Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Radioforum
Beiträge im Thema:
61
Erster Beitrag:
vor 14 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
Manager., -Ole-, P.A., Robert S., digifreak, Hannoveraner, 0815xxl, Andreas W, essemm, Frank S., ... und 6 weitere

Neue Frequenzen für den MDR

Startbeitrag von P.A. am 19.04.2004 11:32

Der MDR hat heute seine Frequenzlisten überarbeitet.
Dabei sind die 103,0 in Magdeburg für JUMP und die 100,0 in Schalkalden für MDR INFO neu gelistet. Statt geplant gibt es jetzt auch nähere Inbetriebnahmezeiträume.

Die 50 interessantesten Antworten:

Das kann ja echt nicht wahr sein!!!

In Halle gehen ja sowohl Brocken als auch Leipzig in ausreichender Qualität :mad:
Und in Magdeburg der Brocken und Dequede, oder?

von essemm - am 19.04.2004 12:08
Freut euch doch!!! Was früher den Verantwortlichen in der DDR nicht gelungen ist, scheint heutzutage sehr gut zu klappen: nämlich ungewollte Feindsender zu stören!!!



von Andreas W - am 19.04.2004 12:12
Zwobot:

Fritz geht in Magdeburg weiterhin auf 91.9 MHz.

Ansonsten: Echt zum Kotzen. Die 103.0 MHz ist in Magdeburg mehr als überflüssig! Fast ganz MD wird von Brocken 91.5 MHz mit weit mehr als 65 dBµV/m abgedeckt. Das reicht selbst für den tiefsten Keller. Wittenberg erzielt dazu Feldstärken um 50 dBµV/m, hier reicht es aber nicht für die magischen 54 dBµV/m. Insgesamt würde mich die Begründung des MDR für diese sinnlose Gebührenverschwendung interessieren. Auch eine 100 W-Funzel kostet Geld. Aber wenn man - genauso unsinnig - das ganze Sendegebiet mit teuren Plakaten, die das Profil so richtig auf unter-Privatfunkerniveau zementieren (junge freudige Menschenmenge vor den Jump-Hypnosekreisen, dazu "Wenn Musik, dann Jump"), in voller Breite zukleistert, hat man wohl auch dafür noch Geld. (Bis mal wieder eine südamerikanische Spekulation platzt... :) )

Der Standort wird übrigens der der 98.7 MHz mit ganzen 38 m haat. Gestört wird eher nichts - Fritz 103.1 hat als bessere AF die 91.9, nach Nord wird der Sender eh kaum über die Stadt hinauskommen, FFN 103.1 hat als eh bessere AF die 102.4 MHz.

von -Ole- - am 19.04.2004 14:12
Statt solcher sinnlosen Spielchen, sollten sie mal zusehen die Lausitz zu versorgen.

Denn hier ist es bitter nötig !

Nirgendwo dort, außer einige wenige km rund um den UKW Strahler Löbau sind die MDR-Programme vernünftig zu hören.
Schreibt man dann an den MDR, hört man nur daß das wohl stimmt, aber technisch keine Möglichkeit zur Verbesserung besteht.
Dafür gibt es ja auch ein volles Band mit polnischen und tscheschichen Programmen (viel viel stärker als die MDR Programme; wieso sendet Lauban (PL) mit 60 kW, Jeschken (CZ, 1012 m !!) mit 40 kW und Löbau (D) mit 5 kW - gleiches Recht für alle ?)



von Frank S. - am 20.04.2004 19:08
Waren die heutigen 5kW-Löbau Frequenzen früher tatsächlich alle mit 30kW on-air? Warum haben die sich da koordinierungsmäßig so zurückschrauben lassen? Und wie kann es sein, dass man einerseits auf deutscher Seite auf 5kW runtergehen muss, andrerseits die Polen und Tschechen dicke High-Power Sender direkt hinter der Grenze stehen haben dürfen? Da wurde doch was falsch gemacht damals und man hat sich ordentlich über den Tisch ziehen lassen.
Heute kann man da wohl nimmer viel richten, außer die Lausitz mit zig Füllsendern übersähen.



von Andreas W - am 21.04.2004 08:25
das thema hattn wir doch schonma,es ging doch da drum das der sender löbau zu weit nach polen und tschechien reingezündet hat,daher die leistungsreduzierung,
warum man aber in den nachbarländern so stark senden darf wundert mich auch.

zu der 103,0,damit wird es wohl unmöglich RADIO PSR in magdeburg weiterhin zu hören,ich vermute dieser fehrnempfang ist damit geschichte.
die 100,0 in schmalkhalden dürft net weiter interessant sein,diese QRG ist ja relativ frei dort.



von Robert S. - am 21.04.2004 17:58
Waren die heutigen 5kW-Löbau Frequenzen früher tatsächlich alle mit 30kW on-air? Warum haben die sich da koordinierungsmäßig so zurückschrauben lassen?

