Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Radioforum
Beiträge im Thema:
257
Erster Beitrag:
vor 11 Monaten, 2 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 1 Monat, 2 Wochen
Beteiligte Autoren:
Habakukk, Thomas (Metal), Georg A., Peter Schwarz, DH0GHU, Scrat, sup2, elchris, tommy_radiofan, MHM, ... und 38 weitere

M94.5 droht das aus, 94.5 soll an Rockantenne gehen

Startbeitrag von Habakukk am 05.12.2016 18:50

Leider nur mit deaktiviertem Ad-Blocker lesbar:

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ausbildungsradio-m-droht-die-abschaltung-1.3281603

Kurze Zusammenfassung:
M94.5 soll die UKW-Frequenz 94,5 entzogen werden, diese soll dann der Rockantenne als Stützfrequenz zugeteilt werden. Die Entscheidung soll am 9.2.2017 fallen.

Man möchte die "Vermarktungsfähigkeit des privaten Hörfunks in München stärken", weshalb der Medienrat versucht, "mit einer UKW-Frequenz für ein weiteres Privatradio in München weitere Hörer zu generieren".

Außerdem gibt es unter dem Hashtag #savem945 mehr Infos:
https://twitter.com/hashtag/savem945?f=tweets&vertical=default

Warum muss M94.5 dran glauben, wenn man die Rockantenne auf UKW bringen möchte? Es gäbe durchaus Mittel und Wege, das anders zu gestalten. Was ist aus dem Plan geworden, Antenne Bayern auf 107,5 wechseln zu lassen und die frei werdende 101,3 für Rockantenne zu verwenden? Die 107,5 wurde sogar international koordiniert, also waren die Pläne ja wohl konkret genug.

Die 50 interessantesten Antworten:

Zitat
dxbruelhart
Könnte denn M94.5 nicht weitersenden auf DAB+?

Theoretisch ja, aber ich bin mir nicht sicher, ob es M94.5 ohne UKW-Frequenz noch weiter geben wird.

Zitat
Digitaliban
Nicht SCHON wieder DAB - geht es wirklich nicht einmal ohne?!

In dem Fall nicht, denn die gesamte Aktion ist sicherlich nicht ohne Zusammenhang zur DAB-Thematik. Ich könnte mir vorstellen, dass die Privaten nach wie vor erbost darüber sind, dass der BR immer noch plant, PULS auf UKW zu bringen, und ihrerseits weitere Forderungen an die BLM nach zusätzlichen UKW-Frequenzen gestellt haben.

Ich könnte mir gut vorstellen (reine Mutmaßung von mir), dass z.B. Antenne Bayern der BLM möglicherweise die Pistole auf die Brust gesetzt hat: UKW-Stützfrequenz für Rockantenne in München, oder das war's mit dem DAB-Engagement. Pläne, die Rockantenne in München auf UKW zu bringen, gibt es ja schon ewig. Warum sollte das, nachdem das seit über 10 Jahren ad acta gelegt scheint, ausgerechnet jetzt kommen? Da ist dann M94.5 das arme Bauernopfer.

Gespannt bin ich aber, was die kommerziellen Münchner Lokalradios dazu sagen werden. Denen dürfte das gar nicht schmecken. Diese waren ja auch maßgeblich verantwortlich dafür, dass bisher nichts aus einer Rockantenne-UKW-Frequenz wurde.

M94.5 spielte ja quotenmäßig bisher nicht die große Rolle und war auch - weil werbefrei - keine direkte Konkurrenz. Das wird mit Rockantenne anders aussehen.

von Habakukk - am 05.12.2016 19:46
Gerade habe ich per mail einen offenen Brief an die BLM geschickt:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

mit einigem Erstaunen verfolge ich als neutraler Beobachter die Diskussion um die UKW-Frequenz des Aus- und Fortbildungskanals "M 94.5". Gerüchtehalber soll diese Frequenz eventuell an ein anderes Programm (z.B. Rockantenne) vergeben werden. Dafür besteht schlichtweg keine Notwendigkeit. Antenne Bayern verfügt bereits in München über die Frequenz 101.3MHz, die mit 320 Watt vom Olympiaturm betrieben wird. Diese Frequenz ist für Antenne Bayern allerdings überhaupt nicht notwendig (gestartet wurde sie vor langer Zeit mit einer einjährigen Schleife als reiner Südtirol-Störkanal). Auf dieser Frequenz könnte also ohne Weiteres die Rockantenne aufgeschaltet werden. Falls Antenne Bayern unbedingt für die City noch eine Füllfrequenz brauchen sollte, gäbe es hierfür bereits die koordinierte Frequenz 107.5MHz am Olympiaturm, die aufgrund des geringen Abstands zur Hochries-Frequenz 107.7MHz nur mit demselben Programm, also mit Antenne Bayern, belegt werden kann. Somit könnte M94.5 auf seiner Frequenz (die nur mit 100 Watt von der Blutenburgstr. betrieben wird und damit nur Teile der Stadt versorgt) bleiben...oder man tauscht gar die 94.5 gegen die 101.3, womit die Rockantenne jene Teile der Stadt versorgt, die durch die bisherigen Frequenzen nordöstlich von München nicht erreicht werden und M94.5 hätte sogar einen technischen Reichweitengewinn. Das wäre ein echtes Bekenntnis zum Aus- und Fortbildungskanal, alles andere sind Lippenbekenntnisse.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Schwarz"

von Peter Schwarz - am 07.12.2016 09:42
Ich habe heute mit Herrn Hofmann von der BLM gesprochen über das Thema.

Ich versuche mal, seine Argumentation zu schildern:

Die 107.5MHz lässt sich am Olympiaturm nicht mit dem erforderlichen Richtdiagramm wirtschaftlich betreiben, da eigens dafür ein eigenes Antennensystem installiert werden müsste und die Standortkosten sehr hoch sind.
Antenne Bayern benötigt die 101.3MHz wohl für die Innenstadt, da sie in Ismaning keine Frequenz haben und der Sender Hochries schlechtere Signale liefert als der Wendelstein des BR.
Für Ego FM ist der Wechsel auf 94.5MHz uninteressant, da sie schlechter ist als die jetzige 100.8MHz. Für Arabella würde ein Wechsel auch wenig Verbesserungen bringen.

Die Rockantenne braucht wohl eine UKW-Stützfrequenz aus vermarkungstechnischen Gründen.

Da der Betrieb des AFK sowieso ein teures Zusatzgeschäft ist, möchte man hier die UKW-Frequenz nicht länger erhalten, da die Reichweite per DAB ungleich größer ist. Zudem ließ Herr Hofmann durchblicken, dass der Ausstieg aus UKW in naher Zukunft ohnehin geplant sei und sich in nächster Zeit per DAB einiges tue.

von Peter Schwarz - am 08.12.2016 17:31
Noch etwas Presseschau ohne blosses Recycling der SZ-Meldung:

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.az-hintergrund-wieso-es-bei-m945-vs-rock-antenne-nur-verlierer-gibt.5dbba770-0288-4f2e-947d-7c9b118a6597.html

http://www.radioeins.de/programm/sendungen/medienmagazin/radio_news/beitraege/2016/muenchen_m945.html

> Zudem ließ Herr Hofmann durchblicken, dass der Ausstieg aus UKW in naher Zukunft
> ohnehin geplant sei und sich in nächster Zeit per DAB einiges tue.

Ich bin wohl der letzte, dem man eine grosse Sehnsucht zu UKW zuschreiben würde, aber diese Aussage habe ich schon vor 16 Jahren gehört. Und vor 13 beim "grossen Kickoff". Und vor 10 beim "jetzt aber wirklich und sogar noch mit Bild". Wenn sich da was rührt, wäre es ja toll. Aber dann doch bitte in einer "konzertierten" Aktion für alle. Die Folgen ohne UKW für M94.5 sind ja schon beschrieben worden. Da käme es billiger, gleich den Sender dicht zu machen, das ruiniert dann wenigstens nicht den guten Ruf der letzten 20 Jahre.

Und es ist ja auch löblich, dass ABY und die BLM wohl mehr in Richtung digitale Medien bzw. überhaupt Crossmedia gehen wollen. Ist auch klar, Radio stirbt aus... Nur ist es nicht so, als würde M94.5 oder auch afk tv nicht schon in dem Bereich arbeiten. Wäre doch viel sinnvoller, diese motivierten Leute als Basis für ein neues Ausbildungsframework zu nehmen, als erstmal alles zu schrotten und nach zwei Jahren neu anzufangen.

von Georg A. - am 08.12.2016 18:36
Zitat
MHM
Als Außenstehender braucht man bei der BLM keine Anfragen stellen, da von vornherein feststeht, daß man von diesem Gutsherrenverein nur mit absurdem Zeug zugeschüttet wird.

- Hohe Kosten für ein zusätzliches Antennensystem: Völliger Blödsinn, solche Zusatzkosten muß man aus der Portokasse zahlen können.

- Notwendigkeit der 101,3 für Antenne Bayern: Einziger Zweck dieser Frequenz war, Südtirol 1 vom Schwarzenstein zu stören. Antenne Bayern hätte ja die 102,7 mit 25 kW in Ismaning einsetzen können. Die Frequenz ist heute noch koordiniert.


Diese Zusatzkosten muss nicht aus der Portokasse zahlen. Ab Januar 2017 gelten bei MB neue Tarife und Einzelanlagen an Exponnierten Standorten sind sau teuer geworden.
Das Argument ist nach zuvollziehen. Die Frage ist natürlich wäre die Frequenz nicht in der Blutenburgstraße möglich.

Antenne Bayern geht in München nicht so sauber wir die Kollegen vom BR und eine Frequenz ist schon sinnvoll. Allerdings muss es hier nicht die 101,3 vom Olympiaturm sein, sondern eine Frequenz aus der Blutenburgstr würde reichen und es würde nicht überraschen, wenn wir Rockantenne auf der 101,3 sehen würden und ABY auf der 94,5.

von DAB_Saar - am 09.12.2016 01:32
Ganz ehrlich: Die 94,5 ist fürn A*****. Die Reichweite ist so bescheiden, das macht im Auto wirklich keinen Spaß. Weder mit Rockantenne noch AFK. Schon am AD Starnberg zischelt und kratzt es.
Angesichts der stark wachsenden DAB-Hörerzahlen in Bayern wird sich das Thema relativ schnell beruhigen. Im Gegenzug wären halt ein paar mehr CUs für M94.5 ganz hilfreich. Oder eine Übernahme in einen künftigen BR-Oberbayern-Mux :)
Die genannten Nutzungszahlen sind aber auch ein klares Argument gegen diese Rochade. Rockantenne erreicht via DAB+ bereits heute technisch mehr Hörer (also solche mit DAB-Radio!) als im Stereoempfangsgebiet von 94,5 MHz leben, und hat darüber hinaus bereits ein UKW-Standbein.
Ich vermute aber auch ein wenig, dass das eine Gegenreaktion auf den geplanten Frequenztausch Puls/Klassik beim BR ist. Nach dem Motto: Wir halten die Füße still, aber gebt uns dafür gefälligst ein Leckerli.



Zu den (nicht so?) "Hard Facts":

107,5 MHz läßt sich NICHT problemlos vom Olympiaturm wegkoordinieren. Man liegt nur 300 kHz neben Klassikradio und würde dann in der westlichen Innenstadt vermutlich durch die hohen Pegelunterschiede Probleme bekommen...

Zitat
MHM

- Hohe Kosten für ein zusätzliches Antennensystem: Völliger Blödsinn, solche Zusatzkosten muß man aus der Portokasse zahlen können.

Wohl kaum. Einzelfrequenzstandorte (aus Antennensicht, das wäre der Olympiaturm dann) kosten schnell eine 6-stellige Summe pro Jahr. Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen kann MB auch "nicht einfach mal nett sein" und einen Sonderpreis gewähren - da hätte sie sofort Klagen bzw. Aufsichtsbeschwerden am Hals.

Zitat

- Notwendigkeit der 101,3 für Antenne Bayern: Einziger Zweck dieser Frequenz war, Südtirol 1 vom Schwarzenstein zu stören. Antenne Bayern hätte ja die 102,7 mit 25 kW in Ismaning einsetzen können. Die Frequenz ist heute noch koordiniert.

Hochries ist in M allerdings deutlich schwächer als Wendelstein. Zugspitze sowieso. Da wäre allerdings die Frage zu stellen, ob ein SFN aus Zugspitze und Olympiaturm praktikabel wäre.

Zitat

- UKW ist teuer: Noch so ein Ammenmärchen von den DAB-Tagträumern: Nicht UKW ist teuer, sondern Media Broadcast bzw. die Deutsche Funkturm GmbH, die unverschämte Mieten für ihre Standorte verlangen.

Letztere. Bei der Platzmiete der DFMG sind die Kosten für DAB aber zweifelsohne niedriger, bei gleichem Antennengewinn sinkt der benötigte Platz für die Antennen selbst z.B. um Faktor 4 (1/4 der zugebauten Querschnttsfläche...). Die Kosten dafür verteilen sich am Olympiaturm allerdings auf ca. 50 Programme statt auf eine hohe einstellige Zahl bei UKW... Ein Sendeplatz auf 11C kostet ca. 1000 € / Monat. Dafür bekommt man auf UKW maximal einen Dipol, aber weder Rundstrahler noch die Sendetechnik selbst.

von DH0GHU - am 09.12.2016 07:49
Zitat
Peter Schwarz
Ich habe heute mit Herrn Hofmann von der BLM gesprochen über das Thema.

Ich versuche mal, seine Argumentation zu schildern:

Die 107.5MHz lässt sich am Olympiaturm nicht mit dem erforderlichen Richtdiagramm wirtschaftlich betreiben, da eigens dafür ein eigenes Antennensystem installiert werden müsste und die Standortkosten sehr hoch sind.
Antenne Bayern benötigt die 101.3MHz wohl für die Innenstadt, da sie in Ismaning keine Frequenz haben und der Sender Hochries schlechtere Signale liefert als der Wendelstein des BR.
Für Ego FM ist der Wechsel auf 94.5MHz uninteressant, da sie schlechter ist als die jetzige 100.8MHz. Für Arabella würde ein Wechsel auch wenig Verbesserungen bringen.

Die Rockantenne braucht wohl eine UKW-Stützfrequenz aus vermarkungstechnischen Gründen.

Da der Betrieb des AFK sowieso ein teures Zusatzgeschäft ist, möchte man hier die UKW-Frequenz nicht länger erhalten, da die Reichweite per DAB ungleich größer ist. Zudem ließ Herr Hofmann durchblicken, dass der Ausstieg aus UKW in naher Zukunft ohnehin geplant sei und sich in nächster Zeit per DAB einiges tue.




