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Umsetzer von DVB-S/S2 SAT-Radio sowie von DAB+ Radio auf UKW(FM)

Startbeitrag von Franken am 01.01.2018 17:12

Nun ist es angebrochen das neue Jahr 2018! Brosit Neujahr.
In diesem Jahr geht es dem Analogen Kabel Fernsehen endgültig an den Kragen und somit auch das Analoge Kabel Radio.
Nun gibt es ja noch etliche Stereoanlagen die am Analogen Kabel hängen und Ihr Signal über das Analoge Kabel beziehen doch damit ist bald Schluss. Nun kann man freilich einen DVB-C Receiver mit auf die Anlage stellen, jedoch haben die wenigsten ein alphanumerisches Display und zum anderen passt so ein Receiver nicht so ganz in die Ästhetik der Anlage.
Deshalb habe ich den Thread erstellt um Möglichkeiten zu sammeln wie man das Digitale Signal in ein analoges UKW Signal umwandeln kann und somit die Anlage unverändert weiter betreiben kann.

Umsetzer von SAT Radio gibt es mit Sicherheit einige aber Umsetzer von DAB+ sind mir bis auf eine DAB+ ASI Umsetzung keine bekannt.

Für weitere Hersteller bzw. Geräte wäre ich sehr dankbar.

Die 50 interessantesten Antworten:

Ich nenne hier mal meine Gerätschaften die ich so kenne!

SAT auf UKW
- ASTRO QAM BOX -> Umsetzung von DVBS/S2 auf 16 x QAM und 16 x UKW (Dies wäre mein Favorit, da sehr kompakt)
- GSS Grundig HDTV 1000 FM -> Umsetzung von DVBS/S2 auf 12 x UKW
- AXING SKF 40-00M FM-Quattrokassette -> Umsetzung von DVBS/S2 auf 16 x UKW
- AXING SKF 41-00M FM-Quattro-19″-Einheit -> Umsetzung von DVBS/S2 auf 16 x UKW
(DVB-S only Umsetzer von Kathrein und Co. habe ich jetzt mal weggelassen, da doch immer mehr Transponter auf DVB-S2 umgestellt werden)

DAB+ auf ASI
- Qbit Q567 DAB+ DVB-ASI Transcoder
(hier müsste man dann noch ein Gerät nachschalten, dass ASI in DVB-S oder DVB-C wandelt. Hierfür müsste von Grundig der GSS.MUX SMCIP 401 ASI funktionieren)

Hoffe, dass noch jemand weitere Umsetzer kennt und diese hier Postet, damit eine schöne Sammlung entsteht. Und es wäre schön wenn es direkte DAB+ Umsetzer auch gäbe

von Franken - am 01.01.2018 17:23
So lange man noch UKW per Antenne empfangen kann, ist die wohl günstigste Alternative, dieses Signal als Basis abzugreifen und dann per Sperren/Filter und Weichen ggf. aufbereitete Signale aus anderen Quellen mit einzubringen. Sonst wird das als Hausanlage ziemlich schnell ziemlich teuer.

So ist das auch bei mir, UKW kommt per Dachantenne und ich plane irgendwann mal, Sat-Programme mit einzubinden. Bei mir kommt erschwerend dazu, dass nicht alle UKW Radios im Haus bis 108MHz gehen. Aber bei uns ist die UKW Belegung so, dass dies bei mir nicht wirklich ein Problem darstellt.

Sollte UKW wirklich komplett abgeschaltet werden, kommen bei mir vielleicht 4-5 Sender in die Hausanlage, nur aus Spass an der Freud ist mir das sonst zu teuer (laufende Kosten,= Stromverbrauch)

Wolfgang

von Wolfgang R - am 01.01.2018 17:31
QPSK -> UWK Kathrein UFO313 -> setzt 8 UKW Kanäle pro Transponder um, mit RDS...
gab auch mal UKW -> UKW Umsetzer dazu um terr. Programme dazu heranzuholgen, das wird aber nicht mehr angeboten... (UFO311)

DAB - UKW -> soweit mir bekannt gibt's das nicht.

Hatte mir mal überlegt, DAB+ auf UKW als modulares System selbst zu entwickeln. Ist aber zu aufwendig, insb. einen qualitativ hochwertigen UKW Modulator zu bauen ist nicht ganz einfach (die ganzen PLL SChaltkreise kann man nicht mehr kaufen!). DAB Empfänger ist einfach (vollintegrierte Lösungen von NXP oder dibcom) aber der Modulator...

Man müßte dazu eugentlich den kompletten TS eines DAB+ Tuners in einen schnellen FPGA einlesen und dort digital das UKW Basisbandspektrum mit mehreren UKW Trägern samt RDS usw. digital erzeugen und über einen D/A Wnadler ausgeben lassen. Zum Schluß müßte man das nur noch hochmischen... So könnte man ganze Multiplexe transmodulieren. Vermute, daß so auch der UFO313 arbeitet. Aber wie gesagt gibt's nicht...

Egal welche Lösung das wäre ich verspreche Dir sie würde Dir nicht gefallen, sobst wenn man Dir z.B. einen vollbestücketen Kathrein UFO schenkt. - Guck mal was das Strom braucht!!! :hot:

von raeuberhotzenplotz2 - am 01.01.2018 18:14
... glaube nicht. Im Prinzip könnte Kathrein den UFO 313 modifizieren und das DVB-S2 frontend durch ein DAB Frontend tauschen, der Rest wäre von der HW vermutl. gleich. Gibt's aber nicht... und Kathrein hat eh Probleme was man so hört...

Ich würde DAB+ und UKW in die Hausanlage einspeisen und gut ist. Es gibt genug HIFI-Kombituner in allen Varianten. Wenn Du erstmal sauberen DAB+ Empfang gehabt hast, dann willst Du kein UKW mehr, selbst aus einer guten Umsetzeranlage nicht mehr. Also nur Mut zu was neuem!

Und wie gesagt, der Stromverbrauch einer Umsetzeranlage. Habe hier wine komplette WISI Anlage mit 20 Kasetten OV95 und OV75M für DVB-S und DVB-S2 in QAM sowie DVB-T/T2 Kanalumsetzern OV45A. Sehr schöne Anlage. Steht im Keller. Warum? Weil da volle 200Watt (in Worten zweihundert Watt) durchrauschen wenn man da in Betrieb nimmt! Rechne mal was das im Dauerbetrieb kostet.

Also 5W Antennenverstärker, eine UKW und eine DAB+ Antenne -> fertig.

von raeuberhotzenplotz2 - am 02.01.2018 17:49
Zitat
raeuberhotzenplotz2
... glaube nicht. Im Prinzip könnte Kathrein den UFO 313 modifizieren und das DVB-S2 frontend durch ein DAB Frontend tauschen, der Rest wäre von der HW vermutl. gleich.


Nur DVB-S und nicht S2, oder?

Zitat
raeuberhotzenplotz2
und Kathrein hat eh Probleme was man so hört...


Dann wäre Kathrein ja nicht alleine. Blankom verstarb vor einem Jahr (was man jetzt unter dem Blankom-Label bekommt, hat damit nichts mehr zu tun), Grundig GSS ging (geht?) es auch nicht gut. Der Markt für kleinere Kopfstellenlösungen bricht zusammen. Die Netze konzentrieren sich und werden größer (z.B. neue Stadtwerke-Netze auf reiner FTTH-Basis), die Anforderungen steigen. Es geht längst nicht mehr nur um das Transmodulieren von Sat-Transpondern mit ggf. PID-Sperrfilter und NIT-Generierung. Es geht um das Erzeugen eigener Multiplexe für DVB-C aus allen möglichen Quellen (DVB-S, DVB-S2, IP mit FEC, ggf. auch künftig DVB-T2) inklusive Recodierung wenn nötig und natürlich korrektem EPG (und ggf. eigener Verschlüsselung). Es geht um die Bereitstellung des gleichen Angebotes wie auf DVB-C als IP-Streams abrufbar von den Kunden im jeweiligen Netz für den berüchtigten "2nd screen". Da kommen die kleinen Hersteller kaum noch mit, die Investition in Entwicklung ist zu derbe. Der Markt bereinigt sich.

Als "kleine Lösung" für DVB-C gilt heute ja schon die Teleste Luminato (hervorgegangen aus Blankom/Hilkom B-Nova). Und schon diese Maschine trennt "Empfang" und Auskabelung innerhalb eines Racks. Ne Nummer fetter dann Appear TV, die übrigens auch einen DAB-Modulator als Modul haben - aber keine ETI-Erzeugung. Die kann man sich dann halt selbst basteln mit den ODR-Tools und via IP reinfüttern. UKW gäbe es bei Appear TV auch noch - natürlich weder aus UKW oder aus Sat, sondern halt aus IP. Aber in einer Zeit, in der UKW bei der DOCSIS-Erweiterung im Wege ist, sind da kaum noch Neuentwicklungen zu erwarten.

Zitat
raeuberhotzenplotz2
Wenn Du erstmal sauberen DAB+ Empfang gehabt hast, dann willst Du kein UKW mehr, selbst aus einer guten Umsetzeranlage nicht mehr.


Das würde ich für den hier diskutierten Fall einer DAB->UKW-Umsetzung natürlich sofort unterschreiben. Wenn ohnehin DAB die Quelle ist, kann UKW nur noch seine eigenen Systemnachteile hinzufügen, aber am meist grottigen DAB-Klang nichts mehr ändern. Dann kann man wirklich gleich das miese Original hören.

Bliebe nur das Argument, liebgewonnene und ggf. zur Wohnungseinrichtung passende UKW-Empfänger weiternutzen zu können.

Aber UKW aus Sat aufbereitet klingt bei den meisten Programmen Lichtjahre besser als das meiste, was einem auf DAB zugemutet wird. Da will ich nie, nie tauschen.

Zitat
raeuberhotzenplotz2
Und wie gesagt, der Stromverbrauch einer Umsetzeranlage.


Eben. Sonst würde ich, falls unser Kabelnetz mal UKW verlieren sollte, am liebsten auch diese Anlage bei meinen Eltern installieren für ein UKW-Radio, das dann nur wenige Stunden pro Woche genutzt wird. Ich könnte die Anlage ja abspecken und käme mit zwei oder drei 6-fach-Sat-UKW-Umsetzern hin, aber auch das kostet derbe. Und bleibt deshalb nur ein schöner Traum (so wie es derzeit ist mit UKW in der Anlage für alle ists freilich am schönsten).

von Chris_BLN - am 02.01.2018 21:34
Die RDS-Unterstützung des UFO313 soll auch nicht vollständig sein. PI-Code wird wohl nur korrekt gesetzt, wenn er auf Sat übertragen wird. Das ist außer beim MDR soweit ich mich erinnere nur bei RockAntenne und ABy (?) der Fall. Einst war auch Top40 mit PI-Code am Start, aber die sind ja seit 2016 von Astra runter. programme ohne PI-Code bekommen einen Phantasie-PI-Code, der sich aus der Umsetzer-Nummer innerhalb des UFO313 ableitet und wohl beim Einsatz mehrerer Geräte zu Doppelungen im PI-Code führt. So erklärte es mir zumindest jemand, der solche Geräte in einer Hausverteilung laufen hat.

Was uns künftig blühen wird, ist ohnehin unklar. Eine Zukunft ganz ohne öffentlich-rechtliche Programme? Die vorzeitige Abschaltung von TP93 und der Umzug auf die vorhandenen DVB-S2-Transponder? Eine Umstellung auf AAC (wie in Norwegen oder Tschechien)? Letzteres gäbe mit allen mir bekannten Umsetzern keine Nutzbarkeit mehr.

von Chris_BLN - am 04.01.2018 22:36
Zitat
Chris_BLN
Die RDS-Unterstützung des UFO313 soll auch nicht vollständig sein. PI-Code wird wohl nur korrekt gesetzt, wenn er auf Sat übertragen wird. Das ist außer beim MDR soweit ich mich erinnere nur bei RockAntenne und ABy (?) der Fall. Einst war auch Top40 mit PI-Code am Start, aber die sind ja seit 2016 von Astra runter. programme ohne PI-Code bekommen einen Phantasie-PI-Code, der sich aus der Umsetzer-Nummer innerhalb des UFO313 ableitet und wohl beim Einsatz mehrerer Geräte zu Doppelungen im PI-Code führt. So erklärte es mir zumindest jemand, der solche Geräte in einer Hausverteilung laufen hat.

Was uns künftig blühen wird, ist ohnehin unklar. Eine Zukunft ganz ohne öffentlich-rechtliche Programme? Die vorzeitige Abschaltung von TP93 und der Umzug auf die vorhandenen DVB-S2-Transponder? Eine Umstellung auf AAC (wie in Norwegen oder Tschechien)? Letzteres gäbe mit allen mir bekannten Umsetzern keine Nutzbarkeit mehr.


