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big fm und RTL Radio starten neue bundesweite Sender - deutschlandweit auf DAB/DMB

Startbeitrag von Wiesbadener am 31.01.2006 09:49

Na jetzt geht's ja endlich mal los:

er Vorstand der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) hat die bundesweit ausgerichteten Hörfunkvollprogramme "bigFM radio 2 see", "DigiRadio" und "REGIOCAST DIGITAL" lizenziert. Wie LFK-Präsident Thomas Langheinrich mitteilte, wollen alle drei Programme der Fußball-WM 2006 einen besonderen Stellenwert einräumen. Angestrebt sei eine digitale Verbreitung, zunächst insbesondere auf einer bundesweiten DMB-Plattform ("Handy-TV"), deren Betrieb gegenwärtig in einem von den Landesmedienanstalten gemeinsam koordinierten Verfahren vergeben wird (vgl. PM 20/05 und PM 01/06). DMB steht für Digital Multimedia Broadcasting und ist ein international standardisiertes Übertragungsverfahren, welches Fernsehen, Hörfunk und Mediendienste auf mobilen Empfangsgeräten ermöglicht.

Das Programm "bigFM radio 2 see" der bigFM in Baden-Württemberg GmbH richtet sich an die Kernzielgruppe der 14- bis 29-Jährigen und ist musikalisch dominiert von aktueller und neuer bis hin zu noch nicht veröffentlichter Musik aus den Genres Pop, Rock, Black, Urban und RnB. Neben Weltnachrichten sind Informationen über Sport, bundesweit ausgerichtete Serviceelemente wie Wetter und Verkehrsnachrichten, Neuigkeiten aus der Welt von Internet und Mobiltelefon sowie Beiträge aus der Berufswelt und Partnerschaft vorgesehen.

"DigiRadio" der RTL Radio Deutschland GmbH orientiert sich musikalisch und inhaltlich vorwiegend an der männlichen Zielgruppe bis 40 Jahre. Musikalisch sind Lieblingshits aus fünf Jahrzehnten vorgesehen. Neben nationalen Nachrichten, Wetter und Verkehrsmeldungen sollen Musikspecials, Hörspiele und Beiträge über Sport, Stars, Talk und Spiele angeboten werden.

Das wortgetragene Programm "REGIOCAST DIGITAL" der RCD REGIOCAST - DIGITAL GmbH & Co. KG soll Beiträge zu sportlichen und kulturellen Großereignissen, tagesaktuelle Informationen, Nachrichten und Serviceelemente wie z.B. Wetter und Verkehrsnachrichten beinhalten.

Quelle: LfK


Antworten:

kann den Artikel gerade zeitlich nur überfliegen.

Kann ich diese Progs dann ganz normal mit dem Woody empfangen oder nur mit sprziellen Empfängern.

Wo senden die dann ?

Liebes Grüßle
Chris

von Chris4981 - am 31.01.2006 09:53
@Chris:

Zitat

Angestrebt sei eine digitale Verbreitung, zunächst insbesondere auf einer bundesweiten DMB-Plattform


Also in den noch aufzuschaltenden L-Band-Paketen, die derzeit für DMB ausgeschrieben sind. Das wirst du mit normalen DAB-Geräten empfangen können, da es in den Ausschreibungstexten immer um die Verbreitung eventueller Hörfunkprogramme im herkömmlichen DAB-Modus geht. Ich dachte bisher nur, es würde uns nur 1 Radioprogramm erwarten. Ob da wirklich alle 3 lizensierten Programme zum Zuge kommen werden?

von Habakukk - am 31.01.2006 10:00
@Andalus: Das besondere an den Sendern ist doch die Interaktivität. Man wird sie bundesweit hören und sehen können - also ist der Empfang neben normalen DAB-Empfängern auch mit Handys oder Handhelds möglich. Bei dem neuen big-fm-Newcomer-Format sieht man dann begleitend zum Radioton auch noch Plattencovers, visuelle Infos usw. Mal schaun, ob DAS jetzt DAB einen Auftrieb gibt.

