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Handball-Forum der 3. Liga West
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ditsche, Ehemaliger, Realist, Linkshänder

Niederpleis - Römerwall

Startbeitrag von Linkshänder am 14.12.2002 21:38

waaaaaaaaaaaahhhhhhhnnnnnnssssssssssiiiiiiiiinnnnnnnnnnnnn!
wer hat infos zum spiel ?
glückwunsch an die truppe von ditsche, aber oleg wird trotzdem aufsteigen , aber man darf es den jungs aus rheinbrohl auch nicht zu leicht machen :D
Antworten:
Geiles Spiel 30:30 Endergebnis

Mehr dazu (alles + Statistik) morgen.



von Ditsche - am 14.12.2002 21:48
Die Fans beider Lager hatten etwas zu feiern: Einen Punkt gewonnen.

Denn nach einem solchen Spiel, das Oleg Gagin nachher selbst als Lokalderby bezeichnete, wäre ein Sieger überaus glücklich und der Verlierer unverdient besiegt worden. Solche Begegnungen wünscht man sich öfters, nicht wegen der manchmal fehlenden spielerischen Finesse, sondern ein Spiel, in der zu keiner Phase eine der Mannschaften nachgelassen hat, sich einer Führung sicher sein konnte oder sich bei einem Rückstand aufgegeben hätte. Spannung pur bis zur letzten Sekunde! Das brachte die 600 Zuschauer im Verhältnis 1:1 fast aus dem Häuschen.

Der Titelaspirant, der in den bisherigen Spielen seine Siege fast immer schon in der ersten Hälfte klar gemacht hatte, musste sich damit abfinden, mit einer hauchdünnen Führung (14:15) in die Pause zu gehen. Niederpleis hatte bis dahin Moral bewiesen, als das Zeitstrafenverhältnis zur Pause schon 5:0 lautete. Römerwall hatte es trotz mehrfacher Überzahl nicht geschafft, sich freizuspielen. Die Niederpleiser Deckung vor den hervorragenden TW's Dirk Burba (1-40') und nacher Vasile Vimann hielt dem Druck stand und der Angriff verstand es, allen voran Sascha Kasumovic, die Lücken in der HSG-Deckung trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit schonungslos auszunutzen. Niederpleis gab so dem Tabellenführer selten die Chance, sein Tempospiel über den schnellen Anwurf oder den TG nach vereitelter Chance aufzuziehen. Das war der Schlüssel dafür, das sich die HSG vor der Pause nicht deutlich absetzen konnte.

In Halbzeit zwei wurde es noch spannender. Nachdem der TuS mit Wiederanpfiff den Ausgleich (15:15) schaffte, legte er mit einem Tor in Unterzahl zum 16:15 vor. Diese Ein-Tore-Führung hielt bis zur 55. Minute (28:27). Bis dahin konnte die HSG lediglich ausgleichen, die Tore fielen in regelmäßigen Wechsel. Niederpleiser Führung - Römerwaller Ausgleich. Das Zeitstrafenverhältnis besserte sich aus Sicht des TuS auf 4:3, wobei die HSG in der 38. Minute Olaf Zehe nach einem Foul an Vimann mit der roten Karte verliert. Nach dem Ausgleich der HSG (28:28 in Minunte 55) schafft die HSG die erste Führung in der zweiten Hälfte beim 28:29, die TuS-Fans liefern sich mit den ebenfalls aufstehenden HSG-Fans regelrechte Anfeuerungsduelle. Die Mannschaft sah sich um die Früchte der guten Arbeit gebracht, liess sich aber nicht beeindrucken, hielt weiter dagegen und kann zum 29:29 und nach neuerlicher Führung der HSG zum 30:30 in der Schlußminute ausgleichen. Dann hat Römerwall den Ball bei einer Restspielzeit von 45 Sekunden, Vimann vereitelt die Einschussmöglichkeit von Rechtsaussen durch Stropus und nun hatte der TuS noch 20 Sekunden Zeit den möglichen Sieg zu schaffen, es bleibt aber letztlich bei der mehr als gerechten Punkteteilung.

Beide Trainer zeigten sich unisono sehr zufrieden mit dem Ergebnis und den Mannschaftsleistungen, wobei das bei Oleg Gagin durchaus gequälter wirkte, hatte er seine Mannen zwar auf die Niederpleiser Kampfstärke vorbereitet, sie letztlich aber nicht so stark erwartet. Beide Trainer sahen sich auch einig in der Meinung zu den Schwarzkitteln, die dem Spiel über weite Strecken nicht gewachsen waren.

Die Statistik:

3:3 (4') ; 3:5 (6') ; 7:9 (16') ; 9:9 (19') ; 10:11 (21') ; 13:11 (24') ; 14:12 (25') ; 14:15 HZ // 16:15 (32') ; 16:16 - 17:16 - 17:17 - 18:17 - 18:18 ....usw..usw; 28:29 (56') ;
30:30 Ende

Spieler / Tore:

TuS: Burba TW, V. Vimann TW ( beide mit Prädikat), Windel, Bennauer 1, Daschner 5, Gutte 4, Bernards 3, A. Vimann 7/3, Kutlesa, Kasumovic 10/1, Kirsch, Scherer.

HSG: Adams TW, Dannenberg TW ( nur bei einem Siebenmerter), Kühn, Vermirnovsky 8, Schumacher 2, Pack 4, Hein, Lange 7/5, Manz 2, Stropus 2, Zehe 5.

