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Wird heimlich eine neue UKW-Kette in NRW koordiniert?

Startbeitrag von Wiesbadener am 11.02.2005 12:10

Habe vor einigen Tagen einen interessanten Artikel in einem Brancheblatt (war's der Kontakter???) gelesen, da geht es daraum, dass im Falle einer Wiederwahl von Steinbrück zum Ministerpräsidenten die Verleger das Thema zweite Privatwelle in NRW wieder auf den Tisch bringen wollen. Ganz interessant war daran die Info, dass angeblich still, leise und heimlich bereits Koordinierungsarbeiten liefen, um zumindest die Ballungsgebiete an Rhein und Ruhr mit weiteren Frequenzen zu versorgen. Das könnte freilich auch die Infos aus den letzten RegTP-Updates belegen, da tauchten ja doch einige neue Freqs in NRW auf, die zunächst einmal nicht zuordbar sind.

Die 50 interessantesten Antworten:

Weclhe Frequenzen denn? Kannst du bitte eine Zusammenfassung geben? Spontan fällt mir nämlcih nur die vom WDR gepachtete 87.6 in Köln ein.



von Sebastian Dohrmann - am 11.02.2005 12:27
Einen ähnlichen Thread gab es hier schon mal. Beide Seiten haben offenbar im Vorfeld der Landtagswahl den Verlagen eine landesweite Kette versprochen. Wie die aber konkret realisiert werden soll, darüber gibt es keine Informationen. "Geheimkoordinierungen" sind nur so lange geheim, wie sie nicht in ITU-Updates auftauchen. Und das müssen sie, sollen sie gültig sein.



von Alqaszar - am 11.02.2005 13:03
Ist zwar Utopie, aber der WDR sollte mal einige seiner Frequenzen abgeben.



von Günni74 - am 11.02.2005 13:17
Ich frag mich, welche Frequenzen in Frage kämen?
Vielleicht eine komplette Umstrukturierung des Lokalfunks?
Oder doch der berühmte Funzelteppich?
- Köln 94,7
- Bonn 92,7
- Düsseldorf 92,4
- Aachen 103,4
- ...

von WellenJäger - am 11.02.2005 13:31
@WellenJäger
Aber bestimmt nicht so eng an den Frequenzen aus RP. Da würde man wahrscheinlich eher die Hessen, Holländer und Belgier überlagern.

- Köln 94.7 --> unmöglich, wegen Linz 94.8
- Bonn 92.7 --> Wäre unter Umständen möglich... Bad Marienberg (92.8 SWR3) kommt zwar in Bonn noch relativ stark an, aber je nach Leistung, liesse sich das machen.
- Düssseldorf 92.4 --> Niemals! Die SWR1 RP (Linz 92.4) Hörer würden sturm laufen. Die 96.1 (Koblenz) ist in D'Dorf zu schwach.
- Aachen 103.4 --> Was ist mit der 103.5 (RPR1.) aus Ahrweiler? Ich weiss nicht, wie gut die in Aachen ankommt, aber das würde sicherlich auch eng.



von Sebastian Dohrmann - am 11.02.2005 13:36
Sebastian: Die Frequenzen des WellenJägers waren GLAUBE ICH auch nicht ganz so ERNST gemeint ;-) ;-)

von PeterSchwarz - am 11.02.2005 13:40
Habe die Tage ein Gerücht gehört das im Ruhrgebiet die 89,2 geprüft wird! Bin mal gespannt... ;-)

Gruss, Alex



von Sender-Treff.de - am 11.02.2005 15:22
Bestimmt sind solche Frequenzen gemeint, die in der UKW-Datenbank rumgeistern:
Zitat

92.2 D NRW Dortmund (Westfalenpark-Florian) 07e28 40/51n29 51 view 118 182 230 0.1 ? h N
105.1 D NRW Mettmann 06e57 00/51n17 00 view 0.1 ? h D
107.6 D NRW Essen (Werden-Stadtwald) 07e02 14/51n24 54 view 159 56 160 0.1 ? h N
105.8 D NRW Borken (Bahnhofstr.) 06e51 59/51n50 54 view 48 80 92 1 ? h D 35
106.0 D NRW Herne (Pfählerstr.) 07e12 38/51n32 31 view 62 55 75 0.1 ? h D
usw..


