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Wer hört noch Worldspace?

Startbeitrag von Spacelab am 22.01.2006 17:10

Hi!

Ich war gerade im Keller noch was suchen und da bin ich über die Worldspaceantenne meines Hitachi Radios gefallen. Jetzt frag ich mich ernsthaft wer heute in unseren Breitengeraden noch Worldspace hört. Damals war ich ja total wild auf Worldspace und wollte unbedingt so ein Radio haben. Als ich es aber dann für sehr viel Geld (das Ding hat damals immerhin 250 Mark gekostet) gekauft hatte, war ich sehr schnell total enttäuscht von dem Teil. Die Programmauswahl damals (wie es heute ist weiß ich nicht) ging ja noch gerade so, aber der Klang war grauenhaft. Es war ja schon gut das man MP3 und nicht MP2 als Tonstandart benutzt, und auch die maximale Datenrate von 128kb/s würde ja auch noch in Ordnung gehen, aber ein Sender klang grottiger als der nächste. Der Hitachi Empfänger hat ja leider keine Anzeige für die Datenrate, aber HitMixFM soll angeblich mit 128kb/s gesendet haben. Also ich bin ja heute noch der Meinung das der 32kb/s Windows Media Stream nen besseren Sound hatte. Und auch die Worldspace Vorzeigekanäle, wie zum Beispiel dieser Country Sender, klangen nicht wirklich gut. Diese sendeten zwar angeblich auch mit 128kb/s, hatten aber bei manchen Songs auch sehr starke Kompressionsartefakte die ich in dieser Form noch nie bei 128kb/s MP3 gehört habe. Also die 128kb/s DAB Kanäle hier im Saarland klingen da noch deutlich besser. Und das soll schon was heißen! Das war eigentlich der Hauptgrund warum ich die Worldspaceantenne in den letzten Winkel des Kellers geschmissen hab. Das Radio hingegen steht noch heute neben meinem Computer. Es leistet hervorragende Dienste wenn ich mal was von UKW aufzeichnen möchte. Das Teil hat einen Line-Out und der UKW Empfänger ist noch nicht mal so taub. Gut, die Filter sind seeehr breit ausgefallen, aber das stört mich hier nicht weiter da die Sender von denen ich meistens aufzeichne absolute Ortssender sind. Ausserdem hat das UKW Teil über den Line-Out einen ausgezeichneten Klang. Respekt! Lediglich der Kopfhörerausgang klingt etwas lahm und gepresst und von dem eingebauten billigst Lautsprecher reden wir besser erst garnicht. Über die AM Qualitäten kann ich hingegen nichts sagen. Hab die noch nie ausgetestet. Hat jemand von euch schon mal den Hitachi dahingehend unter die Lupe genommen? Vielleicht wäre er ja sogar ein Ersatz für meinen 909er Sangi der dem Hitachi im UKW Band (zumindest klanglich) nicht im geringsten das Wasser reichen kann. Vielleicht pack ich ja dann auch wieder die Worldspaceantenne mit ins Auto... Oder hat sich seit damals (so vor ca. 3 Jahren) die lage bei Worldspace nicht gebessert?
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Zitat

Charly H. in Remscheid hoffentlich! Der hats doch damals mit so viel Enthusiasmus propagiert!

Ja von dem hatte ich damals auch auf fast jeder Woldspaceseite im Internet gelesen. Ich kenne den Mensch zwar nicht persöhnlich und will deshalb jetzt auch nix falsches sagen, aber damals hab ich so einige von seinen "Erfahrungen mit Worldspace" gelesen die wohl eher ins Reich der Myten und Sagen gehören. ;)

Zitat

Das Thema ist für mich leider schon lange gestorben...

Was hat dich denn daran gestört? Die Programmauswahl oder der Klang? Oder was ganz anderes?

Zitat

Leider, hätte das doch so interessant sein können.

Ja das stimmt. Es gab ja eine Autoantenne für den mobilen Empfang (ist die eigentlich über den "Prototyp" Stand hinausgekommen?) und es waren sogar mal Repeater im Gespräch die den störungsfreien Empfang selbst in der Stadt ermöglichen sollten. Ausserdem verkündete man vollmundig das man die Kapazität der Sateliten jederzeit erweitern könne um noch mehr Radioprogramme auszustrahlen.

von Spacelab - am 22.01.2006 18:30
Bei mir steht der Hitachi schon seit etwa 2 Jahren auf dem Nachttisch - ohne angeschlossene WS-Antenne.

Taugt heute noch gut als Radiowecker für B5/MDR Info am Morgen.
Abends höre ich damit schon mal Radio 10 Gold auf MW - das geht sehr gut. Der Knopf für den Sleep-Timer läßt sich sehr schön intuitiv "blind" bedienen (bei jedem Tasten von 9 runterzählen...).

Das ist der Grund warum meiner noch nicht bei eBay gelandet ist.

In Asien soll(t)en ja Höchstpreise für den Hitachi gezahlt werden/worden sein.
Im Dezember wechselte noch einer für 75 Pounds seinen Besitzer bei eBay GB.

Hätte der Hitachi kein UKW RX (so wie der Sanyo) würde er jetzt bei mir im "DSR Regal" stehen.

von Köllepözer - am 22.01.2006 18:34
Fragt sich wirklich, ob WorldSpace / AfriStar noch zu retten ist. Selbst im eigentlichen Zielgebiet ist diesbezueglich absolute Funkstille. Konnte kuerzlich in Zentralafrika keinen einzigen WorldSpace Empfaenger orten. Weshalb auch? Schliesslich haben die Teile ja noch immer einen stolzen Preis. Selbst fuer unsere Verhaeltnisse liegen/lagen die Preise ja tendenziell stets ueber der Schmerzgrenze.

Mal abgesehen davon wissen die Leute eigentlich nur ganz selten, wozu die anderen Frequenzbänder ueberhaupt gut sind. Man/frau nutzt eigentlich bloss FM, obschon Mehrband-Receiver von Billigstherstellern wie AMSUA zu Schleuderpreisen erhaeltlich sind (ca. 10 Euro). Auf MW gibt's de facto fast kein Angebot und die Moeglichkeiten der Kurzwelle kennen eben nur ganz wenige.


von digiradio.ch - am 22.01.2006 18:34
Charly ist halt damals als einer der ersten auf den Worldspace-Zug aufgesprungen und hat praktisch mit der Vermarktung in Deutschland begonnen. Er hatte sich hier natürlich auch etwas als "Pionier" gefühlt und dies auch entsprechend kommuniziert.
An sich finde ich diese Idee (Radio per Sat überall) nicht schlecht und in Zeiten, wo Sat-Empfang z.B. für GPS aller Orten genutzt wird, frag ich mich ernsthaft, warum man da noch mit DAB etc. rumfunzelt, wenn man es über Sat viiiiel einfacher haben könnte, gleich ein Riesenpublikum zu erreichen.
Was man halt nicht vergessen darf: Worldspace war nie für den europäischen Markt produziert, sondern für Afrika und wir lagen halt noch am Rand der Ausleuchtzone. Ganz so unproblematisch wie von Charly propagiert war der Empfang hinterm Fenster dann aber wohl doch nicht. Und zudem war die Programmauswahl begrenzt und auch nicht jedermanns sache. Somit blieb das ganze unweigerlich doch eine Sache für einige wenige Freaks.
Schade ist, daß Worldspace dann irgendwann nur noch für kommerzielle Anbieter interessant war und der eigentliche Gedanke total verloren ging.


von PeterSchwarz - am 22.01.2006 18:58
Das Problem bei Satradio ist einfach das man es nicht Regionalisieren kann. Also da finde ich den Uni- oder Stadtsender schon besser im regionalen DAB L-Band aufgehoben. Aber Worldspace und das regionale L-Band zu kombinieren dürfte doch heutzutage weniger ein Problem sein. Oder? Der Frequenzbereich ist der gleiche und wenn man die Decoderchips etwas flexibler programmieren würde...

