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Umsetzer von DVB-S/S2 SAT-Radio sowie von DAB+ Radio auf UKW(FM)

Startbeitrag von Franken am 01.01.2018 17:12

Nun ist es angebrochen das neue Jahr 2018! Brosit Neujahr.
In diesem Jahr geht es dem Analogen Kabel Fernsehen endgültig an den Kragen und somit auch das Analoge Kabel Radio.
Nun gibt es ja noch etliche Stereoanlagen die am Analogen Kabel hängen und Ihr Signal über das Analoge Kabel beziehen doch damit ist bald Schluss. Nun kann man freilich einen DVB-C Receiver mit auf die Anlage stellen, jedoch haben die wenigsten ein alphanumerisches Display und zum anderen passt so ein Receiver nicht so ganz in die Ästhetik der Anlage.
Deshalb habe ich den Thread erstellt um Möglichkeiten zu sammeln wie man das Digitale Signal in ein analoges UKW Signal umwandeln kann und somit die Anlage unverändert weiter betreiben kann.

Umsetzer von SAT Radio gibt es mit Sicherheit einige aber Umsetzer von DAB+ sind mir bis auf eine DAB+ ASI Umsetzung keine bekannt.

Für weitere Hersteller bzw. Geräte wäre ich sehr dankbar.

Die 50 interessantesten Antworten:

Ich nenne hier mal meine Gerätschaften die ich so kenne!

SAT auf UKW
- ASTRO QAM BOX -> Umsetzung von DVBS/S2 auf 16 x QAM und 16 x UKW (Dies wäre mein Favorit, da sehr kompakt)
- GSS Grundig HDTV 1000 FM -> Umsetzung von DVBS/S2 auf 12 x UKW
- AXING SKF 40-00M FM-Quattrokassette -> Umsetzung von DVBS/S2 auf 16 x UKW
- AXING SKF 41-00M FM-Quattro-19″-Einheit -> Umsetzung von DVBS/S2 auf 16 x UKW
(DVB-S only Umsetzer von Kathrein und Co. habe ich jetzt mal weggelassen, da doch immer mehr Transponter auf DVB-S2 umgestellt werden)

DAB+ auf ASI
- Qbit Q567 DAB+ DVB-ASI Transcoder
(hier müsste man dann noch ein Gerät nachschalten, dass ASI in DVB-S oder DVB-C wandelt. Hierfür müsste von Grundig der GSS.MUX SMCIP 401 ASI funktionieren)

Hoffe, dass noch jemand weitere Umsetzer kennt und diese hier Postet, damit eine schöne Sammlung entsteht. Und es wäre schön wenn es direkte DAB+ Umsetzer auch gäbe

von Franken - am 01.01.2018 17:23
So lange man noch UKW per Antenne empfangen kann, ist die wohl günstigste Alternative, dieses Signal als Basis abzugreifen und dann per Sperren/Filter und Weichen ggf. aufbereitete Signale aus anderen Quellen mit einzubringen. Sonst wird das als Hausanlage ziemlich schnell ziemlich teuer.

So ist das auch bei mir, UKW kommt per Dachantenne und ich plane irgendwann mal, Sat-Programme mit einzubinden. Bei mir kommt erschwerend dazu, dass nicht alle UKW Radios im Haus bis 108MHz gehen. Aber bei uns ist die UKW Belegung so, dass dies bei mir nicht wirklich ein Problem darstellt.

Sollte UKW wirklich komplett abgeschaltet werden, kommen bei mir vielleicht 4-5 Sender in die Hausanlage, nur aus Spass an der Freud ist mir das sonst zu teuer (laufende Kosten,= Stromverbrauch)

Wolfgang

von Wolfgang R - am 01.01.2018 17:31
Zitat
Wolfgang R
So lange man noch UKW per Antenne empfangen kann, ist die wohl günstigste Alternative, dieses Signal als Basis abzugreifen und dann per Sperren/Filter und Weichen ggf. aufbereitete Signale aus anderen Quellen mit einzubringen. Sonst wird das als Hausanlage ziemlich schnell ziemlich teuer.
Wolfgang


Sunshine Live, SWR3 und hr3 möchte ich nicht missen und die sind leider auf den Normalen UKW nicht empfangbar.

von Franken - am 01.01.2018 17:36
Zitat
Franken
...Nun kann man freilich einen DVB-C Receiver mit auf die Anlage stellen, jedoch haben die wenigsten ein alphanumerisches Display und zum anderen passt so ein Receiver nicht so ganz in die Ästhetik der Anlage.....


D-Box 2 Kabel bekommt man mittlerweile fast geschenkt. Die hat ein alphanumerisches Display, ist mit Linux Betriebsystem ganz flott unterwegs. Und ganz häßlich ist die auch nicht. Bleibt als einziges Manko > Gerätebreite nicht 43cm...

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 01.01.2018 17:45
QPSK -> UWK Kathrein UFO313 -> setzt 8 UKW Kanäle pro Transponder um, mit RDS...
gab auch mal UKW -> UKW Umsetzer dazu um terr. Programme dazu heranzuholgen, das wird aber nicht mehr angeboten... (UFO311)

DAB - UKW -> soweit mir bekannt gibt's das nicht.

Hatte mir mal überlegt, DAB+ auf UKW als modulares System selbst zu entwickeln. Ist aber zu aufwendig, insb. einen qualitativ hochwertigen UKW Modulator zu bauen ist nicht ganz einfach (die ganzen PLL SChaltkreise kann man nicht mehr kaufen!). DAB Empfänger ist einfach (vollintegrierte Lösungen von NXP oder dibcom) aber der Modulator...

Man müßte dazu eugentlich den kompletten TS eines DAB+ Tuners in einen schnellen FPGA einlesen und dort digital das UKW Basisbandspektrum mit mehreren UKW Trägern samt RDS usw. digital erzeugen und über einen D/A Wnadler ausgeben lassen. Zum Schluß müßte man das nur noch hochmischen... So könnte man ganze Multiplexe transmodulieren. Vermute, daß so auch der UFO313 arbeitet. Aber wie gesagt gibt's nicht...

Egal welche Lösung das wäre ich verspreche Dir sie würde Dir nicht gefallen, sobst wenn man Dir z.B. einen vollbestücketen Kathrein UFO schenkt. - Guck mal was das Strom braucht!!! :hot:

von raeuberhotzenplotz2 - am 01.01.2018 18:14
Wenn es nur um einen oder ein paar Kanäle geht, könnte man doch einfach mit diesen Auto-Adaptern arbeiten. Praktisch ein DAB-Empfänger, der das empfangene Programm auf einen UKW-Transmitter moduliert.

DAB-UKW-Adapter

von Zintus - am 01.01.2018 21:25
Hallo,

mit dieser Thematik hab ich mich kürzlich auch beschäftigt. Es gibt auf der einen Seite die Möglichkeit, das ganze professionell zu machen über die angesprochene QAM-Box oder eine eventuell gebrauchte Kathrein UFO oder dergleichen.
Und dann gibt es da die Bastellösung. Ich dachte da einen ganz normalen Sat-Receiver und dahinter einen FM-Transmitter wie zum Beispiel den von ELV. Der hat einen normalen Antennenausgang mit einstellbarem Pegel und auch RDS. Das wäre wohl die kostengünstigste Lösung.

von hit24_for_ever - am 02.01.2018 10:56
... die Frage ist, ob man HIFI STEREO will oder mit einer Klangquailtät auf Küchenradio Niveau zufrieden ist. Die ganzen "Minizünder" sind nicht besonders gut. Außerdem muß man den Teil des UKW Bands in den man einspeit mit einer Kanalsperre "saubermachen". Von Kanthrein gint's solche Sperren noch zu kaufen, die sind aber alles andere als schmalbandig und eigentlich eher zu Dämpfung starter Ortssender gedacht...

Ansonsten: bitte den Strombedarf beachten. Eine Kathrein UFO Anlage mit 3 Kassetten drin dürfte locker 50W Dauerleistung aufnehmen. Das kostet einiges aufs Jahr hochgerechnet!

von raeuberhotzenplotz2 - am 02.01.2018 13:44
AUAUAU die Kfz Mini Zünder, diese taugen ja wirklich keinen Schuss Pulver! Mit Stereo und vor allem Hifi hat das bei weitem nichts zu tun. Hatte so einen vor vielen Jahren mal im Auto im Einsatz.
Jedesmal wenn ich an einer Kreuzung oder Abzweigung blinken musste hörte man ein Kliggern in den Lautsprechern. Nein also so was ist nicht alltagstauglich!

Eigentlich ist die QAM Box wirklich momentan das beste aller Lösungen, und ganz nebenbei kann man dann gleich noch den Kabelanschluss kündigen.

Aber gibt es für DAB+ nicht auch eine andere Lösung als den von mir genannten QBIT DAB+ zur ASI?

von Franken - am 02.01.2018 17:27
... glaube nicht. Im Prinzip könnte Kathrein den UFO 313 modifizieren und das DVB-S2 frontend durch ein DAB Frontend tauschen, der Rest wäre von der HW vermutl. gleich. Gibt's aber nicht... und Kathrein hat eh Probleme was man so hört...

Ich würde DAB+ und UKW in die Hausanlage einspeisen und gut ist. Es gibt genug HIFI-Kombituner in allen Varianten. Wenn Du erstmal sauberen DAB+ Empfang gehabt hast, dann willst Du kein UKW mehr, selbst aus einer guten Umsetzeranlage nicht mehr. Also nur Mut zu was neuem!

Und wie gesagt, der Stromverbrauch einer Umsetzeranlage. Habe hier wine komplette WISI Anlage mit 20 Kasetten OV95 und OV75M für DVB-S und DVB-S2 in QAM sowie DVB-T/T2 Kanalumsetzern OV45A. Sehr schöne Anlage. Steht im Keller. Warum? Weil da volle 200Watt (in Worten zweihundert Watt) durchrauschen wenn man da in Betrieb nimmt! Rechne mal was das im Dauerbetrieb kostet.

Also 5W Antennenverstärker, eine UKW und eine DAB+ Antenne -> fertig.

von raeuberhotzenplotz2 - am 02.01.2018 17:49
Zitat
raeuberhotzenplotz2
... glaube nicht. Im Prinzip könnte Kathrein den UFO 313 modifizieren und das DVB-S2 frontend durch ein DAB Frontend tauschen, der Rest wäre von der HW vermutl. gleich.


Nur DVB-S und nicht S2, oder?

Zitat
raeuberhotzenplotz2
und Kathrein hat eh Probleme was man so hört...


