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Neue Radiokabelbelegungen bei Unitymedia in NRW

Startbeitrag von kingman am 09.10.2007 14:50

Was ist da los?

RPR Eins , Big FM, NDR2 und NDR1 sind aus dem Kabel geflogen.

Neu: 2255 Gewinnradio, Radio 2 NL.

Langsam fragt man sich, ob die Auswahl die monatlichen Kosten noch wert sind!

Ausserdem RDS: WDR Eins!

Und bei einigen Sendern Soundprocessing Richtung Klangfarbe hell.

Die 50 interessantesten Antworten:

Re: Kabelempfang bei Unitymedia Kreis Wesel

Die Programmabfrage ist schon seit einigen Wochen defekt. Für Dinslaken bleibt die Anzeige auch ohne Eintrag. Anfangs hatte Unitymedia noch einen Hinweis dass die Abfrage in NRW gestört ist, der Hinweis ist aber seit Anfang Oktober verschwunden.

Was RPR1 und Big FM angeht, wer das im Kreis Wesel hören möchte könnte Glück haben dass es mit einer Dachantenne geht. Ich empfange hier in Dinslaken RPR1 auf der 103,55MHz (da Langenberg die 103,5 noch stark übersteuert!) und Big FM bekomme ich über 104,9MHz.

NDR2 könnte nach Radio Mobile (bis c.a. Dingden, Wesel, Xanten gibt es einige Inseln) auch möglich sein. Allerdings empfange ich das hier mit meiner nach südwest stehenden Antenne nicht, die Antenne ist auf den Sender Linz am Rhein (SWR Programme) abgestimmt.

SWR3, RPR1 und BigFM empfängt man in Dinslaken an vielen Stellen noch mit einem Autoradio, ein einfacher Faltdipol richtung süden sollte den Empfang dann schon ermöglichen. RPR1 ist für mich überhaupt nicht mehr interessant, das war mal viel besser! Mitlerweile höre ich den so selten wie ein NRW-Lokalradio.

Interessant ist die Angabe von RTL-Radio:
Zitat

Durch die neue Frequenzrasterstruktur haben wir deutlich mehr belegbare Frequenzen. Die Signalqualität konnte gleichzeitig gesteigert werden, viele bisher terrestrisch lediglich mono empfangbaren Programme werden jetzt zugeführt und sind jetzt stereo empfangbar.

Ein weiterer Vorteil für Sie ist, dass die Programme jetzt jeweils im gesamten Breitbandnetz auf einer einheitlichen Frequenz empfangbar zu empfangen sind.

Quelle: http://rtlradio.rtl.de/index.php?ct=kabelaenderung&pt=neu

Eine Frage an die Leute mit Kabelanschluss im Kreis Wesel, welche auswertigen ARD Sender sind noch empfangbar? Sind noch SWR Programme aufgeschaltet oder sind die auch rausgeflogen?

p.s.: Steht denn bei 1Live wirklich WDR EINS? Davon hätte ich gerne mal ein Foto :joke:

von Funkschatten - am 10.10.2007 17:50

Re: Kabelempfang bei Unitymedia Kreis Wesel

Danke für deine schnelle Antwort. Man sollte wirklich mal nachrechnen ob man den Kabelanschluss noch benötigt. Bei DVB-T oder DVB-S fallen aktuell nur einmal die Kosten für die Hardware an, das hat man schnell wieder raus.

Beim Radioempfang ist eine Dachantenne auf jeden Fall eine sehr gute Alternative. Ich habe hier die Standard 3-Elemente UKW Antenne (Faltdipol mit jeweils einem Direktor, Reflektor) auf dem Dach und Empfange zahlreiche Sender die nicht in NRW liegen oder hier nicht im Kabelnetz zu finden sind.

Ein kleiner Bandscan jeweils mit besten Signal (ohne NRW Lokalradio)

87,6 MHz - HR3
88,0 MHz - WDR5
95,1 MHz - WDR3
90,0 MHz - CT - Das Radio
91,0 MHz - HR1
92,4 MHz - SWR1 RP
93,6 MHz - SWR4 TR
94,5 MHz - Radio 4 NL
94,8 MHz - SWR3
95,4 MHz - SWR2 RP (leicht verschneit)
96,5 MHz - BFBS Radio 1
97,4 MHz - SWR4 KO
99,2 MHz - WDR2 RR
99,6 MHz - HR2
101,3 MHz - WDR4
102,8 MHz - DLF
103,3 MHz - WDR Funkhaus Europa
103,5 MHz - RPR1 AW
104,9 MHz - Big FM
105,1 MHz - Dkultur (leicht verschneit)
105,3 MHz - B5_AKT (leicht verschneit und oft unterdrückt durch ein NRW Lokalradio)
106,7 MHz - 1LIVE

Die WDR Sender sind natürlich sehr oft dabei im Frequenzband ebenso die NRW Lokalradios.

Seit einigen Wochen sind auch fast jeden Tag dabei (DX gibt es so im Kabelnetz ja nicht)

88,5 MHz - BRF1 (Belgien)
95,5 MHz - SR3 Saarlandwelle
96,3 MHz - Bayern 3
97,0 MHz - RTL Radio
98,3 MHz - Bayern1
101,9 MHz - Antenne Bayern


von Funkschatten - am 10.10.2007 19:42

Re: Kabelempfang bei Unitymedia Kreis Wesel

Jetzt ist die Umstellinfo online...zwei Tage zu spät ist auch ne Leistung. ;) http://www.unitymedia.de/Download/Neue_Programmbelegung_Wesel.pdf

Geändert hat sich - wenn nicht nach 2005 noch was ergänzt und/oder rausgeworfen wurde - folgendes:

im gesamten Gebiet (Kreise Kleve und Wesel ohne Dinslaken und Hünxe): Radio 2255
Xanten: Radio 2 dazu
Wesel (mit Alpen, Hamminkeln, zwei Rheinberger Ortsteilen, Rees und Voerde): Radio 2 dazu, dafür NDR1, NDR2, RPR1 und bigfm weg...siehe oben
Kleve und Bedburg-Hau: Radio 4 dazu, dafür WMW und BRF weg
Emmerich: Radio 4 dazu, NDR1 weg
Geldern (mit Kevelaer, Straelen, Wachtendonk): Radio 1 dazu, Radio 2 vom VRT weg (falls es überhaupt noch da war)
Moers (mit Duisburg-Baerl, Kempen-Tönisberg, Neukirchen-Vluyn und Rheurdt): SWR4 und Radio 2 dazu, BRF, RPR1 und bigfm weg
Kamp-Lintfort und Rheinberg: Radio 1 dazu
Schermbeck: SWR4 und Radio 1 dazu
Goch (mit Uedem und Weeze): SWR1, SWR3, SWR4, domradio, ERF und Radio 1 dazu, L1 weg
Kerken: zum Glück immer noch ohne Kabel ;)

"Leiden" muss man also fast nur in Wesel, wo man anscheinend gute Empfangsbedingungen für NDR und RPR hatte - durch die Zentralisierung ist die Einspeisung da jetzt weggefallen.

von Kroes - am 11.10.2007 21:58

Re: Kabelempfang bei Unitymedia Kreis Wesel

"WDR EINS" scheint jetzt ein neuer Standard zu sein bei Unitymedia. In anderen Gebieten wird jetzt auch "WDR EINS" angezeigt.

Was die neue Frequenzbelegung im Kabelnetz angeht, ich finde die Aktuelle auswahl nicht besonders toll. Warum 4 bzw 5 niederländische Sender und 2 religiöse Sender? Mit den hier 5 empfangbaren niederländischen Sendern kann ich persönlich nichts anfangen (spreche und verstehe wie die meisten hier kein niederländisch). Im Grenzgebiet ist die Einspeisung für mich in Ordnung, aber in der Region Ruhrgebiet (Kreis Wesel, Duisburg)?

RPR1, BIG FM die HR und NDR Hörfunksender sind von den Funktürmen auf jeden Fall empfangbar, was mit einer Yagiantenne auf einem Wohnhaus geht funktioniert von einem 60 Meter hohen Turm mit besseren Antennen erst recht...

Für mich ist die Umstellung unverständlich, die neuen Sender sind keine Alternativen zu dem was vorher eingespeist wurde. Ich persönlich benötige keine 5 niederländischen Programme, 2 religiöse Sender und ein "Gewinnradio", was auch immer das ist ;)

Wie gut dass unsere Region hier nicht verkabelt ist, das verhalten von Unitymedia zeigt mal wieder das es nichts besseres als die gute alte Dachantenne gibt :D

von Funkschatten - am 12.10.2007 12:22
/Quote Unitymedia Website/
Wir optimieren den analogen Radio-Kabelempfang in den Gebieten des südlichen Niederrheins. Mit der neuen Frequenzbelegung erhält jeder Radiosender eine eigene einheitliche Frequenz: Ab dem 11. September empfangen Kabelkunden in den Gebieten des südlichen Niederrheins dann beispielsweise den Sender WDR 2 mit dem Regionalfenster Willich einheitlich auf Frequenz 91,15 MHz und den Sender RTL Radio auf 96,25 MHz. Die neue Ordnung beim Kabelradio erhöht nochmals die Empfangsqualität und ermöglicht die Einspeisung zusätzlicher Sender wie etwa die Programme des Hessischen Rundfunks, die bisher nur vereinzelt eingespeist wurden. In Einzelfällen können Sender, die bisher nur in einzelne, kleinere Netze eingespeist wurden, wegfallen. Unitymedia führt die Radiosender zukünftig zentral über eine hochmoderne Glasfaserleitung den lokalen Netzen zu und verbessert somit die Signalqualität bei der Einspeisung. Hierdurch können auch Programme, die bisher nur in Mono-Qualität zur Verfügung standen, auf Stereoempfang umgestellt werden. Die beliebten lokalen Radiosender der Region sind weiterhin vor Ort in Ihren jeweiligen Lizenzgebieten zu empfangen.
/Quote/


Interessant, das der WDR jetzt ein eigenes Regionalfenster für Willich anbietet, wo schon der Lokalfunk nichts von hier zu berichten hat. :confused:
Frage mich auch wo der HR zu empfangen sein soll.

von Karl Ranseyer - am 12.10.2007 14:40
Bin ich froh dass KDG seine Radiobelegung nicht zentralisiert :D Bzw. nicht in dem Ausmaß.

Bei uns hat man ja 2004 das Netz an die KKS Cloppenburg mit angeschlossen. Die KKS Vechta-Langförden übernimmt also nur noch deren Angebot. Geflogen ist daher NRJ Bremen, dafür haben wir aber Radio 1, Radio 2, Radio 4(NL) und oldenburg eins bekommen :D

Wenn ihr mich fragt, ein fairer Tausch ;)

Ich versteh nicht was das soll was Unitymedia bei euch macht. Wenn schon zentralisieren dann sollte man trotzdem noch regional Programme wie den NDR anbieten, gerade wenn der sonst mit nem nassen Finger geht. Kabelradio hat sowieso schon wenig Vorteile und es wird auch nicht alles was möglich ist eingespeist(hier z.B. 1LIVE, wurde noch nie eingespeist obwohls genauso gut wie die anderen WDR-Programme zu empfangen ist), aber so hats noch weniger Vorteile.

von htw89 - am 12.10.2007 14:48
Zitat

Unitymedia führt die Radiosender zukünftig zentral über eine hochmoderne Glasfaserleitung


Was heißt nun dieses "Zentral"? Wird nur noch an einer "zentralen" Stelle das Radioprogramm empfangen? Und im ganzen Land verteilt? Aber dann müsste doch z.B. der NDR im Süden und der SWR im Norden im Angebot sein. Vereinfacht, das gesamte Radioangebot müsste demnach in ganz NRW völlig gleich sein. Dieses "Zentral" ist mir zu relativ.... :confused:


Zitat

Spricht dafür, dass Unitymedia die Sender alle über DVB-S ranholt.