Lieber Peter,

falls Du mal wieder Kontakt zu Herrn Hörhammer hast,

warum nicht die naheliegendste Lösung anstreben, nämlich die sendertechnische Angleichung an den BR:

Verlagerung der 107,7 vom Standort Hochries zum Wendelstein mit 100 kW, was allerdings in den 80er Jahren nicht möglich war, da beim BR der Erweiterungsbau am Wendelstein noch nicht durchgeführt war und für einen Sender für Antenne BY kein Platz vorhanden war. Wäre heute wieder problemlos möglich und man würde sich zudem die teure Miete für einen exponierten Standort einsparen (in der Annahme dass die Miete beim BR günstiger ist)

Dadurch könnte man mit der 102,7 Zugspitze wieder nach Ismaning wie eigentlich geplant gehen, da die Zugspitze damals genommen wurde, um die Defizite der Versorgung vom Standort Hochries auszugleichen (250 Meter niedriger als Wendelstein!). Auch hier: die teure Miete entfällt; nur auf dem Kreuzeck müßte man die ursprünglich geplante Funzel in Betrieb nehmen.

Die Südtirolblockadefrequenz 101,3 (wie von MHM sehr zutreffend bemerkt) würde dadurch völlig frei..

von jkr 2 - am 09.12.2016 08:26
Zitat
DH0GHU
Ganz ehrlich: Die 94,5 ist fürn A*****. Die Reichweite ist so bescheiden, das macht im Auto wirklich keinen Spaß. Weder mit Rockantenne noch AFK. Schon am AD Starnberg zischelt und kratzt es.

Wir suchen solange ein Beispiel bis man belegen kann was man will ;-) ? Nun: Am Starnberger Dreieck ist man stark west- und nordwestexponiert. Ein guter Empfang des Senders Ulm sollte da nicht verwunden, damit verbundene Störungen von AFK ebenso nicht. Dann gehe doch mal nach unten, z. B. an den Starnberger See. Und schon ist AFK wieder emfpangbar. Insbesondere am Westufer (unterhalb von Pöcking) sogar in guter Qualität.

Die 102,7. Warum nicht wie jkr verfahren, aber in Ismaning die RockAntenne aufschalten? Die 101,3 von mir aus so lassen wie ist ist. Wenn dann die RockAntenne immer noch in Mchn zu schlecht ist könnte man die 99,4 zur Blutenburgstraße verziehen. Gut, die ist natürlich für den Lokalfunk im Münchener Osten vollkommen unverzichtbar und wurde natürlich auch nur dafür extra koordiniert... Dieser, ähm, Lokalfunk könnte dann auch wieder das sein was er sein soll: Lokalfunk und nicht ein Deckmantel für die (ungewollte) RockAntenne Ausstrahlung.

von Thomas (Metal) - am 09.12.2016 08:46
Zitat
Habakukk
Du meinst, der 300kHz-Abstand zwischen 107,2 und 107,5 ließe sich nur dann sinnvoll realisieren, wenn beide Frequenzen vom gleichen Standort abgestrahlt werden?

Dann sind zumindest die Pegelunterschiede relativ klein. Mit meinen Radios würde das auch mit unterschiedlichen Standorten gehen, aber mit 10-€-KBWs?

Zitat

Zitat
DH0GHU
Hochries ist in M allerdings deutlich schwächer als Wendelstein. Zugspitze sowieso. Da wäre allerdings die Frage zu stellen, ob ein SFN aus Zugspitze und Olympiaturm praktikabel wäre.

Kann ich mir kaum vorstellen. Die Zugspitze ist in fast ganz Oberbayern empfangbar. Umgekehrt geht der Olympiaturm auch mit kleiner Leistung ganz schön weit raus und ist v.a. im bergnahen Alpenvorland wieder relativ stark. Das kriegst du nie gut synchronisiert, v.a. nicht in beide Richtungen (dass Zugspitze in MUC nicht stört und MUC nicht im Alpenvorland stört).

Da magst Du recht haben.

Zitat
Habakukk
Zitat
jkr 2
Verlagerung der 107,7 vom Standort Hochries zum Wendelstein mit 100 kW, was allerdings in den 80er Jahren nicht möglich war, da beim BR der Erweiterungsbau am Wendelstein noch nicht durchgeführt war und für einen Sender für Antenne BY kein Platz vorhanden war. Wäre heute wieder problemlos möglich und man würde sich zudem die teure Miete für einen exponierten Standort einsparen (in der Annahme dass die Miete beim BR günstiger ist)

Ob das halt noch so einfach geht? Klar, auslandskoordiniert(!!!) ist die 107,7 für den Wendelstein, aber ob der BR da nicht trotzdem was dagegen haben könnte? Ich denke da an 107,6 Hühnerberg...

Auf der A8 Ulm-Augsburg sind Hühnerberg, Wendelstein und Grünten alle ziemlich stark. Wird wohl nicht gut gehen... Dort, wo Grünten abgeschattet ist, gibt das Ärger.

von DH0GHU - am 09.12.2016 10:28
Übersicht: BNetzA

101.300K 011E331848N1031011E331348N1028D BY 511260 25.0 HN 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0
107.500K 011E331848N1031011E331348N1028D BY 511230 25.0 HD 25.0 20.0 18.0 20.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 22.0 22.0 25.0 22.0 22.0 22.0 25.0 25.0

94.500K 011E330448N0855011E325948N0852D BY 522100 20.0 HN 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0

Die 101,3 kann mit 316W ND ab Olympiaturm aus 260m Schwerpunkthöhe laufen.
Die 107,5 brächte es maximal auf 316W D mit starkem Einzug in Richtung Regensburg (63W) ab Olympiaturm aus 230m Schwerpunkthöhe.
Die 94,5 kann also mit stolzen 100W ND mit einem Antennenschwerpunkt 100m ab Mchn-Blutenburgstraße laufen.


Zaubern wir nochwas aus der Liste:

GAP 99.400K 011E040647N2712011E040147N2709D BY 1650 6 17.0 HN 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0

50W ab vermutlich Kreuzeck, wobei nicht ganz BR-Standort (011E040447N2712011E035947N2709D) wären sicherlich für GAP und Antenne Bayern auch ausreichend. Angeblich laufen die GAP-Kreuzeck-Programme ja auch nur mit 100W.
Die Zugspitze hat durch den Hohenpeißenberg einen guten Helfer, da deutlich besser ist als sein Ruf. Man beachte einfach mal wie häufig RDS die 103,8 nimmt und wie oft die 102,7, ggf. noch die 104,4. Zudem gibt es, wie hier schon erwähnt, eine inzwischen 50kW starke 107,7, sowie 102,9 zusätzlich aus TÖL zur Ergänzung.
=> Die 102,7 zur RockAntenne, die 99,4 in GAP, die dem Lokalfunk nicht gut genug war, zur Antenne Bayern und gut ist es. Man bedenke auch, ja, ganz unrecht hat DH0GHU auch wieder nicht, daß man z. T. in Stahlbetonbauten in Mchn-Pasing bei entsprechender Gebäude-Ausrichtung SWR4BW auf der 94,5 störungsfrei :eek: in Mono hören kann. Die 94,5 für Rock Antenne nur ein Werbegag? Zum Lachen ist mir nicht wenn ich bedenke was dafür eine UKW-Verbannung erfährt.

Und jetzt ist noch die Frage, ob wir hier mal "Butter bei die Fische" machen sollen, d. h. die Preise aus der Liste für die BNetzA-Antennenmitbenutzung zitieren...

von Thomas (Metal) - am 11.12.2016 10:59
Ich sehe das ganze etwas differentierter. Es gibt für mich keinen Grund die 94,5 mit in der Verlosung einzubeziehen. Wie gesagt, wir haben noch die 107,5 in der Hinterhand und bedingt die 104,0.

Die 107,5 kann man maximal mit 50W(-100W) vom Olympiaturm und der bestehenden Antenneanlage verbreiten. (Je nach Ausrichtung der Antennenfelder wären unter umständen 3db Aufschlag möglich). Eine einzelne Antennenanlage ist wirtschaftlich nicht vertretbar.

Dieses Szenario halte ich nicht für Sinnvoll, da man in einer Großstadt wie München auch einen mindestpegel braucht und hier ist höhe und Freie Sicht nicht alles, wenn man nicht in die Gebäude reinkommt.

Aber von der Blutenburg Straße kann ich die 107,5 locker mit den 100W, wie die 94,5 betreiben. Ich würde sogar 2db mehr mit 160 W ansetzten.

Diese Frequenz schreit einfach nach Antenne Bayern (Lückenfüller München-City) und die 101,3 geht an Rock Antenne und die 94,5 sendet weiter wie bisher.

Aber auch die 107,5 wäre mit 100 W ein Ersatz für die 94,5, wenn man den Tausch wirklich durchziehen möchte. Wobei ich hier dann noch die 104,0 in den Ring für einen Dreiertausch werfen möchte.

von DAB_Saar - am 11.12.2016 12:05
Zitat
Habakukk
So toll DAB ja sein mag: Es ist aber trotzdem ein Unterschied, ob M94.5 von sich aus sagt, wir verzichten aus Kostengründen auf die UKW-Frequenz, weil uns DAB völlig ausreicht, oder ob M94.5 von der Behörde nach so vielen Jahren toller Arbeit die Frequenz einfach so entzogen bekommt, noch dazu ohne jeglichen Grund.


Eher noch schlimmer: Der Grund der vermeintlich hohen Verbreitungskosten gehört zu den alternativen Fakten. Die kursierenden Zahlen enthalten nämlich alles (DAB *und* afk max). Und dann das ganze ohne jegliches Konzept oder Hilfestellung, wie die ohne UKW weitermachen sollen. Allein der Name wäre dann schon obsolet.

So oder so: Die Aktion ist dilletantisch "geplant" und die eigentlichen Verursacher sind ob der völlig überraschenden Gegenwehr (ui, junge Leute im Medienbereich sind gut vernetzt und die vielen Alumni machen auch noch kräftig Medienwind, siehe http://savem945.org ...) offensichtlich ziemlich angepisst. Da werden nur Verlierer zurückbleiben, auch wenn die UKW-Frequenz erstmal erhalten bleiben sollte.

von Georg A. - am 02.02.2017 23:51
Zitat
Georg A.
So oder so: Die Aktion ist dilletantisch "geplant" und die eigentlichen Verursacher sind ob der völlig überraschenden Gegenwehr (ui, junge Leute im Medienbereich sind gut vernetzt und die vielen Alumni machen auch noch kräftig Medienwind, siehe http://savem945.org ...) offensichtlich ziemlich angepisst. Da werden nur Verlierer zurückbleiben, auch wenn die UKW-Frequenz erstmal erhalten bleiben sollte.

Abgehoben, arrogant und uninformiert, sowie ohne jede Rückkopplung nennt man das dann wohl.
[OT]
Eine Sonderstellung nimmt aber ein solches Verhalten in diesen Tagen nicht ein. Man denke nur daran wie es Geister namens AFD bei uns oder Trump nach oben schaffen obwohl die unterstützenden Menschen sie mir ihren Anliegen vollkommen im Regen werden stehen lassen. Aber hauptsache "es macht mal einer was" gegen die da oben damit die sehen :rolleyes: . Vielleicht so wie der Autofahrer "der Stau ist das Problem". Nein, du schon selbst weil du Teil des Staus bist. Eine Erkenntnis die sich, übertragen auf alles, eher weniger verbreitet ist.

von Thomas (Metal) - am 03.02.2017 06:54
> und für M94.5 eine neue, notfalls schwächere Frequenz zu suchen.

Noch schwächer? Dann könnte man ja gleich die Kabellecks als Hauptfrequenz nehmen, die teilweise die 94.5 so schon wegdrücken...

> Das wäre doch ein Kompromiss, bei dem allen gedient wäre.

Es geht nicht ums Dienen, sondern ums nackte Geld. Ausserdem wäre jetzt alles andere ein Eingeständnis, dass da planlose Lobbydilettanten maximal in die Sch... gegriffen haben. Sieht man ja schon an den hilflosen Versuchen, über Pressemeldungen den PR-Schaden für BLM&ABY irgendwie schönzureden. ZB. der letzte Versuch hier:

https://www.blm.de/infothek/pressemitteilungen/2016.cfm?object_ID=6977

"afk Speerspitze der digitalen Entwicklung". Höhö... M94.5 hat trotz mehrfachen Nachfragens keine Rechte an Musik fürs Web (Live-Radio in Web ist was anderes) bekommen. Daher gibts in der Mediathek nur Sprachreportagen, obwohl im Archiv viele gute Musikreportagen liegen. Und wie man sich die digitale Entwicklung sonst noch so vorstellt, kann man nach dem Verbot "von oben" der FB-Werbung fürs Solikonzert auch ahnen...

> Andere Idee: An die UKW Hörer DAB+ Geräte verlosen/verschenken.
> Das dürften ja nicht allzuviele sein.

Na, so >5000 schon. Laut Funkanalyse '16 gibt es wohl ca. 10k Hörer.

von Georg A. - am 07.02.2017 14:21
Das wäre jetzt eine Probe für die neuen Verbreitungswege.
Nach Aussage der BLM, die bekanntliich niemals lügt, ist alleine der Heimatkanal via Digital mit über 300 000 Hörern dabei.
Somit könnte auch die 94,5München an DAB gehen, da DAB so wahnsinnig erfolgreich ist.
Aber der Haken kommt :
Wenn dem so ist, warum will dann die Rockantenne ( Orschmann ) die 94,5 ?
Überall hört man von den Radiomachern : DAB ist super, das unterstützen wir.
Wenn es hart auf hart kommt, werden die Schwänze kürzer .... "ach neee, doch lieber UKW".
Und die Rockantenne ist in München flächendeckend problemlos und rauschrei via DAB und Smartphone hörbar. Oder diktieren doch die Werbegesellschaften, was abzulaufen hat ?
Die Rockantenne könnte sicher auch jederzeit die 801 nehmen. Für München. Was spricht dagegen ?

Ja wie denn nu ? ( "Da hört das keiner"). Ach neee ....
Auch wenn es nicht ins Thema passt : Die MA für Sunshine Live dürfte interssant werden, da man hier auf UKW verzichtet und nur "neue" Wege beschreitet. Bleiben die Zahlen hoch, dann ist UKW abgeschrieben. Falls es zusammenbröselt, dann ist klar : Ohne UKW geht es nicht.

von sup2 - am 07.02.2017 14:38
Ach so, das liebe Geld [ auf vorigen Beitrag ]
Nein, das R lasse ich drin. Bin der bay. Sprache sehr wohl mächtig.

