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[UK] BBC-Lokalsender verlassen Mittelwelle !

Startbeitrag von WellenreiterBN am 21.08.2012 18:12

BBC Radio Kent, BBC Radio Lincolnshire, BBC Radio Merseyside and BBC Radio Nottingham have all stopped broadcasting regular programmes on medium wave, instead directing listeners to FM or DAB.

Quelle: Radiowatch

Die 50 interessantesten Antworten:

Wenn ein Programm im selben Sendegebiet auch auf UKW oder DAB hört werden kann, geht die MW-Nutzung natürlich zurück. Allerdings ist mir nicht bekannt, wie man den Menschen ansehen kann, dass sie "Mittelwelle" hören, während sie einfach wie gewohnt ihr gewohntes Programm "Radioxyz" empfangen. Der Verbreitungswegs ist da eher drittrangig.
Oder habt ihr schon mal einen Menschen gesehen, da auf die Stirn tätowiert hatte "Ich höre Mittelwelle" ? Radio Bremen schaltet ab, über 1000 Menschen melden sich ( macht theoretisch gut 100000 Hörer ). Der MDRInfo schaltet ab, über 200 Menschen melden sich.

Der Freak dürfte der einzige sein, der nicht begreift, dass es auch Menschen jenseit von DAB+, ADR und Webradio gibt.

von sup2 - am 21.08.2012 18:42
Dieser Sender war tagsüber über 30 oder 50 Kilometer weit gut hörbar.
Also ich mal gegen 22 Uhr dort entlang fuhr, da waren es vielleicht 5 Kilometer, ehe der Sender unterging.
Nicht anders mit den Sendern des AFN auf 1485 in Ansbach oder Crailsheim. 5 Kilometer nachts, dann gab es erste Überschläge der damaligen 1476, drei Kilometer weiter Gleichkanalprobleme, danach nur ein gleichbleibendes Gegurgel anderer Sender, wobei der AFN immer wieder hörbar war.
Ich denke, dass der AFN nur Aufgrund seines Soundprozessors überhaupt so weit gut hörbar war.
Diese MW-Sender versorgen einfach nur ihr Gebiet, der Rest ist ein Thema für die Freaks, so auch die 1143 aus Münchengladbach. Traumhaft, wie Mittelwelle klingen kann ( Achtung, Langenberger : Bitte nicht mehr weiterlesen. Bildung könnte Folgen !!!! ), wenn man einen gut eingestellten Orban in die NF-Leitung schleift und auch gut einstellt.
Knallhart war damals WÜ 1143, ein Sound, bei dem die Fußnägel wegflogen. Auch dieses ist mittlerweile Geschichte.

Ganpf im gegenmapf mie member vom Meupfmankfunk, mie immer noch einem pfound aum ihre middelwelle bringen , dampf einem die Fumpfnägel krümmen...

von sup2 - am 21.08.2012 19:43
Zitat
sup2
Soso. Und so manchnes Fräulein wird fragen "Was heisst da eigentlich 'Lovelist' ". :rp:


Jaja, Fragen über Fragen. Das sind die geheimen Tattoos der Rundfunkfreude, Arschgeweih kann schließlich jeder... *fettgrins

gb

von gb - am 21.08.2012 20:44
Zurück von den kleinen zu den großen Dingen, es scheint sich dabei um eine Akzeptanzstudie zu handeln, was der Hörer so ohne seine Mittelwelle empfindet:

http://www.bbc.co.uk/reception/mwtrial/

gb

von gb - am 21.08.2012 22:23
Ansage
"We are currently not broadcasting on this frequency", danach die FM und DAB-Frequenzhinweise.

So gehört heute morgen auf 1368 Lincoln (qrm: Manx), 1584 Nottingh(qrm: London Turk), 1602 Kent (qrm: Spanien/NL).

sj

von satjay - am 26.08.2012 09:19
Wenn es tatsächlich Leute gibt, die nun diese Ansageschleife hören und daraufhin auf UKW umschalten, werden sie überrascht sein, dass das gleiche Programm mit besserem Klang und ohne lästiges Hintegrundgezwitscher und Rauschen trotzdem gehört werden kann.

von Alqaszar - am 26.08.2012 16:22
Die notorischen UKW-Verweigerer im Königreich behaupten, daß der UKW-Empfang an ihrem Wohnort gestört oder verzerrt ist, und sie deshalb die AM-Bereiche verwenden (müssen). Ob das in jedem Fall zutrifft kann ich nicht sagen, aber es gibt durchaus dünn bis gar nicht UKW-mäßig versorgte Gebiete auf der Insel. In den Städten kann der Wunschsender auch mal durch Piraten weggebrezelt werden. Ausweichen auf die AM-Bereiche, oder, falls vorhanden, DAB, wären mögliche Lösungen. Aber in Randbereichen eines Sendegebietes würde ich mir eher AM als DAB antun.

Catperson

von catperson - am 26.08.2012 16:59
Zitat
catperson
aber es gibt durchaus dünn bis gar nicht UKW-mäßig versorgte Gebiete auf der Insel.

Ja, die liegen aber eher in Wales, Schottland und Nordirland. England hingegen ist hervorragend mit UKW versorgt.

von RheinMain701 - am 26.08.2012 17:14
Zitat
RheinMain701
Zitat
catperson
aber es gibt durchaus dünn bis gar nicht UKW-mäßig versorgte Gebiete auf der Insel.

