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Radioforum
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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 1 Monat
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szhxmy, PowerAM, senderjaeger, _Christoph, 88,7 MHz, Hagbard Celine, Stephan Großklaß

Radiowecker Grundig Sonoclock 660 PPL

Startbeitrag von szhxmy am 02.06.2008 19:34

Musste mich leider nach 28 Jahren treuer Dienste von meinem alten Grundig Radiowecker trennen. Leider habe ich die Modellbezeichnung vergessen - aber die folgende Beschreibung hilft vielleicht weiter. Hinter einer klappbaren Frontverkleidung war es mittels eines Plastikkreuzschraubenzieher möglich die Frequenz pro Stationsspeicher (insgesamt zehn Stück) separat einzustellen. Das Gerät liess den Anschluss einer externen Antenne zu und erlaubt es Anfang der 80er Jahre in Blumberg/Baden die Radio 24 Sendungen vom Pizzo Groppera in bester Qualität zu verfolgen.
Die Neuanschaffung dagegen enttäuscht empfangstechnisch sehr. Nur mit einer Wurfantenne ausgestattet bekomme ich hier in Lottstetten zwar Ö3 auf 89.6 vom Pfänder, SWR I auf 92.40 aus Witthoh oder alternativ auf 95.10 Wannenberg sind stark verrauscht.
Wer hat eine Idee - wie kann ich den Empfang verbessern oder welchen Radiowecker würdet ihr mit empfehlen?
Bin gespannt auf Eure Beiträge.

Grüsse aus Lottstetten,
Thorsten

Antworten:

-------- Ich hab den Grundig Sonoclock 465, der allerdings auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat! Der Empfang ist bestens! z.B der HR über Großen Feldberg ist kein Problem.

Hier findet sich eine " Ansammlung" einiger Geräte " Grundig Sonoclock" vielleicht ist auch der gesuchte dabei??

----->http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Timo_Beil/Sonoclock

von 88,7 MHz - am 02.06.2008 20:35
Danke für die URL. Das Modell Sono Clock 660 kommt meinem Ehemaligen ziemlich nahe. Nur das die Sendertasten nicht mechanisch sondern als Sensor ausgelegt waren.

Tja, kein Vergleich zum heutigen Sonoclock 660 PPL....

von szhxmy - am 03.06.2008 04:53
Sensortasten hinter einer Klappe, hmm. Mit Sensortasten, aber ohne Klappe: Sonoclock 150. (Ansonsten müßte ich nochmal zuhause nachsehen, habe da einen ganzen Ordner mit Service-Doku zu den Dingern.) Generell gab es seinerzeit von Grundig so einige Modelle mit sehr ähnlichen Empfangsteilen, die vom Aufwand her später nicht mehr erreicht wurden. Allein die automatische Helligkeitsanpassung ist Gold wert. Leider sind meine Exemplare etwas vermackt, dem 670SP fehlt die Frontscheibe und am Moduswahlschalter gibt es eine hartnäckig schlechte Lötstelle (sollte die wohl mal richtig neu machen), und der 800 geht etwas nach dem Mond (eigentlich sollte der netzsynchron laufen, evtl. tut er das nicht). So tut halt wieder der neuzeitliche 900 Dienst, auch nicht schlecht (Trennschärfe gut dank 2x 150 kHz, leider etwas fummelig einzustellen und nicht optimal temperaturkompensiert, dafür Funkuhr).

Das letzte "große" Modell der alten Garde (die mit dem 800/810SP schon etwas geschrumpft war - die älteren 600er tönen besser) war der 800A von '86. Danach gab es nur noch eine Nummer kleiner mit einem Filter und LCD, 460, 465 und Co. Erst 1997 hat man es dann auch mal wieder mit etwas besseren Gerätschaften versucht, 900 (Analogtuner) und 910 (PLL). Aktuell sollten 890 und 690 recht ordentlich sein, auch wenn die Anzeige als nachts etwas hell gilt. Das sind noch "echte" Grundigs von vor der Pleite.

von Stephan Großklaß - am 03.06.2008 11:45
Ja und irgendwie haben sie auch die cleveren Ideen nicht mehr im Angebot. Früher - war eh' alles besser ;) - konnte man noch wählen ob man mit dem letzt gehörten Sender oder mit Programmplatz Nummer 1 geweckt werden wollte.
Problematisch beim 660 PPL ist auch die Übernahme der Uhrzeit aus dem RDS Signal. Ist dieses zu schwach wird die Uhrzeit trotzdem übernommen, was zu völlig unerwünschten Zeiten führen kann. Wehe das geschieht während der Schlummerfunktion beim Einschlafen - dann bist Du am kommenden Tag unter Umständen völlig ausgeschlafen....

Nur - hast Du eine Idee zur Empfangsverbesserung?

von szhxmy - am 03.06.2008 17:37
Zitat

Die Neuanschaffung dagegen enttäuscht empfangstechnisch sehr. Nur mit einer Wurfantenne ausgestattet bekomme ich hier in Lottstetten zwar Ö3 auf 89.6 vom Pfänder, SWR I auf 92.40 aus Witthoh oder alternativ auf 95.10 Wannenberg sind stark verrauscht.


