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kokido7, Weltempfängermatze, Stephan Großklaß, Habakukk, Jürgen Martens, PowerAM, shianne, klausklaus, Nohab, mago, Köllepözer

neuer Weltempfänger: G6 Aviator

Startbeitrag von Köllepözer am 12.06.2008 21:54

Seit Dienstag habe ich einen G6. Hier die ersten Eindrücke:

Als erstes fällt auf, daß das Gerät viel kleiner und leichter (nur 2xAA Zellen) als der 1103 ist.

[img2]http://www.bilder-space.de/show.php?file=r9uH1j4EP5t8Jj9.JPG[/img2]

Das Gehäuse ist gut verarbeitet. Das Kunststoffgehäuse ist beschichtet. Es fühlt sich an, wie aus Gummi.

Das Tastenfeld wirkt plausibel und aufgeräumt. Zugegebener maßen ist die Speicherung von Frequenzen etwas gewöhnungsbedürftig; jedoch nicht so schwer.
Sehr angenehm ist die Zehner-Tastatur. Eine zuvor eingetippte Frequenz wird mit AM oder FM bestätigt.
Ohne vorherige Eingabe wechselt FM auf die zuletzt eingestellte UKW Frequenz, AM toggelt die KW Rundfunkbänder durch und die "0" schaltet durch die die zuletzt eingestellten Sender im LW, MW und AIR Band auf.

Das Jog Dial (Frequenzrad) lässt sich sehr angenehm bedienen. Wie bei den Degen Empfängern hat man beim Abstimmen das Gefühl "analog" über das Band zu drehen - das heißt, keine muting zwischen den einzelnen Frequenzschritten. Es liegt ergonomisch zum rechten Daumen.

Das bernstein beleuchtete Display verfügt über eine alfanumerische und eine numerische Zeile. Zusätzlich gibt es noch Symbole für das S-Meter, Betriebsart (SSB), kHz/Mhz, Timer (insgesamt 3), Sleeptimer, Wochentag/Speicherbank, Abstimmweite, Batteriezustand, etc.
Eine LED ist nicht vorhanden.

Der Lautsprecher ist der größe entsprechend gut. Die Antenne dürfte länger sein (dazu später mehr).

[img2]http://www.bilder-space.de/show.php?file=9Pqd3wfFlOhMgON.JPG[/img2]

Auf der Rückseite befindet sich ein Aufstellbügel, wie man ihn vom 1103 kennt - jedoch robuster befestigt.

[img2]http://www.bilder-space.de/show.php?file=qEMzRyKWwzK3EoJ.JPG[/img2]

Es gibt eine Lade-/Netzbuchste (4,5V DC), eine Antennenbuchse (3,5mm Klinke) und einen Stereo Kopfhörerbuchse (3,5mm Klinke).

Auf der rechten Seite ist ein Schiebeschalter mit den Positionen (Music/News). Beim Kurzwellenempfang klingt es so, als ob die ZF-Filterbandbreite geschaltet wird. Die Beschriftung und die Bedienungsanleitung weist jedoch nicht weiter darauf hin.

Das S-Meter ist wie immer ein "Schätzeisen" oder man könnte auch sagen, es geht nach dem Mond:
Im 49m Band habe ich beobachtet, wie es eine Stufe mehr anzeigt, wenn man das Displaylicht einschaltet.
In der Betriebsart SSB wird S9 angezeigt, auch wenn nichts empfangen wird (oder war das QRM?).
Im Gegensatz zum 1103er funktioniert es jedoch auf UKW.

Grundeinstellungen werden im ausgeschalteten Zustand vorgenommen:
MW Raster (9/10kHz), Dauer der Akkuladung, Zeit/Tag Einstellung, UKW Frequenzbereich (76/87,5MHz-108MHz), Art des Suchlaufs (STOP/5Sek./Autostore), etc.

AM Empfang:

Bisher habe ich erst Kurzwelle und das VHF Flugfunkband getestet.

Der Empfang der Kurzwelle mit der kurzen Teleskopantenne ist sehr zufriedenstellend. Zum Vergleich: Zieht man die Antenne des 1103er auf die Länge des G6 ein, so ist der Empfang gleich stark.

Alle erwarteten AM Rundfunkstationen konnte ich in guter Qualität hören. Jedoch rannte der automatische Suchlauf an sämtlichen Stationen vorbei, trotz starkem Signal bei der Mauellen Einstellung.
Tests an externer Antenne im Tropenband und Low Power Stations im 41m Band werde ich am Wochenende unter die Lupe nehmen.

