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vor 13 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 5 Monaten
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Erich Hoinicke, allband_dxer, Alqaszar, Jean-Jacques, Hopper, drm-dxer, telefonfreak, Nordlicht2, Peter Schwarz

FSK Hamburg (II): Mit 40 Watt bis nach Algerien?!?

Startbeitrag von Erich Hoinicke am 02.08.2004 11:08

In Anlehnung an den Thread http://forum.myphorum.de/read.php?f=8773&i=130210&t=130210 und meinem On Air-Telefonat hier noch ein Nachschlag:

Die beiden Moderatoren beklagten sich im Gespräch über die begrenzte Reichweite ihres "Freien Sender Kombinats", waren sichtlich beeindruckt von meiner Empfangsdistanz von 92 km und erwähnten andere "solche komischen Empfangsberichte", die von den Absendern schriftlich bestätigt werden möchten. (ca 1h später wurde ein solcher eines Berliners sogar detailliert vorgelesen! Marco?? :D)

Und jetzt kommt's: Der weiteste Bericht war sogar aus Algerien geschickt worden! Ich hätte ja zu gerne dazu meine Teig ausgerollt, beschränkte mich aber aus Rücksicht auf die Hörer in drei Sätzen auf die Grundaussage: Alles geht, fragt sich nur wann, wo und womit. Wie soll man einem Hamburger erklären, der diesen Sender nach 20 km "verliert", dass ihn gerade ein Algerier in 2000 km Entfernung gefunden hat...

Meine Frage dazu: WER VON EUCH WAR DAS?

Ich kann mir nämlich irgendwie nicht vorstellen, dass es auch nur einen arabischen UKW-DXer gibt, sorry. ;)

Antworten:

Sporadic-E?

Gehen wir mal davon aus, dass in Algerien das UKW-Band noch ziemlich frei ist und dass es tatsächlich arabische UKW-DXer gibt (warum eigentlich nicht?), dazu die Tatsache, dass UKW-Signale aus Algerien hier oft mit Bombensignalen ankommen...

Warum eigentlich nicht?



von Alqaszar - am 02.08.2004 12:27
Ein Bekannter von mir war mal Techniker bei der Jazzwelle Plus/ Enery, die auf 97.1 MHz mit 100 Watt vom Fernsehturm senden. Dort gab es einen Hörer in der Nähe von Aurich, der bei der kleinsten Überreichweite dieses Programm hörte.

Während sporadischer Überreichweiten kamen QSL-Anfragen (dem Typen musste ich erstmal erklären, was das ist und QSL-Karten hatten sie auch nie) vorwiegend aus Norddeutschland, wie Hannover und Kiel.

Vielleicht sollte ich in meiner Comedy-Sendung auf Tide 96.0 heute abend die Hörerschaft in Algerien grüssen :-)

Schöne Grüsse
Marko

von telefonfreak - am 02.08.2004 14:43
Vielleicht hat ja jemand nen Webstream gestartet von dem die beim FSK nichts wissen ;-)

Nee lohnt sich doch gar nicht darueber zu diskutieren, 2000km oder selbst 250km bis Berlin 100kHz neben ner 25kW Frequenz. Muesste man mal nachrechnen ob die 40 Watt nicht schon bei direktem Sichtkontakt mit max. 10dB Antennengewinn zu wenig sind...

von Nordlicht2 - am 02.08.2004 16:11
Ich habe in meiner aktiven Zeit als CBler (ist 30 Jahre her) immer wieder QSOs mit Stationen in Spanien, Saudi-Arabien und Südafrika geführt. Sendeleistung: 2 Watt.
Die Bedingungen auf 11m und auf UKW sind manchmal durchaus ähnlich.
Möglich ist alles.

von drm-dxer - am 02.08.2004 16:14
In Algerien dürfte das Band ziemlich frei, in der Sahara tlw.sogar ganz frei sein, da haben die sporadisch via E transportierten Sender freien Lauf.
Die Anzahl der DXer unter den Beduinen dürfte sich dann aber tatsächlich in Grenzen halten, da halte ich den Webstream fast noch für wahrscheinlicher.

Da hilft nur eins: Dxpedition Sahara!

von Peter Schwarz - am 03.08.2004 09:34
Kinder, Ihr denkt viel zu modernistisch; wer nomadisch lebt wie die Beduinen, der muss in einer Radiowellen-armen Region schon mal das ganze Band absuchen, um dem akustischen Sandsturm auf UKW zu entgehen; meistens wird meiner Vermutung nach ein analoges Radio zum Durchkurbeln verwendet; d.h. bei der Suche findet im Gegensatz zu Radios mit digitaler Frequenzansage beim Sendersuchlauf keine Tonunterdrückung statt; jeder empfangbare Sender wird also dem Ohr in unvermindeter Lautstärke zugeführt; beste Bedingungen also um ungewollt einfallende Sender zu hören.

Ein Argument gegen die Nutzung des Webstreams: Clandestine-Stationen, die sich im arabischen Raum nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen, senden ja auch zumeist auf der analogen Kurzwelle und nicht im Internet. Auch wenn den gelegentlich militanten Interessengruppen in Nahost & Maghreb eine unglaubliche Technikversiertheit nachgesagt wird, erscheint mir der Höhlenkämpfer, -bewohner mit WLAN relativ unwahrscheinlich.