Grundig ist nunmal leider nicht mehr Grundig. :( Statt aufwendig konstruierter, empfangsstarker Eigenentwicklungen wird heute bilig zugekaufte Chinaware mit entsprechenden Empfangsleistungen vermarktet, bei der (neben dem Markenlogo) allenfalls noch das Design vom Anbieter vorgegeben wurde. Das betrifft leider nicht nur Grundig, sondern auch andere ehemals renommierte Marken. Qualitativ liegen diese Geräte meist noch spürbar über dem Discounter/Kaffeeröster-Billigschrott (siehe die entsprechenden Threads über billige "Weltempfänger" und "Retro-"Radios...) , sind aber eben trotz allem nur einfache "Brüllwürfel".

Zitat

Wer hat eine Idee - wie kann ich den Empfang verbessern


Z.B. indem Du die Wurfantenne durch eine andere Antenne ersetzt, etwa durch eine Teleskopantenne. Das ist natürlich mit etwas Bastelei verbunden. Auch das Einlöten einer Antennenbuchse und die Anschaffung einer UKW-Zimmerantenne wäre denkbar.

Zitat

oder welchen Radiowecker würdet ihr mit empfehlen?


Über die Qualität aktuell erhältlicher Radiowecker ist mir nicht allzuviel bekannt (mein letzter, ein Sony ICF-irgendwas, ist rd. 20 Jahre alt). I.d.R. haben aber die Radios von Sangean (einem der weltweit führenden Radiohersteller, der auch für andere Marken fertigt) einen recht ordentlichen UKW-Empfang. Die Firma hat auch etliche Radiowecker im Programm:

http://www.sangean.nl/English/?opt1=Products&opt2=radio_controlled_clocks

Das klanglich hervorragende Tischradio WR-2 hat ebenfalls eine brauchbare Weckfunktion.






von senderjaeger - am 03.06.2008 20:42
Ich selbst benutze meinen Sangean ATS 305 als sehr brauchbaren Radiowecker, also wird der Sangean WR-2 vergleichbar sein. Nachteil beider, zumindest für mich als Morgenmuffel: Man kann nur eine einzige Weckzeit eingeben, auch eine Snooze-Funktion fehlt, wobei die nicht viel bringen würde, weil ich eh instinktiv und im Halbschlaf nach dem Knopf greife, der den Wecker für 24 Stunden lahmlegt :-(

von Hagbard Celine - am 03.06.2008 22:23
Guten Gewissens moechte ich den Bench Radiowecker bzw. das Kuechenradio empfehlen, dass die Stiftung Lidl aus mildtaetigen Gruenden ihrer Kundschaft unlaengst anbot.

Bau' einen 110er Filter ein und das Ding duerfte ungefaehr an die Leistungen der alten Grundigs heranreichen. Da reicht bereits die Wurfantenne. Beispiel: Ich lasse mich vom Radiowecker 15 km noerdlich von Berlin mit NDR 2 von Roebel wecken. Entfernung: 100 km.

von PowerAM - am 03.06.2008 22:37
Zitat
Hagbard Celine
Nachteil beider, zumindest für mich als Morgenmuffel: Man kann nur eine einzige Weckzeit eingeben, auch eine Snooze-Funktion fehlt,


Der WR-2 hat sehr wohl eine Snooze-Funktion. ;) Um sie zu aktivieren, muss man nach Beginn des Weckbetriebs bloß eine beliebige Taste am Gerät oder auf der Fernbedienung betätigen (natürlich mit Ausnahme der On/Off-Taste). Eine Weckzeit reicht mir persönlich aus, obwohl z.B. die drei Weckzeiten des ATS-909 (sogar mit einzeln programmierbaren Sendern) natürlich eine extrem feine Sache sind! Der ATS-909 lässt zudem jeden Radiowecker empfangstechnisch weit hinter sich, wage ich mal zu behaupten. :cool:

von senderjaeger - am 03.06.2008 23:32
Zitat
PowerAM
Guten Gewissens moechte ich den Bench Radiowecker bzw. das Kuechenradio empfehlen, dass die Stiftung Lidl aus mildtaetigen Gruenden ihrer Kundschaft unlaengst anbot.


Der Bench-Radiowecker ist empfangstechnisch so lala. Wichtig ist, daß einmal der Filter ersetzt wird (ich habe ihn durch einen 80er ersetzt, siehe http://www.christophlorenz.de/radio/receiver/bench_rds_radiowecker.php ) und zum Anderen einen einfachen Abgleich, den man nach Gehör durchführen kann macht.

Allerdings hat er auch dann noch ein Problem, das leider nicht (mit vertretbarem Aufwand) behoben werden kann, und zwar schwankt der Empfang ganz extrem, je nachdem, wie weit man sich vom Gerät entfernt.... Dieses Verhalten habe ich zuletzt vor über 20 Jahren bei einem ganz einfachen Transistorradio beobachtet....

Ciao
Christoph

von _Christoph - am 04.06.2008 07:59
Der schwankende Empfang wenn man sich dem Geraet naehert oder es bedient ist mit auch aufgefallen. Ich habe die Wurfantenne auf jetzt 3 m verlaengert, um diesen Effekt beim Empfang von Roebel nicht mehr zu haben. Es funktioniert! Und: einen 80er Filter habe ich auch.

von PowerAM - am 04.06.2008 08:20
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