Startbeitrag von RL-Besucheram 11.03.2004 08:03
in einem Interview der NGZ vom 11.03.04 steht u.a.:
Derad: So einfach ist das auch nicht. Am Samstag wartet zum Beispiel ein ganz unangenehmes Spiel auf uns. Wir stehen unter Druck, wir sind der Favorit, und Römerwall hat überhaupt nichts zu verlieren, vor allem nicht, seit der Vorstand bekanntgegeben hat, dass sich die HSG unabhängig vom Tabellenplatz auf jeden Fall in die Regionalliga zurückziehen wird. Trotzdem bin ich überzeugt, dass wir gewinnen. Ich hoffe nur, dass uns die Leute dabei unterstützen, auch wenn die letzten Spiele nicht so gut waren.
Grüße
HSG Römerwall beantragt keine Zweitliga-Lizenz
Damit nimmt der Handball-Klub den ohnehin kaum zu vermeidenden Abstieg vorweg - Kurz vor der Verpflichtung eines neuen Trainers
Von Uwe Albrecht
Rheinbrohl. Acht Spieltage vor Ende der Saison haben die Verantwortlichen der HSG Römerwall entschieden, keine Lizenz für die nächste Spielzeit zu beantragen. Der Verzicht bedeutet eine Vorwegnahme des auch sportlich wohl kaum noch zu vermeidenden Abstiegs aus der 2. Handball-Bundesliga. In der nächsten Saison wird die HSG also in der Regionalliga spielen, in der man sich vor allen Dingen finanziell konsolidieren will.
Vergangenheit: Zweitliga-Handball vor vollen Tribünen (hier Carsten Lange) gibt`s in Römerwall vorerst nicht mehr. Foto: Ittermann
"Die Mannschaft hat einfach nicht die sportliche Qualität, um in der 2. Bundesliga zu bestehen. Außerdem haben wir kein Geld, um uns sportlich so zu verstärken, dass der Klassenerhalt garantiert ist. Daher planen wir ab sofort für die Regionalliga", gab Trainer Bernd Käsch, der für die sportlichen Belange in der HSG zuständig ist, die Beschlüsse des Vorstands bekannt.
"Mit den Spielern, von denen wir die Mehrheit halten wollen, wird jetzt verhandelt. Wir stehen kurz vor der Verpflichtung eines neuen Trainers, der informiert ist, dass wir in der nächsten Saison auf keinen Fall den Wieder-Aufstieg anstreben. Vielleicht ist die 2. Liga in zwei oder drei Jahren wieder ein Thema", so Käsch.
Die Verpflichtung des neuen Trainers und eines sportlich konkurrenzfähigen Kaders hängt vorrangig davon ab, ob sich die HSG mit Ex-Trainer Oleg Gagin einigen kann, der noch finanzielle Forderungen aus seinem langfristigen Vertrag stellt. Unter diesen Bedingungen können die Römerwaller am Samstag völlig unbelastet zum klar favorisierten TSV Bayer Dormagen reisen. Der Tabellenvierte gewann das Hinspiel mit 31:28, hat aber zuletzt geschwächelt. So verlor der TSV am vergangenen Spieltag beim Schlusslicht HC Erlangen mit 23:26.
"Diese Niederlage passt mir gar nicht, denn jetzt wird Dormagen vor eigenem Publikum auf Wiedergutmachung aus sein. Doch ohne Druck sehe ich durchaus eine Chance zu punkten", gibt sich Käsch optimistisch.
Auch um die Einstellung seiner Truppe macht sich der Coach keine Sorgen. "Wir sind jetzt acht Spiele auf Abstiegstournee, wobei die wechselwilligen Spieler durch gute Leistungen für sich werben können. Wir wollen auf keinen Fall Letzter werden und die Saison sportlich anständig zu Ende spielen", verspricht Käsch, der seine beste Besetzung aufbieten kann.
Ob die Rekonvaleszenten Kai Stübben und Pascal Gras eingesetzt werden, hängt auch davon ab, ob Dirk Schumacher zur Verfügung steht oder der VfL Gummersbach auf seinem Erstspielrecht besteht.
von Ehemaliger - am 11.03.2004 11:29
von takeo5 - am 12.03.2004 10:21