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Donebach

Startbeitrag von mor_ am 01.03.2018 17:41

to whom it may concern: Morgen 02.03.2018 soll laut Medienberichten auf SWR die Sendemasten Donebach gesprengt werden.
Zeitpunkt: 02.03.2018 nach 14:00 MEZ.
Vom gegenüberliegenden Hügel sollen man die beste Ausssicht haben - und dort soll den Schaulustigen eine "Versorgung" angeboten werden (ich vermute eine Würschtelbude o.ä)

http://www.mudau.de/Gemeinde/Archiv/2929_Informationsveranstaltung-zum-Abbau-der-Sendet--rme-Donebach
https://www.swr.de/swraktuell/bw/mannheim/aus-fuer-stahltuerme-in-mudau-donebach-sendemasten-werden-gesprengt/-/id=1582/did=21252978/nid=1582/1fg7xqy/index.html

Antworten:

Ich wohne quasi davor und muss Arbeiten... :motz:

Aber ja, sehr schade das es nichts aus einem DAB+-Standort wurde wie Gerüchte anfangs berichtet haben.

von DX-Matze - am 02.03.2018 11:02
Und hier das Video dazu:

Nachricht auf BR24

Bayern
Blick in die Nachbarschaft: Sendetürme in Donebach gesprengt

Die Sendetürme in Donebach (Neckar-Odenwaldkreis, Baden-Württemberg) waren mit ihren 363 Metern auch von Bayern aus zu sehen. Seit drei Jahren sind sie außer Betrieb. Deshalb wurden sie nun zu Boden gebracht.

https://br24.de/nachrichten/blick-in-die-nachbarschaft-sendetuerme-in-donebach-gesprengt,Ql9cYGu

von michi_1303 - am 02.03.2018 16:43
Sehr schade!

von wolfgangF - am 02.03.2018 17:28
Aus aktuellem Anlass hier noch mal der Bericht der RNZ am 28.02.2018.

Außerdem hier ein paar Fotos von mir vor bzw. nach der Sprengung.
Nach der Sprengung wurden gleich die Reste vom Turm "geplündert". So konnte ich mir ein Stück vom Mastspitzenkorb als Andenken sichern. Auch Notabseilleinen von 260m Länge waren dabei, die sich Hobbykletterer sicherten.

Von der Sprengung selbst und auch von diversen Kletterern gibt es einige Videos auf YouTube zu finden.

Es ist ein Stückchen Wehmut bei der ganzen Sache dabei. Der Turm hat mir immer wieder nachts schon aus mehr als 30km Entfernung den Heimweg geleuchtet.
Auch im Urlaub im europäischen Ausland war es schön, deutsche Nachrichten aus der Heimat zu hören. Durch drehen des LW-Radios konnte man dann auch noch peilen, wo man zu Hause war. ;)

Gruß aus dem - jetzt ein Stückchen dunkleren - Odenwald.

PS: hier einige Fotos eines Freundes von den fallenden Türmen

von Dietsch - am 02.03.2018 17:56
Zitat
Dietsch

Nach der Sprengung wurden gleich die Reste vom Turm "geplündert". .

In der Tat ;)
In den SWR Nachrichten war ein 30´´ Filmchen über die Sprengung zu sehen*. In der letzte Einstellung sah man die Schaulustigen wie sie sich Andenken sicherten :D

RIP Donebach (10. März 1967 - 02.März 2018)



*Müsste in den Tiefen der SWR Homepage abrufbar sein .

von mor_ - am 02.03.2018 18:20
Dass man die Sender abgeschaltet hat ist ja verständlich, dass man aber praktisch kaum was als technisches Denkmal erhält ist schon komisch.

von Terranus - am 02.03.2018 18:23
Zitat
mor_
In den SWR Nachrichten war ein 30´´ Filmchen über die Sprengung zu sehen*. In der letzte Einstellung sah man die Schaulustigen wie sie sich Andenken sicherten :D

*Müsste in den Tiefen der SWR Homepage abrufbar sein .


Sieh dir den Tweet von @SWRAktuellBW an: https://twitter.com/SWRAktuellBW/status/969570223643820032?s=09

von michi_1303 - am 02.03.2018 19:17
Zitat
Terranus
Dass man die Sender abgeschaltet hat ist ja verständlich, dass man aber praktisch kaum was als technisches Denkmal erhält ist schon komisch.


