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Fussi und mehr
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Erster Beitrag:
vor 14 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 8 Monaten
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Schopp@, suk, Beorn, SCVe-andy, Südpreusse, Nemo, nobody, Dropsi, MircoPB, Der gute Herr Hopp, Iggster

Sind die Hoffenheimer malle?

Startbeitrag von Iggster am 03.12.2003 22:08

Was singen die Spieler denn nach dem Sieg gegen Leverkusen in der Kabine das "U-Bahn-Lied"? Wenn auch in abgewandelter Form (von Leverkusen bis nach Hoffenheim), find´ ich´s erstens damit textlich absolut debil und zweitens einfach zum Kotzen.

Das Original is´ ´n Lied für Pisser und Hirnlose ohne Respekt vor damaligen Geschehnissen und Leidtragenden. Wie kann man sowas umtexten? Ich singe doch auch nicht "Heute gehört uns Deutschland..." mit vorweihnachtlichem Text.

Damit haben die Jungs bei mir direkt alle "Underdog-Sympathien" verspielt.

Deppen!!!

Cheers...
Xta

Antworten:

Vielleicht dachten die, das wäre die p.c. Version. Und hätten sie gesungen "...von Hoffenheim nach Berlin", dann wäre es zwar immer noch dämlich, aber wenigstens bedingt sinnvoll gewesen.

[Politsatire on] Rühmt sich die TSG nicht damit nur Deutsche Spieler in ihrer Mannschaft zu haben? Hey Hopp, open your mind! ;) [Politsatire off]

von suk - am 03.12.2003 22:48

Sorry, Doppelpost. n.T.



von suk - am 03.12.2003 22:52
Dietmar Hopp -der große Wohltäter der Kurpfalz - ist mir unheimlich und suspekt. Die Region hat zwar stark von ihm profitiert, so gehören ihm die Mannheimer Adler, er finanziert auch die 100 Mio € für den Bau einer neuen Multifunktionshalle mit 15.000 Plätzen in Mannheim vor, er spendete der Uni Mannheim 10 Mio € für den Bau einer neuen Bibliothek, finanziert Teile des Heidelberger Klinikums im Alleingang, spielt jährlich einmal Golf mit Tiger Woods in St. Leon Roth beim German Masters und gönnt sich mit der TSG Hoffenheim eine Spielwiese im Bereich Fußball inkl. nach ihm benannten Stadion.

Andernseits scheint er aber ein deutlich übersteigertes Geltungsbedürfnis zu haben und kommt in immer kürzeren Abständen in Konflikt mit der hiesigen Staatsanwaltschaft. Diese ermittelt wegen diverser Delikte, wird aber gerne von Landespolitikern (Hopp ist SAP-Gründer) zurückgepfiffen. Außerdem führt Hopp einen Verein, in dem er Straftätern aller Art Unterstützung beim Vorgehen gegen die vermeintliche Willkür der Staatsanwaltschaft bietet. Zu guter Letzt versteht er es glänzend, sich die Presse gefügig zu machen, indem er kritische Berichte dadurch verhindert, dass er großzügig Anzeigen schaltet (so z.B. Berichterstattung des Spiegels zu einer dubiosen 30 Mio. € Bürgschaft an MLP aus seiner eigenen Stiftung. Dort wurden die Ermittlungsbeamten als kleinkarierte, neidische Wadenbeisser geschildert und Hopp als der große Gönner, das ganze garniert durch viel Hoppsche Werbung in den nächsten Spiegelausgaben).

Er akzeptiert keine Regeln, die er nicht selber aufstellt. Solche Menschen halte ich für nicht ungefährlich, auch wenn man mir dafür sicher Undankbarkeit und Neid vorwirft. Ich hoffe jedenfalls, dass der SCP nie von nur einer Person abhängen wird.

Forza SCP!!

von Der gute Herr Hopp - am 04.12.2003 08:51

Der gute Herr Hopp

Äh, manchmal muss man lernen, Name und Betreff richtig zu beschreiben.

Forza SCP!!

von Südpreusse - am 04.12.2003 08:52

Dietmar Hopp und sein Spielzeug

Beim Fussballstammtisch diskutieren wir das Thema auch derzeit, daher ein sehr interessanter Beitrag für mich. Darf ich einmal fragen, wo du die Informationen her hast? Denn es muss doch über diese Vorgänge auch eine kritische Presse geben, die mir aber bislang entgangen ist. Was hat es mit den Straftätern auf sich, die er in seinem Verein unterbringt?

In jedem Fall eines: Hoffenheim schiebt sich in meiner persönlichen Hitliste der unsympathischsten Vereine Deutschlands unaufhaltsam nach vorn. Seid Ihr mal dort gewesen, im Dietmar-Hopp-Stadion? Der Traum eines jeden Gästefans, ein Ground für Puristen, alles lebt und atmet Fussball...