Ja, die liegen aber eher in Wales, Schottland und Nordirland. England hingegen ist hervorragend mit UKW versorgt.


Nicht überall: Im hügeligen Yorkshire gibt es durchaus Ecken, wo das UKW-Signal z.B. im Auto mal wegrauscht, trotz gutem Autoradio mit RDS-AF. Die UKW-Versorgung ist eben nicht so küchenbrüllwürfelmässig ausgelegt wie auf dem Kontinent. Gerade in diesen Ecken dürften aber auch die Mittelwellen der BBC Local Radios nicht gross zur Versorgung beitragen. Wenn doch, dann wird man das bei dem Test herausfinden.

Dann gäbe es noch das Argument, dass auf den Mittelwellen zum Teil Sondersendungen kommen, wie die Sportübertragungen von Radio Humberside auf 1485 kHz (das noch nicht beim aktuellen Abschalttest dabei ist). Dort wo es schon einen regionalen DAB-MUX gibt, ist aber auch die BBC mit ihren Local Radios dabei. Zumindest dort könnte man die Sonderprogramme dann auf DAB statt auf Mittelwelle übertragen. So schade es für den Fernempfang durch uns DXer ist: Wenn die BBC bei der Verbreitung Kosten einsparen will, dann geht das vermutlich am schmerzlosesten bei den noch verbliebenen Parallelausstrahlungen auf Mittelwelle.

73 de Uli

von ulionken - am 26.08.2012 17:50
@ catperson

Zitat

Aber in Randbereichen eines Sendegebietes würde ich mir eher AM als DAB antun.


Und wieso? Gut, auch wenn die Datenraten bei DAB höher sein könnten, klingt das doch immer noch besser als AM.


Daß die ganzen Kleinsender bei der Versorgung viel reißen, kann ich mir nicht vorstellen. Tagsüber vielleicht, aber sobald es dunkel wird, sind solche Kleinsender doch gerade mal für einen Radius von einigen Kilometern zu gebrauchen. Selbst hier, 8 km südlich des Senders Wachenbrunn, konnte ich MDR Info auf 882 kHz mit seinen 20 KW während der Dunkelheit soweit ausblenden, daß andere Sender auf dieser Frequenz hörbar waren.

von Kay B - am 26.08.2012 18:24
Zitat
Kay B
Zitat

Aber in Randbereichen eines Sendegebietes würde ich mir eher AM als DAB antun.


Und wieso?


Hier ist nicht der Ort für die hundert-tausendste DAB-Klangdiskussion. Mir ging es um den Randbereich eines Sendegebietes, wo DAB mehr oder weniger schlagartig weg ist (wenn auch manchmal nur ganz kurz), während bei AM "nur" die Störungen zunehmen und letzteres finde ich deutlich weniger nervig.

Catperson

von catperson - am 26.08.2012 19:35
@ catperson

Zitat

Hier ist nicht der Ort für die hundert-tausendste DAB-Klangdiskussion.


Das soll es auch nicht sein. Ich wollte nur wissen, warum du lieber AM statt DAB hören würdest.

von Kay B - am 26.08.2012 20:06
Bei "+" gibt's dafür die "Echozone" und die kann gefühlt kleinste Empfangslöcher ganz gut überdecken. Das ändert aber alles nichts daran, daß bei den analogen Empfangswegen in weiten Grenzen die Entscheidung, wann ich es nicht mehr aushalte, bei mir liegt. Dagegen ist nach kurzem Blubbern oder Echo Schicht im Schacht.

Catperson

von catperson - am 26.08.2012 20:08
Jetzt strahlen auch folgende BBC-Regionalsender die Umschaltschleife auf Ihren Mittelwellen-Frequenzen aus:

- BBC Radio Herford & Worcester auf 738 und 1584 kHz (1584 habe ich selbst gehört im Webreceiver der Uni Twente Enschede)
- BBC Radio Kent auf 1602 kHz.

Die Hörer werden freundlich aufgefordert, auf DAB und/oder UKW umzuschalten.

von dxbruelhart - am 31.10.2012 13:46
Hier nochmal alle BBC-Lokalsender auf MW, soweit bekannt:

630 Three Counties Radio - Lewsey Farm
666 York - Fulford
729 Essex - Manningtree
738 Hereford and Worcester - Worcester
756 Cumbria - Carlisle
765 Essex - Bakers Wood
774 Kent - Littlebourne
774 Leeds - Farnley
801 Devon - Barnstaple
837 Cumbria - Barrow-in-Furness
855 Lancanshire - Riley Green
855 Norfolk - Postwick
873 Norfolk - West Lynn
990 Devon - Exeter
999 Solent - Hampshire
1026 Cambridgeshire - Chesterton Fen
1026 Jersey
1035 Sheffield - ??? (woher?)
1116 Derby - Burnaston Lane
1116 Guernsey
1161 Sussex - Bexhill
1161 Three Counties Radio - Kempston
1260 York - Scarborough
1332 Wiltshire - Lacock
1359 Solent - Dorset
1368 Lincolnshire - Swanpool
1368 Surrey - Duxhurst
1368 Wiltshire - Swindon
1413 Gloucestershire - Stow-on-the-Wold, Berkeley Heath (SFN)
1458 Cumbria - Whitehaven
1458 Devon - Torbay
1458 Newcastle - ??? (woher?)
1485 Humberside - Paull
1485 Merseyside - Wallasey
1485 Sussex - Brighton
1503 Stoke - Sideway
1530 Essex - Rayleigh
1548 Bristol - Mangotsfield
1557 Lancanshire - Oxcliffe Hill
1566 Somerset - ??? (woher?)
1584 Hereford and Worcester - North Herefordshire
1584 Nottingham - Clipstone
1602 Kent - Rusthall