Das mag ja sein, aber die MA - ein Heiligtum - ist ja Aussagekräftig. Wenn 300 000 Bayern täglich den Bayernkanal via DAB hören, dabnn ist das eher ein gigantischer Erfolg von DAB.
Hier kann der 94,5Funk jederzeit einhaken.
Es sei denn, man muss zugeben, dass man eben nur als UKW-Sender taugt.
Letzteres ist sicher nicht die Tatsache !
Und wenn eine Rockantenne nach der 94,5 lechzt, dann verwundert es sehr, da DAB ja der absolute Renner in Bayern ist. Kann mal einer Licht ins Dunkel bringen ?

[ bezieht sich auf andern Teil des T. ]
Gibt es etwa ein Problem, dass man sich als Radiosender plötzlich in der Marktwirschaft befindet ?
Wenn man durrch diee Pro-94,5-Seiten schaut, finden sich überwiegend die Vereinsfuzzies, die immer etwas für "ihre" Jugend und junge Bands erreichen wollen.
Kleiner Tipp eines Outsiders : Wer gut ist, wird eh gespielt.

von sup2 - am 07.02.2017 15:07
Zitat
Georg A.
> und für M94.5 eine neue, notfalls schwächere Frequenz zu suchen.

Noch schwächer? Dann könnte man ja gleich die Kabellecks als Hauptfrequenz nehmen, die teilweise die 94.5 so schon wegdrücken...

Muss ja nicht zwingend schwächer sein. Wahrscheinlich findet man auch noch eine weitere 100W-Frequenz für die Blutenburgstr., wenn man lange genug sucht. In anderen Ländern hat es deutlich mehr Programme und die planen auch nur nach Genf 1984. Man muss halt schon auch wollen.

Zitat
Georg A.
Ausserdem wäre jetzt alles andere ein Eingeständnis, dass da planlose Lobbydilettanten maximal in die Sch... gegriffen haben. Sieht man ja schon an den hilflosen Versuchen, über Pressemeldungen den PR-Schaden für BLM&ABY irgendwie schönzureden.

Och wieso? Würde es nicht die Wogen wieder glätten, wenn der Kompromiss der wäre, dass sowohl Rockantenne als auch M94.5 auf UKW senden könnten? Dann kann die BLM hergehen und sagen, wir haben es dank zäher Verhandlungen doch noch geschafft, im eigentlich überfüllten UKW-Band noch eine letzte Frequenz zum Erhalt von M94.5 auf UKW zu finden. Wirkt nicht glaubwürdig, aber was ist schon glaubwürdig in diesem Bereich..

von Habakukk - am 08.02.2017 08:25
Zitat
Habakukk
Zitat
Georg A.
Ausserdem wäre jetzt alles andere ein Eingeständnis, dass da planlose Lobbydilettanten maximal in die Sch... gegriffen haben. Sieht man ja schon an den hilflosen Versuchen, über Pressemeldungen den PR-Schaden für BLM&ABY irgendwie schönzureden.

Och wieso? Würde es nicht die Wogen wieder glätten, wenn der Kompromiss der wäre, dass sowohl Rockantenne als auch M94.5 auf UKW senden könnten? Dann kann die BLM hergehen und sagen, wir haben es dank zäher Verhandlungen doch noch geschafft, im eigentlich überfüllten UKW-Band noch eine letzte Frequenz zum Erhalt von M94.5 auf UKW zu finden. Wirkt nicht glaubwürdig, aber was ist schon glaubwürdig in diesem Bereich..

Wahscheinlich wird man sich noch zynisch beweihräuchern, so in etwa: "Die Aktionen zum Erhalt der UKW-Ausstrahlung für M94.5 zeigen eine funktionierende Demokratie und deren Möglichkeiten zur Meinungsbildung". :rolleyes:
Man dreht es sich wie man es braucht, es ist wie beim Wettrudern von zwei: Der eine wurde Vorletzter und der andere belegte einen guten zweiten Platz... :gruebel:

von Thomas (Metal) - am 08.02.2017 08:49
Zitat
Georg A.
Zitat
Habakukk
@Thomas (Metal):
Mich wundert tatsächlich, dass man absolut nichts dazu liest, dass ja auch afk-max in Nürnberg Federn lassen muss. Die Frequenz in Erlangen wurde ja nicht mehr verlängert und soll dort ja an egoFM gehen. Das scheint derzeit eher unter den Tisch zu fallen.


Liegt aber auch daran, dass M94.5 etwas mehr Mobilisierungspotential hat. afkmax ergibt sich eher seinem Schicksal wie ein Reh auf der Autobahn...

Gehört habe ich im Porogramm jedenfalls noch nichts dazu.
Dagegen hat selbst Rockin' Radio inzwischen radaktionelle Beiträge aus dem normalen afkmax :spos: . Für mich fehlt allerdings weiterhin daß man die eigenen Titel ordentlich an- und abmoderiert. Schließlich würde ich doch gerne erfahren was mir präsentiert wird und gefällt. Vielleicht, ja ich gehöre zu dieser aussterbenden Art ;-) , kaufe ich mir dann ggf. sogar auch die Musik.
Da würden mich doch die Reaktionen interessieren wenn man die Erlanger 106,2 verschiebt. Immerhin ist sogar die Hanns-Seidel-Stiftung bei afkmax mit dabei.

von Thomas (Metal) - am 09.02.2017 15:31
Die ganze Geschichte ist ein Paradebeispiel für die ganze Heuchelei, echt zum :kotz:
Zitat
scrat
Was hat den der BR mit Bayern Klassik vor? ;)

Eben, genau das gleiche. Genauso ein geheuchel! Immer von dem hohen Niveau und der Förderung der Kultur sprechen und dann sowas. :sneg: Als wenn das Klientel von BR-Klassik Digitalradiohörer wäre ...

Zitat
dxbruelhart
Der Entzug der 94.50 ist wirklich übel, es gibt noch eine Galgenfrist bis zum September, nun muss M94.5 massiv den DAB-Empfang fördern und/oder doch noch eine neue Frequenz finden und bekommen auf UKW - Möglichkeiten gibt es ja, es braucht nun noch den Willen der Beteiligten.
Mensch, Brühli, das ist doch hochgradig naiv, wach doch mal auf! Warum sollte da was passieren? Nix, absolut nichts wird da passieren. Da ist ein Gescharrer von Interessen im Hintergrund und M94,5 hat nicht die Lobby. Und soll M94,5 jetzt noch für die BLM Werbung für DAB+ machen, quasi als Dank? :bloed: Also an der Stelle von M94,5 sollte man das Rückgrat haben und der BLM den berühmten Finger zeigen und von sich aus max. eine Woche intensiv auf den Sendeschluss auf UKW hinweisen, spontane Aktionen starten, quasi eine Abschiedsfeier und dann auf UKW offiziell einfach abschalten, soll die BLM doch sehen wie sie klar kommt. Vllt. die Hörer noch auf die Techniken und den rechtlichen Rahmen und Einsatzmöglichkeiten von FM Transmittern hinweisen usw. ;-) Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Die 94,5 war bei mir immer fest abgespeichert und M94,5 hab ich damals in München sehr oft gehört. Einfach weil es eben anders war. Der Witz ist ja auch, dass so Leute, die vllt. gar kein Radio mehr gehört hätten wieder an UKW Rundfunk rangeführt wurden. Da kenne ich einige. Das fällt jetzt natürlich weg und damit schneiden die sich nur ins eigene Fleisch, denn die potentiellen Zufallshörer beim Band absuchen sind jetzt weg.

von Jens1978 - am 10.02.2017 08:01
Gerade in letzter Zeit habe ich M94.5 wieder sehr zu schätzen gelernt, eben weil sie sich auch von ihrer Musik im Tagesprogramm her ein wenig von dem üblichen meist relativ belanglosen Indie Gedudel auf egoFM, DWissen und auch FM4 abheben. Dazu je nach Sendung eben durchaus interessante Beiträge. Ich hör den Sender seit einiger Zeit wieder sehr häufig. Ich hoffe, die UKW-Abschaltung macht dem Programm nicht den Garaus.

Rockantenne höre ich kaum noch, ganz im Gegensatz zur Anfangszeit, als der Sender ziemlich häufig lief. Ich kann all die abgedroschenen Rocktitel, die so ja im Prinzip auch auf Antenne Bayern laufen könnten, einfach nicht mehr hören. Und seit man sich nahezu aller abendlichen Spezialsendungen entledigt hat, ist die Luft sowieso raus. Das Verderben begann - richtig - mit der UKW-Frequenz in Augsburg. Und es wird mit der 94,5 in München sicher nicht besser werden.

Was mich in der Berichterstattung immer irritiert, dass egoFM als Kandidat für die 94,5 ins Spiel gebracht wird. Ich glaube, da wird immer verwechselt, dass egoFM der Kandidat für die Frequenz in *Erlangen* ist, die afk-max (ganz ohne Aufschrei) entzogen wird. In München stehen sie mit der 100,8 deutlich besser da und wären doch blöd, auf 94,5 zu wechseln.

von Habakukk - am 10.02.2017 09:07
Zitat
Thomas (Metal)
Vielleicht ist es an der Zeit mir zu erklären wie sich die Münchener Lokalsender untereinander ausdifferenzieren. Ich habe es öfter mal versucht, aber so wie in Nbg, wo tatsächlich alle irgendwie sich unterscheiden, konnte ich den Lokalfunk in München noch nicht Schubladen einordnen. Da ist alles gefühlt ein Brei.


Dein Eindruck täuscht dich nicht. Gehen wir mal zurück, dann war noch in den 80ern Arabella mal ein Schlagersender, Charivari war der Softpopsender, Xanadu das Rockradio und Gong das jugendlich angehauchte Popradio. Später wurde aus Xanadu dann Energy und war damit eine Art Pendent zu Gong, aber noch einen Tick jünger. Antenne Bayern war damals gefühlt irgendwo zwischen Charivari und Gong angesiedelt.

Mit der Zeit nahm Arabella den Platz von Charivari ein (Schlager raus, Softpop rein), Charivari ging etwas weg vom Softpop-Image und näherte sich Gong an. Und heute ist es halt so, dass selbst auf Arabella aktuelle Chartmusik läuft. Die Programme sind stellenweise nicht mehr zu unterscheiden.

Einzig Radio 2day hat sowas wie einen Wiedererkennungswert. Die waren ja immer schon die Funk- und Soul-Welle, anfangs auch noch mit etwas Rockmusik, die aber zunächst erst mal wieder verschwand. Heute hat man wieder eine Mischung aus Funk, Soul und Classic Rock, sowie den einen oder anderne 80er-Poptitel.

Zitat
Jens1978
Das verstehe ich auch schon die ganze Zeit nicht, ist völlig schwachsinnig. Vermutlich denken einige von den Herrschaften auch einfach, das egofm noch auf 104,0 in München sendet, die BLM dürfte ja wohl keine Zielgruppe von auch nur einem der Programme sein und folglich nicht wirklich irgendwas da mitbekommen :rolleyes:.

Rockantenne ist der Kandidat für die 94,5 in München (ex M94.5) und egoFM ist der Kandidat für die 106,2 in Erlangen (ex afk-max). Das ist der einzige Zusammenhang, den egoFM mit der Angelenheit hat. Das haben die Journalisten einfach falsch interpretiert. Der Frequenzentzug in Erlangen scheint ja niemanden zu interessieren. Warten wir ab, wenn afk-max auch die Nürnberger Frequenz hergeben darf.

von Habakukk - am 10.02.2017 09:29

M94.5 Presseerklärung

Presseerklärung
Kommerz gewinnt gegen Vielfalt http://www.m945.de/politik/kommerz_gewinnt_gegen_vielfalt.html

Der Hörfunkausschuss der BLM hat abgestimmt: Zum 1. September 2017 wird die UKW-Frequenz von M94.5 an die Rock Antenne gehen. Wir sind schockiert und betrübt über diese Entscheidung.
Liebe Medienvertreter, liebe Kollegen, liebe Freunde,
gestern, am 9. Februar 2017, hat der Hörfunkausschuss der BLM über die Zukunft der 94,5-Frequenz abgestimmt. Die Entscheidung, die uns, den Förderverein "Freunde von afk M94.5 e.V.", am Abend über die SZ erreichte, lautet: M94.5 soll zum 1. September 2017 seine UKW-Frequenz verlieren. Stattdessen soll dann die Antenne Bayern Tochter Rock Antenne hierüber senden. Laut dem SZ-Artikel, soll M94.5 dafür einige Sendefenster bei Rock Antenne bekommen. Der Medienrat der BLM wird dies zwar erst am kommenden Donnertag, dem 16. Februar 2017, beschließen. Doch erfahrungsgemäß wird der Medienrat höchstwahrscheinlich der Empfehlung des Hörfunkausschusses folgen.
Wir alle sind schockiert und betrübt über diese Entscheidung. In den vergangenen zwei Monaten haben wir unser Möglichstes versucht, um die Bedeutung der UKW-Frequenz für M94.5 deutlich zu machen. Wir sind nach wie vor der festen Überzeugung, dass der Verlust erhebliche Auswirkungen auf die Ausbildung von M94.5 haben wird. Dementsprechend können wir diesen Beschluss nicht nachvollziehen und gutheißen. Wir sind enttäuscht, dass das an entscheidender Stelle immer noch anders gesehen wird und wir, die Redaktion, zum Thema überhaupt nicht gehört wurden.
Wir möchten uns bei allen Partnern und Unterstützern für den Rückhalt und ihr Engagement bedanken. Wir waren zutiefst erfreut und gerührt, wie viel Rückenwind wir von den verschiedensten Stellen erhalten haben. Dass sich sowohl Bands, als auch Hörer, Alumni, Münchner Kulturstätten und viele mehr für den Erhalt von M94.5 auf UKW eingesetzt haben, zeigt deutlich: Auch wenn es, nach Aussage des Hörfunkausschusses, nicht Ziel des Senders ist, die städtische Radioszene zu bereichern, ist es nicht von der Hand zu weisen, dass M94.5 genau das in den vergangenen 20 Jahren zusätzlich zur großartigen Ausbildung gemacht hat. M94.5 ist heute weit mehr als nur ein Ausbildungssender und dies als Lappalie abzutun, ist nicht nur ein Schlag gegen die Redakteure, die sich für den Sender eingesetzt haben, sondern auch ein Schlag und ein deutliches Zeichen gegen die gesamte Kultur- und Radiolandschaft in München und ganz Bayern.
Was die gestrige Entscheidung für die Zukunft von M94.5 genau bedeutet, muss sich in den nächsten Wochen erst noch zeigen. Wir sind nach wie vor der festen Überzeugung, dass es einen entscheidenden Unterschied für die Ausbildung macht, ob man von 20 oder 2000 Personen gehört wird. Sicher ist, dass wir bei M94.5 auch nach dem 1. September 2017 zumindest auf DAB+ und über Internet weitersenden werden. Im Namen der afk M94.5-Redaktion werden wir dafür Sorge tragen, dass sich M94.5 auch weiterhin treu bleibt: Eine fundierte und hochqualitative journalistische Ausbildung mit Musik und Kultur abseits des Mainstreams zu kombinieren.
Mit enttäuschten und niedergeschlagenen Grüßen im Namen der gesamten M94.5-Redaktion
Der Vorstand von „Freunde von afk M94.5 e.V.“
Klaus Muth, Julia Röhl, Marcel Stuht und Johannes Vogl

von tommy_radiofan - am 10.02.2017 14:35
> Die sehen auch wirklich nur das negative,

Es geht hier um die Gutsherrenart: Wenn der Wegfall der Frequenz mit genügend Vorlauf angekündigt worden wäre, dann hätte man sich drauf einstellen können. Jetzt ist es ja nur zufällig rausgekommen und Majestät haben sich gnädigerweise herabgelassen, das etwas rauszuzögern. Und trotzdem sagt die BLM, dass man das vor zwei Jahren ja auch schon angedeutet hätte. Umso schlimmer, dass das jetzt schon so lange köchelt, ohne dass es da Hilfestellung für ein neues Konzept gegeben hat.

