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Klassik Radio und Dom Radio bald in NRW auf UKW?

Startbeitrag von dasradioinmir am 22.06.2005 22:40

Aus der Infosat:

Bald mehr Privatfunk in NRW?

Nach dem Verlust der Macht von SPD und Grüne in Düsseldorf wird sicherlich in NRW bald auch eine Neuordnung des Privathörfunks stattfinden. Düsseldorf gibt sich als Welt offene, Export orientierte, moderne Stadt. Aber anders als Berlin, Frankfurt, München und Hamburg ist die Privathörfunklandschaft dort sehr schmalbrüstig und das private Klassikradio hatte bislang keine Chance, in Düsseldorf über UKW verbreitet zu werden.

Als man auch in NRW nicht mehr umher kam, privaten Hörfunk einzuführen, bastelten sich die SPD-Medienpolitiker eine kuriose Konstruktion zusammen. Das Ganze verpackte man als Zwei-Säulen-Modell und die Eigentümer, zumeist die regionalen Großverlage, sollten eigentlich nur die Finanzierung sichern, beim Programm aber nichts zu sagen haben. Bis auf Aachen wird das gesamte Programm für alle NRW-Lokalstationen von Radio NRW in Oberhausen angeliefert. Landesweiten Privatfunk gibt es so nur über das zentral gesteuerte Mantelprogramm. Die Frequenzsituation ist ja auch nicht anders als in anderen Bundesländern.

Die neue Landesregierung will sich jetzt für eine neue Privatfunkszene in Nordrhein-Westfalen einsetzen und auch verstärkt zusätzlichen Ballungsraumsendern eine Chance geben. Auch das katholische Dom-Radio aus Köln soll in seiner Heimat Köln eine UKW-Frequenz bekommen können. Dies jedenfalls versprach der designierte NRW-Innenminister Ingo Wolf (FDP).

Frequenzmangel kann man bekanntlich beheben, wenn man es will. Medienexperten sagen, dass in NRW für die sechs Hörfunkprogramme des öffentlich-rechtlichen WDR zu viele Frequenzen eingesetzt werden. In der Tat kann man bis auf Funkhaus Europa sämtliche WDR-Hörfunkprogramme in fast jedem Ort dreifach und häufig sogar vier- oder sogar fünffach und noch öfters hören.

Des Weiteren besteht die große Chance für ein fast landesweit verbreitetes Privathörfunkprogramm die Frequenzen des britischen Soldatensenders BFBS zu nutzen. Noch zieren sich die Engländer. Aber für die wenigen verbliebenen englischen Soldaten in NRW muss ja wohl nicht eine fast flächendeckende UKW-Kette vorhalten. In NRW wird sich vieles ändern, so auch im Hörfunk.

Antworten:

Rundfunkreform in NRW

Aus Neues Doitschland vom 22.6.2005

Rundfunkreform in NRW

Düsseldorf. Die neue nordrheinwestfälische Landesregierung aus CDU und FDP will im bevölkerungsreichsten Bundesland für mehr Radiovielfalt sorgen. Wie dem Koalitionsvertrag zu entnehmen ist, soll die Programm- und Frequenzüberversorgung des WDR ebenso korrigiert werden wie die bislang restriktive Zulassung privater Anbieter.

So ist geplant, WDR Funkhaus Europa angesichts der gescheiterten Integration von Ausländern in Nordrhein-Westfalen zum 1.11.2005 einzustellen. Gleichzeitig werden auch die zusätzlichen WDR Programme im Digitalen Radio ersatzlos gestrichen. Auch die Satellitenverbreitung des WDR Hörfunks in analoger Form und über das Astra-Digitalradio werden bereits zur Funkausstellung im Sommer diesen Jahres beendet. Im Zuge von Frequenzabschaltungen wird angestrebt, bis zum Sommer 2006 die Mehrfachversorgung von WDR 2 und WDR 5 zu minimieren. Inwieweit sich der WDR von geschätzen 18 Prozent der festen Mitarbeiter zu trennen hat, wird von einer McKinsey-Studie derzeit bereits untersucht.

Das vorliegende CDU-FDP Konzeptpapier wird dahingehend zitiert, "den WDR auf ein budgetmäßig verträgliches Maß zurückzustutzen und Frequenzokkupation und programmlichen Wildwuchs zu beenden."

