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DAB: Resignation jetzt selbst in "rein hören"

Startbeitrag von Wiesbadener am 22.01.2007 09:49

Diesem Beitrag ist nichts hinzuzufügen:

http://www.rein-hoeren.de/inhalt/413.shtml
Antworten:
Ich erkläre die "DAB Pro und Contra- Diskussion Nr. 4853" für eröffnet :D

von HAL9000 - am 22.01.2007 10:07
es ist zum heulen

von Felix II - am 22.01.2007 10:20
Traurig aber wahr,trozdem ändert das nix an meiner Meinung zu DAB....

von Robert S. - am 22.01.2007 10:33
Können die Admnins nicht eine Pro- Contra DAB Unterksektion einrichten, so zum DAB frust ablassen....? Das rentiert sich doch langsam.

von w_weinmann - am 22.01.2007 10:52
Was mich besonders ärgert: Die Privaten tönen soooo groß gegen die ÖRs,
aber wenn die Subventionen zusammengestrichen werden,
kneifen die den Arsch zusammen und sind weg.
Es ist immer dasselbe. :kotz:



von Nohab - am 22.01.2007 11:20
@Nohab: Freut euch schon mal auf ein schönes nettes leeres DAB-Band in Sachsen: da endet zum Jahresende die Förderung :D

von Wiesbadener - am 22.01.2007 12:07
Der digitale Radiostandard steht noch nicht fest. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass es DAB doch noch wird, hängt von den alltäglichen Wasserstandsmeldungen ab. Es ist ziemlich viel Kapital verbaut worden in DAB, aber das war ja GEZ-Geld.

von Alqaszar - am 22.01.2007 12:31
Ich habe mir neulich auch überlegt einen kleinen DAB Empfänger zuzulegen, aber wenn ich in Zukunft damit rechnen muss dass mehr und mehr Sender DAB wieder verlassen investiere ich das teure Geld für einen Digitaltuner lieber voanders hin.

von Dr. Antenne - am 22.01.2007 16:02
Wen's interessiert: die deutschen Privatradiomacher fahren bei Digital Radio jetzt die Strategie, ihre Zusatzprogramme erst ausschließlich über Internet zu verbreiten. Das Internet sei der beste Weg, weil es auf Anhieb die meisten potenziellen Hörer erreicht, kostengünstig ist und schon jetzt auch mobile Anwendungen zulässt (z.B. E Plus Base). Die anderen Techniken wie DVB-H, DAB+ gelten später lediglich als Stütze, es wird aber auch nur investiert, wenn sie sich am Markt entwickeln (wobei es freilich wieder das Problem gibt: Ohne Programme keine Kaufinteressenten und keine Industrie die mitmacht). Das bisherige DAB sieht man als gescheitert an, der Rückzug der letzten Sender soll spätestens dann statt finden, wenn in allen Ländern die Förderung eingestellt ist.

Fazit: die deutschen am Markt präsenten Radiomacher wollen keine terrestrische Digitalisierung. Sie sind für den mobilen Bereich mit UKW bestens bedient. Nur stationär planen sie Internetradios, Zusatzdienste, sogar TV-Podcasts usw.

von Wiesbadener - am 23.01.2007 06:02
"soll eingestellt werden wenn die Förderung beendet wird". Toll, warum also die Förderung nicht sofort einstellen ? Was bringt es noch weitere Monate öffentliches Geld zu verpulvern, wo doch die Geförderten keinerlei Wertschätzung dieser zeigen lassen ?

von Terranus - am 23.01.2007 10:48
> Toll, warum also die Förderung nicht sofort einstellen ? Was bringt es noch weitere Monate öffentliches Geld zu verpulvern, wo doch die Geförderten keinerlei Wertschätzung dieser zeigen lassen ?