Auch die AXING SKF41-00 Geräte? Die sind doch recht neu.

von Franken - am 05.01.2018 09:42
Die Axing hatte ich gestern vergessen. Aus ihrer Anleitung werde ich nicht schlau. Die Anleitung suggeriert, dass AAC eventuell decodiert werden könnte. Man geht darauf aber nicht detailliert ein. gerade die AAC-Codierung mit ihren zahlreichen Betriebsmodi und Erweiterungen (AAC, AAC + SBR, AAC + SBR + PS) muss gründlichst spezifiziert werden, sonst ist beliebiger Murks möglich, der sich klanglich massiv auswirkt.

Auch hat man keine Einflussnahme auf die RDS-Features (vor allem das PI-Handling ist wichtig, es gibt UKW-Tuner von Großserienherstellern, die ohne PI-Code keinen Sendernamen (PS) anzeigen oder deren Anzeige sich aufhängt). Weiterhin sind laut Anleitung nur 100 kHz Programmierschritte für die Ausgangskanäle möglich, das macht diese Geräte unflexibel, wenn eine größere Zahl an UKW-Programmen unterzubringen ist, da man nicht gut Intermodulationsstörungen umgehen kann. Es gibt keinerlei Angaben zur Ausgangssignalqualität (erreichbare Klirrfaktoren, S/N, implementierte Tiefpassfilter, ...) und eine Nachfrage bei Axing blieb unbeantwortet.

Würde mir so eine Kiste gerne mal zum Spielen kommen lassen (dank Multituner könnte ich das Teil sogar am Kabelanschluss nutzen, wir haben die relevanten Sat-Pakete ja drin). Aber unbesehen kaufen würde ich das Gerät mit derartig magerer Dokumentation nicht.

von Chris_BLN - am 05.01.2018 11:02
Die Nutzungsbedingungen dieses Forums sind ein broken Link. Damit handeln wir hier formal wohl nur "nach üblichen guten Sitten". Ich wüsste (für mich!) nicht, warum man keine Links in andere Foren setzen sollte. In diesem Fall ist es hilfreich zu sehen, wie das Thema andernorts parallel durchgekaut wird - natürlich mit gleichem Erfolg oder Misserfolg.

Die "Marktforschung" ist diesbezüglich nun auch wohl erschöpft.

Eine Antwort noch auf eine gestellte Frage: die Astro QAM-Box kann PI-Code von Sat übernehmen und auch händisch eingegeben weiterleiten. Der manuell eingegebene Wert würde soweit ich die Anleitung verstanden habe, überschrieben werden, sobald ein PI-Code gesendet wird. Ein Blick in die Anleitung hätte also geholfen.

In der Firmware-History der QAM-Box finden sich recht aktuell Einträge, die auf (bisherige?) Probleme mit den UKW-Umsetzungen deuten. Alle paar Minuten Störung oder so.

von Chris_BLN - am 05.01.2018 22:22
Zitat

In der Firmware-History der QAM-Box finden sich recht aktuell Einträge, die auf (bisherige?) Probleme mit den UKW-Umsetzungen deuten. Alle paar Minuten Störung oder so.


Was genau sollen das für Störungen bei der UKW Umsetzung sein? Diese sollten aber mittlerweile durch die Firmware Updates behoben worden sein oder? Wie gesagt diese QAM Box war nach wie vor mein Favorit jetzt bin ich aber etwas verunsichert.
Bitte erläutern Sie ein bisschen genauer und ob Astro diese Probleme behoben hat.

PS: Habe gerade mal auf der Astro Homepage nachgesehen und ich finde da nirgendwo was wo man die aktuelle Firmware herunterladen könnte nur die Bedienungsanleitung kann das sein.?

Interessant wäre auch noch zu wissen wo man den QBIT DAB+ Transcoder bestellen könnte hier finde ich auch nichts im Internet.

von Franken - am 06.01.2018 10:10
Wie weit ist in Deutschland im Schnitt die UKW-Kabelabschaltung schon fortgeschritten? In Luxemburg wurde uns diesbezüglich der Saft im November abgedreht (angekündigt vom Anbieter nur für TV, übers Radio kein Wort!). Natürlich lassen sich einige Radioprogramme über den Kabel-Decoder auf die Stereoanlage im AUX-Modus leiten, geht allerdings nicht, wenn der Fernseher benutzt wird, dann liegt die schöne HiFi-Anlage brach. Im Thread werden ja einige interessante Apparaturen aufgelistet, aber wenn man nicht gleich ne eigene SAT-Anlage montieren will ... Ne eigene Einspeisung auf 12-16 UKW-Kanäle wäre schon was Schönes. Dachte auch schon an ne klassische Dachantenne auf dem Haus, aber es gibt bei uns Gemeinden, die so was aus optischen Gründen verbieten, obwohl's früher gang und gäbe war. Ist m.E. bei Kabelradio-Abschaltung juristisch nicht haltbar - das wäre noch ein anderes interessantes Thema.
Gibt es denn keinen DVB-C-Receiver mit Doppelempfänger, Mehrfachausgang + Display, um gleichzeitig ein TV-Gerät und eine Stereoanlage zu füttern? So was müssten die Kabelbetreiber als Ersatz für UKW doch anbieten können.

von Randfunker - am 10.01.2018 23:44
Zitat
Franken
Weis eigentlich jemand wo man den Qbit Q567 DAB+ DVB-ASI Transcoder bestellen kann?
Suche mir schon einen Wolf im Internet.


Was willst Du damit nur? Ok, BR Klassik hat auf DAB einen "umsetzwürdigen" Sound und BR Heimat ist wohl auch noch ok, aber ansonsten? Was brächte Dir eine Umsetzung des DAB-Geraffels auf ASI?

Hier ist der Vertriebspartner: http://www.euromedia-shop.de/epages/17945414.sf/en_GB/?ObjectPath=/Shops/17945414/Products/Q567

Zitat
Randfunker
Wie weit ist in Deutschland im Schnitt die UKW-Kabelabschaltung schon fortgeschritten?


Vollzogen ist die UKW-Kabelabschaltung soweit mir bekannt nur im Pilotnetz Landshut der Vodafone / Kabel Deutschland. Im Jahre 2018 müssen die Netze in Bayern und Sachsen analog komplett abschalten, auch UKW. Das ist durch die Landesmediengesetzgebung in den beiden Ländern bedingt. In anderen Bundesländern gibt es eine solche Regelung bislang meines Wissens nach nicht.

Demnach müssen also auch solche guten UKW-Angebote wie das der M-Net in München https://www.m-net.de/fileadmin/wowi/senderlisten/MNET_Senderlisten-A4_1611_M_Kombi.pdf innerhalb 2018 verschwinden. Selbst dann, wenn in FTTH-Netzen die Breitbandkabel-Belegung überhaupt nicht mit dem auf anderen Wellenlängen laufenden Internetangebot kollidiert.

Vodafone / Kabel Deutschland wird 2018 bundesweit UKW abschalten. Andere Großnetzbetreiber haben sich dazu bislang nicht geäußert bzw. teils erst einmal bezüglich UKW Entwarnung gegeben:

https://www.wilhelm-tel.de/privatkunden/fernsehen/analogabschaltung/
"Für Sie ändert sich nichts. Wir lassen das analoge Radiosignal unangetastet, damit Sie weiterhin Radio in gewohnter Qualität genießen können."

https://www.teltarif.de/unitymedia-kabel-ukw/news/64761.html
""Das analoge Radioangebot bleibt zunächst unberührt und wird voraussichtlich erst im Verlauf der nächsten Jahre abgeschaltet", teilt der Netzbetreiber nun mit. Mindestens noch bis 2020, eher länger, soll es Kabel-UKW nun noch geben."

Fraglich ist, ob vor allem die Unitymedia nach den Aktivitäten von Vodafone eventuell doch eher UKW abschalten wird.

Zitat
Randfunker
Natürlich lassen sich einige Radioprogramme über den Kabel-Decoder auf die Stereoanlage im AUX-Modus leiten, geht allerdings nicht, wenn der Fernseher benutzt wird, dann liegt die schöne HiFi-Anlage brach.


In Deutschland sind es üblicherweise über 60 Radioprogramme via DVB-C und damit deutlich mehr als auf UKW. Da sind fast alle öffentlich-rechtlichen Programme dabei, in allen netzen außer Vodafone / Kabel Deutschland in originaler Qualität mit 320 kbps MP2 und bei den Kulturwellen teils außerdem 448 kbps AC3. Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur sowie DLF Nova laufen in 256 kbps MP2. Je nach Netzbetreiber sind dann auch noch einige private Programme dabei, wenn sie über Satellit greifbar sind. Eine Einspeisung regionaler Privatprogramme in DVB-C müsste über UKW-Empfang und Digitalisierung realisiert werden, das macht derzeit kaum ein Netzbetreiber. Die Vodafone / Kabel Deutschland wird und muss es machen, wenn sie UKW abschaltet. Sie muss die regionalen Programme weiterhin anbieten, also selbst digitalisieren.

Wieso kann man nicht DVB-C-Radio hören, wenn der Fernseher benutzt wird? Wenn der TV einen eingebauten DVB-C-Tuner besitzt und man den nutzen kann, kann man doch einen separaten Receiver nur für Radio verwenden. Das gleiche funktioniert auch, wenn man 2 Kabelreceiver benutzt (je einen für TV und einen für Radio), solange beide keine identischen Fernbedienungscodes nutzen.

Wenn die HiFi-Anlage sowieso beim Fernseher steht, sollte man sie doch auch für den Fernsehton benutzen.

Ich höre seit vielen Jahren digitales Kabelradio oder auch digitales Satellitenradio (je nach Wohnort) ganz ohne Fernseher. Ich besitze nämlich keinen TV.

Zitat
Randfunker
Im Thread werden ja einige interessante Apparaturen aufgelistet, aber wenn man nicht gleich ne eigene SAT-Anlage montieren will ...


Ist euer digitales Radioangebot (DVB-C) im Kabel so schlecht, dass es unattraktiv ist? Hast Du eine digitale Radioliste Deines Netzbetreibers? Bei Eltrona finde ich keine Radioliste. Und weisst Du, ob die DVB-C-Radioprogramme unverschlüsselt sind? Falls ja, kann man einen beliebigen DVB-C-Receiver für den Empfang verwenden. Auch ein Zweitgerät nur für die Stereoanlage.

Zitat
Randfunker
Ne eigene Einspeisung auf 12-16 UKW-Kanäle wäre schon was Schönes.


Sehr teuer, zuerst in der Anschaffung, dann im Stromverbrauch. Diese Geräte sind für die Versorgung vieler Haushalte gedacht, nicht für den einzelnen Nutzer. Der hat auch qualitativ mehr davon, direkt die DVB-Datenströme zu empfangen, anstatt sie über UKW nochmals umzuwandeln. Wenn nur die schlechte Bedienbarkeit nicht wäre und das meist hässliche Aussehen der Kabelreceiver...

Zitat
Randfunker
Dachte auch schon an ne klassische Dachantenne auf dem Haus, aber es gibt bei uns Gemeinden, die so was aus optischen Gründen verbieten, obwohl's früher gang und gäbe war.


Unter dem Dach ist kein Platz? Oder befindet sich auf dem Dach eine Solaranlage / Solarthermie-Anlage / Blech-Dacheindeckung / metallbeschichtete Dampfsperrfolie?

Das regionale UKW-Angebot ist aber normalerweise deutlich kleiner als das DVB-Radioangebot.

Zitat
Randfunker
Gibt es denn keinen DVB-C-Receiver mit Doppelempfänger, Mehrfachausgang + Display, um gleichzeitig ein TV-Gerät und eine Stereoanlage zu füttern? So was müssten die Kabelbetreiber als Ersatz für UKW doch anbieten können.


Mir ist kein Gerät genau dafür bekannt. Die Doppeltuner-Geräte (oder auch 4-fach-Tuner-Geräte) liefern höchstens Bild-in-Bild an einem HDMI-Ausgang, eine Mehrfach-Audioausgabe ist meines Wissens nach nicht vorgesehen. Man nimmt halt n Programme auf, während man ein oder zwei (PiP) Programme anschaut. Ein zweiter kleiner DVB-C-Receiver für unverschlüsselte Radioprogramme mit anderen Fernbedienungscodes ist hier die wirklich bessere Wahl. Bekommt man neu und für diesen Zweck vorgesehen für etwa 50 EUR bzw. 2nd Hand als TV/Radioreceiver für noch weniger Geld. Den Receiver richtet man einmalig am TV-Bildschirm (Menü) ein und bedient ihn dann "blind" ohne TV-Gerät. Bedingung ist halt unverschlüsseltes DVB-C-Radio. Weisst Du dazu was? Wie wird das bei Deinem Netzbetreiber gehandhabt?

von Chris_BLN - am 11.01.2018 12:04
Zitat
Chris_BLN
Zitat
Franken
Weis eigentlich jemand wo man den Qbit Q567 DAB+ DVB-ASI Transcoder bestellen kann?
Suche mir schon einen Wolf im Internet.