Dann wäre Kathrein ja nicht alleine. Blankom verstarb vor einem Jahr (was man jetzt unter dem Blankom-Label bekommt, hat damit nichts mehr zu tun), Grundig GSS ging (geht?) es auch nicht gut. Der Markt für kleinere Kopfstellenlösungen bricht zusammen. Die Netze konzentrieren sich und werden größer (z.B. neue Stadtwerke-Netze auf reiner FTTH-Basis), die Anforderungen steigen. Es geht längst nicht mehr nur um das Transmodulieren von Sat-Transpondern mit ggf. PID-Sperrfilter und NIT-Generierung. Es geht um das Erzeugen eigener Multiplexe für DVB-C aus allen möglichen Quellen (DVB-S, DVB-S2, IP mit FEC, ggf. auch künftig DVB-T2) inklusive Recodierung wenn nötig und natürlich korrektem EPG (und ggf. eigener Verschlüsselung). Es geht um die Bereitstellung des gleichen Angebotes wie auf DVB-C als IP-Streams abrufbar von den Kunden im jeweiligen Netz für den berüchtigten "2nd screen". Da kommen die kleinen Hersteller kaum noch mit, die Investition in Entwicklung ist zu derbe. Der Markt bereinigt sich.

Als "kleine Lösung" für DVB-C gilt heute ja schon die Teleste Luminato (hervorgegangen aus Blankom/Hilkom B-Nova). Und schon diese Maschine trennt "Empfang" und Auskabelung innerhalb eines Racks. Ne Nummer fetter dann Appear TV, die übrigens auch einen DAB-Modulator als Modul haben - aber keine ETI-Erzeugung. Die kann man sich dann halt selbst basteln mit den ODR-Tools und via IP reinfüttern. UKW gäbe es bei Appear TV auch noch - natürlich weder aus UKW oder aus Sat, sondern halt aus IP. Aber in einer Zeit, in der UKW bei der DOCSIS-Erweiterung im Wege ist, sind da kaum noch Neuentwicklungen zu erwarten.

Zitat
raeuberhotzenplotz2
Wenn Du erstmal sauberen DAB+ Empfang gehabt hast, dann willst Du kein UKW mehr, selbst aus einer guten Umsetzeranlage nicht mehr.


Das würde ich für den hier diskutierten Fall einer DAB->UKW-Umsetzung natürlich sofort unterschreiben. Wenn ohnehin DAB die Quelle ist, kann UKW nur noch seine eigenen Systemnachteile hinzufügen, aber am meist grottigen DAB-Klang nichts mehr ändern. Dann kann man wirklich gleich das miese Original hören.

Bliebe nur das Argument, liebgewonnene und ggf. zur Wohnungseinrichtung passende UKW-Empfänger weiternutzen zu können.

Aber UKW aus Sat aufbereitet klingt bei den meisten Programmen Lichtjahre besser als das meiste, was einem auf DAB zugemutet wird. Da will ich nie, nie tauschen.

Zitat
raeuberhotzenplotz2
Und wie gesagt, der Stromverbrauch einer Umsetzeranlage.


Eben. Sonst würde ich, falls unser Kabelnetz mal UKW verlieren sollte, am liebsten auch diese Anlage bei meinen Eltern installieren für ein UKW-Radio, das dann nur wenige Stunden pro Woche genutzt wird. Ich könnte die Anlage ja abspecken und käme mit zwei oder drei 6-fach-Sat-UKW-Umsetzern hin, aber auch das kostet derbe. Und bleibt deshalb nur ein schöner Traum (so wie es derzeit ist mit UKW in der Anlage für alle ists freilich am schönsten).

von Chris_BLN - am 02.01.2018 21:34
Zitat
Franken
Sunshine Live, SWR3 und hr3 möchte ich nicht missen und die sind leider auf den Normalen UKW nicht empfangbar.


Falscher Wohnort :)

Bei mir gehen mit einer ordentlichen Dachantenne alle drei, SSL auf 104,9 ist etwas wackelig, aber stabil da.

Wobei ich von SWR und hr die 4er Varianten bevorzuge und sich daraus ableitet, dass mein SSL-Konzum gegen 0 tendiert ;)

Wunschkandidat bei mir ist Radio Paloma auf UKW, da bin ich seit vielen Jahren zu faul um was richtiges zu beschaffen...

Wolfgang

von Wolfgang R - am 03.01.2018 10:18
Die RDS-Unterstützung des UFO313 soll auch nicht vollständig sein. PI-Code wird wohl nur korrekt gesetzt, wenn er auf Sat übertragen wird. Das ist außer beim MDR soweit ich mich erinnere nur bei RockAntenne und ABy (?) der Fall. Einst war auch Top40 mit PI-Code am Start, aber die sind ja seit 2016 von Astra runter. programme ohne PI-Code bekommen einen Phantasie-PI-Code, der sich aus der Umsetzer-Nummer innerhalb des UFO313 ableitet und wohl beim Einsatz mehrerer Geräte zu Doppelungen im PI-Code führt. So erklärte es mir zumindest jemand, der solche Geräte in einer Hausverteilung laufen hat.

Was uns künftig blühen wird, ist ohnehin unklar. Eine Zukunft ganz ohne öffentlich-rechtliche Programme? Die vorzeitige Abschaltung von TP93 und der Umzug auf die vorhandenen DVB-S2-Transponder? Eine Umstellung auf AAC (wie in Norwegen oder Tschechien)? Letzteres gäbe mit allen mir bekannten Umsetzern keine Nutzbarkeit mehr.

von Chris_BLN - am 04.01.2018 22:36
Zitat
Chris_BLN
Die RDS-Unterstützung des UFO313 soll auch nicht vollständig sein. PI-Code wird wohl nur korrekt gesetzt, wenn er auf Sat übertragen wird. Das ist außer beim MDR soweit ich mich erinnere nur bei RockAntenne und ABy (?) der Fall. Einst war auch Top40 mit PI-Code am Start, aber die sind ja seit 2016 von Astra runter. programme ohne PI-Code bekommen einen Phantasie-PI-Code, der sich aus der Umsetzer-Nummer innerhalb des UFO313 ableitet und wohl beim Einsatz mehrerer Geräte zu Doppelungen im PI-Code führt. So erklärte es mir zumindest jemand, der solche Geräte in einer Hausverteilung laufen hat.

Was uns künftig blühen wird, ist ohnehin unklar. Eine Zukunft ganz ohne öffentlich-rechtliche Programme? Die vorzeitige Abschaltung von TP93 und der Umzug auf die vorhandenen DVB-S2-Transponder? Eine Umstellung auf AAC (wie in Norwegen oder Tschechien)? Letzteres gäbe mit allen mir bekannten Umsetzern keine Nutzbarkeit mehr.


Auch die AXING SKF41-00 Geräte? Die sind doch recht neu.

von Franken - am 05.01.2018 09:42
Die Axing hatte ich gestern vergessen. Aus ihrer Anleitung werde ich nicht schlau. Die Anleitung suggeriert, dass AAC eventuell decodiert werden könnte. Man geht darauf aber nicht detailliert ein. gerade die AAC-Codierung mit ihren zahlreichen Betriebsmodi und Erweiterungen (AAC, AAC + SBR, AAC + SBR + PS) muss gründlichst spezifiziert werden, sonst ist beliebiger Murks möglich, der sich klanglich massiv auswirkt.

Auch hat man keine Einflussnahme auf die RDS-Features (vor allem das PI-Handling ist wichtig, es gibt UKW-Tuner von Großserienherstellern, die ohne PI-Code keinen Sendernamen (PS) anzeigen oder deren Anzeige sich aufhängt). Weiterhin sind laut Anleitung nur 100 kHz Programmierschritte für die Ausgangskanäle möglich, das macht diese Geräte unflexibel, wenn eine größere Zahl an UKW-Programmen unterzubringen ist, da man nicht gut Intermodulationsstörungen umgehen kann. Es gibt keinerlei Angaben zur Ausgangssignalqualität (erreichbare Klirrfaktoren, S/N, implementierte Tiefpassfilter, ...) und eine Nachfrage bei Axing blieb unbeantwortet.

Würde mir so eine Kiste gerne mal zum Spielen kommen lassen (dank Multituner könnte ich das Teil sogar am Kabelanschluss nutzen, wir haben die relevanten Sat-Pakete ja drin). Aber unbesehen kaufen würde ich das Gerät mit derartig magerer Dokumentation nicht.

von Chris_BLN - am 05.01.2018 11:02
Die Nutzungsbedingungen dieses Forums sind ein broken Link. Damit handeln wir hier formal wohl nur "nach üblichen guten Sitten". Ich wüsste (für mich!) nicht, warum man keine Links in andere Foren setzen sollte. In diesem Fall ist es hilfreich zu sehen, wie das Thema andernorts parallel durchgekaut wird - natürlich mit gleichem Erfolg oder Misserfolg.

Die "Marktforschung" ist diesbezüglich nun auch wohl erschöpft.

Eine Antwort noch auf eine gestellte Frage: die Astro QAM-Box kann PI-Code von Sat übernehmen und auch händisch eingegeben weiterleiten. Der manuell eingegebene Wert würde soweit ich die Anleitung verstanden habe, überschrieben werden, sobald ein PI-Code gesendet wird. Ein Blick in die Anleitung hätte also geholfen.

In der Firmware-History der QAM-Box finden sich recht aktuell Einträge, die auf (bisherige?) Probleme mit den UKW-Umsetzungen deuten. Alle paar Minuten Störung oder so.

von Chris_BLN - am 05.01.2018 22:22
Zitat
Chris_BLN
Die Nutzungsbedingungen dieses Forums sind ein broken Link. Damit handeln wir hier formal wohl nur "nach üblichen guten Sitten". Ich wüsste (für mich!) nicht, warum man keine Links in andere Foren setzen sollte. In diesem Fall ist es hilfreich zu sehen, wie das Thema andernorts parallel durchgekaut wird - natürlich mit gleichem Erfolg oder Misserfolg.

Die "Marktforschung" ist diesbezüglich nun auch wohl erschöpft..


Ja deswegen hatte ich im Digital Fernsehen Forum das gleiche Thema eröffnet um mehr zusammentragen zu können. Leider wurden auch bei Digital Fernsehen keine weiteren Nennenswerten Geräte genannt sonst hätte ich diese hier ergänzt.

von Franken - am 06.01.2018 10:05
Zitat

In der Firmware-History der QAM-Box finden sich recht aktuell Einträge, die auf (bisherige?) Probleme mit den UKW-Umsetzungen deuten. Alle paar Minuten Störung oder so.


Was genau sollen das für Störungen bei der UKW Umsetzung sein? Diese sollten aber mittlerweile durch die Firmware Updates behoben worden sein oder? Wie gesagt diese QAM Box war nach wie vor mein Favorit jetzt bin ich aber etwas verunsichert.
Bitte erläutern Sie ein bisschen genauer und ob Astro diese Probleme behoben hat.