Ja, das sehe ich auch so. Ich gebe DAB in Deutschland auch keine grosse Chance mehr, obwohl ich es aus rein technischer Sicht immer noch für ein sehr brauchbares System halte. In der Schweiz scheint die SRG das DAB-Fähnchen immer noch sehr hoch zu halten, wie auch die jüngste Leistungserhöhung in Zürich zeigt. Aber so ganz uneigennützig macht sie das eben auch nicht, wenn man die Hintergründe und die Strategie ein bisschen durchschaut...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 23.01.2007 11:54
Beim durchlesen des Beitrags vom Wiesbadener ist mir spontan der Gedanke gekommen, ob diese jetzige Entwicklung zum Teil auch durch die bisherige Lizensierungspolitik der Landesmedienanstalten zu danken ist.

Hätte man z.B. in Hessen und R-P mehr (starken) Wettbewerb zugelassen, hätte DAB vielleicht mehr Erfolg gehabt.

von Nordi - am 23.01.2007 14:18
@nordi: Die LPR hatte damals das wohl beste DAB-Angebot in Deutschland lizenziert:

K12:

"RTL Radio" (nie auf Sendung gegangen)
"FAZ Business Radio" (nie auf Sendung gegangen)
"planet radio" (auf Sendung mit 96 kbit Mono)
"Hitradio FFH" (Lizenz auf harmony.fm umgewälzt, ebenfalls 96 kbit Mono

L-Band Nordhessen

"HNA News Radio" (Verlag Dierichs GmbH & Co. KG, nie auf Sendung gegangen),
"digifun" (DuMont Funk und Fernsehen GmbH & Co. KG, nie auf Sendung gegangen)
"Harmony.FM" (Verbreitung im K12)
"Sky Radio" (nie auf Sendung gegangen)
"Project 89,0 Digital" (nie auf Sendung)


Mittelhessen, Region Vogelsberg sowie in Osthessen

"Harmony.FM"
"Sky Radio"
"Project 89,0 Digital"


Rhein-Main-Gebiet/Frankfurt

News Aktuell (DuMont Funk und Fernsehen GmbH & Co. KG, nie auf Sendung gegangen)
"Frankfurt Business Radio" (nie auf Sendung)
"Harmony.FM"
"Sky Radio"
"Project 89,0 Digital" (nie auf Sendung gegangen)

Rhein-Main-Gebiet/Wiesbaden sowie im Rhein-Main-Gebiet/Darmstadt

"Oldie Radio" (RTL, nie auf Sendung)
"Frankfurt Business Radio"
"Harmony.FM",
"Sky Radio"
"Project 89,0 Digital"

Von 12 lizenzierten Sendern sind also gerade mal vier (!!!) real auf DAB gestartet, wobei zwei schon wieder DAB verlassen haben. Da kann man der Medienanstalt keinen Vorwurf machen. Schon eher dem hr, der durch seine Weigerung an DAB teilzunehmen das digitale Radio in Hessen von vornherein in Schieflage brachte.

von Wiesbadener - am 23.01.2007 14:31
Man kann sich nur über das Timing der Verantwortlichen wundern:

- Kaum ist Aussicht auf die lange verwehrte Leistungserhöhung (die perfekten Indoorempfang ermöglicht) und zusätzliche Kapazitäten (dank DVB-T-Umstellung wären viele Kapazitäten schon in den nächsten beiden Jahren verfügbar), was sehr guten Empfang und größere Programmauswahl bedeuten könnte, klinken sich die Privaten aus, weil die Förderung endet.

- Kaum sind Empfangsgeräte in vernünftiger Auswahl und zu günstigen Preisen auf dem Markt, kündigt man die Einführung neuer Codecs an, was die komplette Empfängerauswahl ad absurdum führt.


Jetzt ist man an einem Punkt angekommen, wo selbst Gerätehersteller und Programmanbieter, die bisher voll und ganz hinter DAB standen, kein Interesse mehr daran haben. Blaupunkt soll angeblich keine neuen DAB-Autoradios in Planung haben. Und so mancher Programmanbieter dürfte wohl wirklich nur noch das Ende der Förderung abwarten, bis er die Lichter aus macht.

von Habakukk - am 23.01.2007 16:05
Treffender kann man es nicht umschreiben! :spos:

von Rosti 2.0 - am 23.01.2007 16:11
Also ich sehe einen Vorteil in der Abschaltung von DAB: Es wird hier keine Pro- und Contra-DAB-Diskussionen mehr geben.