Spekulieren kann man immer viel. Zum Beispiel könnten ja auch die neuen Frequenzen in Mettmann und Borken für den Lokalfunk dienen um die 97,6 von Langenberg mit 10kW für eine private Kette benutzen zu können.... Alles reine Spekulation...

von Homer^J - am 11.02.2005 17:21
Also die UKW-Datenbank ist doch ein Witz! Oder ??? Die 92.2 D NRW Dortmund (Westfalenpark-Florian) würde überhaupt nicht gehen! Weil doch Radio Duisburg die 92.2 hat! ;-)

Gruss, Alex



von Sender-Treff.de - am 11.02.2005 17:48
@Alex/Homer:
Diese Frequenzen waren früher mal für den Privatfunk geplant (siehe Rundfunk auf UKW, Siebel-Verlag, 1.Auflage 1988) und ich habe sie wie manch andere ehemalige Planung in den Listen drin gelassen. In manchen Fällen hat sich das bewährt (die ehemals für Minden geplante 94,9 wurde dann in Herford in Betrieb genommen), in anderen Fällen hat das auch dazu geführt, dass paar Leichen drin sind, die in der Form wohl nie mehr in Betrieb gehen werden (als nicht NRWler kann ich es nicht abschätzen, ob z.B. Duisburg bis Dortmund stört). Diese Einträge sind aber eben alle auch mit ? entsprechend gekennzeichnet, sodass jeder weiß, dass die nicht zwingend heute noch korrekt sein müssen. Entsprechend habe ich diese Einträge in der aktuellen Version entfernt, die muss halt irgendwann mal online gehen, aber das dauert noch, weil ich noch paar Sachen abgleichen muss.
Wobei man natürlich nie sagen kann, ob solch uralte Frequenzen nicht doch nochmal in Betrieb gehen können. Das DLR hat ja auch die alte 106,0 Hückeswagen in Betrieb genommen. Mit der Frequenz hätte ich auch nie mehr gerechnet. Oder die 105,1 Aalen (heute Heubach Big FM) geistert ja auch schon Jahrzehnte durch die Frequenzlisten.

von Habakukk - am 11.02.2005 18:51
Folgende Frequenzen in NRW sind in der RegTP-Datenbank eingetragen und noch nicht eindeutig zuzuordnen:

Attendorn 107,8 0,3
Bochum 96,9 0,02 (ex ct)
Borken 92,5 0,4
Burscheid 105,1 0,1
Dalhausen: 89,2, 91,2, 94,8, 97,6 je 0,05
Datteln 95,9 0,05
Dinslaken 93,7 0,4
Düsseldorf 94,6 0,5
Dülmen 106,3 0,19
Engelskirchen 107,6 0,05
Ennepetal 92,7 0,1
Erftstadt 105,2 0,32
Erndtebrück 93,1 0,1
Kalkar 106,1 0,04 (ex AFN)
Lüdinghausen 106,0 1,0
Oberhausen 104,0 0,1
Olpe 89,0 0,2
Pulheim 92,0 0,02 (Veranstaltungsradio)
Rahden 95,1 0,1
Ratingen 91,1 0,1
Rheindahlen 92,3 1,0
Selm 92,9 0,1
Steinfurt 104,9 0,25
Viersen 105,4 0,1 (ex Welle Niederrhein)
Warburg 106,6 0,2

die temporär woanders genutzten 107,5 Bielefeld, 105,8 Bonn, 107,1 Bonn, 88,1 Teutoburger Wald, 106,9 Bärbelkreuz, 105,2 Ederkopf und 95,4 Baumberge sind natürlich hier nicht aufgeführt, weil die entsprechenden aktuellen Einträge (z.B. 87,9 Bielefeld) in der RegTP-Liste komplett fehlen.



von Kroes - am 11.02.2005 18:57
Zitat

die temporär woanders genutzten 107,5 Bielefeld, 105,8 Bonn, 107,1 Bonn, 88,1 Teutoburger Wald, 106,9 Bärbelkreuz, 105,2 Ederkopf und 95,4 Baumberge sind natürlich hier nicht aufgeführt, weil die entsprechenden aktuellen Einträge (z.B. 87,9 Bielefeld) in der RegTP-Liste komplett fehlen.