Ich glaube die Kosten für die Instandhaltung stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen eines solchen Denkmals. Da muss selbst ich als Radiobegeisterter sagen, wenn der Sender sowieso abgeschaltet ist, weg damit. Dem Gebührenzahler sind diese Kosten auf keinen Fall zuzumuten.

von ScheichManfred - am 03.03.2018 10:12
Twitter Nachricht von MediaBoradcast inkl. Video:

https://twitter.com/MEDIABROADCAST/status/969663576477786115


Video mit der Drohne:

https://youtu.be/HNMbodNv-Sw

von Tesco.live - am 03.03.2018 10:45
Zitat
ScheichManfred
Zitat
Terranus
Dass man die Sender abgeschaltet hat ist ja verständlich, dass man aber praktisch kaum was als technisches Denkmal erhält ist schon komisch.


Ich glaube die Kosten für die Instandhaltung stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen eines solchen Denkmals. Da muss selbst ich als Radiobegeisterter sagen, wenn der Sender sowieso abgeschaltet ist, weg damit.


So ist es. Wobei sich die Frage stellt, ob die Erlöse aus der Verschrottung die Kosten für Sprengung und Abtransport decken.

Zitat

Dem Gebührenzahler sind diese Kosten auf keinen Fall zuzumuten.


Wie kommst du auf den Gebührenzahler? Nach der vertragsgemäßen Einstellung des Betriebs hat das Deutschlandradio nichts mehr damit zu tun.

Bei Verzicht auf den Abriss wäre der Eigentümer Media Broadcast für die Standsicherheit der zwei Masten verantwortlich.

von Manfred Z - am 03.03.2018 11:46
Ich war am Freitag bei der "Beerdigung" von Donebach.
Es ist wirklich sehr schade, dass die Türme nicht mehr stehen.

Anbei ein guter Bericht.

https://www.meine-news.de/mudau/bauen-und-wohnen/reportage-countdown-fuer-die-donebacher-sendemasten-meine-newstv-d28334.html

von 99,9 - am 04.03.2018 16:38
Ja wirklich sehr gut gemacht!!!

Bin gespannt, wann Aholming fällt, das ist ja von uns hier nur einen "Katzensprung" entfernt...

von Daniel28-55-59 - am 04.03.2018 18:18
Das beste Video von Donebach. Danke!

von Chris_BLN - am 04.03.2018 20:15
Dem schliesse ich mich gern an, ein sehr gutes Video!
Man gewinnt mehr und mehr den Eindruck, das die Donebacher die Türme gern hatten.

von Karl 3 - am 04.03.2018 20:28
Zitat
Manfred Z
So ist es. Wobei sich die Frage stellt, ob die Erlöse aus der Verschrottung die Kosten für Sprengung und Abtransport decken.

Wie kommst du auf den Gebührenzahler? Nach der vertragsgemäßen Einstellung des Betriebs hat das Deutschlandradio nichts mehr damit zu tun. Bei Verzicht auf den Abriss wäre der Eigentümer Media Broadcast für die Standsicherheit der zwei Masten verantwortlich.


Selbst wenn die Erlöse aus der Verschrottung die Kosten für die Sprengung nicht decken, so entfallen doch ab sofort die Instandhaltungskosten, das amortisiert sich sicherlich schnell.

Stimmt, der Gebührenzahler hat nichts damit zu tun. MB als Privatunternehmen hat noch weniger Interesse daran, Geld zu verschwenden :D

von ScheichManfred - am 04.03.2018 21:34
Tolles Video!

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 05.03.2018 08:41
Noch ein paar schöne Aufnahmen vom ehemaligen LW-Sender.

https://www.youtube.com/watch?v=p-xX2XdNMp0

von 99,9 - am 05.03.2018 19:52
Was mich etwas irrtiert: dass die Bevölkerung dann trotz Polizei vor Ort "Plündern" gehen durfte. Wer garantiert, dass dabei niemand stürzt, sich stößt, dass nichts unerwartet noch am Boden weiter zusammenbricht, dass sich die Kinder mit ihren Glasscherben-Halsketten nicht die Schlagader aufschneiden, ...? Der Platz war mit umgelegten Masten ja gefährlicher als vorher.

Und ja, die Wehmut findet man auch in den Kommentaren unter den Videos wieder. "Es fehlt ein Stück Heimat", kann man da lesen.

