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Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Hans Morschitzky, marion zimmer

panikattacken

Startbeitrag von marion zimmer am 14.08.2002 17:00

Sehr geehrter Hr. Doktor!

... meine panikattacken begannen bereits im alter von 12 jahren, gründe dafür sind für mich - trotz diverser therapien -bis heute nicht eruierbar.damals hatte diese krankheit - wie beschrieben - noch nicht einmal einen namen, und so mußte ich lernen, damit zu leben. instinktiv hab ich versucht ein vermeidungsverhalten nicht ausgeprägt zu entwickeln, mich der angst zu stellen - nur im hinterkopf blieb immer ein bißchen von der angst vor der angst...(ich habe zum beispiel angst vor tiefem wasser entwickelt, extreme angst vor verlassenwerden, und auch ein bißchen agoraphobie...wenn es nicht unbedingt sein muß, geh ich lieber nicht alleine an "fremde" orte)
jetzt bin ich 35, habe seit ca. 12 jahren keine akute panikattacke mehr gehabt, bis ich vor 14 tagen - aus heiterem himmel und in entspannter atmosphäre - von einer sehr schlimmen überrascht worden bin. ich saß mit freunden in einer pizzaria - plötzlich die mir bekannten symptome!!! nachdem sie mich nach hause gebracht hatten gab mir ein befreundeter jungarzt zwei beruhigungspillen. diese panikattacke dauerte 4 stunden an, und das ist bei weitem länger als ich es von einst gekannt habe. seither lebe ich in angst vor der angst, laß mich von ärzten durchuntersuchen, gehe nur mehr mit handy und beruhigungstropfen außer haus...
ich habe gedacht, ich hätte es überwunden, weil ich es aus meiner vergangenheit kenne - es hat mich sehr stark verunsichert, daß die panickattacke auf einmal wieder aufgetreten ist ! (ich dachte, ich sei "immun", es ist in meinem leben nichts auffälliges passiert, ich kann es mir nicht erklären)
haben sie eine vermutung, was dazu geführt haben könnte?

Antworten:

Die Ursachen sind oft Gefühlsambivalenzen

Hallo!

Wie Sie in meinem neuen Buch "Die zehn Gesichter der Angst" lesen können, sind die Ursachen von Panikattacken oft gefühlsmäßige Ambivalenzzustände "einerseits - andererseits", ein plötzlicher Spannungsanfall nach einem längeren Stress, nicht Nein sagen können und daraus resultierende Überlastungen.

Panikattacken an einem fremden Oft haben gewöhnlich nichts mit dem betroffenen Ort zu tun, sondern dort entspannt man sich gewöhnlich nur nach einem längeren Stress oder man spricht in einem vermeintlich ruhigen Gespräch etwas an, was einen plötzlich emotional belastet, z.B. Partner- oder Berufsprobleme, Krankheiten, Sorgen bezüglich Angehöriger usw.

Hans Morschitzky

von Hans Morschitzky - am 15.08.2002 07:31
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