Die beiden Bonner Frequenzen sind auch garnicht nutzbar. Auf 105.8 sendet vom Colonius Radio Erft mit 1 kW. Ist in Bonn und auch hier noch Ortssender. Und die 107.1 wird von Radio Köln in der Sternengasse (0.093 kW) genutzt.
Ausserdem kann die 106.9 von Bärbelkreuz nicht genutzt werden, wegen Radio Euskirchen (Schleiden, 4kW).



von Sebastian Dohrmann - am 11.02.2005 19:06
Das sind eben die "temporär verlagerten" Frequenzen. Wenn man wollte, könnte man z.B. mit den Lokalfunk-Frequenzen folgendes Netz zimmern:

Eifel 106,9 20 kW
Aachen 107,8 20 kW
Bonn 105,8 MHz 50 kW
Ederkopf 105,2 MHz 15 kW
Bielefeld 107,5 MHz 70 kW
Teutoburger Wald 100 kW
Münster 95,4 MHz 6 kW
Langenberg 97,6 MHz 10 kW

Diese QRGs sind jetzt eben geschlachtet an anderer Stelle on-air.

von -Ole- - am 11.02.2005 19:16
Heisst "temporär verlagert" also, dass die LfM jederzeit und ohne Angabe von gründen beispielsweise Radio Erft die 105.8 entziehen und wieder zum Venusberg verlagern kann? Was machen denn die Lokalradios, dann ohne Ihre Hauptfrequenzen?



von Sebastian Dohrmann - am 11.02.2005 20:28
Ja, sie würden sich stören! Radio Duisburg hat zwar nur 100 Watt aber der Sender ist verdammt stark! Ich kann hier in Hattingen/Bochum die 92.2 mit einem ganz normalen Taschenradio hören! ;-)

Gruss, Alex



von Sender-Treff.de - am 11.02.2005 20:30
Teutoburger Wald 100 kW

schöne Leistung,nur auf welcher Frequenz denn



von Robert S. - am 11.02.2005 20:32
Hmmm:
Dorsten: 100.6
Bottrop: 104.5
Gelsenkirchen:96.1 o. Essen 105.0
würd ich jetzt noch in die runde werfen.

Außerdem:
Dortmund: 87.8
Wuppertal: 99.8

wüsste nicht wie der WDR die vegründen will.
Auch Münster: 107.9 ist überflüssig



von vivaSt.Pauli - am 11.02.2005 20:32
Mann könnte sogar eine 100 kW Frequenzen für NRW schaffen! Aber das hat alqaszar ja schon geschrieben mit der 91,5 ;-)



von Sender-Treff.de - am 11.02.2005 20:45
Zitat

Teutoburger Wald 100 kW

schöne Leistung,nur auf welcher Frequenz denn


88,1 MHz.

von -Ole- - am 11.02.2005 21:00
-Ole- schrieb:

Zitat


Bielefeld 107,5 MHz 70 kW


da würde radio kiepenkerl aus coesfeld mit "seiner" 107,4 bestimmt sturm laufen :D
dort fällt bielefeld noch ziemlich stark ein



von NurzumSpassda - am 11.02.2005 22:19
Wie oben geschrieben (!): Die kleinen Lokal-Frequenzen in der Nähe - wie 107,4 - sind einfach nur alternative Nutzungen der 107,5. Die müsste man bei einer Belegung der 107,5 mit den ursprünglich vrogesehenen Parametern räumen.

von -Ole- - am 12.02.2005 00:25
Die 94,6 MHz in Düsseldorf ist für Antenne Düsseldorf interessant. Gibt es da keine Störungen mit Yorin FM 104,1 MHz aus Arnhem?
Lüdinghausen 106,0 geht schon wegen HRA aus Osnabrück nicht. HRA ist doch bis in Dortmund zu empfangen.
Die Antenne Münster wird die 95,4 MHz nie rausgeben.

Zitat

WellenJäger:
Würde Dortmund wirklich in Duisburg stören und umgekehrt?


Ja, da Duisburg im Westen Dortmunds zu empfangen ist.

Zitat

Ja, sie würden sich stören! Radio Duisburg hat zwar nur 100 Watt aber der Sender ist verdammt stark! Ich kann hier in Hattingen/Bochum die 92.2 mit einem ganz normalen Taschenradio hören!


