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Erster Beitrag:
vor 13 Jahren
Letzter Beitrag:
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Beteiligte Autoren:
Robert S., Erich Hoinicke, Werner53, Chief Wiggum, delfi, MHM, Timm Thaler

UKW 14 Elemente Antenne

Startbeitrag von Robert S. am 06.06.2005 11:06

Hallo zusammen,
bei der Antennendemontageaktion konnte ich mir eine 14 'er Elemente UKW Yagi sichern :hot:
Wie auf dem Foto zu sehn ist hat Sie auch schon bessere Tage gesehn
Ich habe sie mir am Sonntag wieder etwas hergerichtet und nun ist sie auf meinem Dachboden im Einsatz.
Da ich mich mit diesem Teil überhaupt net auskenne möcht ich gern noch ein paar Einzelheiten über Sie wissen.
Ich habe bis jetzt nur mit meiner 7 bzw 8 Elemente Yagi gescannt.
Wie ist der Gewinn gegenüber diesen Konstruktionen ?

Durch die vielen Ausleger kommt es mir so vor als ob ich jetzt 2 Richtungen gleichzeitig empfangen kann ( bei Ausrichtung NORD geht die Richtung Süd auch ganz gut)

Stimmt es daß die nur bis 104,0 Mhz guten Empfang bietet und da drüber die Leistung abnimmt ?
Bis jetzt kann ich das nur teilweise bestätigen.

Ich bin dankbar für alle Infos.

Antworten:

Gewinn müßte 3 dB höher sein und schmäleren Öffnungswinkel haben.

Drehe doch mal die Antenne und messe bei einem starken Ortssender, wie die Empfangsfeldstärke sich bei 360 Grad Drehung verändert.



von Werner53 - am 06.06.2005 11:32
Ich habe zuhause irgendwo das Gewinn- und V/R-Diagramm dieser Antenne herumliegen. Kurz gesagt, der Maximalgewinn ist mit 11 dBd sehr gut, aber oberhalb 104 MHz sinkt der Gewinn sehr stark ab (wie auch das V/R-Verhältnis). Eine gewisse Verbesserung kann erzielt werden, wenn die Elemente gekürzt werden. Leider ist die Verkürzung eines Faltdipols etwas umständlicher. Ich sage zwar nicht, daß man die Antenne oberhalb 104 MHz überhaupt nicht einsetzen kann, aber so manch kleinere Antenne ist in dem Frequenzbereich der 14-Ele-Yagi deutlich überlegen, sofern erstere richtig angepaßt ist.



von MHM - am 06.06.2005 12:04
Hallo

Du dürftest da an die GANZ GROSSE Ankaro gestoßen sein. Ich selbst hab das 11-Element-Modell im Einsatz. Laut Datenblatt soll sie bis zu 11 dB bringen. Zuvor hatte ich die Hirschmann U8 im Einsatz (8,5-10 dB). Die Ankaro ist hörbar besser!!

Ich hab nur einen Tipp: Antenne renovieren und hegen und pflegen! VIEL SPASS DAMIT.

von delfi - am 06.06.2005 12:06
Gratulation zu diesem Fang ! Gab das keine Probleme mit dem Lösen von Elementen und Schrauben ? Ich habe auch eine 14-Ele (mein ganzer Stolz) aber ziemliche Angst, dass sich die Antenne eines Tages wegen Korrosion nicht mehr demontieren lässt...

Sowas Feines gibts ja heuer leider nimmer...

von Timm Thaler - am 06.06.2005 14:04
Moin Robert,

Schau dir mal die kleine Tabelle in meinem Beitrag hier an:

http://forum.myphorum.de/read.php?f=8773&i=157104&t=157104

Nachdem ich alle Abstände und Direktorlängen um den Faktor 0,92 verringert hatte, reicht die Anzeige von 67...68dB von 87,5 bis rund 106 MHz. Bei 107,1 sind die 60...61dB noch akzeptabel. In Klartext: Alle 10 Direktoren um 2x5 cm kürzen und vom Dipol ausgehend neue Befestigungslöcher bohren. Beim Frontboom geht auch ein Kürzen an der Verbindungsstelle, vermeidet unnötige Löcher. Auch den Abstand zur den Direktorebenen habe ich entsprechend verkürzt. Den Faltdipol (149 cm?) und die Reflektorlängen ließ ich bis jetzt unverändert. Eín Tausch durch den kürzeren Dipol meiner 5-ele (145 cm?) brachte keine nennenswerte Veränderung im Gesamtverlauf.

Hier noch eine grobe Darstellung einer typischen Yagi-Gewinkurve. Damit ist auch klar, warum der Gewinn jenseits der oberen Grenzfrequenz so sehr abstürzt:

http://forum.myphorum.de/read.php?f=8773&i=173124&t=172854



von Erich Hoinicke - am 06.06.2005 14:38
>Mit einer Eisensäge, einer Wasserpumpenzange (Wapu) ,etwas Geschick und Balance geht fast alles. Es war ja alles schon ziemlich verrostet gewesen...
Die Elemente-Halterungen wurden etwas verbogen, so das die einzelnen Stabelemente gelöst und lose transportiert wurden konnten.
Die noch ziemlich grosse Antenne selber wurde dann auch noch mal in 2 Hälften zersägt, da der Abtransport sonst etwas schwierig geworden wäre.
Auch der Flug des "Antennengerüsts" in Richting Boden wird unvergessen bleiben ( ;) ) , zum Glück war der Boden unten ziemlich weich.