Bei SSB Sendern schaltet man nachdem die Frequenz grob eingestellt wurde das Jog mit dem Jog Taster auf Slow. Damit ersetzt das Hauptabstimmrad das BFO Poti vom 1103. Die Feineinstellung ist in der Tat fein. 2,5 Umdrehungen entspricht einem Kiloherz. Das sollte reichen, um die Stimme sauber zu demodulieren.

Die Big Guns nachts im 80m Amateur Band kommen an der Teleskopantenne, auch in der Wohnung in der Innenstadt, gut rein.
Ebenso Shannon VOLMET auf 3413kHz und 5505kHz.

Der G6 kann auch das Flugfunkband empfangen (117-137 MHz). Innsbruck VOLMET auf 130,475MHz konnte ich in großer Entfernung noch hören. Unpraktisch: Das Abstimmraster im AIR BAND ist 10kHz und 1kHz - besser wären 25kHz (oder 8,33kHz).
Hier funktioniert der automatische Suchlauf nicht. Leider gibt es keinen Squelch.
Am besten, man speichert interessante Frequenzen ab, und ruft sie bei Bedarf auf.

FM Empfang:

Außer Ortssendern habe ich noch nicht viel UKW gehört. ZF Filter werde ich demnächst modifizieren.
Ob die Antennebuchse auch für UKW Antennen aktiv ist, muß ich noch testen.


Fazit:

Der kleine Zwerg ist das ideale Reisegerät für den Kurzwellenhörer. Sehr empfindlich, kompakt und mit vielen Rafinessen ausgestattet.
Ob der G6 auch auf UKW mit den Degen 1102/1103 mithalten kann, werden weitere Tests zeigen...

Antworten:

Re: neuer Weltempf¤nger: G6 Aviator

Klingt durchaus attraktiv! Was kostet das Geraet und wer vermarktet es?

von PowerAM - am 13.06.2008 00:10
Mir hat google ein wenig geholfen:

http://www.amazon.com/Grundig-G6-Aviator-Aircraft-Shortwave/dp/B0018QQDII

Mit 100 Dollar aber auch teurer als der DEGEN. Ich bin mal gespannt was Du noch so berichtest @Köllepözer

von mago - am 13.06.2008 06:38
Das Problem ist, dass nahezu kein USA-Versand nach Deutschland liefert. Da scheint es Beschränkungen zu geben, vermutlich, weil das Gerät irgendwann bald mal auch hierzulande offiziell verkauft werden soll.

von Habakukk - am 13.06.2008 09:15
Zitat
Habakukk
Das Problem ist, dass nahezu kein USA-Versand nach Deutschland liefert. Da scheint es Beschränkungen zu geben, vermutlich, weil das Gerät irgendwann bald mal auch hierzulande offiziell verkauft werden soll.


Ich glaube eher, dass die Exportbeschränkung nach Deutschland markenrechtliche Gründe hat. Denn Etón darf die Marke "Grundig" nur in den USA nutzen, während die Rechte in Deutschland/Europa bei der Grundig-Nachfolgefirma "Grundig Intermedia GmbH" liegen (deren sog. Weltempfänger übrigens von Sangean produziert werden).

Aus vergleichbaren Gründen agiert Etón auf dem deutschen Markt unter seinem früheren Namen "Lextronix". Denn die Rechte an der Marke "Eton" macht eine andere Firma gleichen Namens für sich geltend.

@ köllepözer: Vielen Dank für den Bericht! Der G6 macht einen interessanten Eindruck. Optisch gefällt er mir sehr gut. Bleibt zu hoffen, dass Etón/Lextronix ihn auch in Deutschland auf den Markt bringt. Mein defekter ICF-SW1 braucht einen Nachfolger...

von Weltempfängermatze - am 13.06.2008 16:06
Zitat
Weltempfängermatze
Mein defekter ICF-SW1 braucht einen Nachfolger...

Was fehlt denn dem Kleinen? Die üblichen Elko-Geschichten?

von Stephan Großklaß - am 13.06.2008 17:00
Zitat
Stephan Großklaß
Zitat
Weltempfängermatze
Mein defekter ICF-SW1 braucht einen Nachfolger...

Was fehlt denn dem Kleinen? Die üblichen Elko-Geschichten?


Das vermute ich. Jedenfalls gibt er auf allen Wellenbereichen nur noch ein extrem verbrummtes und verzerrtes Audiosignal von sich... :confused: Was war ich mal stolz auf das Teil, das ich mir 1990 für satte DM 498,- zum 18. Geburtstag gegönnt hatte...

von Weltempfängermatze - am 13.06.2008 18:51
Hallo Matze,

das hört sich stark nach ausgelaufenen Elkos an.
Schick mir das Teil zu, ich tausch die Sabberkannen aus!
Wäre schade, deswegen den SW1 zu verschrotten.

