Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Radioforum
Beiträge im Thema:
31
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 12 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Gerhard Winter, Jo Lüders, Ottensen FM, elchris, Habakukk, ufl, Ingo-GL, Vorverstaerker, peeraxel, LeipzigNewsMan74, ... und 8 weitere

Magic Reciever UKW -superrauscharm !

Startbeitrag von Gerhard Winter am 10.04.2003 10:38

Hi Volks!

Wo ich gerade den Bericht über den Autoantennenverstärker gelesen habe, hier mein Erfahrungsbericht über rauscharme Transistoren, deren Rauschzahl (Eigenrauschen) sich in den letzten Jahren aufgrund des Technologiesprunges in der Halbleitertechnik äußerst verbessert haben.

DAS ERGEBNIS:

Meinem Onkyo Referenztuner habe ich sämtliche Eingangstransistoren der HF-Stufe neu verpassen und super abgleichen lassen. An der Yagi-Antenne auf dem Dach befindet sich eine Super-HEMT-Verstärkerausführung von SSB-Elektronic (wurde für den 2-Meter-Band Satellitenfunkverkehr der Amateurfunker gebaut) auf 3 Meter mit steilflankigen Filtern umgebaut und auch mit einem superrauscharmen Transistor versehen. Seitdem versinken auch Signale unter 3dB nicht im Rauschen. Ich hatte das Ding kürzlich mit auf einer Expedition in Irland und konnte an der Steilküste abgewandt zu den Sendern auf dem Festland etliche kanadische UKW-Stationen rauschfrei aufnehmen. Das laute Grundrauschen der üblichen Empfänger fällt auch fast weg. Kann ich nur empfehlen, Eure alten Empfänger umzubauen !

Antworten:

Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld...
Mal im Ernst:
Wer baut denn da so fleißig um?

von ufl - am 10.04.2003 11:32
Das ist ein absolutes, nie vorher dagewesenes Empfangserlebnis !!!

von Gerhard Winter - am 10.04.2003 12:44
Kanadische UKW-Sender in Irland!!! Das ist ja der Wahnsinn!
Hast Du Standort und Sendeleistung in Erfahrung bringen können??

von Triluu - am 10.04.2003 17:20
Hatte in Irland auch nur eine 5-Elemente-Antenne dabei. Das ist auch zu berücksichtigen. Als nächstes werde ich mein portables TV-Set auf low noise Transistoren umrüsten, um auf den eigentlich freieren TV-QRG´s ordentlich TV-DX machen zu können. Ein OM in Mannheim empfängt mit einer 3-Element-Antenne auch noch SF-1! In Norwegen geht mit etwas Glück auch Flensburg ARD !

von Gerhard Winter - am 10.04.2003 17:58
Wirklich kein Witz?
Das wäre ja der solange ersehnte Transatlantik-Empfang, der Hobbyfreunden letztes Jahr auf den Kapverden nicht gelang.
Wo gibt es denn die entspr. Bauteile, wer baut die ein bzw. was kostet denn der Spass?
In Sachen Empfindlichkeit könnte man auch bei meinem Kenwood-Tuner noch so manches tun und die herkömmlichen Antennenverstärker sind eher Rauschgeneratoren.

von Peter Schwarz - am 10.04.2003 18:47
Aus diesem Grund muss die "alte " RAUSCH-Technik komplett rausfliegen und die Filter gegen die neuen fast Rauschfreien Typen ersetzt werden. Die Filter bleiben drin, lediglich die Halbleiter werden ausgetauscht und nochmals richtig gut abgestimmt. Dann hört man die Flöhe regelrecht husten. Auch in Gegenden mit vermeintlich´freien Frequenzen kommen halt irgendwelche Sachen über Reflexionen an Flugzeugen rein !

von Gerhard Winter - am 11.04.2003 13:35
@Gerhard:
Aber da muss man ja doch einiges austauschen, wenn man da alle Transistoren wechseln möchte? Was kostet sowas (die besonders rauscharmen werden wohl auch besonders teuer sein, oder?)? Und ist der Abgleich hernach besonders aufwendig? Andersrum ist der Aufwand hierzulande angesichts des übervollen UKW-Bands vielleicht gar nicht mehr wert. Aber eine tolle Sache wäre das schon...



von Andreas W. - am 11.04.2003 13:46
@Andreas W.