Die Moglichkeit Radiosender zu kodieren hätte man von anfang an nicht einbauen dürfen. Das es nämlich früher oder später zur kommerzialisierung kommt war (zumindest mir) schon gleich klar. Wenn ein Gerät die Möglichkeit besitzt jemandem auf einfachste Art und Weise das Geld aus der Tasche zu ziehen, dann wird diese Funktion auch gerne genutzt. Übrigens gab es damals so eine Art "Keygenerator" für verschiedene Radiosender. Dieser spuckte den Code aus den man in sein Worldspaceradio eingeben musste damit dieses den Sender wiedergab. Könnte aber auch sein das das nur ein Fake war. Ich hab das nämlich nie probiert.

von Spacelab - am 22.01.2006 19:22
Also in Santa Cruz war auf der 91,0Mhz ein kleinerer Lokalradiosender zu hören. Von HitMix FM weit und breit nix. Eine Internetbekanntschaft von mir meldet aus Stockholm (94,2Mhz) auch weit und breit kein HitMix FM. Ist das mit dem Sender nicht das gleiche wie damals mit "Radioaktiv FM"? Da war doch auch mal von etlichen UKW Frequenzen im Ausland zu lesen und der Einspeisung in etliche Hauskabelnetze von großen Hotels. Mysteriöserweise war Radioaktiv dort aber nirgendwo zu hören. :rolleyes: Im gegensatz zu HitMix FM hatte Radioaktiv aber wenigstens eine annehmbare Klangqualität. Ich hatte HitMix FM noch nie in einer halbwegs normalen Klangqualität gehört. Anscheinend wurde bei denen alles vom 32kb/s Internetstream abgegriffen. :kotz:

Zitat

Ich will nur mal wissen, WO Hit Mix FM nun seinen Sitz hat.

Angeblich sitzen die an der Costa Blanca (Spanien). Das ist dort wo HitMix FM nach eigenen Aussagen seinen stärksten UKW Sender hat. "Jetzt haben wir noch mehr Power! Mit 100kW befeuern wir die Costa Blanca, Moraira, Altea und die ganze Benidorn! Die absolute HitMix Power in eurem Radio! Es gibt kein entkommen!" :hot: :eek: :D
Aber wir schweifen ab...

Zitat

Was ist mit dem geplanten Satelliten?

Das hab ich mich damals auch schon öfters mal gefragt. Aber ich glaube den können sie sich jetzt schenken. Jetzt ist der Zug abgefahren. Obwohl... Man hat ja angeblich einen neuen millionenschweren Investor gefunden der auch noch hervorragende Kontakte zu wichtigen Unternehmen hat. Aber ob man das alles so glauben kann... Irgendwie verdammt schwierig hier Realität und Wunschdenken auseinander zu halten. Was Worldspace angeht scheinen sich einige Leute selbst froh zu machen. So kommt es einem zumindest vor wenn mal mal einige Links durchliest die Google so ausspuckt.

von Spacelab - am 22.01.2006 22:51
Zitat

Das UKW-Teil habe ich als durchschnittlich gut in Erinnerung, mehr nicht.

Na das ist doch schon mehr als mit dem Sangi. :D Ne mal ernsthaft; wie es mit den DX Möglichkeiten aussieht hab ich noch nicht probiert, aber der UKW Klang gefällt mir besser als vom Sangi und, das Wichtigste, ich hab SR1 nicht 3 mal übers ganze UKW Band verteilt! :rolleyes: Ausserdem macht mir auf dem Hitachi das eigentlich nur sehr schwache "France Culture" (90,7Mhz) keine Störungen mehr bei SWR3 auf der 90,6Mhz.

Das der Hitachi bei AM nicht überzeugt ist schlecht für mich. Denn hier im Saarland gibt es eigentlich nur 2 Sender die man gut hören kann. Das ist die 1179khz und 1422khz. Für alles andere brauch man schon einen sehr hellhörigen Empfänger.

Zitat

Aber in Sachen Worldspace war das Teil einsame Spitze.

Das lese ich überall im Netz. Der Hitachi soll bei Worldspace noch Töne ausspucken wo andere Empfänger schon längst still sind. Nicht umsonst gilt der WS1 auch heute noch als DER Worldspace Empfänger überhaupt. Schade nur das Worldspace so uninteressant geworden ist... :(

von Spacelab - am 24.01.2006 14:32
Wie gesagt, ich hab auch noch einen. Diesen habe ich per Line-Out an den PC angeschlossen und benutze ihn nur um UKW Mitschnitte zu machen.

Zitat

Hält man die Patchantenne vor den Subreflektor einer T90, kann man auch den Africa-Ostbeam in Deutschland empfangen.

Also ist es mit einer "richtigen" L-Band Worldspaceantenne, wie man sie zum Beispiel bei Thiecom bekommt, ja eigentlich garkein Problem den Africa-Ostbeam zu empfangen.

Zitat

Bei ebay UK ist grad wieder einer für z.Z. ca 90 Euro drin (noch 2 Tage)

Obwohl Worldspace, meiner Meinung nach, recht uninteressant ist, werden doch noch recht heftige Preise für so ein Radio bezahlt. :eek:

von Spacelab - am 24.01.2006 17:19
@Spacelab

Du verwechselst da was!
Die Idee der Codierung kam nicht von den Sendern, sondern von WorldSpace selbst. Schau Dir doch mal das Angebot an. Alleine die Senderbelegung zeigt seit Jahren, dass das Konzept gescheitert ist. Schon vor einigen Jahren hatte WorldSpace in Aussicht gestellt, mit der Verschlüsselung der Kanäle eine Einnahmequelle für sich zu erschließen.
Ich sage mal, dass man sich darin auch eine Überlebensmöglichkeit sah. Wenn schon kaum Radios verkauft wurden, vielleicht kann man deren Besitzer auch abzocken. Bedenke auch, dass die Option von WorldSpace schon immer ins Auge gefasst wurde. Sonst hätten selbst die ältesten Empfänger nicht die Möglichkeit codierte Sender zu empfangen/freizuschalten.

von delfi - am 26.01.2006 10:34
Zitat

Zitat

Worldspace mit paar fetzigen Kanälen wäre wohl nicht verkehrt gewesen...


Ja. Vor allem OHNE Codierung! Wer bezahlt denn heute noch für Radiosender die eine so lausige Qualität haben?! So eine Codierung bringt doch jedes System zum scheitern.


Mit Werbung auf den Worldspace-eigenen Kanälen hat man es ja versucht. Ohne Erfolg. Da blieb nur dieser Weg. Zugegebenerweise ist die Tonqualität bei Wiedergabe über ein HiFi-System ziemlich mies, aber über den Empfängerlautsprecher beim Sanyo hört es sich passabel an, finde ich.

Es wurde in diesem Thread schon einmal angesprochen, und weil ich es selber probiert habe, möchte ich meine Erfahrungen mal weitergeben: Worldspace-Empfang mit Mobilantenne. Das funktioniert tatsächlich ohne irgendwelche Ausrichtung. Aber die Mobilantenne muß auf einer Metalloberfläche sitzen, sonst kommt gar nichts. Der Nachteil ist, daß selbt hier in der Kleinstadt (mit zweistöckiger Bebauung) der Empfang in Straßen, die in west-ost Richtung verlaufen, nur zwischen den Häusern möglich ist. Und die dauernden Unterbrechungen sind total nervig. Einem Wortprogramm lönnte man so absolut nicht folgen, aber auch für Musiksendungen ist es noch schlimm genug. (Weiß jemand, wie XM-Radio und Sirius in den USA das in den Griff kriegen? Soweit ich weiß, hat man nur größere Städte mit ihren Straßenschluchten terrestrische Umsetzer!) Falls das gut funktioniert hätte, würde ich sogar ein Abo bestellen, denn auf höchste Tonqualität kommt es im Auto nicht an, und NPR mobil wäre schon was feines, zumal letztere auch jeden Beweis, das sie wirklich gehört werden, brauchen können.