Was willst Du damit nur? Ok, BR Klassik hat auf DAB einen "umsetzwürdigen" Sound und BR Heimat ist wohl auch noch ok, aber ansonsten? Was brächte Dir eine Umsetzung des DAB-Geraffels auf ASI?

Hier ist der Vertriebspartner: http://www.euromedia-shop.de/epages/17945414.sf/en_GB/?ObjectPath=/Shops/17945414/Products/Q567


Leider Senden Kultradio und die MDR Schlagerwelt nicht über SAT sondern nur über DAB+.

Noch was zum Vertriebspartner sehe da nirgendwo dass man sich registrieren kann zwecks Bestellung auch fehlt hier eine Preisangabe.
Man muss doch irgendwo den Qbit bestellen können???
War heute mal bei meinen Örtlich EP Partner und der wusste auch nichts sehr komisch das ganze???

Mit den QBIT könnte ich dann die DAB+ Sender auf ASI bekommen dann mit hilfe des Grundig GSS.MUX von ASI auf DVB-S und dann mit die QAM Box auf DVB-C und UKW. Anders geht es ja nicht. Beschäfitge mich nämlich schon seit längerem mit der Materie und dieses Jahr wird es ja höchste Zeit dem Kabel den Rücken zuzuwenden

von Franken - am 11.01.2018 22:35
Um Himmels willen! Wie oft denn noch (von mehreren seiten): Du machst Dich arm mit der Technik und dann nochmal mit den Stromkosten. Nimm einen DAB-Empfänger (meinetwegen so ein kleines Draufstell/Versteckgerät), gehe in einen hoffentlich vorhandenen Line in und "genieße" die Qualität direkt, anstatt sie nochmal durch UKW weiter zu schmälern.

Den QBit kauft kein "normaler" Mensch. Den holt man sich als Geschäftskunde. Da hat man andere Gepflogenheiten im geschäftlichen Umgang. Ggf. werden Preise ausgehandelt oder sind sowieso Bestandteile eines Gesamtpaketes bestehend aus Geräten, Installation, Schulung, Wartung, ...

Da musst Du wohl nachfragen. Einige kEUR dürftest Du aber einplanen müssen für den Q567. (Interessieren würde mich die Summe größenordnungsmäßig aber auch schon mal.)

Der örtliche EP hat sowas freilich nicht und wüsste auch nicht, woher er das holen sollte.

von Chris_BLN - am 11.01.2018 23:37
Zitat
Chris_BLN
Um Himmels willen! Wie oft denn noch (von mehreren seiten): Du machst Dich arm mit der Technik und dann nochmal mit den Stromkosten. Nimm einen DAB-Empfänger (meinetwegen so ein kleines Draufstell/Versteckgerät), gehe in einen hoffentlich vorhandenen Line in und "genieße" die Qualität direkt, anstatt sie nochmal durch UKW weiter zu schmälern.


Hatte ich auch schon solche DAB+ Adapter für Stereoanlage nur funktionieren diese nicht und es sieht auch bescheiden aus wenn oben auf den Plattenspieler so ein Teil steht.
Zu den Stromkosten, wenn ich meinen Kabelanschluss abmelde dann kann man die eingesparten kosten ja hierfür nehmen. Zahle nämlich aktuell pro Jahr knappe 400€ an Vodafone zähneknirschend doch damit ist dieses Jahr endgültig Schluss.

von Franken - am 12.01.2018 09:23
Es gibt Läden, da fliegst Du raus, wenn Du keinen Gewerbeschein hast. Hatte ich auch mal in meiner Heimatstadt, als ich - sozusagen als Erkundungstrupp - rein bin, um zu schauen, womit man bestimmte Aufgaben erledigen könnte. Der Heizungsfachbetrieb, der für uns arbeitet, sollte es dann ganz regulär dort kaufen und verbauen. Mir wurde aber schon das Besichtigen verwehrt.

Zitat
Franken
Hatte ich auch schon solche DAB+ Adapter für Stereoanlage nur funktionieren diese nicht und es sieht auch bescheiden aus wenn oben auf den Plattenspieler so ein Teil steht.


Wenn sie nicht funktionieren (zumindest wenn mehrere unterschiedliche nicht funktionieren), könnte das ja auch an unbefriedigender Antenne oder - in Bayern sicher erstaunlich - unbefriedigender Empfangslage liegen. Da würde dann vermutlich auch ein QBit Q567 nicht allzu glücklich mit dem HF-Input sein.

Oben auf dem Plattenspieler stehen Geräte meist sehr unpraktisch...

Das optische / haptische Problem kenne ich und das kann ich nachvollziehen. Bei meinen Eltern wäre ein Ersatz von UKW durch was anderes auch nahezu undenkbar, vom Aussehen her, aber auch von der Bedienung her. Aber ich frage dennoch mal: an einen "handfesten" DAB-Tuner im HiFi-Rastermaß hast Du schon gedacht?

Also Yamaha D-T500 https://de.yamaha.com/de/products/audio_visual/hifi_components/t-d500/index.html

oder Onkyo T-4030 http://www.de.onkyo.com/de/produkte/t-4030-85880.html

oder T-4070 http://www.de.onkyo.com/de/produkte/t-4070-58628.html

oder der Netzwerkplayer NS-6170 http://www.de.onkyo.com/de/produkte/ns-6170-132957.html


Da bist Du immer deutlich (!!!) günstiger, was DAB-Empfang (und teils auch Netzwerkstreaming / Internetradio) betrifft, die Kisten sehen anständig aus und Du musst nicht erst den qualitätsmindernden Umweg über UKW gehen.

Wenn irgendwann mal (und teils ist das heute schon so) die DAB-Programme anbieterseitig nicht mehr über ein UKW-Soundprocessing laufen, musst Du für die UKW-Umsetzung die Aussteuerung deutlich zurücknehmen, um Spuckeffekt durch Übersteuerung in den Höhen zu vermeiden. Dann verlierst Du Rauschabstand. Das ist heute z.B. schon bei BR Heimat und Bayern Plus der Fall, die haben ja nirgendwo offiziell UKW-Modulation (außer in wenigen Kabelnetzen, z.B. bei der M-Net) und laufen seitens des BR auf Sat (und vermutlich auch auf DAB) ohne emphasiskorrigierten Transientenlimiter. Die muss man "dimmen" für UKW, sonst zischts und spuckts. Es hält sich in Grenzen, ist aber mit heikleren UKW-Empfängern schon eine Gratwanderung.

Und für die Sat-Radio-Nutzung finden sich einigermaßen HiFi-Rack-konforme Geräte zum Spottpreis in der Bucht. Hier ein Technotrend TT-select S845HDplus im HiFi-Regal (zum schnelleren Finden: das Gerät mit "Bayern 2" im Display):



Ca. 43 cm breit, flach, 16-stellige Programmnamenanzeige, Grundfunktionen (Radiohören) "blind" bedienbar, nur zur Einrichtung und ggf. zur Aufnahmeprogrammierung muss er (unbedingt!) an einen Bildschirm. Selbst das kann man temporär oder dauerhaft lösen, wenn kein TV in der Nähe steht. Z.B. mit einer 15-EUR-Videodigitizer-Kabelpeitsche aus dem Blister-Regal an der Supermarktkasse und Darstellung der Menüs auf einem Laptop. Oder halt wie in obigem Foto mit nem kleinen TFT aus dem KFZ-Zubehör-Handel am ollen Composite-Out. Der S845 geht in der Bucht teils für 20 EUR raus, hat ein paar nervige Eigenschaften und Bugs, mit denen man aber ganz problemlos leben kann, wenn es ums Radiohören geht und wenn man darauf verzichtet, während einer Aufnahme ein zweites Programm vom gleichen Transponder hören zu können (selbst daran scheitert er) und wenn man akzeptiert, dass seine Ethernetbuchse niemals softwareseitig aktiviert wurde. AAC-Audio kann er aber nicht, eventuell wird uns das irgendwann auf die Füße fallen (dann spätestens wäre aber eh Schluß mit hochwertigem Radiohören über Satellit).

Der S845 steht bei mir seit Ende 2011 in Radio-Diensten und ich wills nicht missen und auch nicht gegen ein anderes Gerät tauschen. Auch bei mir hört das Auge mit. Zu nem kleinen NAD-Verstärker dürfte er optisch hervorragend passen. Dann hat man es wenigstens mit zwei Kunststoff-Fronten zu tun.

von Chris_BLN - am 12.01.2018 11:49
Zitat
Franken
Zitat
november62
Manche Firmen verschicken nur an Händler , die wollen kein 08/15 Kunde .


Stimmt, das hatte ich vor ca. einen halben Jahr beim Elektrogroßhandel Hagemeyer in Bamberg, die wollten mir nichts verkaufen, obwohl ich eine ganze Stückliste an Elektroinstallationsmaterialien für ein ganzes 2 Familienhaus vorlegte was ja wirklich nicht wenig ist.
Habe dann kurzen Prozess gemacht und alles (bis auf die Leerrohre) im Internet bestellt. Wenn man so mit Kunden umgeht braucht man sich manchmal auch nicht wundern wenn die Örtlichen Märkte dicht machen.

Wie heißt es so schön? Wer nicht will der hat schon.


Das ist doch beim Großhandel normal und schon immer so gewesen. Wo ist das Problem?

von WiehengeBIERge - am 13.01.2018 10:08
Zitat
Franken
Vielen Dank für die ausführliche Bebilderung diverser Geräte. Nur leider bringt das nichts wenn man im Haus keinen DAB+ Empfang hat. Das ist leider bittere Wahrheit.

Wenn ich im Sommer im Garten bin höre ich auch über einen kleinen Batteriebetriebenen DUAL DAB+ Radio da funktioniert es einwandfrei. Wenn ich aber dann mit der Gartenarbeit fertig bin und ich trage das Radio ins Haus kommt kein Ton mehr, das heißt der Empfang ist schlagartig weg.
Auch im Auto höre ich DAB+ da funktioniert es auch ganz gut.

Mit den QBIT dachte ich mir ich bringe unter das Dach eine kleine Antenne an, die muss nicht Groß sein den mit meinen DUAL ist zumindest auf den Dachboden DAB+ Empfang gegeben.


Du hast doch Sat Empfang , oder ! Dann hast du einen Multiswitch in dem eine VHF Antenne
(DAB + ) stecken kannst . Kauf Dir eine solche , die sind wirklich nicht teuer und das Signal kommt an Deine Dose raus in dem Zimmer wo du es willst und da steckt´´s´dun den DAB Tuner rein und der fidelt dann auch . Selbst wenn nicht hols Dir vom Versandhandel da kannste zurückschicken . Zumal wäre interessant wo du wohnst ungefähr . Oder ist das versteckte Kamera ?:D

von november62 - am 13.01.2018 11:17
Eltmann: der Geisberg ist 30 km weg. Antennenhöhe ca. 660 m.ü.N. Eigentlich freie Sicht, wenn da nicht der Höhenzug zwischen Dippach und Eltmann wäre. Der schattet vermutlich etwas ab. Dennoch könnten Bayern 1, 3, 3 und BR Klassik an einer UKW-Antenne brauchbar von dort gehen. B5akt ist deutlich schwächer, aber sowieso nur mono. Ist ggf. auch noch ordentlich aufzufangen, müsste man sehen.

ABy kommt von Buttenheim/Kälberberg, es gilt letztlich das gleiche für die Empfangsbedingungen. Beide Standorte gehen mit einer gemeinsamen Antenne.

Die Empfangsbedingungen vom Blessberg dürften fast noch besser sein, der Senderstandort ist höher, die Antennenhöhe am Mast ist groß und die Sicht ist frei. Damit gingen DLF Kultur, MDR Thüringen, Antenne Thüringen und Landeswelle Thüringen sowie eingeschränkt MDR Kultur und MDR Jump. Leider braucht man hier eine zweite UKW-Antenne, wenn man ordentlich arbeiten will. Die Empfangsrichtung Blessberg liegt exakt in der Nullstelle der Antenne für den Geisberg. Oder man versucht es halt mit einem Ringdipol, der dann allerlei Reflexionen aus dem Umland mit einfängt.

Der DLF vom Heidelstein bräuchte eine dritte Antenne, ABy ginge von dort auch, die hr-Programme von dort kannst Du wegen Ausblendung in Deine Richtung vergessen. Sind ansonsten gute Empfangsbedingungen von dort. Gleich nebenan auf dem Kreuzberg sind nochmal alle BR-Programme drauf und die Empfangsverhältnisse zu Dir eventuell sogar besser als von Bamberg. Beide Standorte gehen mit einer Antenne.

Damit hätte man:

DLF, Bayern 1, Bayern 2, Bayern 3, BR Klassik, B5, Antenne Bayern über eine Antenne Richtung Nordwesten

DLF Kultur, MDR Thüringen, Antenne Thüringen, Landeswelle Thüringen, MDR Kultur und MDR Jump über eine Antenne Richtung Nordosten

Radio Bamberg und Galaxy bräuchten dann tatsächlich eine dritte Antenne Richtung Bamberg.