Noch etwas, lieber Peter Schwarz, eine DXpedition Sahara halte ich für unklug; sollte man von Rebellen entfüht und von der Bundesregierung freigekauft werden, müsste man dem Staatssekretär des Außenministeriums auf dem Rollfeld vom Aeroport Algier erklären, daß man in der afrikanischen Wüste sei, um deutsche Lokalsender zu hören; das könnte nicht nur die gänzliche Übernahme der bundesrepublikanischen Auslagen bedeuten, sondern weit gewichtigere Folgen nach sich ziehen.

von Jean-Jacques - am 03.08.2004 12:40
@Jean-Jacques

Du bringst mich da auf eine Fährte. Wie ist das eigentlich, muß ich in der Sahara Rundfunkgebühr an die GEZ zahlen, wenn ich Deutsche Rundfunksender höre?

Gruß allband_dxer

von allband_dxer - am 03.08.2004 12:50
@ allband_dxer

Als Algerier - Nein! Als Deutscher sowie deutscher Beduine - Ja! Ob Du Dich nun in die Sahara oder in einen strahlensicheren Stahlbeton-Käfig begibst dürfte dabei egal sein.

Korrigiert mich wenn ich falsch liegen sollte.

Wie ist das eigentlich mit den Bewohnern der Unterschicht im Big Brother-Container? Die dürfen da doch sicher nicht fernsehen oder -hören; gleichzeitig werden sie aber täglich von hunderttausenden Menschen ferngehört u. -gesehen; müssen die auch GEZ-Gebühren zahlen. Aufgrund der Umkehrung der Medien-Nutzung müssten sie eigentlich ein Teil der GEZ-Gebühren ausgezahlt bekommen.

von Jean-Jacques - am 03.08.2004 13:10
@Jean-Jacques

Danke für die Aufklärung bezüglich der GEZ Gebühren. Da ich mich mehr unter die Sparte deutscher Beduine rechne, werde ich wohl zahlen müssen. Wohin kann ich denn nun eins meiner Kamele als Jahresbeitrag schicken? Meines Wissen ist die GEZ in Köln.

Mit Deiner Frage die Container Bewohner betreffend, hast Du warscheinlich in ein Wespennest gegriffen. Meines Erachtens sollte das anhand der Zuschauerbeteilung rückvergütet werden. Das wäre einmal eine Anfrage bei der GEZ wert.

Gruß allband_dxer

von allband_dxer - am 03.08.2004 13:22
@ Jean-Jacques:

In Sachen Rundfunkgebühren kocht da jede Nation ihr eigenes Süppchen. Diese Tage konnte ein DX-Kollege in der Türkei seinen Sangean nur nach der üblichen Zollkontrolle (Auspacken, Zoll zahlen) und dann nach Ausfüllen einer GÜZ-Anmeldung ;) entgegennehmen. Da half 's auch nicht, dass ich auf den Zollzettel statt "Radio" "Kurzwellenempfänger" schrieb...

@ ZWOBOT:

Genau deine Fragen gehn mir auch durch den Kopf. Ich vermute einen europäischen DX-Touristen evtl. mit Notebook im Hotelzimmer oder zumindest Nähe zu einem Internetcafe. Ansagen kommen von FSK eh viel zu selten, so dass auch ein Deutscher seine ID-Probleme hätte. Bleibt nur die ID über RDS und der Weg über Suchmaschine zur HP und zur Mail- oder Postadresse.

von Erich Hoinicke - am 03.08.2004 13:30
Will ja nicht enttäuschen, aber ....
habe vor längerer Zeit mal gelesen, dass von WRN Sendungen von FSK übernommen und über den Satelliten ASTRA geschickt werden. Da sollten einen höchstens Empfangsberichte aus Australien oder Südafrika oder China verwundern. Keine Ahnung ob das noch aktuell ist.

von Hopper - am 03.08.2004 21:12
Natürlich, WRN!

Was die DXpedition in die Sahara betrifft sollte man sich schon vorher mit den dortigen Gruppen einigen, evt. vorher ein Schutzgeld zahlen. Wir können ja zusammenwerfen. Dass die Bundesregierung die teueren Lösegelder nicht mehr zahlen will ist ja klar. Schließlich müssen sie ja Miliiarden Steuerückzahlungen an Vodafone leisten.

So gesehen sind die Banditen der Sahare ja noch harmlos im Vergleich zu den Methoden internationaler Konzerne...



von Alqaszar - am 03.08.2004 21:22
Ach was, wir organisieren fürs DX-Camp eine Riesenleinwand mit Beamer, übertragen die OT-Forumseinträge im unzensiertem Übersetzungsprogrammmodus als Endloslauftext und fesseln Spamking ZWOBOT samt Laptop an die Mastspitze. ;) Das sollte zur Abschreckung reichen. Problem ist dann nur, ob die Kamele so schnell laufen können, wie die Wüstensöhne flüchten wollen. Finanzierung über einen Prol 7-Vertrag: eine Woche Wüstencamp.

von Erich Hoinicke - am 04.08.2004 07:14
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