Catperson


von catperson - am 28.01.2006 14:29
Hatte seinerzeit meinen Hitachi gerade noch rechtzeitig vor Beginn der Verschlüsselungsorgien abstoßen können.
Der Empfang in D war stationär schon brauchbar, das mit der Mobilantenne dürfte nur in Süddeutschland praktikabel sein.
Mit meinen Hitachi ging das in München auch ganz gut hinter der Fensterscheibe, aber in Berlin nur Outdoor und mit exakter Ausrichtung.
Und die Geografie dürfte auch ein Grund sein, warum das mit Sirius und XM in den USA besser funktioniert, die sind größtenteils südlich von 45° Nord. Für Europa bräuchte man da was mit mehreren Nichtstationären Satelliten, bei denen dann DAB-ähnlich Mehrwegempfang läuft. Der DAB-L-Band-Empfang im Flugzeug klappt ja wunderbar (am Fenster), dann müßte der Frequenzbereich mit der gleichen technologie (sprich gleiche Empfangsgeräte nutzbar) auch auf beweglichen Satelliten optimierbar sein...

von Hagen - am 28.01.2006 15:11
Ich hab die letzten Tage und vor allem Abende mal etwas mit dem Hitachi und dem Sangi 909 rumgespielt. Tagsüber auf Mittelwelle finde ich den Hitachi auch einen kleinen hauch besser als den Sangi. Aber abends lässt der Hitachi dann nach. Wo ich mit dem Sangi, dank "Wide / Narrow" Schalter und "AM Sens" Regler noch so manche Station aus dem Gewirr rausfiltern kann, gibts mit dem Hitachi nur noch Chaos zu hören. Auch im Kurzwelle Bereich finde ich den Sangi besser. Den größten Vorsprung hat der Hitachi aber im UKW Bereich. Hier schlagen starke Stationen auf einer Nachbarfrequenz nicht so in den schwachen Sender durch. Einen, wenigstens für mich, recht großen Vorteil hat der Sangi aber auf jeden Fall; der eingebaute Lautsprecher klingt (zumindest in der "Musik" Stellung) deutlich angenemer als der des Hitachi. Warum man in solche teuren Radios solche schrottigen billigst Tröter einbaut hab ich sowieso nie verstanden. :rolleyes:

von Spacelab - am 03.02.2006 15:30

SatelliFax: WorldSpace streicht Pay-Radio

WorldSpace streicht Pay-Radio für Europa

WorldSpace stellt zum 30. November nächsten Jahres seinen bisherigen
Pay-Radio-Service über den Westbeam des Afristar-Satelliten, 21° Ost, ein.
Stattdessen soll die hier zur Verfügung stehende Übertragungskapazität für
neue Dienste genutzt werden, die sich an Kunden auf dem italienischen Markt
richtet. Dabei soll ein nicht mit dem derzeit genutzten Standard
kompatibles Übertragungssystem eingesetzt werden. Auf dem Ost- und Südbeam
von Afristar sind keine Änderungen geplant. Damit werden allerdings keine
Kunden in Europa erreicht.

Wer weiss dazu noch genaueres?



von dxbruelhart - am 16.11.2006 07:19

Worldspace ändert Codec

Auf der Worldspace-Seite wird jetzt die Einstellung des Europa/Westafrikadienstes am 30.11.2007 angekündigt:

Zitat

WorldSpace is modifying and upgrading its current satellite technology as well as content programming in preparation for mobile services


Radionyt.dk meldet dazu:

Zitat

WorldSpace har nu meddelt, at man skifter kodning om ét år på den transponder der dækker Vestafrika og Europa. ... Kun BBC WS og Radio France Int. vil blive sendt i den gamle kodning med en lav bitrate.


Der Codec soll also offensichtlich am 1.12. gewechselt werden. Nur BBC und RFI werden weiter im alten Codec (MP3) mit niedriger Bitrate weitersenden. Ob dann AAC kommt?

von peeraxel - am 05.12.2006 12:24

Re: Worldspace ändert Codec

Jetzt hat Worldspace mal konkretere Pläne vorgelegt, was geplant ist:
Satellifax meldet http://www.satnews.de/mlesen.php?id=d7ad06d2a944994bc052fd0c8fab0b03

Worldspace startet neuen Satellitenradiodienst in Europa - Delphi liefert Geräte
Zeitgleich mit der Einführung des mobilen Satellitenradiodienstes von Worldspace in Italien wird Delphi 2009 ein Satellitenradiogerät anbieten, mit dem Autofahrer ihre Fahrzeuge nachrüsten können. Auf der derzeit in Las Vegas, USA, stattfindenden "Consumer Electronics Show" haben die Delphi Corporation und der Satellitenradio-Anbieter eine Entwicklungsvereinbarung über den Bau von Satellitenempfängern für Europa getroffen. Die Vereinbarung sieht vor, dass Delphi das erste mobile Worldspace-Satellitenradio für den europäischen Autozubehörmarkt entwickeln wird. Grundlage sei ein Referenzentwurf von Worldspace. Ferner gaben die beiden Unternehmen bekannt, dass Delphi erste Entwicklungsadresse für Radios und Empfangstechnik-Anwendungen für Worldspace in Europa sein wird. Die Entwicklung der Worldspace-Empfänger und Anwendungssysteme wird im "European Satellite Radio Center of Excellence" im niedersächsischen Bad Salzdetfurth stattfinden.

Der von Delphi für die Anforderungen des europäischen Autozubehörmarktes zu entwickelnde Empfänger wird seine Signale vom Worldspace-Satelliten empfangen, der den europäischen Kontinent abdeckt. Kern der Technologie, die Worldspace in seinem neuen Satellitenradio-Netzwerk für Europa einsetzen wird, ist der Standard für digitales Satellitenradio (SDR), wie ihn das technische Komitee des Europäischen Instituts für Telekommunikationsstandards (ETSI) im November 2006 verabschiedet hat. Das Netzwerk kombiniert terrestrische Überträger und Satelliten und erlaubt eine hocheffiziente Nutzung des Frequenzbereichs (12,5 MHz von 1479,5 bis 1492), der dem Satellitenradio zugewiesen worden ist. Somit erreicht das System maximale Kapazität bei exzellenter Dienstqualität, selbst unter problematischen Empfangsbedingungen, wie zum Beispiel in Innenstädten.

Das Radiogerät für den Nachrüstmarkt soll 2009, parallel zur Einführung des mobilen Dienstes von Worldspace in Italien, auf den Markt kommen. Der Sat-Radio-Betreiber plant, zu Anfang auf 40 bis 50 werbefreien Kanäle Musik, Nachrichten, Wortbeiträgen, Unterhaltung und Sport rund um die Uhr zu senden. Worldspace wolle die beste verfügbare digitale Audiotechnik einsetzen (MPEG-4 accPLUS v.2).


Do, 10. Jan 2008

von dxbruelhart - am 10.01.2008 10:50
Ich finds auch gut wenn endlich mal jemand den Anfang macht. Ich hoffe nur das die Geräte nicht allzu teuer werden. Sonst haben wir wieder das gleiche wie bei DAB am Anfang. Da war ja auch eine sehr große Hemmschwelle da wegen der sehr hohen Gerätepreise.

Schau mal bei www.tuner2.com rein. Da dürfte alles was so unter 40kb/s sendet in AAC+v2 sein. BigL hat auch einen AAC+v2 Stream, aber da stimmt die Balance oft nicht und der rechte Kanal ist lauter als der linke. Wenn du willst dann kannst du mir auch deine E-Mail Adresse geben und ich Encodier dir mal was in AAC+v2. Weil wenn die Radiosender bei Tuner2 einen Soundverbieger im Einsatz haben dann fällt die Klangbewertung eher schwer.

von Spacelab - am 11.01.2008 07:52
Auf dxaktuell.de habe ich gelesen, dass sich das neue Worldspace auch auf die Schweiz fokussieren will:

Worldspace erhält Sendeerlaubnis für die Schweiz
21.03.2008

Der Satellitenbetreiber "Worldspace Satellite Radio" erhielt von dem schweizerischen Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) die Sendeerlaubnis für ein von terrestrischen Bodenstationen gestütztes Satellitenradio.

Worldspace wird die Frequenz 12.5 MHz im L-Band für sein geplantes europäisches Satellitenradio nutzen. Die Firma plant, das mobile Sat-Radio 2009 in Italien anzubieten. FürWorldspace - Logo das "Hybrid-Radio" werden die ersten Empfangsgeräte Anfang des nächsten Jahres erwartet, außerdem sollen Autoradios in Fahrzeugen von Fiat verfügbar werden. Worldspace erwartet in diesem Jahr noch vier weitere Sendelizenzen zu erhalten.

So hofft Noah A. Samara von Worldspace bald die Erlaubnis für Ausstrahlungen in Großbritannien, Spanien, Deutschland und Frankreich zu erhalten. Bezogen auf die neue Sendelizenz der BAKOM meint er: "Wir werden versuchen verschiedene Nachrichten-, Sport-, Musik- und Unterhaltungsprogramme zu verbreiten, die besonders auf die Schweiz zugeschnitten sind."

// www.worldspace.com // Quelle: Worldspace via RNW Media Blog


Die Frequenz 12,5 MHz ist hier nicht richtig interpretiert. Im RNW-Media Network-Blog heisst es:
WorldSpace Satellite Radio will use the 12.5 MHz of L-band frequency (1479.5 to 1492 MHz) harmonized for satellite radio in Europe and for which WorldSpace has priority rights throughout Europe, the Middle East and Africa

Explosiv an dieser Nachricht ist aber auch, dass Worldspace die Linzenz für terrestrische Umsetzer in der Schweiz vom Bakom bekommen hat. Es wird also wohl eine weitere Verfunzelung des UKW-Bandes durch Worldpace geben...

von dxbruelhart - am 26.03.2008 07:48
Worldspace hat von der BNetzA die Erlaubnis für eine deutschlandweite Ausstrahlung im L-Band erhalten.