Ein einst im öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit technischen Dingen (Sendernetzbetrieb!) betrauter Mitarbeiter schrieb mir gestern dazu:

"Es ist erschreckend, dass diese Rundfunksendergeschichte mit dieser Wellenlänge nun wirklich am Ende ist. Als abgeschaltet wurde, dachte ich: Naja, die Technik steht ja noch. Kann alles aktiviert werden. Das war ein Traum. Ich hatte vor ca. einem Jahr mit einem Enkel einen Detektorempfänger zur Demonstration gebaut. Da ging es noch. Und nun? DAB ist ja Klasse. Aber alles Digitale ist nicht mehr mit einfachem Handwerk zu nutzen. Was machen, wenn ein Gau oder Teilgau ist?"

von Chris_BLN - am 05.03.2018 20:45
Zitat
Chris_BLN
Was mich etwas irrtiert: dass die Bevölkerung dann trotz Polizei vor Ort "Plündern" gehen durfte. Wer garantiert, dass dabei niemand stürzt, sich stößt, dass nichts unerwartet noch am Boden weiter zusammenbricht, dass sich die Kinder mit ihren Glasscherben-Halsketten nicht die Schlagader aufschneiden, ...? Der Platz war mit umgelegten Masten ja gefährlicher als vorher.

Und ja, die Wehmut findet man auch in den Kommentaren unter den Videos wieder. "Es fehlt ein Stück Heimat", kann man da lesen.


Vielleicht weil sie dort in der alten Zeit waren, eine art Zeitkapsel in Sendernähe. Für einen Moment vergaß man die moderne Caution & Precaution Hysterie.

Das Stück Heimat war halt der grösste Sendemast in Deutschland. Das gibt man dann trotz dall der Strahlenangst nicht gerne auf.

von Scrat - am 05.03.2018 20:57
Ein mit viel Liebe gemachter Bericht, sehr schön!
Besonders freut mich, dass die Donebacher die Masten so mit ihrer Heimat verbinden.

Zum “Plündern“: Das ist ein Dorf, da sind die Leute normalerweise sehr viel entspannter, was Verbote und Spielplätze für Kinder angeht ;)

von Max1 - am 05.03.2018 21:11
Die Leute ausm Dorf ja, aber der (noch-)Besitzer der Anlagen gewiss nicht. Oder ist es da tatsächlich so gewesen, dass alles außer den eng umzäunten Senderstandorten und den Pardunen-Fundamenten der Gemeinde gehört? Riskant bleibt es dennoch.

von Chris_BLN - am 05.03.2018 21:21
Media Broadcast hat auch ein Filmchen gemacht:
Sprengung Sendetürme Donebach

von Scrat - am 08.03.2018 21:21
Zitat
Chris_BLN
Die Leute ausm Dorf ja, aber der (noch-)Besitzer der Anlagen gewiss nicht. Oder ist es da tatsächlich so gewesen, dass alles außer den eng umzäunten Senderstandorten und den Pardunen-Fundamenten der Gemeinde gehört? Riskant bleibt es dennoch.


Ach Du meine Güte. Die Welt ist voller Gefahren. Ein Kind, das sich mal Schrammen holt. Passiert auch, wenn die im Wald spielen. Nichtgroßstadtkinder tun das. Trotzdem hat sie Darwin nicht von der Erdoberfläche vertilgt. Immerhin hat er dort seine Chance gehabt.

Wie weit sind wir eigentlich gekommen, dass man Eltern & Kindern nicht mehr zutraut, ihr Leben ohne Bemutterung (=Vorschriften noch und nöcher) zu wahren?

Kein Wunder gibts immer mehr kränkliche und von Allergien gepeinigte Menschen... Dreck ist ja auch so eine Gefahr...

von DH0GHU - am 09.03.2018 07:11
Das Problem sind nicht die, die sich etwas trauen. Es sind jene, die bereits Klage einreichen, wenn sie sich gefährdet fühlten. Dabei muss nicht einmal etwas passiert sein. Bestes Beispiel ist der Kauf des Gartengrundstücks meiner Eltern. Einen zwischen dem Nachbargrundstück liegender Weg musste mitgekauft werden. Er wurde von Spaziergängern mit und ohne Hund, Wanderern oder Kindern gern genutzt. Es ergab sich das eine oder andere schöne Gespräch über den Gartenzaun. Probleme gab es mit diesen Menschen nie. Der den Kauf abwickelnde Notar drängte darauf, diesen Weg vorn und hinten mit einem Tor zu verschließen. Anderenfalls müsste dort Winterdienst geleistet werden und eine extra Versicherung sei auch nötig, falls sich dort jemand lang macht.

