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[Astra Analog] Tonunterträger 6,5MHz bei Pro7 derzeit off

Startbeitrag von carkiller08 am 25.06.2008 11:58

Habe gerade bemerkt , daß über meine Sat-Aufbereitungsanlage bei Pro7 derTon fehlt (nur Rauschen) .
Über einen anderen Receiver habe ich dann festgestelt , daß der Haupt-Unterträger bei 6,5 MHz fehtl .

Ist bekannt , ob es sich um die endgültige Abschaltung oder lediglich um eine Störung handelt ?

Bei endgültiger Abschaltung müßte ich ansonsten heute einen Programmtausch vornehmen

Antworten:

Also, ich nehme mal an, das wird endgültig sein.

Wusste gar nicht, das überhaupt noch ein Sender den breiten Mono-Unterträger einsetzt. 7.02/7.20MHz ist doch schon Jahre lang "Standard". Also am besten Umprogrammieren, das ist die Nummer sicher. Denn wenn 7.02/7.20 abgeschaltet wird, dann zusammen mit dem Videosignal :D

Gruß,

Wolfgang

von Wolfgang R - am 25.06.2008 12:52
Es gibt da so einige Programme auf Astra analog die noch den Tonunterträger auf 6,5 MHz zusätzlich nutzen. Was das bringen soll weiß ich auch nicht, bis auf Eurosport ist bei allen Programmen Stereo Ton auf 7,02/7,20 MHz Unterträger, es gibt keinen Grund den Mono Unterträger auf 6,5 MHz noch zu nutzen.

von BetacamSP - am 25.06.2008 12:57
Dem Videosignal tut es gut...

von Terranus - am 25.06.2008 12:57
Zitat
TerranusI
Dem Videosignal tut es gut...

49,7°N - 11,2°O - Lkr. FO


Was tut dem Videosignal gut und wieso? Danke :-)

von Wolfgang R - am 25.06.2008 13:19
3sat hatte doch mal versucht den 6.5er abzuschalten und hat ihn aufgrund von angeblichen Zuschauerprotesten wieder eingeschaltet. So stand es zumindest mal vor wenigen Jahren im 3sat-Text.

von Nordi - am 25.06.2008 13:23
Versucht mal Astra Analog mit einer sehr kleinen Schüssel, z.B.: 35 cm Durchmesser, am Nordkapp oder noch besser, östlich davon zu empfangen. Da kommt zum mittel angerauschten Bild nur der 6,5-MHz-Ton gut durch.

von delfi - am 25.06.2008 14:15
Man kann aber doch auch einstellen, dass man z.b. nur den mono ton 7,02 MHz haben will. Wieso sollte dann der 6,5 MHz Ton besser gehen?

von BetacamSP - am 25.06.2008 14:38
Jaja, der gute alte Mono-Tonträger. Ich erinnere mich noch an meinen ersten Sat-Receiver. Da klang der Stereo-Ton auf 7,02/7,20 so grauslich, dass ich auch meist den Haupttonträger eingestellt hatte.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 25.06.2008 15:47
Das hab ich eh nie ganz verstanden. Obwohl mein damaliger Satreceiver Panda-Wegener hatte klang der Stereo Ton nie so gut wie der Mono Ton. Das hat mich bei den Radiosendern immer extrem gestört.

von Spacelab - am 25.06.2008 18:56
Zitat
Wolfgang R.
Wusste gar nicht, das überhaupt noch ein Sender den breiten Mono-Unterträger einsetzt. 7.02/7.20MHz ist doch schon Jahre lang "Standard". Also am besten Umprogrammieren, das ist die Nummer sicher. Denn wenn 7.02/7.20 abgeschaltet wird, dann zusammen mit dem Videosignal


Das Problem ist, daß ich in der Sat-Aufbereitungsanlage 2 Doppel-Umsetzer vom Typ Fuba ODU553
drin habe, in denen standartmäßig ein Demodulator-Modul für den 6,5MHz-UT eingelötet ist.