Zitat
www.DXaktuell.de
Was in Amerika zum täglichen Rundfunkalltag gehört, ist bei uns noch Zukunftsmusik. Doch nun wurde ein wichtiger Schritt in Sachen mobiles Satellitenradio für Europa getan: Worldspace erhielt von der Bundesnetzagentur die Lizenz für eine deutschlandweite Ausstrahlung seiner Programme im L-Band (1479.5-1492 MHz). Diese terrestrischen Sender werden zusammen mit dem bestehenden Satellitensystem ein störungsarmes Satellitenradio gewährleisten: Im Indoor-Bereich erreichen die Empfänger die Radioprogramme über terrestrische Sender, während im Freien das Signal (zusätzlich) vom Satelliten an das Radio gelangt. So ist auch in Gebieten, die gar nicht oder nur schlecht von herkömmlichen Sendern versorgt werden können, ein Empfang möglich.

Bereits vor einigen Wochen erhielt die Betreibergesellschaft Worldspace eine Lizenz für die Schweiz. Außerdem liegt dem Unternehmen die Sendeerlaubnis für Italien vor. Nach eigenen Angaben stehen die Sterne gut, um weitere Sendelizenzen für weitere Länder zu erhalten. Worldspace will Europa mit "attraktiven Radioprogrammen, die auf die verschiedenen Kulturen und Interessen Europas zugeschnitten sind," versorgen.

// www.worldspace.com // Quelle: RNW Media Blog

Die Originalmeldung befindet sich hier: http://blogs.rnw.nl/medianetwork/worldspace-receives-approval-for-german-terrestrial-repeater-network


von kielerförde - am 10.04.2008 16:55
Dieser Noah A. Samara mus wirklich gute Freunde bei den Banken haben, dass man ihm so viel Geld gibt für ein totes Pferd.

Der Mann stammt aus Oastafrika, wanderte aber in die USA aus und versucht nunmehr seit fast 15 Jahren, digitales Satellitenradio zu etablieren.

Wenn mann frühere Aussagen von Worldspace ernst nehmen kann, so war das eigentliche Zielgebiet immer die Entwicklungsländer, in denen es keinen oder nur unzureichenden terrestrischen Hörfunk gibt. Also Lateinamerika, Afrika und Südasien.

Vor allem, so die Argumentation, solle auf diese Weise "objektive" Information für die Bewohner dieser sicher gestellt werden, da in vielen Staaten die Medien der Zensur unterliegen.

Das ist zwar sicher eine richtige Behauptung, aber da dürfte die Kurzwelle mit BBC, RFI etc, immer noch die erste Informationsquelle in den Ländern sein. Das auch dort, wo das Internet bisland noch nicht hingelangt ist.

Diese Vorstellung von Samara/Worldspace ist meiner Meinung nach von verschiedenen fehlerhaften Vorstellungen geprägt. Wie kommen die auf die Idee, dass ausgerchnet die Ärmsten der Ärmsten relativ teures Equipment kaufen, um nur Radio zu hören?

Und wie komen die auf die Idee, dass sie ausgerechnet auf einen "reichen Amerikaner" warten, der sie mit Radio aus dem Weltall versorgt?

Kurz gesagt: Das konnte nicht funktionieren.

Inzwischen ist aber Worldspace wieder aus der Versenkung aufgetaucht, um es dem relativen Erfolg von Satellitenradio in den USA in Europa gleich zu tun.

Aber auch der Erfolg ist fraglich. Wer zahlt schon für grauenhaft tot komprimierte Musikkanäle, die es zu dem im Kabel kostenlos zum TV-Abo dazugibt?

Ok, man kann Worldspace auch im Auto hören. Hierzu sind aber unzählige terrestrische Umsetzer notwendig. Diese müssen in mehreren Ländern gleichzeitig aufgebaut, betrieben und gewartet werden. Was soll denn das kosten, und vor allem, wie teuer muss so ein Worldspace-Abo dann sein?

von Alqaszar - am 03.05.2008 14:58
Also wie man das alles bezahlen will bei Worldspace weis ich auch nicht. Aber seit dem Start der Worldspaceplattform ist ja auch schon bekannt das diese Organisation (weis nicht wie ich das anders nennen soll) doch sehr potente Geldgeber im Rücken hat. Das man Satellitenradio für die Entwicklungsländer machen will mag vielleicht nur ein Vorwand gewesen sein um Gelder von Leuten zu kassieren die das für eine super spitzen Idee hielten. Und wenn man nur Wasser auf die Mühlen irgendwelcher notorischer Weltverbesserer geben wollte um den einen oder anderen Dollar locker zu machen. Ich meine wir wissen ja mittlerweile alle wie sowas funktioniert. Nachdem das Satradio in den USA aber ein solcher Renner geworden ist, ist es den Worldspace Leuten bestimmt noch einfacher gefallen potente Sponsoren für ein solches Projekt für das noch total jungfräuliche Europa zu gewinnen. Wenn das ganze ein ähnlicher Erfolg wird wie in den USA dann werden das sich auch gewiss einige Firmen auf die Fahnen schreiben das sie bei einem Meilenstein wie dem digitalen Satellitenradio als Pioniere dabei waren. :rolleyes:

Zitat
tomtino
Die Klangquallität ist natürlich nur mäßig, aber um berieseln lassen geht's.

Die teilweise sogar sehr mäßige Klangqualität war ja sowieso immer die Schwachstelle von Worldspace. Obwohl mit bis zu 128kb/s im MP3 Format gesendet werden konnte war der Klang manchmal unterirdisch. Sogar die hauseigenen Worldspacekanäle schepperten manchmal wie mit einem billigen ur-alt Encoder komprimiert. Ich hoffe das man daraus gelernt hat und bei dem neuen Projekt etwas mehr auf Klangqualität achtet. Denn wenn ich schon für Radio monatlich Geld abdrücken soll, dann ist eine halbwegs ordentliche Klangqualität aber das absolute Minimum.

von Spacelab - am 03.05.2008 20:49
Zitat
alqaszar
Vor allem, so die Argumentation, solle auf diese Weise "objektive" Information für die Bewohner dieser sicher gestellt werden, da in vielen Staaten die Medien der Zensur unterliegen.

Das ist zwar sicher eine richtige Behauptung, aber da dürfte die Kurzwelle mit BBC, RFI etc, immer noch die erste Informationsquelle in den Ländern sein. Das auch dort, wo das Internet bisland noch nicht hingelangt ist.

Diese Vorstellung von Samara/Worldspace ist meiner Meinung nach von verschiedenen fehlerhaften Vorstellungen geprägt. Wie kommen die auf die Idee, dass ausgerchnet die Ärmsten der Ärmsten relativ teures Equipment kaufen, um nur Radio zu hören?

Die BBC und RFI sind doch auf Worldspace vertreten! Und die Ärmsten der Armen haben sicherlich andere Probleme als sich zu informieren - egal wie objektiv oder über welches Medium. Das Problem der Kosten für die Empfänger hat man auch bei Worldspace gesehen, nur sind die Geräte, als sie dann endlich existierten, für den anvisierten Markt viel zu teuer und zu stromhungrig gewesen. Da hat man dann mit durchwachsenem Erfolg versucht, das beste aus der Situation zu machen und ein anderes Publikum anzusprechen.

Zitat

Und wie komen die auf die Idee, dass sie ausgerechnet auf einen "reichen Amerikaner" warten, der sie mit Radio aus dem Weltall versorgt?

Du schreibt selber, daß er aus Afrika kommt. Und da könnte man ihm schon zutrauen, daß er einen Mangelzustand bzw. eine Marktlücke in seiner Heimat als solche erkannt hat.

Zitat

Kurz gesagt: Das konnte nicht funktionieren.

Entschuldigung, aber dieser Satz ist typisch deutsch! ;)

Zitat

Inzwischen ist aber Worldspace wieder aus der Versenkung aufgetaucht, um es dem relativen Erfolg von Satellitenradio in den USA in Europa gleich zu tun.

Der wirtschaftliche Erfolg gemessen am Aktienkurs ist selbst in den USA sehr relativ. Und das trotz der sehr viel günstigeren Umstände als in Europa.