Nee, aber mal Spaß beiseite. Wirtschaftlich ist DAB auf Sender- wie Empfängerseite Blödsinn, was die Frage aufwirft warum überhaupt noch DAB sendet. Also meinetwegen kann DAB sich verabschieden, auch wenn es eine gute Idee war.

von oli84 - am 23.01.2007 16:39
Meiner Meinung nach müsste der HR die erhaltenen Fördergelder zurückzahlen. Sich mit diesen Geldern nur die Studios umrüsten lassen und selber sich nicht an DAB beteiligen fand ich immer unverschämt.



von drahtlos - am 23.01.2007 18:57
"verdrängen" wird es wohl keiner solange man jeden digitalen Übertragungsweg so falsch angeht wie DAB. Ich vermute, dass es wohl eher auf eine Zwangsumstellung hinausläuft.

von Sebastian Dohrmann - am 23.01.2007 22:42
Zitat
Sebastian Dohrmann
Ich vermute, dass es wohl eher auf eine Zwangsumstellung hinausläuft.
|


Bei DVB-T hat das ja wunderbar geklappt. Dem analogen Antennenfernsehen haben kaum Leute nachgeweint (na gut außer einigen von uns ;) ) - aber wie wird das bei UKW aussehen? Während man seinen Fernseher weiternutzen kann, wäre ein analoges UKW-Radio nur noch was für Sammler. Also das wird nicht so einfach werden - leider. Keiner will 81 Mio. Bundesbürger zwingen ihre geschätzten 145 Mio. Radios in die Tonne zu kloppen...

von oli84 - am 23.01.2007 22:53
Zitat
oli84
Bei DVB-T hat das ja wunderbar geklappt. Dem analogen Antennenfernsehen haben kaum Leute nachgeweint (na gut außer einigen von uns ;) ) - aber wie wird das bei UKW aussehen? Während man seinen Fernseher weiternutzen kann, wäre ein analoges UKW-Radio nur noch was für Sammler. Also das wird nicht so einfach werden - leider. Keiner will 81 Mio. Bundesbürger zwingen ihre geschätzten 145 Mio. Radios in die Tonne zu kloppen...
Und auch hier mal wieder der obligatorische Hinweis, dass man die Umstellung auf DVB-T nicht mit einer Radio-Umstellung vergleichen kann, da das terrestrische Fernsehen nur noch von einem geringen Prozentsatz genutzt wurde, während UKW der Hauptempfangsweg für Radio ist.

von Brubacker - am 23.01.2007 23:40
Zitat
Habakukk
Man kann sich nur über das Timing der Verantwortlichen wundern:

- Kaum ist Aussicht auf die lange verwehrte Leistungserhöhung (die perfekten Indoorempfang ermöglicht) und zusätzliche Kapazitäten (dank DVB-T-Umstellung wären viele Kapazitäten schon in den nächsten beiden Jahren verfügbar), was sehr guten Empfang und größere Programmauswahl bedeuten könnte, klinken sich die Privaten aus, weil die Förderung endet.

- Kaum sind Empfangsgeräte in vernünftiger Auswahl und zu günstigen Preisen auf dem Markt, kündigt man die Einführung neuer Codecs an, was die komplette Empfängerauswahl ad absurdum führt.


Jetzt ist man an einem Punkt angekommen, wo selbst Gerätehersteller und Programmanbieter, die bisher voll und ganz hinter DAB standen, kein Interesse mehr daran haben. Blaupunkt soll angeblich keine neuen DAB-Autoradios in Planung haben. Und so mancher Programmanbieter dürfte wohl wirklich nur noch das Ende der Förderung abwarten, bis er die Lichter aus macht.