Ironiemodus off, ich habe vor einiger Zeit mal Hoffenheim beim Stammtisch mit einer Tütensuppe vergleichen, dagegen Stadien wie den Tivoli in Aachen, das Jahnstadion in Regensburg oder den Bieberer Berg mit einer Schüssel Eintopf wenn man die Eltern besucht und Mama gekocht hat. ("Ho gerret Lensesobbe bet Würschtscher") Hoffenheim ist weit steriler als etwa das Wersestadion in Ahlen, es erinnert mehr an eine Tennisanlage als an einen Fussballplatz. Das Publikum entsprechend. In nagelneue Artikel der Merchandisingabteilung gewandet wird da Fankultur eher imitiert als gelebt. In drei Jahren Regionalliga haben die es vielleicht in bescheidenen Ansätzen geschafft, eine Fussballszene aufzubauen. In Wehen oder Pfullendorf geht weit mehr ab (Wenn Ihr wüsstet, was dieser Vergleich bedeutet...), in Elversberg sowieso. Ich will bestimmt nicht gegen Vereine aus Dörfern oder Kleinstädten hetzen. Aber wenn die Handvoll TSG-Fans vor wenigen Wochen hier bei uns in Siegen mit einem vereinseigenen Bus angekarrt wird, dann sagt das mehr als 1000 Worte.

Es macht mir nichts aus in der Regionalliga Süd mein Fandasein auszuleben. So schlimm ist es hier gar nicht. Aber bei Gegnern wie der TSG Hoffenheim oder den Bayernligaaufsteigern Ansbach oder Feucht verliert man leider echt die Lust, da kann auch ein Amateurteam aufsteigen, obwohl ich die sonst auch nicht mag.

von Beorn - am 04.12.2003 12:56

Re: Dietmar Hopp und sein Spielzeug

Da ich in Mannheim lebe, kriege ich so einiges aus der Presse mit. Zudem arbeite ich auch noch im wirtschaftspolitischen Umfeld und meine Frau ist professionell bei der Strafverfolgung tätig und insofern stets bestens informiert....
Es ist halt das alte Lied der schützenden Hände gewählter Mächte über Freunde, Günstlinge und Finanziers, was sicher nicht nur in Baden-Württemberg ein Problem ist, sondern auch in anderen Staaten (ich grüße NRW, wo ich mal in der Nähe der Landesregierung arbeiten durfte, bis ich es nur noch zum Kotzen fand). SAP hat Hopp zwar inzwischen weggelobt (Aufsichtsrat), er hat aber natürlich seine Verdienste, denn welcher Regierung missfällt es schon richtigerweise, wenn ein Welktonzern aus dem Nichts in Walldorf gegründet wird.

Hopp hat eine Zeitungskampagne gestartet, in der er alle "ungerecht Verfolgten der Staatsanwaltschaft" auffordert, sich mit seinem Anwalt in Verbindung zu setzen. Dieser wird ihnen dann angeblich Hilfe beim Kampf leisten. Eine Art Robin Hopp für Straftäter. Bin mal gespannt was er macht, wenn sich der erste Kinderschänder oder Kannibale meldet.

Ich bin gegen jede Form von Retortenvereinen. Pfullendorf hingegen ist Kult und das Hamburger Wort "Retter" will ich auch nicht mehr hören und sehen.

Forza SCP!!

von Südpreusse - am 04.12.2003 21:04

Re: Dietmar Hopp und sein Spielzeug

Ist Pfullendorf ned auch ein Retortenverein ?

Hatte bis vor 2 Jahren auch noch nie was von denen gehört ...



von MircoPB - am 05.12.2003 15:56

Retortenverein oder nicht

Nicht jeder Verein, der scheinbar "über seine Verhältnisse" spielt, d.h. der sportlich erfolgreicher ist, als es Vereinsgröße und Größe der Stadt (bzw. Dorf) vermuten ließen, ist zwangsläufig ein "Retortenverein" und Spielzeug eines allmächtigen Mäzens.
Ich würde mich zum Beispiel heftig dagegen wehren, den SC Verl als "Retortenverein" zu bezeichnen, ebenso wie wahrscheinlich z.B. die Erzgebirgler aus Aue (

von Schopp@ - am 06.12.2003 10:22

Re: Aue...

...ist ein gutes Beispiel. Die sind nämlich einfach nur ein Phänomen. Seit Jahren (also auch schon RLNO) spielen die mit ihrem Minietats konstant oben mit. Es gibt wenige Vereine die nur durch ihren solide Arbeit einen Aufstieg eher verdient hatten, als Aue. In der 2.Liga weht natürlich ein anderer Wind, aber zumindest dieses Jahr, werden die das wohl schaffen.

Und vom SC Paderborn hatte ich bis vor 2 Jahren auch noch nichts gehört... ;)

von suk - am 06.12.2003 10:47

Re: Paderborn

Paderborn ist ja auch sowas wie ein Retortenverein...