Zitat

Aber auch der Erfolg ist fraglich. Wer zahlt schon für grauenhaft tot komprimierte Musikkanäle, die es zu dem im Kabel kostenlos zum TV-Abo dazugibt?

Ok, man kann Worldspace auch im Auto hören.

Genau dafür taugt es und genau das ist die einzige Erfolgschance die es hat, wenn es denn tatsächlich gut funktioniert. Und es müssen ja nicht Musikkanäle sein. Europaweiter mobiler Empfang von nationalen Wortprogrammen jenseits der bekannten Probleme von Mittel- und Langwelle wäre schon etwas interessantes. Wenn es den funktioniert und wenn so ein Abo nicht unvertretbar teuer wird. Sagt jemand, der immer so merkwürdige Sender hört.

Catperson


von catperson - am 03.05.2008 21:34
Inzwischen gab es ein paar Änderungen:

Kanal 12: "VIRGINUK" wurde durch "ABSOLUTE" ausgetauscht. Der Kanal ist weiterhin verschlüsselt.
Kanal 300: Die Ausstrahlung von "CNNI" wurde eingestellt.
Kanal 926: Der Datenkanal "MESA2WAY" wurde aufgeschaltet.
Demnach sieht es auf dem Nordwestbeam so aus:

10 CAROLINE
12 ABSOLUTE (codiert)
29 UPOP (codiert)
40 40 ON 40 (codiert)
301 NPR
302 BBC-WRLD
304 BLOOMBRG
305 WRN 1
327 WRN 2
329 RFI-1
331 BFM
355 BBC-AFRW
415 EUROPE 1
416 RMC INFO
500 TALKSPRT
501 FOXSPRTS
612 ESPERANC
750 ALC
926 MESA2WAY (Datenkanal)
927 FSR (Datenkanal)
933 (1) EDUTEST (Worldspace-SMS Datenkanal)
933 (2) EDUTEST (Worldspace-SMS Datenkanal)
935 OMNISAT (Datenkanal)
945 (1) MARINE
945 (2) MARINE
2000 OAAC (Datenkanal)
2030 TEST ALC (Datenkanal)


von kielerförde - am 26.09.2008 15:48
Zitat
Spacelab
Also irgendwie nix was mich jetzt dazu verleiten würde den Sanyo wieder zu entstauben.

Aber es war vor ein paar Monaten ganz praktisch, als NPR tagelang Probleme mit dem Hotbird-Feed hatte (sagt einer, der so etwas merkwürdiges öfters hört, zum Beispiel gerade jetzt).

Übrigens scheint man bei Worldspace normalerweise das Hotbird-Feed zu verwenden, aber im Störungsfall schaltet wohl eine Automatik nach einigen Sekunden Stille auf das NPR-Feed bei AFRTS um (was man an den anderen Continuity-Ansagen erkennen kann). Da das Worldspace-Feed sowieso dem Hotbird-Feed nachhinkt (manchmal mehrere Minuten), konnte ich bei einem Hotbird-Ausfall ganz schnell umschalten und noch einmal hören, wie der selbe Satz abbrach, und nach kurzer Stille dann weiterging.

Catperson


von catperson - am 26.09.2008 18:39
Aus dem Gedächtnis, und das muß auch nicht mehr Stand der Dinge sein, behaupte ich, daß der Uplink für Afristar in Südafrika und der für Asiastar in Singapur ist. Damit stellt sich natürlich die Frage, wie die europäischen Sender ihr Signal da hinbekommen. Auch wäre es mit der neuen Ausrichtung auf Mobilempfang in Europa etwas hinrissig, die Programme erst quer durch die Welt zu transportieren.

NPR Worldwide liefert sein Programm per Kabel nach WRN, die es an BT weiterleiten. Angeblich hat der NPR-Sender in Berlin auch eine eigene Kabelanbindung, über die getrennte Programme gefahren werden können. Im normalen, wöchtentlichen Programm kommt das nicht vor und von Sondersendungen für Berlin habe ich auch schon lange nichts mehr gehört.

Als der Hotbird-Ausfall andauerte, liefen die NPR-Übernahmen bei WRN wie gewohnt weiter und hatten auch die NPR-Hotbird-üblichen Ansagen.

Wenn ich nicht das vorhin beschriebene Ausfallerlebnis gehabt hätte, würde ich nicht darüber spekulieren wie das Signal zu Worldspace kommt. Als NPR vor einigen Jahren auf dem Hotbird die Frequenz wechselte, soll auf Worldspace noch tagelang die Hinweisschleife auf der alten Frequenz, die zu einem neuen Suchlauf aufforderte, gelaufen sein. Auch das spricht für eine Abnahme vom Hotbird.

Die Ansage ist "You are listening to NPR Worldwide and NPR FM 1-0-4 point 1 Berlin". So läuft sie auf dem Hotbird, im Normalfall bei Worldspace und in Berlin und zwar direkt vor der vollen Stunde. Die AFRTS-Ansage kriege ich jetzt aus dem Kopf nicht auf die Reihe. Jedenfalls läuft die am Anfang der 59. Minute (fast) jeder Stunde und erwähnt natürlich die Berliner Frequenz nicht. Interessanterweise erwähnt man auch AFRTS nicht mehr.

Catperson


von catperson - am 26.09.2008 19:16
Zitat
Kay B
Und wie hoch sind eigentlich die Datenraten? Mitschnitte, die mir bis jetzt untergekommen sind, haben sich schon nach 64 kbit/s mp3 oder weniger angehört.

Also die Promo-Kanäle damals (POP, Country und weis der Geier noch was) sollten angeblich 128kb/s gehabt haben. Aber irgendwie klang das wie ein schlechter 96kb/s MP3 Encoder. Vor allem wenn bei Country die Gitarren gezupft wurden zerrte es mehr als deutlich hörbar. Und auf dem Pop Kanal zerrten vor allem die "S" und "Z" laute hörbar. Also ich weis ja nicht welche Encoder die bei Worldspace in Betrieb haben oder hatten, aber die Teile waren keinen Pfifferling wert. :sneg: Das hörte sich an als wenn man beim LAME Encoder mauell den Highpass Filter deaktivierte. Komische Sache. Ich hoffe das die AAC Encoder besser sind sonst gehen die ganz schnell baden mit ihrem schönen Satelliten Radio. :rolleyes:

von Spacelab - am 26.09.2008 19:52
Zitat
dokä
Ich dachte der Uplink wäre in Toulouse? Oder in London.

Ich habe nicht ohne Grund meinen Satz mit...

Zitat

Aus dem Gedächtnis, und das muß auch nicht mehr Stand der Dinge sein, behaupte ich...

angefangen.

Aber Google ist mein Freund und hat unter anderem dieses gefunden.

Überrascht hat mich, daß sogar WRN für Worldspace uplinken soll, denn das widerspricht der ziemlich eindeutigen Beobachtung, daß zumindest das NPR-Signal im Normalfall vom Hotbird kommt.

Catperson


von catperson - am 26.09.2008 20:22
OT:

@ catperson

Zitat

Angeblich hat der NPR-Sender in Berlin auch eine eigene Kabelanbindung, über die getrennte Programme gefahren werden können. Im normalen, wöchtentlichen Programm kommt das nicht vor und von Sondersendungen für Berlin habe ich auch schon lange nichts mehr gehört.


Das wäre ja schon ein riesen Aufwand, wenn NPR für diese eine UKW-Frequenz in Berlin so einen Aufwand betreiben würde. Und dann bräuchten sie den Jingle mit der 104.1 in Berlin ja auch nicht über Hotbird auszustrahlen, wenn sie eine Kabelanbindung hätten. Seit wann ist NPR in Berlin eigentlich auf der 104.1 auf Sendung?


von Kay B - am 27.09.2008 02:09
Zitat
Kay B
Will man Worldspace etwa auf AAC umstellen?

Jap. Worldspace in seiner jetzigen Form wird eingestellt. Dafür doch der ganze Wirbel den die machen mit ihrem "ersten Mobilen Satellitenradio Europas" und diesen erdgebundenen Repeatern (im L-Band) die schon seit einer halben Ewigkeit koordiniert werden. Dieses Pay-Sat-Radio wird in einem selbst gebastelten Audioformat, das auf dem AAC+ CODEC des Fraunhofer Instituts beruht, ausgestrahlt. Die Datenrate wird sich wohl so um die 64kb/s für ein Stereo Programm herum drücken. Dieses Thema hatten wir aber auch schon mal vor geraumer Zeit hier im Forum.

von Spacelab - am 27.09.2008 06:00
Zitat
Kay B
OT:

@ catperson

Zitat

Angeblich hat der NPR-Sender in Berlin auch eine eigene Kabelanbindung, über die getrennte Programme gefahren werden können. Im normalen, wöchtentlichen Programm kommt das nicht vor und von Sondersendungen für Berlin habe ich auch schon lange nichts mehr gehört.