PS: Habe gerade mal auf der Astro Homepage nachgesehen und ich finde da nirgendwo was wo man die aktuelle Firmware herunterladen könnte nur die Bedienungsanleitung kann das sein.?

Interessant wäre auch noch zu wissen wo man den QBIT DAB+ Transcoder bestellen könnte hier finde ich auch nichts im Internet.

von Franken - am 06.01.2018 10:10
http://www.astro-firmware.de/Headend-Firmware/qbox/

aktuell stabil:
http://www.astro-firmware.de/Headend-Firmware/qbox/qbox6410.txt

"fixed:
- Fm errors on any channel every few minutes
- Frror message "Output Datarate too low" on channel switch on
- detection of dynamic rds after switch off and on of rds"


Neueste Beta: 6430. Keine für UKW relevanten Änderungen seit der 6410.

In der 5116 vom 1.10.2013 hatte man schonmal einen UKW-Fehler gefixt ("FM Buffer Error after bad signal"). Erste Software kam am 21.12.2012.

Mehr weiß ich auch nicht. Habe keine QAM-Box im Einsatz.

von Chris_BLN - am 06.01.2018 14:35
Wie weit ist in Deutschland im Schnitt die UKW-Kabelabschaltung schon fortgeschritten? In Luxemburg wurde uns diesbezüglich der Saft im November abgedreht (angekündigt vom Anbieter nur für TV, übers Radio kein Wort!). Natürlich lassen sich einige Radioprogramme über den Kabel-Decoder auf die Stereoanlage im AUX-Modus leiten, geht allerdings nicht, wenn der Fernseher benutzt wird, dann liegt die schöne HiFi-Anlage brach. Im Thread werden ja einige interessante Apparaturen aufgelistet, aber wenn man nicht gleich ne eigene SAT-Anlage montieren will ... Ne eigene Einspeisung auf 12-16 UKW-Kanäle wäre schon was Schönes. Dachte auch schon an ne klassische Dachantenne auf dem Haus, aber es gibt bei uns Gemeinden, die so was aus optischen Gründen verbieten, obwohl's früher gang und gäbe war. Ist m.E. bei Kabelradio-Abschaltung juristisch nicht haltbar - das wäre noch ein anderes interessantes Thema.
Gibt es denn keinen DVB-C-Receiver mit Doppelempfänger, Mehrfachausgang + Display, um gleichzeitig ein TV-Gerät und eine Stereoanlage zu füttern? So was müssten die Kabelbetreiber als Ersatz für UKW doch anbieten können.

von Randfunker - am 10.01.2018 23:44
Zitat
Franken
Weis eigentlich jemand wo man den Qbit Q567 DAB+ DVB-ASI Transcoder bestellen kann?
Suche mir schon einen Wolf im Internet.


Was willst Du damit nur? Ok, BR Klassik hat auf DAB einen "umsetzwürdigen" Sound und BR Heimat ist wohl auch noch ok, aber ansonsten? Was brächte Dir eine Umsetzung des DAB-Geraffels auf ASI?

Hier ist der Vertriebspartner: http://www.euromedia-shop.de/epages/17945414.sf/en_GB/?ObjectPath=/Shops/17945414/Products/Q567

Zitat
Randfunker
Wie weit ist in Deutschland im Schnitt die UKW-Kabelabschaltung schon fortgeschritten?


Vollzogen ist die UKW-Kabelabschaltung soweit mir bekannt nur im Pilotnetz Landshut der Vodafone / Kabel Deutschland. Im Jahre 2018 müssen die Netze in Bayern und Sachsen analog komplett abschalten, auch UKW. Das ist durch die Landesmediengesetzgebung in den beiden Ländern bedingt. In anderen Bundesländern gibt es eine solche Regelung bislang meines Wissens nach nicht.

Demnach müssen also auch solche guten UKW-Angebote wie das der M-Net in München https://www.m-net.de/fileadmin/wowi/senderlisten/MNET_Senderlisten-A4_1611_M_Kombi.pdf innerhalb 2018 verschwinden. Selbst dann, wenn in FTTH-Netzen die Breitbandkabel-Belegung überhaupt nicht mit dem auf anderen Wellenlängen laufenden Internetangebot kollidiert.

Vodafone / Kabel Deutschland wird 2018 bundesweit UKW abschalten. Andere Großnetzbetreiber haben sich dazu bislang nicht geäußert bzw. teils erst einmal bezüglich UKW Entwarnung gegeben:

https://www.wilhelm-tel.de/privatkunden/fernsehen/analogabschaltung/
"Für Sie ändert sich nichts. Wir lassen das analoge Radiosignal unangetastet, damit Sie weiterhin Radio in gewohnter Qualität genießen können."

https://www.teltarif.de/unitymedia-kabel-ukw/news/64761.html
""Das analoge Radioangebot bleibt zunächst unberührt und wird voraussichtlich erst im Verlauf der nächsten Jahre abgeschaltet", teilt der Netzbetreiber nun mit. Mindestens noch bis 2020, eher länger, soll es Kabel-UKW nun noch geben."

Fraglich ist, ob vor allem die Unitymedia nach den Aktivitäten von Vodafone eventuell doch eher UKW abschalten wird.

Zitat
Randfunker
Natürlich lassen sich einige Radioprogramme über den Kabel-Decoder auf die Stereoanlage im AUX-Modus leiten, geht allerdings nicht, wenn der Fernseher benutzt wird, dann liegt die schöne HiFi-Anlage brach.


In Deutschland sind es üblicherweise über 60 Radioprogramme via DVB-C und damit deutlich mehr als auf UKW. Da sind fast alle öffentlich-rechtlichen Programme dabei, in allen netzen außer Vodafone / Kabel Deutschland in originaler Qualität mit 320 kbps MP2 und bei den Kulturwellen teils außerdem 448 kbps AC3. Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur sowie DLF Nova laufen in 256 kbps MP2. Je nach Netzbetreiber sind dann auch noch einige private Programme dabei, wenn sie über Satellit greifbar sind. Eine Einspeisung regionaler Privatprogramme in DVB-C müsste über UKW-Empfang und Digitalisierung realisiert werden, das macht derzeit kaum ein Netzbetreiber. Die Vodafone / Kabel Deutschland wird und muss es machen, wenn sie UKW abschaltet. Sie muss die regionalen Programme weiterhin anbieten, also selbst digitalisieren.

Wieso kann man nicht DVB-C-Radio hören, wenn der Fernseher benutzt wird? Wenn der TV einen eingebauten DVB-C-Tuner besitzt und man den nutzen kann, kann man doch einen separaten Receiver nur für Radio verwenden. Das gleiche funktioniert auch, wenn man 2 Kabelreceiver benutzt (je einen für TV und einen für Radio), solange beide keine identischen Fernbedienungscodes nutzen.

Wenn die HiFi-Anlage sowieso beim Fernseher steht, sollte man sie doch auch für den Fernsehton benutzen.

Ich höre seit vielen Jahren digitales Kabelradio oder auch digitales Satellitenradio (je nach Wohnort) ganz ohne Fernseher. Ich besitze nämlich keinen TV.

Zitat
Randfunker
Im Thread werden ja einige interessante Apparaturen aufgelistet, aber wenn man nicht gleich ne eigene SAT-Anlage montieren will ...


Ist euer digitales Radioangebot (DVB-C) im Kabel so schlecht, dass es unattraktiv ist? Hast Du eine digitale Radioliste Deines Netzbetreibers? Bei Eltrona finde ich keine Radioliste. Und weisst Du, ob die DVB-C-Radioprogramme unverschlüsselt sind? Falls ja, kann man einen beliebigen DVB-C-Receiver für den Empfang verwenden. Auch ein Zweitgerät nur für die Stereoanlage.

Zitat
Randfunker
Ne eigene Einspeisung auf 12-16 UKW-Kanäle wäre schon was Schönes.


Sehr teuer, zuerst in der Anschaffung, dann im Stromverbrauch. Diese Geräte sind für die Versorgung vieler Haushalte gedacht, nicht für den einzelnen Nutzer. Der hat auch qualitativ mehr davon, direkt die DVB-Datenströme zu empfangen, anstatt sie über UKW nochmals umzuwandeln. Wenn nur die schlechte Bedienbarkeit nicht wäre und das meist hässliche Aussehen der Kabelreceiver...

Zitat
Randfunker
Dachte auch schon an ne klassische Dachantenne auf dem Haus, aber es gibt bei uns Gemeinden, die so was aus optischen Gründen verbieten, obwohl's früher gang und gäbe war.


Unter dem Dach ist kein Platz? Oder befindet sich auf dem Dach eine Solaranlage / Solarthermie-Anlage / Blech-Dacheindeckung / metallbeschichtete Dampfsperrfolie?

Das regionale UKW-Angebot ist aber normalerweise deutlich kleiner als das DVB-Radioangebot.

Zitat
Randfunker
Gibt es denn keinen DVB-C-Receiver mit Doppelempfänger, Mehrfachausgang + Display, um gleichzeitig ein TV-Gerät und eine Stereoanlage zu füttern? So was müssten die Kabelbetreiber als Ersatz für UKW doch anbieten können.


Mir ist kein Gerät genau dafür bekannt. Die Doppeltuner-Geräte (oder auch 4-fach-Tuner-Geräte) liefern höchstens Bild-in-Bild an einem HDMI-Ausgang, eine Mehrfach-Audioausgabe ist meines Wissens nach nicht vorgesehen. Man nimmt halt n Programme auf, während man ein oder zwei (PiP) Programme anschaut. Ein zweiter kleiner DVB-C-Receiver für unverschlüsselte Radioprogramme mit anderen Fernbedienungscodes ist hier die wirklich bessere Wahl. Bekommt man neu und für diesen Zweck vorgesehen für etwa 50 EUR bzw. 2nd Hand als TV/Radioreceiver für noch weniger Geld. Den Receiver richtet man einmalig am TV-Bildschirm (Menü) ein und bedient ihn dann "blind" ohne TV-Gerät. Bedingung ist halt unverschlüsseltes DVB-C-Radio. Weisst Du dazu was? Wie wird das bei Deinem Netzbetreiber gehandhabt?

von Chris_BLN - am 11.01.2018 12:04
@ Chris_BLN: Danke für die umfassenden Infos!
Wir haben (bei Eltrona) auch ein recht großes Sub-Angebot an Radioprogrammen via einen Technisat-Receiver, der fürs TV ne Karte benutzt zum Freischalten. Hab noch nicht ausprobiert, ob Radio auch ohne Karte gehen würde. Werde aber auch mal beim Anbieter nachfragen, was es für ne Lösung gibt, um die Stereoanlage (3 m neben dem Fernseher) separat mit diesem Radioangebot zu speisen - bei gleichzeitigem TV-Betrieb.

von Randfunker - am 11.01.2018 15:09
Zitat
Chris_BLN
Zitat
Franken
Weis eigentlich jemand wo man den Qbit Q567 DAB+ DVB-ASI Transcoder bestellen kann?
Suche mir schon einen Wolf im Internet.