Genau so würde man eine terr. Kopfstelle in Deinem Ort bauen: diese 3 Antennen und etwa 15 UKW-Umsetzungen. Den Rest müsste man tatsächlich von Sat holen.

Im Individualempfang kann man freilich mit 2 UKW-Antennen arbeiten, so die Tuner umschaltbare (und speicherbare) Antenneneingänge haben. Man braucht dann aber immer 2 Antennenkabel in die Räume, in denen die UKW-Tuner stehen. Praktisch ist das nicht.

Eine Umsetzung mit QAM-Box brächte ja auch nur 16 UKW-Programme. Dabei würden Antenne Thüringen, Landeswelle Thüringen, die korrekte Regio von Bayern 1 und Bayern 2, Radio Bamberg sowie Galaxy auch fehlen.

Mit DAB hättest Du via Bamberg-Geisberg alles vom BR, dazu die regional korrekten Privaten und den Bundesmux. Das Thüringer Paket bekämst Du vermutlich nicht mit der gleichen Antenne.

Nun könntest Du kombinieren: mit einem UKW/DAB-Kombituner wären die Bayerischen Programme sowie der Bundesmuxx mit DLF und DLF Kultur (Antenne auf Geisberg) zu haben, dazu eine UKW-Antenne auf den Blessberg für die thüringer Programme.

Eine Umsetzung der Bayerischen Lokalprogramme auf UKW via QBit und ASI-UKW-Umsetzer ist unbezahlbar, da legst Du vermutlich lässig 4 bis 5 kEUR zusätzlich hin. Eine Umsetzung von 16 UKW-Programmen via Sat kostet Dich nochmal 4 kEUR für die QAM-Box und bringt Dir die bayerischen Locals nicht, dafür haben DLF und DLF Kultur dann Spuckeffekt, weil die Astra-19,2-Version dieser Programme nicht für UKW-Verbreitung bearbeitet ist.

Horrende Stromkosten (für einen Einzelnutzer) kommen in jedem Falle dazu.

Schauen wir uns mal Deine (noch-)UKW-Kabelbelegung an: https://helpdesk.kdgforum.de/sendb/belegung-282.html

87,65 MHz - Radio Primaton -> DAB Kreuzberg

88,10 MHz - Deutschlandfunk -> Sat (beste Qualität) oder UKW Heidelstein oder DAB Kreuzberg oder DAB Bamberg

88,70 MHz - Antenne Bayern -> Sat (beste Qualität) oder UKW Bamberg oder UKW Heidelstein oder DAB Kreuzberg oder DAB Bamberg

89,45 MHz - MDR Kultur -> Sat (beste Qualität) oder UKW Blessberg oder DAB Blessberg (miese Qualität, 88 kbps)

89,75 MHz - MDR Thüringen (Südthüringen) -> korrekte Regio via UKW Blessberg oder DAB Blessberg (miese Qualität, 88 kbps), falsche Regio via Sat (beste Qualität)

90,35 MHz - MDR JUMP -> Sat (beste Qualität) oder UKW Blessberg oder DAB Blessberg (miese Qualität, 88 kbps)

90,80 MHz - Deutschlandfunk Kultur -> Sat (beste Qualität) oder DAB Kreuzberg oder DAB Bamberg oder UKW Blessberg

91,85 MHz - Radio Gong Würzburg -> DAB Kreuzberg

92,75 MHz - SWR1 Baden-Württemberg -> Sat

93,30 MHz - SWR2 (Baden-Württemberg) -> Sat

94,30 MHz - SWR3 (Württemberg) -> Sat

94,60 MHz - Bayern 1 (Mainfranken) -> UKW Kreuzberg oder DAB Bamberg oder DAB Kreuzberg oder Sat (beste Qualität, aber falsche Regio)

95,35 MHz - Bayern 2 (Nord) -> UKW Bamberg oder UKW Kreuzberg oder DAB Bamberg oder DAB Kreuzberg oder Sat (beste Qualität, aber falsche Regio)

95,90 MHz - Bayern 3 -> UKW Bamberg oder UKW Kreuzberg oder DAB Bamberg oder DAB Kreuzberg oder Sat (beste Qualität)

96,80 MHz - BR Klassik -> UKW Bamberg oder UKW Kreuzberg oder DAB Bamberg oder DAB Kreuzberg oder Sat (beste Qualität)

97,50 MHz - Radio Charivari Würzburg -> DAB Kreuzberg

97,85 MHz - B5 aktuell -> UKW Kreuzberg oder ggf. auch UKW Bamberg oder DAB Bamberg oder DAB Kreuzberg oder Sat (beste Qualität)

99,15 MHz - hr1 -> Sat

99,55 MHz - hr2 -> Sat

100,80 MHz - hr3 -> Sat

101,35 MHz - hr4 (Rhein-Main) -> Sat (das hat Vodafone auch nicht von UKW geholt)

103,05 MHz - PULS -> DAB Bamberg oder DAB Kreuzberg oder Sat (beste Qualität)

105,15 MHz - Rock Antenne -> DAB Bamberg oder DAB Kreuzberg oder Sat (beste Qualität)

106,80 MHz - Klassik Radio -> -> DAB Bamberg oder DAB Kreuzberg oder Sat (beste Qualität)

107,20 MHz - RTL -> Sat

Ich würde in Deiner Situation wohl auf Sat setzen und einen einigermaßen anständig aussehenden Receiver nutzen (siehe oben) und dazu die Locals vom Kreuzberg holen (DAB) und ggf. mit einer Antenne Richtung Blessberg UKW anzapfen (die Thüringer, die weder auf DAB noch auf Sat sind). Damit hättest Du alle derzeitigen Kabelradios wieder und noch weitaus mehr. Kosten: Satreceiver max. 40 EUR, DAB-Gerät je nach Wunsch entweder vorhanden oder eines der HiFi-Geräte für neu ca. 300 EUR, DAB-Antenne ca. 30 EUR, ggf. UKW-Antenne ca. 30-50 EUR, Mastweiche UKW/Band III ca. 15 EUR. Sat ist ja sowieso vorhanden.

Das sind Bruchteile der Kosten Deiner Wunsch-Lösung. Selbige wäre etwas, wenn statt Dir alleine das ganze Dorf mit dranhinge.

UKW- und DAB-Antennen kann man auch unterdach im Spitzboden montieren, solange die Dacheindeckung nicht metallisch ist, keine metallisierten Dampfsperrbahnen dazwischen sind und keine Solaranlage auf dem Dach ist. Die DAB-Antenne müsste dabei aber vertikal polarisiert werden (Stäbe senkrecht) und vormast montiert werden. Unter Dach geht das deutlich einfacher als auf dem Dach, denn ein hölzerner Besenstiel oder ein dünneres Abflussrohr aus PVC taugt da als "Mast" und dann muss man auch nicht mehr vormast montieren, sondern kann die Antenne ausbalanciert mittig befestigen.

von Chris_BLN - am 13.01.2018 14:41
Zitat

dafür haben DLF und DLF Kultur dann Spuckeffekt, weil die Astra-19,2-Version dieser Programme nicht für UKW-Verbreitung bearbeitet ist.


Vielen Dank nochmal für die Ausführliche Planung mit den Terrestrischen Antennen. Das muss ich jetzt erstmal verdauen und mir gründlich überlegen, denn ein paar Lokale Sender wären doch nicht schlecht! Aber 2 oder gar 3 Antennen sind schon ein bisschen heftig.

Was hat es denn mit diesen Spuckeffekt auf sich? Ich höre ja auch Dlf und Dlf Kultur über analoges UKW Kabel und ich meine da Spuckt nichts! :D
Vodafone KDG wird wohl auch die DRadios über SAT beziehen ich denke nicht das da mit Terrestrischen Antennen noch großer Aufwand betrieben wird.


Da ich bisher im Internet keinerlei Preisangaben und Bestellmöglichkeiten über den QBIT erfahren konnte werde ich am Montag mal Telefonisch mit den Hersteller Kontakt aufnehmen um da genaueres zu erfahren. Werde ich hier dann auch noch Ergänzen zwecks Preis und Anschaffung. Wird aber vermutlich wirklich so teuer wie eine QAM Box sein.

von Franken - am 13.01.2018 15:08
Ich habe nun oben noch viel ergänzt, lies das Posting über Deinem bitte nochmal. Sieht für mich sehr nach Sat + DAB Kreuzberg aus, wenn Du Deinen UKW-Kabelanschluss ersetzen willst. Kreuzberg natürlich vorbehaltlich Empfangbarkeit. Die Antenne dafür ist sooo groß nicht, ideal wäre, die käme unters Dach. Man könnte ggf. sowas nehmen http://www.antennenland.net/3H-VHF-VF-16LOG und so montieren, dass die dünnen Stäbe senkrecht stehen und der lange Träger Richtung Kreuzberg (Nordwesten) ausgerichtet ist. Man hat dann also was 1,22 Meter langes und ober/unterhalb des Langträgers je 43 cm hohes/tiefes auf dem Spitzboden.

Spuckeffekt: auf UKW wird mit krasser Höhenanhebung gesendet. Damit hält man die Höhen über dem Rauschen, das sich zwangsläufig einstellt bei UKW. Das nennt man Preemphasis und das ist derber als ein voll aufgedrehter Höhensteller am Verstärker (ca. 15 dB bei 15 kHz). Das macht man an jedem UKW-Sender und in jedem UKW-Radio ist das Gegenstück dazu (Deemphasis) eingebaut, das die Höhen wieder absenkt und damit auch das Rauschen deutlich absenkt. Weil das in jedem Radio drin ist, weiß es niemand, da es niemand merkt. Problem nun: Sprache (vor allem Frauenstimmen mit S-Lauten), aber auch moderne Popmusik und Bläser bei Jazz oder Klassik haben viel Wumms im Hochtonbereich. Wenn das nun auch noch am Sender krass angehoben wird, übersteuert es den Sender und das Signal (frequenzmoduliert) wird so breit, dass es im UKW-Tuner aus den Filtern läuft, die die Nachbarsender weghalten. Dann wird der Hochtonbereich also geclippt und das klingt, als wenn jemand spuckt. Daher der Name. Um das zu vermeiden, hat jedes UKW-Programm im Soundprocessing eine Vorrichtung, die solche überstarken Höhen zurücknimmt (begrenzt). DLF und DLF Kultur haben das aber nicht auf Sat (sie haben es schon, allerdings auf 23,5° ost und für normale Receiver nicht empfangbar, das ist die UKW-Zuführung). Setzt man DLF Kultur z.B. von Astra 19,2° ost auf UKW um, spuckt es und man muss die Aussteuerung sehr zurücknehmen. Dann ists leise und man hört mehr Rauschen. Der Astra-19,2-Weg ist für den digitalen Direktempfang optimiert und wesentlich dynamischer (weniger Kompression). Das sollte man auch direkt am Satreceiver nutzen.

Im Anhang ein "PDF". [attachment 10457 Spuckeffekt.pdf]
Bitte herunterladen und in MP3 umbenennen. Da kannst Du Dir den Spuckeffekt einer Sat-UKW-Umsetzung anhören, wenn man zu hoch aussteuert und kein UKW-Processing im Signal ist. Das Beispiel stammt aber von WDR 3. DLF Kultur verhielt sich bei meinen Tests 12/2015 genauso. Ich habe nach wenigen Tagen doch auf Heranholung via UKW umgestellt, glücklicherweise hatte ich da auch guten Empfang auf der Kopfstelle.

Wie Vodafone DLF und DLF Kultur heranholt, wäre schonmal spannend. Irgendwo im Versorgungsgebiet von UKW geholt und auf das backbone gegeben wäre eine Möglichkeit. Von Astra 19,2 wäre eine andere Möglichkeit, das brächte dann bei höherer Aussteuerung die Spuck-Problematik.

von Chris_BLN - am 13.01.2018 15:34
Zitat

DLF und DLF Kultur haben das aber nicht auf Sat (sie haben es schon, allerdings auf 23,5° ost und für normale Receiver nicht empfangbar, das ist die UKW-Zuführung).


Sehr beeindruckend dieser Spuckeffekt mit den S-Lauten. Also bei Vodafone analog Kabel hören sich die D-Radios nicht so an, denn die klingen ganz normal wie jeder andere Sender auch. Werde aber mal bei den 19 Uhr Nachrichten meine Ohren an die Boxen drücken und bewusst mal auf die S-Laute achten ob man da vielleicht doch was in dieser Art hört.

Das Signal der D-Radios auf Astra 23,5 können SAT Receiver wahrscheinlich aufgrund ihrer sehr niedrigen Symbolrate nicht Empfangen.

Mich würde jetzt aber mal Interessieren wie sich die Qam Box mit den D-Radios auf Astra 23,5 schlägt oder ob da gar kein Lock zustande kommt. Und generell wie sieht es mit Professioneller Kopfstellen Technik aus können die das auch nicht? Das wäre ja schon ein Armutszeugnis wenn das nicht ginge. Sind da schon mal Erfahrungen gesammelt worden?
Leider habe ich keine QAM Box zur Hand und Astra 23,5 empfange ich auch nicht müsste noch eine zweite Schüssel aufs Dach.

