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Antenno, wavefinder, Rosti 2.0, Nordlicht2, Der Modulator, Onabi, Felix II, HAL9000, Oliver.M, FantaX, DLR-Fan Sachsen-Anhalt

Antennekabel: Fensterdurchführungen empfehlenswert?

Startbeitrag von Antenno am 19.10.2005 11:52

Hallo,

ich habe in meiner Mietwohnung leider ein wenig Skrupel ein Loch in die Außenwand zu bohren, um dort das Antennenkabel durchzuführen (Yagi am Balkongitter im 1.Stock).

Nun gibt es ja diese Flachbandkabel die mit 10-20cm Länge und zwei F-Buchsen ausgestattet als Fensterdurchführung angeboten werden. Kuckst du hier: http://www.reichelt.de/index.html?ARTIKEL=SAT%20KABEL%20FB

Im Zusammenhang mit SAT-Anlagen scheinen die Dinger ja nicht das gelbe vom Ei zu sein. Wie siehts aber bei UKW aus? Wie groß sind die Dämpfungsverluste (incl. der beiden zusätzlichen Stecker) und wie sieht es mit dem Schirmungsmaß aus?


Gruß,Mario

Antworten:

Wenn se für SAT verwendet werden können, ist der Verlust bei UKW zu vernachlässigen. Man hat grundsätzlich Verluste, bei jeder Art von Zwischenstücken und Steckverbindungen, aber wenn ich das richtig verstehe, sitzt die Antenne aufm Balkon, ist also ohnehin nur ein sehr kurzer Leitungsweg. Kannst also gefahrlos bestellen.

von HAL9000 - am 19.10.2005 11:55
Selbst bei Sat habe ich bei Bekannten damit erstaunlich gute Erfahrungen gemacht. Sie hatten (würgh) bei Lidl dieses Komplettset mit der Durchführung gekauft und trotz langem Kabel und der Durchführung kam noch eine Signalqualität von 70% raus. Das meine ich genügend für Schlechtwetterreserve.

Daher denke ich auch, dass bei UKW die Verluste tatsächlich zu vernachlässigen sind.

von Oliver.M - am 19.10.2005 12:23
Wenn das Kabel länger als 10 m wird würde ich von der Flachbanddurchführung absehen, ansonsten paßt das schon.

von FantaX - am 19.10.2005 12:36
Da eh demnächst eine Bestellung bei Reichelt ansteht, werde ich wohl mal eine mitbestellen und das mal testen. Verschenken will ich eigentlich lieber nix, überlege auch desshalb gutes SAT-Kabel mit zu bestellen. Das wiederspricht sich irgendwie, gelle? ;-) Naja, einen Versuch ist es Wert, ansonsten muss halt doch der Bohrer her (und die Vermieterin ausm Garten ferngehalten werden ;-))

cu
Mario

von Antenno - am 19.10.2005 14:50
Viele Fernsterdurchführungen sind nicht geschirmt und daher sind die potentiellen Störungen von DECT-Telefonen enorm. Außerdem entsteht durch die Fehlanpassung oft ein Saugkreis für einzelne Transponder die dann einfach nicht mehr dekodiert werden können. bzw das SN -Verhältnis in die Knie geht.. Fernsterdurchführungen sind nur ein absoluter Notbehelf, empfehlen kann man sie nicht unbedingt. Manchmal ist es noch günstiger, besonders bei kurzen Längen dünnes Koaxkabel zu verwenden und lieber einen Knick im Kabel zu riskieren und dieses Kabel ins Fenster einzuklemmen.
7mm Koax-Kabel, 4-fach-geschirmt und Loch bohren sind oft nur schlecht mit solchem Bastelkram zu ersetzen.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 19.10.2005 15:20
Hatte ich erwähnt, dass es nur um UKW geht? ;-)

von Antenno - am 19.10.2005 15:41
Die wird wohl noch keiner für den UKW Bereich verwendet haben bisher, da sie dafür ja eigentlich auch nichtvorgesehen sind - sondern für SAT. Ich würde sagen "probieren geht über studieren" .