Soweit mit OT...

von PowerAM - am 09.03.2018 08:25
Früher hätte die Aufstellung von zwei Warnschildern genügt: "Privatweg / Kein Winterdienst / Betreten auf eigene Gefahr". Aber heute gibt es ja so viele Analfabeten [falsche "neue" Rechtschreibung].

von Manfred Z - am 09.03.2018 08:37
Das reicht nach aktueller Rechtssprechung eben nicht mehr. Im Gegensatz zu Verkehrsschildern bist du nicht verpflichtet, sowas zu lesen oder gar zu befolgen. Es wäre mit diesem Weg aber noch nicht das Ende gewesen, ihm fehlte auch die laut Gemeindesatzung nötige Beleuchtung. Klingt blöd, aber die zwei Tore waren die billigste Lösung.

von PowerAM - am 09.03.2018 09:54
Einfach nur idiotisch. Eigenverantwortung scheint immer weniger rechtsfähig zu sein :-(

von DH0GHU - am 09.03.2018 11:22
Immer wieder erschreckend, was in Deutschland für ein Blödsinn möglich ist...

von Max1 - am 09.03.2018 11:26
Blöde Frage :;Wenn der Weg doch zu einem Grundstück gehört :
Kann man diesen nicht einfach planieren ? Steine weg, Rasen drauf ?

Deutschland, das Land der Bekloppt........

von sup2 - am 09.03.2018 12:09
@scrat

Danke für das Video, hier sieht man die Sprengung am besten.

Heute vor 1 Woche (14 Uhr) ist er gefallen :-(

von 99,9 - am 09.03.2018 13:10
Bei uns sind teilweise die "immer frei gewesenen" Wege am Flussufer gesperrt: 2 Schranken rüber, aus Haftungsgründen. Völlig gaga, aber das geht ja durch alle Bereiche des Lebens. Musste einem Unternehmen früher noch nachgewiesen werden, dass es einen Fehler gemacht hat, muss das Unternehmen heute nachweisen, dass es keine Fehler macht - was reichlich irrsinnig ist und massiv Arbeitskraft absorbiert.

Auch bescheuert und für uns Freaks hochgradig frustrierend: "Elektro-Container plündern" aufm Recyclinghof ist ja auch nicht mehr möglich. Wenn das erbeutete Gerät einen Sach- oder gar Perosnenschaden verursacht, würde sonst der Recyclinghof haften. Ähnlich sieht es mit Altgeräteverkauf (!) bei manchen ARD-Anstalten aus: darf nicht mehr, man hat Angst vor juristischen Konsequenzen. Dabei hätte eine unterschriebene Belehrung mit Freistellung von jeder Form von Haftung doch hoffentlich auch gereicht.

Aber zurück zu Donebach: wenn ich da Kinder sehe, die sich scharfkantige Glasscherben als "Halskette" anlegen, sowas geht schnell sehr blöd aus. In Trümmerbergen herumzusteigen ist und bleibt aus meiner Sicht in einem Maße gefährlich, dass "normalen Alltag" deutlich übersteigt.

[attachment 10747 Donebach-HalsketteausGlasscherben.jpg]
(meine-news.TV)

Klar, 100% Sicherheit gibt es nirgendwo. In meiner Heimat gab es vor etwa 15 Jahren den bizarren Fall, dass jemand auf einer Party eine Limonadenflasche geschüttelt hat. Die Flasche zerbarst wegen eines Materialfehlers und durchtrennte jemandem die Halsschlagader. Soweit ich mich erinnere mit tödlichem Ausgang. Da kan nman gar nichts "vorausschauend" machen.

Und das hier wäre in einem Industrieunternehmen auch nicht erlaubt: unter nicht gesicherten Lasten herumlaufen:

[attachment 10748 Donebach-Schaulustige.jpg]
(Media Broadcast)

Wer garantiert denn, dass da nicht noch was einstürzt?


Uns ist vor Jahren sogar verboten worden, einen kurzen unbefestigten "Feldweg" und anschließend einen ca. 1,5 m hohen Kriechtunnel unter der Bahnstrecke hindurch zu nutzen, um von der Straßenbahn auf Arbeit zu kommen. Umweg: ca. 15 Minuten Fußweg. Das war nun wirklich nicht unsicher, sondern nur schlammig. Haben wir alle natürlich trotzdem gemacht, inkl. Betriebsleiter. Wenn was passiert wäre, hätte es offenbar nicht als Wegeunfall gegolten.

von Chris_BLN - am 09.03.2018 13:11
Sowas beruht auf Erfahrungswerten. Wenn es liegt dann liegt es, da kommt nichts runter. Wenn dort aber einer mit einem Bagger dranrumfuhrwerkt und versucht die Position von irgendwas zu verändern wirste da keinen mehr drunter rumlaufen sehen.

