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Kroes, Funkschatten, Seltener Besucher, Der Korken, Jens1978, ziyati, NurzumSpassda, _Yoshi_, WiehengeBIERge, Lorenz Palm, KlausD

Sender Selm ist aktiv

Startbeitrag von Der Korken am 17.11.2007 17:34

Der Sender Selm ist nun mit Antenne Unna auf 89,3 belegt. Genauso wie ich es vor einigen Wochen vorausgesagt hatte (meine Aussagen wurden damals angezweifelt) ist es nun auf der A43 sowieso und auf einigen Teilen der A1, spätestens ab Münster-Süd, vorbei mit NDR2.
Ständig spratzen von der 89,3. Auf der A43 bleibt nur noch die 97,8, aber eher schlecht.

Antworten:


Die Zufunzelung neben den Sendern aus benachbarten Bundesländern geht in NRW weiter.

von Lorenz Palm - am 17.11.2007 18:40
Wir werden es in NRW erleben, dass nachts ein paar Aktivisten die in die Nachbarländer gerichteten UKW-Antennen nach NRW zurück drehen. :-(

von Der Korken - am 17.11.2007 19:05
Ist ja wirklich unglaublich, 102,3 mit 1kW, Lünen 97,4 und jetzt Selm 89,3 ... Die Überversorgung durch Antenne Unna ist ja bald schlimmer als mit dem WDR. Warum gibt´s denn dann überhaupt die 1kW QRG 102,3 wenn man eh alles noch mit Stadtsendern dicht gemacht wird.

von Jens1978 - am 17.11.2007 23:05

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von Seltener Besucher - am 17.11.2007 23:39
Zitat
Seltener Besucher
...Wenn man von Überversorgung redet, dann sollte man DLF und D-Kultur an erster Stelle nennen. Also wenn LW und DAB nicht reichen würden. Man hat das Gefühl, dass bei den D-Radios sich die Anzahl der Sender jedes Jahr verdoppelt.

Wieviele *Normalradiohörer* hören denn LW und DAB? Vielen wissen doch schon nichts damit anzufangen, wenn ihr Radio überhaupt eine LW-Taste hat ... und über DAB ( sofern dies überhaupt mit Radio assoziiert wírd ) reden wir wohl besser nicht.

von KlausD - am 18.11.2007 08:35
Sehe ich auch so. Radiosender _müssen_ eine ordentliche Abdeckung im UKW-Bereich haben, sonst macht es keinen Sinn. Und dazu gehört dann auch, dass die Öffi-Anstalt an _jedem_ Ort des Sendegebiets mobil (Radio ist ein mobiles Medium, die meisten Nutzer gibt es wohl im Auto) zu empfangen sein sollte - und nach Möglichkeit eben auch DLF und DKultur (wobei ein Programm absolut ausreichen würde) und ganz sicher auch das Lokalradio im eigenen Sendegebiet. Wenn es dann Lücken gibt - und da gibt es genügend von - dann muss man da eben mit Funzeln nachhelfen. Aufbohren vorhandener Frequenzen ist meist - in NRW auch "dank" des Auslands - nicht möglich, was bleibt da also?

Und wenn ich schon wieder was von Überversorgung des WDR lese, dann wird mir so langsam schlecht. ;) Auch wenn es mir keiner abnimmt: Bei mir im Ort - und Berge oder sowas gibt es da noch nichtmal - geht wirklich _nur_ Langenberg mobiltauglich. Was soll man da bitte noch reduzieren?

von Kroes - am 18.11.2007 10:32

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von Seltener Besucher - am 18.11.2007 10:38
Zitat
Kroes
Sehe ich auch so. Radiosender _müssen_ eine ordentliche Abdeckung im UKW-Bereich haben, sonst macht es keinen Sinn.

Volle zustimmung, aber die NRW Lösung ist nunmal einmalig. Wir haben bei den NRW Lokalradios doch nur Funzeln. Als Beispiel der Kreis Borken, hier werden gleich 4 Funzeln benutzt um Radio WMW im Kreis Borken verfügbar zu machen.DKULTUR hat hier in der Region nur Funzeln, Rheinberg, Krefeld, Essen und bald noch Mülheim! Alle empfange ich hier (mal gut man weniger gut).

Auch hier noch mal meine Frage, warum bekommt ein Radio Neandertal 4kW Sendeleistung, ein Radio WMW schlägt sich aber mit 4 Funzlen rum (wobei Bocholt mit 1kW schon eine größere Funzel ist). Radio K.W. hat 2 kleine Funzeln mit 200kW und 100kW versorgt aber trotzdem nicht alle Gebiete, richtung Hünxe gibt es einige Lücken!