Weil das Nachwuchs-Schnösel-Betriebswirte sind, die nur Quartalsbilanzen im Kopf haben, keine Ausdauer haben und von der Sache selbst absolut nichts verstehen.



von RudiP - am 24.01.2007 01:29
Genau meine Meinung! Ein harter Umstieg mit kurzer Übergangsphase hätte Digitalradio zum Erfolg verholfen. Der gewählte Weg, das System zusätzlich anzubieten und mit den Vorteilen überzeugen zu wollen ist zwar der schönere, schießlich aber nicht aufgegangen.

Ich habe mich mit DAB beschäftigt: Programmhören, DXen und Mobilempfang habe ich ausprobiert. Mit guter Antenne geht passabler Mobilempfang ebenso wie DXen, wobei man fürs DXen zwingend eine wirksame Richtantenne benötigt. Programmhören macht nicht viel Sinn, solange das UKW-Angebot nicht abgebildet wird und zusätzliche Sender echten Mehrwert bieten.

Auch wenn ich DAB technisch gesehen mag, müßte jetzt eine Entscheidung dafür oder dagegen getroffen werden! Entweder jetzt einen Schlußstrich ziehen und abschalten oder aber hin zu einem vernünftigen technischen Ausbau und echter Programmvielfalt. Weg mit dem unsäglichen L-Band, dafür die DVB-T Nutzung des VHF-Bandes III durch UHF-Kanäle ersetzen und die VHF-Kapazitäten komplett für DAB nutzen! Man bräuchte sowohl für DVB-T als auch für DAB nur noch eine Antenne und hätte jeweils ein geeignetes Band zur Verfügung. Sendeleistung für DAB dabei erhöhen, wo es geeignet scheint. Im Flachland auf jeden Fall! Die 4 kW in Zehlendorf gehen da schon ganz gut.

Dieses Sterben auf Raten ist Geldverschwendung! Freie Kapzitäten werden nicht genutzt oder mit irgendwelchem Mono-Dreck bei geringster Bitrate vollgeschmissen - wobei das nicht mal was bringt! Von mir aus Nachrichten- oder Infoprogramme in Mono, aber bitte keine Musiksender! Dann lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende...

von PowerAM - am 24.01.2007 07:06
Noch diskutieren wir über DAB, in wenigen Jahren lauten hier die Schlagzeilen eher: neues Autoradio BLAPUNKT WIMAX 57

Durch die Tatsache, dass das Internet zunehemend mobil wird, sehe ich inzwischen IP-Anwendungen auch als Zukunftsszenario für das digitale Radio. Individuelle Streams, wie man sie jetzt schon etwa unter music.google.de einrichten kann, sind dann auch mobil nutzbar. Die Radiosender planen Services wie Personal Radio, wo sich die User selbst vorproduzierte Elemente, aber auch Live-Einbindungen von Beiträgen (Nachrichten, Verkehrsservice etc.) mit ihrer Lieblingsmusikfarbe zusammen stellen können. Radio 2.0 ist keine Utopie mehr, es könnte schon bald Wirklichkeit werden.

Schon jetzt kenne ich Freaks, die etwa durch Berlin fahren und Webradios wie Main FM oder Jack FM im Autoradio hören: Web N Walk-Handy mit UMTS-Empfang an den AUX-Eingang des Autoradios anschließen, fertig. In Zukunft wird es wohl immer mehr Möglichkeiten geben, Internetradio auch mit mobilen Geräten zu empfangen, erst recht wenn die WIMAX-Netze aufgebaut sind. Mittels Fernbedienung programmiert man Streams ein und hat dann immer die Lieblingsmusik im Auto. Wetten, dass genau SOLCHE Anwedungen die Zukunft des digitalen Radios werden. Und nicht DAB, DAB+, DRM usw.

von Wiesbadener - am 24.01.2007 07:25
Skyradio DAB weg!

UKW weg!

Entweder DAB K 12 landesweit oder Entzug der Sendelizenz!