Das glaube ich auch bald.... also nicht besser wie Kabel BW !! Dann wird auch das Zentral verständlicher., es wird alles über Sat zentral empfangen und mehr oder weniger geschickt in die verschiedenen Regionen unterteil/ verteilt. !?

von 88,7 MHz - am 12.10.2007 14:56
Es wird zentral aufbereitet (und größtenteils auch empfangen - es gibt aber wohl auch einige "Nebenstellen"), aber nicht unbedingt einheitlich ausgestrahlt - sondern alles eben nur da, wo es mehr oder weniger seine Berechtigung hat. Ein paar Ausnahmen wie z.B. Qmusic in Kleve hat man dann auch noch gelassen, ansonsten sind zumindest die früheren Sterne jetzt größtenteils (bis auf das Lokalradio) identisch. Technisch wäre es problemlos möglich (und über Sat-Abgriff ja letztlich sowieso) auch den NDR im Süden und den SWR im Norden von NRW anzubieten, aber das ist für Nichtzahler ja nicht erwünscht. Das ist einerseits ärgerlich, andererseits aber verständlich. Der Netzbetreiber verdient bei der derzeitigen Situation (90% der Kabelnutzer sind Zwangsnutzer und können gar nicht anders...der Zuschauerverlust würde sich also bei jedem noch so großen Schrottangebot in Grenzen halten) mehr an irgendwelchen Gewinnspielsendern als an Kundenservice - also handelt man auch entsprechend. Hier wäre die (Medien-)Politik gefordert, denn da wo kein Wettbewerb möglich ist (und _ein_ Netzbetreiber pro Haushalt ist nunmal ein Monopol) muss der Staat bzw eine Behörde eingreifen und Regeln aufstellen. Aber das ist ja leider wieder nicht machbar, weil in Brüssel noch größere Hohlköpfe als in Berlin und/oder Düsseldorf sitzen...denen sind ja unsere schon laschen Regeln immer noch viel zu hart für die armen, armen Netzbetreiber...

Also: Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen ist diese Firmenpolitik von UnityMedia (und anderer Netzbetreiber) absolut nachvollziehbar. Ziel ist nunmal die Gewinnmaximierung und nicht die Wohltätigkeit für irgendwelche Nutzer. Der Ärger auf Seiten der Nutzer wiederum ist auch nur zu verständlich - aber die können nunmal nichts dran machen...außer umziehen.


Zur Zeitverzögerung: Die 0,5 Sekunden sind garantiert kein DVB-S-Abgriff, das wäre viel länger. Vielmehr wird das Signal analog aufgefangen, dann in Kerpen digital aufbereitet, digital weitergeleitet und am Kabelkopf wieder analog ausgestrahlt - genau das braucht seine Zeit. Alles komplett zentral zu empfangen ist ja auch nicht drin, da sonst die WDR-Lokalsendungen ja nicht drin wären.

von Kroes - am 12.10.2007 15:04
@sept secrets:
Der SWR ist z.B. im äußersten Westen von NRW im Kabelnetz vertretten zusammen mit 5 niederländischen Sendern. Der NDR wird hier nicht mehr eingespeist, obwohl das vorher möglich war.

NDR2 wird auf den Funktürmen in der Region schon empfangbar sein, mit normaler Dachantenne reicht der bis in Teile von Wesel hinein. Ich selbst habe NDR1 NDS und NDR2 schon in Bocholt empfangen können ohne Überreichweiten und zwischen Bocholt und dem Kreis Wesel liegen keine großen Berge. Nur in einigen Teilen des Kreis Kleve könnte der Empfang nicht möglich sein.

Die Türme sind um einiges höher als normale Dachantennen, ich werde das mit Radio Mobile mal simulieren. Ebenfalls sollte man auch RPR1 und BIG FM an diesen Türmen die meist 60 Meter hoch sind empfangen können (auch im Kreis Kleve). Das könnte man also einspeisen, es ging ja vorher auch.

Ich verstehe wirklich nicht warum deutschprachige Sender rausgeworfen werden und durch niederländische ersetzt werden, das verärgert doch nur die Kunden. Es gibt jetzt keine alternative mehr zu WDR2 in der Region.

Das es regionale Einspeisungen noch gibt beweisen ja Radio Duisburg, Radio KW und Antenne Niederrhein die nur im Empfangsgebiet eingespeist werden, selbiges kann man auch mit NDR2, BIG FM und RPR1 (oder anderen) wieder machen.

von Funkschatten - am 12.10.2007 15:23
Was Unity da falsch macht, kann ich natürlich auch nicht beurteilen - aber das was "verändert" wird, ist ja klar. Die Signale werden in Kerpen (Satellit) und an den Content-Hubs (Antenne, Direktanlieferung aus den Studios, ...) empfangen und dann _in jedem Fall_ digitalisiert. Dabei kann natürlich was schief gehen. Erst dann werden diese Signale _digital_ weitergeleitet und an den untergeordneten Stellen wieder analog ins entsprechende Band ausgestrahlt. Empfang terrestrischer Signale ist dabei natürlich weiterhin möglich - nicht nur in Kerpen, sondern an all diesen Content-Hubs.

In den bisher noch nicht auf Glasfaser umgestellten Gebieten - u.a. also auch bei dir zu Hause, Sebastian - erfolgt der Empfang dagegen immer noch an den bisherigen Unterkabelköpfen, in deinem Gebiet z.B. irgendwo in Königswinter.

Das Unity-Netz besteht also derzeit noch aus drei unterschiedlichen Ebenen:
- Komplettausbau: mehrere Glasfaserringe mit eigener Belegung, Empfang regionaler Programme zentral am Glasfaserring
- umgestellt, aber nicht ausgebaut: Empfang regionaler Programme am früheren Stern, von dort aus Glasfaseranbindung zu den Kabelköpfen...dort kein eigener Empfang mehr
- nicht umgestellt: Empfang regionaler Programme direkt am Kabelkopf, von dort direkte Einspeisung ins Netz...daher auch keine Digitalisierung des Signals

von Kroes - am 12.10.2007 17:42
Zitat

Wenn ich überlege: Früher waren VRT 2 und 3, RTBF 2, 3 und der BRF im Radio in Wuppertal in Kabel, jetzt sind alle Belgier weg :-(


Früher dürfte das ganze noch richtig geld kosten, weil die regierung hat das alles betrieben.

Wenn man doch noch die vielfalt wunscht, muss man halt die Must-Carry bedingungen ändern:

- 1Live
- WDR2 (mit richtigen Lokalfenster)
- WDR3
- WDR4
- WDR5
- WDR FH E
- Lokalradio
- Dkultur
- DLF

Und dann:
- Radio 2 (NL)
- VRT Radio 2 (BE)
- BRF 1
- NDR 2
- hr1
- SWR3 oder SWR 1

Ich glaube nicht das es nur von die kabelbetreiber gewollt ist, das man einfach ersatzlos Sender raus schmeißen, aber auch von die Landesregierung, die einfach ein zu kleines Must-Carry angebot vorschreiben.

Siehe das Must-Carry angebot hier in die region. Die regierung hat gesagt das diese Sender unbedingt eingespeist werden mussen:

* Radio 1
* Radio 2
* Radio 3 FM
* Radio 4
* Radio 5
* VRT Radio 1
* VRT Radio 3 (KLARA)
* Regionalradio (Hier Radio Oost)
* Lokalradio (Hier Twente FM)

Weiter wird durch eine verein gesagt das auch diese Sender eingespeist werden mussen (Das NL Gesetz verpflichtet das so eine art 'Verein' da ist!):

* NDR 1
* WDR 4
* Concertzender/Radio6
* BBC 3
* Classic FM
* BNR Nieuwsradio
* BBC World Service
* Radio 10 Gold
* Sky Radio
* Rosita FM
* Arrow Classic Rock
* Hot Radio
* Kink FM
* City FM Classic Rock (voorheen Rebecca)
* Radio 538
* Q Music

Und DANN kommt erst das freie teil, wo die Kabelbetrieber selbst entschieden können was drinne ist:

* WDR3
* Juize FM
* Radio Veronica
* Radio NL
* Radio Moonlight
* NDR 3 (NDR Kultur)
* WDR 2
* TMF Radio
* CAZ
* Arrow Jazz FM
* FunX
* Slam FM

Ich habe es schon mehrfach erzählt, aber wenn man da halt absprecht zwischen die beide Parteien (Regierung und Kabelbetrieber) ist da schon sehr vieles möglich! Oh ja, die kabelbetrieber hier machen auch ein riesengewinn ;)



von Jassy - am 13.10.2007 10:58
@kingman: Danke für die Ergänzung zu Nederland 2. Anscheinend hat man da bei UnityMedia was durcheinandergeworfen, da wohl Dinslaken jetzt auch an Wesel angebunden ist (früher Duisburg) und dort bislang Südwest RP zu sehen war. Interessant wäre daher jetzt, ob auch in Dinslaken und Hünxe jetzt Nederland 2 auf S10 läuft oder weiterhin Südwest RP.

Im DF-Forum habe ich gerade übrigens den Link zu den weiteren Umstellarbeiten gefunden: Auf http://rtlradio.rtl.de/index.php?ct=kabelaenderung&pt=neu gibt es die neuen Termine - am 13. November ist ganz NRW dann im Radiobereich entsprechend umgerüstet...und auch Herr Dohrmann wird ab dem 6. November merken, wie die Programme dann zugeführt werden. ;) Es ist aber immer noch eindeutig von einzelnen Netzen und Verteilern die Rede, also werden die Programme wohl wirklich stellenweise noch an den Kabelköpfen (damit zwar auch zentral für die einzelnen Netze, aber nicht zentral bezogen auf NRW) empfangen.

von Kroes - am 13.10.2007 11:05
Zitat
Kroes
Auf http://rtlradio.rtl.de/index.php?ct=kabelaenderung&pt=neu gibt es die neuen Termine - am 13. November ist ganz NRW dann im Radiobereich entsprechend umgerüstet...und auch Herr Dohrmann wird ab dem 6. November merken, wie die Programme dann zugeführt werden. ;) Es ist aber immer noch eindeutig von einzelnen Netzen und Verteilern die Rede, also werden die Programme wohl wirklich stellenweise noch an den Kabelköpfen (damit zwar auch zentral für die einzelnen Netze, aber nicht zentral bezogen auf NRW) empfangen.

Intressant, intressant, danke für den Link! Und was OWL angeht:
Zitat

Bielefeld die Netze Werther, Herford, Detmold, Horn-Bad-Meinberg, Gütersloh, Lemgo, Höxter, Versmold und Warburg
Minden die Netze Bad Salzuflen, Bünde, Minden, Bad Oeynhausen, Lübbecke und Rahden
Meschede die Netze Bad Berleburg, Warstein, Meschede, Soest, Möhnesee, Arnsberg, Sundern, Ense, Lippstadt, Büren, Brilon, Rüthen, Schmallenberg, Winterberg und Marsberg

Paderborn fehlt dabei, wobei Büren zum Kreis PB gehört aber offensichtlich zum Mescheder Netz, konfus das ganze. Und nochmal zum Verständnis: Es gibt dann landesweit dieselben Programme für alle? :confused:

von mike83 - am 13.10.2007 12:59
Paderborn fehlt logischerweise, weil es schon komplett modernisiert und dabei auch die Radiobelegung geändert wurde. Und warum muss sich irgendein Kabelnetz an Kreisgrenzen orientieren? Diese (also die Kreisgrenzen) sind meist nämlich noch viel konfuser als irgendwelche Planungen im Telekommunikationsbereich...

