Startbeitrag von Das Fantomam 29.02.2004 16:28
Spielverlauf:
2:0 6:2 13:8 23:14 24:16 29:25 30:26
Wuppertal chancenlos, nie geführt. Dinslaken zum Schluß schon mehr mit dem Feiern beschäftigt.
Nach Wortgefecht mit Kenner2 habe ich mich dazu treiben lassen mich durch die Schneelandschaft ins tiefverschneite Dinslaken zu früher Morgenstund zu reisen:
Aufgrund der vielzähligen Lobeshymnen auf die Wuppertaler-Startruppe war ich dazu veranlaßt, deren 2. Liga-Tauglichkeit unter die Lupe zu nehmen.
Dieses Spiel mag nicht symptomatisch für die erbrachte Saisonleistung sein, allerdings habe ich den designierten Zweitliga-Aufsteiger in der Einzelkritik wie folgt gesehen:
Ingo Förster: Bekam kaum einen Ball zu fassen, unbeweglich, ließ sich entnervt nach ca. 40 Minuten auswechseln.
Ralf Börner: Mit ihm wurde der 9 Tore Rückstand verkürzt, zum Ende w/Meckerns 2 Minuten-Strafe.
Daniel Dembski: Sichtlich bemüht, gut am Kreis, viele Fouls
Kim Neuenhofen: Fand nie ins Spiel, Pulver schnell verschossen. Wehleidig!!!
Ralf Weinheimer: Staub hatte ihn gut im Griff, nach roter Karte für diesen kam W. noch zu einigen Toren. Sehr sicherer 7 m-Schütze. Eigentlich klare rote Karte nach Schlag ins Gesicht gegen Jacobs.
Stefan Adam: Anfangs hohe Streuung, aber hohes Selbstbewußtsein, doch noch weiter zu werfen. Gegen Ende noch einige Rückraumtreffer.
Igor Sharnikau: Viel zu verhalten. Übernimmt keine Initiative. Hohe Fehlwurfquote.
Sebastian Aschenbroich: M. E. einziger Wuppertaler mit Zweitligatauglichkeit (heute). War bestrebt das Spiel aufzubauen. Hat unter den statischen Rückraumnebenspieler zu leiden. Einige schöne Tore.
Andi Hallmann: Schaffte es nicht, die Abwehr zu ordnen.
Simon Kluge: Im Spielbericht nicht eingetragen. Saß neben der Auswechselbank seiner Kollegen und schaffte es, w/Schiedsrichterbeschimpfung von dort auf die Tribüne verwiesen zu werden.
Michail Vasilev: Mitte der 1. HZ zog er seine Trainingsjacke aus! Der wird sich doch nicht einwechseln! Nein, es war ihm nur zu heiß. Wohl w/der Leistung seiner Mannen.
John Meincke: Viel nur durch einige unnötige Fouls auf.
von Walter Junghans - am 29.02.2004 17:57
von Lothar - am 01.03.2004 01:00
Handball: Souveräner Tabellenführer unterliegt Abstiegskandidaten
Für LTV-Regisseur Mike Novakovic war die Partie bei Rheinwacht Dinslaken ein regelrechtes Déjè-vu-Erlebnis.
Wuppertal. Wie schon im Vorjahr fiel der Spielmacher auch am Sonntag Morgen verletzt aus. Und ohne den Kopf der Mannschaft hatten die Wuppertaler beim Abstiegskandidaten auch diesmal nicht viel zu bestellen und unterlagen genau wie im Vorjahr. Mit 29:30 (8:13) verlor der souveräne Tabellenführer der zudem noch auf den Rekonvaleszenten Simon Kluge verzichten musste und präsentierte sich alles andere als meisterlich. Das knappe Endergebnis täuscht sogar noch über den wahren Spielverlauf hinweg, denn nach 45 Minuten lagen die Wuppertaler mit 15:24 hinten und alles war mehr oder weniger schon zu diesem frühen Zeitpunkt gelaufen.
Schon nach wenigen Minuten hatte man am Sonntag Morgen den Eindruck, dass es beim LTV nicht richtig stimmt. Denn gegen die Handball-Arbeiter aus dem Ruhrgebiet versuchte das hellblaue Ballett überwiegend mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen. Und das war gegen die Hausherren, die leidenschaftlich um den Klassenerhalt kämpften, einfach zu wenig Mülheim-Kärlich lässt grüßen.
Die mangelnde Einstellung ärgerte auch Zuschauer Novakovic, der schon zur Pause die Niederlage heraufziehen sah. Mit 8:13 lag der LTV zu diesem Zeitpunkt zurück und war selbst nach Ansicht der mitgereisten Fans damit noch recht gut weggekommen
"Weder hinten noch vorne stimmt es. Normalerweise holt man sich über gute Abwehrarbeit Selbstvertrauen und das überträgt sich dann auf den Angriff. Doch davon ist bei uns nicht viel zu sehen", kritisierte Novakovic nach der ersten Halbzeit. Wenn man mit 13 Gegentreffern vielleicht noch halbwegs leben konnte, so waren nur acht magere Törchen doch eindeutig zu wenig gegen den Tabellenzwölften.
"Angsthasen-Handball"-spielten die Wuppertaler über weite Strecken, fand auch Novakovic: "Wir müssen mutiger zur Sache gehen und dürfen uns nicht vor den Zweikämpfen scheuen."
Und Zweikämpfe wären eigentlich das A und O gewesen, denn aus der zweiten Reihe trafen die Langerfelder meist nur Dinslakens Keeper Henning oder die Wand hinter dessen Kasten. Während Kim Neuenhofen und Sebastian Aschenbroich zumindest phasenweise ins Tor trafen, schossen Igor Sharnikau und Stefan Adam eine Fahrkarte nach der anderen.
Erst als der Rückstand nach der Pause immer weiter anwuchs, traf der spielende Manager endlich ins Schwarze. Doch da war es schon zu spät. Auf neun Treffer Differenz zogen die Diskoabende zwischenzeitlich davon. Lediglich die Dormagener Leihgabe Daniel Dembski, der mit großem Einsatz und einigen tollen Aktionen auf sich aufmerksam machte, konnte gestern Morgen überzeugen.
von Das Fantom - am 01.03.2004 08:08
ein kleines grinsen kann ich mir da nicht verkneifen....
Denn bisher hat mich wuppertal lediglich durch ihre überragenden einzelspieler und die stabile 6:0 deckung überzeugt. jedoch noch so gut wie gar nicht von ihren (vorhandenen?!?) spielkonzepten. und ich hab nicht erst ein spiel von wuppertal gesehen....
von Axel-Foley - am 03.03.2004 13:30