Im Gegenzug soll die UKW-Frequenz 103,4 MHz an Deutschlandradio Kultur vergeben werden. Zusätzlich erhalten private Radiosender sogenannte Ballungsraumfrequenzen. Zu den begünstigten Sendern gehören Radio Horeb, Radio Marya Polska sowie zwei fundamental-islamische türkische Programme. Auch dem NPD-nahen Sender Reichssender Köln (RSK) wird eine UKW-Frequenz im Rheinland zugewiesen.

Der landesweite private Anbieter Radio NRW wird zahlreiche seiner über 40 Lokalstationen verlieren. Im Münsterland, in Ostwestfalen und im südlichen Nordrhein-Westfalen wird der in Gründung befindliche CDU-nahe Westlandfunk (WLF) mit Sitz in Bethel bei Bielefeld ausgestrahlt. Der britische Soldatensender BFBS wird seine UKW-Frequenzen behalten, ist jedoch künftig verpflichtet, 30 Prozent des Tagesprogrammes mit deutschfreundlichen Inhalten zu gestalten.

Angesichts dieser Entwicklungen zeigte sich Medienstaatssekretärin Dr. M.M. entsetzt: "Hier wird das Rad der Geschichte mehrfach zurückgedreht." Anders die Reaktionen aus Kölner Islamistenkreisen. Ein Sprecher dort begrüßte die Zulassung zweier türkischer Programme und bezeichnete diesen Vorgang als "längst überfällige Beschneidung der islamfeindlichen Medienpolitik in Deutschland". Auch von BFBS ist eine positive Reaktion zu erfahren. Dessen Geschäftsführer kündigte an, mit der Sendereihe "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen" einen aktiven Beitrag zur Völkerverständigung leisten zu wollen.

von gb - am 22.06.2005 23:32
@gb

Ich vermute, Du hast bei dem Text die Ironietags vergessen ;-)))



von RadioNORD - am 22.06.2005 23:50
@ RadioNORD

Mist. Aber ganz sicher ist es so, um Mißverständnissen vorzubeugen.

Sind nicht auf Titel- und Rückseite der Printausgabe der Infosat auch solche "Tags" - auch Lepperlinge genannte - angebracht?

von gb - am 22.06.2005 23:56
"besteht die große Chance für ein fast landesweit verbreitetes Privathörfunkprogramm die Frequenzen des britischen Soldatensenders BFBS zu nutzen"

oh Mann:rolleyes:

was muss ein Mensch für Langeweile haben solchen Schwachsinn zu verbreiten

@ dasradioinmir: bringt dir das ne gewisse Befriedigung oder kriegst du Geld dafür ?

von Gelöschter Benutzer - am 23.06.2005 04:03
Zitat

Gleichzeitig werden auch die zusätzlichen WDR Programme im Digitalen Radio ersatzlos gestrichen


Soll das heißen EinsLive diggi und WDR2 Klassik kommen weg.
Wenn was besseres kommt hab ich nix dagegen.



von robin1990 - am 23.06.2005 05:49
Die Infosat überbietet sich mal wieder selbst mit einem Beitrag ohne jeglichen Informationsgehalt. Da scheint jemand zu glauben, ein Innenminister könne Frequenzen zuweisen... Ein ganz bizarrer Stil und eine krude 'Argumentation' durchziehen klar erkennbar die gesamte 'Meldung'. Bitte nur noch aus seriösen Quellen posten!

von bonndx - am 23.06.2005 05:51
> Bitte nur noch aus seriösen Quellen posten!

Ja, das kann ich nur unterstreichen. Die Infosat war vor vielen Jahren wirklich mal informativ und interessant. Ich hatte sie sogar eine Weile abonniert. Aber irgendwann wurde es mir zu bunt. In meinem Kündigungsschreiben habe ich als Gründe für die Kündigung u.a. die zunehmende journalistische Verflachung genannt sowie die Tatsache, dass fast die Hälfte des Hefts aus ganzseitigen Technisat-Anzeigen besteht, weshalb man auch Berichte über Empfänger-Hardware wegen fehlender Hersteller-Unabhängigkeit nicht mehr ernst nehmen kann. Als "Antwort" auf meine Kündigung wurde mir übrigens angeboten, dass ich die Zeitschrift für eine Weile gratis beziehen könne, wenn ich das Abo behalte..... da erübrigt sich wohl jeder Kommentar!