Die ganze Sache erinnert mich etwas an die Sprengung der Erde wegen der Hyperraumschnellstrasse. Die Pläne hingen da ja auch 50 Jahre im Planungsamt auf Alpha Centauri in einem Keller aus, hätte ja jeder einsehen können. Also was soll der Aufriss...

> das Kosten für die UKW Ausstrahlung eingespart werden, die man für die Ausbildung
> verwenden kann usw.

Das Geld würde sicherlich gleich wieder in afk.tv gesteckt... Die machen tatsächlich Ausbildung ohne jede Visibilität.

von Georg A. - am 11.02.2017 12:40
Zitat
Georg A.
> Die sehen auch wirklich nur das negative,

Es geht hier um die Gutsherrenart: Wenn der Wegfall der Frequenz mit genügend Vorlauf angekündigt worden wäre, dann hätte man sich drauf einstellen können. Jetzt ist es ja nur zufällig rausgekommen und Majestät haben sich gnädigerweise herabgelassen, das etwas rauszuzögern. Und trotzdem sagt die BLM, dass man das vor zwei Jahren ja auch schon angedeutet hätte. Umso schlimmer, dass das jetzt schon so lange köchelt, ohne dass es da Hilfestellung für ein neues Konzept gegeben hat.

Manch einem ist, trotz langjähriger Zugehörigkeit hier, offenbar nicht klar um was es eigentlich geht. Mag sein daß die Freude, wenn es so ist bitte und gerne, über das eigene Pläsierchen mit einem durchgeht und die Welt darum völlig vergißt. Wenn dam so wäre, sollte ich mich über 2h TuffStuff am Sa-Abend von 23-1h freuen :rolleyes: . Bei mir liegt es "natürlich" nur daran daß ich nachtragend bin und den Donnerstag Abend immernoch für TuffStuff wünsche... (wer es nicht merkt: Das war Ironie!).
Um es klar zu sagen: Wer so agiert, schaltet nach gleicher Gutsherrenart auch Vielfalt auf DAB, die ich im übrigen auch schätze, ab! Und jetzt bitte mal Aufwachen. Das ist kein Computerspiel. Nachdem Giana nach Runde 33 über den großen Drachen gesprungen und durch den großen Diamanten gegangen ist, bleibt hier der Albtraum bestehen.

Nachtrag:
Der Schwabinger, offenbar seit 2 Jahren inaktiv, hat schon vor längerer Zeit die afk's für eine UKW-Abschaltung und DAB-Only gesehen. Den Beitrag finde ich allerdings nicht so schnell. Dennoch wäre mal interessant wie so jemand die aktuelle Entwicklung sieht.

von Thomas (Metal) - am 11.02.2017 15:40
Vermutlich machen die kommerziellen Anbieter da Druck auf die BLM, anders kann ich es mir nicht vorstellen. Dass Antenne Bayern für ihren Ableger Rockantenne schon länger eine UKW-Stützfrequenz in München sucht, ist ja bekannt. Es war ja mal angedacht, Rockantenne auf die 101.3 zu geben und für das Hauptprogramm in München die 107.5 in Betrieb zu nehmen. Man hatte mir kürzlich erklärt (ich meine, nach einem hiesigen Foreneintrag), warum das offiziell nicht möglich sei. Ich habe mittlerweile allerdings von einem Mitarbeiter einer Senderbetreiberfirma Gegenteiliges gehört...es wäre vieles möglich. Leider ist die Vergabe von Übertragungskapazitäten hierzulande ein großes Politikum. In einem Freistaat, in dem offiziell nach wie vor kein privater Rundfunk zulässig ist, weshalb die Landesmedienanstalt treuhänderisch auftritt, wundert da nichts. Normalerweise müssen Übertragungskapazitäten neu ausgeschrieben werden nach Ablauf einer Lizenzperiode, wenn der Veranstalter sie zurückgibt, insolvent ist oder wiederholt gegen Lizenzauflagen verstößt. Was hier gemacht wird, wirkt zumindest nach Außen eher wie Gutsherrenart gepaart mit Schacherei hinter verschlossenen Türen.

Fakt scheint auch, dass für die meisten kommerziellen Anbieter DAB+ immer noch den Status von Satelliten- oder Kabelübertragung hat. Wir erinnern uns: Anbieter, die in diesen "Ghettos", wie es immer genannt wurde, sendeten, erhielten auch sog. "terrestrische Stützfrequenzen" in Metropolen.

Dass man den nichtkommerziellen Ausbildungskanal dann mit DAB+ abspeist (richtig, das Sendegebiet ist dort tatsächlich viel größer und die Kosten sind im Multiplex geringer), aber für ein Zweitprogramm des landesweiten Kommerzanbieters eine UKW-Frequenz dringend braucht, hat etwas von "Wein trinken und Wasser predigen". Nun, wie gesagt, auch in München ließe sich mit gutem Willen noch das eine oder andere nachkoordinieren. Und wenn der AFK tatsächlich Optionen auf die 92.4MHz am Oly hätte, wäre es ja sogar ein Gewinn in Sachen technischer Reichweite.

von Peter Schwarz - am 11.02.2017 16:02
Zitat
Scrat
Mein Göttchen, wenn es wirklich nur 2000 Hörer sind helf ich beim Umstellen auf DAB+ Geräte...
Die sehen auch wirklich nur das negative, keine Chancen (zb. das man per DAB 30-40km weiter raus kommt zb.), das Kosten für die UKW Ausstrahlung eingespart werden, die man für die Ausbildung verwenden kann usw.

Die gleiche Frage könnte man denen stellen, die die Rockantenne auf die 94.5 hieven wollen.
Die IST perfekt über über DAB+ zugänglich und am Stadtrand sowie in höheren Lagen auch derzeit bereits über UKW verfügbar. Warum wollen die auf UKW? Denke, die werden da nicht viel mehr Hörer, als derzeit M94-5 abgreifen. Und es geht (medienpolitisch) nicht um die absolute Anzahl von Hörern, sondern um die Vielfalt der verfügbaren Angebote.
Es geht um was anderes: Zum einen geht es bei der Rockantenne um die Präsenz in der MA - UKW-Sender werden da halt bevorzugt abgefragt. Seitens der BLM sind zusätzliche finanzielle Zuwendungen willkommen. Zum anderen ist auf politischer Ebene die medienpolitische Absicherung von nichtkommerzien Hörfunk durch finanzielle Infrastrukturförderung im letzten Jahr im Landtag gescheitert mit dem Verweis, die BLM könnte da selbst entscheiden - ohne da mehr Mittel zu erhalten. Die UKW-Kosten steigen dieses Jahr voraussichtlich deutlich. Kommerzender machen Druck, das Markanteile auf UKW durch Konkurrenz nicht allzu schnell verloren gehen und der politische Druck DAB+ voranzubringen hat auch in Bayern etwas nachgelassen.
Hinzu kommt, dass das Münchner Kirchenradio wohl wesentlich mehr Lobbiisten im Medienrat hat, als Horeb.

Zitat
Habakukk
Der Ausschreibungstext riecht aber danach, als wäre auf 92,4 auch mit Veränderungen zu rechnen. Wie gesagt, ich denke da v.a. an das Münchner Kirchenradio und Radio München, die vielleicht die eine oder andere Stunde auf 92,4 abbekommen könnten.
Ja, das liest sich so.
Aber wenn die rein religösen Anbieter nicht zum Zuge kämen, wäre da sicher Platz für die eine oder andere derzeit bei M94-5 sendende Redaktion, mindestens für vom Feierwerk getragene. Wenn der einen oder anderen Redaktion ein Fenster auf der Rockantenne gegeben wird, fällt das wahrscheinlich aus, zumal für wesentliche Teile der Horeb-Sendezeit das MKR wohl gesetzt zu sein scheint...

Dieses unübersichtliche Gemenge führt jetzt dazu, dass nach der Methode Teile und Herrsche unterschiedliche nichtkommerzielle Hörfunkkonzepte gegeneineinader ausgespielt werden könnten, Ausgang offen.

von Hagen - am 12.02.2017 17:29
Zitat
Hagen

Die gleiche Frage könnte man denen stellen, die die Rockantenne auf die 94.5 hieven wollen.
Die IST perfekt über über DAB+ zugänglich und am Stadtrand sowie in höheren Lagen auch derzeit bereits über UKW verfügbar. Warum wollen die auf UKW? Denke, die werden da nicht viel mehr Hörer, als derzeit M94-5 abgreifen.


Na das ist doch kein unlöbliches Ziel möglichst viele Hörer abgreifen zu wollen ;) Wie gesagt, Mindestens 70% der Hörer Zuhause und über 80% hören über UKW. Das ist nunmal ein Argument.
Und anders als in Nürnberg gibt es in München keinen Rock Sender. 2Day ist ja nur mit Rock angereichert. Rock Antenne wird sogar auf jeden Fall mehr Hörer anziehen. Gerade als Fluchtmöglichkeit vor dem Einheitsbrei. Von 2000 auf 20000 sind da sicher drin. Mit Werbung noch einiges mehr. Mich freut auch der Werbeeffekt für DAB+ wenn RA Hörer dann ihr Radio im Auto auch ausserhalb Münchens hören wollen.
OT:
Selbst 2Day Hörer werden umschalten. Genervt vom seit Jahrzehnten amateurhaften Aufbau inklusive Zeitzeichen alle viertel Stunde und Abends zur falschen Zeit weil der Automat läuft....
OT Ende

afk betont ja immer wieder das sie gar nicht so sehr für die Hörer sondern für die Ausbildung senden und das können sie auch auf DAB+. Jeder der sie weiter hören will kann sich ein DAB Gerät holen. Dann ist die Vielfalt gerettet ;)

Was da Medienpolitsich sonst noch so abläuft interessiert mich jetzt weniger. Gegen die BLM richtet Otto Normalhörer sowieso nichts aus. Da haben sich schon höhere die Zähne ausgebissen.

von Scrat - am 12.02.2017 18:47
Zitat
scrat
Und anders als in Nürnberg gibt es in München keinen Rock Sender. 2Day ist ja nur mit Rock angereichert. Rock Antenne wird sogar auf jeden Fall mehr Hörer anziehen. Gerade als Fluchtmöglichkeit vor dem Einheitsbrei. Von 2000 auf 20000 sind da sicher drin. Mit Werbung noch einiges mehr.

Da ist aber ein Logikfehler drinnen. Denn gerade mit der aktuellen Situation müsste ein einheitsbreimüder Hörer ermuntert werden DAB+ zu holen, da er dort andere Programme, u.a. Rockprogramme empfängt. Mit der aktuellen Entscheidung wird er dann doch durch UKW bedient. Die logische Frage für den Hörer: "Warum soll ich mir DAB+ holen, kommt doch eh alles so schon ran?" Die Antwort: "Du hast recht, UKW reicht." BLM: Ziel verpasst.

Zitat
scrat
Mich freut auch der Werbeeffekt für DAB+ wenn RA Hörer dann ihr Radio im Auto auch ausserhalb Münchens hören wollen.

:joke: :rolleyes: Die RockAntenne ist doch quasi nur(!) außerhalb Münchens auf UKW zu hören. Nur in(!) München eben noch nicht. Mit deiner Logik müssten die ganzen Hörer jetzt gerade den Drang gehabt haben ein DAB-Gerät kaufen zu wollen. Mit der 94,5 und RockAntenne besteht überhaupt kein Grund mehr.

Zitat
scrat
Was da Medienpolitsich sonst noch so abläuft interessiert mich jetzt weniger.

Tja, und deshalb wirst du auch nie verstehen, was tatsächlich warum passiert. Die lauten Parolen sind meistens nie die echte Wahrheit. Ach nee, Moment, stimmt ... den Euro haben wir ja auch bekommen, damit wir im Urlaub nicht mehr Geld umtauschen müssen. Hast Recht :D :rolleyes:

Zitat
scrat
Gegen die BLM richtet Otto Normalhörer sowieso nichts aus. Da haben sich schon höhere die Zähne ausgebissen.

Wenn ich sowas schon höre ...

von Jens1978 - am 12.02.2017 19:57
Zitat
Jens1978
Da ist aber ein Logikfehler drinnen. Denn gerade mit der aktuellen Situation müsste ein einheitsbreimüder Hörer ermuntert werden DAB+ zu holen, da er dort andere Programme, u.a. Rockprogramme empfängt. Mit der aktuellen Entscheidung wird er dann doch durch UKW bedient. Die logische Frage für den Hörer: "Warum soll ich mir DAB+ holen, kommt doch eh alles so schon ran?" Die Antwort: "Du hast recht, UKW reicht." BLM: Ziel verpasst.


Vermutete Logikfehler sind oft auch Standpunktabhängig ;)
1) Dazu müssten alle einheitsbreimüden auch entscheidungsfreudig sein. Sind sie nicht.
2) Nur im engeren Stadtgebiet. Die Brauerei neben dem Wirtshaus Quasi.
3) Kommt es eben nicht. da fehlen schon noch einige Programme.