BTW: Wann gibt's endlich mal eine Auflistung der Senderstandorte? Bundesweit und L-Band müsste ja bedeuten, dass über zahlreiche Anlagen gesendet würde.

von Wiesbadener - am 31.01.2006 10:09
Ich frag mich, was das für ein Aufwand ist und wer das bezahlen soll? Da wurden ja nun wirklich nahezu in jeder Region L-Band-Ensembles ausgeschrieben. Da müssten bis zur WM ja zig L-Band-Sender installiert werden. Na das wird spannend... Sooo lange ist da nicht mehr hin!

von Habakukk - am 31.01.2006 10:13
Danke für die Erläuterung :) ist net einfach den Artikel in Ruhe zu lesen wenn der Chef ständig hinter einem vorbeirennt ;)

von Chris4981 - am 31.01.2006 10:17
Das ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung !!!

Viele müssen sich halt erst an den Gedanken gewöhnen, dass Digitalradio längst viel mehr als NUR Radio hören zulässt.

Ob man das braucht, möchte ich mit einer Gegenfrage beantworten. Wer hätte Anfangs gedacht, dass die SMS-Funktion beim Handy einige Jahre nach der Einführung ein derart durchschlagender Erfolg wird???

von delfi - am 31.01.2006 10:27
Wieso neue L-Band Sender aufstellen? Kann man denn nicht die bereits existierenden benutzen?

Zitat

Sooo lange ist da nicht mehr hin!

Ich glaub du würdest staunen wie schnell auf einmal die Mühlen der Verwaltung mahlen und manche Trantüten arbeiten können wenn es um die WM, DAS Aushängeschild schlechthinn für Deutschland, geht. :hot: Ach, warum kann nicht immer WM sein... *träum* Der Fußball iss mir ja egal, aber jetzt bewegt sich auf technischer Seite endlich mal was. :rp:

von Spacelab - am 31.01.2006 10:45
Also wenn das im L-Band über die Bühne gehen soll, dann gute Nacht. Man braucht kein Hellseher zu sein, dass so zwar einige DAB-Inselchen - unter bundesweit stellt man sich was anderes vor - versorgt werden. Aber die DAB-Gegner brauchen keine Angst zu haben, dass damit der Durchbruch von DAB kommt. Der kommt so sicher NICHT.

Ich gehöre nicht zu den Gegenern, aber das ist eine weitere Scheinlösung der LMA-Sesselfurzer, um den Todeskampf des L-Bandes noch etwas zu verlängern. Man möchte ja auch dort noch weiter "regulieren" und "Ausschreibungen" in der Wüste machen. :rolleyes:

Für den Durchbruch hätte es ein flächendeckendes zweites VHF-Bouquett gebraucht, was mit etwas gutem Willen gegangen wäre, aber da ziehen zu viele "Interessenvertreter" an den Bremshebeln. Somit haben wir jetzt eine politische - also keine - Lösung. :hot:

von faro - am 31.01.2006 10:48
Zitat

Kann man denn nicht die bereits existierenden benutzen?


Viel Existierendes gibts da nicht. Im Grunde das, wo jetzt immer noch L-Band-Pakete in Betrieb sind, dazu evtl. die Regionen, wo früher mal Pilotprojekte oder Tests im L-Band liefen (Meck-Pomm, Hessen, Köln,...)...

von Habakukk - am 31.01.2006 11:07
@ Andalus : Da wird es wohl ( auch ) andere, stadtnähere Senderstandorte geben, als ursprünglich für das "normale" L-Band-Ensemble vorgesehen. Mal davon abgesehen, dass z.B. in Hessen mit der Ausnahme von Frankfurt / Main ( Europaturm ) alle L-Band-Sender inzwischen schon wieder abgebaut wurden. Aber eines ist natürlich richtig: da der Zeitfaktor durch die Fussball-WM vorgegeben ist, müssen da einige Leute gewaltig "auf das Gaspedal treten". Auch nicht schlecht .... . Einen Durchbruch für DAB sehe ich dadurch allerdings auch noch nicht zwingend kommen.

von KlausD - am 31.01.2006 11:35
Das L-Band wird wohl Band III bevorzugt wegen dem Schwerpunkt auf DMB Empfang, DMB und Handy - da passen die GHZ Frequenzen besser als VHF im Bezug auf die Antennen...

von RainerZ - am 31.01.2006 11:46
DMB und Handy - da passen die GHZ Frequenzen besser als VHF im Bezug auf die Antennen...
Das nützt rein gar nix, wenn die Feldstärke an der Empfangsantenne zu niedrig ist. Und das wird sie zwangsläufig sein, bei der Senderdichte und dem Ausbreitungs- bzw. Dämpfungsverhalten der cm-Wellen.