Zurück zum Thema: so unrealistisch ist es (aus politischer Sicht) vielleicht nicht mal, dass Klassik- und Dom-Radio UKW-(Funzel-)Frequenzen kriegen. Zwei kleine Spartenprogramme, die dem grossen öffentlich-rechtlichen Platzhirsch nicht gefährlich werden können, sind doch eine ideale Augenwischerei. Man kann sich dann damit brüsten, "viel" für eine grössere Radiovielfalt getan zu haben, ohne dass sich an den Machtverhältnissen im Äther etwas nennenswertes ändert...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 23.06.2005 06:27
Zitat

Die Infosat war vor vielen Jahren wirklich mal informativ und interessant.

Damals habe ich ja auch noch für die Infosat geschrieben. ;-)
Aber das ist lange her.

von drm-dxer - am 23.06.2005 06:37
Zitat

Zwei kleine Spartenprogramme, die dem grossen öffentlich-rechtlichen Platzhirsch nicht gefährlich werden können, sind doch eine ideale Augenwischerei

Jetzt mal abgesehen vom Wahrheitsgehalt der Meldung; mit seiner Aussage hat Rolf doch Recht. Was soll das bringen, wenn Dom-Radio ein Köln ein Funzel bekommt, mit der man wahrscheinlich noch nicht mal die ganze Stadt versorgen kann? Außerdem sind Dom-Radio, als auch Klassik-Radio Spartenprogramme die wohl kaum die breite Masse ansprechen. DA Funzeln eingesetzt werden, ist an vernüftigen mobil-Empfang wohl nicht zu denken und zuhause können die die Leute die Programme eh über Kabel oder Sat empfangen. Von daher wäre das Ganze wirklich nicht mehr als Augenwischerei.

von zerobase now - am 23.06.2005 07:03
Quote:

Zitat

"Auch dem NPD-nahen Sender Reichssender Köln (RSK) wird eine UKW-Frequenz im Rheinland zugewiesen."

Was soll denn das bedeuten, wer schreibt so ein unsinn ?! Eine Neonazi Partei die längst schon verboten und verbannt gehört eine Frequenz zuweisen, wer hat denn solche perverse, absurde Ideen gegen die eigen verfassung womöglich zu verstossen auf übelster weise?

Multikulti/FH Europa bleibt, aber sicher.


von Björn T. - am 23.06.2005 08:05
Nee, schon der der Textauszug aus der Infosat sieht total unglaubwürdig aus, wäre
auch vielleicht eine Lachnummer gewesen, wenn da nicht die verfluchte NPD mit drinstehen würde. In Sachen Rechtsradikalismus hört der spass dann doch irgenwo auf.



von Björn T. - am 23.06.2005 08:19
Zitat

Zu den begünstigten Sendern gehören Radio Horeb, Radio Marya Polska sowie zwei fundamental-islamische türkische Programme.


dann liever kein privatradio in NRW??



von Jassy - am 23.06.2005 08:45
@ Jassy


Kein Panik, dass wir nur ironisch auf die Spitze getrieben. Bevor die CDU hier im Land türkische oder polnische Sender lizensiert, bekommt eher Bin Laden den Friedesnnobelpreis. Ist also eher unwahrscheinlich. ;-)

von zerobase now - am 23.06.2005 08:52
MIL: In Hergenrath haben die glaub momentan niemanden, der noch Zeit hat, Internetforen zu lesen...die da noch sitzen, sind schwer mit ihren Reiseversteigerungen beschäftigt...ansonsten heisst der Reichssender Köln schon seit Jahren WDR!

von Peter-Schwarz - am 23.06.2005 09:35
Ach, liebe Leute. Merkt Ihr's nicht? ;-)

Allerdings, für einen Sender aus Kelmis tut's mir leid, da hamm'se aufrichtig Pech gehabt, künftig mit dem "Reichssender Köln (RSK)" verwechselt zu werden. Jedoch war letzterer schon etwas eher on air als das "richtige" RSK.

Kurzum, schenkt dem Infosat-Geschreibsel keinen Glauben, da langweilt sich journalistische Inkompetenz und produziert ordentlichen Blödsinn. Wie leicht das geht, mußte ich gestern abend unbedingt mal selber ausprobieren. So ein "Artikel" schreibt sich ganz flockig ohne Notizen beim Glas Rotwein in der lauen Juninacht herunter.