Ich bin da auch unsicher. Für die 91,8 (JUMP), 96,2 (FIGARO) , 98,2 (mdr 1) und 99,5 (DLF) liegen mir zu keiner Zeit Sendeleistungen über 5 kW in meinem Archiv vor.
Das will überhaupt nichts heißen, aber wundern würde mich es schon, wenn die drei mdr-Frequenzen mal mit 30 kW betrieben worden wären.

Deshalb folgende Fragen:
1. Mit welchen Leistungen wurden die Löbauer QRGs im Genfer Wellenplan ursprünglich koordiniert?
2. Was gilt dort (nach ITU) heute?
3. Wann (wenn überhaupt) wurden diese QRGs mit 30 kW gefahren?

Wer kann helfen?


@ Robert S. und ZWOBOT:
Wann war diese Leistungsreduzierung?



von Manager. - am 21.04.2004 20:03
Ich habe den Genfer Wellenplan von 1984 noch hier irgendwo rumliegen, allerdings nur mit "West"-Sender.

Ja, geht mir genauso.


Mich hatte schon immer die Sendeleistung der DDR-Sender interessiert, nur bin ich nie an diese Informationen rangekommen

Hab da auch nur Infos aus den Wittsmoorlisten.

=> und dort hab ich doch noch was gefunden...

Löbau 91,8
-> 1.1.1987 für DT 64 gelistet mit 10 kW ! - außerdem nur 98,2 mit 3 kW für DDR II
-> 1.1.1989 für den Berliner Rundfunk mit 5 kW - außerdem 96,2 (DDR I), 98,2 (DDR II) und 101,0 (DT 64) mit jeweils 5 kW

von Manager. - am 21.04.2004 20:52
ich hab hier mal drin gelesn das es nach der wende passiert sein mußte ,also da wurde der turm gerade renoviert
na schaut doch mal die 107,6 zündet jetzt auch noch mit 30 kw,und wer weiß wie gut die überall zu empfangen ist kann sich vorstellen wie weit die andren kommen würden



von Robert S. - am 22.04.2004 18:07
Zitat

... Statt geplant gibt es jetzt auch nähere Inbetriebnahmezeiträume.


Wo kann man das nachlesen ? Gibt es ein Link ?

Komisch, die 3 privaten Sender auf Löbau senden aber mit 30 KW !! Und das schon seit Ewigkeiten. Die stören in Polen oder Tschechien nicht, oder wie ? ;-)

Die anderen Frequenzen (MDR/DLF) sind im Buch "Rundfunk auf UKW" (Ausg. '97) alle mit 5 KW gelistet.

Ich krieg die aber trotzdem alle relativ gut mit ner UKW-Dachantenne in ca. 80km Entfernung (SüdOst-Brbg).

Bye

von 0815xxl - am 23.04.2004 18:02
Halle-Stadt 89.6/107.3: "geplant Mitte 2004"
Magdeburg 103.0: "geplant 2004"

Und stimmt, die 103.0 jammt vorallem die 102.9 weg, die dort noch halbwegs gut geht. Naja, ist auch nur Radio PSR.

von -Ole- - am 23.04.2004 18:25
Hallo,

die Daten für den Sender Löbau aus dem Genfer Plan von 1984 (noch von der Fernmeldeverwaltung der DDR koordiniert):

91.80 MHz / 5 kW / D 295 Grad
96.20 MHz / 5 kW / ND
98.20 MHz / 5 kW / D 150 Grad
99.50 MHz / 5 kW / ND
101.00 MHz / 30 kW / D 30 Grad
103.00 MHz / 2 kW / D 85 Grad
105.60 MHz / 30 kW / D 80 Grad
107.60 MHz / 30 kW / D 115 Grad

Andreas, von "über den Tisch ziehen lassen" durch die Nachbarländer kann nicht die Rede sein. Die Sender unterhalb von 100 MHz liefen schon seit Jahrzehnten mit Senderleistungen von 5 kW und weniger, zu DDR-Zeiten mit 1 bis 3 kW. Die 1984 neu koordinierten Frequenzen oberhalb von 100 MHz dürfen fast alle mit 30 kW senden, mit Richtstrahlung in Richtung Polen!