Kann ich nur bestätigen.


Zitat

Mann könnte sogar eine 100 kW Frequenzen für NRW schaffen! Aber das hat alqaszar ja schon geschrieben mit der 91,5


Wenn man die Niederländer zwingt die 91,4 in Richtung Deutschland auszublenden. Oder warum kämpf Radio EN in Bochum-Stiepel, also quasi in sichweite zum Sender gegen die Niederländer an? In Bochum und Dortmund geht Radio 4 NL täglich mit RDS rein!.



Zitat

Zitat

Bielefeld 107,5 MHz 70 kW

da würde radio kiepenkerl aus coesfeld mit "seiner" 107,4 bestimmt sturm laufen
dort fällt bielefeld noch ziemlich stark ein


Nicht nur Radio Kiepenkerl 107,4. DLF 107,2 Warendorf wäre für viele auch nicht mehr so sauer zu trennen. Und was ist mit Radio Gütersloh auf 107,5 in Oelde?
Und EinsLive in 107,3 Höxter hätte auch Probleme! Des weiteren Hellweg Radio 107,3 Wickede. Und Radio Lippe 107,4 Extertal. Oder hat da jemand in Erdkunde nicht aufgepasst?

von M. Schirmer - am 12.02.2005 00:33
Auf http://forum.myphorum.de/read.php?f=8773&i=164101&t=163902 sind die - meiner Meinung nach - temporär verlagerten Frequenzen/Standorte zu finden. Ich hab' einfach mal alle in der RegTP-Liste aufgeführten Großsender mit den nicht aufgeführten Funzeln zusammengesetzt, soweit das von der Region her hinkommt...u.a. eben auch 107,2 Warendorf und 107,4 Coesfeld statt 107,5 Bielefeld mit 70 kW.

@M.Schirmer: Düsseldorf hat auf der 104,2 wohl eher Probleme mit BFBS Radio 2. Yorin FM sendet immerhin vertikal - aber Mönchengladbach auf der 104,3 mit horizontaler Polarisation ist gerade mal ca. 20km entfernt und man hat am flachen Niederrhein natürlich auch freie Sicht von Mönchengladbach (na gut, zumindest von Anrath aus weiß ich das aus eigener Erfahrung) bis nach Düsseldorf (Rheinturm, auch wenn die 104,2 nicht von dort kommt, ist klar erkennbar).



von Kroes - am 12.02.2005 01:11
@ NurzumSpassda / Sebastian:
ja deswegen sind die ja wie Ole sagt aufgeführt und nicht nutzbar
die wurden doch alle verlagert, 88,1 sendet heute vom Eggegebirge, 107,5 wie gesagt wurde Radio Gütersloh was an vielen Orten in OWL sehr gut reinkommt, da könnte man einige km weiter in BI wo die 107,5 teilweise noch mit RDS kommt sicher KEINE 70 kW Frequenz koordinieren, wahrscheinlich noch vom Fernsehturm Hünenburg;-)
ausserdem hätten wir da noch Hellweg Radio 107,3, Eins Live 107,3, 107,4 Radio Lippe,...
da sollte Radio Kiepenkerl das kleinere Problem sein, und von der 107,2 mal ganz zu schweigen, das sollte man schon trennen können, 103,0 Bielefeld (70,8 kW) kann man auch von 103,2 trennen
105,8 und 107,1 wurden ja schon angesprochen

von Gelöschter Benutzer - am 12.02.2005 08:25
Falls in Düsseldorf nach 20 Jahren mal die Erleuchtung Einzug halten sollte, dass das Lokalfunkkonzept frequenzeffizienzmäßig und auch sonst Kappes war und auch NRW wie alle anderen Länder mindestens einen landesweiten Privatsender braucht, wäre es kein Problem, mindestens 1 landesweite Kette zu zimmern. Holland ist genauso groß wie NRW und hat genauso viel Einwohner. Wiviel Vielfalt haben die da und wie traurig sieht es da in NRW aus. Solange es aber offenbar gewollt ist, dass zwischen Wuppertal und Bonn z.B. WDR 2 mindestens auf 91,8; 93,5; 99,2; 100,4; 100,8 und 101.0 in Ortssenderstärke kommen, kann aus einer Radiolandschaft wie in Holland nichts werden. Aber vielleicht wachen die Verantwortlichen ja allmählich auf!