Und: Nein, es gibt nicht landesweit identische Programme. Nur innerhalb eines "Großnetzes" (entweder sog. Content-Hub = ausgebautes Gebiet oder Verteilstern = nicht ausgebautes Gebiet) ist die Zuführung zentral geregelt. Es wird also beispielsweise in Büren überhaupt nichts mehr vor Ort empfangen, sondern alles von Kerpen oder Meschede aus zugespielt. Trotzdem kann (und mindestens im Falle der NRW-Lokalsender ist es auch so) die Programmbelegung von Netz zu Netz abweichen.

von Kroes - am 13.10.2007 18:26
Falls jemand die neuen Frequenzen wissen möchte: Defjay ist etwas schneller als UnityMedia (vielleicht ist der Upload ja auch noch gar nicht geplant gewesen ;) )

16.10. (schon vorbei, aber bei UM noch nicht da) Meschede: http://www.defjay.de/_data/frequenzen/meschede_presse_1610.pdf
23.10. Kerpen: http://www.defjay.de/_data/frequenzen/kerpen_presse_2310.pdf
23.10. Minden: http://www.defjay.de/_data/frequenzen/minden_presse_2310.pdf
30.10. Bielefeld: http://www.defjay.de/_data/frequenzen/bielefeld_presse_3010.pdf
06.11. Köln: http://www.defjay.de/_data/frequenzen/koeln_presse_0611.pdf
06.11. Haltern: http://www.defjay.de/_data/frequenzen/haltern_presse_0611.pdf
13.11. Schwerte: http://www.defjay.de/_data/frequenzen/schwerte_presse_1311.pdf

Außerdem werden die Gebiete Euskirchen, Schwerte, Stolberg und Hagen bis Mitte November komplett modernisiert - siehe http://www.unitymedia.de/aktuell/upgrade/index.html .

von Kroes - am 18.10.2007 20:49
Zitat
Flachland-DXer
Kommt bei Dir auf 105.3 vertikal der Sender vom Publieke Omroep Radio 1 aus Hulsberg so schwach rein, das Du mühelos die Antenne ausrichten kannst und diese Frequenz immer frei für DX ist ?

Radio1 ist hier sehr schwach, davon dringt hier nur rauschen rein. B5 Aktuell ist hier etwas stärker als Radio1, leider mischt sich das ein wenig daher meist nur o=1 (so wie aktuell). Dank Webradio lässt sich aber bestätigen dass es sich um B5 Aktuell handelt.

Meine Dachatenne ist leider fest angebracht, so dass ich die nicht auf den Sender Kreuzberg/Rhön ausrichten kann. Sie ist ausgerichtet auf den Sender Linz am Rhein.

Was mir gerade einfällt, der Empfang könnte eventuell durch eine Kohlehalde stark gedämpft werden. Das gucke ich mir mit Radio Mobile mal an.

Edit: Ich stelle später mal einen Bandscan online.

von Funkschatten - am 19.10.2007 10:04
Zitat
Wiehengebirgs-DXer
Zitat

Man holt doch die Radioprogramme höchstwahrscheinlich eh über UKW ran. Warum generiert man da eigentlich diese PS-Codes? Ist es technisch nicht möglich das Original-RDS-Signal über die "Aufbereitung" und Verteilung zu retten?

Weil man bei Kabel-Kopfstationen nicht auf ZF-Ebene umsetzt, sondern erst demoduliert und dann dann mit der NF den Kabelmodulator speist.
RDS und Stereo muss somit sogar zwangsläufig neu generiert werden.

Nein, muß man nicht! Man kann das Basisband das aus dem Demodulator kommt unverändert wieder aufmodulieren und es ist alles wieder da. Das habe ich vor langer Zeit selbst im Kabel beobachtet. Seit ebenso langer Zeit habe ich keinen Kabelanschluß mehr benutzt, deshalb kann ich zur aktuellen Situation nichts sagen.

Das komplette Basisband über weitere Strecken zu transportieren ist allerdings unpraktisch (aber nicht unmöglich), deshalb können die neu zusammengesetzen RDS-Datenströme ein Indiz für so einen Transport sein....oder dafür, daß die Techniker fertige Bauklötzchen verbaut haben, die ein empfangenes UKW-Signal erst einmal auseinandernehmen und dann wieder zusammensetzen.

Catperson


von catperson - am 20.10.2007 21:23
Also ich hab meinen Tuner vom Kabel abgeklemmt, da ich eine Brummschleife zwischen DVB-C- und Hifi-Receiver über die in Reihe geschalteten Antenneneingänge hatte. Am Antenneneingang des im übirgen völlig tauben, aber gut klingenden Pioneer Receivers (klassische Tuner-Verstäker-Kombination) hängt nun eine T-förmige Dipol-Wurfantenne, welche zumindest die Ortssender in sehr guter Qualität bringt.

Da aber der DVB-C-Receiver, welche ich lediglich zum hochwertigen Empfang des DLF nutze, nach wie vor am Unitymedia-Kabel hängt, kann ich eben umstecken und vergleichen.

Die Ursache für diese merkwürdige Konstruktion: Nachdem Unitymedia bereits im Juli/August hier das Radioangebot umgestellt hatte, war gerade der DLf völlig übersteuert. Der Klang war digitalk vermatscht, dafür aber zu laut un mit Kratzern.

Die Wurfantenne hat eine Richtwirkung nach Nordosten, so dass ich den Wesel-Empfang vom DLF als Vergleich hinzuziehen konnte. Der terrestrische UKW-Sender klang harmonische, volumiger und voller als das Kabel-UKW-Signal! Einziges Problem: Das Zischeln von der Nordhelle 102,7. Schmälere Filter hätten in diesem Fall den Klang wieder negativ beeinflusst, zumal der Pionieer natürlich keine DX-Maschine ist. Daher diese Lösung mit dem DVB-C-Receiver für den DLF.

Jedenfalls habe ich die Gelegenheit, die Klangqualität der Kabel-UKW-Sender mit denen zu vergleichen, wie ich sie hier empfange. Das sind also WDR 1LIVE, WDR 2 Rhein-Ruhr, WDR 3, WDR 4, WDR 5, WDR Funkhaus Europa und BFBS Radio 1.

Dabei klingen die Kabel-UKW-Sender leicht flacher und "enger" als die terrestrischen UKW-Sender. Sie haben den typischen "Digitalklang". Wenigstens werden die WDRs und BFBS Radio 1 mit "original RDS" ausgestrahlt.

Im Zuge der letzten Umbaue bei Unitymedia ergibt sich nun folgendes Bild: Zahlreiche RDS-Codes sind umgestellt wurden (unter anderem "DEF_JAY_" und die bereits oben erwähnten Niederländer). Dafür gibt es BRF 1 jetzt im Zwitscherstereo (vorher mono).

Das interessanteste aber ist die Änderung des Klangs bei den NL-Sendern: Diese werden offensichtlich nicht mehr über UKW zugeführt, da sie einen sehr viel flacheren Klang haben. Auch hier pfuscht Unitymedia also gewaltig.

von Alqaszar - am 22.10.2007 01:11
Gestern wurde hier auch umgestellt...
Irgendwie fühle ich mich wie Rolf hier

Grundsätzlich haben ALLE Sender mindestens eine halbe Sekunde Versatz zum UKW-Signal und kaum einer hat noch das Original RDS-Signal. Kein Programm hat eine AF-Liste!
Mir scheint, dass Unitymedia das RDS-Signal in seine Bestandteile zerlegt und nur nach Lust und Laune einige dieser Bausteine wieder einspeist.

- WDR 1LIVE            | RDS-PS _1LIVE__
Klang: Furchtbar! Total aufgerissene Höhen und 0 Bassdruck!
Trotz Standboxen klingt 1LIVE wie aus 'nem Küchenbrüllwürfel


- WDR 2 | RDS-PS WDR_2___ & WDR_2_K_
Klang: Flacher und leiser als auf UKW, leicht klirrend


- WDR 3 | RDS-PS WDR_3___ (gestern noch WDR3____)
Klang: Leiser als UKW, auch leichtes Klirren


- WDR 4 | RDS-PS WDR_4___
Klang: Flacher und leiser als auf UKW


- WDR 5 | RDS-PS WDR_5___
Klang: Flacher und leiser als auf UKW


- WDR Funkhaus Europa | RDS-PS WDR_Funk statisch
Klang: Kann ich mit UKW nicht vergleichen. Eigentlich recht OK. Etwas lauter dürfte es sein.


- SWR1 Rheinland-Pfalz | RDS-PS SWR1_RP_
Klang: Flacher und leiser als auf UKW, etwas zu viel Höhen


- SWR2 | RDS-PS SWR2____
Klang: Leiser als UKW


- SWR3 | RDS-PS SWR3____
Hier wird die falsche Regional-Variante eingespeist! Nämlich "Baden und Pfalz" also Kurpfalz!
Sprich, das Signal kommt von DVB-S! (Grüße an Kroes ;-)) Schande über euch, Unitymedia!


- SWR4 Rheinland-Pfalz | RDS-PS SWR4_KO_
Klang: Fast gleich wie auf UKW, gefühlt einen Tick leiser aber OK


- hr1 | RDS-PS hr1_____ statisch | RT: Vorhanden


- hr2 | RDS-PS hr2_____ statisch | RT: Nicht vorhanden


- hr3 | RDS-PS __hr3___ dynamisch | RT: Vorhanden
Die Klänge der hr-Sender kann ich nicht mit UKW direkt vergleichen.


Sonstige "Ausreißer" sind noch

- Radio 2 | RDS-PS NL-Radio Sehr intelligent!!! :rolleyes: Schande über euch, Unitymedia!
Klang: Ziemlich platt gedrückt, ohne Druck und steril. Zu viele Höhen.
Das schöne Processing von Radio 2 ist praktisch nicht mehr vorhanden.


- Radio 3FM | RDS-PS NL-3FM__
Klang: Traurig! Man hört, dass es ursprünglich mal das originale 3FM-Processing war.
Das wird von 'nem Limiter platt gedrückt und es klirrt.


- Radio 4 | RDS-PS NL-Radio GANZ KLASSE!!! So kann man Radio 2 und 4 echt toll auseinander halten! Schande ...!!!


Ein Hammer ist noch das domradio!
Das ist gefühlt doppelt so laut wie die Niederländer. Sogar so laut,
dass die Höhen teilweise übersteuern. Schande Schande Schande...!!!


Fazit... Da hätt' ich ja lieber meine Belegung von vorher zurück! Furchtbar sowas! Zum Glück hab ich inzwischen DVB-S. Für BFBS R1 kann ich zum Glück auf UKW ausweichen und die Niederländer werde ich weiter über's Internet hören. Basta!

von Sebastian Dohrmann - am 07.11.2007 16:25
Zitat
Sebastian Dohrmann


- SWR3 | RDS-PS SWR3____
Hier wird die falsche Regional-Variante eingespeist! Nämlich "Baden und Pfalz" also Kurpfalz!
Sprich, das Signal kommt von DVB-S! (Grüße an Kroes ;-)) Schande über euch, Unitymedia!

Tolle Sache :joke: - Was betrifft dass den alles? Wetter, Veranstaltungstipps und teilweise Werbung (auch regional Jingle) oder unterscheidet sich bei SWR3 noch mehr?