Aber das traut man sich ja wieder nicht. Es könnten ja Leute entlassen werden....

von wolltraver - am 24.01.2007 07:34
@ Wiesbadener

Dem habe ich auch nichts hinzuzufügen, 100% konform :spos:

von HAL9000 - am 24.01.2007 07:39
@andalus: Gibt es für den angeblichen Ausstieg von Blaupunkt aus der DAB-Produktion schon irgend was schriftliches? Woher kommt überhaupt diese Info?

von Wiesbadener - am 24.01.2007 08:35
@Wiesbadener:

Ich weiß nicht, ob man es Ausstieg nennen kann, außerdem habe ich "angeblich" geschrieben, das Ganze beruht auf einem Eintrag im Pro-DAB-Forum:
http://web22.mis01.de/phpBB2/viewtopic.php?t=2123 (ganz am Ende)

So sehr wie Herr Lauke von Blaupunkt immer hinter DAB gestanden ist, würd's mich zwar wundern, wenn Blaupunkt nix mehr in DAB investiert, aber es ist auch verdächtig still geworden, und seit dem Woodstock DAB 54 (2004) und dem Nashville DAB 35 (2005) hat sich in der Produktpalette ja auch nix mehr getan, abgesehen von den Entwicklungen bezüglich DMB hört man ja auch nix mehr neues...

Zum Thema Mobiles Internet: das mag in Städten und an den Autobahnen entlang vielleicht sehr gut funktionieren, aber hier auf dem Land (und wir sind hier nahe Rosenheim nicht mal so sehr in der Prärie) gibt es tlw. noch nicht mal überall DSL. Und selbst die alten GSM-Netze haben fast auf jedem Kilometer kleinere Lücken, von UMTS ganz zu schweigen.

Ich glaube auch, dass das überall verfügbare mobile Internet irgendwann kommen wird, aber für einen alltäglichen lückenlosen Gebrauch muss sich noch einiges tun.

von Habakukk - am 24.01.2007 08:47
Hätte auch nichts dagegen wenn man Radio nur noch per mobilen internet nutz
Ich selbst hab die eplus internet flat und wenn ich unterwegs bin höre ich immer webradio und wenn jetzt mein pda kommt auch endlich die wma und rm streams endlich mobile. Habe zwar auch noch nen DAB radio aber lohnt sich nicht mehr bei denn wenigen programme.
Dann lieber webradio, da ist die auswahl gleich viel größer.

von robin1990 - am 24.01.2007 10:30
Als bevorstehenden Ausstieg Blaupunkts möchte ich die Äußerungen von Herrn Lauke speziell und die von Bosch/Blaupunkt im Allgemeinen nicht interpretieren. In dem Konzept des Advanced Digital Receiver ADR (das Thema hatten wir hier schon mal) sind ja die Schnittstellen zu digitalen Quellen wie DAB, DMB und DRM erwähnt. Mit dem neuen Konzept wird Blaupunkt überhaupt erst mal in die Lage versetzt, schneller auf technische Entwicklungen zu reagieren. Das bisher übliche Konzept, für jede Betriebsart einen speziellen Empfänger zu konstruieren, fand ich nicht sehr überzeugend.

von Ingo-GL - am 24.01.2007 10:35
Ich bin mal gespannt, wie der erste Empfänger mit so einem Konzept aussehen wird... Wenn der in ganz Europa funktionieren soll und alle Formen von Radio wiedergeben soll, muss er ja immerhin

- von 150kHz bis 1,5GHz quasi durchgehenden Empfang liefern
- AM, UKW, DRM, DRM+, DAB, DAB+, DMB, DVB-T, DVB-H, HD-Radio,... beherrschen
- MP2,AAC(+) und evtl. weitere Codecs können
- Evtl. auch noch die Möglichkeit für WIMAX/WLAN/UMTS/GRPS-Internetradio-Empfang bieten

Das ist eine ganze Menge Holz....