Um die Euphorie etwas zu dämpfen: Im UKW Bereich liegt selbst fernab jeglicher "EMV" verursachenden Zivilisation das athmospherischen Rauschen bei etwa 6dB. Besitzt ein Empfänger eine Rauschzahl von ebenfalls 6db, so gehen dem Besitzer 3dB verloren (die Rauschleistungen addieren sich, nicht die Spannungen). Ein hypothetischer Empfänger mit 0dB Rauschmaß ist also nur mit 3dB im Vorteil. Transatlantik-Empfänge in Irland können möglich sein, aber deutlich häufiger werden sie durch einen superrauscharmen Transistor auch nicht. Erst im UHF Bereich machen sich rauscharme Verstärker wirklich bezahlt. Dort ist man mit bis zu 80K entspricht 1dB Rauschen ganz gut beraten. Nachzulesen ist das Ganze in einem Report der NIST. Bei Bedarf kann ich den auch mailen.

von rick_71 - am 11.04.2003 14:05
Normalerweise die Transistoren. Es müssen die entsprechenderen Rauscharmen Typen rausgesucht werden. Kosten nicht die Welt. Einzig ist natürlich die Arbeitszeit das Teure. Lohnt sich in jedem Fall ! In Ländern mit wenig UKW-Sendern ist natürlich der Dx-Effekt riesig. Am Nordkap von Mallorca ist Italien, Tunesien, Frankreich kein Prob!

von Gerhard Winter - am 11.04.2003 15:11
Kann man damit nur Stereoanlagentuner oder auch portable UKW-Empfänger umrüsten ?

von Asterix - am 12.04.2003 09:01
Das geht eigentlich mit jedem Gerät, welches seit den 80er Jahren gebaut wurde, für welche es noch entsprechende Halbleiter mit Loch-/Lötratsre gibt !

von Gerhard Winter - am 12.04.2003 19:31
wo bekomme ich die Halbleiter? Wer baut sie mir ein ? Brauche es wirklich dringend. Bitte!!!!!

von Jo Lüders - am 13.04.2003 08:41
fragt einfach mal beim Piraten-Charly an !

von Gerhard Winter - am 16.04.2003 08:08
Danke für den Tip ! Habe bei einem Fernsehtechniker meinen Grundig Fine Arts Tuner scharf machen lassen. absoluter Wahnsinn. Selbst an einer 3-Element-Antenne gehen hier in München noch die Tschechen !

von Jo Lüders - am 17.04.2003 09:15
wo denn? Ich finde hier in Pasing kein Frequenzloch, dass nicht von nem BR Sender von irgendwo dicht gemacht wird!

von elchris - am 17.04.2003 09:39
im OIRT-Band !

von Jo Lüders - am 17.04.2003 14:43
Die Tschechen senden doch gar nicht mehr im OIRT-Band!

von digifreak - am 17.04.2003 14:55
@Jo:

wo in München? Auf nem Berg vielleicht, aber in der Stadt?

von elchris - am 17.04.2003 15:45
Ich kann die Sprache leider nicht so auseinander halten. Kann natürlich durch die ES-Öffnung heute auch ein Russe oder Ungar gewesen sein !

von Jo Lüders - am 17.04.2003 17:59
Gut, jetzt hole ich diesen Thread nochmals hoch:
Lasst und diskutieren: Ist das nun wirklich realisierbar, oder nur ein Wuschtraum? Oder gar nur ein Fake-Thread? Wie sehen das hier die Elektronik-Profis?
Gerhard Winter ist ja an sich ein bekannter Name im normalen Leben, habe ihn auch schon persönlich getroffen, aber war er das wirklich, der da gepostet hat?

von dxbruelhart - am 11.11.2005 05:39

Mir sieht das nach einer grossen Verarsche aus ! Kanadische Sender in Irland ??? Wer glaubt das bitte ???

von Marcin Wilk - am 11.11.2005 06:01
@Marcin
Vgl. diesen Thread hier Forum

Der dort genannte Link funktioniert noch:



von Ottensen FM - am 11.11.2005 06:54
Was ich nicht witzig finde: Da benutzt "jemand" den Namen des Journalisten, Funkamateurs und Privatradiopioniers Jo Lüders und gibt auch vor, in München - wie es der echte Lüders war - ansässig zu sein.

Der echte Jo Lüders starb bereits im Jahre 2000 an den Folgen von ALS (Amyotrophische Laterale Sclerosis), einer Krankheit, von der z.B. auch Stephen Hawking betroffen ist.

Die Postings datieren vom April 2003. Innerhalb von 4 Tagen (vom 13. bis 17.4.2003) hat der Schreiber seinen Fine Arts Tuner modufizieren lassen und hört tschechische Programme im OIRT-Band... Später räumt er ein, es könne sich auch auch ungarische (ganz andere Sprachgruppe) oder russische Laute gehandelt haben. Usw... Ein Fake ohne Ende.

Eine Frechheit, diesen Namen für solche Fakes zu benutzen! Mir schwillt der Kamm!

von Ottensen FM - am 11.11.2005 08:57
Hab mir jetzt mal die IPs angesehen: Die ersten beiden Stellen sind bei
Gerhard Winter, Asterix, Jo Lüders identisch. Das muss noch nichts heißen, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass das ein und dieselbe Person war. Ist mir anscheinend damals nicht aufgefallen.

von Habakukk - am 11.11.2005 09:32
Ein schlagkräftiges Gegenargument hatte ja rick_71 schon gebracht: Hochempfindliche Empfänger bringen im UKW-Bereich kaum einen Vorteil, weil allein der Pegel des von der Antenne eingefangenen atmosphärischen Rauschens im UKW-Frequenzbereich schon ziemlich hoch ist.