Warum ist bei WDR 3 auch das zischeln? WDR 3 wird doch in NRW über UKW verbreitet oder gibt es da auch wieder eine andere Zuführung

PS: Habe gerade mal bei Technisat die Astra 23,5 Transponterlisten aufgerufen und hier ist von den D-Radios keine Spur???

von Franken - am 13.01.2018 17:21
Die QAM-Box lockt laut Anleitung erst ab 1000 kSymb/s. Dann ist das schon softwareseitig abgewürgt. Ob man es in einem Update nach unten erweitern könnte (neunhundertnochwas) oder ob dann die Tuner knirschern würden, weiß ich nicht. Unsere Kopfstellenumsetzer Blankom STR821 sind leider auch unten "abgeregelt". Laut damaliger Aussage des Vertriebsmenschen ganz bewusst, um Feedempfang zu verhindern. Bei nem Kopfstellengerät - schönen Dank!

Bei den Profigeräten muss man individuell schauen. Die Grundig SMCIP geht laut Datenblatt bei 1000 kSymb/s los, der 12-fach-UKW-Umsetzer HDTV 1000 FM erst bei 2000 kSymb/s, die Astro Octopus ebenso. Die Axing-Geräte starten wohl bei 1500 kSymb/s, die Kathrein UFO313 bei 1500 kSymb/s. Die Polytron PCU 4141 kann oberhalb 1000 kSymb/s.

Schauen wir mal in die professionellere Liga, die sich in kleineren Netzen kaum befindet. Das Eingangsmodul der Teleste Luminato (= weiterentwickelte Blankom/Hilkom B-Nova) startet mit 1500 kSymb/s. Auch die Appear TV 5000 kommt nicht unter 1 MSymb/s. Diese Schmalbandtransponder sind dann wohl doch eine Spezialität der Rebroadcast-Empfänger von Qbit, 2wcom oder Profline. Der Qbit DAR startet bei 300 kSymb/s, der kanns. Der DSR01 von 2wcom geht sogar bis 128 kSymb/s runter. Solche Delikatessen braucht man nur bei FM-Zuführungen oder temporären Feeds. Die zugehörigen Bandbreiten sind so fies klein, da muss alles absolut präzise laufen, sonst ist der Träger nicht sauber drin.

Die TechniSat-Listen sind dann offenbar "endkundengerecht". Und was reinzuschreiben, was die eigenen Receiver ggf. nicht packen... ;)

Hier geht es lang: http://de.kingofsat.net/pos-23.5E.php

Da sind DLF und DLF Kultur auf 12639.70 MHz. Symbolrate ist 941 kSymb/s. Hätttense sich ruhig 1000 kSymb/s gönnen können, dann könnten wir es mit einiger Kopfstellentechnik ziehen. Für den Direktempfang ist zumindest DLF Kultur aber besser via 19,2° ost zu holen. Deutlich saubereres Signal dank weniger Kompression.

Auf 23,5° ost sind noch weitere Feeds, z.B. auch der von Antenne Bayern. Und die Tschechen haben teilweise schon auf AAC umgestellt. Wenn die ARD das auch mal irgendwann macht, hilft auch die teure QAMBox nichts mehr. Ich muss mir bei Gelegenheit mal diese tschechischen Radioprogramme genauer anschauen.

WDR 3 hat auf Sat kein UKW-Processing drin und ist dazu auch noch abartig hoch gepegelt (die MP2-Spur clippt an einzelnen Samples teils sogar, AC3 ist etwas humaner) - deshalb muss man es extrem vorsichtig aussteuern, wenn man es auf UKW umsetzt. Aber dass es nicht UKW-processt ist, ist für den Direktempfang via Receiver natürlich ein großer klanglicher Vorteil und sollte unbedingt so bleiben. Und wenn man es vorsichtig pegelt, bekommt man es auch unfallfrei auf UKW umgesetzt. Ich setze mehrere ARD-Kulturwellen von Sat auf UKW um, alle mit der gleichen Technik. Dabei muss / kann ich folgende Audio-Anpassungen machen: hr2 + 2dB (ich kann höher aussteuern ohne Unfall auf UKW), Bayern 2 +1,5 dB, BR Klassik +2 dB, SWR 2 -1,5 dB (sonst spuckt es), WDR 3 -5 dB (!!!). Auch DLF Nova und MDR Klassik brauchen -5 dB Anpassung.

von Chris_BLN - am 13.01.2018 17:44
ABy führt UKW via 23,5° ost zu. Der Sound dort entspricht dem UKW-Sound. Ob der Sound auf 19,2° Ost ein anderer ist, weiß ich nicht, da ich ABy hier nicht mehr terr. auf UKW empfangen kann und via 23,5° ost erst recht nicht. Aber klar ist da ein hammerfieses Processing drauf auch auf 19,2° ost. Ein Privatsender würde doch niemals anständigen Sound haben wollen...

Die Zuführung auf 23,5° ost läuft mit 384 kbps MPEG 1 Layer 2, also maximale Bitrate. Damit macht man sich so wenig wie möglich Artefakte und kann UKW bis an die "Kante" pegeln, ohne Übermodulation zu riskieren. Stärkere Artefakte würden punktuell das Risiko einer Übermodulation auf UKW mit sich bringen. Einst hatte ABy aber, so erzählte man sich, an jedem UKW-Standort eine "Franzosenquetsche" (Audioprozessor von IDT), um auch wirklich "auf Kante" laufen zu können. Ob das heute noch so ist, weiß ich nicht.

UKW-Processing haben fast alle Programme. Ich zähle besser mal die auf, die mir als "kein UKW-Processing" in Erinnerung sind - ohne gewähr für Vollständigkeit und ohne gewähr für Richtigkeit.

DLF Kultur (19.2° ost)
DLF Nova
MDR Klassik
BR Heimat
Bayern Plus
SWR 2
WDR 3

Und ich kann unmöglich hier solche Untersuchungen anstellen, sorry.

Auffällig wird fehlendes UKW-Processing immer dann, wenn man es nicht schafft, das Signal unfallfrei auf UKW umzusetzen, also ohne dass es spuckt, und man dann sehr neidrig pegeln muss. Indiz ist ein fehlender Tiefpass bei 15-16 kHz, also Audiosignal auch bis über 16 kHz. Das nimmt man bei UKW-Processing weg, das kostet bloß sinnlos Hub und entfällt auf UKW sowieso (Filter im "Sender"). Weiteres Indiz für ein UKW-Processing oder UKW-ähnliches Processing ist hart komprimierter, verzerrter, rotziger, eingedickter Soundbrei, wie man ihn vom Privatfunk kennt.

Die ARD hat vor Jahren eigentlich beschlossen, auf allen Wegen identisches Signal anzubieten - also auch auf dem hochwertigen DVB-Weg den zumindest in der Qualität limitierten, oft aber richtig rotzigen UKW-Sound. Insofern ist fehlendes UKW-Processing auf Sat eigentlich nur zu begrüßen, da kann man wenigstens noch anständige Qualität hören. Und bei einer eventuellen UKW-Umsetzung muss man halt bissl aufpassen und einen Komptromiss eingehen. Man muss im kabel ja nicht UKW bei 75 kHz Spitzenhub begrenzen, da kann man auch paar kHz höher in den Spitzen, ohne dass es eklig wird. Ich habe mit der entsprechenden Anpassung keine Probleme mehr im Netz. Und UKW wird irgendwann eh Geschichte sein, danach ist das Thema ohnehin gegessen.

von Chris_BLN - am 13.01.2018 18:39
Zitat
Franken
Ja ich habe seit ca. 8 Jahren SAT Empfang und auch nur noch wegen Radio Kabelanschluss.

Wie gesagt eine Terrestrische VHF Antenne möchte ich nicht auf Dach haben allein schon wegen der Optik her.

Ich wohne in Eltmann ist ungefähr 20 Km weg von Bamberg.

Es wird höchstwahrscheinlich auf die Astro QAM Box hinauslaufen, die Sender die nicht über SAT zu empfangen sind haben halt dann pech gehabt, einzig um Kultradio ist es mir ein bisschen schade denn der Sender ist wirklich einzigartig.


@Franken:

So eine günstige Empfangssituation wie bei Dir hätte ich (und einige andere hier im Forum) auch gerne.
Ich weiß gar nicht, was Du hast. Wenn man deinen Wohnort bei "fmscan.org" eingibt, bei Antenne 0dB (also der nackte Dipol) erhält man bei DAB folgendes:
5C; 10B; 11D; 10A; 8B; 8C und wenn Du Glück hast, noch 7B; 10C und 9D.
Alle im Umkreis von 82km. Und Dein Kultradio ist gleich zweimal dabei. Warum willst Du da mehrere T€ ausgeben? Gelddrücken?

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 13.01.2018 18:54
Nochmal: auch ein Qbit für einige 1000 EUR hat dann voraussichtlich keinen DAB-Empfang. Ja, dem willst Du dann ja eine Antenne gönnen. Die kannst Du auch gleich einem deutlich billigeren DAB-Radio gönnen und Dir wäre damit mehr geholfen.

Was die QAM-Box betrifft: der oben im Screenshot sichtbare "Pegel" ist der HF-Ausgangspegel. Das ist nicht die Aussteuerung des einzelnen FM-Kanals. Normaleweise pegelt man alle UKW-Kanäle gleich in einer Kopfstelle. Der Screenshot ist dahingehend sinnfrei (wie es viele astro-Screenshots sind).

Paar Seiten weiter findest Du den "Audio-Hub", sinnfrei bezeichnet, da letztlich eine Vorverstärkung oder -dämpfung des Audiosignals vor dem Modulator eingestellt wird (in dB) und nicht der Hub direkt (in kHz). Den kann die Box auch gar nicht kennen, denn der bestimmt sich aus der Audio-Aussteuerung seitens des Programmanbieters auf Satellit und der spektralen Energiedichte des Audiosignals. Korrekt hätte statt "Audio Hub" also eher "Audio-Verstärkung" stehen müssen. Über den Einstellbereich macht Astro offenbar keine Angaben.

von Chris_BLN - am 13.01.2018 19:29
Zitat
Franken
Wie ich bereits weiter oben geschrieben habe, habe ich im Haus keinen DAB+ Empfang. Die Betonwände dämpfen das Signal zu stark ab. Draußen im Garden da funktioniert alles bestens.


Wahrscheinlich würde doch schon eine keine Antenne neben der Satschüssel ausreichen um die DAB+ Programme in die Hausverteilung zu bekommen. In deinen Fall bräuchte es doch nichmal eine risen VHF 3 Hirschgeweiantenne. Bei Elektronikgeschäften hat man das Problem ja auch, da ist am Dach auch nur eine Sababtenne dann montiert würden die diese Signale empfängt und dann innen weiter verteilt, entweder normal über die Hausverteilung, also Kabel oder luxuriös über eine 2. Stabantenne im inneren des Verkausgebäute wo die Radios setehen wieder ausstrahlt, sozusagen Repeater Lösung. Diese Repeater Lösung haben auch mansche Tiefgaragen, wenn auch leider meisten nur das UKW Band. Da wird das Signal bzw. die FM-Signale oberirdisch empfangen, verstärkt und untern in der Tiefgarage wieder auf eine einfache Dipol gegeben.

von Kohlberger91 - am 14.01.2018 10:23
Das Thema mit den Umsetzern ist interessant, hat mich früher auch interessiert.
Allerdings ist das Thema für mich schon länger gestorben und ich würde definitiv vorschlagen einen DVB-S(2) Empfänger mit alphanumerischem Display an der Anlage und / oder einen DAB+ Empfänger zu verwenden.

Das Argument mit der terrestrischen Antenne die nicht aufs Dach soll kann ich so nicht verstehen.
Nehme an dass selbst schon ein Dipol am Giebel, Dach oder Unterdach beim Multischalter bereits für den Bundesmuxx, BR und das regionale Paket ausreichen würden, unter umständen sogar ein Wurfdipol und z.B. ein kleiner Pausat Vorverstärker für Band III.