Man beachte die Senderdichte für den Mobilfunk in gut versorgten städtischen Regionen. Da gibt es alle paar km, teilweise alle paar 100m einen Mast. Eine auch nur annähernd so hohe Senderdichte ist für Rundfunkanwendungen illusorisch - kein Geschäftsmodell, schon gar nicht das über Gebühren oder Werbeeinnahmen, können so ein aufwändiges Sendernetz refinanzieren.


von Grenzwelle - am 31.01.2006 12:42
also die leuts werden sich zur fußball-wm nicht alle neue handys zulegen. ich denke es wird ein flop

von pfennigfuchser - am 31.01.2006 13:06
Ich gehe mal davon aus, dass von den in den Ausschreibungen bekanntgemachten L-Band-Kapazitäten effektiv dann nur die wichtigsten in Betrieb gehen werden, d.h. L-Bänder in Ballungsräumen und rund um die Austragungsorte. Alle kriegen die nie in Betrieb, und lohnen tut sich das doch sowieso nicht. Nach der WM wird man das Projekt dann wahrscheinlich relativ bald wieder einstampfen mangels Rentabilität.

von Habakukk - am 31.01.2006 13:09
Für Rundfunkzwecke braucht man kein Sendernetz, das so dicht geknüpft ist wie bei den Mobiltelefonnetzen. Die Zellengröße bei den Mobiltelefonen folgt ganz anderen Gesetzmäßigkeiten. Eine Zelle kann nur eine begrenzte Anzahl an Teilnehmern verwalten. Je größer die Teilnehmerdichte, desto kleiner muss die Zelle bemessen sein.

Ingo

von Ingo-GL - am 31.01.2006 13:21
Zitat

Für Rundfunkzwecke braucht man kein Sendernetz, dass so dicht geknüpft ist wie bei den Mobiltelefonnetzen.
Die Zellengröße bei den Mobiltelefonen folgt ganz anderen Gesetzmäßigkeiten. Eine Zelle kann nur einen begrenzte Anzahl an Teilnehmern verwalten.
Je größer die Teilnehmerdichte, deste kleiner muss die Zelle bemessen sein.
Das ist richtig. Aber genau aus dem Grund kann man für den Mobilfunk die hohen Frequenzen benutzen, weil die Zellendichte ohnehin hoch ist. Mit den üblichen Senderdichten beim Rundfunk von mehreren Kilometern funktioniert es aber in diesem Frequenzbereich nicht. Das ist ja nun keine graue Theorie mehr, sondern hat sich in der Praxis erwiesen.

von Grenzwelle - am 31.01.2006 13:31
@ Ingo-GL : Vollkommen richtig - geht mal ruhig davon aus, dass diese Projekte für länderübergreifende mobile Rundfunkdienste im sog. DMB-Standard mindestens im einstelligen kW-Bereich senden werden.



von KlausD - am 31.01.2006 13:37
http://www.digitalfernsehen.de/news/news_55614.html

Ich sag mal, dass hier eine eher realitätsnahe Sichtweise zum Ausdruck kommt. Die WM wird mal als einen Art Polittest gebrauchen, aber die breite Markteinführung wird es nicht geben. Dazu ist die Zeit viel zu knapp - und wie in dem Interview zu lesen - gibt es keine Endgeräte.
Das scheint mir sowieso derzeit das Hauptmanko zu sein. Außer für DVB-T und teils DAB gibt es für keinen terrestrischen digital Standard derzeit ordentliche Endgeräte. Das klemmt es gewaltig und da wird man in 5 Monaten auch nix dran ändern können.
Einzig DVB-T konnte sich breit im Endgerätemarkt etablieren, wer hätte vor drei Jahren gedacht, dass es diese Vielfalt an Geräten zu kaufen geben wird. Möglich wurde dies nur durch ein einigermaßen gutes Senderangebot.
Fazit: erst müssen die Sender her, dann werden die Geräte gebaut und dann auch gekauft.
Anders rum wird's nix.

