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Erster Beitrag:
vor 12 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 12 Jahren, 8 Monaten
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Bruno Frankfurter, Lacher, Bundesnavigationsminister, Redfox, jock, werkenntmichschon, SPY, ex, JONI-MUC, WHO, ... und 5 weitere

DFS will zahlreiche Stellen einsparen

Startbeitrag von Bruno Frankfurter am 22.04.2005 20:17

Hallo,

zur Diskussion:

[business-wissen.de]

Viele Grüße

Bruno Frankfurter

Antworten:

Zitat

....Die Arbeitsplätze der 1800 Fluglotsen sind der Zeitung zufolge nicht bedroht. Vielmehr wolle die DFS vor allem in der Verwaltung Stellen streichen.


Leider überall das gleiche Bild:

Erst wird das "Verwaltungsfussvolk" dezimiert, dann muss der verbliebene Rest 42 Std./Woche arbeiten - ohne Lohnausgleich - um die verbliebene Arbeit (die ja wohl nicht weniger wird) zu bewältigen ...
:uebel:

Und im Falle der DFS wozu?
Damit man den Aktionären der Airlines bzw. DER AIRLINE ein paar nette Geschenke in Form von Gebührensenkungen machen kann ... :confused:

Es lebe der Profit ... die Anderen können ja ruhig "verrecken" ... :boid:

btw: Bin ja mal gespannt, wie hoch der Prozentsatz der "Besserverdiener" unter den "Entbehrlichen" sein wird ...


Grüsse
Redfox

von Redfox - am 22.04.2005 22:17
Hallo,

unmittelbar sind Fluglotsen anscheinend nicht betroffen. Aber wie wird es aussehen, wenn Fluglotsen aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr am Board arbeiten können? Nach meiner Kenntnis erhalten sie derzeit eine andere Tätigkeit innerhalb der DFS (leider z.T. auch auf Stellen, für die sie nicht qualifiziert sind, z.B. in der Planungsabteilung). Künftig werden sie in diesem Fall wohl mit Kündigung rechnen müssen.

Bruno Frankfurter

von Bruno Frankfurter - am 23.04.2005 08:29
Hi Bir ... äh Bruno,

also das kann ich mir so eher weniger vorstellen ... :-)

Planung (und FS-Consulting) gehört mit zu den "erklärten" Kerngeschäften der DFS, und da ist jede (Flugsicherungs)Expertise ... auch oder erst recht wohl die der ex-Lotsen gefragt. Ebenso im Bereich Lotsenausbildung ... denke ich mal.

Wenn ein ex-Lotse also nicht zum puren "Sesselpupser" mutiert ist, sollte immer noch eine sinnvolle und brauchbare Tätigkeit innerhalb der Flugsicherung für ihn drin sein.

Oder willst Du die "Planung" - I know what you "really" mean :-) - den Theoretikern überlassen, die "Flugsicherheit" nur von den Metalldetektoren am Airport kennen ... ? ;-)


Grüsse
Redfox

von Redfox - am 23.04.2005 08:51
In Deutschland geht ein Gespenst um - Schlächter ohne soziale Verantwortung -
ich bin gespannt, wie lange das noch gut geht. Es könnte der Tag kommen, wo viele nicht's mehr zu verlieren haben und dann geht es den Schlächtern an den Kragen.

von RaB - am 23.04.2005 09:33
Hallo Redfox,

Bruno will uns doch nur sagen, daß die Planung (besonders der Abflugstrecken EDDF) von unqualifizierten, kranken Ex-Lotsen gemacht wird. Er würde das wie immer alles ganz anders und viel besser machen. Er kann der DFS bestimmt auch sagen, woher die qualifizierten Planer kommen sollen, schliesslich kann man sowas an jeder Ecke studieren.

:mad:

Im übrigen: Die DFS ist auf dem besten Wege, sich auch noch fachlich kaputtzusparen, denn im Moment macht man die meisten Stellen finanziell so unattraktiv, daß kaum ein Lotse freiwillig wechseln wird. Woher die dringend benötigte betriebliche Erfahrung dann kommen soll, hat man sich aber noch nicht überlegt.


Tibu

von Tibu - am 23.04.2005 09:46
Und dennoch werden immer wieder Führungspositionen mit Externen besetzt. Die eigenen Leute sind ja zu doof.