Davon mal abgesehen: Die Rauschzahl eines Empfängers hängt nicht allein von den Transistoren, sondern von der gesamten Peripherie inklusive Vorselektion ab. Man müsste einen völlig neuen Empfänger konstruieren mit reduzierter Vorselektion, übersteuerungsfestem Frequenzumsetzer und einem nebenwellenarmen Oszillator. Und dann braucht man geeignetes Leiterplattenmaterial. Darüberhinaus ist der Einsatz der für den Satellitenfrequenzbereich optimierten Transistoren bei tieferen Frequenzen äußerst problematisch.

Ingo

von Ingo-GL - am 11.11.2005 10:18
Hallo,

Interessanter Thread, der hier wieder ausgegraben wurde, zeugt er doch vom Nichtwissen der HF-Technik bei den meisten Diskutanten.

Die Rauschzahl eines Empfängers wird im wesentlichen bei ausreichender Verstärkung von der ersten Stufe bestimmt. Mit entsprechenden Antennenverstärkern ausgerüstet mit garnicht so teuren sehr rauscharmen Transistoren ließe sich die Rauschzahl eines UKW-Empfangssystems leicht sehr niedrig gestalten. Ab einer bestimmten Rauschzahl macht das aber keinen Sinn mehr, da wie schon erwähnt, dann das atmosphärische- und terrestrische Rauschen die Empfindlichkeit bestimmt. Mit heutigen guten Verstärkern, die bei 2 bis 4 dB Rauschzahl liegen, ist man eigentlich gut bedient. Mit speziellen Transistoren und einem Rauschmeßplatz zum Abgleich schafft man vielleicht 0,8 dB Rauschzahl. Das ist also nur ca. 3 dB besser. Das kriegt man aber durch mehr Antennengewinn viel leichter hin. Z.B. Statt Dipol eine 3 El oder statt einer 4 El eine 6-7 El. Antenne.

Da kann man den Empfang nur noch durch mehr Antennengewinn verbessern, nur damit ergibt sich ein Anstieg des Nutzsignals ohne Rauschanstieg. Sogar das Gegenteil ist der Fall, durch die schärfere Bündelung der gewinnstärkeren Antenne wird eher weniger Umgebungsrauschen aufgenommen. Trotzdem rauscht die Antenne natürlich mit der Rauschleistung ihres realen Impedanzanteils, aber der ist unabhängig vom Gewinn einer Antennne.

Fazit: Auch in der HF-technik gibt es keine Wunder, auch wenn manche das gerne glauben möchten.

P.S. Ein Empfang kanadischer Stationen an der irischen Westküste ist sicherlich möglich, aber nur bei entsprechenden seltenen Sporadic E- oder Tropo-Konstellationen. Aber immerhin eine nette charmante Lüge von 'Gerhard Winter'...



von Vorverstaerker - am 11.11.2005 11:17
Mir kam der Fake-Gedake schon, als die Jungs (nach mehrfacher Anfrage) sich weigerten, weder die Herstellerfirma der "Wundertransistoren", noch den Umbauer oder die Kosten zu benennen...

von LeipzigNewsMan74 - am 11.11.2005 14:40
Ganz bestimmt Fake. Vor allem auch der Unsinn mit den Flugzeugreflexionen. Die geben niemals 4000 km Entfernungen (eher bis zu 1000 km) und ermöglichen nur sehr kurzzeitige Empfänge. Da müssen schon 4 Flugzeuge in Reihe stehen ;-)

Die Grenzen des DX werden immer noch am ehesten im Amateurfunk deutlich, wo die Bänder frei sind. Was bei normalen Bedingungen möglich ist, zeigt sich z.B. im Marconi CW-Contest auf 2m: wenn man mit 750 Watt und 20 dB (=75 kW ERP) Morsesignale sendet, ist meistens bei 1000 km Schluss.

Ebenso Träger-DX auf UHF. Da sind sogar oft 1000 kW im Spiel. Auch hier faden gelegentlich Stationen bis knapp 1000 km herein.

Aber 4000 km - das geht nur bei einem Superduct oder Sporadic-E-Doppelhopp, oder in Kombination. In unseren Breiten über Wasser und bei freier Frequenz mit viel Glück einmal im Jahr würde ich schätzen. Bei Sporadic kommen schnell ordentliche Feldstärken zu Stande, so daß man keine besonders rauscharmen Geräte braucht.

von peeraxel - am 11.11.2005 17:03
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.