von Habakukk - am 24.01.2007 11:07
@Habakukk
Zitat

Kaum sind Empfangsgeräte in vernünftiger Auswahl und zu günstigen Preisen auf dem Markt


Sind sie m. E. aber gar nicht. Beim Saturn am Stachus findest du 4 DAB-Geräte. Und der Preis ist alles andere als günstig, zumindest für ein Nur-Radio in mono (170 Euro).


von Schwabinger - am 24.01.2007 18:40
@Schwabinger:
Gut, da hast du natürlich recht... Ich dachte da eher an die Internetshops... Denn dort kriegt man mittlerweile vernünftige DAB-Radios für unter 100 Euro (gut, vielleicht werfen die auch nur ihre Ladenhüter raus, wer weiß) und die Auswahl ist mittlerweile gar nicht mehr so klein. Von der Geräteseite her wär's zumindest jetzt langsam in eine vernünftige Richtung gegangen (keine Designmonster, halbwegs akzeptable Preise), wo so mancher sich vielleicht einen Kauf überlegt hätte, wenn - ja wenn das Programmangebot halt stimmen würde.

Aber die Diskussion um AAC+ wirft natürlich einiges über den Haufen, denn da hängt ja nicht nur ein neuer Audio-Codec dran, da geht's offenbar auch um Fehlerkorrektur und um Stromverbrauch... Das bringt halt wieder einiges an Unruhe rein und ich befürchte, dass dadurch die kommenden AAC+ fähigen Geräte erst mal wieder stromfressende Ungeheuer sein werden, wenn das überhaupt noch was wird mit DAB oder DAB+....

von Habakukk - am 25.01.2007 09:03
Ich denke auch, dass sich in den nächsten Jahren sich Systeme für *mobile* Datennetzwerke durchsetzen bzw. etablieren werden. Ob dies nun wimax oder umts oder irgendwas anderes sein wird ist ja prinzipiell egal.

Wenn sich bis zu diesem Zeitpunkt kein klassisches digitales terrestrisches broadcast system durchgesetzt hat (DAB, DAB+, megaDAB, DRM oder DRM+) wird es auch kein anderes System in Zukunft mehr schaffen. Die klassische Art von Rundfunk wird sterben und die Zeit von packetorientierten "Radio"Systemen wird kommen. Anstatt einem Sender mit einem ununterbrechbarem Programm, wird man sich die gewünschte Sendung einfach herauspicken können. Die ÖRen wie zB der DLF machen das ja mit den podcasts momentan vor.

Stellt euch ein Radio vor, dass weiss das man gerne Nachrichten über Politik und Bundesliga hört und Jazz mag. Dann bastelt mir das "Radio" mein eigenes Programm mit genau diesen Eigenschaften zusammen mit Nachrichten zur vollen Stunde. Das Pandora Radio kann man als ersten kleinen Schritt in diese Richtung sehen.

Die ÖR werden diesen Bruch überleben. Die Privaten in ihrer momentanen Struktur werden aussterben. ( hehe, die alten zauderer )

Wird auf jeden Fall spannend.

Bis dahin hoffe ich, dass die dab nicht abschalten.

von hoogla - am 25.01.2007 23:40
Zitat
hoogla
Stellt euch ein Radio vor, dass weiss das man gerne Nachrichten über Politik und Bundesliga hört und Jazz mag. Dann bastelt mir das "Radio" mein eigenes Programm mit genau diesen Eigenschaften zusammen mit Nachrichten zur vollen Stunde. Das Pandora Radio kann man als ersten kleinen Schritt in diese Richtung sehen.
Ekelhafte Vorstellung...

Ähm... sacht ma: Hier wird ja immer wieder gern der Tod des Radios im klassischen Sinne prognostiziert. Wie stellt ihr euch das auf internationaler Ebene vor? Im Gegensatz zu Deutschland haben fast alle Länder dieser Welt blühende Rundfunklandschaften, die dort niemand durch I-Pod und Co ersetzt wissen will.

von Der Abt - am 25.01.2007 23:52
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