Zusammengefasst:
Alternative 1:

- DAB Dipol (19,90 Euro): z.B. http://www.antennenland.net/3H-DAB-1
- Pausat Verstärker (28,- Euro - ggf. falls Pegel in Hausanlage nicht reicht oder ein Teil der Programme nur knapp geht): http://www.pausat.de/laden/product_info.php?products_id=67&MODsid=k1onp0p4gsi477dkf50smfoug7
-> Empfängt aus allen Richtungen und im Dachboden u.U. sogar die beste Lösung

Alternative 2:
- 3H-12 Elemente Logper: http://www.antennenland.net/3H-VHF-VF-12-LOG (19,95 Euro)
-> 69 x 85 cm, bisschen größer als Dipol das wird wohl am Dachboden oder bei der Schüssel gehen? U.U. der Vorteil das schwächere Ensembles aus Nachbarregionen so zusätzlich empfangen werden können (der Rest der Örtlichen kommt meistens auch bei nicht korrekter Ausrichtung trotzdem mit genügend Reserven rein)

von RainerZ - am 14.01.2018 10:38
48 UKW-Programme ist derbe "sportlich". Die Programmdichte kommt da langsam in Bereiche, in denen es schwierig wird, eine Belegung zu finden, bei der sich die Programme nicht gegenseitig stören. Etwas entschärfend wäre in Deinem Fall, dass kein großes Koax-Verteilnetz dahinter hinge, dessen Einstrahlanfälligkeit terrestrischer UKW-Angebote berücksichtigt werden müsste, wodurch Frequenzen gesperrt würden für die Kabelnutzung. Du könntest vermutlich ohne Rücksicht auf terrestrisches UKW-Radio die Belegung planen. Problematisch ist aber, dass dieses weitgehend undokumentierte Teil von Axing wohl nur 100-kHz-Schritte kann und damit unflexibler in der Kanalplanung ist als die Umsetzer mit den üblichen 50-kHz-Schritten.

Wenn für Dich 2122 EUR Einmalkosten zzgl. der dauerhaften Stromkosten von 3 x 24 Watt = 72 Watt entsprechend ca. 15 EUR monatlich (nur für die UKW-Programme, von denen Du immer nur eines gleichzeitig nutzen wirst!), die qualitativen Einschränkungen gegenüber direktem Satradio-Empfang und die Abwesenheit der regionalen Programme "reizvoll" sind, musst Du selbst entscheiden.

Für mich wäre es das nicht. Wären meine Eltern etwas jünger und noch aktiver bei der Radionutzung und entfiele bei ihnen Kabel-UKW, wäre vielleicht eine dieser Kassetten mit 16 Umsetzungen aus DLF, DLF Kultur, ARD-Kulturwellen, OE1 und SRF 2 (den es eventuell bald nicht mehr geben wird) noch mit allergrößten Schmerzen erträglich. Wären dann 5 EUR monatlich, auch das ist noch irre, nach 10 Monaten hätte man schon alleine anhand der Stromkosten einen DVB-C-Receiver nur fürs Radio wieder eingespielt, es wäre als Argument wirklich nur die altgewohnte Bedienbarkeit der Stereoanlage und deren Optik heranziehbar. Eher würden sie verzichten.

Woher der Preissturz kommt, weiß ich nicht. Mit Deiner vermuteten Begründung würde der Preis eher steigen, da die Nachfrage von Privat steigen würde. Profianlagen hätten diese Umsetzer sowieso kaum verwendet. Ob der Preissturz etwas über die Umsetzerqualität aussagen könnte? Leider kenne ich niemanden, der bislang getestet hat.

von Chris_BLN - am 14.01.2018 14:46
Zitat
Franken
Preislich liegt der QBIT Q567-DAB-DVB-Transcoder für 8 Programme bei 10.500 €


Danke fürs Nachfragen! Das ist dann auch netto. Ich hätte grob mit ca. 3-5 kEUR gerechnet. Liegt also doch "etwas" höher. Etwa auf dem Preis eines voll ausgestatteten Omnia. Was mich etwas irritiert, ist die Tatsache, dass man fürs halbe Geld schon ein aktuelles kleines Rundfunk-Mischpult für kleinere Studios / Bürgerfunk / Lokalfunk etc. bekäme. Und da ist Mechanik im Spiel (Fader, robuste Tasten).

Aber passt schon, bei uns in der Industrie hat auch jedes Gerät, egal ob groß oder klein, immer etwa 250 kEUR gekostet. Wir machten uns dann schon Späße daraus.

Andererseits: stückel das mal zusammen aus Kopfstellen-Einzelgeräten. 8 Stereoprogramme in ASI zu wandeln würde bei Wisi 4 Module OH66 zzgl. einem Grundgerät erfordern. Eine OH66 kostet ca. 950 - 1100 EUR (allerdings brutto). Das Grundgerät kostet 550-600 EUR. In Summe also ca. 4600 EUR. Dazu noch 8 DAB-Empfänger mit leidlich brauchbarem analogen Audioausgang, dann sind wir in Summe bei 5000 EUR. Dieses Konstrukt zieht dann in Summe geschätzt 100 Watt verglichen mit 30 Watt beim Qbit. Das sind im Jahr auch nochmal 170 EUR Stromkosten. Und stabiler ist die Frickel-Lösung nicht, sie hat keine RDS-Übernahme auf ASI, sie bietet keine anständigen Audio-Bitraten (bei 192 kbps ist oberes Ende). Da hast du für den halben Preis ganz schönen Murks, den sich ein halbwegs professioneller Netzbetreiber nicht leisten kann.

von Chris_BLN - am 16.01.2018 16:23
Interessantes Thema! Hier wäre noch eine Alternative um DAB+ Programme in DVB-S umzuwandeln
Von der Firma Müller Satelliten- und Antennentechnik gibt es einen HDMI Quad Encoder, dieser wandelt 4 HDMI Signale in einen DVB-S Transponter um. An diesen könnte man dann einen AV HDMI Konverter dran hängen und an den Konverter ein 0815 DAB+ Radio und so dann das Radiosignal einspeisen. Dieser HDMI Quad Encoder wird dann als Vorschaltgerät an die QAM Box ran gehängt und man kann daraus DVB-C und UKW generieren. Kostenpunkt so um die 2000€ für 4 Programme.
Man könnte auch von Technisat den DIGIPAL DAB+ Receiver nehmen dann könnte man mit HDMI direkt arbeiten und bräuchte die AV Konverter nicht. DIeser Receiver ist leider mit 200€ auch nicht gerade preiswert, dafür hat man aber ein bisschen weniger Gefrickel.
Klar der QBIT wäre die elegantere Variante aber den Preis und dann bräuchte man immer noch ein Vorschaltgerät dass ASI in DVB-S macht und das wird auch nicht gerade billig sein???

Das sollte doch ein guter Kompromiss sein mit dieser HDMI Lösung.


von Tim01012009 - am 16.01.2018 19:06
Das wäre auch noch eine Möglichkeit diese hätte halt den Vorteil, dass man richtige analoge Eingänge hat. Nämlich der Anttron CM400, wandelt 4 Analoge Audio und Videosignale in DVB-C um dazu ein 20 - 30 Euro DAB Radio aufstellen wo Empfang ist und ab in den Modulator.
Allerdings benötigt man hier einen DVB-C zu DVB-S Konverter um in die Astro zu kommen um damit wieder UKW zu erhalten. Als DVB-C zu DVB-S Konverter könnte man den SATMÜLLER T2C-DVBS - Twin-Umsetzer DVB-T/T2/C in DVB-S.
Ist denke ich zumindest besser als mit diesen AV HDMI Adaptern herum zu experimentieren.



Mir geht es leider genauso ähnlich ich habe auch nur mäßigen DAB+ Empfang im Haus. Höre da aber auch ausschließlich nur noch Internetradio. Probiere es doch einfach mal damit! Das Internet sollte doch zumindest im Haus gehen???

von Tim01012009 - am 17.01.2018 14:14
Zitat
Tim01012009
Das wäre auch noch eine Möglichkeit diese hätte halt den Vorteil, dass man richtige analoge Eingänge hat. Nämlich der Anttron CM400, wandelt 4 Analoge Audio und Videosignale in DVB-C um dazu ein 20 - 30 Euro DAB Radio aufstellen wo Empfang ist und ab in den Modulator.
Allerdings benötigt man hier einen DVB-C zu DVB-S Konverter um in die Astro zu kommen um damit wieder UKW zu erhalten. Als DVB-C zu DVB-S Konverter könnte man den SATMÜLLER T2C-DVBS - Twin-Umsetzer DVB-T/T2/C in DVB-S.
Ist denke ich zumindest besser als mit diesen AV HDMI Adaptern herum zu experimentieren.

Mir geht es leider genauso ähnlich ich habe auch nur mäßigen DAB+ Empfang im Haus. Höre da aber auch ausschließlich nur noch Internetradio. Probiere es doch einfach mal damit! Das Internet sollte doch zumindest im Haus gehen???


Also denn QBIT habe ich mittlerweile auch abgeschrieben aber das sind Interessante Lösungen die du hier vorschlägst. Das klingt aber auch ein bisschen nach Kabelsalat, denn wenn man den 4 Fach Modulator voll belegt oder vielleicht auch noch einen 2., dann braucht man ja alleine schon 4 oder gar 8 DAB+ Radios.
Hoffe dass da vielleicht doch mal eine halbwegs vernünftige Lösung kommt im Form einer Kassette.

Das mit den Internetradio ist auch so ein leidiges Thema, denn gerade die ARD Radios klingen über Internetradio besonders bescheiden, zumal da wo meine Stereoanlage steht ist auch kein WLAN Internet mehr verfügbar zumindest mit den Laptop. In der Wohnung meiner Eltern die genau eine Etage höher liegt gibt es gar kein Internet (Beton dämpft unheimlig), dessen Stereoanlage ist quasi auf die Kabeldose angewiesen.
Was war das damals für ein Trara bei meinen Eltern als wir damals auf SAT umgestiegen sind und den Kabelanschluss bereits gekündigt hatten und die Anlage nur noch Rausch von sich gab.
Also schleunigst den Kabelanschluss wieder angemeldet und dann waren wieder alle glücklich ich übrigens auch.:)
Und genau das wird dieses Jahr auch wieder basieren wenn Vodafone den analog Stecker zieht.:-(

von Franken - am 17.01.2018 15:35
Ich finde das alles zu aufwendig und zu teuer wenn es nur darum geht DAB+ Programme Indoor hörbar zu machen. Eine Srabantenne neben oder an der Sat Antenne sollte doch die DAB Muxe an die Dosen hörbar nachen. Warum Umständlich und teuer wenn auch einfach gegen würde. Es braucht doch sowieso eine Antenne, weil wie sonst sollen diese ganzen vorgeschlagen DAB+ Konverter ihr Signal bekommen? Also da kann ich doch gleich das fertige DAB Signal(e) nehmen wie es ist, direkt einspeisen. An der Radiodose ein DAB Radio dran fertig und nicht in x formate umwandeln wo ich dann an der Dose wohl möglich eine DVB-C oder S Box brauche. Also das ist doch ein Quatsch. Dann an der Dose im Raum X eine DVB-S Box für Satradio und ein DAB+ Gerät für die Regionalen Sender. .

Wenn umbedingt UKW sein soll und nur paar DVB-S oder DVB+ Sender umgesetzt werden soll und man kein RDS benötigt, dann würde ich paar ELV Prüfsender (SUB2) besorgen, die mit einer Festspannung von 9Volt (Netzteil) statt Batterie betreiben und die mit billigen DVB-S/DAB Geräten speißen. Das dann mit Weichen zusammenschalten und es in die eigene Hausverkabellung geben. Das ganze könnte man mit einer geschalten Steckdose noch Schaltbar machen, so das es nicht 24h laufen muß. Jetzt werden bestimmt einige sagen, Schwachsinn, Armaturhaft. Aber billiger wäre es als die "Profigeräte" die eigentlich auch nichts anders tun.

von Kohlberger91 - am 18.01.2018 21:37
Ja wie gesagt, DAB+ Empfang ist nur am Dachboden möglich selbst in der 1. Etage kommt es zu Aussetzern, deswegen müssten die DAB+ Empfänger am besten auf den Dachboden, hier würde eine einfache Teleskopstabantenne oder ein Radio mit Telekopfantenne reichen.
Habe mir mal den ELV Prüfsender angesehen, dieser wirkt aber ziemlich billig vom ersten Eindruck her, wie ist den so die Audio Qualität, das würde mich mal Interessieren hat da jemand Erfahrung?
Nur ist die DAB+ Lösung mit den ELV Prüfsender auch hier wieder mit sehr viel Kabelsalat verbunden. OK, hätte sowieso nur 2 oder 3 DAB+ Sender also Kultradio und 2 Lokalsender vor mit einzuspeisen da hält es sich doch noch in grenzen den Rest dann über SAT.

Das mit der Zeitschaltuhr ist wirklich eine gute Idee wenn man in den Nachtstunden die Kopfstation stromlos machen kann, da wär ich nie drauf gekommen.

Muss mal schauen wie ich es mache habe ja zum Glück noch über ein halbes Jahr Zeit weil den genauen Abschalttermin für meiner Region ist noch nicht auf der Vodafone Seite ersichtlich nur Nürnberg soll wohl im Mai drankommen.

Sehr komisch heute kostet die Axing SKF 40-00 Kassette nur noch 563,90€. Vielleicht bekommt man die in ein paar Wochen für 100€ das wärs. Das werde ich mal die nächste Zeit beobachten.

von Franken - am 19.01.2018 15:58
Zitat
Franken
Nur ist die DAB+ Lösung mit den ELV Prüfsender auch hier wieder mit sehr viel Kabelsalat verbunden. OK, hätte sowieso nur 2 oder 3 DAB+ Sender also Kultradio und 2 Lokalsender vor mit einzuspeisen da hält es sich doch noch in grenzen den Rest dann über SAT.