Zeitstrafen: TuS 9 / HSG 2 (+ 1 Rote Karte)
Siebenmeter: TuS 4 / HSG 5

Schiedsrichter: Borlinghaus / Köster ( W'tal / Bergneustadt) zu wenig Augenmaß

Zuschauer: 600

So, das war's, allen hier im Forum schöne Weihnachten und ein gutes neue Jahr. Wenn die Kommentare zu diesem Spieltag durch sind ( ich sehne mich nach Lori's Ergüssen) ist mal Pause bis 11.01.2003 - dann gehts nach Weibern, danach nach Remscheid und das erste Heimspiel des TuS am 25.01. gegen Borussia.
So long...



von Ditsche - am 15.12.2002 11:21
NIEDERPLEIS. Der TuS Niederpleis von heute ist nicht mehr der TuS Niederpleis von gestern. Er ist besser. Das bekam vorgestern
Handball- Regionalligist HSG Römerwall zu spüren. In einer hochklassigen Partie vor 600 Zuschauern teilten die Teams beim 30:30 (14:15)
in Niederpleis die Punkte. Römerwall bleibt weiter Spitzenreiter, da Wermelskirchen gegen Hagen ebenfalls unentschieden spielte.

Zu Beginn der Saison verloren die Gastgeber sogar gegen Schlusslicht Weibern, heuer schlagen sie - nunmehr ohne Verletzte -
Meisterschaftsaspiranten, zuletzt den aus Hagen. Ein anderer, ganz heißer, Titelanwärter heißt HSG Römerwall. Der war gewarnt und
brachte nicht nur deshalb rund 250 Fans ins nahe gelegene Niederpleis mit, es herrschte Derbyatmosphäre. "Es war eine unglaubliche
Begeisterung", staunte Römerwalls zweiter Vorsitzender Bernhard Labonde nicht schlecht über die Fanblock- Duelle während des Spiels.
Der Sieger dieses Duells hieß Römerwall - laut Labonde: "Wir waren lauter."

Auf dem Feld gab es am Ende keinen Sieger, was HSG-Trainer Oleg Gagin nicht so recht glücklich, aber auch nicht unglücklich machte:
"Ein Punkt ist nicht schlecht, aber ich bin nicht ganz zufrieden." Letzteres war der russische Coach vor allem nicht mit Abschnitt eins, in
dem die HSG gemeinhin schon die Basis für spätere Siege legt: "Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht, waren im Kopf nicht
frei - das ist manchmal so, wenn man zu viel will. Der Wille hat gestört." So musste Gagin widerwillig einige leichte technische Fehler
seiner Handballer mitansehen, die HSG führte zwar nach 16 Minuten mit 9:7, konnte sich aber nie entscheidend absetzen: "Wir haben es
versäumt, mit fünf, sechs Toren in Führung zu gehen." Immerhin: Zur Pause war es ein Tor Vorsprung.

In Hälfte zwei legte Niederpleis schnell zwei Treffer drauf, Römerwall glich aus. Niederpleis ging in Führung, Römerwall glich aus. Dieses
Spielchen setzte sich fort. Bis zur 56. Minute: Da führten die Gäste plötzlich - und zwar 29:28. Olaf Zehe war da schon nicht mehr dabei.
Der HSG-Kreisläufer hatte an seiner Wirkungsstätte der Vorsaison in der 38. Minute die rote Karte gesehen. Bis dahin hatte Zehe schon
fünf Mal getroffen und "war unser bester Spieler" (Gagin). Ob Römerwall mit Zehe, dessen Hinausstellung Gagin und Labonde als zu hart
empfanden, das Spiel gewonnen hätte - hypothetisch. Dass sie es gewonnen hätten, wenn Carsten Lange Sekunden vor Schluss beim
Spielstand von 30:30 für die HSG getroffen hätte, ist schon viel realistischer. Aber Lange traf nicht, Niederpleis auch nicht mehr.

"Es hatte keiner verdient, zu verlieren", sagte Labonde. Und Gagin, der die kämpferische Leistung seines Teams lobte, pflichtete ihm bei,
denn "wir hatten lange nicht mehr so einen starken Gegner". Der TuS Niederpleis ist eben nicht mehr der TuS Niederpleis. (mb)

HSG Römerwall: Adams, Dannenberg - Kühn, Vermirnovsky (8), Schumacher (2), Pack (4), Lange (7/5), Manz (2), Stropus (2), Zehe (5),
Hein.

Rhein-Zeitung - Ausgabe Neuwied vom 16.12.2002

von Realist - am 17.12.2002 06:32
Grundsätzlich stimmt das schon, daß der TUS gegen die Großen der Liga ansprechend spielt, und auch öfters punktet. Leider klappt das gegen die schwächeren Mannschaften der Liga nicht. ( Weibern, Remscheid, Krefeld und Soest ) Gegen diese Mannschaften hat der TUS leider nur 1:7 Punkte geholt. Die Konstanz fehlt. Auch gegen M`gladbach und Münstereifel war mehr drin. Wenn die Mannschaft nächste Saison nicht so viele Neue integrieren muß wie dieses Jahr, und noch sinnvoll verstärkt wird, kann der TUS sicherlich auch wieder oben spielen.

von Ehemaliger - am 17.12.2002 08:36
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