Zitat

Die RockAntenne ist doch quasi nur(!) außerhalb Münchens auf UKW zu hören. Nur in(!) München eben noch nicht. Mit deiner Logik müssten die ganzen Hörer jetzt gerade den Drang gehabt haben ein DAB-Gerät kaufen zu wollen. Mit der 94,5 und RockAntenne besteht überhaupt kein Grund mehr.

Ja, nur bezieht sich das auf FS/ED/EBE. Was bringt das wenn man RA auf der A9 ab München-Nord vergessen kann?
Meine Logik bezieht sich ausschliesslich darauf das die RA nun auch IN München per UKW gehört werden kann. Wer sich nicht ständig mit DAB beschäftigt wird vielleicht jetzt darauf aufmerksam.

Zitat

Tja, und deshalb wirst du auch nie verstehen, was tatsächlich warum passiert. Die lauten Parolen sind meistens nie die echte Wahrheit. Ach nee, Moment, stimmt ... den Euro haben wir ja auch bekommen, damit wir im Urlaub nicht mehr Geld umtauschen müssen. Hast Recht

Was du mir da unterstellst ist schlichtweg falsch.
Interesse und Verständnis sind keine Familie, können jedoch gute Freunde sein. Nur mal angemerkt.

von Scrat - am 13.02.2017 11:24
Interview mit Johannes Vogl, Vorstandsmitglied im Förderverein „Freunde von M 94.5“

http://www.jetzt.de/interview/der-muenchner-sender-m-94-5-verliert-seine-frequenz
10.02.2017 Der Münchner Sender M 94.5 verliert seine Frequenz
"Uns wird vorgeworfen, ein gutes Programm gemacht zu haben"
Johannes Vogl von M 94.5 beschreibt, was der Frequenzverlust für den Sender bedeutet.
Interview von Christina Waechter

Am Donnerstag tagte der Hörfunkausschuss der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und beschloss, die Münchner UKW-Frequenz 94,5 neu zu vergeben. Seit 20 Jahren lief auf der Frequenz der Münchner Aus- und Fortbildungskanal M 94.5. Wer in München „was mit Medien“ machen wollte, hat dort während des Studiums gearbeitet. Vom 1. September an ist damit Schluss, dann wird auf der Frequenz „Rock-Antenne“ zu hören sein, ein Ableger des erfolgreichen Formatsenders „Antenne Bayern“. Wir haben mit Johannes Vogl über das Ergebnis gesprochen. Der 26-Jährige macht bei M 94.5 gerade sein Volontariat und ist Vorstandsmitglied im Förderverein „Freunde von M 94.5“.
jetzt: Johannes, wie ist gerade die Stimmung bei euch in der Redaktion?
Johannes Vogl: Das ist schwer zu sagen. Einerseits sind wir sehr traurig darüber, dass wir zum 1. September unsere UKW-Frequenz verlieren werden. Andererseits hat uns diese Entscheidung auch dazu motiviert, jetzt an einem neuen Konzept zu arbeiten. Die Zeit, die wir noch haben, wollen wir dazu nutzen, ein richtig gutes Radioprogramm anzubieten. Und für die Zeit danach arbeiten wir daran, ein cooles Web-Angebot zu gestalten. Wir schwanken also gerade zwischen Trübsal und Aufbruch hin und her.
Habt ihr denn mit dem Ergebnis gerechnet?
Wir wussten, dass es eine knappe Sache werden würde. Aber wir hatten uns schon eine 50-prozentige Chance ausgerechnet. Wir fanden die Argumente von beiden Seiten gut nachvollziehbar. Es ist ja nicht so, dass sich die Rock-Antenne zu Unrecht beworben hätte.
Dass die Entscheidung dann so klar ausgefallen ist, das tut schon weh. Und bedeutet im Grunde, dass wir laut der BLM 20 Jahre lang eine Themaverfehlung abgeliefert haben.
Was ist denn laut BLM eure Aufgabe?
Die Ausbildung. Und eben nicht, die Kulturlandschaft zu bereichern. Uns wird also sozusagen vorgeworfen, ein gutes Programm gemacht zu haben.
Ihr hattet eine Menge prominenter Unterstützung. Von Claus von Wagner über La Brass Banda bis zum Oberbürgermeister Dieter Reiter. Das hat nicht gereicht. Weißt du, warum?
Ich bin bis heute nicht das Gefühl losgeworden, dass das ein abgekartetes Spiel war und wir nie eine echte Chance hatten. Wir haben erst im Dezember über Umwege davon gehört, dass unsere Frequenz zur Disposition stand. Aus BLM-Kreisen hieß es dann, wir hätten das schon vor zwei Jahren erfahren können. Wenn sie uns das vor zwei Jahren gesagt hätten, hätten wir uns ganz anders vorbereiten können.
Aber natürlich haben wir uns über den Zuspruch von jedem Einzelnen gefreut. Jede Nachricht gab uns das Gefühl, dass uns da draußen tatsächlich jemand hört. Und das hat uns sehr gut getan.
Ihr habt gegen Rock-Antenne verloren. Ein Ableger von Antenne Bayern, auf dem Mainstream pur läuft – das Beste aus den 80er, 90er Jahren. Schmerzt das besonders?
Das tut tatsächlich weh. Wir haben in den letzten Wochen in der Redaktion viel und kontrovers diskutiert. Und immer wieder hieß es: Wenn wenigstens Ego FM die Frequenz bekommt, die sich ja zunächst wohl auch beworben hatten, dann könnten die so etwas wie unsere Nachfolge antreten. Die Rock-Antenne ist das genaue Gegenteil von dem, was wir tun. Und ich verstehe ehrlich nicht, wie die BLM, die sich selbst Medienvielfalt als ihre Aufgabe auf die Fahne schreibt, einen Sender raus kickt, der ein kulturell vielfältiges Programm macht und die Frequenz einem Big Player gibt, der das gleiche Programm macht wie alle anderen.
Wie ist es denn so weit gekommen?
Unsere Frequenz wurde neu ausgeschrieben. Das ist nach einer bestimmten Laufzeit ein ganz normaler Prozess. Nur wurde bisher die Ausschreibung immer so formuliert, dass der Aus- und Fortbildungscharakter des Senders besonders betont wurde. Diesmal aber wurde explizit gewünscht, dass sich überregionale Player bewerben und damit wussten Rock-Antenne und Ego FM, dass sie damit gemeint waren.
Warum war die UKW-Frequenz noch mal so wichtig?
Klar, DAB+ ist im Kommen, aber UKW ist nach wie vor die meistgehörte Verbreitungsart von Radio. Wir hatten in der UKW-Frequenz einen Marktanteil von fast einem Prozent, das sind ungefähr 10 000 Hörer, und damit konnten wir argumentieren, wenn wir uns akkreditieren, Interviews anfragen oder auf Messen gehen wollten. Ich habe vor ein paar Tagen einen Musikpromoter gefragt, was ein Fequenzverlust denn für ihn bedeuten würde und er meinte: Dann bleiben die Bands weg und machen sich lieber einen schönen Nachmittag, anstatt in unser Studio zu gehen. Ständig wird uns gesagt, was für eine Riesenchance es sein kann, dass wir jetzt Internetradio und dann crossmediale Angebote machen können. Aber wenn eine Band gar nicht mehr zu uns ins Studio kommt, dann kann ich halt auch kein Video von der drehen und ins Netz stellen.
Schade, das wäre meine letzte Frage gewesen: Ist es denn keine Riesenchance, dass ihr jetzt ins Netz gehen müsst?
Wir werden das Beste daraus machen müssen und uns im Netz beweisen. Und klar, solche Herausforderungen sind auch Chancen. Nur: Gerade können wir das noch nicht so anerkennen. Wir sind einfach noch ein bisschen in unserer Trauer gefangen, was vielleicht ja auch nachvollziehbar ist.

von tommy_radiofan - am 14.02.2017 20:02
Nun haben wir's also:
Zitat

UKW-Frequenz 94,5 MHz in München wird zur Stützfrequenz für Rock Antenne - Ausbildungsfrequenz 106,2 MHz in Erlangen wird egoFM zur Verfügung gestellt
16.02.2017 08 / 2017
Nach intensiver Diskussion hat der Medienrat der BLM der Umwidmung der bisherigen Hörfunkfrequenzen 94,5 MHz in München und 106,2 MHz in Erlangen ab 1. September 2017 zugestimmt. Beide UKW-Frequenzen waren bisher zu Aus- und Fortbildungsbildungszwecken den beiden Radiokanälen afk M94.5 in München und afk max in Erlangen zuge­wiesen worden.

Die 94,5 MHz in München wird zur UKW-Stützfrequenz umgewidmet, die ab 1. September dem Hörfunkprogramm Rock Antenne für fünf Jahre zur Verfügung gestellt wird. Allerdings soll die Rock Antenne GmbH auf die Verbreitung ihres Programms in den lokalen Versorgungsgebieten Landkreis Erding, Stadt Freising und Stadt Ebersberg über die Frequenzen 87,9 MHz, 95,0 MHz und 93,0 MHz verzichten. Das Rock Antenne-Programm wird bisher bundesweit über Satellit, landesweit über DAB+ und lokal über eine Stützfrequenz in Augsburg verbreitet.

Die UKW-Frequenz 106,2 MHz in Erlangen wird ab 1. September als Stützfrequenz dem bundesweiten Hörfunkprogramm egoFM zur Verfügung gestellt. Der Medienrat weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei egoFM um ein alternatives Musikprogramm handelt. Sollte es nicht weiter betrieben werden, findet für die von egoFM genutzten Stützfrequenzen eine Neuorganisation statt, um wieder ein alternatives Format auszuwählen, das die bestehenden Musikprogramme ergänzt.

Der Medienrat begrüßt die Zusagen der Rock Antenne GmbH und der Radio Next Generation GmbH (Anbieter von egoFM) zur ausgeprägten Unterstützung der Aus- und Fortbildungskanäle in München und Nürn­berg sowie zur Bereitstellung von Sendefenstern für Programminhalte, die von und mit den Ausbildungskanälen produziert werden. Dafür sollen die Anbieter geänderte Programmschemata zur Genehmigung vorlegen.

Ebenfalls begrüßt wird die Bereitschaft der Rock Antenne GmbH, mindestens fünf Prozent der Anteile an der Trägergesellschaft der Aus- und Fortbildungssender, der afk GmbH, zu übernehmen.

Für BLM-Präsident Siegfried Schneider bleibt auch nach der veränderten Empfangs­situation das grundlegende Ziel der AFK-Kanäle, die Ausbildung von Radionach­wuchs, erfüllt.

afk M94.5 und afk max werden ab 1. September weiterhin live on air über den Digitalradiostandard DAB+ zu empfangen sein und stehen zusätzlich als Livestream im Internet zur Verfügung. afk max behält seine Nürnberger UKW-Frequenz. Mit der zunehmenden Marktrelevanz von DAB+ ist es möglich, auf die UKW-Verbrei­tung der AFK-Radios zu verzichten bzw. sie zu reduzieren, ohne die Ausbildungs­ziele zu gefährden.

Die wesentlichen Konditionen, die für eine qualitativ hochwertige Radioausbildung wichtig sind, bleiben erhalten: Es wird in Echtzeit, live und on air gesendet, aber ohne den Druck, den werbefinanzierte Sender in puncto Reichweite spüren. Weder afk M94.5 noch afk max müssen das Massenpublikum erreichen und haben deshalb auch ein Musikprogramm jenseits der Chartplatzierungen und ausführliche lokale Berichterstattung etabliert. Das wird auch weiter so sein.

Um eine gute journalistische Ausbildung garantieren zu können, unterstützt die BLM die drei Sender afk M94.5, afk max und afk tv mit mehr als 800.000 Euro jährlich. Wir sehen vor allem eine Frage als wesentlich für die künftige Ausbildungssituation: Welche Herausforderungen kommen in der digitalen Welt auf Journalisten zu?

„Um diese Herausforderungen annehmen zu können“, betonte Schneider, „müssen die Strukturen der Ausbildung weiter entwickelt werden. Insofern mögen manche die Umwidmung der UKW-Frequenzen als Verlust empfinden. Sie bietet dem journalistischen Nachwuchs aber die Chance, sich gezielt und aktiv auf die digitalen Entwicklungen einzulassen.“

Quelle: BLM


von Habakukk - am 16.02.2017 17:07
Die Lokalfrequenzen Erding/Freising/Ebersberg sind von der BLM als Lokalfunk definiert. Das landesweite Programm der Rockantenne durfte nur zeitweise übernommen werden, es mussten lokale Elemente laufen. Die Formulierung "soll auf die Verbreitung ihres Programmes verzichten" deutet darauf hin, dass die Zustimmung der BLM zur Programmübernahme auf den Hitwelle-Frequenzen zurückgefahren wird und die BLM fordert, dass da ein echtes Lokalprogramm für die Region gesendet wird, aber die Frequenzzuweisung nicht komplett entzogen wird.
IMHO wären folgende Szenarien denkbar
1) Rockantenne veranstaltet ein tatsächlich eigenständiges Lokalprogramm
2) Neuausschreibung für neuen Lokalfunkanbieter
3) Neuausschreibung als Stützfrequenz für landesweite Sender (dann könnte auch die Rockantenne erneut zum Zuge kommen)
4) Aufteilung Stützfrequenzen auf benachbarte Lokalsender (Rosenheim, Landshut, Ingolstadt, München) mit oder ohne Ausschreibung, EBE täte zu Rosenheim passen
5) 4) mit Neudefinition/Zusammenfassung der Verbreitungsgebiete im Hinblick auf DAB+
6) Abschaltung

Möglicherweise steht 1) noch zur Debatte, obwohl seitens der RA kein Interesse, deswegen die diffuse Formulierung. Oder aber 5)...

von Hagen - am 16.02.2017 19:48
Zitat
Habakukk
Na aber komm, das ist doch seltsam. So hypothetische Anmerkungen finden sich doch sonst bei den Zuteilungen auch nicht. Das macht man doch nur, wenn es da schon Zuckungen in diese Richtung gab. Oder hast du bei früheren Zuteilungen an egoFM (z.B. ex Vilradio in Fürth) solche Anmerkungen gelesen?


Nein, so genau verfolge ich das nicht. Ich habe jedoch eben ein wenig recherchiert und über einen alten Wikipedia-Link eine Pressemitteilung der BLM zu egoFM gefunden, in der folgender Auszug steht:

Zitat

Die BLM behält sich den Widerruf der Frequenzzuweisungen bei Änderung des Programmformats ausdrücklich vor. Außerdem erwartet die Landeszentrale, dass in das Programm Zulieferungen der Kirchen und des Bayerischen Jugendrings er­möglicht werden.