Auch wenn das manchem Leser nicht ins politische Weltbild passen mag: Die DDR hat damals auf die Koordination von wenigen weit reichenden Sendern mit hoher Leistung und gutem Schutz vor Störungen durch andere Sender gesetzt, zum Nutzen des Fernempfangs. Davon profitierten auch die Westsender. Der NDR war zum Beispiel störungsfrei bis Dresden zu empfangen.

Hingegen hatte die Bundesrepublik 1984 zahlreiche dicht liegende Sender mittlerer Leistung koordiniert und damit Fernempfang zu Gunsten von neuen UKW-Ketten und dem Füllen von "Versorgungslücken" (bezogen auf Küchenradios) stark erschwert.

Dieses Konzept wurde in den letzten Jahren auch unterhalb von 100 MHz und auch in der ex-DDR mit den vielen "Funzeln" zur Perfektion getrieben. Zwar hört man dadurch jetzt DLF, DLR Berlin und ein paar Musikprogramme zusätzlich, aber der Fernempfang wird immer schwieriger. Ich fand die frühere Situation (guter Fernempfang, dafür "Versorgungslücken") viel interessanter.

73 de Uli

von ulionken - am 25.04.2004 21:56
Nachtrag: Löbau 103.00 MHz / 2 kW ist erst 1996 dazu gekommen und war nicht im Genfer Plan von 1984 enthalten.

73 de Uli

von ulionken - am 25.04.2004 22:11
@ ulionken:

Vielen Dank für die Infos!

von Manager. - am 27.04.2004 12:58
Nochmal zu dem von Uli geposteten Genfer Wellenplan von 1984 und den Löbau-Frequenzen:

Zitat

96.20 MHz / 5 kW / ND
98.20 MHz / 5 kW / D 150 Grad



Trotz Sucherei habe ich den entsprechenden Beleg nicht gefunden, aber ich meine mich zu erinnern, dass die 96,2 MHz bis Mitte (?) der 80er in Dresden koordiniert war, dort aber nicht oder nur zeitweise in Betrieb gewesen ist (zumindest war bei Besuchen im Raum Kamenz die Berliner 96,3 MHz ungestört mit Dachantenne empfangbar).
Weiss jemand genaueres?

Wann ging die 98,2 in Löbau in Betrieb? Auch hier meine ich, damals (83...86) - wenn auch ganz schwach - die Berliner Frequenz des SFB empfangen zu haben.

von Thomas132 - am 29.04.2004 09:00
Trotz Sucherei habe ich den entsprechenden Beleg nicht gefunden, aber ich meine mich zu erinnern, dass die 96,2 MHz bis Mitte (?) der 80er in Dresden koordiniert war, dort aber nicht oder nur zeitweise in Betrieb gewesen ist (zumindest war bei Besuchen im Raum Kamenz die Berliner 96,3 MHz ungestört mit Dachantenne empfangbar).
Weiss jemand genaueres?


@ Thomas132:

Dazu habe ich folgendes im Archiv gefunden:

Wittsmoorliste 1.1.87

Dresden 96,2 1 kW DT 64

von Manager. - am 30.04.2004 15:19
Wann ging die 98,2 in Löbau in Betrieb? Auch hier meine ich, damals (83...86) - wenn auch ganz schwach - die Berliner Frequenz des SFB empfangen zu haben.

Hier habe ich nur gefunden, dass die 98,2 in Löbau bereits in der Wittsmoorliste vom 1.1.81 mit 3 kW in Mono für Radio DDR II (wohl mit Regionalprogramm für den Bezirk Dresden) verzeichnet war.

von Manager. - am 30.04.2004 15:25
Bis zur Inbetriebnahme der 100kW Frequenz 102.4Mhz vom Fernsehturm in Dresden-Wachwitz wurde die 96.2 Mhz mit kleiner Leistung für die Ausstrahlung von DT64 genutzt. Danach wurde die 96.2 in Dresden abgeschalten (und nach Löbau verlagert ?)



von Frank S. - am 01.05.2004 12:06
Bin heute in Halle gewesen und habe festgestellt das in der Gerberstrasse jetzt der Antennenträger mit der Antennenanlage für JUMP und FIGARO montiert ist.
Die Sender sind noch nicht in Betrieb. Fotos habe ich auch gemacht und Heinz bereits zukommen lassen.

von P.A. - am 01.05.2004 12:23
Obiges zu DD 96,2 MHZ und 98,2 MHZ Löbau/Schafberg kann ich bestätigen- auch seitens der Empfangbarkeit von 98,2 MHZ Schäferberg und Berlin SFB 3 96,3 bzw. jetzt 96,3 mHZ RBB MK.