von Free Speech - am 12.02.2005 08:47
Ich glaube nicht dass die hier in NRW eine 2. private Kette schaffen. Eher packen die einen Sender auf DAB als auf UKW. Die Lfm hat doch einen 10-Punkte-Plan für DAB. Meiner Meinung nach sagt dieser gar nichts aus. Und eine 2. Kette über UKW ist seit Jahren im Gespräch, aber nie war da wirklich was dran. Der WDR wird schon dafür sorgen, dass es keine Konkurrenz gibt :-)

von pfennigfuchser - am 12.02.2005 10:03
Sebastian Dohrmann schrieb:
Zitat

Heisst "temporär verlagert" also, dass die LfM jederzeit und ohne Angabe von gründen beispielsweise Radio Erft die 105.8 entziehen und wieder zum Venusberg verlagern kann?
Das denke ich sicher nicht. Aber es wäre halt einfach möglich, wie auch immer, die Frequenz auf dem Venusberg zu nutzen ohne dass man irgendwas (besonders mit dem Ausland) für koordinieren müsste. Natürlich wird das unter der momentanen Situation (eben unter temporär verlagerter Nutzung und nach dem NRW-Medienrecht einem Sender zugeteilt) nicht so schnell dazu kommen, da die LfM Radio Erft die Frequenz nicht grundlos "abnehmen" kann.



von Brubacker - am 12.02.2005 13:50
Mir kommt grade ein Gedanke. (Süd-)NRW ist mit dem DeutschlandRadio stark unterversorgt. Könnte es sein, dass man eine bessere Verbreitung vom DRadio plant?



von Sebastian Dohrmann - am 12.02.2005 20:40
@Sebastian Dohrmann:

Ist D-Radio nicht flächendecken auf DAB in NRW zu empfangen? Ausserdem haben die doch ausreichend UKW-Frequenzen. Es ist fraglich, ob NRW ein Kulturprogramm benötigt. Schließlich gibt es breits Kultur auf DLF, WDR 3, WDR 5 und WDR FHE. Und seien wir ehrlich, die ARD schliebt doch die Beiträge zwischen ihren Sendern auch nur so hin und her.

von M. Schirmer - am 13.02.2005 00:43
@M. Schirmer
Auch wenn das D-Radio über DAB verfügbar ist, hat es doch einen Versorgungsauftrag auch auf UKW?! Da ist es dann nicht unbedingt wichtig, ob man noch ein Kulturprogramm braucht. WDR 5 würde ich auch nicht unbedingt als Kultur, sondern eher als gehobenes Wortprogramm kategorieren. Der Begriff Kultur ist relativ dehnbar.



von Sebastian Dohrmann - am 13.02.2005 12:23
Auch wenn das D-Radio über DAB verfügbar ist, hat es doch einen Versorgungsauftrag auch auf UKW? Wo steht das?

von M. Schirmer - am 13.02.2005 14:09
> Wo steht das?

Das würde mich allerdings auch interessieren. Diesen Auftrag würde es nämlich hier am Bodensee auch nicht erfüllen!

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 13.02.2005 14:20
Ich hab ja das Fragezeichen dahinter gesetzt, weil ich mir selbst nicht sicher bin. Aber als bundesweiter Sender muss es doch flächendeckend auf UKW empfangbar sein oder nicht?



von Sebastian Dohrmann - am 13.02.2005 14:30
der Meinung bin ich auch, sonst würde man nicht die zahlreichen Funzeln in Betrieb nehmen
oder zählt der UKW-Versorgungsauftrag nur für die ARD-Sender?

von Gelöschter Benutzer - am 13.02.2005 14:31
Die beiden D-Radio's gehören doch m.W. zur ARD. auch auf der ARD-Homepage ist unten das DeutschlandRadio aufgeführt.



von Sebastian Dohrmann - am 13.02.2005 14:36
ja, aber mit ARD meinte ich die Länderanstalten



von Gelöschter Benutzer - am 13.02.2005 15:27
Die D-Radios "gehören" nur teilweise der ARD.
Folgendes steht dazu auf der DeutschlandRadio-Homepage (Rubrik "Wir über uns"):