von RheinMain701 - am 02.11.2012 16:40
Zitat
Kay B
Das ist dann aber eher ein Problem eines noch unzureichend ausgebauten DAB-Netzes. Und um das erstmal zu finanzieren muß die BBC halt wenigstens die Doppelausstrahlung aus AM abbauen.


Das macht auch Sinn, denn die Lokalstationen haben auf MW ziemlich schwache Sender. Ein paar quälen sich mit 200 Watt herum. Damit kommt man nicht einmal über die Stadtgrenze hinaus. Nur Bristol hat mehr als 2 kW. Mehr als 20 km Reichweite sind bei den meisten Stationen nicht möglich. Die UKW-Sender haben meist eine deutlich größere Reichweite.

von Wasat - am 02.11.2012 17:17
BBC Somerset 1566: Taunton
BBC Newcastle 1458: Newcastle (Wrekenton)
BBC Sheffield 1035: Sheffield

Siehe http://www.bbc.co.uk/reception/transmitters

Ich habe in UK in den letzten Jahren um die 100 Fahrten mit dem Taxi gemacht und diverse Mietwagen gefahren. Kein einziges der Taxis und Mietautos hatte DAB im Autoradio, meist waren es UKW/MW- oder reine UKW-Empfänger. OK, ich hatte nur Autos der Golfklasse gemietet, was anderes finanziert mein Arbeitgeber nicht. Wenn in den Taxis das Radio lief, dann war es auf UKW eingestellt. Bei den eigenen Fahrten mit den Mietautos funktionierte die RDS-TP-Funktion bestens, also das automatische Umschalten auf die Verkehrsinfos der jeweiligen BBC-Lokalradios.

Von daher dürfte das Abschalten der lokalen MW-Sender dort kaum jeden stören. Ebensowenig stossen aber nach meinem Eindruck die DAB-Sendungen auf nennenswertes Interesse - ganz anders als ich das in so manchen Forumsbeiträgen hier und dort so liest...

73 de Uli

von ulionken - am 02.11.2012 18:24
Die Freak-Einträge und Lobbyisten-Mitteilungen intteressieren auch weiterhin nicht.
Wer mal durch die "Hitliste" der angesagten Sender schaut, wird sehen, dass unter den ersten kein einziger DAB - Sender ist.

von sup2 - am 02.11.2012 18:57
Was auch bei uns nicht zu lesen ist, ist, dass es in GB durchaus Hörer gab, die sich als Mittelwellen-Hörer "outeten" und daher die MW hier und da erstmal weiterlaufen lässt.
Diese Beobachtung mit DAB kann ich - wenn auch aus dem Jahr 2011 - bestätigen.

Zu den Beobachtungen in den sog. Fachmärkten : Ich wäre froh, überhaupt mal ein Fachpersonal zu sprechen. Von einem DAB-Radio spreche ich lieber gar nicht.
Das Volk hört und nutzt mehr und mehr über Smartphone.

von sup2 - am 02.11.2012 20:02
Dass man überhaupt Lokalsender auf MW laufen lässt, die ja eher für die Flächenversorgung gedacht ist, ist schon beachtlich. Man stelle sich vor, die NRW-Locals würden alle auf MW senden...

In GB sind noch sehr viele MW-Sender on air. Neben BBC R5 und BBC Asian Network gibt es noch die Regionalsender von Schottland, Irland und Wales auf MW. Dazu kommen noch zahlreiche private Sender vor allem in London (die bis heute von den Russen gestört werden - wie im kalten Krieg!). Einen MW-Switchoff wird es dort also so bald nicht geben.

von RheinMain701 - am 02.11.2012 22:01
Zitat
sup2
Ich denke an Krankenhausradio, Studentenfunk, Sender für Minderheiten und so weiter.


Krankenhausradio und Studentenfunk gibt es längst. Die meisten verbreiten ihr Programm nur online. Wer einen Sender haben möchte, bekommt eine Lizenz für einen AM- oder FM-Sender mit 1 Watt. In letzter Zeit dürfte hier auch FM der Vorzug gegeben werden. Die meist benützte FM-Frequenz dafür ist 87,7 MHz.

Wer sonst noch im öffentlichen Interesse Radio machen möchte, kann eine Lizenz für Community Radio beantragen. Fast alle der derzeit rund 200 Community Radios senden auf FM, was auch vernünftig ist, weil die Leistung dieser Stationen 25 Watt üblicherweise nicht übersteigen darf. Damit kann man in AM nachts seine Zielgebiet nicht versorgen, in FM schon.

von Wasat - am 03.11.2012 22:15
Also ist es auszuschliessen, dass der eine oder andere Webradio-Macher eine Frequenz zugewiesen bekommt ? ( ich denke da z.B. an Radio Sutch, o.ä. ) Mir sind leider die rechtlichen Bedingungen auf der Insel nicht bekannt.