Das beste Beispiel ist aber Radio DuE, die senden aus Essen mit 50W vom Unigelände und erreichen den Standort Duisburg nicht! Dank den ganzen Funzeln sind keine Frequenzen mehr frei die Radio DuE hier nutzen könnte.

Neulich war dazu erst eine nette Diskussion auf CT zu hören mit unserem Bildungsminister aus NRW. Da hies es, die Campusradio sollten gemeinsam "kämpfen" wenn sie was erreichen wollen. Nur worum soll man kämpfen wenn dank Funzeln nichts mehr genutzt werden kann. Hier ist wirklich bis auf die 93,7 (die an DKULTUR geht) alles zu :sneg:

von Funkschatten - am 18.11.2007 10:59
Tja, warum hat der Kreis Borken vier Frequenzen? Schau dir die Form dieses Kreises an und es erklärt sich von selbst. Die Lokalradios sollen nach dem Willen der LfM (macht ja auch Sinn) möglichst wenig in die Nachbarkreise reinstrahlen - und das geht nur mit Richtstrahlung und geringen Leistungen. Der Kreis Mettmann ist da ne Ausnahme, aber _eigentlich_ wird ja auch hier mit scharfer Richtstrahlung gearbeitet und nur nach 215° (der Form der Kreises angemessen) gesendet. Für einen so bergigen Kreis ist mehr Power ja auch nicht unbedingt verkehrt - nur kommt damit logischerweise auch deutlich besser raus. 200m Antennenhöhe auf einem 250m hohen Berg sind ja schon mal nicht wenig. Und ganz wichtig: Die 97,6 gab es schon immer, da musste nichts großartig koordiniert werden. Frequenzen direkt an der Grenze (wie z.B. im Kreis Borken) sind dagegen gar nicht so einfach zu finden.

Zu Radio KW: Es gab schon oft genug die Koordinierung 93,7 Dinslaken (oder früher auch 97,0). Die wollte man anscheinend nicht, warum auch immer. Ein Vorrangrecht hätte das Lokalradio wohl gehabt, da dort ja nun wirklich eine Versorgungslücke vorhanden ist. Aber wenn man nicht will, dann geht die Frequenz eben doch irgendwann ans DRadio...

von Kroes - am 18.11.2007 11:17
Zitat
Kroes
Zu Radio KW: Es gab schon oft genug die Koordinierung 93,7 Dinslaken (oder früher auch 97,0). Die wollte man anscheinend nicht, warum auch immer. Ein Vorrangrecht hätte das Lokalradio wohl gehabt, da dort ja nun wirklich eine Versorgungslücke vorhanden ist. Aber wenn man nicht will, dann geht die Frequenz eben doch irgendwann ans DRadio...

Nach Radio Mobile hätte Dinslaken die Lücken nicht schließen können. Zwischen Dinslaken und Hünxe ist eine große Halde im weg. Der Sender würde eher den Dinslakener Norden versorgen und der ist mit der 107,6 MHz aus Wesel schon versorgt. Der Postturm in Dinslaken Hiesfeld würde sich also nicht richtig eignen um Hünxe zu versorgen.Eventuell hat man das bemerkt und die unsinnige Funzel gleich wieder verworfen.

Warum schaltet man Wesel nicht einfach ein paar Watt mehr auf? Radio WMW hat in Bocholt direkt an der niederländischen Grenze auch 1kW bekommen und sendet weit in die Niederlande rein trotz Richtfunk.

Selbiges gilt für DKULTUR, warum sendet man nicht mit mehr Leistung? Wenn man 1kW an der Grenze erlaubt was spricht dagegen Rheinberg mehr Leistung zu geben das er stark gerichtet das Ruhrgebiet und den Kreis Wesel versorft? Dann wären die Funzeln in Mülheim und Essen nicht mehr nötig.

von Funkschatten - am 18.11.2007 13:26
Zitat

Warum schaltet man Wesel nicht einfach ein paar Watt mehr auf?

Weil "ein paar Watt" mehr an der Reichweite fast Null ändern ;-).

von WiehengeBIERge - am 18.11.2007 13:33
Und was für eine Auswirkung hat das nun auf dem empfang von NDR2 im Nördlichen NRW ?
Geht da nur noch was mit Richtantennen und DX Equipment ?

von _Yoshi_ - am 18.11.2007 17:41
@Kroes
Zitat

Und wenn ich schon wieder was von Überversorgung des WDR lese, dann wird mir so langsam schlecht.

Dann aber schnell vors Klo mit dir ;-) Überversorgung heißt übrigens nicht 100%ige Doppelversorgung ;-)

Zitat

Und was für eine Auswirkung hat das nun auf dem Empfang von NDR2 im nördlichen NRW ?