Das wäre ja schon ein riesen Aufwand, wenn NPR für diese eine UKW-Frequenz in Berlin so einen Aufwand betreiben würde. Und dann bräuchten sie den Jingle mit der 104.1 in Berlin ja auch nicht über Hotbird auszustrahlen, wenn sie eine Kabelanbindung hätten. Seit wann ist NPR in Berlin eigentlich auf der 104.1 auf Sendung?

Die FM List hat leider keine Informationen dieser Art, aber es gibt einige Zeitungsartikel von Anfang 2006 im Netz, die den Sendestart ankündigen. Die Zuteilung der MABB ist in einer Pressemitteilung vom 3. 12. 2005 nachlesbar.

Die eigene Kabelanbindung wurde damals in den entsprechenden Sendungen erwähnt und mit der Möglichkeit von Sonderprogrammen begründet, von denen es zunächst auch einige gab. Ankündigungen von Sonderprogrammen habe ich (über Hotbird) schon lange nicht mehr gehört. Wie der Sender noch ganz neu war, gab es sowas. Das war natürlich etwas hirnrissig, denn als Satellitenhörer weit weg von Berlin hatte man keine Chance diese Sendungen auch zu hören. Die Webseite von NPR Berlin erwähnt auch keine Sondersendungen und verweist nur auf das normale NPR Worldwide Programm vom Hotbird. Eventuell ist die Kabelanbindung eine Auflage der MABB, aber das ist jetzt pure Spekulation meinerseits.

Getrennte Stationsansagen für Hotbird und Berlin einzufügen, wäre zusätzlicher Aufwand für NPR, auch wenn es letztlich nur eine Automatik ist. Vielleicht möchte man auch die eigene Wichtigkeit mit der Betonung der UKW-Frequenz in Berlin unterstreichen. Eventuell ist die Ansage für NPR Berlin von der MABB gefordert und man scheut den Aufwand getrennter Automatiken. Das sind aber auch alles nur Spekulationen meinerseits.

Catperson


von catperson - am 27.09.2008 19:23
hallo guten morgen, oder einen schönen nachmittag oder abend wie auch immer: ich kam duch peter pelunka auf wed space radio. wir sind ins hit fm studio gefahren und hörten den sound von hit mix fm. er klang recht sauber meiner meinung nach. wir hatten für den hitatschiempfänger 150 euro gezahlt. als wir in fosenheim zu hause waren, mußte ich mit schrecken feststellen, daß nicht herging. ich hatte die verkehrte position. so blieb das weld space radio ein har unbenützt. als wir dann nach münchen zogen, war es schon besser. am anfang bekamen wir schon radiosender her, aber nicht hit mix fm. so wechselten das team von hit mix fm die antenne um und wir bekamen hit mix fm her. wir waren 2003 sehr begeistert von weld space. doch hier mit der zeit, stellten wir langsam fest, daß immer mehrere sender verschwanden. dann wurde weld space ein richtiges payradio? das traurige war, daß weldspace keine verwendung mehr hatte. wir konnten, dach dem alle sender verschlüsselt wurden mit diesem teil nichts mehr anfangen. es ist sehr schade für den preis?

von stephan kirsch - am 03.10.2008 10:27
WorldSpace scheint pleite zu sein: (direkte Meldung kam via A-DX):

Media Network meldete gestern, dass WorldSpace, Inc für sich und seine US-Töchter WorldSpace Systems Corporation und AfriSpace beim dafür zuständigen United States Bankruptcy Court in Delaware die Genehmigung einer "Umorganisationsmaßnahme" gem. Art. 11 des United States Bankruptcy Code beantragt hat:

http://blogs.rnw.nl/medianetwork/worldspace-files-for-bankruptcy-protection

Es gibt hierzu auch einen kritischen Kommentar von Jonathan Marks:

http://criticaldistance.blogspot.com/2008/10/1worldspace-bankrupt.html

Der Tenor der Einschätzung von Jonathan Marks lautet:

- Worldspace war schon seit seiner Gründung auf dem absteigenden Ast

- Worldspace lieferte eine Audio-only-Plattform zu einem Zeitpunkt, als in vielen Märkten schon Video (will heißen: Fernsehen) angesagt war (Anmerkung von mir: ein ganz wichtiger Punkt, der Auslands*hör*funk steht nämlich auch durch grenzüberschreitendes Fernsehen, Al Jazeera und Konsorten, unter gewaltigem Druck)

- Worldspace wollte Pay-Radio in Märkte bringen, die nicht existieren (niemand ist bereit, für Hörfunk zu bezahlen; auch die US-Satellitenradios, die evtl. als Gegenbeispiel dienen mögen, machen harte Zeiten durch)


von dxbruelhart - am 19.10.2008 06:44
Und dafür haben die (teilweise ja erfolgreich) versucht europaweit Frequenzen für ihre L-Band Repeater durchzudrücken? :rolleyes: Pay-Radio funktioniert in den wenigsten Fällen. Auch in den USA gibt es schon seit längerem Probleme. Um so verrückter war die Idee hier in Europa das gleiche machen zu wollen.

Was passiert denn jetzt mit der Technik? Also den Satelliten oder den ja schon Marktreif gebauten Worldspace Empfänger? (Also die für das neue Worldspace) meine ich. ;-) ) Da konnte man ja schon mehrere Videos sehen wo diese im Auto im Einsatz war. Einfach so verkaufen wird man diese Technik nicht können. Wer ist denn schon so blöd und kauft sowas nach so einer furiosen Pleite?

von Spacelab - am 19.10.2008 07:08
Gut, wer die Links von Media Network bzw. Jonathan Marks gelesen hat, weiss jetzt, dass Worldspace jetzt noch alle Rechnungen bezahlen kann, also nicht wirklich pleite ist; wenn sie aber jetzt weitermachen, dann gehen sie woh lrelativ rasch Pleite, deshalb haben sie sich jetzt wohl unter diesen "Chapter 11" des Konkursrechts gestellt. Worldspace wäre jetzt - mit den Satelliten und allem drum und dran für gerade mal 13 Millionen $ zu haben - das ist wirklich wenig Geld, was man im Gegenzug dafür geboten bekommt. Wer also nicht unbedingt drauf angewiesen ist, mit dem System rasch Geld verdienen zu müssen, wer also auch noch mehr Geld an Betriebskosten da investieren kann, der sollte jetzt da zuschlagen!
Worldspace sucht jetzt auch einen Käufer, sie sagen also, entweder kauft uns jemand, oder wir müssen die ganze Firma liquidieren, weil wir nicht mehr weitermachen können.

von dxbruelhart - am 19.10.2008 09:12
wenn die Verbreitungskosten für die Programmveranstalter nicht so teuer wären, könnten sich kleinere Anbieter, die z.B. im Internet senden, auch über Worldspace ausstrahlen lassen.
Kosten waren vor ca. 2 Jahren noch ca. 6000 Euronen / Monat.

Aber so und als Pay Audio Angebot ist das natürlich unsinn. Denn die Hörer haben genug über UKW, Internet und Sat. Da fragt keiner nach Pay Audio Angeboten.
Ausnahme wäre, da ja der Beam des Satelliten, Europa größtenteils abdeckt, und viele Deutsche ausgewandert sind in andere Länder, spezielle Programme für diese Zielgruppe zu vermarkten, allerdings zu einem sehr günstigen Preis.
Diese Idee könnte man mal an die Verantwortlichen von Worldspace weitergeben.

von Radiopirat - am 19.10.2008 15:47
Ich erinnere mich noch gerne an VoA Europe, das war in der Tat ein angenehmes musikorientiertes Programm, das ich manchmal auch ganz gerne (via Kabel) hörte. Die Einstellung im Januar 1997 schockierte uns; eine Arbeitskollegin war geradezu konsterniert darob.
BTT: Worldspace hatte praktisch kaum ein wirksames Marketing, da müsste ein neuer Besitzer unbedingt Wert darauf legen. Zudem müssten wirklich alle Programme unverschlüsselt übertragen werden; bei den günstigen 13 Millionen $ Einstandskosten brauchten die Radioprogramme aber auch nicht viel zu bezahlen für das senden über Worldspace, so könnte das ganze doch noch zum Erfolgsmodell werden. Auf den beiden Satelliten können immerhin insgesamt 100 Programme übertragn werden wer sich dazu an ein europäisches Publikum wendet, könnte damit sicher viel eher Erfolg haben als mit dem Konzept des Zielpublikums in Schwarzafrika, verbunden mit nicht geraede sehr günstigen Empfängern und teilweise verschlüsselten Programmen, für die noch extra bezahlt werden musste.
Worldspace ist immerhin das am einfachsten zu empfangende Satellitensystem, da sollte man doch etwas kluges damit anzufangen wissen.