Im anderen Thread liest man von Reduzierungen von der Welle Putin.
Es dreht sich also in punkto Aktzeptanz der MW immer wieder um das gleiche. Das Angebot ( endloses Gelaber ) wird von niemandem gehört. Damals wie heute.
Freunde von mir wohnen in der Ecke von Rotterdam und schalten im Auto oft die 828 ein.
Es war tatsächlich so, dass wir dort vor wenigen Wochen einen kleinen Ausflug zum Supermarkt machten und das Autoradio der Frau direkt beim Stecken des Zündschlüssels auf "828" startete.
Wäre es hingegen "Radio Balkan International", dann wäre die 828 längst aus den Hörgeräten verschwunden.
Schade, dass ein so guter Frequenzbereich so dermaßen ruiniert wird.

von sup2 - am 04.11.2012 06:31
Auf der Insel ist UKW im Vergleich mit Deutschland leer. Lediglich in London ist das Band voll, und auch da nur im "Ortskern". Aus diesem Grund kritisieren auch viele Engländer die Einführung von DAB, weil es vor allem Mehrkosten verursacht. Gekauft wird es aufgrund des Zusatzangebotes trotzdem. Aus technischer Sicht gibt es dort eigentlich keinen Bedarf mehr für die Mittelwelle, mehr Programme will man lieber auf DAB haben. Für Lokalsender gibt es im UKW-Band Platz satt.

von Bolivar diGriz - am 04.11.2012 08:03
Zitat
sup2
Schade, dass ein so guter Frequenzbereich so dermaßen ruiniert wird.


Gut war der Frequenzbereich aus der Sicht der Rundfunktechnik aber nie, weil die Ausbreitungsbedingungen zu wechselhaft und die Störmöglichkeiten zu vielfältig waren als dass ein verlässlicher Empfang möglich gewesen wäre. Schon in den Anfangstagen des Radios in den 1930ern klagte man, dass Störungen durch elektrische Straßenbahnen in großen Teilen der Stadt den Empfang erschwerten. Damals gab es allerdings in nur wenigen Städten eine elektrische Straßenbahn. Heute gibt es in allen Häusern Energiesparlampen und Flachbildschirme, die für einen lückenlosen Störteppich sorgen.

In Europa ist die Mittelwelle zudem schon schon in den 1950ern durch Überbelegung ruiniert worden. Damit hat man die beiden tatsächlichen Vorteile - 1) große Reichweite nachts, 2) Signale überwinden Hindernisse - verspielt.

Die Klagen über das Sterben der Mittelwelle kommen daher 50 Jahre zu spät.

von Wasat - am 04.11.2012 09:22
Schon richtig, aber UKW ist auch zu lange gefördert worden.
Ich habe noch Berichte hier, wo UKW als "Welle der Freude" bezeichnet wurde.
Neulich war ich im Raum Frankfurt unterwegs. Die Freude wäre nur über mich gekommen, wenn ich einem der Frequenzplaner das Radio um die Ohren geschlagen hätte. Gezerre, Rauschen, Krachen. Dann diese komische 101,8 an der A5, die mit 100 Watt gut 100 Meter versorgt ....
Und genau diese Empfangssituation konnte 1951 niemand vorhersehen.

Edit. Ich weiß natürlich, dass diese Füllsender und Minifunzeln nur rund um die bestehenden alten Sender geplant wurden. Das jetzige Chaos in vielen Gegenden wäre aber zu vermeiden gewesen.
Und wenn der DLF wirklich auf MW Hörer haben wollte, dann hätte man überall die alten Sendeleistungen belassen, einen Soundprozessor bestellt, und alles wäre gut gewesen.Aber nichts passierte. Nun ist der MW-Bereich bereit zum Sterben.

von sup2 - am 04.11.2012 15:14
Zitat
sup2
Dann diese komische 101,8 an der A5, die mit 100 Watt gut 100 Meter versorgt ....

Die ist auch eher für Frankfurt gedacht. In Frankfurt gibt es zwar die 91,2, die geht aber eigentlich nirgends.

von RheinMain701 - am 04.11.2012 16:06
Dachte für Ober-Ursel .
Somit ist klar : die 594 könnte für den DLF in Betrieb gehen, dazu den Sound der 1422 - schon wären diese Störsender auf UKW Vergangenheit. Das scheint nun zu spät zu sein.
Ich werde nie verstehen, aus welchem Grund man in diesem Land nichts, aber auch wirklich nichts, ordentliche durchplant und dann auch perfekt umsetzt. Hier ein bischen Gewurschtel, da ein bisschen Langdraht, und dann die Ausage : "Läuft irgendwie".
Perfektionieren ist und bleibt ein Fremdwort.

von sup2 - am 04.11.2012 16:25
@ sup2

Zitat

Es dreht sich also in punkto Aktzeptanz der MW immer wieder um das gleiche. Das Angebot ( endloses Gelaber ) wird von niemandem gehört. Damals wie heute.