(Ich verweise dann auch mal auf den Antennethread im OT Forum)



von Chief Wiggum - am 06.06.2005 14:44
@ Timm:sämtliche Schrauben mußte ich durch Neue ersetzen,die Alten habe ich mit der Flex entfernt, die waren total verrostet.
Die Verbindungsschellen sind auch sehr angerostet,aber da meine Antenne eh net aufs Dach kommt macht das ja nicht viel,sie ist ja auf dem Dachboden keiner Witterung ausgesetzt.

@ Erich:das sieht ja nach ner Menge Arbeit aus...ich werd mich mal an einem regnerischen Tag damit beschäftigen,jetzt werd ich sie erstmal so testen.
Bisher bin ich ganz zufrieden.

Die fehlenden Elemente habe ich übrigens durch einige meiner 5 Elemente Yagis ersetzt,sie hatten glücklicherweise die gleiche Länge,so daß der Umbau keine großen Probleme bereitete.



von Robert S. - am 06.06.2005 21:20
@ Robert : Wie sieht es denn jetzt mit Ö3 aus ? :hot:



von Chief Wiggum - am 07.06.2005 03:51
@ Chief:das hab ich noch net probiert,bei mir Daheim gehts bestimmt net, :mad: und aufs Kieferle möcht ich die doch naja etwas instabiele Antenne noch nicht mit raufschleppen.



von Robert S. - am 07.06.2005 10:26
Nur wenn er allein empfängt. Die Längen der Direktoren und Reflektoren haben auch Einfluss auf Resonanzmitte und Bandbreite. Besonders letztere wird gern durch die Paarung 1.Direktor/Dipol verbreitert, indem ein enger Abstand, ein verhältnismäßig kürzerer Direktor und längerer Dipol verwendet wird. Das kann schon die "normalen" Längenverhältnisse auf den Kopf stellen. Ist leider eine sehr komplexe Geschichte...

von Erich Hoinicke - am 08.06.2005 08:24
@ Erich:danke schonma für deine Umbautips,ich werd aber wie schon geschriebn noch etwas damit warten da ich im Antennenumbau keine Erfahrung habe.
Außerdem hab ich auch kein Meßgerät welches die dB Stärke anzeigt.
Wir können ja auf der Alb beim Jahrestreffen mal ausfürlich drüber reden wie ich das am besten bewerkstellige.



von Robert S. - am 08.06.2005 10:42
Na bis zum Albtraum hast du doch schon einen Onkyo, oder? ;) Nein, Treffen kann bei mir dieses Jahr leider auf der Kippe stehen, hier ist (privat) leider im Moment der Teufel los...

von Erich Hoinicke - am 08.06.2005 11:39
@ Erich:ich hab mich entschlossen nun doch schonmal an der Antenne rumzubasteln,und zwar möchte ich die 10 Direktoren vor dem Dipol kürzen,wenn ich das richtig verstanden hab muß ich an jedem Ende der einzellnen ,,Stäbe,, 5 cm absägen,oder ?

Wie groß soll denn der neue Abstand zwischen den Direktoren sein,also ausgehnend vom Dipol ?



von Robert S. - am 10.06.2005 10:07
Robert, ich hab's mir damals leider nicht aufgeschrieben, aber den Verkürzungsfaktor von 0,923 legte ich einfach fest durch den Quotienten aus Längen der neuen und der originalen vorderen Direktoren, also 120 cm : 130 cm. Stell dir vor, es gäbe die Möglichkeit, eine in sich berechnete Antenne in einem Tauchbad per Skalenradeinstellung, in dem Fall 0,923, auf Maß zu schrumpfen (hach, wär das schön...), dann müsste das Ergebnis so aussehen wie das was du jetzt vorhast.

Also Kürzen aller Elemente von 135 auf 125 bzw. 130 auf 120 dürfte das kleinste Problem sein. Alle Enden 5 cm absägen und evtl. noch "schönfeilen" und dichtstopfen. Die neuen Abstände musst du halt jetzt ausrechnen, indem du die alten um den gleichen Faktor verkürzt und, vom Dipol als Referenzpunkt ausgehend, auf dem hinteren Boomteil anreißt. Das vordere Boomteil habe ich dann an der Einspannstelle gekürzt, anstatt für den anschließenden Direktor ein neues Loch zu bohren.

Hier erstmal die Originalmaße: http://www.dxradio.cz/jidxc/antenne.htm Ich würde aber trotzdem selbst eine Skizze machen, man weiß ja nie...


Und dann dran denken, dass die schrägen Ausleger ebenfalls maßstäblich kürzer werden müssen. Das ist deshalb komplizierter, weil es grafisch im Koordinatensystem dargestellt und über Pythagoras ausgerechnet werden muss. Mist, dass das schon so lange her ist. Ich glaube, die unteren Direktoren der Ausleger habe ich einfach durch Drehen der Aufnehmer nach unten "verkürzt". Sorry, ich glaube, jetzt wird's endgültig unübersichtlich... ;) Ich seh am WE noch mal nach meiner Skizze...

von Erich Hoinicke - am 10.06.2005 11:49
Hallo Robert,

evtl. möchtest du die Antenne mal theoretisch berechnen ?

Das Yagi Berechnungsprogramm YAGI.ZIP steht unter:

http://www.hosting-place.de/upload/0506/yagi.zip



von Werner53 - am 10.06.2005 12:11
@ Erich: Vielen Dank,das klingt für mich jetz aber alles auch ein wenig kompliziert...

Also beim Kürzen kann ich ja net viel falsch machn oder,ich messe morgn mal die Antenne aus,also die Elemente und die ganzen Abstände zwischen den Direktoren.

@ Werner: Vielen Dank für das Progi,ich werd mich die Tage mal damit beschäftigen



von Robert S. - am 10.06.2005 20:53
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