Diese PM stammt von 2008, als der Sender noch unter dem Arbeitstitel "Radioblut" zugelassen wurde. Also ist dieser Hinweis auf Frequenzentzug anscheinend nichts Außergewöhnliches. Ich denke, wir interpretieren da sehr viel hinein. Aber gut, das ist vielleicht auch der Reiz am Radioforum?;)

Jedenfalls finde ich es gut, dass sie das geschrieben haben und nicht etwa: "Wenn egoFM sein Musikformat ändert, ist uns das doch egal!":D

Richtig alternativ ist der Sender sowieso nicht, denn da laufen auch hin und wieder charttaugliche Songs. egoFM ist eher so halb-alternativ wie DWissen oder allenfalls noch PULS (das durch die FM-Ausstrahlung ab 2018 in der Tat der große Konkurrent werden dürfte), aber nicht wie FM4.

von GLS - am 17.02.2017 23:09
Zitat
jetzt.de / Johannes Vogl

Ihr habt gegen Rock-Antenne verloren. Ein Ableger von Antenne Bayern, auf dem Mainstream pur läuft – das Beste aus den 80er, 90er Jahren. Schmerzt das besonders?
Das tut tatsächlich weh. Wir haben in den letzten Wochen in der Redaktion viel und kontrovers diskutiert. Und immer wieder hieß es: Wenn wenigstens Ego FM die Frequenz bekommt, die sich ja zunächst wohl auch beworben hatten, dann könnten die so etwas wie unsere Nachfolge antreten. Die Rock-Antenne ist das genaue Gegenteil von dem, was wir tun. Und ich verstehe ehrlich nicht, wie die BLM, die sich selbst Medienvielfalt als ihre Aufgabe auf die Fahne schreibt, einen Sender raus kickt, der ein kulturell vielfältiges Programm macht und die Frequenz einem Big Player gibt, der das gleiche Programm macht wie alle anderen.


Auch wenn ich es ebenfalls nicht gut finde, dass M94.5 die Frequenz verliert. Das was dort im Interview gesagt wurde, ist einfach total falsch. Da merkt man, dass sich diese Leute noch gar nicht mit dem Programm von der Rock Antenne befasst haben :rolleyes:

von DX OberTShausen - am 18.02.2017 17:41
Naja, das exakt gleiche Programm wie alle anderen ist es sicher nicht. Aber wenn ich die Playlist von nur heute so anschaue, ist es definitiv "Das Beste aus den 70ern, 80ern und 90ern", nur eben halt mit der Spezialisierung auf Rock:

ACDC, Alice Cooper, Rolling Stones, Journey, No Doubt, Genesis, Aerosmith, Foreigner, Bryan Adams, Alanis Morissette, Police, Top Petty, Yes, Manfred Mann, Gary Moore, Bon Jovi, Def Leppard, Black Sabbath, Lenny Kravitz, Meat Loaf, Mr Mister, The Who, Liquido, Boston, Thin Lizzy, Toto, Peter Gabriel, U2, Mike&The Mechanics, Limp Bizkit, Jimi Hendrix, Kenny Loggins, Asia, Nirvana, Status Quo, Hooters, ZZ Top, Europe, Kiss, Jethro Tull, Queen, Scorpions, Van Halen, Metallica, Foo Fighters, ELO, Deep Purple, Supertramp, REM, Robert Palmer, CCR, etc pp.

Sooo schlimm hatte ich es ja wirklich gar nicht erwartet, das ist nur recht selten wirklich was halbwegs aktuelles. Gibt da wohl einfach nichts mehr in dem Genre, oder man will das den Hörer nicht zumuten...

Weitere Statistik: In den letzten 8 Tagen lief 30mal Nickelback und 38mal Bon Jovi ;)

von Georg A. - am 18.02.2017 18:59
Zitat
Georg A.
Sooo schlimm hatte ich es ja wirklich gar nicht erwartet, das ist nur recht selten wirklich was halbwegs aktuelles. Gibt da wohl einfach nichts mehr in dem Genre, oder man will das den Hörer nicht zumuten...

Klar gibt es da nach wie vor genug gute Veröffentlichungen. Aber halt kaum noch im sog. Mainstream. Dafür müsste man also innovativ sein und jemanden in der Musikredaktion beschäftigen, der sich mit den jew. Musikszenen auskennt und auch die Mühe macht, neue Musik zu entdecken. Aber heutzutage traut man sich das ja gar nicht mehr, es könnte ja wer wegschalten. Das, was Radio früher mal ausgemacht hat, fehlt halt. Man rennt den Trends hinterher, anstatt sie zu erschaffen.

Und nur weil in Titeln Gitarren vorkommen, heißt das noch lange nicht, dass diese Titel kompatibel sind.

Der eine hat halt was gegen
Zitat
Thomas (Metal)
System of A Down

der andere findet diese Band total genial, und kriegt umgekehrt bei klassischem Metal mit Fistelstimme und Gitarrengegniedel Hautausschlag. Und spätestens bei Nickelback sind sich wahrscheinlich beide einig, dass das Mist ist, während Ottonormalhörer gerade das hören will.

Das kriegst du nicht alles auf einem Programm unter, das verstehe ich schon. Aber zumindest abendliche Spartensendungen, das sollte man erwarten können. Und die hat Rockantenne halt fast alle aus dem Programm geworfen.

"Rockantenne" spielt ungefähr so viel aus dem Spektrum Rock wie sunshine live ein Programm ist, das das komplete Spektrum der "elektronischen Musik" abdeckt.

Vielleicht muss man sich auch über Musikgenres hinweg setzen? Ein Kanal, der System Of A Down mit Radiohead kombiniert, würde vielleicht besser fahren, obwohl das unterschiedliche Musikrichtungen sind.

Zitat
Georg A.
Weitere Statistik: In den letzten 8 Tagen lief 30mal Nickelback und 38mal Bon Jovi ;)

Jo mei, Rockantenne ist mittlerweile 1:1 das gleiche 0815-Formatradio wie überall. Da ist Radio Bob noch spannender. Ständig das immer gleiche, dazu noch kaputtgeschnittene Titel, vorne und hinten zugelabert, in einer unerträglichen Klangqualität.

Formatradio ist etwas für Leute, die Musik nicht mögen!

von Habakukk - am 20.02.2017 10:10
Zitat
Habakukk
Der eine hat halt was gegen
Zitat
Thomas (Metal)
System of A Down

der andere findet diese Band total genial, und kriegt umgekehrt bei klassischem Metal mit Fistelstimme und Gitarrengegniedel Hautausschlag. Und spätestens bei Nickelback sind sich wahrscheinlich beide einig, dass das Mist ist, während Ottonormalhörer gerade das hören will.

Das kriegst du nicht alles auf einem Programm unter, das verstehe ich schon. Aber zumindest abendliche Spartensendungen, das sollte man erwarten können. Und die hat Rockantenne halt fast alle aus dem Programm geworfen.

"Rockantenne" spielt ungefähr so viel aus dem Spektrum Rock wie sunshine live ein Programm ist, das das komplete Spektrum der "elektronischen Musik" abdeckt.

Vielleicht muss man sich auch über Musikgenres hinweg setzen? Ein Kanal, der System Of A Down mit Radiohead kombiniert, würde vielleicht besser fahren, obwohl das unterschiedliche Musikrichtungen sind.

Und so bleibt eine Rotation übrig die nicht nur mich ab- und umschalten läßt. System Of A Down wäre da übrigens noch lange kein Grund dafür :cheers: .
Ja, jeder hört vermutlich das bevorzugt was er zum Eintritt in das Erwachsenenzeitalters hörte. Und er stört sich daran mit dem diese Stilrichtungen einerseit abgelöst wurde und anderereseits am Establishment das diese Musik nicht nachvollziehen konnte. Bei mir war das natürlich eine Blütezeit des Heavy Metal Ende der 80 und ganz frühe 90er. Vielleicht ist Grunge, etc. für mich bis heute eher ein rotes Tuch. AC/DC, Ozzy, Black Sabbath, Deep Purple auch fast schon. Und dann noch der 70er Rock... :-( Und da sind war dann schon ganz nah an dem was bei der Rockantenne gerade noch geduldet im Tagesprogramm läuft. Das ist nix für mich :bruell: . Könnten die nicht auch Queensryche, Savatage, Metal Church, Axxis, etc. im Tagesprogramm bringen ;-) ?

von Thomas (Metal) - am 20.02.2017 15:09
Die Stücke sind ja per se nicht schlecht, allerdings kann ich mich bei vielen sogar noch erinnern, wie die "neu" auf Radio Brenner kamen. Da habe ich aber nicht nur wegen der Musik zugehört (lief ja vieles auch auf B3), sondern wegen der Moderation, die für damalige Verhältnisse "unerhört" war.

Ohne es jetzt genau ausgezählt zu haben, würde ich aber schon sagen, dass grob 70% der RA-Titel Oldies aus 1960-2000 sind, und das auch bei Bob so ähnlich ist. Im Prinzip also "Nuschelrock 1-30" und "Rock Classics 1-30".

Aber genau das ist halt das Problem, es "darf" quasi nie ein Lied kommen, dass einen Hörer (aka Werbungsrezipient) abschrecken würde, damit bleibt man aber in seiner Filterblase gefangen. Bei M94.5 kommt vieles, was mir im Allgemeinen nicht so gefällt (Hip Hop, Songwritergeklampfe, richtiges Gitarrengeschrabbel). Aber durch die immer wieder neuen Titel und die sehr umtriebige Musikredaktion gibt es dann auch in diesen Genres immer wieder einiges, was ich "überraschenderweise" gut finde, bzw. was ich freiwillig nie angehört hätte. Noch viel interessanter ist (was man auch an den Hörervotings gut ablesen kann), dass es bei einigen Titeln tatsächlich so 1-2 Wochen braucht, bis sie einem ins Ohr gehen.

Das macht das Anhören zwar nicht so smooth, aber eben doch spannend. Aber wie wir ja gehört haben, war das gar nicht gewünscht, es ging immer nur um die Ausbildung...

von Georg A. - am 20.02.2017 17:45
Zitat
Georg A.
Bei M94.5 kommt vieles, was mir im Allgemeinen nicht so gefällt (Hip Hop, Songwritergeklampfe, richtiges Gitarrengeschrabbel). Aber durch die immer wieder neuen Titel und die sehr umtriebige Musikredaktion gibt es dann auch in diesen Genres immer wieder einiges, was ich "überraschenderweise" gut finde, bzw. was ich freiwillig nie angehört hätte. Noch viel interessanter ist (was man auch an den Hörervotings gut ablesen kann), dass es bei einigen Titeln tatsächlich so 1-2 Wochen braucht, bis sie einem ins Ohr gehen.

Das macht das Anhören zwar nicht so smooth, aber eben doch spannend. Aber wie wir ja gehört haben, war das gar nicht gewünscht, es ging immer nur um die Ausbildung...


Ich habe auch oft das Gefühl, dass man mal für einige Titel bei einer Richtung bleibt. Schalte ich ein und es kommt ein Hiphop-Titel, kann man damit rechnen, dass meistens gleich noch 1-2 hinterher kommen. Kommt dagegen Gitarrenmucke, bleibt es meistens auch eine Zeit lang so. Auf die Art wirkt das - finde ich - nicht wie Kraut und Rüben, sondern einigermaßen stimmig. Von allen "alternativen" Sendern wie auch egoFM, DWissen oder FM4, sagt mir M94.5 derzeit am allermeisten zu. Dazu kommt die gute Klangqualität, die sonst nur DWissen bietet.

von Habakukk - am 21.02.2017 07:28
Zur Situation auf der 92,4 noch eine Meldung in der Süddeutschen:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/hoerfunk-muenchen-hat-einen-neuen-radio-streit-1.3416125

Zitat

Um Sendezeit auf der Frequenz haben sich die vier bisherigen Lizenznehmer beworben: die kirchlichen Wellen Radio Horeb und das Christliche Radio München einerseits sowie die Bürgerradios Lora und Radio Feierwerk andererseits. Dazu kommen zwei neue Kandidaten: das Münchner Kirchenradio und Radio München, ein weiteres Bürgerradio.[...]
Alles sechs sollen zum Zug kommen. Im Anschluss an eine Anhörung der Bewerber am 22. Februar hat die BLM den Entwurf eines Sendeplans vorgelegt und darin allen Sendezeit eingeräumt. Im Wesentlichen sieht er eine strikte Trennung der Frequenz in einen Block der religiösen Radios und in einen der sogenannten "community radios" vor. Ein Vorhaben, das im Prinzip alle Bewerber gutheißen.
[...]
Der Entwurf sieht vor, dass die Kirchensender montags bis freitags von Mitternacht bis 14 Uhr senden, dann übernähmen die Bürgerradios. Die bekämen den Samstag komplett, der Sonntag gehörte dafür den Kirchenradios.


Zusammengefasst:
Radio Horeb hat künftig weniger Sendezeit. CRM sendet werktags ab 13 Uhr (bisher 16 Uhr). Das Münchner Kirchenradio liefert Beiträge im Rahmen von Radio Horeb München zu. Radio München bekommt werktags ein Stunde Sendezeit. Lora hat insgesamt 5h mehr Sendezeit, verliert aber den Freitag abend an Radio Feierwerk. Radio Feierwerk verliert den kompletten Sonntag, bekommt dafür Freitag abend dazu.

von Habakukk - am 14.03.2017 12:43
Es ist zwar richtig, dass immer und immer wieder die üblichen 2 oder 3 Songs von einer Gruppe gespielt werden. Im Radio geht es aber nun mal um den kleinsten gemeinsamen Nenner. Speicla-interest darf sich gerne auf den entsprechenden Special-Bändern tummeln. Von ZZTop z.B. fallen mir sofort "Dipping Love," und "Sharp Dressed Man" ein. Höre ich gerne, muss aber nicht jeden Tag sein. Was ist daran falsch ? Ja sicher : "viva Las Vegas" gab es auch noch.

Der Rest war sicherlich gut. Und keiner hat etwas dagegen, wenn der Freak und Fan eine LP von 1984 auflegt und daheim hört. ER mag es. 100 Hörer vielleicht...können damit nichts anfangen.
Oder Matthias Reim : Wie hies sein Erfolg ? Verdammt..... ja. Den Rest : kenne ich nicht.