DT 64 auf 96,2 MHZ kam sehr schwach von DD rein- Raum Elsterwerda- und hat 96,3 MHZ nicht gestört! DT 64 war so auf 91,4 MHZ von Berlin besser zu empfangen!

Auch die 98,2 MHZ - EX. SFB 4/Radio 4You kam bis dato ohne Richtantenne bei uns super rein- trotz Schäferbergabstrahlung. Jetzt braucht man zum 98,2 MHZ RadioParadiso-Empfang Yagi-Richtantenne bei uns- geht aber immer so super in Mono- wenn keine Richtanatenne, dann MDR1-RadioSachsen-Empfang vom Schäferberg/Löbau!

von gunter333 - am 01.05.2004 21:40
DT 64 auf 96,2 MHZ kam sehr schwach von DD rein- Raum Elsterwerda- und hat 96,3 MHZ nicht gestört! DT 64 war so auf 91,4 MHZ von Berlin besser zu empfangen!

@ gunter333:

DT 64 auf 91,4? - Das muss dann aber schon sehr lange her sein.
Ich habe seit Anfang der 80er Jahre immer nur den Berliner Rundfunk auf dieser Berliner Frequenz gehört.
DT 64 war nach meiner Erinnerung in Berlin Anfang der 80er Jahre auf 95,05 , später parallel auf 93,1 und 102,6 und zur Wendezeit nur noch auf 102,6.

von Manager. - am 02.05.2004 18:18
[Ergänzung]:

@ gunter333:

Bitte erklär' mal einem Wessi mit profundem Halbwissen über den alten Ostfunk wie man über die Berliner Rundfunk-QRG 91,4 DT64 hören konnte. Das war doch bloß eine gemeinsam ausgestrahlte Sendung am Nachmittag oder wie war das ?

von Manager. - am 02.05.2004 18:33
Ich als Quasi-Wendewessi :) (aber hey, ich war immerhin als Kleinkind 2x jenseits der Grenze) denke mal, dass damit die Sendung "Jugendradio DT64" auf dem Berliner Rundfunk gemeint ist, die glaube ich (!) damals nachmittags lief, als UKW V noch nicht in Betrieb war. Abends gabs dann doch noch die Abendschiene von DT64 auf einigen Kleinsendern, oder?

von -Ole- - am 02.05.2004 18:51
Zitat

Wittsmoorliste 1.1.87:
Dresden 96,2 1 kW DT 64


Hallo, hab mal in alten Sachen geblättert und eventuell was interessantes gefunden:

Zu DDR-Zeiten gab es an den Zeitungs-Kiosken ein kleines "Programm-Heftchen" (größer A4, 8 Seiten) mit dem wöchentlichen Programm aller 5 Radio-Sender und der 1,5 TV-Sender, für 15 Pfennig. ;-) Nannte sich "Rundfunk- und Fernsehprogramm", ganz einfach schwarz auf weiß. (Eventuell auch als Beilage zur FF-Dabei für Abonenten ??) Leider nur die Frequenzen ohne Sendeleistung & Richtstrahlung usw.

Hab in alten Ausgaben folgendes gefunden:

alles bei DT 64: 'Hallo und DT 64 auf Ultrakurzwelle (19:00-23:30h)':

KW 46/1983 (07.-13.11.1983) [28.Jahrgang]:
Dresden 96,2 MHz (mono)
K.-M.-Stadt 94,5 MHz (mono)
Löbau 91,8 MHz ist NICHT gelistet !!

KW 21/1984 (14.-20.05.1984):
Dresden 96,2 MHz (mono)
K.-M.-Stadt 94,5 MHz (mono)
Löbau 91,8 MHz ist NICHT gelistet !!

KW 24/1984 (04.-10.06.1984):
Dresden 96,2 MHz (mono)
K.-M.-Stadt 94,5 MHz (mono)
Löbau 91,8 MHz (mono) !!