Das 07 im Vereinsnamen ist doch lächerlich!

von SCVe-andy - am 06.12.2003 10:49

Re: Paderborn

Na ja, den SCP07 wegen der "07" im Namen als "Retortenverein" zu bezeichnen, ist vielleicht etwas zu hart, schließlich gibt es ja ältere Vorgängervereine, aber Gewicht und Einfluß von W. Finke als Präsident und Haupsponsor in Personalunion erinnern schon eher an die typischen Konstellationen in Retortenvereinen ;-)

von Schopp@ - am 06.12.2003 11:31

Bei Hopps zu Hause

Ich war übrigens mal in Hopps bescheidenem Penthaus über den Dächern von Heidelberg, welches sein Sohn als typische "Studentenbude" nutzt. War mal ganz interessant zu sehen, wie es bei Milliardärs zu Hause so aussieht, bekomme ich auch nicht alle Tage live zu sehen...

von Schopp@ - am 06.12.2003 11:36

Ich mag die Pfullis

Pfullendorf ist zwar ein Verein aus einer kleinen Stadt, aber kein Retortenverein. Die haben eine ortsansässige Küchenfirma als Hauptsponsor (ALNO), also ein stinknormales Unternehmen. Die Fans sind nicht übermässig zahlreich aber für einen so kleinen Ort ist das gar nicht einmal schlecht, wir müssten in Siegen 5500 Zuschauer im Schnitt haben, wenn man mal ganz blöd die Einwohnerzahlen mit dem Stadionbesuch gegenrechnet. Obwohl unsere Heimspiele gegen die Pfullis teilweise an superungünstigen Terminen lagen (Mittwochabend) kamen trotz der 450 km Entfernung immer Gästefans mit, in der Südliga alles andere als selbstverständlich. Vereine wie der VfR Aalen, die einen weit höheren Heimbesuch haben, bringen auswärts manchmal trotzdem nur eine PKW-Besatzung mit. Und Spiele in Pfullendorf habe ich in sehr guter Erinnerung, die Leute sind sehr nett, das Vereinsheim ist in Ordnung, Polizisten und Ordner vorbildlich, das habe ich schon in einem anderen Thread geschrieben.

Gegen Kleinstadtvereine wie Elversberg und Pfullendorf habe ich gar nichts. Aber so ein Synthetikverein wie Hoffenheim, ein Grosskotzverein wie Eschborn und Aufsteiger ohne jeden Funken Fankultur wie Ansbach, die brauch ich einfach nicht.

Kennen kann man die Pfullis übrigens schon. Vor vier Jahren spielten sie mit Union Berlin und LR Ahlen in der Relegation um den Aufstieg in die 2. Liga mit, sie traten auch schon im DFB-Pokal an. Dort hatten sie in einem Duell mit dem "Lokalrivalen" SC Freiburg auch ihr Stadion zum einzigen Mal ausverkauft. Und Spieler wie Ivica Magdic, Marco Barlecaj oder Mark Römer waren in Süddeutschland durchaus ein Begriff.

von Beorn - am 06.12.2003 15:28

Re: Aue...

...von Paderborn wirst du auch in spätestens 2 Jahren nichts mehr hören.

von nobody - am 06.12.2003 15:31

Re: Bei Hopps zu Hause

Was war denn der Anlass für diesen Besuch? Jetzt bin ich aber neugierig geworden.



von Dropsi - am 06.12.2003 18:55

Re: Aue...

Hey, nur als Info :

Nemo = Nobody, aber ich war das nicht. (Obwohl ich ehrlich gesagt kein großes Problem damit hätte ;-) )

Gruß

Nemo



von Nemo - am 06.12.2003 22:26

Re: Bei Hopps zu Hause

Der Anlass war (leider) keine rauschende High-Society-Party bei der man mich unbedingt dabei haben wollte, sondern rein geschäftlicher Natur: Wir haben einen Teil der recht beeindruckenden technischen Ausstattung dieses Penthouses geliefert und obwohl wir als Hersteller i.d.R. nicht im Endkundengeschäft tätig sind und Wartungsarbeiten normalerweise Aufgabe des Fachhandels sind, haben wir in diesem Falle eine notwendige Wartung selbst durchgeführt, weil dieser Endkunde natürlich einen gewissen Referenzcharakter hat.

von Schopp@ - am 07.12.2003 13:59

Re: Bei Hopps zu Hause

Wo arbeitest Du denn, wenn ich fragen darf, @Schopp@ ??

von SCVe-andy - am 07.12.2003 16:46

Re: Bei Hopps zu Hause

Ich bin freiberuflicher Entwickler von Steuerung- und Regelungstechnik und produziere mit einem Partner klima- und lüftungstechnische Anlagen, sowie Gebäudeautomatisation.

von Schopp@ - am 08.12.2003 06:53
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