Was willst Du damit nur? Ok, BR Klassik hat auf DAB einen "umsetzwürdigen" Sound und BR Heimat ist wohl auch noch ok, aber ansonsten? Was brächte Dir eine Umsetzung des DAB-Geraffels auf ASI?

Hier ist der Vertriebspartner: http://www.euromedia-shop.de/epages/17945414.sf/en_GB/?ObjectPath=/Shops/17945414/Products/Q567


Leider Senden Kultradio und die MDR Schlagerwelt nicht über SAT sondern nur über DAB+.

Noch was zum Vertriebspartner sehe da nirgendwo dass man sich registrieren kann zwecks Bestellung auch fehlt hier eine Preisangabe.
Man muss doch irgendwo den Qbit bestellen können???
War heute mal bei meinen Örtlich EP Partner und der wusste auch nichts sehr komisch das ganze???

Mit den QBIT könnte ich dann die DAB+ Sender auf ASI bekommen dann mit hilfe des Grundig GSS.MUX von ASI auf DVB-S und dann mit die QAM Box auf DVB-C und UKW. Anders geht es ja nicht. Beschäfitge mich nämlich schon seit längerem mit der Materie und dieses Jahr wird es ja höchste Zeit dem Kabel den Rücken zuzuwenden

von Franken - am 11.01.2018 22:35
Um Himmels willen! Wie oft denn noch (von mehreren seiten): Du machst Dich arm mit der Technik und dann nochmal mit den Stromkosten. Nimm einen DAB-Empfänger (meinetwegen so ein kleines Draufstell/Versteckgerät), gehe in einen hoffentlich vorhandenen Line in und "genieße" die Qualität direkt, anstatt sie nochmal durch UKW weiter zu schmälern.

Den QBit kauft kein "normaler" Mensch. Den holt man sich als Geschäftskunde. Da hat man andere Gepflogenheiten im geschäftlichen Umgang. Ggf. werden Preise ausgehandelt oder sind sowieso Bestandteile eines Gesamtpaketes bestehend aus Geräten, Installation, Schulung, Wartung, ...

Da musst Du wohl nachfragen. Einige kEUR dürftest Du aber einplanen müssen für den Q567. (Interessieren würde mich die Summe größenordnungsmäßig aber auch schon mal.)

Der örtliche EP hat sowas freilich nicht und wüsste auch nicht, woher er das holen sollte.

von Chris_BLN - am 11.01.2018 23:37
Zitat
Chris_BLN
Um Himmels willen! Wie oft denn noch (von mehreren seiten): Du machst Dich arm mit der Technik und dann nochmal mit den Stromkosten. Nimm einen DAB-Empfänger (meinetwegen so ein kleines Draufstell/Versteckgerät), gehe in einen hoffentlich vorhandenen Line in und "genieße" die Qualität direkt, anstatt sie nochmal durch UKW weiter zu schmälern.


Hatte ich auch schon solche DAB+ Adapter für Stereoanlage nur funktionieren diese nicht und es sieht auch bescheiden aus wenn oben auf den Plattenspieler so ein Teil steht.
Zu den Stromkosten, wenn ich meinen Kabelanschluss abmelde dann kann man die eingesparten kosten ja hierfür nehmen. Zahle nämlich aktuell pro Jahr knappe 400€ an Vodafone zähneknirschend doch damit ist dieses Jahr endgültig Schluss.

von Franken - am 12.01.2018 09:23
Zitat
november62
Manche Firmen verschicken nur an Händler , die wollen kein 08/15 Kunde .


Stimmt, das hatte ich vor ca. einen halben Jahr beim Elektrogroßhandel Hagemeyer in Bamberg, die wollten mir nichts verkaufen, obwohl ich eine ganze Stückliste an Elektroinstallationsmaterialien für ein ganzes 2 Familienhaus vorlegte was ja wirklich nicht wenig ist.
Habe dann kurzen Prozess gemacht und alles (bis auf die Leerrohre) im Internet bestellt. Wenn man so mit Kunden umgeht braucht man sich manchmal auch nicht wundern wenn die Örtlichen Märkte dicht machen.

Wie heißt es so schön? Wer nicht will der hat schon.

von Franken - am 12.01.2018 10:01
Es gibt Läden, da fliegst Du raus, wenn Du keinen Gewerbeschein hast. Hatte ich auch mal in meiner Heimatstadt, als ich - sozusagen als Erkundungstrupp - rein bin, um zu schauen, womit man bestimmte Aufgaben erledigen könnte. Der Heizungsfachbetrieb, der für uns arbeitet, sollte es dann ganz regulär dort kaufen und verbauen. Mir wurde aber schon das Besichtigen verwehrt.

Zitat
Franken
Hatte ich auch schon solche DAB+ Adapter für Stereoanlage nur funktionieren diese nicht und es sieht auch bescheiden aus wenn oben auf den Plattenspieler so ein Teil steht.


Wenn sie nicht funktionieren (zumindest wenn mehrere unterschiedliche nicht funktionieren), könnte das ja auch an unbefriedigender Antenne oder - in Bayern sicher erstaunlich - unbefriedigender Empfangslage liegen. Da würde dann vermutlich auch ein QBit Q567 nicht allzu glücklich mit dem HF-Input sein.

Oben auf dem Plattenspieler stehen Geräte meist sehr unpraktisch...

Das optische / haptische Problem kenne ich und das kann ich nachvollziehen. Bei meinen Eltern wäre ein Ersatz von UKW durch was anderes auch nahezu undenkbar, vom Aussehen her, aber auch von der Bedienung her. Aber ich frage dennoch mal: an einen "handfesten" DAB-Tuner im HiFi-Rastermaß hast Du schon gedacht?

Also Yamaha D-T500 https://de.yamaha.com/de/products/audio_visual/hifi_components/t-d500/index.html

oder Onkyo T-4030 http://www.de.onkyo.com/de/produkte/t-4030-85880.html

oder T-4070 http://www.de.onkyo.com/de/produkte/t-4070-58628.html

oder der Netzwerkplayer NS-6170 http://www.de.onkyo.com/de/produkte/ns-6170-132957.html


Da bist Du immer deutlich (!!!) günstiger, was DAB-Empfang (und teils auch Netzwerkstreaming / Internetradio) betrifft, die Kisten sehen anständig aus und Du musst nicht erst den qualitätsmindernden Umweg über UKW gehen.

Wenn irgendwann mal (und teils ist das heute schon so) die DAB-Programme anbieterseitig nicht mehr über ein UKW-Soundprocessing laufen, musst Du für die UKW-Umsetzung die Aussteuerung deutlich zurücknehmen, um Spuckeffekt durch Übersteuerung in den Höhen zu vermeiden. Dann verlierst Du Rauschabstand. Das ist heute z.B. schon bei BR Heimat und Bayern Plus der Fall, die haben ja nirgendwo offiziell UKW-Modulation (außer in wenigen Kabelnetzen, z.B. bei der M-Net) und laufen seitens des BR auf Sat (und vermutlich auch auf DAB) ohne emphasiskorrigierten Transientenlimiter. Die muss man "dimmen" für UKW, sonst zischts und spuckts. Es hält sich in Grenzen, ist aber mit heikleren UKW-Empfängern schon eine Gratwanderung.

Und für die Sat-Radio-Nutzung finden sich einigermaßen HiFi-Rack-konforme Geräte zum Spottpreis in der Bucht. Hier ein Technotrend TT-select S845HDplus im HiFi-Regal (zum schnelleren Finden: das Gerät mit "Bayern 2" im Display):



Ca. 43 cm breit, flach, 16-stellige Programmnamenanzeige, Grundfunktionen (Radiohören) "blind" bedienbar, nur zur Einrichtung und ggf. zur Aufnahmeprogrammierung muss er (unbedingt!) an einen Bildschirm. Selbst das kann man temporär oder dauerhaft lösen, wenn kein TV in der Nähe steht. Z.B. mit einer 15-EUR-Videodigitizer-Kabelpeitsche aus dem Blister-Regal an der Supermarktkasse und Darstellung der Menüs auf einem Laptop. Oder halt wie in obigem Foto mit nem kleinen TFT aus dem KFZ-Zubehör-Handel am ollen Composite-Out. Der S845 geht in der Bucht teils für 20 EUR raus, hat ein paar nervige Eigenschaften und Bugs, mit denen man aber ganz problemlos leben kann, wenn es ums Radiohören geht und wenn man darauf verzichtet, während einer Aufnahme ein zweites Programm vom gleichen Transponder hören zu können (selbst daran scheitert er) und wenn man akzeptiert, dass seine Ethernetbuchse niemals softwareseitig aktiviert wurde. AAC-Audio kann er aber nicht, eventuell wird uns das irgendwann auf die Füße fallen (dann spätestens wäre aber eh Schluß mit hochwertigem Radiohören über Satellit).

Der S845 steht bei mir seit Ende 2011 in Radio-Diensten und ich wills nicht missen und auch nicht gegen ein anderes Gerät tauschen. Auch bei mir hört das Auge mit. Zu nem kleinen NAD-Verstärker dürfte er optisch hervorragend passen. Dann hat man es wenigstens mit zwei Kunststoff-Fronten zu tun.

von Chris_BLN - am 12.01.2018 11:49
Vielen Dank für die ausführliche Bebilderung diverser Geräte. Nur leider bringt das nichts wenn man im Haus keinen DAB+ Empfang hat. Das ist leider bittere Wahrheit.

Wenn ich im Sommer im Garten bin höre ich auch über einen kleinen Batteriebetriebenen DUAL DAB+ Radio da funktioniert es einwandfrei. Wenn ich aber dann mit der Gartenarbeit fertig bin und ich trage das Radio ins Haus kommt kein Ton mehr, das heißt der Empfang ist schlagartig weg.
Auch im Auto höre ich DAB+ da funktioniert es auch ganz gut.

Mit den QBIT dachte ich mir ich bringe unter das Dach eine kleine Antenne an, die muss nicht Groß sein den mit meinen DUAL ist zumindest auf den Dachboden DAB+ Empfang gegeben.

von Franken - am 13.01.2018 09:35
Du kannst an jedes der vorgestellte DAB-Radios eine externe Antenne anschließen. Du musst es sogar, denn diese Geräte haben keine "Ausziehantenne". Bei manchen geräten hast Du separate Eingänge für UKW und DAB, bei anderen kombinierten Eingang, Beides hat Vor- und Nachteile, je nach Situation und Anwendung.