Das würde mich auch mal interessieren. Senden die nicht mit Richtstrahlung? Wie sieht´s im östlichen Teil von UN mit NDR 2 aus? Der kommt doch im Auto noch durch, oder?

von Jens1978 - am 18.11.2007 18:04
Zitat
Kroes
Auch wenn es mir keiner abnimmt: Bei mir im Ort - und Berge oder sowas gibt es da noch nichtmal - geht wirklich _nur_ Langenberg mobiltauglich.

Ein Blick auf die FM Scan Karte bestätigt dies auch (ich habe dir das auch so geglaubt). Rund um Kerken gibt es wirklich eine gar nicht so kleine Ecke die nur vom Langenberg versorgt wird. Aachen, Kleve und Münster erreichen jeweils erst ein paar km weiter Richtung Sender genug Power für KBW bzw. Mobilempfang.

zu Radio WMW: Könnte man nicht Bochholt und Borken nicht mit einem Sender versorgen, der zwischen den beiden Städten steht???

@Jens 1978: Auf der A44 bei Unna geht(ging?) NDR2 auf jeden Fall noch.

von ziyati - am 18.11.2007 18:18
@ziyati: Danke! Und in der Realität ist es noch "schlimmer". WDR4 z.B. ist mobil stellenweise auch von Langenberg schon sehr gestört - 101,4 Genk ist nunmal doch ziemlich nah dran. Hier gab es ja sogar schon mal Überlegungen, einen Füllsender für den Südkreis Kleve / Nordkreis Viersen für WDR4 einzurichten...der ist aber aufgrund nicht vorhandener Kapazitäten natürlich auch gescheitert.

@Funkschatten: Man hätte eine einmal koordinierte Frequenz sicher auch problemlos von Dinslaken nach Hünxe verlagern können. Wenn man anderen Foren glauben schenken darf, dann dürfte die Nichtaufschaltung wohl eher andere (angeblich finanzielle) Gründe gehabt haben...Und wie das Wiehengebirge schon richtig sagte: Eine Erhöhung "um ein paar Watt" (z.B. 3 dB = Verdopplung der Sendeleistung) bringt kaum was. Der gute Empfang der WDR-Programme liegt weniger an der Sendeleistung, sondern vielmehr an der Antennenhöhe und damit weiten Direktsicht. Hohe Leistung braucht man fast nur, um in die Häuser und Straßenschluchten reinzukommen - für Mobilempfang "auf dem Land" ist dann aber eher die direkte Sicht wichtig.

von Kroes - am 18.11.2007 23:19
Zitat
ziyati
zu Radio WMW: Könnte man nicht Bocholt und Borken nicht mit einem Sender versorgen, der zwischen den beiden Städten steht???


Das ließe sich bestimmt machen, nur müsste dieser Sender dann auch bestimmt 4 kW (ist ja das höchstmögliche im NRW-Lokalfunk) haben. Borken kommt mit seiner 97,6 Richtung Osten gerade mal über die Stadtgrenze hinaus. Reken ist mit WMW schlecht bestellt, gleiches gilt für Gescher-Hochmoor. WMW mag zwar seine Hausaufgaben mit UKW-Versorgung gemacht, aber keineswegs gut. 4 Frequenzen und der Kreis weist trotzdem noch extreme Versorgungslücken, was guten WMW-Empfang angeht, auf. Hierbei ist der Nordkreis (ehemaliger Kreis Ahaus sowie Gronau) etwas besser versorgt wie der Südkreis.

@ Thread:

Ich sehe schon, ich muss auch nochmal ausprobieren, inwieweit sich die 89,3 Richtung Norden bemerkbar macht. Bei dieser QRG frage ich mich: wäre sie wirklich nötig gewesen? Und wenn ja, dann auch mit der Leistung?

Was das Thema DLF angeht: Die Aussagen bzgl. der schlechten Koordinierung teile ich zu 100 %, wobei das Problem 104,4/104,5 noch einigermaßen human ist. Schlimmer ist's mit der 102,7/102,8. Im westlichen Münsterland gibts keine Alternativen und immer ein Wechselspiel mit diesen QRG's, verbunden mit deutlich hörbaren Verzerrungen und Säuseln. Bei Borken auf der Schnellstraße Richtung Dülmen fängt das Säuseln schon an, hinter der Autobahnausfahrt (A 31) gibts dieses Wechselspiel kontinuierlich. Mal ist der eine, mal der andere stärker und - viel häufiger - beide gleich. Da kann man nur froh sein, dass es sich um ein Wortprogramm mit einem relativ geringen Geräuschpegel handelt. Ein Musikprogramm mit einer entsprechenden Lautstärke wäre für den Normalhörer nicht mehr erträglich.

von NurzumSpassda - am 19.11.2007 00:01
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