73, Jürgen

von Jürgen Martens - am 13.06.2008 20:45
Zitat
Weltempfängermatze
Zitat
Stephan Großklaß
Zitat
Weltempfängermatze
Mein defekter ICF-SW1 braucht einen Nachfolger...

Was fehlt denn dem Kleinen? Die üblichen Elko-Geschichten?


Das vermute ich. Jedenfalls gibt er auf allen Wellenbereichen nur noch ein extrem verbrummtes und verzerrtes Audiosignal von sich... :confused:

Und mit Klopfhörer[tm] ist alles paletti? Jaja, das ist der Standartenfehler.
Reparaturanleitung (ist natürlich etwas nichttrivial, das ganze - auf eventuelle "nasse Füße" anderer Elkos achten)
Zitat

Was war ich mal stolz auf das Teil, das ich mir 1990 für satte DM 498,- zum 18. Geburtstag gegönnt hatte...

Das war dann wohl der ICF-SW1E ohne Köfferchen, Aktivantenne und Netzteil, der S war m.W. teurer.

Das Gerätchen soll sich übrigens recht gut für einen DRM-Mod eignen (eine entsprechende Anleitung läßt sich im Forum von drmrx.org finden).

von Stephan Großklaß - am 13.06.2008 20:53
Geplättete Elkos sind ein häufigeres Problem, habe dies auch schon erlebt. Mein Uniden CR-2021 hatte gleich 3 davon, einer im PLL - Kurzschluss, ein Problem, was scheinbar symptomatisch für Uniden-Geräte ist, deren CB-Geräte habes das auch öfters, 1 im NF-Verstärker und einer im Stromeingang, was die eingelegten Batterien garnicht mochten.
Apropos Uniden CR-2021, hat jemand einen Schaltplan von dem Ding, oder weiß jemand, wo man das findet, Google rauf und runter, inklusive mods.dk waren erfolglos.


von Nohab - am 13.06.2008 23:27
Hat ein Elko Schluß, so heißt das erst einmal, daß die Oxidschicht löchrig ist. Normalerweise regeneriert die sich im Betrieb (daher der Leckstrom), ohne angelegte Spannung wird sie ganz langsam abgebaut. Deswegen müssen lange gelagerte Elkos auch langsam erneut formiert werden. Sind erst einmal nennenswerte Ströme durch die Leckstellen geflossen (im Extremfall geht der Elko hoch), ist i.d.R. ein Austausch fällig.

Die SMD-Elkos im SW1 und anderen Gerätschaften aus der Zeit sind recht unzuverlässige Zeitgenossen (mein SW7600 sollte auch noch mal zum Doc). Ich vermute, daß man es mit der Miniaturisierung etwas übertrieben hatte, die Dinger halten einfach nix aus (in Sachen Ripplestrom). Dann gibt es da drin auch noch 4V-Typen, bei denen man bezweifeln darf, daß die Sache mit der Oxidschichtdicke so gut im Griff war.

von Stephan Großklaß - am 14.06.2008 16:48
Zitat
Jürgen Martens
Hallo Matze,

das hört sich stark nach ausgelaufenen Elkos an.
Schick mir das Teil zu, ich tausch die Sabberkannen aus!
Wäre schade, deswegen den SW1 zu verschrotten.


Danke für das Angebot, ich werde bei Gelegenheit darauf zurückkommen. Wäre beim SW1 auch eine FM-Filtermodifikation auf 150, 110 oder gar 80 kHz machbar?

Zitat
Stephan Großklaß
Reparaturanleitung (ist natürlich etwas nichttrivial, das ganze - auf eventuelle "nasse Füße" anderer Elkos achten)


Danke für den Link! Da mein handwerkliches Geschick sich um den Gefrierpunkt bewegt, gebe ich das Gerät lieber in professionelle Hände. ;) Dennoch finde ich den Artikel interessant, da er mir als Techniklaien das Innenleben des Geräts näherbringt.

Zitat

Das war dann wohl der ICF-SW1E ohne Köfferchen, Aktivantenne und Netzteil, der S war m.W. teurer.


Ja, auf das Köfferchen und die Aktivantenne habe ich getrost verzichtet - als Schüler hätte ich den Aufpreis von DM 200 ohnehin kaum aufbringen können. Da ich damals schon Akkus verwendete, war das Netzteil ebenso verzichtbar.


von Weltempfängermatze - am 26.06.2008 12:12
Hallo Matze,

im SW-1 sind zwei Filter mit 280 kHz (Buchstabe A) eingebaut.
Die kann man gegen schmälere Typen austauschen, auch gemischt.
Für Normalhörer sind 110 / 150 kHz sehr gut, für DX kann man
natürlich noch schmälere Typen nehmen.
Ich kann alles einbauen, was gewünscht wird.

