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Baustop für die paragon-arena ?

Startbeitrag von MircoPB am 26.07.2005 09:22

Zitat

PADERBORN: Klagen gefährden Fußball-Arena
Anwohner wollen Stadion-Neubau stoppen / Bangen beim Zweitliga-Aufsteiger
VON HUBERTUS GÄRTNER

Paderborn. Das neue Zentralstadion für den Fußball-Zweitligisten SC Paderborn soll 15.000 Zuschauern Platz bieten und in Windeseile hochgezogen werden. Bereits Anfang des kommenden Jahres wollen die Paderborner Fußballprofis in der zwischen der Autobahn 33 und der Bundesstraße 1 gelegenen Arena ihre ersten Siege feiern. Der Spatenstich für das 12,5 Millionen Euro teure Projekt wurde vor wenigen Tagen getan, die Bagger sind angerückt.

Trotzdem hängt das Stadion in Paderborn nun plötzlich an einem seidenen Faden. Ausschlaggebend dafür sind die Klagen von drei Nachbarn. Sie haben beim Verwaltungsgericht Minden einen Antrag auf Einstweiligen Rechtsschutz gestellt.
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Das Eilverfahren werde in den nächsten Wochen entschieden, sagt Rolf-Lutz Weidemann, Sprecher des Verwaltungsgerichts. Im Augenblick arbeite die Paderborner Stadion Gesellschaft (PSG) "auf eigenes Risiko". Sollte die zuständige Verwaltungsgerichts-Kammer im Eilverfahren tatsächlich einen vorläufigen Baustopp verhängen, käme das für den SC Paderborn einem Desaster gleich.

Im Spielbetrieb der Zweiten Liga ist der Verein auf das neue Stadion angewiesen. Auch die Antragsgegnerin, die Stadt Paderborn, stünde bei einem möglichen Baustopp als blamiert da. Nachdem auf politischer Ebene zum Stadionneubau ein großes Einvernehmen erzielt worden war, hatte die Kommune eine Baugenehmigung erteilt. Genau diese wollen die Anwohner juristisch nun wieder zu Fall bringen.

Die Anwohner seien der Meinung, dass die Stadt Paderborn "von falschen Voraussetzungen ausgegangen sei", sagt PSG-Geschäftsführer Martin Hornberger. Die Kläger würden argumentieren, das Stadion werde "in einem Wohngebiet" realisiert, so Hornberger, der natürlich hofft, dass das Gericht im Sinne seines Vereins entscheidet.

Die meisten Nachbarn im weiteren Stadion-Umfeld fürchten vor allen Dingen den Lärm und das Verkehrsaufkommen bei Heimspielen.
In der Tat liegt hier offenbar ein neuralgischer Punkt. Denn auf dem Stadiongelände sind nur 1.300 Parkplätze ausgewiesen. Falls Top-Spiele mit mehr als 6.000 Zuschauern zu erwarten sind, müssen die Stadion-Betreiber Sondergenehmigungen einholen.

Großunternehmen wie Wincor-Nixdorf oder das Möbelhaus von SC-Präsident Wilfried Finke sollen dann den anreisenden Fußballfans ihre großen Parkplatzflächen zur Verfügung stellen. Die Unternehmen haben versprochen dieses zu tun, aber eine rechtliche Bindung sind sie bislang nicht eingegangen.

Drei weitere Nachbarn erwägen, rechtliche Schritte einzuleiten
Die Stadt Paderborn wollte gestern wegen des schwebenden Verfahrens keine Stellungnahme abgeben. Nach Informationen dieser Zeitung erwägen inzwischen drei weitere Nachbarn, rechtliche Schritte einzuleiten.

Sie werden vom früheren Paderborner Landrat, Rudolf Wansleben, vertreten. Die Stadt Paderborn hofft jedoch, mit dessen Mandanten eine gütliche Einigung zu erzielen, indem sie deren Grundstücke ankauft. Dadurch ließe sich vielleicht ein Stillhalteabkommen erzielen.