Radio per UKW ist das Reduzieren auf den kleinsten Nenner. Mag sein, dass es in Papua-Neu-Guinea in einer Stadt mit 50 000 Einwohnern anders aussieht. Aber in Deutschland mag man Huey Lewis mit "Hip to be square" eben lieber als das schwer verdauliche "Thin Man". ( man nehme das Video dazu )

Seht es doch mal gelassener : Die auf UKW gespielten Songs sind die Werbung für "MEHR". Mehr im Netz, mehr also dort, wo sich heute das Leben überwiegend abspielt. UKW-Sender als Werbeform für "das gibt es auch und noch mehr", Appetithappen oder so.
UKW ist die Litfasssäule für das richtige Medium.

von sup2 - am 14.03.2017 15:01
Zitat
sup2
Es ist zwar richtig, dass immer und immer wieder die üblichen 2 oder 3 Songs von einer Gruppe gespielt werden. Im Radio geht es aber nun mal um den kleinsten gemeinsamen Nenner. Speicla-interest darf sich gerne auf den entsprechenden Special-Bändern tummeln. Von ZZTop z.B. fallen mir sofort "Dipping Love," und "Sharp Dressed Man" ein. Höre ich gerne, muss aber nicht jeden Tag sein. Was ist daran falsch ? Ja sicher : "viva Las Vegas" gab es auch noch.

Der Rest war sicherlich gut. Und keiner hat etwas dagegen, wenn der Freak und Fan eine LP von 1984 auflegt und daheim hört. ER mag es. 100 Hörer vielleicht...können damit nichts anfangen.
Oder Matthias Reim : Wie hies sein Erfolg ? Verdammt..... ja. Den Rest : kenne ich nicht.

Radio per UKW ist das Reduzieren auf den kleinsten Nenner. Mag sein, dass es in Papua-Neu-Guinea in einer Stadt mit 50 000 Einwohnern anders aussieht. Aber in Deutschland mag man Huey Lewis mit "Hip to be square" eben lieber als das schwer verdauliche "Thin Man". ( man nehme das Video dazu )

Seht es doch mal gelassener : Die auf UKW gespielten Songs sind die Werbung für "MEHR". Mehr im Netz, mehr also dort, wo sich heute das Leben überwiegend abspielt. UKW-Sender als Werbeform für "das gibt es auch und noch mehr", Appetithappen oder so.
UKW ist die Litfasssäule für das richtige Medium.


Ich wußte es schon immer: Irgendwann kommt der Tag an dem ich es gut finde wenn ein Straßenköter gegen eine Litfaßsäule pißt.

von Thomas (Metal) - am 14.03.2017 21:33
Weil das Thema u.a. hier behandelt wurde. Die endgültigen Sendezeiten auf der 92,4 sind seit 16.4. also:

https://www.blm.de/infothek/pressemitteilungen/2017.cfm?object_ID=7353
Zitat

Radio Horeb sendet montags bis freitags von 01.00 -14.00 Uhr inkl. der Zulieferungen des Münchner Kirchenradios und sonntags von 00.00 – 06.00 Uhr sowie von 09.00 bis 24.00 Uhr inkl. zwei Stunden Zulieferung des Christlichen Radio München und des Münchner Kirchenradio.

Radio LORA wird montags bis donnerstags von 16.00 bis 24.00 Uhr und freitags von 16.00 bis 21.00 Uhr ausgestrahlt.

Radio Feierwerk hat wöchentliche Sendezeiten am Freitag von 21.00 bis 00.00 Uhr, am Samstag von 00.00 bis 24.00 Uhr und am Sonntag von 06.00 bis 09.00 Uhr.

Christliches Radio München sendet jeweils montags bis freitags von 14.00 bis 15.00 Uhr (Wiederholung von 00-00 Uhr bis 01.00 Uhr) und sonntags von 09.00 bis 10.00 Uhr sowie von 13.00 bis 14.00 Uhr.

Radio München bekommt montags bis freitags von 15.00 bis 16.00 Uhr jeweils eine Stunde Sendezeit zugewiesen.


Interessanterweise deckt sich das nun überhaupt nicht mehr mit den Sendezeiten auf dem DAB-Kanal:
Zitat

Radio LORA: Montag bis Freitag von 01.00 bis 16.00 Uhr sowie von 18.00 bis 24.00 Uhr.

Radio Feierwerk: Samstag von 00.00 bis 24.00 Uhr sowie am Sonntag von 00.00 bis 24.00 Uhr.

Christliches Radio München: Montag bis Freitag von 16.00 bis 18.00 Uhr sowie Montag bis Freitag von 00.00 bis 01.00 Uhr (Wiederholung).


Ausgerechnet dann, wenn Lora auf UKW zu senden beginnt (16 Uhr), endet die Sendezeit auf DAB+. Die Freitagabendsendung von Feierwerk läuft nur auf UKW.

Ich muss mal nachsehen, ob sich am UKW-PI-Code bzw. an der DAB Service ID etwas verändert hat? Eine automatische Umschaltung UKW-DAB funktioniert ja jetzt zu manchen Zeiten nicht mehr.

von Habakukk - am 24.04.2017 19:07
Zitat
sup2
Es ist zwar richtig, dass immer und immer wieder die üblichen 2 oder 3 Songs von einer Gruppe gespielt werden. Im Radio geht es aber nun mal um den kleinsten gemeinsamen Nenner. Special-interest darf sich gerne auf den entsprechenden Special-Bändern tummeln. Von ZZTop z.B. fallen mir sofort "Dipping Love," und "Sharp Dressed Man" ein. Höre ich gerne, muss aber nicht jeden Tag sein. Was ist daran falsch ? Ja sicher : "viva Las Vegas" gab es auch noch.


Was daran falsch ist, dass man immer die gleichen 1 - 3 Titel von einer Band hört ?
Ganz einfach: Es ist doch einfach verdammt langweilig !!!

Zitat
sup2
Der Rest war sicherlich gut. Und keiner hat etwas dagegen, wenn der Freak und Fan eine LP von 1984 auflegt und daheim hört. ER mag es. 100 Hörer vielleicht...können damit nichts anfangen.
Oder Matthias Reim : Wie hies sein Erfolg ? Verdammt..... ja. Den Rest : kenne ich nicht.


Richtig müsste es lauten: Es hat doch keiner etwas dagegen, wenn Leute, die jeden Tag die selben 50 Titel hören wollen, sich diese auf einen MP3-Player ziehen und damit glücklich werden könnten. Dazu allein braucht man doch keine Radio-Sender !!!!!

Doch du bist offenbar zu den Leuten, und von der Sorte gibt es viel zu viele, die meinen, etwas (vor-) beurteilen zu können, was sie überhaupt nicht kennen.
So eben auch Musik, die sie (noch) nicht kennen.
Nach dem Motto "Was ich nicht kenne, taugt sicher auch nichts und daher interessiert es mich auch nicht".

Doch wie soll man Musik kennenlernen, die man (noch) nicht kennt, wenn sie einem niemand vorstellt ?
Das sollte zum Radio einfach dazu gehören, dass dort neue, unbekannte Titel, die einfach gut sind, vorgestellt werden, auch wenn das (noch) keine Hits sind.

Wo bitte gibt es denn auf UKW noch die "Special Interest"- Sendungen? Wenn, dann doch fast nur noch bei nicht-kommerziellen Lokalsendern, weil fast alle anderen das aus ihren Programmen geworfen haben.

Warum kennen denn die meisten Leute, so wie du eben wohl auch, oft nur nur 1 Lied von einer Band? Doch nur, weil sie, oftmals ist es wirklich nur aus reiner Unwissenheit, Radio-Sender hören, wo nichts anderes gespielt wird, als eben dieser eine Song. Du kannst ja gar nicht wissen welcher Song von ZZ Top oder Aerosmith zum Beispiel Dir sonst noch gefallen könnte, weil du nie was anderes hörst, als immer nur die selben 3 Lieder, die du eh schon kennst. Damit reduziert man dann diese Bands auch auf diese 1 - 3 Songs, auch wenn diese Bands noch 50 oder auch 150 andere Songs hätten, von denen viele genauso gut oder sogar besser wären.
Und die meisten Leute stöbern eben (meist schon aus Zeit-Gründen) nicht wegen Musik blind im Internet herum oder hören Internet-Streams, sondern sie hören etwas (und das muss per Zufall passieren, z.B. im Radio) und es gefällt ihnen dann oder halt nicht.

Zitat
sup2
Radio per UKW ist das Reduzieren auf den kleinsten Nenner. Mag sein, dass es in Papua-Neu-Guinea in einer Stadt mit 50 000 Einwohnern anders aussieht. Aber in Deutschland mag man Huey Lewis mit "Hip to be square" eben lieber als das schwer verdauliche "Thin Man". ( man nehme das Video dazu )


Dann ist man in dieser 50.000-Einwohner-Stadt in Papua-Neuguinea (das hast du doch nicht etwa abwertend gemeint ?) offenbar aufgeschlossener als in Deutschland. Und das wäre doch eher ein Kompliment für die dortige Radio-Landschaft und deren Hörer.

Zitat
sup2
Seht es doch mal gelassener : Die auf UKW gespielten Songs sind die Werbung für "MEHR". Mehr im Netz, mehr also dort, wo sich heute das Leben überwiegend abspielt. UKW-Sender als Werbeform für "das gibt es auch und noch mehr", Appetithappen oder so.
UKW ist die Litfasssäule für das richtige Medium.


So funktioniert es zu 95% eben nicht. Die Mehrheit guckt nicht im Netz nach Musik, sondern hört einfach weiterhin terrestrisches Radio, auch wenn da zum X-Millionsten Male "Dancing With Tears In My Eyes" von Ultravox, "Stay" von Paul Young, "Another Day In Paradise" von Phil Collins, "All That She Wants" von Ace Of Base, "Crying" von Aerosmith oder "Summer Of '69" von Bryan Adams (...) läuft.
Und alles, was dort nicht läuft, wird doch trotz Internet nach wie vor kaum von jemandem wahr genommen. Nur von ein paar "Freaks" wie mir und das ist sehr schade für die Musik-Welt und die Radio-Landschaft.

von Patty-Teddy - am 19.06.2017 16:20
Zitat
Habakukk
Es passt aber auch zum Zeitgeist. Warum sich mit all diesen unbekannten oder nur halb bekannten Titeln aufhalten, wenn man doch die *am besten* getesteten 2 Hits eines Interpreten spielen kann? Wer will sich da mit dem Drittbesten Zeugs aufhalten?


Was ich dabei nicht verstehe, ist, dass es den Leuten nicht furchtbar langweilig wird, jeden Tag immer wieder die selben Titel zu hören. Das ist wie "Täglich grüßt das Murmeltier".
Das muss wohl an "Gewohnheiten" liegen, man ist halt mittlerweile dran gewöhnt.
Überraschungen erwartet man wohl nicht mehr.
Nun ja, ich für meinen Teil erwarte das schon von einem guten Radiosender, dass er mich desöfteren mit etwas überrascht, das ich noch nicht kenne, und zwar positiv.

Und warum so abwertend von "drittbestem Zeugs" sprechen ? Was man nicht kennt, sollte man nicht bewerten.
Wenn ein unbekannter Titel erst 20mal gedudelt worden ist, haben sich die Leute auch daran gewöhnt. Nur mich langweilt sowas.
Habe es schon oft erlebt, dass Leute, die anfangs Lieder nicht so mochten, diese plötzlich richtig gut fanden, nachdem sie sie ein paarmal im Radio gehört hatten.

Doch wer "testet" denn die neuen Titel, wenn sich kein Sender damit abgeben möchte.
Wer macht dann diesen "Drecks-Job" ?

Dafür müsste ein Sender freilich einen Musikredakteur beschäftigen, der sich mit der
Materie auskennt, der gut über das Thema Musik informiert ist, der auch neue Platten
durchhört und einschätzen und klug auswählen kann, was den Hörern potentiell gefallen könnte.
Zu teuer ? Das bekommen ja sogar nicht-kommerzielle Lokalradios oder Webradios
gebacken, wo häufig richtig gute und fähige Musikredakteure sogar ehrenamtlich tätig sind
und das gerne tun.
Man könnte auch den Moderatoren mehr Freiheit lassen, dass sie neben der Haupt-Rotation
auch mal Titel aus ihrer eigenen Musik-Sammlung spielen dürfen, die sie den Hörern gerne vorstellen möchten.
Das könnte die Radio-Programme sehr viel interessanter machen. Und jeder Sender
könnte dadurch eine eigene spezielle Note haben, statt dass überall alles gleich klingt.

Nur wenige stöbern doch wirklich bewusst im Internet nach unbekannter Musik herum, auch wenn man dort alles finden kann, was es gibt.
Doch die Zeit der meisten Menschen ist dafür wohl zu begrenzt, man hat ja ein Leben zu leben und zu viele andere Dinge zu tun.
Viele würden neue Musik nur dann entdecken, wenn sie sie zufällig nebenbei im Radio hören würden. So ist das Leben. In den 80ern und frühen 90ern war sowas noch
weitgehend möglich, heute ist es leider eine Seltenheit.
Der RBB in Berlin-Brandenburg macht mit seinen Programmen auch heutzutage noch vor, wie das geht. Ein Muster-Beispiel, dem leider fast keiner folgen möchte.

von Patty-Teddy - am 20.06.2017 03:14
Zitat
Patty-Teddy
Was ich dabei nicht verstehe, ist, dass es den Leuten nicht furchtbar langweilig wird, jeden Tag immer wieder die selben Titel zu hören. Das ist wie "Täglich grüßt das Murmeltier".
Das muss wohl an "Gewohnheiten" liegen, man ist halt mittlerweile dran gewöhnt.

Das verstehe ich persönlich auch nicht. Aber es scheint so zu sein wie du schreibst: Gewohnheiten!

Zitat
Patty-Teddy
Überraschungen erwartet man wohl nicht mehr.
Nun ja, ich für meinen Teil erwarte das schon von einem guten Radiosender, dass er mich desöfteren mit etwas überrascht, das ich noch nicht kenne, und zwar positiv.

Ich freue mich ja auch über Titel, die ich gut kenne, die aber nicht tagtäglich tot gedudelt werden. Ich habe auch das Gefühl, dass es reine Wilkür ist, welche Titel sich heute in Dauerrotation befinden und welche nicht. Nach 10 Jahren Dudelfunk erkennen die Leute ja selbst Titel nicht mehr, die wochenlang auf Nummer 1 waren, also offenbar genauso beliebt waren.
Und um auf das Thema zurück zu kommen: die Rockantenne wagt da m.E. viel zu wenig. Ich höre dort die meiste Zeit nur die immer gleichen abgedroschenen Titel.