Zitat



- SWR4 Rheinland-Pfalz | RDS-PS SWR4_KO_
Klang: Fast gleich wie auf UKW, gefühlt einen Tick leiser aber OK

Steckt da auch SWR4_KO hinter? Ich bin mir jetzt nicht sicher was über DVB-S kommt, da mir nur SWR4 Rheinland Pfalz angezeigt wird beim Reciever.
Zitat



- hr3 | RDS-PS __hr3___ dynamisch | RT: Vorhanden
Die Klänge der hr-Sender kann ich nicht mit UKW direkt vergleichen.

HR3 hat einen dynamischen Radiotext, da wird alles mögliche angezeigt. Wenn Nachrichten laufen sollte da HR3-NEWS stehen, so war es zumindest vorgestern als ich den auf der 87,6MHz mit RDS empfangen habe.

Zitat

Fazit... Da hätt' ich ja lieber meine Belegung von vorher zurück! Furchtbar sowas! Zum Glück hab ich inzwischen DVB-S. Für BFBS R1 kann ich zum Glück auf UKW ausweichen und die Niederländer werde ich weiter über's Internet hören. Basta!

Wieso gibt es darüber nur so wenig beschwerden? Nutzen so wenig Leute den Kabelanschluss zum Radio hören? Ich selbst habe keinen Kabelanschluss daher kann ich das so schlecht einschätzen ;)

Edit:
@sept secrets :
Die einspielungen nach Region kommen z.B. beim Wetter (am Morgen und in der Nachmittagsshow) oder bei den Veranstaltungstipps. Beispiel:"Der beste Wetterservice für die Pfalz und die Kölner Bucht" (ich meine so heisst das Jingle).

von Funkschatten - am 07.11.2007 17:00
@sept secrets
Die Hinweise kommen zwischendurch, einfach mal ne Zeit lang hören.
Zitat
Funkschatten
Zitat
Sebastian Dohrmann


- SWR3 | RDS-PS SWR3____
Hier wird die falsche Regional-Variante eingespeist! Nämlich "Baden und Pfalz" also Kurpfalz!
Sprich, das Signal kommt von DVB-S! (Grüße an Kroes ;-)) Schande über euch, Unitymedia!

Tolle Sache :joke: - Was betrifft dass den alles? Wetter, Veranstaltungstipps und teilweise Werbung (auch regional Jingle) oder unterscheidet sich bei SWR3 noch mehr?

Nein, aber das reicht schon. Auch wenn ich kein regelmäßiger SWR3 Hörer bin, gehört hier - 100 m von der Grenze zu RP - die richtige Regionalvariante eingespeist. Wenn man SWR4 KO auch über UKW holt bzw. holen muss, wird das mit SWR3 nicht so schwer sein.
Zitat
Funkschatten
Zitat



- SWR4 Rheinland-Pfalz | RDS-PS SWR4_KO_
Klang: Fast gleich wie auf UKW, gefühlt einen Tick leiser aber OK

Steckt da auch SWR4_KO hinter? Ich bin mir jetzt nicht sicher was über DVB-S kommt, da mir nur SWR4 Rheinland Pfalz angezeigt wird beim Reciever.

Ich hab auch nirgendwo geschrieben, dass SWR4 von DVB-S kommt. Nur SWR3 (und vermutlich SWR2, muss ich noch prüfen.)
Abgesehen davon ist die DVB-S-Kennung SWR4_RP
Zitat
Funkschatten
Zitat



- hr3 | RDS-PS __hr3___ dynamisch | RT: Vorhanden
Die Klänge der hr-Sender kann ich nicht mit UKW direkt vergleichen.

HR3 hat einen dynamischen Radiotext, da wird alles mögliche angezeigt. Wenn Nachrichten laufen sollte da HR3-NEWS stehen, so war es zumindest vorgestern als ich den auf der 87,6MHz mit RDS empfangen habe.

Ich weiß. Ich hatte ja bis vorgestern hr1-3 auch direkt von UKW abgegriffen im Kabel und weiß, wie das RDS aussehen müsste.
Zitat
Funkschatten
Zitat

Fazit... Da hätt' ich ja lieber meine Belegung von vorher zurück! Furchtbar sowas! Zum Glück hab ich inzwischen DVB-S. Für BFBS R1 kann ich zum Glück auf UKW ausweichen und die Niederländer werde ich weiter über's Internet hören. Basta!

Wieso gibt es darüber nur so wenig beschwerden? Nutzen so wenig Leute den Kabelanschluss zum Radio hören? Ich selbst habe keinen Kabelanschluss daher kann ich das so schlecht einschätzen ;)

Viele werden es wohl nicht sein. Aber woher willst Du wissen, wie viele Leute sich beschwerden? Hast Du Zahlen? ;-)
Anders herum könnte man aber auch fragen, kennst Du jemand der mit seinem Kabelanschluss glücklich ist? Ich nicht. Wenn man die Leute drauf anspricht, kommt meistens schon Kritik.

Den "Nebenbei-Hörer" stört auch der grottige Sound von einigen Sendern auf UKW kaum (z.B. FFH). Aber warum man den Klang bei der Einspeisung ins Kabel noch schlechter machen muss... Nee, danke. Es gibt auch Leute, die bewusst Radio hören wollen.
Schön auch übrigens... hr2 wird auf 93.00 eingespeist, auf 93.10 sendet aus Bonn (14 km) WDR 3 mit 50 kW und drückt mit ins Kabel durch Lecks, etc. Dadurch zischelt hr2 sehr stark, wenn man nicht gerade 'nen trennscharfen Receiver hat. Klasse! Gerade bei einem Klassik-Programm, wo bestimmt die Kabelradio-Hörer eher hinschalten als auf UKW um es rauschfrei zu haben.

von Sebastian Dohrmann - am 07.11.2007 17:10
Zitat

Nutzen so wenig Leute den Kabelanschluss zum Radio hören?

Ich behaupte mal: Ja.

Zitat

Dann nämlich merken die Verursacher der Lecks (und das sind zu 90% Probleme, die im Haus "erstellt" werden und keine, die im Verantwortungsbereich der Netzbetreiber liegen)

Wie kommst du auf 90 % ;-)? Eher 99 würde es treffen. Die Anlagen der Netzbetreiber werden allein schon im eigenen Interesse "sauber" gehalten und auch überwacht, denn seitdem es Kabelnetze mit Rückweg gibt (was im Raum Bonn der Fall sein dürfte), würde man sich auf diese Weise die Kabelnetze zumüllen. Jedes "Loch" im Vorweg ist schließlich auch genau so ein "Loch" in die andere Richtung, wodurch alle möglichen Funkstrahlungen von außen in das Kabelnetz einstrahlen können und dort auch noch verstärkt werden, so dass die Rückkanäle gestört werden.

von WiehengeBIERge - am 07.11.2007 20:58
Zitat
Wiehengebirgs-DXer
Zitat

Nutzen so wenig Leute den Kabelanschluss zum Radio hören?

Ich behaupte mal: Ja.

Zitat

Dann nämlich merken die Verursacher der Lecks (und das sind zu 90% Probleme, die im Haus "erstellt" werden und keine, die im Verantwortungsbereich der Netzbetreiber liegen)

Wie kommst du auf 90 % ;-)? Eher 99 würde es treffen. Die Anlagen der Netzbetreiber werden allein schon im eigenen Interesse "sauber" gehalten und auch überwacht, denn seitdem es Kabelnetze mit Rückweg gibt (was im Raum Bonn der Fall sein dürfte), würde man sich auf diese Weise die Kabelnetze zumüllen. Jedes "Loch" im Vorweg ist schließlich auch genau so ein "Loch" in die andere Richtung, wodurch alle möglichen Funkstrahlungen von außen in das Kabelnetz einstrahlen können und dort auch noch verstärkt werden, so dass die Rückkanäle gestört werden.

Ich nehme an, dass es Rückkanäle nur in ausgebauten Kabelnetzen gibt(?)
Wenn ja... In Bonn gibt's wohl Rückkanal. Dort ist ja auch ausgebaut. Aber wir hängen nicht mit am Bonner Kabel. Bonn liegt links- und wir rechtsrheinisch. Das trennt Unitymedia hier.
Bad Honnef hängt mit am Kabelnetz von Königswinter und diese beiden Gemeinden sind nicht ausgebaut.

von Sebastian Dohrmann - am 07.11.2007 22:42
Zitat

Ich nehme an, dass es Rückkanäle nur in ausgebauten Kabelnetzen gibt(?)

Ja klar.
Das war jetzt aber auch nur ein Beispiel, warum die Anlagen der Netzbetreiber selbst eigentlich immer "sauber" sind.
Du wirst auch in nicht ausgebauten Netzen garantiert keine Lecks finden, die in Anlagen (damit meine ich die NE3) der Netzbetreiber entstehen, weil die Anlagen ja sogar in der Hinsicht überwacht werden (wie schon geschrieben im eigenen Interesse, u.a. auch wegen der BNetzA, mit denen es sonst auch saftige Probleme gibt, vorausgesetzt, sie stellen es überhaupt mal fest).
Darum 99%, ungefähr 1 % strahlende Anlagen der Netzbetreiber mag geben, dass sind dann aber eben die Störungsfälle, wo irgendwas nicht so läuft, wie es soll, was in der Regel allerdings recht schnell wieder korrigiert wird.
Wo es allerdings schon mal gelegentlich "leckende"Anlagen der Anbieter selbst gibt, sind die vom Kabelbetreiber selbst betriebenen NE4-Anlagen - aber das fällt dann ebenfalls unter "Hausgemachte" Lecks, weil NE4. Diese Fallen dann allerdings sehr wohl in den Verantwortungsbereich des Netzbetreibers.
Nahezu alle Lecks entsehen in der "NE4".

von WiehengeBIERge - am 08.11.2007 19:19
Zitat
Kroes
Paderborn fehlt logischerweise, weil es schon komplett modernisiert und dabei auch die Radiobelegung geändert wurde. Und warum muss sich irgendein Kabelnetz an Kreisgrenzen orientieren? Diese (also die Kreisgrenzen) sind meist nämlich noch viel konfuser als irgendwelche Planungen im Telekommunikationsbereich...

Und: Nein, es gibt nicht landesweit identische Programme. Nur innerhalb eines "Großnetzes" (entweder sog. Content-Hub = ausgebautes Gebiet oder Verteilstern = nicht ausgebautes Gebiet) ist die Zuführung zentral geregelt. Es wird also beispielsweise in Büren überhaupt nichts mehr vor Ort empfangen, sondern alles von Kerpen oder Meschede aus zugespielt. Trotzdem kann (und mindestens im Falle der NRW-Lokalsender ist es auch so) die Programmbelegung von Netz zu Netz abweichen.