Und was spricht gegen eine 1:1 Einspeisung der DAB Signale? Also kleine Antenne am Dachboden oder Satellitenschüssel und diese in die Hausanlage mit einbindetet? Dann kommen die DAB+ Signale aus der Dose raus. Was noch weniger verstehe, wenn du Kabel zusätzlich hast, warum nutzt nicht dann diese DVB-C von deinen Kabelanbieter?

Von der Tonqualität ist der SUB2 ELV Prüfsender okay. Mit dem SUB2 habe damals DWissen von DVBS an meine alte Stereoanlage gespeist. Könnte am Ton nichts ausetzten. Das kam alles sauer rüber. Kein Peifen, kein brummen und kein verbogen scheppener Klang.

von Kohlberger91 - am 19.01.2018 19:06
Ist der SUP-2 von den Audiodaten her besser als der SUP-1? Ich besitze letzteren und bin absolut nicht zufrieden mit der Audioqualität. Selbst wenn man ihn mit UKW-konform processtem Audio füttert (z.B. mit Bayern 2 von DVB-S), kommt ein mit Störgeräuschen versehenes Signal raus. Habe das mal testweise probegehört gegen eine Umsetzung des gleichen Programms mittels professionellem Kopfstellenumsetzer Blankom STR821, beide Quellen an den Antenneneingängen eines Studer A764 (der SUP-1 natürlich derbe im Output gedämpft) und war entsetzt. HF-seitig fand ich bei meinem Exemplar des SUP-1 allerdings absolut nichts auszusetzen, im gesamten Spektrum bis 1000 MHz keinerlei Nebenwellenaussendungen nennenswerter Größe, es stand tatsächlich nur das gewünschte HF-Signal im Spektrum, allerdings nicht exakt auf der gewählten Frequenz.

von Chris_BLN - am 19.01.2018 23:11
Es ist kein High End Gerät , aber Störgeräusche sind mir beim SUP2 eigentlich nicht aufgefallen.
Könnte evtl. die USB - Stromversorgung sein - je nach Verwendung eines eigenen Netzteils oder
einer USB-Buchse am Receiver.

Der SUP1 läuft mit 9V-Batterie und verwendet einen BH1415 von Rohm , der SUP2 verwendet ein
DSP-IC SI4711 .

Ergänzung: Das HF-Spektrum am Ausgang vom SUP2 ist qualitativ nicht so gut.
Viel "Dreck" +-2MHz um die Ausgangs-Frequenz. Der HF-Ausgangspegel war bei Messungen auch kleiner als das, was eingstellt werden kann. Mehr als 90dbµV sollten allerdings für die meisten Zwecke ausreichend sein.

Die Audio-Qualität dürfte aber auch rein technischen Gründen dann doch etwas besser sein als beim SUP1.
https://www.silabs.com/documents/public/data-sheets/Si4710-11-B30.pdf

von carkiller08 - am 20.01.2018 00:23
Sorry habe mich verdann. Es gibt inzwischen ja 3 von ELV. Ich hab wohl nicht die 2. Generation sondern den von der ersten im einsatz.
[attachment 10493 tmp_8461-IMG-20180120-WA0001-1888463108.jpg]

Ich bin wie gesagt beim Ton schon zufrieden. Ich find sogar um einiges besser als die DAB+ Autoradioadapter, diverse billig China FM Transmitter und diverse China 4-10W Sender die so in e..y und co. angeboten werden. Das ist wirkich rotz. Freilich kommt auch für ganz feine Gehör auch der SUP1 an einen Profisender nicht heran. Ich frage mich halt ob es für DAB+ Programme wie z.B Kultradio und co. die eh schon zu stark Datenreduziert ankommen und einen verbogen Klangbild haben eine oder mehre Sauteuere Profiaufbereitungsanlagen braucht oder es nicht auch so ein Gerät tut?. Freilich kann man das als gebastelt abtun aber es erfüllt ebenso seinen zeck. Ich persönlich würde eh schauen die DAB+ Signale 1:1 in die Hausverteilung zu bekommen (kleine Antenne am Dachboden oder an der Sat-Antennte und dann mit dem Kabel in den Hauseingang des Verstärkers wo auch Sat darüber läuft). Dann hätte man es überall an die Dosen anliegen und hätte die ganze Programmauswahl (zufern ein DAB+ Gerät angeschlossen wird) und nicht eine Handvoll UKW gewandelte DAB+ Sender.

von Kohlberger91 - am 20.01.2018 07:41
Zitat
Kohlberger91
Und was spricht gegen eine 1:1 Einspeisung der DAB Signale? Also kleine Antenne am Dachboden oder Satellitenschüssel und diese in die Hausanlage mit einbindetet? Dann kommen die DAB+ Signale aus der Dose raus. Was noch weniger verstehe, wenn du Kabel zusätzlich hast, warum nutzt nicht dann diese DVB-C von deinen Kabelanbieter?

Das größte Argument, was gegen eine Direkteinspeisung von DAB+ spricht, ist dass es keine gescheiten DAB+ Receiver mit Koax Buchse für die Stereoanlage gibt und die die es gibt müssen vom Tuner her so schlecht sein, dass nicht mal analog Kabel UKW richtig funktioniert.
Mit folgenden 3 Geräten die ich in der Vergangenheit getestet habe und auch Probeweise mal mit den Kabelanschluss verbunden hatte kam trotzdem keine RDS Anzeige auch und kein Stereo Empfang zustande, lediglich leicht angerauschtes Mono und das über Kabelanschluss das verstehe ich nicht das müssen wirklich grottenschlechte Tuner sein die in diesen Adaptern verbaut sind.

Hier die Gerätebezeichnungen und das Ergebnis:

DUAL DAB 2A -> DAB+ im Garten nur Kanal 10B, 11D mit starken Aussetzern, 5C wird zwar eingelesen aber für Audio reicht es nichtmal.
UKW über Antenne gar nicht möglich nur über Kabel leicht angerauschtes Mono.

Technisat Digitradio 100 -> gleiches Resultat wie DIAL DAB 2A. Ist so wie es aussieht baugleich mit den DUAL DAB 2A.

Imperial DABMAN i400 -> DAB+ im Garten nur Kanal 10B mit starken Aussetzern. Andere Kanäle nicht einlesbar.
UKW Empfänger gibt nur lautes brummen und prasseln von sich habe ich gar nicht erst am Kabelanschluss Probiert war mir bereits zu blöd den UKW Empfang überhaupt noch weiter zu testen.
Internet Radio auch Probeweise getestet hier ist nicht mal der WLAN Empfang in unmittelbarer Router nähe gewährleistet ja man muss den Adapter schon regelrecht an den Router hinhalten damit eine WLAN Verbindung zustande kommt und wenn man sich einige Meter vom Router weg geht bricht schon die Webradio Verbindung ab. Da wo mein alter DELL Laptop noch einwandfreies WLAN hat gibt der Imperial Adapter schon auf und das im selben Raum wo der Router steht.

Entweder habe ich lauter Montagsgeräte erwischt oder ist die Qualität dieser Adapter wirklich so miserabel.

Einzig der weiter oben genannte Technisat DIGIPAL DAB+ Receiver wäre noch einen Test wert hier fehlt allerdings ein Display sodass man immer den Fernseher anschalten muss um zu wissen was man für Sender gerade hört also auch nicht so praktikabel.

Mein Portables Radio mit Teleskopantenne das DUAL DAB 82 Empfängt im Garten die Kanäle 5C DR Deutschland, 8B MDR Thüringen, 10A Unterfranken, 10B Oberfranken und 11D BR Bayern und alle ohne Aussetzer. 8C Mittelfranken wird zwar eingelesen aber ohne Ton aber immerhin.


Fazit: DAB+ Mobil ist eine feine Sache aber es hapert noch an Stationären Geräten bzw. dessen Qualität ist unterirdisch schlecht.

Axing SKF 40-00M schlappe 533,25 €. Mal gespannt wie weit der Preis noch sinkt, denn der sinkt ja bereits täglich. Taugt diese Axing SKF Kassette vielleicht gar nichts??? Schon merkwürdig das ein Produkt von Tag zu Tag billiger wird. Bei 100 € schlage ich sofort zu.

von Franken - am 20.01.2018 14:49
Zitat
Franken

Fazit: DAB+ Mobil ist eine feine Sache aber es hapert noch an Stationären Geräten bzw. dessen Qualität ist unterirdisch schlecht.
.


Ich glaub du hast wirklich die falschen DAB+ Radio gekauft. Wenn da nicht mal UKW geht. Wahrscheinlich würde sogar DAB+ in dein Wohnhaus gehen. Ich kann das mit meine Sangean (25er, 99er, 69er) und Technisat (215) Geräte nicht bestätigen, das DAB+ Geräte taube Nüsse im FM Band wären. Auch habe ich mit meinen Geräten bis jetzt immer UKW Kabel Empfang mit RDS gehabt wenn ich die Teleskopantenne an der Kabelbuche halte und auch normales UKW ist normal zu empfangen. Würde also ein DAB+ Signal an der Dose anliegen, würden das zumindest meine Geräte empfangen können und das man nicht ständig die Teleskopantenne an die Dose halten muss, nehmt man ein Antennenkabel, isoliert ein bissen vorne ab und macht es an der Teleskop Antenne fest, aber bittte die Antenne nicht ausfahren, sonst wird die Antenne zum Sender.

von Kohlberger91 - am 20.01.2018 15:16
So war heute mal bei der Firma Müller Satelliten- und Antennentechnik und habe mich mal schlau gemacht zwecks DAB+ DVB/FM Umsetzung. Und zwar gibt es gute Neuigkeiten, es ist aktuell ein 2 und ein 4 Fach Umsetzer in Endwicklung (die Firma entwickelt und baut die Umsetzer selbst).

So wie man mir mitgeteilt hat empfängt der Umsetzer bis zu 4 DAB+ Sender und setzt diese wahlweise nach UKW, DVB-S, DVB-C oder DVB-T um.
Vorteil man benötigt nicht zusätzlich noch einen DAB+ Receiver sondern kann alles über eine Box empfangen. Wenn mehr als 4 Programme erwünscht sind kann man sind sogenannte Einzelumsetzer einfach aneinanderreihen.
In diesen Umsetzer wird zudem das normalerweise über DAB+ HE-AAC oder LC-AAC codierte Signal in das MP2 Format umgewandelt, sodass jeder Receiver oder Fernseher damit zurecht kommt.

Soll ungefähr in einen halben Jahr erhältlich sein. Mal gespannt was da noch so kommt. Wenn verfügbar dann werde ich weiter berichten.

von Franken - am 25.04.2018 10:23
Ich empfange hier DAB Kanäle indoor von denen ich outdoor nicht mal ein Klötzchen oder die Kennung einlese mit Portables. Das Zauberwort heisst einfach Yagi oder Dipol aufs Dach und dann die terr. Signale mit SAT zusammen im Haus verteilen.

Unter Umständen ist das die einfachste Modifikation, wenn schon Antennenkabel und Verteilung(en) im Haus vorhanden. Schlimmstenfalls ergänzt man um die terr. VHF Antenne, raucharmer Vorverstärker oder wenigstens Breitband Verteilverstärker und dann ab in den Multischalter und halt schauen, dass man Antennendosen entsprechend mit Terrestrik oder UKW/TV Ausgängen hat. DAB Tuner oder Zusatzmodule kosten nicht die Welt, Aufbereitung kostet mehr, ist inflexibler und verbrät in kurzer Zeit mehr Strom als ein einfacher DAB Tuner kostet...

Alternativ bzw. zusätzlich bleibt immer noch die ÖRs und einige Private über DVB-S und Webstream zu hören. Habe früher auch mit Umsetzungen geliebäugelt, aber dann festgestellt dass es viel zu sporadisch nur genutzt würde und zusätzlich habe ich inzwischen sowieso nur noch Geräte die mind. DAB+, oft auch Internetradio können...

von RainerZ - am 25.04.2018 12:01
Zitat
RainerZ
Ich empfange hier DAB Kanäle indoor von denen ich outdoor nicht mal ein Klötzchen oder die Kennung einlese mit Portables. Das Zauberwort heisst einfach Yagi oder Dipol aufs Dach und dann die terr. Signale mit SAT zusammen im Haus verteilen.

Unter Umständen ist das die einfachste Modifikation, wenn schon Antennenkabel und Verteilung(en) im Haus vorhanden. Schlimmstenfalls ergänzt man um die terr. VHF Antenne, raucharmer Vorverstärker oder wenigstens Breitband Verteilverstärker und dann ab in den Multischalter und halt schauen, dass man Antennendosen entsprechend mit Terrestrik oder UKW/TV Ausgängen hat. DAB Tuner oder Zusatzmodule kosten nicht die Welt, Aufbereitung kostet mehr, ist inflexibler und verbrät in kurzer Zeit mehr Strom als ein einfacher DAB Tuner kostet...