Ich habe allerdings noch ein Demodulator-Modul da, wo sich die UT-Frequenz mittels Trimmer einstellen läßt. Das müsste ich erst einlöten und hätte dann allerdings schlechtere Klangqualität wegen der fehlenden Panda-Wegener - Aufbereitung.

Lange Rede - kurzer Sinn : ich habe vorhin RTL bei dem Ding eingestellt und PRO7 kommt halt jetzt von einem der PACE-Receiver in der Anlage. Damit bleiben neben RTL nur noch RTL2 , 3sat, Eurosport und Sat.1 , die noch den 6,5MHz-UT verwenden.

Zitat
BetacamSP
Man kann aber doch auch einstellen, dass man z.b. nur den mono ton 7,02 MHz haben will. Wieso sollte dann der 6,5 MHz Ton besser gehen?


Der 6,5MHz-Unterträger ist 600kHz (?) breit, die 7,02 / 7,2MHz-Unterträger aber nur 130khz breit,
sofern die Menü-Angaben bei meinem Techisat-Receiver stimmen .

Diese schmalbandigen UT erfordern einen höheren Aufwand bei der Demodulation.
Bei älteren Receivern , welche konventionelle Demodulatoren (mit LC-Filtern) verwenden,
können bereits größere Temperaturschwankungen dazu führen, daß die Kreisfrequenzen sich verschieben und der Ton anfängt , zu rauschen.

So habe ich das jedenfalls beim Grundig STR12 selbst erlebt.

Daher ist man in den 90er Jahren dazu übergegangen, PLL-Demodulatoren zu verwenden,
die tlw.komplett ohne LC-Filter /Spulen arbeiten (z.B. STV0056-Konzept)

von carkiller08 - am 25.06.2008 18:59
Ja das stimmt mit der Breitbandigkeit. Da der 6,5er-Ton breitbandiger ist, ist er unter schlechten Voraussetzungen auch leichter gut zu hören, währen der Stereo-Unterträger schon im Rauschen untergegangen sein kann.

von delfi - am 25.06.2008 19:36
Heißt das du hast in deinem Hauskabelnetz noch nicht mal Stereo Ton? :eek: Sorry aber ich kenn mich mit sowas garnicht aus.

von Spacelab - am 25.06.2008 19:40
Für Mono-TV-Geräte brauch ich keinen Stereo-Ton :-)

von carkiller08 - am 25.06.2008 19:44
Zitat
carkiller08
Zitat
BetacamSP
Man kann aber doch auch einstellen, dass man z.b. nur den mono ton 7,02 MHz haben will. Wieso sollte dann der 6,5 MHz Ton besser gehen?


Der 6,5MHz-Unterträger ist 600kHz (?) breit, die 7,02 / 7,2MHz-Unterträger aber nur 130khz breit,
sofern die Menü-Angaben bei meinem Techisat-Receiver stimmen .

Der 6.5MHz-Träger belegt keine 600kHz, der ist ebenfalls mit 180kHz-Filtern einwandrei zu nehmen.
Der eigentliche Punkt ist, daß der 6.5MHz-Tonträger mit mehr Pegel gefahren wird, d.h., bei einem schwachen Signal ist der 6.5MHz-Träger noch sauber, während 7.02 und Co. bereits im Rauschen untergehen.

Zum Thema Panda-Wegener: Hatte einen Arcon Titan128 wie auch diese Kathrein ADR-Kiste, Analog auf 7.02 & Co. war nicht sonderlich genießbar, Klang erinnerte immmer an eine mit Dolby-B bespielte Kassette, die in einem nicht-Dolby-Gerät abgespielt wurde. Und wirklich richtig rauschfrei war das nie.



von Nohab - am 25.06.2008 20:45
Zitat
Nohab
Klang erinnerte immmer an eine mit Dolby-B bespielte Kassette, die in einem nicht-Dolby-Gerät abgespielt wurde. Und wirklich richtig rauschfrei war das nie.