von Terranus - am 31.01.2006 14:27
Ich fürchte eher folgendes Szenario:

- Sendestart kurz vor der WM mit großem Pomp
- Während der WM Vollprogramm mit ständigen Berichten vom Großereignis
- Nach der WM lediglich noch weitgehend Nonstop-Musikbetrieb
- Zum Jahresende 2006 Einstellung des Sendebetriebs wegen Unrentabilität

von Wiesbadener - am 31.01.2006 15:46
Read my lips:

Eine Totgeburt aus dem Hause RTL.

Für mehr stehen diese Buchstaben ohnehin nicht mehr. :-(

gb

von gb - am 31.01.2006 15:50
 Vielleicht gibt es nach der RRC06 ein bundesweites [VHF-] Ensemble,


Die WM dürfte bis dann allerdings vorbei sein, also kein Knaller :cool:

von faro - am 31.01.2006 15:58
Na wenn da sich endluich mal was tut,das wäre doch was,aber derzeit gehts ja Schlag auf Schlag,erst die Aktion vom BR und nun das,ich könnte mir vorstellen daß dieses Jahr den Durchbruch bei DAB bringen wird.

von Robert S. - am 31.01.2006 16:04
@robiH:
Zitat

Vielleicht gibt es nach der RRC06 ein bundesweites Ensemble, in das diese 3 Sender, zusammen mit DLF/DLR reinkönnen.


Huhu, klopfklopf!!!! Wie oft hatten wir das schon? Deutschland geht in die RRC06, um insgesamt maximal drei Band III-Bedeckungen rauszuholen. Die eine, die es schon im K12 gibt. Eine zweite mit quasi gleicher Aufteilung im K11, und nochmal eine regionale, die ähnlich zugeschnitten ist wie die L-Bänder, diese dann auf K5-12 schön verteilt. Das ist Fakt. Schon diese 3 Bedeckungen werden als "schwierig zu realisieren" deklariert, warum auch immer. Natürlich hofft jeder, dass da auch etwas mehr rausspringt, aber ich bezweifle das stark. Wenn man sich schon solche Minimalziele setzt, wird man sicher hernach nicht mit *mehr* aus der Konferenz kommen.

Es wird auf absehbare Zeit kein bundesweites Ensemble geben, das ist einfach vollkommen utopisch. Das einzige, was sich vermutlich ändert, dass DLF/DKultur dann evtl. in jedem Bundesland in einem der beiden landesweiten Pakete drin sind und damit eine wirklich landesweite Abdeckung hat. Aber nicht über ein tatsächliches bundesweites Ensemble. Also auch weiterhin keine bundesweiten Privaten, sondern allenfalls länderübergreifende Private (in den jeweiligen Landespaketen)....

Mag sein, dass irgendwann einmal dein bundesweites Ensemble kommen mag. Aber erst dann, wenn die Bundeswehr entweder den K13 freigegeben hat (was wohl noch Jahrhunderte dauern wird), oder wenn bundesweit das Fernsehen auf DVB-T umgestellt wurde. Und das passiert wohl nicht vor 2010...


von Habakukk - am 31.01.2006 16:05
Versorgt werden nur die WM Stadien und die Stadt drum herum. Also fürs Rhein-Main Gebiet wird nur vom Spargel gesendet werden. Den einen Sender werden die bis dahin schon ans Laufen brigen. Notfalls wird SkyRadio ins Band III geschaltet, Fortuna bekommt die 107,1 von Alzenau und Nova wird eine Rechnung zugeschickt, womit Nova freiwillig abschaltet.

Das die drei Programme mit normalen Dab Radios hörbar sind, da wäre ich mir nicht so sicher.