Was willst du auch sonst über Lang-, Mittel- und Kurzwelle außer "Gelaber" verbreiten? Musik über Mittelwelle kannst du nach heutigen Ansprüchen in Deutschland einfach vergessen. Egal, mit welchen Soundprozessoren du rumbastelst. Du hast nunmal eine Beschränkung der NF auf 4,5 kHz und dazu Monoton, in der Regel durch den heutigen Störnebel noch stark gewürzt. Das tut sich heute in Deutschland kein Ottonormalhörer an. Jeder, der was anderes glaubt, lebt in einer Scheinwelt!


Zitat

Schon richtig, aber UKW ist auch zu lange gefördert worden.


Deutschland hatte nunmal nach dem zweiten Weltkrieg nur schlechte Frequenzen zugewiesen bekommen. Was hätte man sonst auch tun sollen außer UKW zu fördern?


Zitat

Neulich war ich im Raum Frankfurt unterwegs. Die Freude wäre nur über mich gekommen, wenn ich einem der Frequenzplaner das Radio um die Ohren geschlagen hätte. Gezerre, Rauschen, Krachen.


Was bei Funzeln, die auch nicht für einen Mobilbetrieb über weite Strecken vorgesehen sind, normal ist. UKW-Grundnetzsender bekommt man im Zielgebiet in der Regel auch mobil mit einer NF, die mit 15 kHz fast an die Obergrenze des menschlichen Ohrs heranreicht, dazu in Stereo ohne irgendwelches Fading, Gepfeife oder Geprassel.


Zitat

Und wenn der DLF wirklich auf MW Hörer haben wollte, dann hätte man überall die alten Sendeleistungen belassen, einen Soundprozessor bestellt, und alles wäre gut gewesen.


Du kannst auch mit noch so hohen Leistungen und noch so tollen Soundprozessoren in einem Land, das nach 1945 keine gescheiten Mittelwellenfrequenzen zur Verfügung hatte und dementsprechend schnell von diesem Frequenzbereich abkommen mußte, nichts mehr reißen.

Hier gibt es ja einige Leute, die so sehr davon schwärmen, wie gut doch Mittelwelle aus ihrem Röhrenradio aus den 1950er Jahren klingt. Und das glaube ich auch gerne. Das ist für den Ottonormalhörer aber nicht repräsentativ! Und um dessen Versorgung geht es beim Rundfunk und nicht um die Befriedigung der Bedürfnisse von Radio-Enthusiasten.

von Kay B - am 04.11.2012 22:34
@ sup2

Zitat

Tschuldige, wenn ich mich da so reingesteigert habe.


Du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Ich kann solche Standpunkte wie deinen schon gut nachvollziehen, da ich ja selber Mittelwellen-DX betreibe. Aber das ganze DXen und auch der Nostalgiekram (Röhrenradios...) sind halt Hobbies und stellen nicht die Bedürfnisse des Ottonormalhörers dar.


Zitat

Daher sollte man sich freuen, wenn überhaupt noch etwas auf MW hörbar ist. ;-)


Mein Vorschlag ist deshalb, den Mittelwellenbereich dem Amateurfunk zuzuweisen, wo weiter mit klassischer AM mit 9 kHz Kanalbandbreite gesendet werden darf.

von Kay B - am 05.11.2012 09:48
Nicht den Amateurfunkern, den freien Radiomachern:-)
Gestern war auf 1611 kHz ein Sender (Radio Utopia, um genau zu sein) aus dem niederländischen Grenzbereich zu hören: Breites, sauberes Signal mit wirklich gutem Klang, und ausnahmsweise richtig gute Musik. Leider hatte er Nachmittags abgeschaltet, weil, so kündigte er es an, "straks voetbal komt".

von Bolivar diGriz - am 05.11.2012 10:11
Sehr menschliches Radio. Abschalten wegen Fußball.
Daumen hoch !

Aber den Amateuren den Bereich zuweisen - nein. Eher denen, die Webradio im 1- oder 2stelligen Bereich betreiben einfach eine lokale Chance geben.

Natürlich nicht zu den Traumtänzerpreisen, die aktuell herrschen. Ich frage mich schon lange, warum man diese 50nW-Sender für Hausreichweite zugelassen hat, auf MW hingegen nix.
In den USA ist es übliich , auf MW oder UKW selbst zu senden. Wovor hat da jemand Angst ??

von sup2 - am 05.11.2012 18:51
Zitat
sup2
Wovor hat da jemand Angst ??


Früher war es die Angst vor der freien Meinungsäußerung. Das Thema ist inzwischen glücklicherweise durch, jetzt hat man Angst, dass es den wirtschaftlich Starken aus der Medienbranche nicht schmecken könnte. Und mit denen will sich kein Politiker anlegen. Selbst wenn er kein Bakschisch in Form überbezahlter Vorträge, Aufsichtsratposten oder auch nur Parteispenden erhält, eine schlechte Schlagzeile will kein Politiker. Und ein Politiker, der beispielsweise in NRW WAZ/NRZ oder die Rheinische Post verärgert (die ja Radio NRW und die Lokalsender kontrollieren), indem er ihnen ein paar Krümel vom Werbekuchen wegnimmt, könnte ja zur Strafe bald selber in den Schlagzeilen stehen. Da sich ohnehin "keine Sau" mehr für Radio, schon gar nicht für die Mittelwelle interessiert, wird wohl kein Politiker dieses Risiko eingehen und für Änderungen eintreten.

von Bolivar diGriz - am 05.11.2012 20:57
Zitat
sup2
In den USA ist es üblich, auf MW oder UKW selbst zu senden.