Cheers

gb

von gb - am 23.06.2005 09:36
"Reichssender Köln"

:joke: so ein Unsinn:D

dann werden bestimmt bald mehr Volksempfänger als DAB Radios verkauft:joke:

von Gelöschter Benutzer - am 23.06.2005 10:11
Zitat

dann werden bestimmt bald mehr Volksempfänger als DAB Radios verkauft


Wieso bald? Die DAB-Radio-Hersteller würde es doch schon freuen, wenn die nur einen Bruchteil der Verkaufszahlen des damaligen VE hätten. ;-)

von zerobase now - am 23.06.2005 10:18
(Wikipedia-Image: http://images.google.de/images?q=tbn:lro0D2UK4WcJ:upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/1/12/180px-Volksempfaenger_02_KMJ.jpg)

und aus DKULTUR wird wieder der Deutschlandsender, damit kann man gleich zeigen dass man die Hörerbeschwerden über das neue Programm ernst nimmt und zur alten Seriösität zurückkehrt
auf die 0 Prozent Einschaltquote in Regensburg reagiert man damit ebenfalls


@ gb: dein "Zeitungsartikel" ist echt gut :spos:

von Gelöschter Benutzer - am 23.06.2005 10:25
@ZWOBOT: Zu deinem VE hier das Original-Pausenzeichen des Deutschlandsenders:
http://209.68.42.62/sender/deutschlandsender.mp3

Tipp: Beim Mediaplayer die Wiedergabe auf Wiederholung stellen.

von drm-dxer - am 23.06.2005 10:41
jaaa, das waren noch Zeiten:D

kennt ihr noch den DEUTSCHEN SOLDATENSENDER ?

von Gelöschter Benutzer - am 23.06.2005 10:48
@ZWOBOT: Klar, wurde damals immer wieder gerne gehört. Mittelwelle 935 kHz.

von drm-dxer - am 23.06.2005 10:56
http://www.dxing.info/audio/index_germanyeast.dx gibts auch noch einige schöne Mitschnitte

von Gelöschter Benutzer - am 23.06.2005 13:41
domradio ist, AFAIK, doch auch NRW-weit im Kabel vertreten. Zumindest bei mir. :)



von Sebastian Dohrmann - am 23.06.2005 14:22
Dann muss aber @#$%& endlich mal die Mittelwellenfrequenz 700 khz mit 5 KW im Raum Euskirchen bekommen. Mit der Auflage die ehemalige RPR Zwei - Sendung "Heino`s Rathauscafe" neu zu starten :cheers: :spos:

von dasradioinmir - am 23.06.2005 16:34
Is auch Ironisch gemeint :-)

von dasradioinmir - am 23.06.2005 17:57
Zitat

Is auch Ironisch gemeint


Er sagt doch auch das dass bestimmt gut kommt..? :D



von Jassy - am 23.06.2005 18:02
@#$%& benennt sich um in Radio 702, bekommt die 702 kHz in Jülich und TRuckradio wechselt auf die 1593.



von Alqaszar - am 24.06.2005 11:35
Dann würde ich mich aber wirklich fragen, wie da die Stromkosten für MW finanziert werden ? - :D - bringt ein Regionalradio dies an Werbung rein ?

von KlausD - am 24.06.2005 14:13
Hallo zusammen,
ich wollte mich auch mal zu Wort melden. Ich finde in NRW gibt es genügend freie Frequenzen, denn wo ist es denn noch möglich mitten im Ruhrgebiet NDR 2 zu hören und außerdem fände ich es nicht gut BFBS Radio 1 die Frequenzen weg zu nehmen -geht auch nicht, zum Andrern muß ich sagen dass ich auch gerne morgens BFBS 1 hier in Hameln sehr gerne höre. Brit Pop aus den 80 ern und 90 er.
Also liebe Verantwortlichen für Privaten Hörfunk auch in NRW wird meiner Meinung auch ein landesweiter privater Hörfunk bei der Einwohnerzahl machbar sein!!! ( Wir in Hameln würden uns auf Abwechselung auch freuen in Bezug auf DAB- da ist nämlich schluss mit hr3 und FFH bzw. Jump zumindest wenn man den verantwortliche glauben schenken mag , dass kurz hinter der Landesgrenze schluss sei.

von hessenpeter - am 24.06.2005 19:02
oder lass der WDR eine FM-kette abstehen.. zB WDR5



von Jassy - am 25.06.2005 07:35
Zitat

Ich finde in NRW gibt es genügend freie Frequenzen


Natürlich gäbe es die. Aber da hat der WDR die Hand drauf und die wird er so schnell nicht abgeben. Aber zu dem Thema ist eigentlich schon alles gesagt.

von zerobase now - am 27.06.2005 06:39
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