KW 51/1985 (16.-22.12.1985):
Dresden 96,2 MHz (mono)
K.-M.-Stadt 94,5 MHz (mono)
Löbau 91,8 MHz (mono)

KW 52/1985 (23.-29.12.1985):
Dresden 96,2 MHz (stereo) !!
K.-M.-Stadt 94,5 MHz (stereo) !!
Löbau 91,8 MHz (mono)
Anmerkung: wollte man den Sachsen was Gutes tun ? ;o)

'Jugendstudio DT 64' hat auf den extra dafür vorgesehen Frequenzen auch nur zu bestimmten Zeiten gesendet, ungefär so:

November 1983:
Mo-Fr 16:00-19:00h nur auf den Frequenzen von Berliner Rundfunk !
Mo-Fr 19:00-23:30h, Sa 14:00-23:30h, So 15:35-23:30h auf den DT64-Frequenzen !
So 15:35-16:30 & 20:00-22:30 zeitgleich auf Berl. Rdfk !
Mo-Fr 19:12-21:00 zeitgleich auf Stimme der DDR !
So steht das jedenfalls hier, hab bestimmt noch was vergessen.
Anmerkung: Man das war ja ein hinundher, kein Wunder dass Ich das damals nicht regelmäßig gehört habe. ;-)

Was war auf den reinen DT64-Frequenzen zu anderen Zeiten zu hören,
also von 23:30-19:00h ??

Fr 07.03.1986: aus 'Jugenstudio DT 64' wird 'Jugendradio DT 64'
neue Sendezeiten und mittlerweile 11 UKW-Frequenzen
Fr 13:00-24:00h, ab da dann tägl. 13:00-24:00h , zeitgleich bei Stimme & Berl. Rdfk (s.o.) bleibt.
und warum das Ganze ? ;) Programm-Auszug:
Fr 07.03.1986, 15:05-19:00h 'DT 64 direkt - mit der Übertragung der Festveranstaltung zum 40. Jahrestag der Gründung der FDJ aus ...' !

KW 14/1986 (31.03.1986-06.04.1986):
Dresden 96,2 MHz (stereo)
K.-M.-Stadt 94,5 MHz (stereo)
Löbau 91,8 MHz (mono)

KW 15/1986 (07.-13.04.1986):
Dresden 96,2 MHz (stereo)
K.-M.-Stadt 100,0 MHz (stereo)
Löbau 91,8 MHz (mono)
die 94,5 MHz K.-M.-Stadt taucht nirgendwo auf.

KW 12/1987 (16.-22.03.1987):
Dresden 96,2 MHz (stereo)
K.-M.-Stadt 100,0 MHz (stereo)
Löbau 91,8 MHz (mono)

KW 13/1987 (23.-29.03.1987):
Dresden 102,4 MHz (stereo)
K.-M.-Stadt 100,0 MHz (stereo)
Löbau 91,8 MHz (mono)
die 96,2 MHz Dresden taucht nirgendwo auf.


So das reicht dann mal. ;-) Wie gesagt sind alles Auszüge hier aus dem Material, kann auch mal ein Denkfehler von mir mit bei sein. Kann das für andere Standorte oder Frequenzen in ähnlicher Weise machen, hab diverse Ausgaben (nicht vollständig) von November 1983 bis Februar 1990 hier.

Noch was Interesantes z.B. bei 'Stimme der DDR':
KW 49/1986 (01.12. - 06.12.1986)
Berlin 97,65 MHz (stereo)

KW 51/1986 (15.12. - 21.12.1986)
Berlin 97,70 MHz (stereo)
Anmerkung: In ähnlicher Weise auch bei anderen zu anderen Zeiten.

Achja, bin erst ein paar Monate hier, was ist dieser "Genfer Plan 1984" ??

Bye

von 0815xxl - am 02.05.2004 19:41
@ 0815xxl:

Tolle Infos aus den alten Programm-Heftchen. Heb' die bloß auf...!

Bei der Genfer Wellenkonferenz vom 29.10. bis 07.12.84 wurden die UKW-Frequenzen von 87,5 bis 108 MHz für Europa, Afrika, Sowjetunion, den Nahen Osten, Iran und Afghanistan international neu vereinbart. Durch die Neuregelung verschwanden auch die "krummen" Frequenzen wie z.B. 97,65.
Der Wellenplan trat am 1.7.87 in Kraft.

von Manager. - am 02.05.2004 20:27
Oha, alles klar. Wurde also im gesamten Frequenzband mal richtig Ordnung gemacht !? ;-) Ja Ich heb die Blättchen auf, aber in 10-20 Jahren werden die wohl auseinander bröseln.