Ohne Lizenz geht das aber auch nur nach der "Part 15"-Regelung, welche aber sehr viele Einschränkungen hat.

Die maximal erlaubte Leistung auf Mittelwelle beträgt 0,1 Watt (gemessen am Eingang der Endstufe). Die dabei verwendete Antenne darf maximal 3 m lang sein. Es gibt auch die alternative Regelung, dass die Feldstärke maximal (24000/Frequenz) Microvolt pro Meter 30 m von der Grundgrenze entfernt betragen darf. Diese Regelung zahlt sich aber z.B. nur für einen Uni-Campus aus, wo die 0,1 Watt nicht reichen.

Für UKW gilt eine Feldstärke von 250 myV/m in 3 m Entfernung, was 0,01 Mikrowatt Sendeleistung entspricht.

Verstöße gegen die Vorschriften werden mit 10.000 USD bestraft, im Widerholungsfall mit 75.000 USD.

von Wasat - am 05.11.2012 22:21
Sicher ? Ich habe eine Webseite eines MW-Privatsenders gefunden, der sein "Empfangsgebiet" so ca. 2 Kilometer weiter auf Mittelwelle einzeichnete. Auf UKW sollte es ähnlich sein.
0,01 Mikrowatt auf UKW wären 10 Nanowatt ERP und mit den "Reichweiten" in Deutschland vergleichbar. Wenn ich die US-Webseiten lese, dann sind die Reichweiten jedoch deutlich hörer ( unser Block, unser Radio ).
Die MW mit 100 mW am Ausgang der Endstufe ist richtig. Bei 3 Meter Strahler und Wickelspule sind gut 500 Meter drin, wie auch viele Amateure berichten.
Ich frage mich, warum die BNETZA das nicht längst umgesetzt hat. Sind die USA doch immer ein Vorbild für uns gewesen .....

von sup2 - am 06.11.2012 17:48
@ sup2

Zitat

Natürlich nicht zu den Traumtänzerpreisen, die aktuell herrschen.


Ich meinte das eher so, daß es ein Bereich ist, in dem Sender im einstelligen Wattbereich selbst betrieben werden dürfen, solange sie gewisse Vorschriften einhalten (Oberwellen, EMV...).


Zitat

Ich frage mich schon lange, warum man diese 50nW-Sender für Hausreichweite zugelassen hat, auf MW hingegen nix.


Diese Minizünder sind ja nicht dazu bestimmt, daß jemand Radio macht, sondern als Ersatz für einen fehlenden Audioeingang an einem Gerät. Diese Dinger sollen also ein Stereosignal mit mindestens 15 kHz NF-Bandbreite übertragen können, was bei einem Mittelwellenminizünder nicht möglich wäre (kein Stereo und nur 4,5 kHz NF-Bandbreite).


Zitat

In den USA ist es übliich , auf MW oder UKW selbst zu senden. Wovor hat da jemand Angst ??


Angst müßte man sich da eher drum machen, was für eine Antenne man benutzen will. Diese oben genannten Vorgaben mit einer maximalen Antennenlänge von 3 Metern sind auch nur Basteleien, bei denen der größte Teil der von der Endstufe abgegebenen HF entweder in die Endstufe zurückfließt oder an der Antenne Wärme erzeugt. Dann hast du von den 0,1 Watt bestenfalls nur 0,005 Watt, die als HF abgestrahlt werden.

Will man auf Mittelwelle nicht einen absolut beschissenen Wirkungsgrad, sollte man sehr abgelegen wohnen, wo man einen 50 Meter hohen Mast aufbauen kann. Also mal eben schnell eine Antenne hinstellen und drauf lossenden ist bei Mittelwelle nicht drin.

von Kay B - am 06.11.2012 17:50
Spannendes Thema. In GB haben diese Krankenhaussender gut 50 Watt an der Antenne, die dann maximal 1 Watt ERP raushaut.
Gibt es irgendwo eine Art Tabelle, an der man den jeweiligen Wirkungsgrad sehen kann ?
Wenn diese GB-.Sender gut 1/50stel Wirkungsgrad haben, dann erklärt sich diese "Sendeleistung" in den USA von selbst. Bislang dachte ich, dass es 100mW ERP wären oder 100mW UKW.
Offenbar sind die Reichweiten deutlich geringer.

von sup2 - am 06.11.2012 18:00
Zitat
sup2
Sicher ? Ich habe eine Webseite eines MW-Privatsenders gefunden, der sein "Empfangsgebiet" so ca. 2 Kilometer weiter auf Mittelwelle einzeichnete.


Eine optimistische Sichtweise eben. Mit 0,1 Watt käme man auf MW aber unter günstigen Voraussetzungen (ländliche Gegend, gute Bodenleitfähigkeit) tatsächlich 2 km weit mit noch akzeptabler Qualität.

Ich habe seinerzeit die Reichweite des Senders getestet, der beim Tag der offenen Tür in Ismaning auf 585 kHz betrieben wurde. Es wurde 1 Watt Strahlungsleistung angegeben. Bis 3 km Entfernung war der Empfang ausgezeichnet, bis 8 km Entfernung noch brauchbar. Große Störquellen durften natürlich keine in der Nähe sein. So war der Empfang entlang der S-Bahnlinie zum Flughafen, obwohl nur 3,5 km vom Sender entfernt, fast unmöglich. Doch selbst in Allershausen, 23 km vom Sender entfernt, konnte man noch Teile des Inhaltes ausmachen. Ich hörte mit einem eher mittelmäßigen Autoradio.