Ähm hier muss ich aber nochmal eingreifen: Die Frequzen sprich die Kabelbelegung im Raum der Stadt Paderborn sind / ist seit Jahren die gleiche, wenn man mal von ein paar Ergänzungen wie ERF und domradio sowie kürzlich dem Wechsel von 89.0 RTL zu Defjay absieht! Lediglich die von mir ebenfalls erwähnten Änderungen bei den WDR-Wellen inklusive dem besonders verhunzten 1Live-Klang fanden vor wenigen Wochen statt, aber ohne Frequenzwechsel!
Und wenn ich mir mal anschaue was dann so z.B., in 10 km Entfernung von mir (ist dann Büren) alles zusätzlich empfangen werden kann:
Endlich wieder NDR 2 (die 97,30 wurde hier vor vielen Jahren an das seinerzeitige "MEGARADIO" verloren), Bayern 1 (!), SWR 1, 2, und 3, das niederländische Radio 4 und auch das schreckliche 2255 Gewinnradio, von zuvor empfangenen Sender fehlt nur Radio LIppe und Hitradio Antenne NDS wenn ich recht gucke (tragische Verluste...), warum sollte das den Stadtteilen und der Stadt Paderborn vorenthalten werden? Versteh mal einer...

von mike83 - am 10.11.2007 15:29
Hier die aktuelle Radiokabelbelegung für Wuppertal:

87,65 Mghz Radio Neandertal = leiser als früher und leichtes rauschen

88.10 Mghz BFBS R1

88,45 Mghz Deefjay

88,95 Mghz WDR Funkhaus Europa

89,25 Mghz Radio 3

89,85 Mghz Radio 2

90,85 Mghz HR 1

91,25 Mghz Big FM

91,85 Mghz HR 3

92,25 Mghz Radio Hoereb

93,25 Mghz SWR 1 RP

93,75 Mghz SWR 4 Ko

94,05 Mghz SWR 3 lauter als früher aber falsches Regionalfenster Kurpfalz + Baden

94,45 Mghz 2251 Gewinn

95,35 Mghz DLF

95,85 Mghz Radio Melodie

96,65 Mghz 1 Live leiser und rauschen klingt über DAB viel besser

96,95 Mghz WDR 2

97,50 Mghz WDR 3

98,20 Mghz WDR 4

98,55 Mghz Sunshine Live

99,35 Mghz WDR 5

100,15 Mghz RPR 1 mit neuerdings Störungen

100,75 Mghz RTL Radio

101,15 Mghz Jam FM

101,75 Mghz SWR 2

103,05 Mghz BRF 1 nach wie vor leider mit Störungen

104,60 Mghz ERF

105,55 Mghz Radio Wuppertal

106,20 Mghz Domradio

107,05 Mghz Klassik Radio



Mein Komentar zu der analogen Radioqualität ist das Untiymedia sich schämen sollte dafür Kabelgebühren zu verlangen, denn über andere Verbreitungswege wie Internet, UKW-analog und DAB klingen die meisten Programme sauberer und besser.


Dachte erst das sich der Empfang bessern würde, aber glaube das der jetzige Empfang endgültig ist.




von Jens Rau - am 12.11.2007 20:14
Ja...du bist du ein guter Meckerer. ;) Und wenn du das ganze auf mich beziehst (auf wen auch sonst, Herr F.), dann folgendes: UnityMedia macht das, was jeder Unternehmer machen würde, wenn er nicht zu Qualität verpflichtet wird. Und das wird man in Deutschland als Kabelnetzbetreiber leider nicht, da die Lobby viel zu groß ist. Da gibt es die Gerichte, die den Vermietern viel zu großen Spielraum beim Schüsselverbot geben und alleine dadurch schon eine zu große Anzahl an Zwangskabelnutzern. Wenn man die sowieso nicht verlieren kann und auf der anderen Seite die Hoffnung auf Kundenzuwachs durch bessere Qualität nur gering ist, warum sollte man sich dann anders verhalten? Dann würde jeder sparen wo es geht - auch auf Kosten der Qualität, da ja sowieso keiner mehr als drüber meckern kann (abspringen geht ja nicht, da sonst kein Fernsehen). Gefordert wäre hier die Politik - und noch nicht mal die Landesmedieanstalt, da die ja nur ausführen kann, was vorher beschlossen wurde.

von Kroes - am 13.11.2007 16:45
Zitat
Sebastian Dohrmann
[...]Schön auch übrigens... hr2 wird auf 93.00 eingespeist, auf 93.10 sendet aus Bonn (14 km) WDR 3 mit 50 kW und drückt mit ins Kabel durch Lecks, etc. Dadurch zischelt hr2 sehr stark, wenn man nicht gerade 'nen trennscharfen Receiver hat. Klasse! Gerade bei einem Klassik-Programm, wo bestimmt die Kabelradio-Hörer eher hinschalten als auf UKW um es rauschfrei zu haben.

Zitat
Kroes
Ist doch genau richtig so...die "wichtigen" Programme sollten genau so gelegt werden. Dann nämlich merken die Verursacher der Lecks (und das sind zu 90% Probleme, die im Haus "erstellt" werden und keine, die im Verantwortungsbereich der Netzbetreiber liegen) endlich mal, dass da was nicht stimmt und es wird gehandelt. War doch beim TV auch so, wo plötzlich im VHF-Bereich einzelne Programme wegen des DVB-T-Starts kaum mehr vernünftig zu sehen waren.

Ich hab das Ganze inzwischen nochmal mit dem Onkyo überprüft. Sogar mit DYNAS am Kabel ist hr2 genauso stark gestört wie mit breiten Filtern. Das Signal scheint wirklich so verbreitet zu werden.

von Sebastian Dohrmann - am 16.11.2007 19:17
"Früher" wurden die Radiosignale ja auch vor Ort empfangen, der sog. Kabelkopf befand sich meist an einem FMT der Bundespost, wo dann die jeweilgen Empfangsantennen montiert wurden. Obwohl sehr hochwertiges Material von Kathrein verwendet wurde, war nicht jedes Signal wirklich gut oder störungsfrei zu empfangen. Das betraf auch Fernsehprogramme.

In einer alten Kabelübersicht von in der Zeit von ca. 1990 waren neben dem WDR-Fenster des ARD-Programms auch die SWF- und HR-Varianten vertreten. Letztere war mit der Fußnote versehen, dass Empfangsbeeinträchtigungenb möglich seien. Vermutlich hat man entweder Kanal 8 von Großen Feldberg oder Kanal 2 vom Biedenkopf genommen.

Im Bereich UKW-Radio wurden das Signal gerne auf Mono reduziert (und so auch seines RDS-Signals beraubt).

Heute erfolgt die Einspeisung wie schon erwähnt zentral. Dass BRF 1 jetzt überall, wo es eingespeist wird, mit Störungen vorliegt (hier übrigens auch), liegt wohl daran, dass das Signal am Empfangsort offensichtlich von der 88,4 WDR 2 Köln gestört wird (BRF 1 sendet aus Lüttich auf 88,5).

Allerdings würde ich mir wegen des Zischelns auf hr 2 keine Sorgen machen, denn die UKW-Signale klingen seit der zentralisierten Einspeisung generell mies. Eine Alternative ist da der digitale Radioempfang über DVB-C, wo die wichtigsten Qualitätssender mit guter Datenrate (256 kbit/s) einbgespeist werden.

von Alqaszar - am 16.11.2007 21:56
Zitat

anche Störungen im Kabel versteht man nicht. Es stand ja oben schon mal: In Wuppertal ist BRF im Kabel gestört. Ich wohne seit 10 Jahren nicht mehr in Wuppertal, weiß aber genau, dass schon "zu meiner Zeit" (Kabel in Wuppertal: 1987-1997) BRF immer gestört war. Keine Ahnung warum. Vor 15 Jahren gab es in Wuppertal mal eine komplette Frequenzumstellung im Kabelradio. Egal, BRF war vorher gestört und hinterher auf der anderen Frequenz genauso. Das Programm wird also schon so schlecht eingespeist.

Das erinnert mich an das HR-Fernsehen bei uns im Kabel vor ca. 15 Jahren (damals noch "Hessen 3"), welches im Kabel bei uns damals immer mit einem deutlichen Jalousienmuster unterlegt war.
Wie das zustande kam ist klar (Gleichkanalstörer).
Meines Wissens wurden die TV-Programme hier damals am Fernmeldeturm Porta Westfalica ("Minden 1") empfangen und eingespeist *
Wer die Gegend kennt, der weiß, dass HR-Empfang (UKW und TV) hier ziemlich schwierig, meist eher gar nicht möglich ist (trotz der relativen Nähe).. HR1 war damals auch nur in Mono im Kabel...
Irgendwann so vor ca. 10 Jahren wurde Hessen 3 dann ganz aus dem Kabel genommen, seitdem waren dann nur noch "saubere" Programme im Kabel.

* Andere hier im Forum behaupten, dass hier damals auch TV an der lokalen Kopftstation empfangen wurde, was in meinem Fall dann der Turm auf dem Heidbrink in Lübbecke wäre. Was ich aber nach wie vor nicht glaube, da , ich von anderen Quellen, die es eigentlich sehr sicher wissen müssen, ebenfalls die Aussage habe, dass TV vom Jakobsberg kam.

von WiehengeBIERge - am 17.11.2007 15:03
> Andere hier im Forum behaupten, dass hier damals auch TV an der lokalen Kopfstation empfangen wurde, was in meinem Fall dann der Turm auf dem Heidbrink in Lübbecke wäre

Vielleicht stimmt ja beides "ein bisschen". Zu Bundespost-Zeiten war es hier im Netz Singen so, dass die meisten terrestrischen Radio- und TV-Programme vor Ort auf dem Fernmeldeturm in Singen empfangen wurden, aber ORF1 und ORF2 kamen, wie auch die SAT-Programme, per Richtfunk aus Konstanz, da dort vermutlich der Pfänder-Empfang besser war.

Betreff schlechtes Bild im Kabel: bis 1992 war bei uns ARD-BR von Grünten E2 im Netz (auf S07). Danach ging der Kanal an ARTE. Das Bild war nur spätabends und frühmorgens geniessbar. Zu den übrigen Zeiten verursachten die Autos und Züge, die am mitten in der Stadt neben dem Bahnhof gelegenen FMT vorbeifuhren, sehr heftige Störungen, so dass man sich das kaum anschauen konnte. Bei Tropo-Wetter wurde zudem der Kanal sehr oft von den Osteuropäern gestört. Für uns Freaks ein Schmankerl, aber der Normal-Kabelkunde hat dem wohl nichts abgewinnen können.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 17.11.2007 15:54
Zitat

Betreff schlechtes Bild im Kabel: bis 1992 war bei uns ARD-BR von Grünten E2 im Netz (auf S07). Danach ging der Kanal an ARTE. Das Bild war nur spätabends und frühmorgens geniessbar. Zu den übrigen Zeiten verursachten die Autos und Züge, die am mitten in der Stadt neben dem Bahnhof gelegenen FMT vorbeifuhren, sehr heftige Störungen, so dass man sich das kaum anschauen konnte. Bei Tropo-Wetter wurde zudem der Kanal sehr oft von den Osteuropäern gestört. Für uns Freaks ein Schmankerl, aber der Normal-Kabelkunde hat dem wohl nichts abgewinnen können.


Aber andererseits wird das dem Normal-Kabelkunden bestimmt doch nicht so sehr gestört haben, da man ja das richtige ARD-Regionalprogramm wahrscheinlich störungsfrei empfangen konnte.

Die Mehrfacheinspeisung der ARD schien wohl in den 80er Jahren im Kabelfernsehen nichts ungewöhnliches gewesen zu sein. Wir hatten in Frankenberg/Eder früher auch die ARD dreimal im Kabel, sowohl die WDR-Version vom Ederkopf (in guter Qualität) als auch die BR-Version vom Kreuzberg (mit Spikes, insgesamt aber in passabler Qualität). Als der DFF abgewickelt wurde, hatten wir auf der selben Frequenz nochmal die ARD mit dem DFF-Regionalprogramm, mit heftigen Geisterbildern und voller Spikes vom Inselberg empfangen. Also hatten wir die ARD für kurze Zeit sogar vierfach. Aus heutiger Sicht mag das albern erscheinen, aber damals hatte man eben noch genug Kapazitäten frei. Obwohl man damals auch schon andere Sender hätte einspeisen können, verwöhnt hat einen die DBP damals nicht.

von Lahnwelle - am 17.11.2007 16:25
Zitat

Doch! Ich meine, da wurde sich doch noch eher Mühe gegeben mit dem Fernempfang!