Der QBit hätte damit bei Dir die gleichen Leiden wie jeder andere Wohnzimmerempfänger auch.

von Chris_BLN - am 13.01.2018 09:43
Zitat
Franken
Zitat
november62
Manche Firmen verschicken nur an Händler , die wollen kein 08/15 Kunde .


Stimmt, das hatte ich vor ca. einen halben Jahr beim Elektrogroßhandel Hagemeyer in Bamberg, die wollten mir nichts verkaufen, obwohl ich eine ganze Stückliste an Elektroinstallationsmaterialien für ein ganzes 2 Familienhaus vorlegte was ja wirklich nicht wenig ist.
Habe dann kurzen Prozess gemacht und alles (bis auf die Leerrohre) im Internet bestellt. Wenn man so mit Kunden umgeht braucht man sich manchmal auch nicht wundern wenn die Örtlichen Märkte dicht machen.

Wie heißt es so schön? Wer nicht will der hat schon.


Das ist doch beim Großhandel normal und schon immer so gewesen. Wo ist das Problem?

von WiehengeBIERge - am 13.01.2018 10:08
Zitat
Franken
Vielen Dank für die ausführliche Bebilderung diverser Geräte. Nur leider bringt das nichts wenn man im Haus keinen DAB+ Empfang hat. Das ist leider bittere Wahrheit.

Wenn ich im Sommer im Garten bin höre ich auch über einen kleinen Batteriebetriebenen DUAL DAB+ Radio da funktioniert es einwandfrei. Wenn ich aber dann mit der Gartenarbeit fertig bin und ich trage das Radio ins Haus kommt kein Ton mehr, das heißt der Empfang ist schlagartig weg.
Auch im Auto höre ich DAB+ da funktioniert es auch ganz gut.

Mit den QBIT dachte ich mir ich bringe unter das Dach eine kleine Antenne an, die muss nicht Groß sein den mit meinen DUAL ist zumindest auf den Dachboden DAB+ Empfang gegeben.


Du hast doch Sat Empfang , oder ! Dann hast du einen Multiswitch in dem eine VHF Antenne
(DAB + ) stecken kannst . Kauf Dir eine solche , die sind wirklich nicht teuer und das Signal kommt an Deine Dose raus in dem Zimmer wo du es willst und da steckt´´s´dun den DAB Tuner rein und der fidelt dann auch . Selbst wenn nicht hols Dir vom Versandhandel da kannste zurückschicken . Zumal wäre interessant wo du wohnst ungefähr . Oder ist das versteckte Kamera ?:D

von november62 - am 13.01.2018 11:17
Ja ich habe seit ca. 8 Jahren SAT Empfang und auch nur noch wegen Radio Kabelanschluss.

Wie gesagt eine Terrestrische VHF Antenne möchte ich nicht auf Dach haben allein schon wegen der Optik her.

Ich wohne in Eltmann ist ungefähr 20 Km weg von Bamberg.

Es wird höchstwahrscheinlich auf die Astro QAM Box hinauslaufen, die Sender die nicht über SAT zu empfangen sind haben halt dann pech gehabt, einzig um Kultradio ist es mir ein bisschen schade denn der Sender ist wirklich einzigartig.

von Franken - am 13.01.2018 13:22
Eltmann: der Geisberg ist 30 km weg. Antennenhöhe ca. 660 m.ü.N. Eigentlich freie Sicht, wenn da nicht der Höhenzug zwischen Dippach und Eltmann wäre. Der schattet vermutlich etwas ab. Dennoch könnten Bayern 1, 3, 3 und BR Klassik an einer UKW-Antenne brauchbar von dort gehen. B5akt ist deutlich schwächer, aber sowieso nur mono. Ist ggf. auch noch ordentlich aufzufangen, müsste man sehen.

ABy kommt von Buttenheim/Kälberberg, es gilt letztlich das gleiche für die Empfangsbedingungen. Beide Standorte gehen mit einer gemeinsamen Antenne.

Die Empfangsbedingungen vom Blessberg dürften fast noch besser sein, der Senderstandort ist höher, die Antennenhöhe am Mast ist groß und die Sicht ist frei. Damit gingen DLF Kultur, MDR Thüringen, Antenne Thüringen und Landeswelle Thüringen sowie eingeschränkt MDR Kultur und MDR Jump. Leider braucht man hier eine zweite UKW-Antenne, wenn man ordentlich arbeiten will. Die Empfangsrichtung Blessberg liegt exakt in der Nullstelle der Antenne für den Geisberg. Oder man versucht es halt mit einem Ringdipol, der dann allerlei Reflexionen aus dem Umland mit einfängt.

Der DLF vom Heidelstein bräuchte eine dritte Antenne, ABy ginge von dort auch, die hr-Programme von dort kannst Du wegen Ausblendung in Deine Richtung vergessen. Sind ansonsten gute Empfangsbedingungen von dort. Gleich nebenan auf dem Kreuzberg sind nochmal alle BR-Programme drauf und die Empfangsverhältnisse zu Dir eventuell sogar besser als von Bamberg. Beide Standorte gehen mit einer Antenne.

Damit hätte man:

DLF, Bayern 1, Bayern 2, Bayern 3, BR Klassik, B5, Antenne Bayern über eine Antenne Richtung Nordwesten

DLF Kultur, MDR Thüringen, Antenne Thüringen, Landeswelle Thüringen, MDR Kultur und MDR Jump über eine Antenne Richtung Nordosten

Radio Bamberg und Galaxy bräuchten dann tatsächlich eine dritte Antenne Richtung Bamberg.


Genau so würde man eine terr. Kopfstelle in Deinem Ort bauen: diese 3 Antennen und etwa 15 UKW-Umsetzungen. Den Rest müsste man tatsächlich von Sat holen.

Im Individualempfang kann man freilich mit 2 UKW-Antennen arbeiten, so die Tuner umschaltbare (und speicherbare) Antenneneingänge haben. Man braucht dann aber immer 2 Antennenkabel in die Räume, in denen die UKW-Tuner stehen. Praktisch ist das nicht.

Eine Umsetzung mit QAM-Box brächte ja auch nur 16 UKW-Programme. Dabei würden Antenne Thüringen, Landeswelle Thüringen, die korrekte Regio von Bayern 1 und Bayern 2, Radio Bamberg sowie Galaxy auch fehlen.

Mit DAB hättest Du via Bamberg-Geisberg alles vom BR, dazu die regional korrekten Privaten und den Bundesmux. Das Thüringer Paket bekämst Du vermutlich nicht mit der gleichen Antenne.

Nun könntest Du kombinieren: mit einem UKW/DAB-Kombituner wären die Bayerischen Programme sowie der Bundesmuxx mit DLF und DLF Kultur (Antenne auf Geisberg) zu haben, dazu eine UKW-Antenne auf den Blessberg für die thüringer Programme.

Eine Umsetzung der Bayerischen Lokalprogramme auf UKW via QBit und ASI-UKW-Umsetzer ist unbezahlbar, da legst Du vermutlich lässig 4 bis 5 kEUR zusätzlich hin. Eine Umsetzung von 16 UKW-Programmen via Sat kostet Dich nochmal 4 kEUR für die QAM-Box und bringt Dir die bayerischen Locals nicht, dafür haben DLF und DLF Kultur dann Spuckeffekt, weil die Astra-19,2-Version dieser Programme nicht für UKW-Verbreitung bearbeitet ist.

Horrende Stromkosten (für einen Einzelnutzer) kommen in jedem Falle dazu.

Schauen wir uns mal Deine (noch-)UKW-Kabelbelegung an: https://helpdesk.kdgforum.de/sendb/belegung-282.html

87,65 MHz - Radio Primaton -> DAB Kreuzberg

88,10 MHz - Deutschlandfunk -> Sat (beste Qualität) oder UKW Heidelstein oder DAB Kreuzberg oder DAB Bamberg

88,70 MHz - Antenne Bayern -> Sat (beste Qualität) oder UKW Bamberg oder UKW Heidelstein oder DAB Kreuzberg oder DAB Bamberg

89,45 MHz - MDR Kultur -> Sat (beste Qualität) oder UKW Blessberg oder DAB Blessberg (miese Qualität, 88 kbps)

89,75 MHz - MDR Thüringen (Südthüringen) -> korrekte Regio via UKW Blessberg oder DAB Blessberg (miese Qualität, 88 kbps), falsche Regio via Sat (beste Qualität)

90,35 MHz - MDR JUMP -> Sat (beste Qualität) oder UKW Blessberg oder DAB Blessberg (miese Qualität, 88 kbps)

90,80 MHz - Deutschlandfunk Kultur -> Sat (beste Qualität) oder DAB Kreuzberg oder DAB Bamberg oder UKW Blessberg

91,85 MHz - Radio Gong Würzburg -> DAB Kreuzberg

92,75 MHz - SWR1 Baden-Württemberg -> Sat

93,30 MHz - SWR2 (Baden-Württemberg) -> Sat

94,30 MHz - SWR3 (Württemberg) -> Sat

94,60 MHz - Bayern 1 (Mainfranken) -> UKW Kreuzberg oder DAB Bamberg oder DAB Kreuzberg oder Sat (beste Qualität, aber falsche Regio)

95,35 MHz - Bayern 2 (Nord) -> UKW Bamberg oder UKW Kreuzberg oder DAB Bamberg oder DAB Kreuzberg oder Sat (beste Qualität, aber falsche Regio)

95,90 MHz - Bayern 3 -> UKW Bamberg oder UKW Kreuzberg oder DAB Bamberg oder DAB Kreuzberg oder Sat (beste Qualität)

96,80 MHz - BR Klassik -> UKW Bamberg oder UKW Kreuzberg oder DAB Bamberg oder DAB Kreuzberg oder Sat (beste Qualität)

97,50 MHz - Radio Charivari Würzburg -> DAB Kreuzberg

97,85 MHz - B5 aktuell -> UKW Kreuzberg oder ggf. auch UKW Bamberg oder DAB Bamberg oder DAB Kreuzberg oder Sat (beste Qualität)

99,15 MHz - hr1 -> Sat

99,55 MHz - hr2 -> Sat

100,80 MHz - hr3 -> Sat

101,35 MHz - hr4 (Rhein-Main) -> Sat (das hat Vodafone auch nicht von UKW geholt)

103,05 MHz - PULS -> DAB Bamberg oder DAB Kreuzberg oder Sat (beste Qualität)

105,15 MHz - Rock Antenne -> DAB Bamberg oder DAB Kreuzberg oder Sat (beste Qualität)

106,80 MHz - Klassik Radio -> -> DAB Bamberg oder DAB Kreuzberg oder Sat (beste Qualität)

107,20 MHz - RTL -> Sat

Ich würde in Deiner Situation wohl auf Sat setzen und einen einigermaßen anständig aussehenden Receiver nutzen (siehe oben) und dazu die Locals vom Kreuzberg holen (DAB) und ggf. mit einer Antenne Richtung Blessberg UKW anzapfen (die Thüringer, die weder auf DAB noch auf Sat sind). Damit hättest Du alle derzeitigen Kabelradios wieder und noch weitaus mehr. Kosten: Satreceiver max. 40 EUR, DAB-Gerät je nach Wunsch entweder vorhanden oder eines der HiFi-Geräte für neu ca. 300 EUR, DAB-Antenne ca. 30 EUR, ggf. UKW-Antenne ca. 30-50 EUR, Mastweiche UKW/Band III ca. 15 EUR. Sat ist ja sowieso vorhanden.