So, damit dürfte auch das letzte Fünkchen Aufstiegseuphorie in Paderborn gestorben sein ...
Damit stehen wir auch als erster Absteiger fest, oder glaubt ihr, das der ganze scheiss Hick Hack an den Spielern spurlos vorbei geht ... ?
Und wenn wir es sportlich doch schaffen sollten, droht wohl immer noch nen Zangsabstieg ...
Schade, es hätte echt was entstehen können, bin echt fertig mit der Welt :-(((

Antworten:

Wenn sich Stadionquerelen auf die sportliche Leistung auswirken würden, dann könnte man Preußen Münster in der Kreisklasse wiederfinden.

von Cantor - am 26.07.2005 09:47
Das ist tatsächlich eine Provinzposse!
Aber man wird sich bestimmt irgendwie einigen.
Und wenn´s so wird, wie in Mannheim. Im Carl-Benz-Stadion dürfen ja auch keine Spiele nach ääh, ich glaube 17:00 Uhr angepfiffen werden, damit die Anwohner später nicht gestört werden.
Ist zwar affig, muss aber so akzeptiert werden.

Trotzdem wird man irgendwie den Eindruck nicht los, Paderborn und auch der SCP selbst sträuben sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen höherklassigen Fussball und Spass an selbigem.
Ich hätte auch nen dicken Hals!



von Stollentroll - am 26.07.2005 09:57
Aber glaub´ mal: Wenn das Stadion erstmal steht, dann werden die Nachbarn die ersten sein, die sich mit Freikarten für die Haupttribüne einen schönen Tag machen.

Ein Beispiel aus meinem langjährigen Wohnort Kaarst, unweit von Ddorf: Seit 20 Jahren streitet die Stadt sich mit den Anwohnern des Schützenfestplatzes. Die Lärmbelästigung über die vier (!!!) Tage im Jahr sei unerträglich, argumentieren die Anwohner. Außerdem schmälert der Platz den Wiederverkaufswert. Interessanterweise gab es den Platz schon, bevor die Häuser gebaut wurden.

Um nicht jahrelange Gerichtsprozesse anstrengen zu müssen, gibt es einen Kompromiss: Die Musik im Zelt und an den Kirmesbuden wird um Mitternacht abgedreht, die Anwohner bekommen Freikarten für das Zelt und einen Sack voll Biermarken. Davon wird auch reichlich Gebrauch gemacht. Bei einem Gespräch mit einem der "betroffenen" Nachbarn erklärte man mir: "Natürlich ist das eine alberne Situation. Aber warum sollen wir von unserer Position abrücken? Dann gibt es ja nichts mehr umsonst."

So ist das halt in Deutschland.

von Ritter Kuno - am 26.07.2005 10:24
Man kann für die Paderborner nur hoffen, dass das Mindener Gericht nicht in MS nachschaut. Eine "ähnliche" Klage (ohne jetzt ins juristische Detail zu gehen) hat es ja bei uns geschafft......und da steht schon ein Stadion, wo früher mal 30.000 reingingen (und da waren)



von SCP-FaFF - am 26.07.2005 10:29
Das kannste vergessen. Deutsche Justiz arbeitet sehr gern mit Vergleichsfällen. Es wird geschaut, wo in einem ähnlich gelagerten Fall mit welcher Rechtsbegründung entschieden worden ist, dann wird dies in vielen Fällen als Grundlage der Entscheidung genommen. Daher findet sich ja auch in jeder Pressemitteilung über einen Rechtsentscheid mit öffentlichen Auswirkungen eine Angabe des Aktenzeichens.

Es gibt für die Richter selbstverständlich Ermessensspielräume, daher wird etwa nicht jede Nachbarschaftsklage, die den Weg bis ins Gericht findet, einheitlich beurteilt.

Leider hat der umfangreiche Rechtsschutz in Deutschland teilweise zu einer Klagementalität geführt, mit der man praktisch alle öffentlichen Veranstaltungen lahm legen kann. Da subjektives Empfinden ("Lärmbelästigung" dabei nicht immer ausreichend ist, werden gern Argumente wie "Wohnwertminderung" angeführt. Als Ergebnis bleibt oft eine Ausgleichszahlung und eine "Kompromisslösung", die nicht Fisch und nicht Fleisch ist. Ein einziger Querulant kann da ganze Volksfeste lahmlegen und den Freizeitwert einer Stadt richtig runter drücken.

auf der anderen Seite bin ich auch froh, dass man nicht ohne weiteres Privatbesitz enteignen oder sich über Anwohnerrechte hinwegsetzen kann. Den Rechtsstaat abbauen möchte ich auch nicht. Ohne diese rechtlichen Möglichkeiten wären etwa noch mehr Biotope und Naturräume vernichtet worden, als dies ohnehin schon der Fall ist.



von Beorn - am 26.07.2005 11:43
Was mich nur wundert ist die Tatsache, dass der Bau der Arena nicht in einer Woche entschieden wurde.