Alternativ bzw. zusätzlich bleibt immer noch die ÖRs und einige Private über DVB-S und Webstream zu hören. Habe früher auch mit Umsetzungen geliebäugelt, aber dann festgestellt dass es viel zu sporadisch nur genutzt würde und zusätzlich habe ich inzwischen sowieso nur noch Geräte die mind. DAB+, oft auch Internetradio können...


Da muss man aber erst einmal jemanden finden, der überhaupt noch Ahnung von der Antennentechnik hat. Hier in Wuppertal gibt es leider niemanden (weiss zumindest keinen), der eine vernünftige Versorgung mit Antenne und Einspeisung in die Hausanlage hinbekommt. Im Garten gehen mit Aussetzern 7A (Zuid NL), 11A (SWR RP), 11C (DAB+ NL) sowie 12C (NPO NL). Dazu die ortsüblichen Sender 11D (WDR) und 5C(DR Deutschland). Dies wäre, wenn man dies auch in einer Hausanlage einspeisen könnte, bei mir schon ausreichend.

von pfennigfuchser - am 25.04.2018 14:53
Zitat
pfennigfuchser
Da muss man aber erst einmal jemanden finden, der überhaupt noch Ahnung von der Antennentechnik hat. Hier in Wuppertal gibt es leider niemanden (weiss zumindest keinen), der eine vernünftige Versorgung mit Antenne und Einspeisung in die Hausanlage hinbekommt. Im Garten gehen mit Aussetzern 7A (Zuid NL), 11A (SWR RP), 11C (DAB+ NL) sowie 12C (NPO NL). Dazu die ortsüblichen Sender 11D (WDR) und 5C(DR Deutschland). Dies wäre, wenn man dies auch in einer Hausanlage einspeisen könnte, bei mir schon ausreichend.


Dazu kommt dann noch erschwerend hinzu, dass die DAB+ Kanäle bzw. VHF Band III künftig für DVB-C verwendet wird, also einfach das DAB+ Signal 1:1 einfach einzuspeisen ist nicht. Hinzu kommt dann noch der unterschiedliche Pegel zwischen den einzelnen Kanälen, dann kann es unter Umständen passieren, dass die schwächeren Kanäle gar nicht mehr an der letzten Dose ankommen. Nein dass muss schon Professionell und einheitlich gewandelt werden damit auch nur ein Endgerät nötig ist.

von Franken - am 25.04.2018 20:48
"Breitband-Anschluss" und DAB+ auf einer Ableitung schließen sich weitgehend aus. Sobald DOCSIS 3.1 mit erweitertem Rückkanalbereich im Speil ist, hat sich das Thema erledigt. Ein fremd zugeliefertes BK-Signal mit DAB zu ergänzen geht auch nicht, da der Signallieferant kaum die Kanäle frei lassen wird, auf denen man DAB reinstanzen will.

DAB in eigene Hausverteilung (Sat, UKW, DAB) ist aber gar kein Problem.

Die oben genannten Pakete aus D und NL gemeinsam auf eine Ableitung zu bekommen, ist dann aber schon wieder keine Standard-Bastelei mehr. Man braucht 2 Antennen und eigens angefertigte kanalselektive Filter. Und ob das dann ausreichend gut läuft, würde ich hier nicht wetten wollen.

Zu UKW-Freak-Zeiten hatte man dafür eine Drehantenne...

von Chris_BLN - am 26.04.2018 07:30
Wenn man Glück hat bekommt man alle Pakete bei Ausrichtung der Antenne auf das schwächste Paket.

Ich bei mir hatte auch Zusatzaufwand, aber die Anlage entwickelte sich evolutionär über die Jahre:

Von 2012 bis 2016 gingen nur die ortsüblichen Ensembles (8D SWR BW S, 9D SWR BW N, 11B DRS BW und 5C DR Deutschland). Nur bei angehobenen Bedingungen schauten ab und an, v.a. im Hochsommer oder Winter 7B Hessen (gr. Feldberg) und 11D Bayern (Pfaffenberg) kurz vorbei.

Als 2016 der Hardberg mit dem HR und Miltenberg-Wenschdorf mit dem BR und Unterfranken-Ensemble dazu kam, reichte es zunächst nur sehr schwankend (3 Klötzchen und schwankende Fehlerrate). Erst die Montage der VHFIII an der Mastspitze (ca. 5 Meter Mast) und noch höherer Montagepunkt des Mastes brachten eine bessere Fehlerrate (ca. 30- 50%).

Die Einstellung des Pegels war sehr komplex. Ohne Verstärker lief selbst an der Antenne fast gar nix. Als ich dann einen rauscharmen Vorverstärker (Heimann bzw. Pausat) angeschlossen habe, änderten sich die Werte und wurden deutlich stabiler, auch zu schwächeren Wetterlagen und Tageszeiten. Die Signalstärke änderte sich minimal auf ca. 5 Klötzchen, man musste aber vor dem Verteilverstärker auch wieder abschwächen um Übersteuerungen durch die Ortssender zu vermeiden.

Finale Besserung brachte dann der Einbau von Kanalsperren (5C, 9D und 11B) - eben die Ensembles die in 20° Entfernung der Empfangslinie 17km entfernt reinknallten. Danach konnte der Dämpfungsregler raus und die Signalwerte und Fehlerrate stieg sehr stark an. Es schwankt aber erreicht mind. 5 (im Durchschnitt 7-8) und maximal sogar 10-13 Klötzchen im Tagesverlauf. Aussetzer eigentlich nie (Ausnahme noch: 11C Hessen). Die Fehlerrate liegt bei nur 0-10% maximal (7B, 11D) bzw. unter 50% (10A - Nachbarkanal von 9D).

Die nicht mehr vorhandenen Übersteuerungen bemerkt man auch an manchen Tagen, wenn man z.B. den MDR oder auch mal Belgien kurz hören kann :)

von RainerZ - am 27.04.2018 07:35
Zitat
Randfunker
Dachte auch schon an ne klassische Dachantenne auf dem Haus, aber es gibt bei uns Gemeinden, die so was aus optischen Gründen verbieten, obwohl's früher gang und gäbe war. Ist m.E. bei Kabelradio-Abschaltung juristisch nicht haltbar - das wäre noch ein anderes interessantes Thema.


Das ist in der Tat interessant. Früher war der Kabelanschluß immer die Ausrede, Antennen verbieten zu können.

Zitat
Randfunker
Gibt es denn keinen DVB-C-Receiver mit Doppelempfänger, Mehrfachausgang + Display, um gleichzeitig ein TV-Gerät und eine Stereoanlage zu füttern? So was müssten die Kabelbetreiber als Ersatz für UKW doch anbieten können.


Richtig!
Und einen DVB-C Radio Only zu normalen Preisen (Ich weiß, dass es dieses eine High-End Gerät von Restek gibt) im Standart 43 cm Mass müßte eigentlich auch möglich sein.....

von Radionicki - am 29.04.2018 13:39
Den TT845 gibt es nur gebraucht, Baujahr war so 2010-2012. Natürlich eBay und so, sorry. Die "30 EUR" bezogen sich auch auf diesen Weg. Neu kosteten die Geräte mal um die 260 EUR, die letzten Neugeräte gingen dann schon für knapp über 100 EUR raus. Es muss auch sehr viele nach kurzer Zeit defekte Geräte gegeben haben.

Der S845 hat viele Macken (u.a. Netzwerkbuchse nie aktiviert worden, Knallen beim Ein/Ausschalten im analogen Audioausgang, Ton geht stumm wenn man in ein Menü geht, während Aufnahme kein anderes Programm des gleichen Transponders zum Ansehen/Hören wählbar, meiner hängt manchmal beim Zappen ("kein Signal") - gibt sich dann wieder, Ursache nicht bekannt, kann auch mein DiSEqC-Schalter sein, Power-Taste am Gerät funktioniert nicht aus low-power-standy).

In alter Software war auch noch das Emphasis-Flag am SPDIF dauerhaft gesetzt, also stockdumpfe Audio-Wiedergabe über externen Wandler, das wurde im letzten Update 2012 behoben. Ob dieses Update, so in Gebrauchtgeräte noch nicht eingespielt, heute noch via Astra im Datenkarusell vorhanden ist (Technotrend gibt es nicht mehr), weiß ich nicht. Das Update war nicht via USB zu installieren.

Hier steht der S845 im Regal ("Bayern 2") zum Größenvergleich:



Stationstasten am Gerät kenne ich nur von den Soundboxen. Stationstasten auf der Fernbedienung hat der von Vodafone vertriebene DVB-C-Radioreceiver und die Version, die direkt von LaSAT vertrieben wird: https://www.ebay.de/itm/Vistron-VT855-DVB-C-Radio-Tuner-Kabelradio-Radio-fur-digitales-Kabelfernsehen/173072429390



Bei Sat-Geräten kenne ich keine smit Stationstasten auf der Fenrbedienung.

Lautsprecher in Gefahr? Bei Zimmerlautstärke nicht, soweit ich mich erinnere. Gerät steht am anderen Wohnort, kanns nicht testen. Das Knallen kommt fieserweise erst verzögert beim Ausschalten, wenn das Gerät in den low-power-Standby fällt. Sind so 15 Sekunden nach Ausschalten, glaube ich. Beim Einschalten kommt es während des Bootvorganges.

von Chris_BLN - am 29.04.2018 16:27
Laut Herstellerangaben: ja. Also das normale alte Unicable mit max. 2 Satelliten. JESS kann er definitiv nicht. Ob die rudimentäre Einkabel-Unterstützung auch wirklich funktioniert, konnte ich mangels solcher Anlage nie testen.

Hier die TechSpec ohne AAC-Erwähnung.:
[attachment 10909 TechSpec_S845_HD+_de.pdf]

...und hier die BDA mit Erwähnung von AAC. Der Codec ist real in der aktuellsten Software aber nicht drin.
[attachment 10910 Bedienungsanleitung_TT-select_S845_HD+.pdf]

Sorry für den Grafik-Matsch, musste es unter 1 MByte pressen. Sieht im Original besser aus. Menü-Abbildungen sind aber noch etwas lesbar.


Bitte nochmals beachten: das Gerät ist Gebrauchtware, offenbar mit hoher Defekt-Rate und mit genereller Mackigkeit:

Die Power-Taste an der Gerätefront ist im Low-Power-Standby nicht nutzbar. Einschalten ist dann nur über die Fernbedienung möglich.

Zumindest mit meinem Radio-Aufnahmespeicher (64-GByte USB-Stick von Medion) kann ich nicht vor- oder rückspulen in Aufnahmen. Das Rückspulen funktioniert überhaupt nicht, stattdessen läuft die Wiedergabe stumm weiter nach vorne.

Die Fronttasten (Volume -/+, Programm -/+) haben keine Wiederholrate. Man muß da also so oft drücken, wie man weiter will. Lässt man bei Anschluss an eine HiFi-Anlage ja aber normalerweise auf 100% und regelt mit der Anlage.

Keinerlei RDS / Radiotext - gar nichts.

Deutliches Ploppen (Potentialsprung) am Audio-Analogausgang beim Aus-/Einschalten des Gerätes.

Keine Anzeige der Audio- und Videobitrate und des Stereomodus' sowie des Bildformates im Menü mit den technischen Programminformationen.

Es läßt sich während einer Aufnahme nicht einmal ein anderes Programm vom gleichen Transponder nutzen.

Keine Audio-Optionskanäle einzeln in der Favoritenliste speicherbar (wäre für wenige ARD-Kulturradios interessant, wenn man die immer mit der AC3-Spur aufrufen könnte).

Ethernet ohne Funktion.

Keine AAC-Unterstützung (Norwegen, Tschechien).

Beim Aufrufen eines Menüs verschwindet auch der Ton. Das ist unüblich und immer wieder sehr verstörend.

Möglicherweise AC3-Downmix etliche dB zuviel Pegel und damit gefahr von Übersteuerung des D/A-Wandlers.Leider nicht exakt prüfbar, da am SPDIF kein AC3-Downmix ausgebbar ist, sondern nur MPEG-Stereo (PCM) oder AC3-Bitstream.

Pfeifen des Netzteils vieler Geräte im Low-Power-Standby.

VFD-Heizung brennt auch im Standby weiter. Weiß jetzt nicht mehr aus dem Kopf, ob nur im Timer-Standby oder auch im Low-Power-Standby.


Also viel "Freude" mit dem Gerät - ich nutze es dennoch als Radio und nur als Radio und bin zufrieden. Hier ist das Gerätedesign tatsächlich ausschlaggebend. Wenn man sowas nur mit der Absicht des "Spielens" für 25 EUR kauft, tuts ja eigentlich nicht weh, wenn es die Ansprüche dann doch nicht befriedigt.

von Chris_BLN - am 01.05.2018 11:14
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