Auch die Sache mit den Glasscherben: Dicke Jacke dazwischen, da passiert nichts. Sowas lässt auch der Selbsterhaltungstrieb gar nicht zu das man sich sowas direkt um den Hals wickeln würde.

von Felix II - am 09.03.2018 14:33
Natürlich gilt es nicht fahrlässig zu handeln, aber was in Deutschland abgeht ist auch in dieser Hinsicht mal wieder armseelig und darum geht es hier...

von Max1 - am 09.03.2018 18:52
Zitat
Felix II
Sowas beruht auf Erfahrungswerten. Wenn es liegt dann liegt es, da kommt nichts runter.

Nach deiner Begründung dürfte nie irgendwas einstürzen, wenn da kein Bagger oder ähnliches am Werk ist ... Materialermüdung oder Setzungsprozesse sind halt auch völlig überbewertet ... "Erfahrungswerte" sind immer gut. :spos::bruell:

Zitat
Felix II
Auch die Sache mit den Glasscherben: Dicke Jacke dazwischen, da passiert nichts. Sowas lässt auch der Selbsterhaltungstrieb gar nicht zu das man sich sowas direkt um den Hals wickeln würde.

Das hier musste ich auch zweimal lesen ... Du erkennst schon, dass das auf den Bildern Kinder sind? Warum funktioniert der "Selbsterhaltungstrieb" denn bitte schön nicht bei Kindern, die sich Bauklötze in den Mund stecken oder einfach mal die Spannung an/in der Steckdose mit den Fingern testen wollen ... :rolleyes: Sachen gibt's.

On-Topic: Ich finde die Filme über die Sprengung wirklich schwierig anzusehen, da blutet einem ja richtig das Herz. Ein Sender und ganz Europa wurde versorgt. Vor 50 Jahren haben sich die Techniker und Ingenieure richtig Mühe gegeben sowas aufzubauen ... und jetzt? :-( :heul:

von Jens1978 - am 09.03.2018 19:09
Alles nichts mehr Wert. Von uns selber wird auch nichts bleiben. Wer die Welt verlässt dessen Besitz wird umgehend entsorgt um Platz zu schaffen. Ich persönlich finde es traurig den Einsturz der Masten so in Szene zu setzen. Für mich sind das geschaffene Wunderwerke. Man soll ja auch nicht jedes Bauwerk erhalten aber alles überall restlos abzureissen? Noch haben wir wenigstens imposante UKW Masten. Dafür gibt es nun Landschaften voller Windräder.

von pomnitz26 - am 09.03.2018 20:26
Auch wenn ich immer wieder Ehrfürchtig vor grösseren Sendemasten stehe, für Wunderwerke halte ich sie dann doch nicht ganz ;)

OT
Die zwei süssen sind mE in einem Alter in dem man eigentlich weiß das man nicht mit den Fingern in die Steckdosen geht etc. Dieses Sicherheitsgedöns geht mir deutlichst auf den Zeiger. Bei mir hies es : Steck den Finger, Gabel etc. in die Steckdose und der Tag könnte dein letzter gewesen sein, sowie " Du bist für deine Dummheiten verantwortlich kein anderer". Ich hab es nie ausprobiert und auch heute noch grossen Respekt vor Strom und seinen Spannungen.

von Scrat - am 09.03.2018 21:18
Lesenswertes zu Donebach auch hier:

https://www.rnz.de/nachrichten/buchen_artikel,-Buchen-Donebach-Leuchttuerme-sind-schon-50-Jahre-alt-_arid,280925.html

https://www.rnz.de/nachrichten/buchen_artikel,-Buchen-Donebacher-Sendeanlage-Vom-Antennenbetrieb-zum-Blitzableiter-_arid,285573.html


Mir war nicht bekannt, dass von weit oben eingespeist wurde.

Sehr hübsch ist das "Foto: privat" von der Mastspitze, wo man jemanden in Jeans sieht. Ich bezweifele, dass MB-Leute in diesem Outfit da hoch sind.

von Chris_BLN - am 09.03.2018 21:58
Zitat
Chris_BLN
Mir war nicht bekannt, dass von weit oben eingespeist wurde.


Das ist nicht ganz richtig. Man sieht allerdings meist nur den Mast als Antenne. Im gegenständlichen Fall sind aber schon die Anspeiseseile wesentliche Teile der Antenne und tragen zur Abstrahlung bei. Bei einer tatsächlichen Anspeisung von oben müsste die Sendeenergie mittels eines Koaxkabels im Mast nach oben geführt werden. Das war z.B. in Ismaning der Fall.

Das Funktionsprinzip der Antenne habe ich hier für Aholming beschrieben. Ist aber identisch zu Donebach, nur eben auf anderer Frequenz.

von Wasat - am 10.03.2018 07:24
Beitrag vom SWR
https://youtu.be/CTdHNNmt0TA

von carkiller08 - am 12.03.2018 17:38
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