Das RTL dabei ist, stimmt mich allerdings nachdenklich. Man wird also davon ausgehen können, dass es bis zur WM auch noch keine DRM Radios geben wird.....

von wavefinder - am 31.01.2006 20:40
@wavefinder:
Warum schreibt man dann L-Band-Pakete aus, die fernab irgendwelcher Stadien liegen? Und dass zumindest eines der Programme in den DMB-Paketen mit herkömmlichen DAB-Radios zu hören sein wird, das garantiert dir der Ausschreibungstext dieser DMB-Pakete, wo das ausdrücklich erwähnt ist:
Zitat

In allen für das DMB-Projekt zur Verfügung stehenden Netzen ist
mindestens ein privates oder öffentlich-rechtliches Hörfunkprogramm
unverschlüsselt und damit außerhalb eines etwaigen „Pay-Bereichs“ mit
dem Codierverfahren „MPEG 1 Layer 2“ anzubieten, das inhaltlich auf
das Bundesgebiet ausgerichtet und – im Falle eines privaten
Programms – bundesweit zugelassen ist.


von Habakukk - am 01.02.2006 08:35
Spätestens Ende 2007 sollte es kein Fernsehen mehr im VHF-Bereich geben. Band III könnte dann komplett für DAB zur Verfügung stehen. Das bedeutet dann ausreichend Kapazitäten für landesweite und regionale Ensembles. "Bundesweit" bedeutet hier, dass in jedem Bundesland eben eines der landesweiten Blocks für dieses Emsemble vorgesehen ist.

Um Koordinierungen zu erleichtern: Kanal 10, 11 und 12 für landesweite Ensembles; Kanal 5 - 9 für die regionalen/lokalen Ensembles.

Das alles geschieht natürlich unter der Prämisse, dass Senderdichte und -leistungen ausreichend hoch sind, um einen bundesweiten mobil flächendeckenden und portabel problemlosen Indoor-Empfang ermöglichen

Es stellt sich bei der Belegung eines bundesweiten Ensembles die Frage:

-- Wer ist bereit, die erhebliche Investition aufzubringen, bundeseweit via DAB auf Sendung zu gehen?
-- Wie wird die Zulassung/Ausschreibung eines bundesweiten Ensembles administrativ vor sich gehen? Wie arbeiten die LMAs zusammen?
-- Wie vermeidet man unnötige Konkurrenz zwischen regionalen, landesweiten und bundesweiten kommerziellen Anbietern?

Das bedeutet:

1.) Die Landesmedienastalten müssen sich darauf einigen, ein bundesweites Ensemble aus "ihren" jeweiligen landesweiten Ensembles zusammenzustellen.

2.) Die beiden Deutschlandradios sind sozusagen die "natürlichen Kunden" in diesen Bouquets.

3.) Darüber hinaus könnte es weitere öffentlich-rechtliche Angebote geben. So könnte z. B. "Funkhaus Europa" bundesweit via DAB angeboten werden. Außerdem ist ein "ARD Klassik"-Kanal vorstellbar. Der HR, MDR und BR betreiben ja schon eigene "Klassik"-Kanäle. In beiden Fällen könnten also ARD-Synergien genutzt werden, um zwei Angebote bundesweit zu gestalten, die bisher nur regional angeboten werden.

4.) Die andere Hälfte des bundesweiten Ensembles stünde dann immer noch kommerziellen Anbietern offen, wobei hier wirklich die Frage ist, ob da überhaupt Interesse besteht, angesichts der hohen Kosten. Selbst sunshine live, JAM FM; aber auch ERF und domradio könnten davor zurückschrecken.


RTL setzt ja bereits deutlich erkennbar auf DRM, welches deutlich Kostengünstiger zu betreiben wäre. Der Nachteil ist hier lediglich, dass es keinen marktreifen DRM-Empfänger für max. ¤ 100 gibt. Aber wer Öl verkaufen will, der sollte die Öllampen verschenken.





von Alqaszar - am 01.02.2006 09:55
Aus einer Pressemitteilung:

"Vorgesehen ist die Nutzung des sog. DAB-L-Bandes (Digitalradio). Gestartet wird zunächst an den Austragungsstandorten der Fußball-Weltmeisterschaft"

Also doch nur wenige Senderstandorte.

von Wiesbadener - am 01.02.2006 10:55
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