Das ist einerseits richtig, aber andererseits hat die DBP bzw. die Telekom die Kabelnetze sehr ungleich gehandhabt. In einem Ort gab es mehr Programme als in einem anderen Ort. Außerdem hat es bei uns in Frankenberg sehr lange gedauert, bis etwa Programme wie MTV oder N 3 eingespeist wurden, der Sportkanal oder Lifestyle wurden bei uns niemals eingespeist. In anderen Orten gab es solche Sender oft schon viel früher. Außerdem hatte ich damals den subjektiven Eindruck, daß man in NRW generell mehr Sender empfangen hatte oder daß es umso mehr Sender gab, je mehr Einwohner im entsprechenden Gebiet lebten. Kabelanschluß hatte man damals ja, um mehr Sender als normal zu empfangen und nicht um das gleiche Programm dreifach und vierfach zu haben.

von Lahnwelle - am 17.11.2007 17:00
Zitat
Wiehengebirgs-DXer
Das erinnert mich an das HR-Fernsehen bei uns im Kabel vor ca. 15 Jahren (damals noch "Hessen 3"), welches im Kabel bei uns damals immer mit einem deutlichen Jalousienmuster unterlegt war.
Wie das zustande kam ist klar (Gleichkanalstörer).
Meines Wissens wurden die TV-Programme hier damals am Fernmeldeturm Porta Westfalica ("Minden 1") empfangen und eingespeist *
...

* Andere hier im Forum behaupten, dass hier damals auch TV an der lokalen Kopftstation empfangen wurde, was in meinem Fall dann der Turm auf dem Heidbrink in Lübbecke wäre. Was ich aber nach wie vor nicht glaube, da , ich von anderen Quellen, die es eigentlich sehr sicher wissen müssen, ebenfalls die Aussage habe, dass TV vom Jakobsberg kam.


Meine Kabelfernsehzeiten liegen lange zurück, aber ich bin mir ziemlich sicher, daß die "normalen" Programme hier lokal am Postamt in Bünde empfangen und eingespeist wurden. Nicht nur waren(!) entsprechende Antennen auf dem Turm, außerdem waren die "normalen" Programme bei Störungen der Verbindung aus Minden weiterhin im Kabel, während Satellitenprogramme und terrestrischer DX-Empfang (z.B. DFF, jetzt MDR, K34 vom Brocken) von der Störung betroffen waren. Als "normale" Programme bezeichne ich die, die hier mit dem nassen Finger gingen, also ARD(WDR), ZDF und WDR. Auf besagtem Turm am Postamt müßte eigentlich auch die NDR-Version der ARD und das NDR Fernsehen in exzellenter Qualität empfangbar gewesen sein, aber bei den Programmen bin ich mir nicht mehr sicher wo sie empfangen wurden.

Catperson


von catperson - am 17.11.2007 17:20
Zitat
sept secrets
Zu SWR 3 im Unitymedia-Kabel

Gerade konnte ich zufällig das Wetter hören.... auch hier "Kurpfalz und Baden" also nix gegen Baden und Kurpfalz sind ja viel löbliche™ Leute dort! Aber die Sat-Abgreifung ist unverschämt :mad:
Die 94,8 geht hier mit nassen Finger.


Och sie sind ned die einzige,

Ich habe heute NDR1 NDS im Kabel gehört, und da kamen regional nachrichten aus Hannover/Braunschweig (Wenn ich es nicht falsch verstanden habe). RDS war wie immer NDR1_NDS. Komisch, da hier mit m Nassen Finger die nachrichten aus der Grafschaft, das Emsland und das Osnabrückerland gehen (Die auch interessant sein für die Holländer in die Grenznahe!). Hier macht man also keine mühe um das signal Terr. ab zu greifen.

Denn isses Interessant um zu wissen was für Regionales auf WDR 2 lauft (Die ist hier auch eingespeist). Hier dürfte denn die nachrichten aus Köln laufen.

von Jassy - am 19.11.2007 17:45
Zitat

Zur Zeitverzögerung: Die 0,5 Sekunden sind garantiert kein DVB-S-Abgriff, das wäre viel länger. Vielmehr wird das Signal analog aufgefangen, dann in Kerpen digital aufbereitet, digital weitergeleitet und am Kabelkopf wieder analog ausgestrahlt - genau das braucht seine Zeit. Alles komplett zentral zu empfangen ist ja auch nicht drin, da sonst die WDR-Lokalsendungen ja nicht drin wären.

Noch mal zu dem "Streit" Kroes VS Sebastian Dohrmann ;-).

Um noch mal den Versatz, den insbesondere Sebastian Dohrmann hier angesprochen hat, zu erklären schreibe ich es noch mal (steht eigentlich schon in diesem Thread: http://forum.mysnip.de/read.php?8773,181844 ).
In NRW wird, hauptsächlich in ausgebauten Gebieten, aber zum Teil auch schon in offiziell nicht ausgebauten Gebieten, Per Glasfaser zu den sogenannten Fiber-Nodes zugeführt, erst diese machen aus dem Signal vom Glasfaserkabel wieder die normalen HF-Signale. So ein Fiber-Node versogrt jeweils einen eigenen Ring mit ungefähr 500 Anschlüssen. Dabei kommt unweigerlich ein Versatz zu Stande, und _wahrscheinlich_ auch die tlw. schlechtere Qualität zustande. Da kann man im Prinzip alles mögliche drüber übertragen, egal ob terrestrisch, per analog Sat, digital-Sat oder auch direkter Leitung vom Studio oder sonstwas. Macht man übrigens auch.
Dabei kommt unweigerlich ein Versatz zustande.


von WiehengeBIERge - am 29.12.2007 22:03
*ausgrab*

Im Zusammenhang mit der analogen Abschaltung von sunshine live habe ich mal wieder über das analoge Unitymedia-Kabel gedreht und ein paar Anmerkungen zu den Auffälligkeiten:

- SWR1 RP hat als RDS-PS SWR1RP__
- Deutschlandfunk Kultur hat als RDS-PS noch _DKULTUR und das rechts- statt linksbündig.
- WDR 3 und WDR 4 haben kein Leerzeichen im RDS-PS. Also: WDR3____ und WDR4____.
- NPO Radio 2 und NPO Radio 4 haben im Kabel nachwievor beide als statisches RDS-PS: NL-Radio
- sunshine live hat einen RDS-Träger, aber ein leeres RDS-PS.
- SWR2 hat als RDS-PS: SWR_2___
- SWR3 hat als RDS-PS: SWR3____

So was dilletantisches ist wirklich hochnotpeinlich.

von Sebastian Dohrmann - am 03.01.2018 07:31
Zitat
WiehengeBIERge
Ich halte von UMKBW auch (aus bekannten Gründen) gar nichts ;-), aber ganz ehrlich:
Ob da nun im RDS ein Leerzeichen fehlt oder der Text linksbündig oder rechtsbündig steht ist mir irgendwie egal, so lange nicht was völlig falsches im PS steht.

Irgendwie hat das sogar was gutes: So lassen sich Kabellecks sofort erkennen :joke: .

Letzteres verstehe ich sogar, aber Kabellecks erkennt man ja inzwischen auch an den Laufzeitunterschieden und Klang. Allerdings so Klopper wie "NL-Radio" für zwei Sender ist meiner Meinung nach nicht irgendwie egal, sondern schlichtweg falsch und irreführend. Zumal die Sender ja auch NPO Rx heißen und nicht mehr nur "Radio".
Ganz nebenbei macht UM diesen Murks auch beim Fernsehen. Es gibt "3Sat HD" und "3sat". OK, Kinkerlitzchen. "BBC World News" wird mit der Kennung "BBC HD" ausgekabelt. Ähm... ;-) Usw.

von Sebastian Dohrmann - am 05.01.2018 12:01
Zitat
Klaus Wegener
Die „richtige“ DLF Frequenz ist ja auch die 104,05 MHz. Hier stimmt RDS-PS. Die 105,15 MHz, auf die Du Dich beziehst, ist ja einfach nur eine Umsetzung der 98,7 MHz vom Großen Feldberg. Da könnte irgendwas drauf senden, es wird immer AFN_F als RDS-PS angezeigt werden, weil bei Unitymedia niemand von dem Frequenztausch mitbekommen hat.


Das ist mir bewusst. Es sollte auch nur ein weiterer Beleg dafür sein, dass Unitymedia das Thema Hörfunk mittlerweile völlig egal ist.
Der Programmwechsel auf der 98,7 MHz erfolgte im Januar 2017, seither hat es bei UM niemand für nötig befunden, die Dlf-Doppelbelegung zu beenden oder wenigstens das RDS anzupassen.

Zitat
Klaus Wegener
Aber interessant, dass Antenne Frankfurt kein „ENERGY“ mehr als RDS-PS hat? Hat man das bei Unitymedia etwa mittlerweile korrigiert?


Ja. Über 3 Jahre nach Sendestart von Antenne Frankfurt. :rolleyes:

von MainMan - am 06.01.2018 09:16
Zitat
Franken
Zitat
88,7 MHz
Zu SWR 3 im Unitymedia-Kabel

Gerade konnte ich zufällig das Wetter hören.... auch hier "Kurpfalz und Baden" also nix gegen Baden und Kurpfalz sind ja viel löbliche™ Leute dort! Aber die Sat-Abgreifung ist unverschämt :mad:
Die 94,8 geht hier mit nassen Finger.


Ist SWR3 heute immer noch Regionalisert? Auf deren Internetseite kann man nichts erkennen und es scheint auch nur einen Webstream zu geben wohingegen bei SWR4 eine ganze Latte an unterschiedlichen Streams angeboten wird.

Ja, ist es. Da es aber nur um Jingles, Wetter und Veranstaltungen geht, lohnen hier eigene Streams nicht. Auf Satellit und über den Internetstream wird eine gesonderte Variante verbreitet, die sich als "SWR3-Land vom Rheinland bis zum Bodensee" identifiziert. Auf UKW/DAB gibt's hier "Rheinland-Pfalz, Rhein-Main und die Kölner Bucht". In Baden-Württemberg gibt es meines Wissens mindestens drei verschiedene Regionen, deren Bezeichnungen mir jetzt aber nicht geläufig sind.

von Sebastian Dohrmann - am 07.01.2018 12:40
Zitat
RheinMain701
Im Kabel greift man aber inzwischen nur noch von Sat ab.

Das wird man in Zukunft nicht durchhalten können bei den regional richtig anzubietenden Programmen. Zumindest, wenn die zuständige Landesmedienanstalt darauf achtet.

Zitat
RheinMain701
Ähnlich ist es mit Bayern, da werden wir jetzt mit Bayern 1 München "beglückt" statt wie bisher Bayern 1 Unterfranken.

In den nun UKW-frei zu schaltenden Ländereien wird Vodafone/KD offenbar die regional richtigen Versionen auf DVB-C aufschalten, wie die Belegung von Landshut zeigt: https://helpdesk.kdgforum.de/sendb/belegung-280.html -> 122 MHz. Bayern 1 (Niederbayern/Oberpfalz) zusätzlich zum regulären ARD-DVB-Angebot reinkommenden Bayern 1 (Oberbayern) auf 338 MHz.