Das sind Bruchteile der Kosten Deiner Wunsch-Lösung. Selbige wäre etwas, wenn statt Dir alleine das ganze Dorf mit dranhinge.

UKW- und DAB-Antennen kann man auch unterdach im Spitzboden montieren, solange die Dacheindeckung nicht metallisch ist, keine metallisierten Dampfsperrbahnen dazwischen sind und keine Solaranlage auf dem Dach ist. Die DAB-Antenne müsste dabei aber vertikal polarisiert werden (Stäbe senkrecht) und vormast montiert werden. Unter Dach geht das deutlich einfacher als auf dem Dach, denn ein hölzerner Besenstiel oder ein dünneres Abflussrohr aus PVC taugt da als "Mast" und dann muss man auch nicht mehr vormast montieren, sondern kann die Antenne ausbalanciert mittig befestigen.

von Chris_BLN - am 13.01.2018 14:41
Zitat

dafür haben DLF und DLF Kultur dann Spuckeffekt, weil die Astra-19,2-Version dieser Programme nicht für UKW-Verbreitung bearbeitet ist.


Vielen Dank nochmal für die Ausführliche Planung mit den Terrestrischen Antennen. Das muss ich jetzt erstmal verdauen und mir gründlich überlegen, denn ein paar Lokale Sender wären doch nicht schlecht! Aber 2 oder gar 3 Antennen sind schon ein bisschen heftig.

Was hat es denn mit diesen Spuckeffekt auf sich? Ich höre ja auch Dlf und Dlf Kultur über analoges UKW Kabel und ich meine da Spuckt nichts! :D
Vodafone KDG wird wohl auch die DRadios über SAT beziehen ich denke nicht das da mit Terrestrischen Antennen noch großer Aufwand betrieben wird.


Da ich bisher im Internet keinerlei Preisangaben und Bestellmöglichkeiten über den QBIT erfahren konnte werde ich am Montag mal Telefonisch mit den Hersteller Kontakt aufnehmen um da genaueres zu erfahren. Werde ich hier dann auch noch Ergänzen zwecks Preis und Anschaffung. Wird aber vermutlich wirklich so teuer wie eine QAM Box sein.

von Franken - am 13.01.2018 15:08
Ich habe nun oben noch viel ergänzt, lies das Posting über Deinem bitte nochmal. Sieht für mich sehr nach Sat + DAB Kreuzberg aus, wenn Du Deinen UKW-Kabelanschluss ersetzen willst. Kreuzberg natürlich vorbehaltlich Empfangbarkeit. Die Antenne dafür ist sooo groß nicht, ideal wäre, die käme unters Dach. Man könnte ggf. sowas nehmen http://www.antennenland.net/3H-VHF-VF-16LOG und so montieren, dass die dünnen Stäbe senkrecht stehen und der lange Träger Richtung Kreuzberg (Nordwesten) ausgerichtet ist. Man hat dann also was 1,22 Meter langes und ober/unterhalb des Langträgers je 43 cm hohes/tiefes auf dem Spitzboden.

Spuckeffekt: auf UKW wird mit krasser Höhenanhebung gesendet. Damit hält man die Höhen über dem Rauschen, das sich zwangsläufig einstellt bei UKW. Das nennt man Preemphasis und das ist derber als ein voll aufgedrehter Höhensteller am Verstärker (ca. 15 dB bei 15 kHz). Das macht man an jedem UKW-Sender und in jedem UKW-Radio ist das Gegenstück dazu (Deemphasis) eingebaut, das die Höhen wieder absenkt und damit auch das Rauschen deutlich absenkt. Weil das in jedem Radio drin ist, weiß es niemand, da es niemand merkt. Problem nun: Sprache (vor allem Frauenstimmen mit S-Lauten), aber auch moderne Popmusik und Bläser bei Jazz oder Klassik haben viel Wumms im Hochtonbereich. Wenn das nun auch noch am Sender krass angehoben wird, übersteuert es den Sender und das Signal (frequenzmoduliert) wird so breit, dass es im UKW-Tuner aus den Filtern läuft, die die Nachbarsender weghalten. Dann wird der Hochtonbereich also geclippt und das klingt, als wenn jemand spuckt. Daher der Name. Um das zu vermeiden, hat jedes UKW-Programm im Soundprocessing eine Vorrichtung, die solche überstarken Höhen zurücknimmt (begrenzt). DLF und DLF Kultur haben das aber nicht auf Sat (sie haben es schon, allerdings auf 23,5° ost und für normale Receiver nicht empfangbar, das ist die UKW-Zuführung). Setzt man DLF Kultur z.B. von Astra 19,2° ost auf UKW um, spuckt es und man muss die Aussteuerung sehr zurücknehmen. Dann ists leise und man hört mehr Rauschen. Der Astra-19,2-Weg ist für den digitalen Direktempfang optimiert und wesentlich dynamischer (weniger Kompression). Das sollte man auch direkt am Satreceiver nutzen.

Im Anhang ein "PDF". [attachment 10457 Spuckeffekt.pdf]
Bitte herunterladen und in MP3 umbenennen. Da kannst Du Dir den Spuckeffekt einer Sat-UKW-Umsetzung anhören, wenn man zu hoch aussteuert und kein UKW-Processing im Signal ist. Das Beispiel stammt aber von WDR 3. DLF Kultur verhielt sich bei meinen Tests 12/2015 genauso. Ich habe nach wenigen Tagen doch auf Heranholung via UKW umgestellt, glücklicherweise hatte ich da auch guten Empfang auf der Kopfstelle.

Wie Vodafone DLF und DLF Kultur heranholt, wäre schonmal spannend. Irgendwo im Versorgungsgebiet von UKW geholt und auf das backbone gegeben wäre eine Möglichkeit. Von Astra 19,2 wäre eine andere Möglichkeit, das brächte dann bei höherer Aussteuerung die Spuck-Problematik.

von Chris_BLN - am 13.01.2018 15:34
Zitat

DLF und DLF Kultur haben das aber nicht auf Sat (sie haben es schon, allerdings auf 23,5° ost und für normale Receiver nicht empfangbar, das ist die UKW-Zuführung).


Sehr beeindruckend dieser Spuckeffekt mit den S-Lauten. Also bei Vodafone analog Kabel hören sich die D-Radios nicht so an, denn die klingen ganz normal wie jeder andere Sender auch. Werde aber mal bei den 19 Uhr Nachrichten meine Ohren an die Boxen drücken und bewusst mal auf die S-Laute achten ob man da vielleicht doch was in dieser Art hört.

Das Signal der D-Radios auf Astra 23,5 können SAT Receiver wahrscheinlich aufgrund ihrer sehr niedrigen Symbolrate nicht Empfangen.

Mich würde jetzt aber mal Interessieren wie sich die Qam Box mit den D-Radios auf Astra 23,5 schlägt oder ob da gar kein Lock zustande kommt. Und generell wie sieht es mit Professioneller Kopfstellen Technik aus können die das auch nicht? Das wäre ja schon ein Armutszeugnis wenn das nicht ginge. Sind da schon mal Erfahrungen gesammelt worden?
Leider habe ich keine QAM Box zur Hand und Astra 23,5 empfange ich auch nicht müsste noch eine zweite Schüssel aufs Dach.

Warum ist bei WDR 3 auch das zischeln? WDR 3 wird doch in NRW über UKW verbreitet oder gibt es da auch wieder eine andere Zuführung

PS: Habe gerade mal bei Technisat die Astra 23,5 Transponterlisten aufgerufen und hier ist von den D-Radios keine Spur???

von Franken - am 13.01.2018 17:21
Die QAM-Box lockt laut Anleitung erst ab 1000 kSymb/s. Dann ist das schon softwareseitig abgewürgt. Ob man es in einem Update nach unten erweitern könnte (neunhundertnochwas) oder ob dann die Tuner knirschern würden, weiß ich nicht. Unsere Kopfstellenumsetzer Blankom STR821 sind leider auch unten "abgeregelt". Laut damaliger Aussage des Vertriebsmenschen ganz bewusst, um Feedempfang zu verhindern. Bei nem Kopfstellengerät - schönen Dank!

Bei den Profigeräten muss man individuell schauen. Die Grundig SMCIP geht laut Datenblatt bei 1000 kSymb/s los, der 12-fach-UKW-Umsetzer HDTV 1000 FM erst bei 2000 kSymb/s, die Astro Octopus ebenso. Die Axing-Geräte starten wohl bei 1500 kSymb/s, die Kathrein UFO313 bei 1500 kSymb/s. Die Polytron PCU 4141 kann oberhalb 1000 kSymb/s.

Schauen wir mal in die professionellere Liga, die sich in kleineren Netzen kaum befindet. Das Eingangsmodul der Teleste Luminato (= weiterentwickelte Blankom/Hilkom B-Nova) startet mit 1500 kSymb/s. Auch die Appear TV 5000 kommt nicht unter 1 MSymb/s. Diese Schmalbandtransponder sind dann wohl doch eine Spezialität der Rebroadcast-Empfänger von Qbit, 2wcom oder Profline. Der Qbit DAR startet bei 300 kSymb/s, der kanns. Der DSR01 von 2wcom geht sogar bis 128 kSymb/s runter. Solche Delikatessen braucht man nur bei FM-Zuführungen oder temporären Feeds. Die zugehörigen Bandbreiten sind so fies klein, da muss alles absolut präzise laufen, sonst ist der Träger nicht sauber drin.

Die TechniSat-Listen sind dann offenbar "endkundengerecht". Und was reinzuschreiben, was die eigenen Receiver ggf. nicht packen... ;)

Hier geht es lang: http://de.kingofsat.net/pos-23.5E.php

Da sind DLF und DLF Kultur auf 12639.70 MHz. Symbolrate ist 941 kSymb/s. Hätttense sich ruhig 1000 kSymb/s gönnen können, dann könnten wir es mit einiger Kopfstellentechnik ziehen. Für den Direktempfang ist zumindest DLF Kultur aber besser via 19,2° ost zu holen. Deutlich saubereres Signal dank weniger Kompression.

