der Flinte. Die Linux-Fangemeinde indes ist ein weniger attraktives Opfer, schon rein zahlenmäßig. Und natürlich sind einfache Programme hinsichtlich der Sicherheit den komplizierten und funktionsreichen immer überlegen. Mein erster Provider war T-online, und meine Mails schrieb ich zu dieser Zeit mit dem T-online-Mail-Programm, das zur Installation dazugehörte. Null Komfort, eine einzige besch*** Schriftart und sonst nichts. Aber bestimmt sicherer als Outlook (Express).
Zitat

Und meine Empfehlung für den Opera Email-Client gilt weiterhin, solange die Statistik zeigt, dass die Angriffe sich auf andere Online–Programme konzentrieren. Mir ist kein bösartiges Programm bekannt, welches sich über den Opera-EmailClient weiterverbreitet hat.

Sollte Opera und damit sein E-Mail-Client bekannter werden, wird aber genau das passieren.
Zitat

Gruß

Querkopf


von Querkopf - am 09.10.2002 11:41

Re: Unterschiedliche Ansprüche an Browser

Hallo,

der Vgl. mit dem Radio ist nicht schlecht, so verhält es sich wohl.

Nachdem ich nun zu einer IE6-CD (Heftbeilage) gekommen bin, werde ich ihn mal testen, aber sicher nicht so schnell auf XP, da ich noch kein Wissen darüber habe, ob sich das genauso einfach wie Win9X ins Linux-System integrieren lässt und es in naher Zukunft daher nicht installiere.

Linux hat sich vielleicht gebessert, aber gerade die Installation und das Einrichten des Systems halte ich für Durschnittsuser so gut wie nicht durchführbar. Das ist sicher ein Grund, warum MS für viele die bessere Alternative ist, ein Windows-Setup ist einfacher.

Und Linux ist nicht unangreifbar, ich weis, die Hacker konzentrieren sich eben auf MS, aber Linux wird es ihnen auch nicht so leicht machen. Allein schon das anmelden mit Useraccess ohne grosse Berechtigung etwas am System zu ändern (im Gegensatz zu Root-Access) ist gegenüber Win9x/2000 ein Riesen-Vorteil.

Ich las dazu auch noch folgendes: Der Angriff des Adressbuchs ist nicht so einfach möglich. Keine Fernwartungsption wartet schon darauf, missbraucht zu werden (Obs stimmt weis ich nicht).

Ich kenne nur die aktuelle T-Online-Software. Die ist so was von langsam, schlecht zu bedienen, schlechtes Aussehen, einfach unglaublich. Dagegen ist z.B. Outlook ein wunderbares Programm.

mfg

von Franz Braun - am 09.10.2002 14:59

Back to the roots

Franz Braun schrieb:

Zitat

die [Linux-]Installation und das Einrichten des Systems halte ich für
Durschnittsuser so gut wie nicht durchführbar.

Dürfte hinkommen. Ich wüsste jedenfalls nicht, wie es geht. Jedenfalls nicht aus "dem Stand" heraus. Und das ist für Linux schlimmer als für mich.
Zitat

Ich kenne nur die aktuelle T-Online-Software. Die ist so was
von langsam, schlecht zu bedienen, schlechtes Aussehen,
einfach unglaublich. Dagegen ist z.B. Outlook ein wunderbares
Programm.

Aber für Sicherheits-Liebhaber einfach spartanisch Klasse!

Gruß

Querkopf

von Querkopf - am 09.10.2002 23:11

Re: Back to the roots

Hi Querkopf,

ich habe mal einhalbes Jahr SuSE Linux 7.3 gehabt. Super System, leider gibt es viele Anwendungen, die WIN benötigen (z.B. Kataloge etc.). Daher mußte ich wieder zurück.
Aber die Installation ging rasend schnell. Ca. 1,5 Stunden und ein mal reboot, das wars. Du hast dann schon ein komplettes System auf der Platte mit allen notwendigen Anwendungen. Alle Treiber korrekt installiert ohne jedwede zusätzliche CD.

Aber ohne Einarbeitung in Linux ist man hoffnungslos unterlegen. Nur wenn man ehrlich ist, das gilt auch für WIN.

mfg Ulrich



von Ullerich - am 10.10.2002 07:03

Re: Unterschiedliche Ansprüche an Browser

Hi Franz,

Zitat

Und Linux ist nicht unangreifbar, ich weis, die Hacker konzentrieren sich eben auf MS, aber Linux wird es ihnen auch nicht so leicht machen. Allein schon das anmelden mit Useraccess ohne grosse Berechtigung etwas am System zu ändern (im Gegensatz zu Root-Access) ist gegenüber Win9x/2000 ein Riesen-Vorteil.

WIN2000 profesional, WIN NT (3.5x oder 4.0), ebenso wie XP professional bieten Zugriffsberechtigung auf Dateisystemebene und sind von daher schon mal etwas sicherer.