Warum fangen die Nachbarn an zu klagen, wenn der Bau schon begonnen hat ???
Hat ihnen irgendein Winkeladvocat einen Tipp gegeben, dass so Geld zu machen ist ??

Muss und will ich nicht verstehen......auch wenn ich mir ein leichtes Grinsen aufgrund der abwertenden Kommentare einiger PB'ler bezüglich unserer Stadion-Provinzposse nicht verkneifen kann.



von SCP-FaFF - am 26.07.2005 12:27
Gibt es eigentlich Nichts, über das Du nicht bescheid weisst?
Juristisch bewandert ist er also auch noch! Capeau! Wenn ich und meine Freundin Wikipedia mal gar nicht weiterwissen, werden wir unsere unwissenden Augen garantiert fragend Richtung Siegerland richten...

Genau so ein Fall, wie Du ihn beaschreibst hat vor einigen Jahren mal in Düsseldorf für grosses Aufsehen gesorgt:
seit einigen Jahren gibt es auch in der Landeshauptstadt ein sehr beliebtes Open-Air-Kino, das allsommerlich seinen Platz am Rheinufer in der Altstadt direkt am Burgplatz fand. Das ist nun wirklich sehr zentral und jemand, der dort wohnt, sollte nun wirklich immun gegen nächtlichen Lärm und grössere Menschenmassen sein.
Trotzdem gelang es einem einzelnen Anwohner (jeder, der schon mal da war, kann sich vielleicht vorstellen, wieviele Leute im Dunstkreis dort wohnen) so lange juristisch gegen das Kino vorzugehen, dass schliesslich tatsächlich ein neuer Ort dafür gefunden werden musste.
Für alle, einschliesslich den restlichen Anwohnern war das total unverständlich, aber ein einzelner setzte sich mit seiner Verbissenheit letztendlich durch.
Das Kino steht jetzt übrigens etwa 500 Meter weiter rheinaufwärts an den Rheinterrassen und stört dort (glaube ich) keinen Menschen...



von Stollentroll - am 26.07.2005 12:27
Ähm, ich wohne Luftlinie 500m entfernt vom Carl-Benz Stadion und erstaunlicherweise höre ich seit Jahren zwar nur selten aber doch hin und wieder nächtlichen Jubel. Waldhof spielt eigentlich nur abends. Aber vielleicht gilt die 17.00 Uhrs Regelung nur für die 1. oder 2. Liga und nicht für die 4.
Außerdem entsinne ich mich noch an ein abendliches Pokalspiel gegen K'lautern vor etwa zwei Jahren, dessen Nachspiel in Form freudiger Rudelschlägereien meine Gespielin und ich bei einem Cocktail auf dem Balkon beiwohnen konnten. Aber ich werde dieser Regelung mal nachgehen, vielleicht gibt es sie ja wirklich und sie wurde nur vergessen. Dann werde ich von meinen Anwohnerrechten Gebrauch machen! Hanx für den Tip!

Forza SCP!!

von Südpreusse - am 26.07.2005 13:01
Also früher war das auf jeden Fall so!
Ich erinnere mich an ein Freitags-Spiel in der 2ten Liga mit Fortuna in MA. Das war damals das allererste Ligaspiel in der Hütte überhaupt.
Da mussten wir unheimlich früh losfahren und als das Spiel aus war, war´s noch hell!
Und überhaupt alle haben grundsätzlich über Freitags-Spiele in Mannheim gestöhnt, da man sich immer nen halben Tag freinehmen musste...
Da gab´s doch auch immer einen riesen Aufstand der Anwohner, wenn man nach dem Spiel noch zu lange auf dem Parkplatz blieb. Wir sind da schon von der Polizei weggeräumt worden, obwohl wir noch auf einen Kumpel gewartet haben.
Hätte aber auch keinen Sinn mehr gehabt, er sass nämlich im Bau und durfte am nächsten Morgen mit der Bahn fahren. Das wussten wir aber nicht und es hat uns auch keiner gesagt...
Jaja, Mannheim ist schon ne tolle Stadt! Das Leverkusen des Südens! Dann schon lieber Stuttgart, und das soll schon was heissen.