Auf 23,5° ost sind noch weitere Feeds, z.B. auch der von Antenne Bayern. Und die Tschechen haben teilweise schon auf AAC umgestellt. Wenn die ARD das auch mal irgendwann macht, hilft auch die teure QAMBox nichts mehr. Ich muss mir bei Gelegenheit mal diese tschechischen Radioprogramme genauer anschauen.

WDR 3 hat auf Sat kein UKW-Processing drin und ist dazu auch noch abartig hoch gepegelt (die MP2-Spur clippt an einzelnen Samples teils sogar, AC3 ist etwas humaner) - deshalb muss man es extrem vorsichtig aussteuern, wenn man es auf UKW umsetzt. Aber dass es nicht UKW-processt ist, ist für den Direktempfang via Receiver natürlich ein großer klanglicher Vorteil und sollte unbedingt so bleiben. Und wenn man es vorsichtig pegelt, bekommt man es auch unfallfrei auf UKW umgesetzt. Ich setze mehrere ARD-Kulturwellen von Sat auf UKW um, alle mit der gleichen Technik. Dabei muss / kann ich folgende Audio-Anpassungen machen: hr2 + 2dB (ich kann höher aussteuern ohne Unfall auf UKW), Bayern 2 +1,5 dB, BR Klassik +2 dB, SWR 2 -1,5 dB (sonst spuckt es), WDR 3 -5 dB (!!!). Auch DLF Nova und MDR Klassik brauchen -5 dB Anpassung.

von Chris_BLN - am 13.01.2018 17:44
Aha Antenne Bayern hat auf Astra 23,5 auch eine extra UKW Zuführung.
Antenne Bayern auf Astra 19,2 hat dann wohl auch kein UKW Processing oder doch?
Das ganze verwirrt mich jetzt allerdings etwas.

Eine kleine bitte noch an dir Chris_BLN. Eine Auflistung der ARD, ORF, SRF und Privat Radios auf Astra 19,2 bzw. Hotbird 13 die ein UKW Processing beinhalten. Woher nimmt du eigentlich all diese Infos? In der King of Sat liste steht da nirgendwo was drin zwecks Processing.

Ach noch was zu Dlf Kultur. Leider hat diesmal ein Mann die Nachrichten gesprochen aber ich konnte beim besten willen kein Zischeln hören auch bei sehr hoher Lautstärke.

von Franken - am 13.01.2018 18:17
ABy führt UKW via 23,5° ost zu. Der Sound dort entspricht dem UKW-Sound. Ob der Sound auf 19,2° Ost ein anderer ist, weiß ich nicht, da ich ABy hier nicht mehr terr. auf UKW empfangen kann und via 23,5° ost erst recht nicht. Aber klar ist da ein hammerfieses Processing drauf auch auf 19,2° ost. Ein Privatsender würde doch niemals anständigen Sound haben wollen...

Die Zuführung auf 23,5° ost läuft mit 384 kbps MPEG 1 Layer 2, also maximale Bitrate. Damit macht man sich so wenig wie möglich Artefakte und kann UKW bis an die "Kante" pegeln, ohne Übermodulation zu riskieren. Stärkere Artefakte würden punktuell das Risiko einer Übermodulation auf UKW mit sich bringen. Einst hatte ABy aber, so erzählte man sich, an jedem UKW-Standort eine "Franzosenquetsche" (Audioprozessor von IDT), um auch wirklich "auf Kante" laufen zu können. Ob das heute noch so ist, weiß ich nicht.

UKW-Processing haben fast alle Programme. Ich zähle besser mal die auf, die mir als "kein UKW-Processing" in Erinnerung sind - ohne gewähr für Vollständigkeit und ohne gewähr für Richtigkeit.

DLF Kultur (19.2° ost)
DLF Nova
MDR Klassik
BR Heimat
Bayern Plus
SWR 2
WDR 3

Und ich kann unmöglich hier solche Untersuchungen anstellen, sorry.

Auffällig wird fehlendes UKW-Processing immer dann, wenn man es nicht schafft, das Signal unfallfrei auf UKW umzusetzen, also ohne dass es spuckt, und man dann sehr neidrig pegeln muss. Indiz ist ein fehlender Tiefpass bei 15-16 kHz, also Audiosignal auch bis über 16 kHz. Das nimmt man bei UKW-Processing weg, das kostet bloß sinnlos Hub und entfällt auf UKW sowieso (Filter im "Sender"). Weiteres Indiz für ein UKW-Processing oder UKW-ähnliches Processing ist hart komprimierter, verzerrter, rotziger, eingedickter Soundbrei, wie man ihn vom Privatfunk kennt.

Die ARD hat vor Jahren eigentlich beschlossen, auf allen Wegen identisches Signal anzubieten - also auch auf dem hochwertigen DVB-Weg den zumindest in der Qualität limitierten, oft aber richtig rotzigen UKW-Sound. Insofern ist fehlendes UKW-Processing auf Sat eigentlich nur zu begrüßen, da kann man wenigstens noch anständige Qualität hören. Und bei einer eventuellen UKW-Umsetzung muss man halt bissl aufpassen und einen Komptromiss eingehen. Man muss im kabel ja nicht UKW bei 75 kHz Spitzenhub begrenzen, da kann man auch paar kHz höher in den Spitzen, ohne dass es eklig wird. Ich habe mit der entsprechenden Anpassung keine Probleme mehr im Netz. Und UKW wird irgendwann eh Geschichte sein, danach ist das Thema ohnehin gegessen.

von Chris_BLN - am 13.01.2018 18:39
Hier mal ein Ausschnitt der Astro Qam Box UKW Umsetzung


Wie weit kann man denn diese dB Einstellung machen? Die Bedienungsanleitung gibt nämlich keinen Aufschluss darauf. Da hat doch die Firmware bestimmt Grenzwerte eingebaut.

Dlf Kultur hat Astro mit -3dB Eingepegelt laut diesen Beispiel.

von Franken - am 13.01.2018 18:40
Zitat
Franken
Ja ich habe seit ca. 8 Jahren SAT Empfang und auch nur noch wegen Radio Kabelanschluss.

Wie gesagt eine Terrestrische VHF Antenne möchte ich nicht auf Dach haben allein schon wegen der Optik her.

Ich wohne in Eltmann ist ungefähr 20 Km weg von Bamberg.

Es wird höchstwahrscheinlich auf die Astro QAM Box hinauslaufen, die Sender die nicht über SAT zu empfangen sind haben halt dann pech gehabt, einzig um Kultradio ist es mir ein bisschen schade denn der Sender ist wirklich einzigartig.


@Franken:

So eine günstige Empfangssituation wie bei Dir hätte ich (und einige andere hier im Forum) auch gerne.
Ich weiß gar nicht, was Du hast. Wenn man deinen Wohnort bei "fmscan.org" eingibt, bei Antenne 0dB (also der nackte Dipol) erhält man bei DAB folgendes:
5C; 10B; 11D; 10A; 8B; 8C und wenn Du Glück hast, noch 7B; 10C und 9D.
Alle im Umkreis von 82km. Und Dein Kultradio ist gleich zweimal dabei. Warum willst Du da mehrere T€ ausgeben? Gelddrücken?

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 13.01.2018 18:54
Nochmal: auch ein Qbit für einige 1000 EUR hat dann voraussichtlich keinen DAB-Empfang. Ja, dem willst Du dann ja eine Antenne gönnen. Die kannst Du auch gleich einem deutlich billigeren DAB-Radio gönnen und Dir wäre damit mehr geholfen.

Was die QAM-Box betrifft: der oben im Screenshot sichtbare "Pegel" ist der HF-Ausgangspegel. Das ist nicht die Aussteuerung des einzelnen FM-Kanals. Normaleweise pegelt man alle UKW-Kanäle gleich in einer Kopfstelle. Der Screenshot ist dahingehend sinnfrei (wie es viele astro-Screenshots sind).

Paar Seiten weiter findest Du den "Audio-Hub", sinnfrei bezeichnet, da letztlich eine Vorverstärkung oder -dämpfung des Audiosignals vor dem Modulator eingestellt wird (in dB) und nicht der Hub direkt (in kHz). Den kann die Box auch gar nicht kennen, denn der bestimmt sich aus der Audio-Aussteuerung seitens des Programmanbieters auf Satellit und der spektralen Energiedichte des Audiosignals. Korrekt hätte statt "Audio Hub" also eher "Audio-Verstärkung" stehen müssen. Über den Einstellbereich macht Astro offenbar keine Angaben.

von Chris_BLN - am 13.01.2018 19:29
Zitat
Franken
Wie ich bereits weiter oben geschrieben habe, habe ich im Haus keinen DAB+ Empfang. Die Betonwände dämpfen das Signal zu stark ab. Draußen im Garden da funktioniert alles bestens.


Wahrscheinlich würde doch schon eine keine Antenne neben der Satschüssel ausreichen um die DAB+ Programme in die Hausverteilung zu bekommen. In deinen Fall bräuchte es doch nichmal eine risen VHF 3 Hirschgeweiantenne. Bei Elektronikgeschäften hat man das Problem ja auch, da ist am Dach auch nur eine Sababtenne dann montiert würden die diese Signale empfängt und dann innen weiter verteilt, entweder normal über die Hausverteilung, also Kabel oder luxuriös über eine 2. Stabantenne im inneren des Verkausgebäute wo die Radios setehen wieder ausstrahlt, sozusagen Repeater Lösung. Diese Repeater Lösung haben auch mansche Tiefgaragen, wenn auch leider meisten nur das UKW Band. Da wird das Signal bzw. die FM-Signale oberirdisch empfangen, verstärkt und untern in der Tiefgarage wieder auf eine einfache Dipol gegeben.

von Kohlberger91 - am 14.01.2018 10:23
Das Thema mit den Umsetzern ist interessant, hat mich früher auch interessiert.
Allerdings ist das Thema für mich schon länger gestorben und ich würde definitiv vorschlagen einen DVB-S(2) Empfänger mit alphanumerischem Display an der Anlage und / oder einen DAB+ Empfänger zu verwenden.

Das Argument mit der terrestrischen Antenne die nicht aufs Dach soll kann ich so nicht verstehen.
Nehme an dass selbst schon ein Dipol am Giebel, Dach oder Unterdach beim Multischalter bereits für den Bundesmuxx, BR und das regionale Paket ausreichen würden, unter umständen sogar ein Wurfdipol und z.B. ein kleiner Pausat Vorverstärker für Band III.