DeutschlandRadio wird als Körperschaft des öffentlichen Rechts von allen 16 Bundesländern sowie von ARD und ZDF als ihren Mitgliedern getragen. Die Körperschaft ist staatsvertraglich verpflichtet, mit ihren Mitgliedern zusammenzuarbeiten. Dazu gehört u.a. das zusammen mit der ARD genutzte Korrespondentennetz und die Übernahme von Wort- und Musikbeiträgen. DeutschlandRadio und ZDF sind durch eine Verwaltungskooperation in den Bereichen Personal, Finanzen, Honorar, Lizenzen und Einkauf verbunden.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 13.02.2005 15:44
@Rolf Danke fürs raussuchen.

Aber wie sieht das denn mit dem Versorgungsauftrag aus? Wo steht denn was dazu?



von Sebastian Dohrmann - am 13.02.2005 15:59
Wieso hat DLF kein flächendeckendes Sendernetz entlang der BRD Grenzen aufgebaut, als es noch ausreichend Frequenzen gab. Wieso hat man damals die Versorgung auf Mittel- und Langwelle als ausreichend gesehen? Es muß doch reichen, wenn ein Programm über DAB, Mittel- und Langwelle, Kabel und Satellit verfügbar ist. Was passiert wenn DAB populärer wird? Wird es dann den selben Blödsinn auch bei DAN geben? Es wäre doch Sinnvoller eine gleiche Verteilung bei Privat und ÖR zu erreichen, wie das breits in vielen DVB-T-Gebieten der Fall ist.

von M. Schirmer - am 14.02.2005 00:45
Der DLF hat in den 80er Jahren ein UKW-Sendernetz entlang der BRD-Grenzen aufgebaut, sodass sich zumindest im Süden und in der Mitte damals ein Anschluss eines Senders an den anderen ergab. Wesel übergibt an Nordhelle, weiter an Saarburg, Hornisgrinde, Witthoh, Högl, Brotjacklriegel, Heidelstein, Torfhaus, das gab damals (ohne Verfunzelung) zumindest im Auto ein ständiger Empfang des DLF auf UKW ermöglichte. Mit der Verfunzelung heute reicht dieses Sendernetz nicht mehr, und der DLF muss selbst Funzelsender einschalten.



von dxbruelhart - am 14.02.2005 05:59
Zitat


Wieso hat DLF kein flächendeckendes Sendernetz entlang der BRD Grenzen aufgebaut, als es noch ausreichend Frequenzen gab.


Die Kette existiert doch. "Als es noch ausreichend Frequenzen gab" ist übrigens rein zeitlich gesehen vor dem derzeitigen Status. DLR gibt's in dieser Form erst seit 1993 oder 94.


Zitat

Wieso hat man damals die Versorgung auf Mittel- und Langwelle als ausreichend gesehen?


Weil der Auftrag ein anderer war UND keine UKW-Frequenzen zu kriegen waren.

Zitat

Es muß doch reichen, wenn ein Programm über DAB, Mittel- und Langwelle, Kabel und Satellit verfügbar ist.


Du wirst zugeben müssen, dass so ein Programm niemand hören wird.... zumindest die Ballungsräume brauchen UKW-Versorgung.

von -Ole- - am 14.02.2005 06:00
Die Frage ist, warum bei Einführung des UKW-Rundfunks in den 50er Jahren dem Deutschlandfunk keine Frequenzen in dem Bereich zugewiesen wurden.

von digifreak - am 14.02.2005 08:22
@dxbruelhart:
Zwischen Witthoh und Högl klafft aber eine ordentliche Lücke, da hätte man dem DLF damals schon noch eine Frequenz am Grünten verpassen können (=> Schweiz/Österreich)...

von Habakukk - am 14.02.2005 11:13
@Sebastian:
Soweit ich weiß, ist das für jedes Bundesland explizit geregelt, was Grundversorgung ist und was nicht. In manchen Ländern sind wohl beide DRadio Programme drin, in manchen Ländern nur eines. Das dürfte der Grund sein, warum sich das DRadio in manchen Ländern Deutschlands so dermaßen schwer tut, an Frequenzen ran zu kommen. Es sind übrigens auch nicht immer alle Programme der jeweiligen ARD Anstalt Teil der Grundversorgung. [Man hat also prinzipiell wohl nicht überall ein Anrecht auf ALLE öffentlich-rechtlichen Programme, auch wenn man für diese löhnt.] Für gewöhnlich dürften das die Programme sein, die auch heute noch kein flächendeckendes Sendernetz haben (NDR Info, N-Joy, MDR Info, SWR Cont.Ra, DasDing, etc...)...