Hab mal etwas weiter geblättert:

KW 26/1988 (20.06.-26.06.1988):
Löbau 96,2 MHz NICHT gelistet !
Löbau 91,8 MHz (mono) DT 64

KW 27/1988 (27.06.-03.07.1988):
Löbau 96,2 MHz (stereo) Radio DDR I
Löbau 91,8 MHz (stereo) Berliner Rundfunk
(DT 64 sendete schon seit Mai 1988 auf der 101,0 MHz (stereo) in Löbau.)

Wenn auf den bestimmten Frequenzen DT 64 nur von 19:00-23:30h gesendet hat, waren die Sender zur restlichen Zeit tot ? Wurde die Sendeanlage kurz vor 19h auf volle Leistung hochgefahren und nach 23:30h wieder auf Null runter ? Kann mir jemand den techn. Hintergrund erklären ?

Bye

von 0815xxl - am 04.05.2004 18:19
Zitat

Wurde also im gesamten Frequenzband mal richtig Ordnung gemacht !?


Ne, nicht so ganz. Die Frequenzen von 87,6-99,9 MHz hat man weitgehend aus dem alten Plan Stockholm 1961 bzw. dessen Fortschreibung übernommen, die Frequenzen von 100,0 - 107,9 MHz wurden komplett neu vergeben.

von -Ole- - am 04.05.2004 18:44
Von Ordnung kann man leider nicht sprechen, da man etliches recht undurchdacht koordiniert hat, obwohl es leicht besser zu machen gewesen wäre.
Man braucht sich nur mal die 103,x Frequenzen entlang der ex-innerdt Grenze anzuschauen ...



von Terranus - am 04.05.2004 18:49
Terranus:

Andererseits befand man sich damals in der Situation, dass man gerade an den Grenzen möglichst viele Frequenzen auf "seine" Seite ziehen wollte. Und wenn man sich das einmal so ansieht, hat eigentlich jeder Grenzstandort mindestens 3, wenn nicht 4, Frequenzen bekommen. Wäre die ARD (die damals wohl den Bedarf anmeldete) Nutzerin dieser Frequenzen geworden, wären einige Frequenzen kaum in Betrieb gegangen. Einige QRGs hat dieses Schicksal ja auch "so" erwischt, z.B. Sonneberg 104,5 MHz, Torfhaus 100,4 MHz oder Ochsenkopf 104,3 MHz.

von -Ole- - am 04.05.2004 19:01
-----------------
Torfhaus 100,4 MHz
-----------------
Vielleicht sollte man genau mit dieser Frequenz einen neuen Anlauf versuchen und N-Joy auf schalten. Drachenberg 100,3 müßte dann entfallen. Natürlich muß Teutoburger Wald 100,5 geschützt werden, was mit Richtstrahlung erreicht werden kann. Der Raum Höxter hat zudem noch die 87,8.

von Thomas (Metal) - am 04.05.2004 19:21
Also- in der Provinz- alos nicht in Berlin- wurden alle FM-Frequenzen- außer in der Nacht vom samstags zu sonntags und die Frequenzen von Radio DDR 1 - abgeschaltet- nach den nachrichten von 24 uhr. War für mich immer willkommen. Konnte so mit billigen Empfänger die Westsender auch von sehr weit störungsfrei empfangen.Z.B. störte im Dresdner Raum die Radio DDR 2 -Frequenz 92,2 MHZ- jetzt MDR1 SACH- den Empfang von SFB 2- jetzt RBB KulturRadio. Oder der Empfang von 90,2 MHZ BBC/RFI-jetzt nur BBC-Berlin-WS wurde im DD-Raum arg behindert durch den Berliner Rundfunk/Wachwitz 90,1 MHZ-jetzt MDR Jump- ab 0.05 Uhr schaltete die DD-Frequenz ab und es ar ein rechtguter BBC-Empfang bis kurz vor DD- also z.B. Klotzsche möglich! Nur die Ost-Berliner berliner-Rundfunk-Frequenz auf 91,4 MHZ sendete zu dieser zeit durchgehend- für die Provinz- die diese Frequenz nicht empfangen konnten, waren die Mittelwellen des BRF "gut genug". Die später eingesetzten Low-Power-Sonderfrequenzen- s.o.- wurden erst 19 UHr zugeschaltet- nach Beendigung von DT 64 auf den Frequenzen vom Berliner Rundfunk- und ab 23.,30 Uhr abgeschaltet. Diese Frequenzen hatten übrigens fast alle einen übelsten Sound- konnte bei abendlichen Sendungen- z.B. sonntags vergleiche mit Berl.Rdf-Frequenzen machen- klangen dumpf und meist in Mono- hat aber nichts mit dem übelsten heutigen Optimod zu tun- das ist eine "Erfindung" die den wahren Profi-Produzenten im Studio erzürnen läßt- diese Technik läßt die High-End-Anlage zum billigen Wegwerf-Radio degradieren!!! Bei Sondersendungen von DT 64- ähnlich wie Rock-Over-RIAS- bis frühmorgens- sendeten alle Frequenzen des Berliner Rundfunks- und auch später die o.g. Low-Power-Frequenzen außnahmsweise durchgehend. PS- Rock-Over-Rias-Zeiten vor der Pop-Welle RiAS 2!!!- Diese Sendung wurde ja auf beiden RiAS-Frequenzen ausgestrahlt!!!- Also RiAS 1 und RiAS 2.