Viele Grüße
Jürgen

von Jürgen Martens - am 26.06.2008 14:28
Um mal wieder aufs eigentliche Thema zurück zu kommen:

Da ich den G6 Aviator auch seit einiger Zeit im Einsatz habe, möchte ich meine Erfahrungen auch mal hier schildern. Ich kann grundsätzlich alles unterschreiben, was Köllepözer oben geschrieben hat.

Der KW-Empfang erscheint mir recht gut zu sein, wie oben schon beschrieben, nicht ganz so gut wie beim großen Bruder, aber sehr respektabel für die kurze Teleskopantenne. Auch der LW/MW-Empfang kommt mir nicht gravierend schlechter als beim E5 vor, offenbar reicht die Ferritantenne in dem kleinen Gerät einigermaßen aus. Auf irgendwelche Spiegelfrequenzen, Mischprodukte und Übersteuerungen habe ich zugegebenermaßen aber noch nicht geachtet...

Zitat

Das Gehäuse ist gut verarbeitet. Das Kunststoffgehäuse ist beschichtet. Es fühlt sich an, wie aus Gummi.


Genauso fühlen sich auch Grundig G5 bzw. Eton E5 an (beim G5 noch etwas intensiver als beim E5). Ich würde es sogar als leicht samtig bezeichnen. Das Gerät liegt so sehr gut in der Hand, finde ich.

Zitat

Das S-Meter ist wie immer ein "Schätzeisen" oder man könnte auch sagen, es geht nach dem Mond:
Im 49m Band habe ich beobachtet, wie es eine Stufe mehr anzeigt, wenn man das Displaylicht einschaltet.
In der Betriebsart SSB wird S9 angezeigt, auch wenn nichts empfangen wird (oder war das QRM?).
Im Gegensatz zum 1103er funktioniert es jedoch auf UKW.


Aber auch im UKW-Bereich quasi unbrauchbar. Entweder es zeigt gar nichts an, selbst bei starken Sendern, oder es hat bei jedem bisschen Signal gleich Vollausschlag. Da hätte man besser auf ein S-Meter verzichtet, denn so kann man es allenfalls als optischen Schnickschnack sehen.

Gut gefällt mir die rote Display-Beleuchtung. Das ist mal was anderes. Allerdings kann man den G6 nicht wie den G5/Eton E5 als Taschenlampenersatz verwenden. ;-)
Etwas ärgerlich ist allerdings, dass sich die Displaybeleuchtung tlw. beim AM-Empfang bemerkbar macht. Es ist zwar nicht schlimm, aber beim einen oder anderen Grasnarbensignal könnte das schon was ausmachen.

Dann möchte ich besonders auf den UKW-Empfang eingehen. HIer zeigt das Gerät (von dem ich ansonsten sehr begeistert bin) leider doch ziemliche Schwächen.

An der Teleskopantenne empfängt man leider fast nur Ortssender, sowie einige relativ stark einfallende weitere Stationen. Von einem portablen DX-Gerät wie dem Eton E5, Degen 1103 oder auch Degen 1102 und Sangean ATS 909 ist der G6 Aviator also weit entfernt. Auf freien Frequenzen hört man seltsamerweise auch kein Rauschen, sondern eine Art leises unterdrücktes Wabern/Krachen/Kratzen... Ob das eine Art beabsichtigte Rauschsperre sein soll, erschließt sich mir nicht so ganz.... Manche schwächere Sender sind auch auf der eigentlichen Frequenz nicht, aber dafür 25kHz drunter und drüber dann gut zu empfangen.

Interessanterweise verbessert sich der UKW-Empfang, wenn man an der Antennenbuchse einen für Kurzwelle üblichen Langdraht anschließt.... Der Unterschied zwischen Teleskopantenne und Langdraht ist größer als z.B. beim Degen 1103. Trotz allem ist auch dann der UKW-Empfang noch bescheiden. Das Anschließen einer Yagi stellt beim G6 auch kein Problem dar, er übersteuert eigentlich kaum, ist aber auch da ähnlich taub wie an der Teleskopantenne. Es reicht also gerade für die Signale, die in guten stationären Tunern schon in knapper RDS-Qualität ankommen...

Trotz allem ist der UKW-Empfang wohl immer noch als deutlich besser als bei üblichen Billigradios zu bewerten, das möchte ich an der Stelle auch betonen.