von dxbruelhart - am 21.10.2008 05:30
Mein Worldspace-RX funktioniert wieder und präsentiert:

CARRIER 80

301 NPR
302 BBC-WRLD
329 RFI-1
612 ESPERANC
750 ALC
933 (1) EDUTEST (Daten, Worldspace-SMS)
933 (2) EDUTEST (Daten, Worldspace-SMS)
935 OMNISAT (Daten)
945 (1) MARINE
945 (2) MARINE
2030 ALC DATA (Daten)

Schön ist, dass alle Kanäle frei empfangbar sind. Jedoch sind sie für mich kein Grund, den RX wieder einzuschalten. Im Herbst waren wenigstens noch Caroline, UPOP und WRN 2 empfangbar...

Man darf also gespannt sein, was mit Worldspace passiert. Ich warte ja auf eine Hinweisschleife, dass man sich bei Worldspace eine Entschädigung abholen kann...

von kielerförde - am 04.01.2009 12:19
Hallo,
ich darf mich kurz vorstellen. Ich bin vor kurzem auf das Thema WorldSpace gestoßen und finde es durchaus interessant, da ich gerne in Portugal beim Campen Radio in erträglicher Qualität hören möchte.
Ich habe mit bei Ebay quasi einen Wordspace-Radio (TONGSHI DAMB-R) fast schenken lassen. Wollte es hier (in Köln) mal ausprobieren. Das Gerät funktioniert, allerdings bekomme ich den AfriStar nicht richtig rein. Heue ist recht schlechtes Wetter (Wolken, leichte Gewitter etc). Könnte es daran liegen?
Wer wäre so nett und gibt mir ein bisschen WorldSpace-"Nachhilfe"?

Vielen dank und Gruß

mattes

von der_mattes - am 09.06.2009 19:15
Zitat
der_mattes
Das Gerät funktioniert, allerdings bekomme ich den AfriStar nicht richtig rein. Heue ist recht schlechtes Wetter (Wolken, leichte Gewitter etc). Könnte es daran liegen?

Eigentlich nicht, denn die verwendeten Frequenzen sind, im Gegensatz zum normalen Satelliten-Fernsehempfang (im Ku-Band) nicht besonders anfällig.

Zitat
dokä
Hast du denn schon einmal Empfang gehabt oder bisher noch keinen Ton dem Gerät entlocken können?

Das ist hierbei die entscheidende Frage.

Ich kenne das Tongshi-Gerät nicht, aber man darf nicht vergessen, daß wir hier in Deutschland jenseits des ursprünglich vorgesehenen Empfangsgebiets wohnen. Mit meinem Sanyo ging einer der Westbeam-Transponder auch immer nur mit einigen, kurzen Aussetzern. Ist die Empfangsantenne hinter Glas? Hast Du freie Sicht in Richtung des Satelliten? Obwohl der Öffnungswinkel bei einer Antenne dieser Größe und diesen Frequenzen ziemlich groß ist, kann hierzulande eine ziemlich fitzelige Ausrichtung erforderlich sein.

Mein Empfänger reagiert auch empfindlich auf Störsignale in seinem Empfangsbereich, wie sie zum Beispiel von Satellitenempfangsanlagen ausgehen können.

Zitat
der_mattes
...und finde es durchaus interessant, da ich gerne in Portugal beim Campen Radio in erträglicher Qualität hören möchte.

Ich hoffe, Du bist ein großer Fan vom BBC World Service, NPR und RFI. ;)

Catperson


von catperson - am 09.06.2009 19:49
Es hat mich einen ganzen Euro zzgl. Versand gekostet.
Leider kam noch kein Ton raus (außer Tastentöne), die Anzeige für den Satelliten (on/off) ist immer nur ganz kurz zu sehen und die Balkenanzeige zeigt maximal einen von sechs Balken an.
Muss ich die Antenne auf Linear oder Circular stellen? Das Ergebnis ist bei beiden das gleiche.
Es ist die Antenne auf dem Bild, alle anderen Sachen sind auch beim Radio dabei:


Da der Scan ja (noch) keine Ergebnisse bringt habe ich Carrier 80 voreingestellt. Diese Info hatte ich auf meiner bisherigen Internetsuche rausgefunden. Das ist auch der einzige Carrier, auf dem überhaupt etwas im Display passiert.

von der_mattes - am 09.06.2009 19:50
Zitat
der_mattes
Leider kam noch kein Ton raus (außer Tastentöne), die Anzeige für den Satelliten (on/off) ist immer nur ganz kurz zu sehen und die Balkenanzeige zeigt maximal einen von sechs Balken an.

Wenn der Apparat einige Zeit nicht in Betrieb war, könnte er noch auf die "alten" Frequenzen programmiert sein. Das sah nämlich genau so aus. Was man da bei meinem Sanyo dafür machen mußte war auch etwas kontra-intuitiv, so daß ich das auch nicht mehr auf die Reihe kriege. Am Besten besorgst Du Dir eine Anleitung und schaust, was in so einem Fall zu tun ist. Eventuell gibt es auch Hinweise dazu bei Worldspace direkt.

Dabei gehe ich jetzt mal davon aus, daß Du die offensichtlichen Sachen, inklusive Ausrichtung der Antenne auf das Maximum, schon geprüft hast. Für einen passablen Empfang sollten es schon 4 bis 5 von 6 Balken Signalstärke sein.

Catperson


von catperson - am 09.06.2009 19:59
Gut, also so wie es aussieht hast du noch nicht wirklich empfang gehabt. Das könnte folgende Ursachen haben:

a) Aufgrund von geografischen Gegebenheiten ist bei dir kein Empfang möglich. Das glaube ich allerdings nicht.

b) Hindernisse wir dickes Geäst trüben die Sicht zum Satelliten.

c) (und das hört sich simpel an, sorgt aber auch bei mir regelmäßig für Probleme) Die Ausrichtung ist noch nicht korrekt.

Köln müsste empfangstechnisch möglich sein. Zunächst stellt sich aber folgendes Problem: Wenn du den Receiver einen Satelliten empfangen lassen möchtest, braucht der einen Anhaltspunkt (also einen Kanal, auf dem was läuft). Das wäre der Carrier Nummero 80 (anstatt von "Carrier" werden auch oft andere Begriffe verwendet). Früher wurde z.B. auch Carrier 55 und 75 verwendet, die wurden aber abgeschaltet. Auf diesem Träger (eng.: Carrier) werden dann die Radiosender übertragen. Nun musst du dem Gerät sagen, dass es sich nur auf Carrier 80 konzentrieren soll. Entweder geht das manuell (bei meinem Radio von AMI war das vielleicht ein gefrickel...) oder per Suchlauf. Nachteil: Beim Suchlauf musst du natürlich schon am Anfang die korrekte Antenneneinstellung haben. Also:

Antenne Richtung Süden ausrichten, möglichst freie Sicht (Wolken sind eigentlich kein Problem) und um 60° das gute Stück kippen. Wenn man den Sender noch nie drinnen hatte, ist das eine ziemliche Drecksarbeit. Und leider gilt: Ausprobieren.
Worldspace kannst du als Informationsquelle wohl leider vergessen, die müssen sich nach mehreren Pleiten erstmal selbst zurechtfinden.
Als Antennentyp Liner auswählen, bei der mitgelieferten jedenfalls.

von kielerförde - am 09.06.2009 20:06
@dokä @catperson
Danke:cheers: für beide Hinweise. Die Ausrichtung war bereits ok (Habe von Balkon glücklicherweise relative freie Sicht nach Süden). Habe mit der PC-Software via USB den Antennentyp auf Linear gestellt und erstmal alles gelöscht, was an Senderlisten gespeichert war.
Und siehe da, jetzt ordentlich Empfang da. BBC und Co laufen.
Mal sehen, ob ich auch noch irgendein Musiksender finde, das ist in Portugal am Strand entspannender als die News aus der Heimat.

Werde jetzt mal ein bisschen rumspielen um mich sicher noch mal melden.