Stimmt! Daran hat mich der Ton immer erinnert. Jetzt wo du es sagst. Ein Freund von mir hat grundsätzlich alle Tapes ohne Dolby abgespielt. Sogar die mit Dolby C bespielten. :rolleyes: Jedenfalls hatte der auch immer so einen Sound wie ich über Sat.

von Spacelab - am 25.06.2008 20:57

Re: [Astra Analog] Tonuntertr¤ger 6,5MHz bei Pro7 derzeit off

Mein Bruder erzaehlte auch, dass er seit 2 (?) Tagen auf ProSieben und Kabel 1 keinen Ton mehr im Kabelnetz bekommt. Allerdings scheinen die Empfaenger dort eine Stummschaltung zu haben, denn es soll nicht einmal rauschen.

von PowerAM - am 26.06.2008 00:26

Re: [Astra Analog] Tonuntertr¤ger 6,5MHz bei Pro7 derzeit off

Wie? Im Kabel auch nur Mono? Na da hätte ich mich aber schon beschwert. Gerade bei den ganzen neueren Serien und Filmen kein Dolby Surround. Sorry aber für mich ist in der heutigen Zeit Mono Ton nur noch dafür da das überhaupt was aus den Lautsprechern kommt. Aber technisch ist das ja wohl mehr als veraltet. Wenn jemand in seinem privaten Kabelnetz nur Mono einspeist weil er keinen Stereo Fernseher hat ist das eine Sache, aber doch nicht in einem öffentlichen Kabelnetz wo weis der Geier wie viele Leute drann hängen und auch noch Geld dafür bezahlen. Da kann man doch schon verlangen das man das technisch best mögliche nach Hause geliefert bekommt.

von Spacelab - am 26.06.2008 05:13
Interessant ist dass das eigentlich fast nur Sender im ASTRA 1A und 1B Band sind die den Tonunterträger auf 6,5 MHz noch anbieten. Ausnahme: QVC im 1D Band.

6,5 MHz Unterträger haben:
Sat.1
RTL
Sonnenklar TV
3sat
Vox
RTL2
DSF
MTV
QVC
CNN
Nick
Eurosport (englischer Ton)

Auffällig: Kein einziges Öffentlich-Rechtliches Programm nutzt den alten Haupttonunterträger...Sind immer nur Private.

von BetacamSP - am 26.06.2008 12:10
3sat ist öffentlich-rechtlich...;)

von Kroes - am 26.06.2008 13:00
Laut Lyngsat sendet Nick nur auf 6.50 MHz. Stimmt das?

von Nordi - am 26.06.2008 13:00
Zitat

Auffällig: Kein einziges Öffentlich-Rechtliches Programm nutzt den alten Haupttonunterträger...Sind immer nur Private.


Das liegt wohl in erster Linie daran, dass die Öffentlich-Rechtlichen auf ihren Analogtranspondern auch noch ihre jeweiligen Radioprogramme im ADR-Verfahren abstrahlen.

Während man für die Tonunterträger oberhalb 7.02/7.20 MHz für gewöhnlich extra hätte zahlen müssen, waren die Tonunterträger unterhalb kostenlos (da quasi zum TV-Kanal gehörend). Um nun also Kosten zu sparen, strahlte man die ADR-Programme auf 6.12 bis 6.84 MHz ab und nicht auf 7.38 bis 8.10 MHz. Dafür musste man aber den Mono-Tonkanal opfern.

Bei den privaten TV-Anbietern gibt es natürlich keine entsprechenden Radioangebote aus gleichem Hause, außerdem war das Interesse der privaten Radiosender an einer ADR-Abstrahlung nicht sonderlich hoch. Deshalb ist der Mono-Ton bei vielen Privaten noch erhalten, v.a. bei denen, die schon länger auf Astra senden (also Astra 1A/1B-Frequenzbereich).

von Habakukk - am 26.06.2008 13:40
Ich kann mich noch an die Durchsageschleifen erinnern, die Teilweise liefen (z.B. n-tv), bevor der 6,50-Träger abgeschaltet wurde.