Ich selbst habe mit so einer Fensterdurchführung die allerschlechtesten Erfahrungen gemacht. Das Signal ging nach 2 Wochen so weit zurück, das der (digitale) Receiver kein Bild mehr zeigen konnte. Habe allerdings keine Ahnung wie oft das Fenster in diesen 2 Wochen geöffnet und wieder verschlossen wurde. Da es mir nicht gelang den Ampfang wieder herzurichten habe ich einen analogen Rec. angeschlossen und bin anschliessend auf Fehlersuche gegangen. Die Fehlerquelle war diese Fensterdurchführung (Fenster auf --> Bild ok, Fenster zu --> Bild fast komplett weg). Die ist dann wieder rausgeflogen und ich habe das normale Kabel eingeklemmt. Geht bis heute einwandfrei, es gab keine Probleme mehr.

Also mein Tip: Das Geld sparen und das normale Kabel einfach einquetschen.

mfG: Felix II

von Felix II - am 19.10.2005 16:18
Also ich verwende das ding hier mit 10m Kabel und ner 30er schüssel, das signal ist stabil aber es gibt kaum schlechtwetterreserve. Allerdings öffne ich das Fenster so gut wie nie, hab 2 fenster in dem raum. Habe im Selbstversuch herausgefunden, dass ein in alufolie eigewickeltes isoliertes dünnes Kabel genau das gleiche Ergebnis liefert. Also das Einklemmen eines normalen Koaxkabels würde zumindestens bei mir nicht funktionieren (Der Sinn einer Durchführung ist ja auch, dass man das fenster problemlos Schließen kann ;-)) Mit UKW hab ich das noch nicht probiert.

von Onabi - am 19.10.2005 17:44
Ich kann diese Fensterdurchführungen auch nicht für SAT empfehlen. Hatte selbst eine. Hatte auf verschiedenen Transpondern unterschiedliche Pegel und es was abhängig, ob die Balkon Tür auf oder zu war. Müll. Habe jett einfach ein 4mm dünnes Koaxlabel durch die Tür gelegt. Da ich nur 3m Zwischen LNB und Receiver habe, gibt es so keinerlei Einbußen.

Habe dieser Fensterduchführung aber dann für DAB (Band II und L-Band) verwendet. Da ging es prima. Habe da aber auch nicht so genaue SNR Anzeigen;-)



von wavefinder - am 19.10.2005 18:19
Also ich benutze Fensterdurchführungen, habe eine 65er Schüssel (Uni-Quad-LNB), DECT und mehr wie 10Meter lange Kabel (allerdings sehr hochwertige), empfange am PC damit ohne Probleme die DVB-s-Signale von ASTRA 19,2°Ost also irgendwas macht ihr falsch ;) (OK ich habe vor der Fensterdurchführung einen Verstärker geschaltet ;););) ) Das Problem ist, unser Vermieter würde an die Decke springen, wenn ich ein Loch in sein neugebautes Haus bohre, ich habe ihn ja damals schon die Schüssel untergejubelt...

von Rosti 2.0 - am 19.10.2005 21:29
Ich hab/hatte ne Durchfuehrung welche aus nem extrem duennen 'Coax Kabel' besteht. Die kann ich problemlos weiterempfehlen. Flachband ist sicher nicht so gut abgeschirmt, wie ja hier schon erwaehnt wurde. Auf kurzen Kabelwegen kannst aber auch zwei simple Draehte als Durchfuehrung verwenden, habs probiert und es geht ist ja dann auch ne Art Flachband.

von Nordlicht2 - am 19.10.2005 22:13
@Nordlicht2

Genau so hab' ich's auch bei mir gelöst: 2 Stück Koaxkabel von 1,4mm Durchmesser, etwa 20cm lang, je eine/n Koaxbuchse/-Stecker montiert, alles wasserdicht gemacht und unter der Fensterabdichtung verlegt.

So eine käuflich zu erwerbende Fensterdurchführungen kann man leicht selbst herstellen: Ein Flachbandkabel (vom Computer o.ä.) nehmen und bei 3 Litzen jeweils links und rechts außen die Abschirmung und in der Mitte die Seele einer/s Koaxbuchse/-Steckers anlöten. Die Impedanz dieses Gebildes liegt warscheinlich eher bei 50 Ohm (Abhängig vom Abstand der Litzen=Kapazität), das ist egal - dafür relativ konstant über die ganze Kabellänge. [ Z=SQRT(L/C) ]
Perfektionisten löten an der/m Koaxbuchse/-Stecker noch 1 pF nach Masse an. (Kompensiert etwa 1,5cm fehlende Kapazität einer fehlenden Abschirmung).

von Der Modulator - am 20.10.2005 15:53
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