von Habakukk - am 14.02.2005 11:18
Der DLF hat in den 80er Jahren ein UKW-Sendernetz entlang der BRD-Grenzen aufgebaut,

Richtig, dies auch in Verbindung mit dem damaligen Programmauftrag, dem Ausland ein detailliertes und umfangreiches Bild Deutschlands zu vermitteln. (Wir erinnern uns: Der DLF hatte damals auf MW auch Fremdsprachenprogramme. Es war damals so aufgeteilt: DLF-Europa, DW-übrige Welt). Erst einige Jahre nach der Wende wurde der Programmauftrag des DLF (als er in DeutschlandRadio aufging) umdefiniert und von da an war DLF ein dezidiertes Inlandsprogramm mit dem Programmschwerpunkt Information (damals auch Wegfall der allermeisten Musik- und Unterhaltungssendungen)

Die Kette mit den Großsendern war bei weitem nicht lückenlos. Bedenken wir auch, daß die 106.3 auf der Hornisgrinde fast zwei jahre lang nur mit 160 Watt betrieben werden konnte (wie fast alle Sender oberhalb 104, da dieses Band noch mit Einschränkungen versehen war, auch Waldenburg 106.6 und Heidelberg 104.1 sendeten zuerst mit Leistungen im Wattbereich)
Zwischen Högl/Brotjacklriegel und Wittoh/Hornisgrinde klaffte eine erhebliche Lücke, nur als Beispiel.

eine unbrauchbare Frequenz wie die 104,3 am Ochsenkopf herausgekommen wäre.

Ach, so unbrauchbar wär die nicht gewesen, wenn man ein wenig umkoordiniert hätte:
104.4 Grünten
104.4 Hoher Bogen
104.3 Ochsenkopf: alle Antenne Bayern (evtl. auch noch 104.2 Inselsberg verlagert zum Heidelstein)

von PeterSchwarz - am 14.02.2005 11:50
jkr: Ach, diese Schwachsinnsfrequenz hätte ich nie in Betrieb genommen, und wenn dann auch für Antenne Bayern (als Ersatz für die 100.6). Der Dillberg braucht sowieso die 25kW nicht, da in nur 30km Entfernung schon der nächste 25kW-Sender (Bamberg) steht.

Und was den Gaisberg angeht: RICHTANTENNEN! (Okay, jetzt werden mich wahrscheinlich wieder alle FM4-Fans in Bayern steinigen...)

von PeterSchwarz - am 14.02.2005 12:01
Herrlich wie ihr Euch hier verspekuliert !

Von der "heimlichen" UKW-Frequenzkette in NRW zu XXX.ten DLF/DLR-Diskussion die sowieso zu nichts führt. Respekt !

Man sollte eine dieser Geldvernichtungsanlagen (egal ob DLF oder DLR) schliessen, die damit frei werden Frequenzen zu EINER deutschlandweiten Kette zusammenfassen und den Rest verwerfen. Diese ganze Funzelei muss doch ein Heidengeld kosten !

Anscheinend gehts Deutschland noch nicht schlecht genug dass man sich solche Spielchen erlauben kann...

von Timm Thaler - am 14.02.2005 13:22
@ Timm Thaler: DLR / DLF haben einen Rahmenvertrag mit T-Systems zum Senderbetrieb. Da spielt die einzelne " Funzel" nicht so die "ganz grosse Rolle".

von KlausD - am 14.02.2005 13:27
*nachobenschieb*

Gibts irgendwas neues ,zum eigentlichen Thema?



von vivaSt.Pauli - am 20.02.2005 18:23
Nö, jibbet nicht. Anscheinend sind die Verlage jetzt ruhig gestellt mit der vagen Aussicht, dass sie egal wer regiert auf jeden fall ihr landesweites radio bekommen können. Wie das ganze Frequenzmäßig abläuft, wird man dann detailliert erst nach der Wahl im Mai erfahren.



von Alqaszar - am 21.02.2005 00:06
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