Eine Bestätigung meiner Beobachtungen aus Ismaning erhielt ich in London. Im Hotel in der Nähe des Flughafens Heathrow empfing ich den 1 Watt-Sender von Insanity Radio der Royal Holloway University in Egham auf 1287 kHz. Entfernung 12 km. Das Signal war gerade noch verständlich. Empfänger war eine Sony ICF-SW100, der wegen seiner kompakten Bauweise nicht gerade üppigen MW-Empfang bietet.

von Wasat - am 06.11.2012 19:30
@ Kay B

In Ismaning diente als Antenne ein langer Draht (schätzungsweise 200 m lang), der vom ehem. VOA-Sendergebäude, in dem der Radioflohmarkt stattfand, zum UKW-Sendemast gespannt war. Es wurden in einer Endlosschleife Infos zum Tag der offenen Tür gesendet.

von Wasat - am 07.11.2012 11:39
Ach so. Gibt es davon Fotos oder so ? Vielleicht auch ein Reichweitenscan bei YT ?
Mit einem Watt müsste es doch mehr als den Sendepark "Ismaning" versorgt haben.
Da würde mich ein Tonmitschnitt interessieren.

von sup2 - am 07.11.2012 18:41
Zitat
sup2
Mit einem Watt müsste es doch mehr als den Sendepark "Ismaning" versorgt haben.


Ich habe auch geschrieben:
bis 3 km sehr guter Empfang
bis 8 km noch brauchbarer Empfang
bis 23 km (Allershausen) noch "Signalreste"

Zitat
Kay B
Ein so langer Draht um gerade mal 3 bis 8 km weit zu senden, ist ja schon ein hoher Aufwand.


Warum? Das war eine dünne Litze, wie sie im Baumarkt zu bekommen ist.


Auf diesem Bild habe ich zufällig den Antennendraht erwischt. Er war mit 3 Eierisolatoren knapp unterhalb der untersten Abspannebene des alten UKW-Masten angehängt. Das andere Ende führte zu einem Fenster des BR-Lagergebäudes, in dem früher die von der VOA benützen Kurzwellensender standen. Der Sender (vermutlich ein adaptierter Amateurfunk-Transceiver) stand dort irgendwo, aber weder die BR-Sendetechniker, noch die Leute vom Flohmarkt, die ich fragte, wussten, wer dafür zuständig war.

von Wasat - am 07.11.2012 22:05
@ Wasat

Zitat

Warum? Das war eine dünne Litze, wie sie im Baumarkt zu bekommen ist.


Ich meinte, aufwändig im Vergleich zu UKW, wo eine kleinere Antenne reicht um mit der gleichen Leistung das gleiche Gebiet abzudecken.

von Kay B - am 07.11.2012 22:49
Veranstaltungsradio auf Mittelwelle ist doch gar nicht möglich ? Seltsam. Es muss dann für diesen Sender doch auch eine Frequenzgenehmigung gegeben haben.
3 bis 8 Kilometer ist doch ganz beachtlich. Nur für eine Raumwelle wird es wohl nicht gereicht haben.
[edit] in einem Forum lese ich grade, dass die alte BBC-648 für neue Zwecke genutzt werden soll. Vielleicht weiß da jemand mehr ?

von sup2 - am 08.11.2012 03:53
Zitat
sup2
Es muss dann für diesen Sender doch auch eine Frequenzgenehmigung gegeben haben.


Für den BR als Eigentümer der Liegenschaft wohl nur eine kleines Problem.

Zitat
Kay B
Ich meinte, aufwändig im Vergleich zu UKW, wo eine kleinere Antenne reicht um mit der gleichen Leistung das gleiche Gebiet abzudecken.


Trotz der viel größeren Wellenlänge könnte man auf MW auch eine Stabantenne mit Spule verwenden. Würde aber mehr Kosten als der Draht. Und dann wäre noch der "Spaßfaktor".

Es hätte übrigens auch eine eigene QSL-Karte gegeben, auf der der Sender sogar abgebildet ist.

von Wasat - am 08.11.2012 07:14
@ Wasat

Zitat

Trotz der viel größeren Wellenlänge könnte man auf MW auch eine Stabantenne mit Spule verwenden. Würde aber mehr Kosten als der Draht.


Bringt aber obendrein noch weniger als der Draht.

von Kay B - am 08.11.2012 14:49
Zitat
Wasat
Zitat
sup2
Es muss dann für diesen Sender doch auch eine Frequenzgenehmigung gegeben haben.

Für den BR als Eigentümer der Liegenschaft wohl nur eine kleines Problem.

Natürlich gab es eine offizielle Sendegenehmigung der BNetzA. Die BRler sind ja keine Schwarzfunker. :D

---> http://s1.directupload.net/file/d/3068/sk77alum_jpg.htm



Zitat
Wasat
Der Sender (vermutlich ein adaptierter Amateurfunk-Transceiver) stand dort irgendwo, aber weder die BR-Sendetechniker, noch die Leute vom Flohmarkt, die ich fragte, wussten, wer dafür zuständig war.

