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Radioforum
Beiträge im Thema:
10
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
_Christoph, Rolf, der Frequenzenfänger, drm-dxer, Kay B, DerMatze

Vor 50 Jahren: Erstes Transistorradio vorgestellt

Startbeitrag von DerMatze am 18.10.2004 08:33

Zitat

Vor 50 Jahren: Erstes Transistorradio vorgestellt

Heute vor 50 Jahren stellte Texas Instruments das erste Transistorradio der Welt vor. Nachdem die Firma bereits mit einem Silizium-Transistor für Aufsehen gesorgt hatte, sollte das mit Germanium-Transistoren bestückte Regency TR-1 demonstrieren, was die Transistortechnik abseits der militärischen Einsatzmöglichkeiten im Alltag leisten kann. Das TR-1 wurde im Auftrag von Texas Instruments von einer kleinen Firma namens Regency Division of Industrial Development Engineering Associates (Regency IDEA) gefertigt und sollte zum Renner im Weihnachtsgeschäft 1954 werden. Das TR-1 läutete die Ära der Transistorradios ein, die wiederum die Verbreitung des Rock'n Roll förderten. Mit "Transistor Sister" feierte Freddy Cannon die Anfänge.


Quelle: Heise Newsticker
Ganze Meldung: http://www.heise.de/newsticker/meldung/52237

Antworten:



von drm-dxer - am 18.10.2004 08:51
Na dann: alles Gute zum Geburtstag! Man stelle sich vor, wir müssten heute mit Röhrenradios auf Frequenzenfang gehen... undenkbar!

Interessant ist, dass sich die Transistortechnik bei den stationären Geräten erst viel später durchgesetzt hat. Zumindest hier in Europa wurden noch bis weit in die 60er-Jahre hinein Röhrenradios verkauft. Warum eigentlich? War die Transistortechnik anfangs noch zu teuer oder zu wenig leistungsfähig?

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 18.10.2004 10:25
Zitat

Man stelle sich vor, wir müssten heute mit Röhrenradios auf Frequenzenfang gehen... undenkbar!


Zurzeit herrschen nachts gute Nordamerika-Bedingungen auf Mittelwelle.
Stöpsele mal eine Rahmenantenne in ein altes Röhrenradio und gehe damit auf Frequenzenfang. Da kannst du dein Transistorradio wegwerfen !

von drm-dxer - am 18.10.2004 10:51
Ist mir völlig klar, drm-dxer! Ich bin selbst noch im Besitz zweier Röhrenradios und weiss deren guten Empfang auf AM zu schätzen. Was ich meinte, war natürlich der mobile Empfang. Der wäre mit diesen grossen Kisten etwas mühselig...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 18.10.2004 11:09
Rolf, der Frequenzenfänger schrieb:

Zitat

Na dann: alles Gute zum Geburtstag! Man stelle sich vor, wir
müssten heute mit Röhrenradios auf Frequenzenfang gehen...
undenkbar!


Och, gegen einen Röhrenempfänger mit Nixie-Röhren Digitalanzeige hätte ich nichts einzuwenden - wird's aber kaum gegeben haben :)

Zitat

Interessant ist, dass sich die Transistortechnik bei den
stationären Geräten erst viel später durchgesetzt hat.
Zumindest hier in Europa wurden noch bis weit in die
60er-Jahre hinein Röhrenradios verkauft. Warum eigentlich?
War die Transistortechnik anfangs noch zu teuer oder zu wenig
leistungsfähig?


Ich schätze mal, die "Endstufen" der Transistorgeräte waren wohl wirklich anfangs nicht leistungsfähig genug. Erst mit dem legendären AC 187/188-Paar waren leistungsfähige Endstufen möglich. Preislich dürfte es keine wesentlichen Unterschiede gegeben haben, Transistoren dürften Anfangs teurer als Röhren gewesen sein, dafür konnte man sich aber die ganzen Scherereien mit Hochspannung, Kühlung usw. sparen.

Ganz besonders nett sind hybride Geräte, die teils in Transistortechnik, teils in Röhrentechnik aufgebaut sind. Auf meiner Seite ( http://www.christophlorenz.de/radio/receiver/philips_b7d42as.php ) kann man so ein Radio sehen: Ein Stereoempfänger von Mitte der 60er Jahre, bei dem nur der Stereodecoder in Transistortechnik ausgeführt ist, der Rest (inklusive der Stereo-Anzeige) ist gute alte Röhrentechnik.

Ciao
Christoph



von _Christoph - am 18.10.2004 18:34
Zitat

Es gibt nichts Schöneres, als zur Dämmerstunde, gerade jetzt
in der kalten Jahreszeit, den alten Röhrenempfänger
anzuwerfen, sich auf die Couch zu legen, den weichen Klängen
oder einem Hörspiel zu lauschen und das Zimmer mit der
Skalenbeleuchtung und den, durch die Löcher der Rückwand
glimmenden Röhren, leicht zu erhellen. Wer einmal vom
magischen Auge verzaubert wurde, weiß wovon ich spreche.


Auf jeden Fall!

Leider stinkt und qualmt mein Philips beim Einschalten, vermutlich ist lediglich ein Kondensator ausgetrocknet, so daß ich momentan nicht so ganz entspannt zuhören könnte :-)



von _Christoph - am 18.10.2004 19:49
Mein E-Technik-Lehrer hat mal gemeint, daß Röhren beim Verstärken weniger rauschen als Transistoren. Das wird wohl auch mit ein Grund für die späte Einführung der Transistoren im stationären Bereich gewesen sein.

von Kay B - am 21.10.2004 06:46
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