Zusammengefasst:
Alternative 1:

- DAB Dipol (19,90 Euro): z.B. http://www.antennenland.net/3H-DAB-1
- Pausat Verstärker (28,- Euro - ggf. falls Pegel in Hausanlage nicht reicht oder ein Teil der Programme nur knapp geht): http://www.pausat.de/laden/product_info.php?products_id=67&MODsid=k1onp0p4gsi477dkf50smfoug7
-> Empfängt aus allen Richtungen und im Dachboden u.U. sogar die beste Lösung

Alternative 2:
- 3H-12 Elemente Logper: http://www.antennenland.net/3H-VHF-VF-12-LOG (19,95 Euro)
-> 69 x 85 cm, bisschen größer als Dipol das wird wohl am Dachboden oder bei der Schüssel gehen? U.U. der Vorteil das schwächere Ensembles aus Nachbarregionen so zusätzlich empfangen werden können (der Rest der Örtlichen kommt meistens auch bei nicht korrekter Ausrichtung trotzdem mit genügend Reserven rein)

von RainerZ - am 14.01.2018 10:38
Gerade gesehen der Preis für die Axing SKF 40-00M Multi-Tuner Quattro-Kassette scheint drastisch gesunken zu sein schlappe 671,41€ für eine Kassette dann dazu noch die Axing SKS 8-00 Grundeinheit für 108,03€ und alles bei amazon.
Bei der Umsetzung bei 48 UKW Programmen wären wir dann bei 2122,26 € macht pro Programm 44,21€.

Wäre schon ein reizvolles Angebot und die UKW Tuner der Stereoanlage können unverändert weiter genutzt werden.
Ob der Preissturz was mit der Kabel UKW Abschaltung zu tun hat???
Vor ca. einen Monat kostete eine Kassette noch 1688€

von Franken - am 14.01.2018 13:34
48 UKW-Programme ist derbe "sportlich". Die Programmdichte kommt da langsam in Bereiche, in denen es schwierig wird, eine Belegung zu finden, bei der sich die Programme nicht gegenseitig stören. Etwas entschärfend wäre in Deinem Fall, dass kein großes Koax-Verteilnetz dahinter hinge, dessen Einstrahlanfälligkeit terrestrischer UKW-Angebote berücksichtigt werden müsste, wodurch Frequenzen gesperrt würden für die Kabelnutzung. Du könntest vermutlich ohne Rücksicht auf terrestrisches UKW-Radio die Belegung planen. Problematisch ist aber, dass dieses weitgehend undokumentierte Teil von Axing wohl nur 100-kHz-Schritte kann und damit unflexibler in der Kanalplanung ist als die Umsetzer mit den üblichen 50-kHz-Schritten.

Wenn für Dich 2122 EUR Einmalkosten zzgl. der dauerhaften Stromkosten von 3 x 24 Watt = 72 Watt entsprechend ca. 15 EUR monatlich (nur für die UKW-Programme, von denen Du immer nur eines gleichzeitig nutzen wirst!), die qualitativen Einschränkungen gegenüber direktem Satradio-Empfang und die Abwesenheit der regionalen Programme "reizvoll" sind, musst Du selbst entscheiden.

Für mich wäre es das nicht. Wären meine Eltern etwas jünger und noch aktiver bei der Radionutzung und entfiele bei ihnen Kabel-UKW, wäre vielleicht eine dieser Kassetten mit 16 Umsetzungen aus DLF, DLF Kultur, ARD-Kulturwellen, OE1 und SRF 2 (den es eventuell bald nicht mehr geben wird) noch mit allergrößten Schmerzen erträglich. Wären dann 5 EUR monatlich, auch das ist noch irre, nach 10 Monaten hätte man schon alleine anhand der Stromkosten einen DVB-C-Receiver nur fürs Radio wieder eingespielt, es wäre als Argument wirklich nur die altgewohnte Bedienbarkeit der Stereoanlage und deren Optik heranziehbar. Eher würden sie verzichten.

Woher der Preissturz kommt, weiß ich nicht. Mit Deiner vermuteten Begründung würde der Preis eher steigen, da die Nachfrage von Privat steigen würde. Profianlagen hätten diese Umsetzer sowieso kaum verwendet. Ob der Preissturz etwas über die Umsetzerqualität aussagen könnte? Leider kenne ich niemanden, der bislang getestet hat.

von Chris_BLN - am 14.01.2018 14:46
Zitat
Franken
Preislich liegt der QBIT Q567-DAB-DVB-Transcoder für 8 Programme bei 10.500 €


Danke fürs Nachfragen! Das ist dann auch netto. Ich hätte grob mit ca. 3-5 kEUR gerechnet. Liegt also doch "etwas" höher. Etwa auf dem Preis eines voll ausgestatteten Omnia. Was mich etwas irritiert, ist die Tatsache, dass man fürs halbe Geld schon ein aktuelles kleines Rundfunk-Mischpult für kleinere Studios / Bürgerfunk / Lokalfunk etc. bekäme. Und da ist Mechanik im Spiel (Fader, robuste Tasten).

Aber passt schon, bei uns in der Industrie hat auch jedes Gerät, egal ob groß oder klein, immer etwa 250 kEUR gekostet. Wir machten uns dann schon Späße daraus.

Andererseits: stückel das mal zusammen aus Kopfstellen-Einzelgeräten. 8 Stereoprogramme in ASI zu wandeln würde bei Wisi 4 Module OH66 zzgl. einem Grundgerät erfordern. Eine OH66 kostet ca. 950 - 1100 EUR (allerdings brutto). Das Grundgerät kostet 550-600 EUR. In Summe also ca. 4600 EUR. Dazu noch 8 DAB-Empfänger mit leidlich brauchbarem analogen Audioausgang, dann sind wir in Summe bei 5000 EUR. Dieses Konstrukt zieht dann in Summe geschätzt 100 Watt verglichen mit 30 Watt beim Qbit. Das sind im Jahr auch nochmal 170 EUR Stromkosten. Und stabiler ist die Frickel-Lösung nicht, sie hat keine RDS-Übernahme auf ASI, sie bietet keine anständigen Audio-Bitraten (bei 192 kbps ist oberes Ende). Da hast du für den halben Preis ganz schönen Murks, den sich ein halbwegs professioneller Netzbetreiber nicht leisten kann.

von Chris_BLN - am 16.01.2018 16:23
Interessantes Thema! Hier wäre noch eine Alternative um DAB+ Programme in DVB-S umzuwandeln
Von der Firma Müller Satelliten- und Antennentechnik gibt es einen HDMI Quad Encoder, dieser wandelt 4 HDMI Signale in einen DVB-S Transponter um. An diesen könnte man dann einen AV HDMI Konverter dran hängen und an den Konverter ein 0815 DAB+ Radio und so dann das Radiosignal einspeisen. Dieser HDMI Quad Encoder wird dann als Vorschaltgerät an die QAM Box ran gehängt und man kann daraus DVB-C und UKW generieren. Kostenpunkt so um die 2000€ für 4 Programme.
Man könnte auch von Technisat den DIGIPAL DAB+ Receiver nehmen dann könnte man mit HDMI direkt arbeiten und bräuchte die AV Konverter nicht. DIeser Receiver ist leider mit 200€ auch nicht gerade preiswert, dafür hat man aber ein bisschen weniger Gefrickel.
Klar der QBIT wäre die elegantere Variante aber den Preis und dann bräuchte man immer noch ein Vorschaltgerät dass ASI in DVB-S macht und das wird auch nicht gerade billig sein???

Das sollte doch ein guter Kompromiss sein mit dieser HDMI Lösung.


von Tim01012009 - am 16.01.2018 19:06
Das wäre auch noch eine Möglichkeit diese hätte halt den Vorteil, dass man richtige analoge Eingänge hat. Nämlich der Anttron CM400, wandelt 4 Analoge Audio und Videosignale in DVB-C um dazu ein 20 - 30 Euro DAB Radio aufstellen wo Empfang ist und ab in den Modulator.
Allerdings benötigt man hier einen DVB-C zu DVB-S Konverter um in die Astro zu kommen um damit wieder UKW zu erhalten. Als DVB-C zu DVB-S Konverter könnte man den SATMÜLLER T2C-DVBS - Twin-Umsetzer DVB-T/T2/C in DVB-S.
Ist denke ich zumindest besser als mit diesen AV HDMI Adaptern herum zu experimentieren.



Mir geht es leider genauso ähnlich ich habe auch nur mäßigen DAB+ Empfang im Haus. Höre da aber auch ausschließlich nur noch Internetradio. Probiere es doch einfach mal damit! Das Internet sollte doch zumindest im Haus gehen???

von Tim01012009 - am 17.01.2018 14:14
Zitat
Tim01012009
Das wäre auch noch eine Möglichkeit diese hätte halt den Vorteil, dass man richtige analoge Eingänge hat. Nämlich der Anttron CM400, wandelt 4 Analoge Audio und Videosignale in DVB-C um dazu ein 20 - 30 Euro DAB Radio aufstellen wo Empfang ist und ab in den Modulator.
Allerdings benötigt man hier einen DVB-C zu DVB-S Konverter um in die Astro zu kommen um damit wieder UKW zu erhalten. Als DVB-C zu DVB-S Konverter könnte man den SATMÜLLER T2C-DVBS - Twin-Umsetzer DVB-T/T2/C in DVB-S.
Ist denke ich zumindest besser als mit diesen AV HDMI Adaptern herum zu experimentieren.

Mir geht es leider genauso ähnlich ich habe auch nur mäßigen DAB+ Empfang im Haus. Höre da aber auch ausschließlich nur noch Internetradio. Probiere es doch einfach mal damit! Das Internet sollte doch zumindest im Haus gehen???


Also denn QBIT habe ich mittlerweile auch abgeschrieben aber das sind Interessante Lösungen die du hier vorschlägst. Das klingt aber auch ein bisschen nach Kabelsalat, denn wenn man den 4 Fach Modulator voll belegt oder vielleicht auch noch einen 2., dann braucht man ja alleine schon 4 oder gar 8 DAB+ Radios.
Hoffe dass da vielleicht doch mal eine halbwegs vernünftige Lösung kommt im Form einer Kassette.

Das mit den Internetradio ist auch so ein leidiges Thema, denn gerade die ARD Radios klingen über Internetradio besonders bescheiden, zumal da wo meine Stereoanlage steht ist auch kein WLAN Internet mehr verfügbar zumindest mit den Laptop. In der Wohnung meiner Eltern die genau eine Etage höher liegt gibt es gar kein Internet (Beton dämpft unheimlig), dessen Stereoanlage ist quasi auf die Kabeldose angewiesen.
Was war das damals für ein Trara bei meinen Eltern als wir damals auf SAT umgestiegen sind und den Kabelanschluss bereits gekündigt hatten und die Anlage nur noch Rausch von sich gab.
Also schleunigst den Kabelanschluss wieder angemeldet und dann waren wieder alle glücklich ich übrigens auch.:)
Und genau das wird dieses Jahr auch wieder basieren wenn Vodafone den analog Stecker zieht.:-(

von Franken - am 17.01.2018 15:35
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