Zitat
Patty-Teddy
Und warum so abwertend von "drittbestem Zeugs" sprechen ? Was man nicht kennt, sollte man nicht bewerten.

Naja, das habe ich ja dem "Zeitgeist" in den Mund gelegt. Aber einen gewissen Trend erkenne ich da schon. Es muss immer und überall nur das Beste sein, man versucht, alles bis auf's Letzte zu optimieren, Ecken und Kanten müssen weg... Das zieht sich durch sämtliche Bereiche. Was im Hörfunk der Dudelfunk ist, ist beim Backshop das *perfekte* 0815-Industriebrötchen, das überall in der Republik gleich aussieht, aber eigentlich nach nix schmeckt, ganz im Gegensatz zum nicht-perfekten Brötchen im örtlichen Bäcker.

von Habakukk - am 20.06.2017 06:44
Aus der Tagesordnung für die nächste Medienratssitzung der BLM am 13.7.:

https://www.blm.de/infothek/medienratssitzungen/einladungen/2017.cfm?object_ID=7877

Zitat

9 Festlegung von Versorgungsgebieten:
9.1 Drahtloser Hörfunk Erding/Freising/Ebersberg


Dieser Punkt hat vermutlich etwas mit der Ankündigung zu tun, dass Rockantenne zum Jahresende die Lokalradiokette Erding/Freising/Ebersberg verlassen soll (wohl als Gegenleistung zum Erhalt der 94,5 in München).

Was auch immer unter "Festlegung von Versorgungsgebieten" zu verstehen ist, aber das klingt nicht danach, als würde man die Frequenzen bzw. das Versorgungsgebiet neu ausschreiben wollen.

Das könnte man so interpretieren, dass das Versorgungsgebiet "Erding/Freising/Ebersberg" an einen bestehenden Anbieter vergeben wird, oder gar an ein anderes (benachbartes) Versorgungsgebiet angeschlossen wird.

Denkbar wäre z.B., dass man Top FM auch auf den Münchner Osten erweitert. Charivari Rosenheim würde noch angrenzen, das ist mir aber eher zu spezifisch auf den Lkr. Rosenheim ausgelegt. Radio Trausnitz gäbe es auch noch, aber das ist schon Niederbayern, auch wenn es im Lkr. Erding sicherlich Verbindungen nach Landshut rüber gibt.

Oder aber man macht dem am 1.9. in Neuburg/Donau startenden "rt1 Altbayern" (löst Radio ND1 ab) ein Geschenk? Altbayern ist schließlich nicht nur der Landkreis ND...

Fragen über Fragen... Die Medienratssitzung nächste Woche wird sehr interessant, nicht nur wegen der Zuweisung der beiden DAB+Sendeplätze (landesweit und regional Unterfranken).

von Habakukk - am 04.07.2017 15:06
Hier das gesammte Tagesprogramm der BLM:
Quelle: www.blm.de
-------------------------------------------------------------------
Einladung zur 3. Sitzung des Medienrats am 13.07.2017
04.07.2017 03 / 2017
Die 3. Sitzung des Medienrats der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien findet am

Donnerstag, den 13.07.2017, um 13.30 Uhr

im großen Sitzungssaal der Landeszentrale in der Heinrich-Lübke-Str. 27, 81737 München statt. Hierzu laden wir Sie herzlich ein. Die Sitzung ist öffentlich.


Tagesordnung
Bericht des Vorsitzenden

Bericht des Präsidenten

Genehmigung der Niederschrift über die 2. Sitzung des Medienrats (mit Infoteil) am 01.06.2017

Verhaltenskodex des Medienrats

Erlass von Satzungen und Richtlinien:
5.1 Änderung der Gebührensatzung
5.2 Änderung der Programmausschuss-Satzung

Wahl der Mitglieder des Programmausschusses

Stiftungskuratorium der Stiftung Medienpädagogik in Bayern: Vorschläge aus dem Medienrat

Genehmigung von Angeboten und Zuweisung von Übertragungskapazitäten:
8.1. „Eurosport 1“, „Eurosport 2“ und „Eurosport 2 Bundesliga“ (Arbeitstitel)
8.2 Satellitenverbreitung Allgäu TV/Regio TV Schwaben, intv, rfo
8.3 Landesweites Hörfunkangebot in Bayern DAB+
8.4 Drahtloser Hörfunk Unterfranken DAB+

Festlegung von Versorgungsgebieten:
9.1 Drahtloser Hörfunk Erding/Freising/Ebersberg

Änderung von Inhaber- und Beteiligungsverhältnissen:
10.1 Neuordnung Beteiligungen „Neue Welle“ in Oberfranken
10.2 Neuordnung Beteiligungen „Mediengruppe Oberfranken“ in Oberfranken

Förderung von Lokal-TV nach Art. 23 BayMG:
11.1 Änderung der Betrauung der niederbayerischen Anbieter isar TV, Donau TV und Tele Regional Passau 1
11.2 Änderung der Betrauung des unterfränkischen Anbieters TV touring Fernsehgesellschaft mbH & Co. KG an den Standorten Würzburg und Schweinfurt

Jahresbericht Medienkompetenz 2016/2017

Tätigkeitsbericht der Stiftung Medienpädagogik Bayern 2016

Entscheidungen auf Grund übertragener Befugnisse:
14.1 Bericht nach § 24 Abs. 2 der Geschäftsordnung

Verschiedenes
15.1 Sitzungstermine 2018

von Radiopirat - am 10.07.2017 13:05
Zitat
MaxisSpieler
Also Gestern hieß es auf DAB+ noch 106,4 TOP FM


Auch heute ist das Label auf DAB+ noch "106.4 TOP FM":


Ensemble 0xD073, Label: 'Muenchen', ShortLabel: 'Muenchen', LTO: +120 min, ECC: 0xE0, NumServices: 14
Audio-Service 0x1016, Label: 'afk M94.5', ShortLabel: 'M94.5', PTY: Rock Music (dynamic), NumComponents: 1 (Audio: 1, Data: 0)
AudioComponent, SCIdS: 0, Label: '', ShortLabel: '', ASCTy: 0x3F (AAC), SubChId: 15, StartCU: 660, NumCU: 54, ErrorProt: EEP 3-B (FEC: 2/3), Datarate: 96 kbit/s, NumUserApps: 1
User App 1 / 1, Label: '', ShortLabel: '', DSCTy: 0x3C (MOT), X-PAD type: 12, UaType: 0x2 (Slideshow), DataLen: 2 [0C3C]
Audio-Service 0x1019, Label: 'RADIO MUENCHEN', ShortLabel: 'MUENCHEN', PTY: Culture (dynamic), NumComponents: 1 (Audio: 1, Data: 0)
AudioComponent, SCIdS: 0, Label: '', ShortLabel: '', ASCTy: 0x3F (AAC), SubChId: 8, StartCU: 360, NumCU: 60, ErrorProt: EEP 3-A (FEC: 1/2), Datarate: 80 kbit/s, NumUserApps: 1
User App 1 / 1, Label: '', ShortLabel: '', DSCTy: 0x3C (MOT), X-PAD type: 12, UaType: 0x2 (Slideshow), DataLen: 2 [0C3C]
Audio-Service 0x101A, Label: 'ENERGY MUENCHEN', ShortLabel: 'ENERGY M', PTY: Pop Music (dynamic), NumComponents: 1 (Audio: 1, Data: 0)
AudioComponent, SCIdS: 0, Label: '', ShortLabel: '', ASCTy: 0x3F (AAC), SubChId: 12, StartCU: 600, NumCU: 60, ErrorProt: EEP 3-A (FEC: 1/2), Datarate: 80 kbit/s, NumUserApps: 1
User App 1 / 1, Label: '', ShortLabel: '', DSCTy: 0x3C (MOT), X-PAD type: 12, UaType: 0x2 (Slideshow), DataLen: 2 [0C3C]
Audio-Service 0x101B, Label: '95.5 CHARIVARI', ShortLabel: 'CHARIVAR', PTY: Pop Music (dynamic), NumComponents: 1 (Audio: 1, Data: 0)
AudioComponent, SCIdS: 0, Label: '', ShortLabel: '', ASCTy: 0x3F (AAC), SubChId: 5, StartCU: 180, NumCU: 60, ErrorProt: EEP 3-A (FEC: 1/2), Datarate: 80 kbit/s, NumUserApps: 0
Audio-Service 0x101D, Label: 'RADIO 2DAY', ShortLabel: '2DAY', PTY: Oldies Music (dynamic), NumComponents: 1 (Audio: 1, Data: 0)
AudioComponent, SCIdS: 0, Label: '', ShortLabel: '', ASCTy: 0x3F (AAC), SubChId: 4, StartCU: 120, NumCU: 60, ErrorProt: EEP 3-A (FEC: 1/2), Datarate: 80 kbit/s, NumUserApps: 0
Audio-Service 0x101E, Label: 'Radio Gong 96.3', ShortLabel: 'Gong96.3', PTY: Pop Music (dynamic), NumComponents: 1 (Audio: 1, Data: 0)
AudioComponent, SCIdS: 0, Label: '', ShortLabel: '', ASCTy: 0x3F (AAC), SubChId: 6, StartCU: 240, NumCU: 60, ErrorProt: EEP 3-A (FEC: 1/2), Datarate: 80 kbit/s, NumUserApps: 1
User App 1 / 1, Label: '', ShortLabel: '', DSCTy: 0x3C (MOT), X-PAD type: 12, UaType: 0x2 (Slideshow), DataLen: 2 [0C3C]
Audio-Service 0x131A, Label: 'MEGARADIO BAYERN', ShortLabel: 'MEGA', PTY: Pop Music (dynamic), NumComponents: 1 (Audio: 1, Data: 0)
AudioComponent, SCIdS: 0, Label: '', ShortLabel: '', ASCTy: 0x3F (AAC), SubChId: 16, StartCU: 714, NumCU: 60, ErrorProt: EEP 3-A (FEC: 1/2), Datarate: 80 kbit/s, NumUserApps: 1
User App 1 / 1, Label: '', ShortLabel: '', DSCTy: 0x3C (MOT), X-PAD type: 12, UaType: 0x2 (Slideshow), DataLen: 2 [0C3C]
Audio-Service 0x171B, Label: 'MKR-Kirchenradio', ShortLabel: 'MKR', PTY: Religion (dynamic), NumComponents: 1 (Audio: 1, Data: 0)
AudioComponent, SCIdS: 0, Label: '', ShortLabel: '', ASCTy: 0x3F (AAC), SubChId: 9, StartCU: 420, NumCU: 60, ErrorProt: EEP 3-A (FEC: 1/2), Datarate: 80 kbit/s, NumUserApps: 0
Audio-Service 0x1C2C, Label: 'pure fm Bayern', ShortLabel: 'pure fm', PTY: Pop Music (dynamic), NumComponents: 1 (Audio: 1, Data: 0)
AudioComponent, SCIdS: 0, Label: '', ShortLabel: '', ASCTy: 0x3F (AAC), SubChId: 11, StartCU: 540, NumCU: 60, ErrorProt: EEP 3-A (FEC: 1/2), Datarate: 80 kbit/s, NumUserApps: 1
User App 1 / 1, Label: '', ShortLabel: '', DSCTy: 0x3C (MOT), X-PAD type: 12, UaType: 0x2 (Slideshow), DataLen: 2 [0C3C]
Audio-Service 0xD01D, Label: 'RADIO FEIERWERK', ShortLabel: 'FEIERWRK', PTY: Culture (dynamic), NumComponents: 1 (Audio: 1, Data: 0)
AudioComponent, SCIdS: 0, Label: '', ShortLabel: '', ASCTy: 0x3F (AAC), SubChId: 3, StartCU: 60, NumCU: 60, ErrorProt: EEP 3-A (FEC: 1/2), Datarate: 80 kbit/s, NumUserApps: 1
User App 1 / 1, Label: '', ShortLabel: '', DSCTy: 0x3C (MOT), X-PAD type: 12, UaType: 0x2 (Slideshow), DataLen: 2 [0C3C]
Audio-Service 0xD71D, Label: '106.4 TOP FM', ShortLabel: 'TOP FM', PTY: Rock Music (dynamic), NumComponents: 1 (Audio: 1, Data: 0)
AudioComponent, SCIdS: 0, Label: '', ShortLabel: '', ASCTy: 0x3F (AAC), SubChId: 2, StartCU: 0, NumCU: 60, ErrorProt: EEP 3-A (FEC: 1/2), Datarate: 80 kbit/s, NumUserApps: 1
User App 1 / 1, Label: '', ShortLabel: '', DSCTy: 0x3C (MOT), X-PAD type: 12, UaType: 0x2 (Slideshow), DataLen: 2 [0C3C]

Audio-Service 0xD78A, Label: 'ARABELLA', ShortLabel: 'ARABELLA', PTY: Pop Music (dynamic), NumComponents: 1 (Audio: 1, Data: 0)
AudioComponent, SCIdS: 0, Label: '', ShortLabel: '', ASCTy: 0x3F (AAC), SubChId: 10, StartCU: 480, NumCU: 60, ErrorProt: EEP 3-A (FEC: 1/2), Datarate: 80 kbit/s, NumUserApps: 1
User App 1 / 1, Label: '', ShortLabel: '', DSCTy: 0x3C (MOT), X-PAD type: 12, UaType: 0x2 (Slideshow), DataLen: 2 [0C3C]
Audio-Service 0xDD1C, Label: 'Digital Classix', ShortLabel: 'Classix', PTY: Easy Listening Music (dynamic), NumComponents: 1 (Audio: 1, Data: 0)
AudioComponent, SCIdS: 0, Label: '', ShortLabel: '', ASCTy: 0x3F (AAC), SubChId: 7, StartCU: 300, NumCU: 60, ErrorProt: EEP 3-A (FEC: 1/2), Datarate: 80 kbit/s, NumUserApps: 0
Data-Service 0xE0D91073, Label: 'TPEG-SAFARI', ShortLabel: 'SAFARI', PTY: -, NumComponents: 1 (Audio: 0, Data: 1)
DataComponent (MSC packet data), SCIdS: 0, SCId: 9, Label: '', ShortLabel: '', DSCTy: 0x05 (Transparent Data Channel), SubChId: 20, StartCU: 774, NumCU: 18, ErrorProt: EEP 3-A (FEC: 1/2), Datarate: 24 kbit/s, PacketAddr: 1, NumUserApps: 1
User App 1 / 1, Label: '', ShortLabel: '', UaType: 0x4 (TPEG), DataLen: 0 []


von Andi_Bayern - am 01.10.2017 15:16
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.