Danke und Gruß

mattes

von der_mattes - am 09.06.2009 20:18
Schön, dass es geht. Aber ich glaube ich muss dich enttäuschen, denn derzeit laufen nur noch diese Sender:

301 NPR aus Amerika
302 BBC WORLD
305 WRN-1
327 WRN-2 (auf Deutsch am Tag und auf Französisch in der Nacht)
329 RFI-1
612 ESPERANC
750 ALC AUDI (African Learning Channel)

(Das ist aber keine fixe Konfiguration, gelegentlich wechselt der eine oder andere Sender den Kanal, es gibt Abschaltungen oder neue Programme werden aufgeschaltet.) Du bist leider recht spät dran mit Worldspace... :-( Ich glaube, Radio Caroline wurde vor einem halben Jahr abgeschaltet.

von kielerförde - am 09.06.2009 20:21
Die unendliche Geschichte:

http://kimelli.nfshost.com/index.php?id=9086:

Worldspace back under the control of Noah Samara.

Rapid TV News, 3 June 2010, Chris Forrester: "Noah Samara has successfully bought back the assets of WorldSpace. Court documents filed at the Delaware Bankruptcy Court state that Judge Peter Walsh approved the sale of the Worldspace assets to a company, Yazmi USA LLC, and controlled by Samara. The price was $5.5m."


See also Bloomberg Businessweek, 4 June 2010. The court order approving the sale is available at this Kurtzman Carson Consultants web page. No recent activity at www.1worldspace.com, and www.worldspace.com doesn't open. See previous post about same subject. Posted: 06 Jun 2010


von kielerförde - am 06.06.2010 20:42
Schade :-(
Gegen Ende meines Studiums war ich mal bei einem Entwickler von Worldspace-Receiverchipsätzen (hatte dort meine Diplomarbeit gemacht). Da stand auch noch die Hardware herum, mit der die ersten Signalsimulationen gemacht wurden - "reale" Signale gabs ja noch keine. Schon damals, 2001, war leider abzusehen, daß das System sich nicht durchsetzen wird.
Die Idee, europaweit einige zig Radioprogramme in guter Qualität hören zu können, fand ich recht faszinierend. Weniger faszinierend war der Endgerätepreis - da war schnell klar, daß im kommerziellen Zielgebiet (Afrika) kein wirklicher Markt für sowas sein konnte.
Und in Europa 50 Programme? Oder 100? Selbst da bleibt pro Sprache recht wenig über. Die Entwicklung hat WS einfach überholt - heute bekomme ich am Erstwohnsitz ca. 50 Programme terrestrisch ohne genaue Ausrichtung einer Antenne, am Zweitwohnsitz immerhin noch über 30.

von DH0GHU - am 07.04.2012 15:57
Ich hatte einen derartigen Empfänger vor vielen Jahren von einem Bekannten aus Sachsen geschenkt bekommen. Damals ging dann bei ihm gar nix mehr, als "DMB Watcha" im L-Band in Leipzig aufgeschalten worden war.......
Ich musste noch ein paar Monaten warten, bis bei mir etwas funktionierte. Dann wurde am 5 km entfernten Petersberg das DAB L-Band abgeschaltet und der Empfänger wurde nicht mehr "zugedrückt". Damit erst war das Gebiet hier "Worldspace-empfangstauglich".

Antenne
Empfänger


roger



"DMB Watcha" existierte wohl von 2006-2008, so eine Art "TV für's Handy". Vermutlich sind aber alle Nutzer beim mobilen TV-Schauen "unter die Räder gekommen"..............

von UKW-Fan Sachsen-Anhalt - am 04.10.2014 20:41
Zitat
delfi
Pläne hätte es ja gegeben. Es war ja vor Jahren mal im Gespräch, das über das S-Band (glaube ich) über einen Eutelsat zu senden. Müsste eigentlich 10 Ost gewesen sein. Das letzte, was man vor Jahren hörte war, dass der Transponder wohl einen Schaden haben soll. Weiß jemand mehr, bzw. aktuelleres darüber?


Wurde im Januar an Echostar verkauft. Was die draus machen, steht wohl im wahrsten Sinne des Wortes in den Sternen.

Hier ein ausführlicher Artikel dazu:

http://barryflynn.com/echostar-buys-solaris-mobile-the-death-knell-for-satellite-delivered-video-to-eu-handhelds

von Saarländer (aus Elm) - am 04.10.2014 23:39
An dieser Liste sieht man ja schon das Worldspace nichts für die breite Masse war. Außerdem fing man da schon an recht viel zu verschlüsseln. Technisch war Worldspace ohne frage interessant. Aber klanglich war das ganze trotz MP3 Encodierung eine Katastrophe. Ein guter Bekannter hatte sich damals dieses sehr seltene Interface gekauft um den Hitachi Empfänger mit dem PC verbinden und 1zu1 Aufnahmen machen zu können. Obwohl viele Programme in 128kb/s sendeten klang es zum davon laufen. Und die Datenkanäle waren auch oft nicht decodierbar. Also die Sender machten sich nicht gerade große Mühe mit der Worldspace Ausstrahlung. Ich hatte ja schon sehr früh einen Worldspace Empfänger. Das müsste so 1999 oder Anfang 2000 gewesen sein. Da waren alle Programme noch unverschlüsselt. Außerdem gab es da noch hauptsächlich Demokanäle mit Non-Stop Musik die nur gelegentlich durch Werbung für Worldspace unterbrochen wurde. Diese Kanäle waren sehr interessant weil sie wirklich gute Musik spielten und auch der Klang noch im großen und ganzen akzeptabel war. WRN 1 und 2 gingen auch noch. Sie waren nur recht dumpf. Aber alles andere sonst war von Kompressionsartefakten verseucht ohne Ende.

von Spacelab - am 06.10.2014 11:53
Zitat
Habakukk
Hier mal eine historische Frequenzliste. Zu der Zeit habe ich selber Worldspace erlebt:

http://fmlist.free.fr/wse040214.html

Das war eigentlich eine sehr bunte Mischung verschiedenster Musikrichtungen.

Faszinierend war, dass das ganze auch indoor am Fenster funktionierte, bzw. dass man draussen die Flachantenne nur irgendwie hinwerfen musste und nicht mal sonderlich ausrichten brauchte. Mobilempfang konnte ich leider nie ausprobieren.


Ich schon. :)
Ich hatte mir den Hitachi-Empfänger schon recht früh gekauft, es müsste 1999 oder 2000 gewesen sein. Ich kaufte ihn auf einer Messe in München mit einer kleinen Ermäßigung.
Etwas später hatte ich mir das Verlängerungskabel für die kleine Sat-Antenne gekauft, so dass ich die Antenne auf die Heckablage und das Radio auf den Beifahrersitz legen konnte. So bin ich dann von München aus in Richtung Norden gefahren. Weiter als bis Nürnberg hatte ich mir das Grauen aber dann doch nicht angetan. Aussetzer unter jeder Brücke, gelegentliche Aussetzer wenn ich an einem LKW mit hohem Aufbau vorbei fuhr und so richtig Fahrerfreundlich war die Lösung natürlich auch nicht. Hinzu kam, dass von der vermeintlichen Programmvielfalt (die am Anfang noch gar nicht so groß war) letztendlich nur noch Hit-Mix FM übrig blieb. Das Programm klang aber dermaßen grausig, dass ich dann wie schon erwähnt im Frankenland wieder abschaltete. Drei Jahre später hatte ich den Hitachi mit wenig Betriebsstunden bei ebay verscherbelt. Er befand sich im Neuzustand..

von Mc Jack - am 07.10.2014 06:28
Die Programmauswahl (wie von 2004 bei dem Link dokumentirert) war IMHO schon toll, und die Tonqualität war doch nicht schlechter als ein stabiles sehr starkes Kurzwellen-Signal, also immerhin wirklich brauchbar.
Ich lernte so auch das "neue" Radio Caroline jenseits des terrestrischen Sendeschlusses 1990 kennen, und Caroline wurde so auch zum Camp-Radio in Döbriach, welches wir später dann per Satellit um unser Lagerfeuer hörten (und 2014 per Webstream - wegen Ende der Satelliten-Ausstrahlung).
Heute hätte ein solches Konzept doch gerade in Europa wieder gute Chancen, denn auf den Heimmärkten gibts oft nur dudelige Mainstream-Musikprogramme, nebst teils ganz guten öffentlich-rechtlichen Programmen.
Afristar sendet ja eben noch...

von dxbruelhart - am 07.10.2014 12:47
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