Das stimmt. Wir konnten an dem Sender ungestört etwas herumspielen.

---> http://s14.directupload.net/file/d/3068/et9hg5bg_jpg.htm



Zitat
Wasat
Auf diesem Bild habe ich zufällig den Antennendraht erwischt. Er war mit 3 Eierisolatoren knapp unterhalb der untersten Abspannebene des alten UKW-Masten angehängt.

Auch hier zu sehen...

---> http://s1.directupload.net/file/d/3068/b2buetju_jpg.htm



Zitat
Wasat
Das andere Ende führte zu einem Fenster des BR-Lagergebäudes, in dem früher die von der VOA benützen Kurzwellensender standen.

Auch davon gibt's ein Foto...

---> http://s1.directupload.net/file/d/3068/855zbljr_jpg.htm



Zugabe:

---> http://s14.directupload.net/file/d/3068/3lg4eu3m_jpg.htm

von Manager. - am 08.11.2012 17:55
Zitat
sup2
Ist dieses Radio585 nun legal ?


Da es von der dafür autoristieren staatliche Behörde genehmigt wurde, ist es legal. Die rechtlicher Grundlage ist im §57 Absatz 1 beschrieben.

Zitat

Für die Zuteilung von Frequenzen zur Übertragung von Rundfunk im Zuständigkeitsbereich der Länder ist neben den Voraussetzungen des § 55 auf der Grundlage der rundfunkrechtlichen Festlegungen das Benehmen mit der zuständigen Landesbehörde herzustellen. Die jeweilige Landesbehörde teilt den Versorgungsbedarf für Rundfunk im Zuständigkeitsbereich der Länder der Bundesnetzagentur mit. Die Bundesnetzagentur setzt diese Bedarfsanmeldungen bei der Frequenzzuteilung nach § 55 um. ... . Hat die zuständige Landesbehörde die inhaltliche Belegung einer analogen oder digitalen Frequenznutzung zur Übertragung von Rundfunk im Zuständigkeitsbereich der Länder einem Inhalteanbieter zur alleinigen Nutzung zugewiesen, so kann dieser einen Vertrag mit einem Sendernetzbetreiber seiner Wahl abschließen, soweit dabei gewährleistet ist, dass den rundfunkrechtlichen Festlegungen entsprochen wurde. Sofern der Sendernetzbetreiber die Zuteilungsvoraussetzungen erfüllt, teilt ihm die Bundesnetzagentur die Frequenz auf Antrag zu. Die Frequenzzuteilung ist auf die Dauer der rundfunkrechtlichen Zuweisung der zuständigen Landesbehörde zu befristen und kann bei Fortdauern dieser Zuweisung verlängert werden.


von Wasat - am 08.11.2012 20:16
Nun gibt es schon Ergebnisse der Abschaltversuche. Demnach gab es nur in Liverpool eine größer Anzahl an Beschwerden.

Goodbye AM meldet:

The BBC’s hopes of saving money by switching off local radio broadcasts on AM came unstuck in Liverpool when 600 listeners complained about the loss of their medium-wave service. Hundreds of outraged listeners contacted the Liverpool-based station to complain. The closedown in the three other areas – Nottingham, Kent and Hereford & Worcester, was said to be less problematic, however.

von Wasat - am 12.11.2012 20:26
Fragen über Fragen... :D

Stimmt es
Habt Ihr
Gegen welches
Muß eigentlich
Gäbe es
Wäre eigentlich
Stimmt es
Ist der zweite
Warum gibt es
Gibt es
Warum hat man
Welche Musikstücke
Was ist eigentlich
Wurden dort
Warum hat
Warum gibt es eigentlich
Warum ist er überhaupt
Was für Wetter
Wozu könnten diese
Wo war der
Wo werden und wurden
Welches System erreicht
Wie gut ist die
Was ist das für eine
Gibt es irgendwelche
Könnte man nicht
Existiert noch der

Fragen aus insgesamt 35 Postings seit 11.5.2012....
Böblingen.... Beni74??? Oder ein neuer Troll?

von iro - am 15.11.2012 19:22
Lasst ihn doch fragen. Obelixx hat dazumals 35 Fragen pro Woche gestellt.

Zitat
Wellenschneider
Ist der Antennendraht für die Mittelwellenfrequenz 585 kHz in Ismaning eine permanente Installation?


Nein. Wird ja höchstens alle paar Jahre für einen Tag gebraucht. Aber auch deshalb nicht, weil der alte UKW-Mast, wohin der Draht gespannt war, inzwischen abgetragen und durch einen neuen ersetzt wurde.

von Wasat - am 16.11.2012 06:21
Laut der Originalquelle auf der BBC-Website: http://www.bbc.co.uk/reception/news/item31 werden folgende BBC Local Radios versuchsweise auf Mittelwelle abgeschaltet:

BBC Radio Lancashire (1557 kHz), BBC Surrey (1368), BBC Sussex (1161, 1485): 1. bis 5. Dezember

BBC Radio Humberside (1485), BBC Radio Wiltshire (1332, 1368), BBC Radio Devon (1458): 8. bis 12. Dezember

Für jeweils zwei Wochen davor wird nur eine Ansageschleife statt des regulären Programms ausgestrahlt.

73 de Uli

von ulionken - am 21.11.2014 17:44
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