Hoffentlich habe ich einigen o.g. Info-Nebel entschleiern können. habe ich gern gemacht. Bin eben seit Jahrzehnten Dxer.

von gunter333 - am 04.05.2004 21:11
Zitat

Vielleicht sollte man genau mit dieser Frequenz einen neuen Anlauf versuchen und N-Joy auf schalten. Drachenberg 100,3 müßte dann entfallen. Natürlich muß Teutoburger Wald 100,5 geschützt werden, was mit Richtstrahlung erreicht werden kann. Der Raum Höxter hat zudem noch die 87,8.


Und dann Richtstrahlung nach Nord oder wie? Da Bielstein recht schnell stärker wird, kann man die QRG eigentlich nur östlich von Hannover gebrauchen. Und da läuft bereits die 100,3 MHz.

von -Ole- - am 04.05.2004 21:57
104,5 war mal für Sonneberg geplant, interessant. Wo ist denn die jetzt abgeblieben ? Die 104,3 wird ja genutzt - jedoch am wesentlich schlechteren Standort Oschenberg, aber immerhin mit 10kW, was für nen bayr. Lokalsender schon ordentlich ist.



von Terranus - am 04.05.2004 22:08
Zitat

Da kann ich Dir nur beipflichten, Torfhaus hätte noch ein paar QRGs verdient, z.B. für N-Joy aber auch für Radio21, aber wie wir ja alle wissen, ist nix mehr frei und wenn doch, da war doch noch eine "Stimme Deutschlands" die unbedingt ihren Versorgungsanspruch realisiert wissen will.


Für Torfhaus wäre meines Erachtens noch die 87,5 möglich. Dafür müsste natürlich die 87,7 Goslar entfallen, aber das wäre ja kein Problem, wenn die neue QRG an Radio 21 ginge. Falls also irgendwann die 87,5 freigegeben würde, wäre eine Nutzung dieser QRG mit 1-5 kW vom Standort Torfhaus durchaus möglich.

von Hannoveraner - am 05.05.2004 13:07
87,5,na geht das denn überhaupt,da gibts doch auch probleme mit der 87,9 vom inselsberg



von Robert S. - am 05.05.2004 17:06
100,3 von Torfhaus würde zu starken Interferenzen mit FFH Neuenstein führen und 87,5 würde sich stark mit Biedenkopf 87,6 beißen.

von digifreak - am 05.05.2004 17:20
Vorbildliche Koordination 100,3 FFH Neuenstein 50 kW ND vs. DLF Ochsenkopf 100 kW ND. Wahrscheinlich hat das seinerzeit der Praktikant koordiniert!

von digifreak - am 05.05.2004 18:21
Zitat

...und 87,5 würde sich stark mit Biedenkopf 87,6 beißen.

Das ist kein Problem, siehe 99,5 Torfhaus und 99,6 Biedenkopf.

von Hannoveraner - am 05.05.2004 18:33
Weil die 99,5 extreme 330° Richtstrahlung und nur die halbe Sendeleistung als die anderen Harz-West Sender hat.

von digifreak - am 05.05.2004 19:24
@ gunter333:

Danke für die Aufklärung in Sachen DT 64.

Die haben übrigens übernächsten Samstag 40jähriges "Jubiläum".

von Manager. - am 05.05.2004 20:00
@ digifreak:
Zitat

Weil die 99,5 extreme 330° Richtstrahlung und nur die halbe Sendeleistung als die anderen Harz-West Sender hat.