By the way: Die Franzosen in SECAM auf 5°W haben NUR einen Mono-Träger auf 6,60MHz - sehr antik die ganze Konstellation :)

Gruß,

Wolfgang

von Wolfgang R - am 26.06.2008 13:43
Zitat
Nordi
Laut Lyngsat sendet Nick nur auf 6.50 MHz. Stimmt das?


Nein. 7,02/7,20 sind da.

von Wolfgang R - am 26.06.2008 13:45

Re: [Astra Analog] Tonuntertr¤ger 6,5MHz bei Pro7 derzeit off

@ Spacelab: Besagtes Kabelnetz umfasst nur ein Wohngebiet mit 4 Bloecken und rund 100 Haushalten. Zwar sind sie ziemlich teuer, fuehren aber auch eine stattliche Anzahl von Programmen im TV- und UKW-Bereich terrestrisch heran. Dazu zaehlen u. a. Fernsehprogramme aus Polen und Radioprogramme aus Polen sowie aus angrenzenden Bundeslaendern. Der UKW-Bereich ist voll bis zum Anschlag und wird mit eigenem generiertem RDS ausgestrahlt. Dafuer ist der Fernsehbereich grossteils Steinzeittechnik und man verwendet Astra analog, terrestrischen Analogempfang (aus Polen) sowie DVB-T als Signalzufuehrung.

von PowerAM - am 26.06.2008 14:11
Ah stimmt, 3Sat ist öffentlich-rechtlich die sind die einzige Ausnahme. Die Franzosen auf 5° West senden soweit ich weiß ihren Ton aber auf 5,8 MHz.

von BetacamSP - am 26.06.2008 14:43
Und das ausschließlich.

von Nordi - am 26.06.2008 15:19
Auf Eutelsat waren die meisten Sender nur in Mono, 7.02/7.20 war nur bei einigen vorhanden.

von andimik - am 26.06.2008 17:05
Zitat
Wolfgang R
By the way: Die Franzosen in SECAM auf 5°W haben NUR einen Mono-Träger auf 6,60MHz - sehr antik die ganze Konstellation :)

Noch schlimmer! Der Ton ist dort sogar auf 5,80MHz mit J17-Deemphasis. ;)

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 26.06.2008 17:46
Der 6,5MHz-UT ist bei Pro7 übrigens inzwischen wieder da .


von carkiller08 - am 26.06.2008 18:15
Zitat
Rolf, der Frequenzfänger
Noch schlimmer! Der Ton ist dort sogar auf 5,80MHz mit J17-Deemphasis. ;)

Ah jetzt weis ich auch für was ich meinen ur-alten DNT Receiver auch auf J17 stellen konnte. Hab mich immer schon gefragt wo sowas benutzt wird. Aber was war denn daran schlimm?

von Spacelab - am 26.06.2008 19:45
"Schlimm" war/ist daran, dass dieses J17 bei einigen Receivern schlecht oder gar nicht implementiert war/ist. Der 5°W-Ton hört sich dann ziemlich grauslich an.
Trotzdem sind die SECAM-Signale immer noch meine Favoriten am analogen SAT-Himmel. Hoffentlich bleiben die uns noch ein Weilchen erhalten!

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 26.06.2008 19:59
Die werden uns wohl bis 2010 erhalten bleiben, bis dann die letzte Analog Funzel in Frankreich abgeschaltet wird. Also genießt noch diese 2 Jahre...Was ich nicht verstehe ist wieso Canal+ Frankreich analog auf 5° West und parallel immernoch auf 8° West verbreitet wird.

von BetacamSP - am 26.06.2008 20:02
Ja, das ist seltsam. Vielleicht wegen der Redundanz? ;)

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 26.06.2008 20:06
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