Diese Info ist in einem Unitymedia-Thread genauso off-topic wie die vorherige Aussage bezüglich Bayern 1. ;)

von Chris_BLN - am 07.01.2018 16:35
Zitat
Rosti 2.0

Zitat
Sebastian Dohrmann
Auf UKW/DAB gibt's hier "Rheinland-Pfalz, Rhein-Main und die Kölner Bucht". In Baden-Württemberg gibt es meines Wissens mindestens drei verschiedene Regionen, deren Bezeichnungen mir jetzt aber nicht geläufig sind.

Eine davon nennt sich "Baden und die Kurpfalz".


So hieß die bis Januar 2017. Seither "Baden, die Pfalz und Rhein-Neckar". Wurde in der Sendertabelle bislang nicht korrigiert.

Zitat
RheinMain701
Einzige Ausnahme sollen wohl noch WDR2 und WDR3 sein, die immer noch von der 92,3 bzw. 88,7 Sackpfeife abgegriffen werden. Deshalb ist im Kabel auch WDR2 in der Regionalvariante Siegen drin.


Bei Unitymedia wird nichts mehr terrestrisch abgegriffen. WDR2 und WDR3 kommen aus dem KCC und dann via Backbone ins Frankfurter Netz.

von MainMan - am 07.01.2018 17:14
Zitat
MainMan
Bei Unitymedia wird nichts mehr terrestrisch abgegriffen. WDR2 und WDR3 kommen aus dem KCC und dann via Backbone ins Frankfurter Netz.


Was ist denn KCC? Bitte beschreibe die Zuführung dieser beiden Programme noch mal etwas näher, interessiert mich. Ich ging bislang davon aus, dass diese vom Ginnheimer Spargel terrestrisch von der Sackpfeife empfangen und zugeführt werden...

Wenn die besagten Programme per Sat abgegriffen werden, wäre das doch völlig widersinnig. Einerseits lautet die Vorgehensweise, nur Programme einzuspeisen, die "ortsüblich" sind, also terrestrisch empfangbar sind, dann werden diese Programme aber nicht terrestrisch empfangen, sondern über Satellit zugeführt.

Wenn man die Ausrüstung und die Möglichkeiten hat, Programme per Sat zu empfangen und auf UKW umzusetzen, kann ich nicht nachvollziehen, weshalb man sich dann weiterhin nur auf die Programme beschränkt, die ortsüblich sind.

Ich würde mir hier mehr Vielfalt wünschen, z.B. könnte doch das musikalisch äußerst abwechselungsreiche Programm "FIP" per Sat abgegriffen und auf UKW umgesetzt werden. Leider scheitert das daran, dass Unitymedia Geld dafür vom Programmbetreiber haben möchte.

Wieso geht das aber in anderen Ländern? Der WDR bezahlt doch bestimmt nicht dafür, dass WDR3 in ganz Flandern ins Kabelnetz eingespeist wird, oder doch?

Andererseits werden digital die Programme Hilversum 1 und Hilversum 5 eingespeist, was natürlich sehr löblich ist - aber auch hier würde ich gerne hinterfragen, weshalb gerade diese und man nicht die viel populäreren Programme Hilversum 2 und Hilversum 3 einspeist.

Im Übrigen scheint Radio X im Frankfurter Kabel derzeit offline zu sein. Auf der 99,85 MHz rauscht es nur...

von Klaus Wegener - am 08.01.2018 07:58
Zitat
Klaus Wegener
Was ist denn KCC? Bitte beschreibe die Zuführung dieser beiden Programme noch mal etwas näher, interessiert mich. Ich ging bislang davon aus, dass diese vom Ginnheimer Spargel terrestrisch von der Sackpfeife empfangen und zugeführt werden...


KCC ist das Kabel Compression Center und seit 2008 in Betrieb. In der ARD-Chronik findet sich auch ein Eintrag dazu: http://web.ard.de/ard-chronik/index/4287?year=2008&lra%5B%5D=18
Um 2008/09 wurde die terrestrische Direkteinspeisung bei Unitymedia beendet.

Zitat
Klaus Wegener
Wenn die besagten Programme per Sat abgegriffen werden, wäre das doch völlig widersinnig. Einerseits lautet die Vorgehensweise, nur Programme einzuspeisen, die "ortsüblich" sind, also terrestrisch empfangbar sind, dann werden diese Programme aber nicht terrestrisch empfangen, sondern über Satellit zugeführt.


"Ortsüblickeit" ist ein Relikt aus alten DBP/Telekom-Zeiten. Seit dem Verkauf der Kabelnetze werden nur noch Programmanbieter neu eingespeist, die einen gültigen Einspeisevertrag haben bzw. für die Einspeisung zahlen.
Für bereits vor dem Jahr 2000 eingepeiste Programme gilt ein Bestandsschutz, die Signalquelle (Terrestrik, Sat oder KCC) können die KNB jedoch selber wählen.

Zitat
Klaus Wegener
Ich würde mir hier mehr Vielfalt wünschen, z.B. könnte doch das musikalisch äußerst abwechselungsreiche Programm "FIP" per Sat abgegriffen und auf UKW umgesetzt werden. Leider scheitert das daran, dass Unitymedia Geld dafür vom Programmbetreiber haben möchte.


Wünschenswert ist aus Kundensicht vieles. Aber solange das Geschäftsmodell von UM und VF-KDG funktioniert, ändert sich bei den Großkablern nichts.

Zitat
Klaus Wegener
Im Übrigen scheint Radio X im Frankfurter Kabel derzeit offline zu sein. Auf der 99,85 MHz rauscht es nur...


Radio X war zumindest gestern bei Unitymedia gestört. Hoffe das beantwortet deine PN.

von MainMan - am 08.01.2018 18:27
Eine Planung bzgl. UKW-Aus bei der Unitmedia kenne ich nicht. Aber sie haben vergangenen September bei der großen Netzneusortierung (die mit dem fabelhaften Knock-Out des RTL-SD-Paketes dank Belegung auf den D178 und damit mitten in den DAB 5C) ab 114 MHz aufwärts durchgehend mit DVB-C gefüllt. Würden sie jetzt recht zeitnah für DOCSIS 3.1 freiwäumen wollen, hätten sie das vermutlich nicht getan, denn dann müssten sie wieder alles umbelegen (und oberhalb von ca. 300 MHz ansiedeln). Sieht für mich also nicht nach baldiger Rückwegerweiterung aus. Damit könnte UKW auch noch bleiben - solange keine rechtlichen Dinge entgegenstehen.

Man könnte wohl auch DOCSIS 3.1 erstmal mit Rückweg bis 86 MHz fahren, hätte dann wohl eine Diplexerlücke bis etwa 108 MHz und könnte dann mit DVB-C und Daten-Vorweg beginnen. Doch dazu müsste man auch alle Verstärker im Netz wechseln. Und wenn man diese Wahnsinnsaufgabe schon macht, dann bitte richtig (Rückweg bis 230 MHz).

Ich sehe da momentan also keine DOCSIS-bedingte Gefahr. Ich kann mich dabei natürlich auch täuschen, ich stehe da so nicht im Stoff.

von Chris_BLN - am 08.01.2018 19:47
Laut dieser Meldung, die aber schon 1,5 Jahre alt ist, soll Kabel-UKW bei Unitymedia noch mindestens bis 2020, eher länger, bleiben.

Zitat:

"Das analoge Radioangebot bleibt zunächst unberührt und wird voraussichtlich erst im Verlauf der nächsten Jahre abgeschaltet", teilt der Netzbetreiber nun mit. Mindestens noch bis 2020, eher länger, soll es Kabel-UKW nun noch geben."

@Main Man:

Zitat
MainMan
KCC ist das Kabel Compression Center und seit 2008 in Betrieb. In der ARD-Chronik findet sich auch ein Eintrag dazu: http://web.ard.de/ard-chronik/index/4287?year=2008&lra%5B%5D=18
Um 2008/09 wurde die terrestrische Direkteinspeisung bei Unitymedia beendet.


Zitat
MainMan
"Ortsüblickeit" ist ein Relikt aus alten DBP/Telekom-Zeiten. Seit dem Verkauf der Kabelnetze werden nur noch Programmanbieter neu eingespeist, die einen gültigen Einspeisevertrag haben bzw. für die Einspeisung zahlen.
Für bereits vor dem Jahr 2000 eingepeiste Programme gilt ein Bestandsschutz, die Signalquelle (Terrestrik, Sat oder KCC) können die KNB jedoch selber wählen.


Danke für die Ausführungen :)

Dann ist der Grund für die Tatsache, dass WDR2 und WDR3 analog ins Frankfurter Kabelnetz eingespeist werden, der Bestandsschutz, da diese Programme vermutlich schon vor dem Jahr 2000 eingespeist wurden und beruht somit nur indirekt auf der Tatsache, dass diese dort auch terrestrisch von der Sackpfeife aus empfangbar sind.

Vermutlich wurden diese beiden Programme bis 2008 mit großem Aufwand (exponierter Antennenanlage) herbeigeführt, und seit 2008 ganz unspektakulär über das KCC Verteilzentrum, wo alle ARD-Programme anliegen und theoretisch alle ARD Programme analog eingespeist werden könnten (digital werden ja alle ARD Programme eingespeist, ich vermute diese kommen dann auch über das KCC Verteilzentrum).

Dass gerade WDR2 und WDR3 (und nicht z.B. 1Live) eingespeist werden, beruht also auf dem Bestandsschutz und hat eigentlich keinen technischen Hintergrund.

Dann ist immer noch die Frage, weshalb bei WDR2 angeblich das Siegener Lokalfenster eingespeist wird (angeblich, ich höre dieses Programm nicht), oder handelt es sich hier um ein Relikt aus alten Zeiten und diese Angabe stimmt nicht mehr? Oder liegen am KCC Verteilzentrum alle WDR2-Regionalvarianten an?

von Klaus Wegener - am 09.01.2018 07:55
Für die Lokalradios in NRW ist die Kabeleinspeisung noch interessant. Beim Frequenzwechseln im Kabelnetz beschwerten sich immer die Hörer, dass sie ihr Programm nicht finden können. Allerdings sind die Frequenzangaben auf der UM-Homepage für einige Orte nicht ganz korrekt. UM und die LfM hätten das analoge Kabel längst abgeschaltet. Es gab aber Proteste von den Programmveranstaltern. Die Lokalradios werden im Kabelnetz nur analog eingespeist. Es müsste eine Lösung her wie die NRW-Lokalradios ihr Programm nach Kerpen bekommen und von dort zurück in die jeweilige Stadt. In manchen Kabelnetzen werden drei Lokalradios eingespeist. Im Kabelnetz wird glaube ich NRW-weit das gleiche digitale Hörfunkangebot verbreitet. Auch WDR 2 und WDR 4 werden nicht mit der korrekten Version digital eingespeist. Bei WDR 4 gab es manchmal eine eigene Fassung im Karneval für Köln/Bonn.
Im digital UM-Kabel fehlen also 7 von 8 WDR 2-Versionen, alle Lokalradios, alle Uniradios und natürlich immer noch BFBS. Wie viele WDR 4-Versionen es gibt, weiß ich nicht.

Unitymedia listet immer noch die analogen Fernsehfrequenzen auf und sunshine live ist immer noch drin. Cosmo heißt auch immer noch Funkhaus Europe. Ich glaube da wartet jemand ungeduldig mit dem Finger auf dem Abschaltknopf.

Bei den analogen Programmen hatte die LfM NRW noch etwas mehr Einfluss auf die Belegung:

http://www.lfm-nrw.de/service/rechtsgrundlagen/landesmediengesetz-nrw/lmg-nrw-abschnitt-3-uebertragungskapazitaeten/unterabschnitt-3-belegung-von-kabelanlagen.html

https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_detail?sg=0&menu=1&bes_id=12784&anw_nr=2&aufgehoben=N&det_id=396815

von Seltener Besucher - am 10.01.2018 01:28
Zitat
pfennigfuchser
Rückständig ist analoges Radio nun wirklich nicht!