Und was spricht dagegen, bei der 87,5 genauso zu verfahren? Bei 1-5 kW Sendeleistung werden auch die 87,6 Hamburg und 87,6 Osnabrück nicht beeinträchtigt.

von Hannoveraner - am 06.05.2004 08:28
Ist die 87,5 MHz in DL eigentlich jemals durch Rundfunksender genutzt worden? Jedenfalls liegt die Frequenz eindeutig im Kanal 2, wobei die Frage offen bleibt was mit Kanal 1 passierte als der Wellenplan aufgestellt wurde.

von digifreak - am 06.05.2004 11:41
@ digifreak:

Der Kanal 1 war in D reserviert für das Euro-Signal.

87,5 ist zwar schon Kanal 2, aber selbst Sender auf 87,6 wurden zu dieser Zeit von weniger trennscharfen Radiogeräten nur mit dem Euro-Signal als Hintergrundgeräusch empfangen.

Beispiel: Hochrhein Radio Antenne 3 startete 1987 in Rheinfelden/Baden auf 87,6. Es gab Beschwerden über schlechten, durch das Euro-Signal zwischen 87,3 und 87,4 MHz gestörten Empfang. Folge: Die für Lörrach/Weil am Rhein (Tüllinger Berg) koordinierte 104,3 wurde zum Rührberg bei Rheinfelden für HRA3 umkoordiniert [inzwischen wieder geändert] und die 87,6 wieder stillgelegt.

von Manager. - am 06.05.2004 17:16
Das Eurosignal im Bereich von 87,35 MHz damals sendete ist mir schon klar. Probleme damit gab es auch in Hamburg mit NDR2 auf 87,6 MHz.
Als damals in den 50er Jahren das UKW-Band in Kanäle eingeteilt wurde gab es aber noch kein Eurosignal, deshalb die Frage nach Sinn und Zweck des Kanal 1.
Im TV VHF Band I ist der Kanal 1 auch abhanden gekommen!

von digifreak - am 07.05.2004 09:44
MDR gibt auf seiner Homepage die Inbetriebnahme des Nachrichtenradios MDR INFO auf den Frequenzen in Schmalkalden(100,0) ab 17.06. und in Pößneck(101,6) ab 01.07 bekannt.

von P.A. - am 28.05.2004 11:50
Seit heute gibt der MDR für sein Nachrichtensender MDR INFO in Sachsen zwei weitere Frequenzen bekannt:

95,9 Freital 0,1kW(Ende 2004)
106,4 Zittau 0,2kW(Ende 2004)

Quelle: MDR.de

von P.A. - am 08.06.2004 18:19
P.A. schrieb:

Zitat

106,4 Zittau 0,2kW(Ende 2044)


So spät erst? ;) :D



von essemm - am 08.06.2004 18:32
Hallo,

Zitat

95,9 Freital 0,1kW(Ende 2004)

95,9 ist CRo1 aus Liberec. Ist in und um Dresden noch recht stark. Sobald die Ausbreitungsbedingungen etwas besser werden gibts da möglicherweise Probleme.

Zitat

106,4 Zittau 0,2kW(Ende 2004)

auf 106,4 kommt da in der Gegend RMF FM. Da ist sicher noch weniger ein gescheiter Empfang möglich.

Natürlich ist klar das in der Gegend die Frequenzen knapp sind, grade dadurch das die Polen sich an keine ITU-Koordinationen halten. Aber dann müsste man wenigstens auf den Frequenzen hier mehr Leistung machen damit der deutsche Gebührenzahler auch deutschsprachige Programme hören kann.
Bestes Beispiel die 103,0 von D-Radio. Zischelt fast bei Sichtweite zum Sender.
Oder 102,8 Elsterwelle. Kurz vor Dresden drückt immer noch der Pole durch. Kann man denen nicht etwas Vernunft beibringen da drüben?

PS: Waren die FTL- und die ZI-Frequenz schon im ITU-Update, wenn ja in welchem?
Gibt es einen Termin für die SEB-Frequenz?

von ts01 - am 09.06.2004 04:27
Die 100,0 für MDR INFO wird bereits auf den VT gelistet. Termin 17.06.04

von P.A. - am 09.06.2004 17:53
tja wer suchet der findet :cool:



von Robert S. - am 09.06.2004 17:54
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.