Was die Gemeinde ärgert, sind all diejeinigen Hintertürchen, die in WIN Systemen offenstehen und nicht öffentlich dokumentiert sind, im Gegensatz zu Linux.

mfg Ulrich



von Ullerich - am 10.10.2002 07:11

Re: Back to the roots

Hi, Ulrich,

Zitat

Ich habe mal einhalbes Jahr SuSE Linux 7.3 gehabt. Super
System, leider gibt es viele Anwendungen, die WIN benötigen
(z.B. Kataloge etc.).

Der Mangel an Anwendungen ist wohl das größte Manko von Linux. Ich denke, das schreckt vielleicht mehr als die angeblich schwierige Installation.
Zitat

Aber die Installation ging rasend schnell. Ca. 1,5 Stunden und ein mal reboot, das wars. Du hast dann schon ein komplettes System auf der Platte mit allen notwendigen Anwendungen. Alle Treiber korrekt installiert ohne jedwede
zusätzliche CD.
Aber ohne Einarbeitung in Linux ist man hoffnungslos
unterlegen. Nur wenn man ehrlich ist, das gilt auch für WIN.

Ja, und es ist zu erwarten, dass die meisten beim Standard bleiben, auch wenn der Standard eben nicht sonderlich hoch sein sollte.

Gruß

Querkopf

von Querkopf - am 10.10.2002 14:39

Re: Back to the roots

Hi Querkopf,

Zitat

Ja, und es ist zu erwarten, dass die meisten beim Standard bleiben, auch wenn der Standard eben nicht sonderlich hoch sein sollte.

Jep. Wenn jemand in einem Forum schreibt: Wo liegt das Problem? dann lautet eine meiner Standardantworten: ca. 50 cm vor dem Monitor. Klingt hart, ist aber oft die Wahrheit.
Das Problem an vielen Programmproblemen ist ja, daß gerade die neuen User auf die einfältige Werbung hereinfallen, daß alles doch so leicht und easy und mit einem Konpfdruck zu erledigen sei. Wenn dann die harte Realität zuschlägt, gibts den Katzenjammer.
Gerade die Erfolge von WIN sind ja auf ein gutes Marketing zurückzuführen, weniger die technische Leistung. OS/2 z.B. war seiner Zeit um Längen voraus. Aber IBM konnte halt keinen Erfolg erzielen.


Zitat

Der Mangel an Anwendungen ist wohl das größte Manko von Linux. Ich denke, das schreckt vielleicht mehr als die angeblich schwierige Installation.

Obwohl sich das ändert. Es gibt VMWARE, einen Windows Emulator auf Linux, oder Lindows. Zumal du unter Linux auch alle Windows Dateisysteme einlesen kannst. Es gibt Notfall CDs, die haben ein abgespecktes Linux als Rettungssystem drauf. Ohne Installation kannst du das hochfahren. Das hat WIN noch nie gekonnt.

Leider haben die Linux Anbieter noch nicht ganz begriffen, daß eben mit den Anwendungen un deren Handhanbung Geld verdient werden muß, damit sie überlebensfähig sind. Ob das soviel wie bei MS sein muß, steht auf einem anderen Blatt. Aber Geld muß fließen, sonst gehts nicht.

Es ist schon ein schönes System, zumal du dir dein Arbeitsoberfläche selber wählen kannst. KDE oder Gnome oder ..., wie du möchtest. Linux selber besteht ja nur aus einem 512 kb großen Kernel, alles andere sind zusätzliche Module.
Aber einen Printserver da rein zu bekommen, hat mich fast umgebracht.

Alles in Allem, es ist eine andere, wenn auch schöne Welt. Aber eben nur mit Mitarbeit des Users, sonst eben nicht. Ich hoffe, es wird seinen Marktanteil ausbauen können, denn wir leben von der Vielfalt.

mfg Ulrich



von Ullerich - am 10.10.2002 15:30

Re: Back to the roots

Hallo,

Ulrich Trettner schrieb:

Zitat

ich habe mal einhalbes Jahr SuSE Linux 7.3 gehabt. Super
System, leider gibt es viele Anwendungen, die WIN benötigen
(z.B. Kataloge etc.). Daher mußte ich wieder zurück.
(...)
Aber ohne Einarbeitung in Linux ist man hoffnungslos unterlegen. Nur wenn man ehrlich ist, das gilt auch für WIN.


das war zuerst auch mein grösstes Problem mit Linux, aber ich habs einfach mittels Bootmanager gelöst (zumindest mit win9x/2000 möglich) und habe in Linux auch Zugriff auf Dateien von Win. Das dauernde neustarten wenn man gerade ein anderes Programm braucht kann natürlich ganz schön auf die Nerven gehen, und wer best. Anwendungen gleichzeitig braucht, hat halt nur die Möglichkeit Win.

Wenn man sich die Windows-Installation von manchen Usern anschaut, dann meine ich auch, einarbeiten wäre vonnöten. Aber im Vgl. zu Linux ist es schon viel einfacher Veränderungen vorzunehmen. Ohne Einarbeitung sitzt man ziemlich hilflos vor Linux.

mfg

von Franz Braun - am 10.10.2002 16:31
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