Also wer mit dem G6 UKW-Dx betreiben möchte, sollte sich, wenn es schon ein kleineres Gerät als Eton E5/Degen 1103 sein soll, besser einen Degen 1102 zulegen. Wer aber ein wirklich schnuckliges Reiseradio mit gutem AM-Empfang haben möchte, das auch auf UKW nicht allzu schlecht ist und vielleicht noch am Empfang des Flugfunkbands interessiert ist, dem kann ich den G6 empfehlen.

Demnächst noch ein Bild vom Innenleben... Einen Filterwechsel werde ich mir angesichts der eher bescheidenen Leistungen auf UKW wohl eher verkneifen. Das könnte aufgrund der geringen Maße auch ein deutlich schwierigeres Unterfangen als beim E5 sein. Mal sehen...

von Habakukk - am 26.06.2008 14:58
@Habakukk

Zitat
Auch der LW/MW-Empfang kommt mir nicht gravierend schlechter als beim E5 .....


Bei meinem G6 ist der LW-Bereich so gut wie tot. Hier im Rhein-Main-Gebiet kann nicht einmal der ( mit anderen Geräten gut empfangbare ) DLF auf 153KHz aufgenommen werden. Auf der Frequenz ist lediglich ein extrem schwaches Signal zu ahnen. Inzwischen vermute ich daher fast, dass mein Gerätexemplar fehlerhaft ist !!!!????

Klaus


von klausklaus - am 20.01.2009 11:35
Vor ein paar Wochen kaufte ich einen "Lextronix G6 Aviator" via Amazon Deutschland ( http://www.amazon.de ). Er wurde mir aus Frankreich geliefert (von elite diffusion audio) und traegt die Bezeichnung "eTÓN". Ich schliesse nicht aus, dass der Verkaeufer damit mindestens das deutsche Markenrecht verletzte. Ich beging mit dem Kauf keine Markenrechtsverletzung. Eine solche wuerde ich vielleicht bei einem Weiterverkauf in Deutschland begehen. Letzteres habe ich aber gar nicht vor, denn das Geraet gefaellt mir: klein und mit viel Empfangsbereich. LW schwaechelt, deshalb hier mein Tipp: Bei optimierter Ausrichtung des Radios befestige ich mit Klebeband einen Ferritstab (Laenge: 60 mm; Durchmesser: 10 mm) mit einer sich darauf befindlichen Spule aus duennem Draht (die Windungszahl weiss ich nicht und zum Zaehlen bin ich zu ungeschickt; Spulenlaenge: ca. 13 mm) dort, wo sonst die heruntergeklappte Teleskopantenne liegt, und verschiebe die Spule in eine frequenzabhaengig guenstige Position (im Bereich des Ferritstab-Endes). Das klappt gut, ist vom Aufwand her gerade noch annehmbar (ich bin naemlich normalerweise nicht fuer Funkbasteleien zu begeistern) und macht den Unterschied zwischen Verstehen und Nicht-Verstehen des Inhalts des Seewetterberichts von BBC 4 (198 kHz). AM-Flugfunkband: Zu meiner angenehmen Ueberraschung empfange ich darin (unverzerrt!) einen etwa 30 km entfernten Sender, der meines Wissens auf einer um etwa 33 MHz (= 3-fache Zwischenfrequenz?) hoeheren Frequenz sendet.

von kokido7 - am 23.07.2009 16:28
ergaenzend dazu: Die Spule hat etwa 50 Windungen und eine Laenge von 13,7 mm. Parallel zur Spule ist ein Kondensator geschaltet; Bezeichnung: : "WIMA 2200/100-"; Rueckseite: "2.5". Die "2200" bedeutet vermutlich 2200 pF. Damit und mit den Spulenmerkmalen schaetze ich die Resonanzfrequenz dieses Spule-Kondensator-Schwingkreises (ohne Ferritstab) auf 800 kHz (nach der Thomsonschen Schwingungsgleichung). Durch Einbringen des Ferritstabes wird die Resonanzfrequenz in den LW-Bereich verschoben.

von kokido7 - am 06.08.2009 15:13
2,2nF, 100V Spannungsfestigkeit, 2,5% Toleranz.

Auf die 2,2nF kommts an.
Selbst die Toleranz ist ja unkritisch, da man die Spule sowieso verschiebt.

von shianne - am 06.08.2009 18:04
Uebrigens: Hier ein Kurzfilm, der meine Massnahme zur Verbesserung des LW-Empfangs beim Aviator G6 zeigt:
http://www.youtube.com/watch?v=nlC_WKc8vBE

von kokido7 - am 23.10.2009 16:15
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