von Stollentroll - am 26.07.2005 13:37
Zitat

oder glaubt ihr, das der ganze scheiss Hick Hack an den Spielern spurlos vorbei geht ... ?


Ja, glaube ich. Wenn sich Profis von sowas aus der Bahn werfen lassen, haben sie den falschen Job. Und dann steigt ihr auch nicht wegen dem Stadion-Hick-Hack ab, sondern weil ihr ´ne miese Truppe habt.



von Iggster - am 26.07.2005 15:11
Ne du, das ist einfach 'too much' es brodelt an allen Ecken und Enden ...

von MircoPB - am 26.07.2005 17:04
und so ein lächerlicher Bauernverein in der zwoten Liga.
Den wollen noch niemald die eigenen Leute sehen...

von Tesla - am 28.07.2005 04:22
Ja ja, gewohnt diplomatisch, der Tesla...
In welcher Liga spielt Ihr nochmal?

;o)



von Stollentroll - am 28.07.2005 06:57
Eben. Und genau deshalb ist es für ihn ja auch so ärgerlich.

GAGA

von GAGA - am 28.07.2005 07:14
Zu Recht in der 3ten.
Die haben ja nichtmal 4 Tribünen, sowas gehört nicht in die 2te ;-)

Da fällt mir ein, sollte das Essener Stadion nicht auch komplett neu gebaut werden?
Ist das durch den Abstieg wieder vom Tisch?



von BSer - am 28.07.2005 07:16
Das Geld wurde komplett in die neue Mannschaft gesteckt. ....Also wirklich, sogar Emden hat jetzt 4 Tribünen. Lassen wirklich nach die Rot-Weißen...ts,ts,ts

Sehe das Geheule in 1-2 Jahren schon wieder vor mir: "Wir kriegen keine Lizenz vom bösen.bösen DFB....FUSSBALLMAFIA De-Eff-Be !!!"



von SCP-FaFF - am 28.07.2005 07:36
Zitat

Lassen wirklich nach die Rot-Weißen


Du meinst sicher die Rot-Weissen!
Pass up, watte sachs, ääähhh schreibs, Jung!



von Stollentroll - am 28.07.2005 08:31
Lass mal, mit einer Drittligamannschaft aufzusteigen und dann nach dem Abstieg ein Zweitligateam zusammenzustellen ist einfach so professionell, da kann man in kleinen Provinzkäffern da nur staunend daneben stehen.

Wenn es gegen ein öffentliches Bauprojekt eine Anwohnerklage gibt, dann ist das die Schuld dessen, der später einmal das Haupnutzungsrecht hat. Ja, nee, is klar...



von Beorn - am 28.07.2005 08:57
Bei Rot-Weiß denke ich immer an den 1.FC ...ähh lassen wir das ;-)



von SCP-FaFF - am 28.07.2005 09:27
Zitat

Zu Recht in der 3ten.
Die haben ja nichtmal 4 Tribünen, sowas gehört nicht in die 2te ;-)

Da fällt mir ein, sollte das Essener Stadion nicht auch komplett neu gebaut werden?
Ist das durch den Abstieg wieder vom Tisch


ich habe keine Ahnung....
Beim ersten Mal war es Wahlkampf da hat Hampelmann seine Position missbraucht und diesmal???
Lt. meinen Quellen war diesmal wohl wirklich alles durchgeplant bis zum letzten Cent, allerdings hat dann ein Sponsor auf einmal kalte Füsse gekriegt und ist abgesprungen. Jetzt wird es wohl nur gebaut wenn wir aufsteigen.
eigentlich schade, da mir das vorgestelle Modell wirklich sehr gut gefiel...

von Tesla - am 29.07.2005 14:38
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