Und dennoch werden sogar neue Abteilungen erfunden und der Verwaltungswasserkopf noch weiter aufgebläht.

von Bundesnavigationsminister - am 23.04.2005 12:24
Liebe Freunde! Die Firma muß schlanker werden vor allem in der Verwaltung.(UZ-Langen)Es gab mal Zeiten da zählte ich etwa 800 Leute am Opernplatz und dachte die sind schon zuviel.

von spacecowboy - am 23.04.2005 17:29
Ist doch alles nicht wirklich neu, oder?

Anhand des Zeithorizontes wird hier wohl die Rede von dem sein, was uns allen schon längst bekannt ist. Also nichts wirklich neues, lieber Birger.

Übrigens: Es sind überwiegend Kollegen aus dem operativen Dienst die gefeuert werden, nämlich FDBs die man sich mit hirngespinstigen Ideen (PSS) herausgerechnet hat.

In der Verwaltung wird es nur ein Paar arme harmlose Köpfe verlieren. Die richtig teuren, kreativen "Ideengeber" von oben wird es leider nie erwischen.

von Lacher - am 24.04.2005 02:46
Na , soll man die Entbehrlichen behalten und die Leistungsträger und Unverzichtbaren freisetzen ???

von WHO - am 24.04.2005 16:25
Nun ja, ich fürchte mit der Einführung streifenloser Kontrolle werde ich trotzdem nicht auf meine FDBs verzichten können. Wer soll die Eingaben denn dann machen? Ich als Co etwa? Die Mär, daß wegen Eingabe der FLs/COFLs in die Strips diese auch an den Nachbarsektor weitergegeben werden glaubt doch kein Mensch. Schon heute muß ich trotzdem noch für einen COFL anrufen und by the way, die FDBs haben mit Level- oder sonstwas für Einträgen in die Streifen schon heute nichts zu tun.

Meinen FDB brauch ich stripless hin- oder her immer dann, wenn es im FPL was zu ändern gibt. Soll ich demnächst stripless-im-Peak die Diversion selber eingeben oder teile ich mir dann einen Abschnitts-FDB mit 5 anderen Sektoren der dann irgendwann mal vorbeikommt ? Soll dann wohl so laufen wie in der Nachtschicht, wo selbst bei den fähigsten FDBs dann trotz low-traffic Fehler passieren?

Ich bin halt nicht davon überzeugt, daß wir wirklich auf die Leute verzichten können, dafür ist (von den Pappnasen sehen wir jetzt mal ab) jeder einzelne von denen zu wichtig.

Aber brauchen wir wirklich eine eigene Personalentwicklung? Brauchen wir eine interne Unternehmenskommunikation? Können und müssen wir uns eine Transmission-Redaktion leisten? Brauchen wir eine eigene Rechtsabteilung?

von Lacher - am 24.04.2005 19:47
Eine eigene Rechtsabteilung schon, bei der Prozessierfreudigkeit...
Wohl auch eine Presseabteilung, aber nicht in dem Riesenumfang wie heute eingebettet in eine Unternehmenskommunikation, die alles macht nur nicht kommunizieren...
Immerhin hammse den Sommer gefeuert (im Frühling, wie schön...), vielleicht kommt der Oberkommunikator auch noch dran...
Überhaupt mal ein paar Häuptlinge weniger, nicht nur Indianer die dran glauben müssen, wär gut...
Vieles wird aus reinem Selbstzweck getan, nicht aus Notwendigkeit...
Personalentwicklung -in der Tat auch so eine Augenwischerei. Entwickelt wird sich nur nach Nasenfaktor, das hat man an den letzten Stellenbesezungen wieder mehr als deutlich gesehen.
Fachkenntnis ist lästig in dieser Firma, wahrscheinlich werden die letzten paar Fachleute jetzt gehen müssen, nur auf die Lotsen wird man erstmal, wenngleich zähneknirschend, nicht verzichten Können.

von Mephisto - am 24.04.2005 20:24
mir scheint es so,als ob wir in den letzten jahren eine art "wohlfahrtsunternehmen"
waren,oder?so jedenfalls kann man die rationalisierungswut deuten.
@mephisto
eigene rechtsabteilung wg prozessierfreudigkeit;
-stellt sich zunächst die frage warum ist das so,oder?

und fdb-stellen
scheinbar glauben die entscheider,dass das system dinge kann die im prospekt standen......