Die Frage ob rückständig oder nicht stellt sich m.E. gar nicht. Nur weil eine Technik 70 Jahre früher entwickelt wurde als eine andere, ist sie noch lange nicht rückständig.

Analoges UKW ist weltweit in Benutzung und kompatibel zu einander, alleine das ist für mich ein großer Vorteil dieser Technik. Die digitalen Lösungen sind alle Insellösungen und es wird hier aller Voraussicht nach nie einen weltweiten Standard geben (da sich nicht alle Länder für DAB+ entscheiden werden).

Einen UKW-Tuner ans Kabelnetz anzuschließen und über das Kabelnetz Programme in sehr guter Qualität empfangen zu können ist in sofern durchaus fortschrittlich, als dass es dieses in vielen Ländern gar nicht gibt. Viele Kabelnetze können doch nur Fernsehen. Die Möglichkeit Radio über's Kabel zu hören kenne ich nur aus Mittel- und Nordeuropa.

In diesen Regionen Kabel-UKW abzuschalten würde bedeuten, dass man einen Empfangsweg verliert, für den es keine Alternative gibt, solange es keine Radioempfänger mit DVB-C Tuner gibt, die entkoppelt vom Fernsehgerät betrieben werden können. Und das sehe ich nicht, für DVB-T(2) gibt es so etwas auch nicht. Die einzeigen digitalen Technologien, die dieses Alleinstellungsmerkmal hatten, waren DSR und ADR. Für diese gab es dedizierte Empfänger, die ohne TV betrieben werden konnten. Beide Technologien konnten sich aber nicht durchsetzen. DAB+ könnte man sehr gut ins Kabel einspeisen, man könnte theoretisch jeden Block füllen, aber das sehe ich auch nicht kommen.

Von daher gibt es doch gar keine Alternative, trotz analog und trotz "rückständig".

Wie ist die Situation bzgl. Kabel-UKW denn in Norwegen? Nehme an, es gab es dort. Wurde es auch abgeschaltet?

von Klaus Wegener - am 10.01.2018 12:29
Zitat
Franken
Das Unitymedia so Rückständig ist hätte ich nicht gedacht! Dachte immer das wäre Vodafone/Kabeldeutschland aber die machen ja gleich Nägel mit Köpfen und schalten analog Radio gleich mit ab.


Kabel Deutschland kann aber mit dem nun leergeräumten UKW-Bereich voraussichtlich nicht viel anfangen, da sie die direkte Nachbarschaft (114 MHz aufwärts) auch in der neuen Landshuter Belegung wieder für den Vorweg nutzt. Ein Ausbau des Internets auf konsequentes DOCSIS 3.1 mit Rückweg bis über 200 MHz würde wieder eine Kanalumbelegung bedeuten.

Ich hatte so etwas geahnt: die Investitionen in den Rückwegumbau (alle Verstärker in den zu ertüchtigenden Netzen wechseln, bei konsequenter handhabung auch alle Anschlussdosen wechseln) sind etwas, das man nicht so schnell durchführen kann.

Zitat
Seltener Besucher
Fortschrittlich war analoges Kabelradio noch nie. Es fehlte immer korrektes RDS, weil es entweder per Richtfunk nicht herangeführt wurde oder dann an der zentralen Empfangsstelle vom Satellit abgegriffen wurde und kastriert war. Die Sendernamen wurden auch immer frei gewählt und hatten nichts mit dem Sendernamen gemeinsam, in NRW gerne LR_irgendetwas für Sender wie RADIO912. Die programmbegleitenden Informationen werden den Kabelkunden vorenthalten, das ist als würde man HbbTV beim Fernsehen einfach im Kabelnetz löschen.


Das betrifft Unitymedia, aber nicht "analoges Kabelradio" allgemein. Mit Ausnahme der RBB-Wellen bieten alle ARD-Radios auf Satellit die RDS-Informationen (es geht ja letztlich nur um RT und ggf. dynamisch missbrauchtes PS), die man also auch ins Kabelnetz übernehmen kann. Terrestrische Umsetzungen bringen auch das Original-RDS mit - man muss es halt nur übernehmen und pflegen.

Es gibt Netzbetreiber, die da sehr hinterher sind, z.B. Wilhelm.Tel in Norderstedt nebst angeschlossenen Netzen in Hamburg. Und ich bin bei uns da auch hinterher. Da ist RDS außer beim RBB komplett auf Kabel-UKW abgebildet, auch bei den Sat-Zuführungen. Zur Not wird halt ein statisches RT mit Claim und Kontaktinfos des Programms ergänzt, damit irgendwas drinsteht. Manche Sat-Only-Programme haben aber auch senderseitig gepflegtes RDS an Bord, siehe MDR Klassik, BR Heimat, Bayern+ oder PULS. PI-Code gibt es immer, entweder nimmt man den, den das Programm irgendwo im Land auf UKW hat oder man greift sich den DAB-SID, die sind bei Parallelausstrahlung ohnehin identisch. Man muss nur wollen (und die Umsetzer müssen es unterstützen, nicht alle gestatten z.B. die Eingabe von PI-Codes oder statischem RT). Hier paar Beispiele (Stand 12/2015), die Pegelwerte sind deshalb so unterschiedlich, da die Screenshots an unterschiedlichen Messpunkten im Netz gemacht wurden.

[attachment 10435 RDSimKabel.png]

Ungepflegt steht halt statt "_PALOMA_" eben "RADIO_PA" im PS als abgeschnittene Übernahme des Sat-Servicenamens. Wenn das ein Netzbetreiber nicht mitbekommt bzw. ignoriert, zeigt das nur an, was ihm die Inhalte seines Netzes bedeuten.

Zitat
Japhi
Radio Bochum nennt sich z.B. LR BO und CT das Radio heißt HSR BO. Wer denkt sich sowas aus?


Hübsch: Lokalradio Bochum und Hochschulradio Bochum. Kann nur von Leuten kommen, die sich von der inhaltlichen Seite her nicht mit den Programmen befassen. Vermutlich also Verwaltung oder IT, nicht aber Hochfrequenzleute.

Zitat
Klaus Wegener
In diesen Regionen Kabel-UKW abzuschalten würde bedeuten, dass man einen Empfangsweg verliert, für den es keine Alternative gibt, solange es keine Radioempfänger mit DVB-C Tuner gibt, die entkoppelt vom Fernsehgerät betrieben werden können. Und das sehe ich nicht, für DVB-T(2) gibt es so etwas auch nicht. Die einzeigen digitalen Technologien, die dieses Alleinstellungsmerkmal hatten, waren DSR und ADR. Für diese gab es dedizierte Empfänger, die ohne TV betrieben werden konnten.


Es gibt seit vielen Jahren einen DVB-C-Radio-only-Receiver von Restek, den will bloß ein normaler Mensch nicht bezahlen. Und es gibt z.B. die Geräte von LaSAT/Bemondis, die auf Radionutzung optimiert sind und ein weitgehend automatisches Setup bieten, das ohne Bildschirmmenü auskommt. Bei der neuesten Kreation sind zudem 8 Favoriten auf der Fernbedienung via Direkttasten speicherbar. Damit ist zumindest der Komfort für DVB-C gegeben, den einfache UKW-Kisten auch haben. Das Gerät wird von Vodafone nun als Kabelradio vertickt - gerade in dem Netz, in dem die öffentlich-rechtlichen Programme nur qualitätsgemindert eingespeist werden.

https://kabel.vodafone.de/static/media/Bedienungsanleitung_Digital_Radio_Receiver.pdf

Zitat
Klaus Wegener
DAB+ könnte man sehr gut ins Kabel einspeisen, man könnte theoretisch jeden Block füllen, aber das sehe ich auch nicht kommen.


Schon deshalb nicht, weil der offizielle DAB-Empfangsbereich bei konsequenter DOCSIS 3.1-Anwendung im Rückkanalbereich bzw. in der Diplexerlücke liegt und also nicht als Vorweg benutzt werden kann - genausowenig wie der UKW-Bereich. Die UPC Schweiz hatte dazu in Luzern einen Versuch laufen: Kabel-UKW abschalten, DAB-Blöcke mit Vollbelegung in lausig neidriger Bitrate anbieten, aber oberhalb des eigentlichen DAB-Empfangsbereiches. Dazu dann einen eigens in Auftrag gegebenen DAB-Empfänger für CHF 119 soweit ich mich erinnere, der diese Blöcke abstimmen konnte. Null Interesse bei den Kunden. Man schaltete dieses aus meiner Sicht unverschämte Angebot wieder ab und verzichtete auf UKW. Radio dort also nur noch via DVB-C - dann aber eben in weitaus besserer Qualität als es via DAB+ angeboten wurde.

In Netzen, in denen durch FTTH-Zuführung der BK-Bereich unabhängig von den IP-Diensten ist, könnte man tatsächlich DAB anbieten. Würde ich dann aber mit dem alten DAB-System machen, niedrigster Fehlerschutz und z.B. 9 Programmen zu je 192 kbps MP2 oder 6 Programmen zu je 192 kbps MP2 und 2 Programmen mit 256 kbps MP2 je Mux. Macht auch 32 bis 36 Programme je 7-MHz-Kanal und wäre kompatibel mit den Wohnzimmergeräten von Harman, Denon, Pioneer oder Sony, die seit der Umstellung auf DAB+ nur noch für UKW taugen. Und klänge besser als das DAB, das man terrestrisch anbietet. Aber eher wird der Kommunismus wieder eingeführt, als dass es dazu käme.

Zitat
Klaus Wegener
Wie ist die Situation bzgl. Kabel-UKW denn in Norwegen? Nehme an, es gab es dort. Wurde es auch abgeschaltet?


Soweit mir bekannt auch abgeschaltet. Müsste ich nochmal nachfragen. Die NRK bietet via DVB-S seit einem Jahr nur noch Klingeltonqualität (64 kbps HE-AAC) an - auch beim Kulturprogramm! Vorher gab es 192 kbps MP2. DAB+ ist nicht bzw. nicht wesentlich besser als Sat, so dass der Hinweis eines leitenden NRK-Technikers auf diese Seite zum hochqualitativen Hören der NRK-Programme nur folgerichtig ist: https://www.nrk.no/mp3aac/ - die "høy"-Streams haben 192 kbps MP3 und sind klanglich leidlich ok. Die AAC-Streams sind nicht so gut. Man denkt bei der NRK sogar über FLAC-Streaming nach. Bandbreite ist in Norwegen kein Thema, das ist nicht Deutschland.

von Chris_BLN - am 10.01.2018 14:05
Ich habe Unitymedia mit der Bitte angeschrieben, das französische Genuss-Radio FIP mit ins Portfolio der digitalen Hörfunksender aufzunehmen, ist auf Astra frei verfügbar, mit dem Verweis, dass Jack Dorsey der Boss von Twitter, letztens getwittert hat, dass FIP "der beste Radiosender der Welt" sei und das Programm ja immerhin auch in den Niederlanden landesweit ausgekabelt wird, weshalb dieses nicht in Deutschland möglich sei.

Unitymedia teilte mir mit, man hätte "meinen Senderwunsch weitergeleitet". Kann man sich hier Hoffnungen machen oder ist das nur Rhetorik, und es gilt streng das Prinzip, dass alle Radioprogramme für eine Einspeisung zahlen müssen?

von Klaus Wegener - am 24.01.2018 07:55
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