von jap - am 25.04.2005 04:42
nur so am Rande: VORSICHT mit dem Wort "PAPPNASE"- dafür musste in Düsseldorf (da gab's früher mal ein Center, heute eine demolierte Bauruine) schon mal eine Assistentin zum Chef !!

von ex - am 25.04.2005 14:44
Es wird gespart !
Niederlassungen/Bereiche werden zusammengelegt, kleine Mitarbeiter vorzeitig heim geschickt usw.
Aber: am Kerngeschäft (will meinen DIE Administration im Glaspalast) muss optimiert werden- bedeutet mehr Spezialisten und Leistungsträger.
Der Tag rückt näher, an dem die DFS nur noch eine "ATC- consulting" ist.
Dann- ohne den Kostenfaktor Betriebsdienst-kann man endlich frei arbeiten.
Die Arbeit kann dann ein Center in einem Entwicklungsland für ein paar Dollar im Monat leisten (im Auftrag unseres neuen Dienstherren, der eine Abschreibegesellschaft aus Japan oder Bermuda verkörpert).
Nur: man könnte den Rest auch von einem Call- Center in Indien arbeiten lassen !!! Dann hätte man sich endlich selbst weggespart!

von jock - am 26.04.2005 16:36
Nur dass die AT´s noch reichlich Handgeld mitkriegen, während sich das op. Personal mit Hartz abfinden kann.

von SPY - am 28.04.2005 07:15
Nie, niemals wirst Du erleben dass sich die FK selbst entlassen. Vorher geht jeder andere, sogar Lotsen, ob man sie nun braucht oder nicht.

Schon vor 10 Jahren hat ein Herr Kaden ganz klar erkannt, dass die eigentliche Bremse für die DFS die Lotsen sind. Sie kosten Geld, sie sind nicht disziplinierbar und überhaupt, ohne sie wäre alles besser.

Nur soviel zur Verwaltung: 1970 wurde die Außenstelle München von einem fliegeruntauglichen Lotsen und 2 Sekretärinnen verwaltet. Damals waren wir ca. 250 Lotsen. Wieviele Lotsen sind das heute und wieviele Leute sind in der Verwaltung beschäftigt.

Fällt Euch da was auf?

Gruss
JONI

von JONI-MUC - am 29.04.2005 19:49
Ach Leute,

die Diskussion wird langsam langweilig. Lotsen, UZ, Operative ist doch alles pillepalle wer wichtiger ist und wer nicht. Alle werden irgendwo gebraucht. Das Übel sitzt doch ganz woanders, und nicht erst seit SES oder DKP.

Wenn in der DFS seit je her Leistung zählen würde, gäbe es automatisch gar kein Problem. Schon mal darüber nachgedacht? Das wurde schon beim Wechsel von BFS nach DFS völlig vergeigt.

Wo findet denn Führung wirklich statt? Ich merk davon nix!
Wer wird schon für seine Fehlleistungen oder Leistungsverweigerung zur Rechenschaft gezogen? In wievielen sinnlosen Projekten verheizen Möchtegern-Manager wieviel Geld?

Es ist perfide Inkonsequenz gepaart mit Filz und Seilschaften, die den Laden teuer und träge sein lassen. Die (unkündbaren) Verweigerer, Versager und nur tönenden Anzugträger werden nicht entfernt, sondern durch (kündbare) leistungsbereite Leute kompensiert (die dann doppelt schaffen). Deshalb wird der Laden immer größer.

Aber ratet mal, wen es im Falle eines Falles erwischen wird.

BNM

von Bundesnavigationsminister - am 29.04.2005 20:26
Respekt, Herr Minister,
das isses!

Aber was ist DKP (Doitsche Kommunistische Partei?)?

Mich wurmt derzeit der F-Check:
Flugsicherheit in eine leichtfassliche Formel fassen, je länger es ein a/c bei Einfachbesetzung (ohne Nearmiss) durch den Sektor schafft, desto produktiver ist selbiger...
"Verstehen Sie mich richtig: Sicherheit ja - aber nicht um jeden Preis!"

Wachleiter aufgepasst: Die Zielprämie (oder das Leasingauto) bekommt man nicht geschenkt, man muss es sich verdienen lassen!

Gute Nacht, DFs

von werkenntmichschon - am 29.04.2005 22:35
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