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Deutschlandfunk-UKW in NRW

Startbeitrag von Alqaszar am 21.08.2003 13:00

Der Deutschlandfunk bekommt in NRW das Kunststück hin, sich mit zwei leistungsstarken Sendern in einem dicht besiedeltem Gebiet selbst zu stören.

Gemeint sind natürlich die 102,8 MHz mit 100 kW vom Standort Wesel-Büderich und die 102,7 MHz mit 20 kW vom Standort Nordhelle.

Letzterer hat aufgrund seiner exponierten Lage eine sehr gute Reichweite und kommt auch noch im Rheinland und Ruhrgebiet mit relativ starken Signalen an.

Besonders im Autoradio ergibt dies sehr hässliche Störungen, wenn man im Rheinland oder im Ruhrgebiet den DLF auf der 102,8 hört und nichts als Störungen und Kratzen erlebt, welche von der nur 100 kHz entfernten Nordhelle verursacht werden.

Warum schaltet man die beiden in ungünstiger Konstellation befindlichen Sender nicht ab und ersetzt sie durch einen einzigen mit entsprechender Reichweite. Möglich wäre z.B. Wesel und Nordhelle abzuschalten und stattdessen in Langenberg auf 102,7 mit 100 kW auf Sendung zu gehen. Diese Frequenz würde dann in guter Qualität in einem Gebiet empfangen werden können, in dem 10 Millionen Menschen leben, die sich jetzt noch mit nervigen Interferenzen herumschlagen müssen.

Es nutzt nichts, wenn sich die beiden Frequenzen auf dem Papier nicht stören, es in der Realität aber dennoch tun (das ist zwar eine Frechheit von der Phsysik, sich nicht an bürokratische Regeln zu halten, aber so ist sie nun mal).

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Na, das wäre doch aber mal echt kein so schlechter Vorschlag, statt Wesel und Nordhelle den Langenberg zu nehmen. Momentan ist das Überschneidungsgebiet beider Frequenzen genau da, wo die meisten Leute wohnen. Dann wäre es umgekehrt, das Gebiet mit den meisten Leuten wäre am besten versorgt. Fraglich ist jetzt nur, ob
1. die Holländer so einer Verschiebung zustimmen würden
2. es nach Norden hin Probleme gibt wegen der um 100kHz veränderten Frequenz und
3.sich entsprechende Füllsender für die Regionen, die derzeit ausschließlich durch Wesel oder Nordhelle versorgt werden, finden lassen...
Zumindest im Norden hätte man ja mit Lingen recht guten Anschluß an den Langenberg, oder? Da überschneidet sich jetzt sicher recht viel zwischen Wesel und Lingen. Vielleicht täten es da paar kleine Füllsender. Allerdings bräuchte Aachen schon mal eine Alternativfrequenz zur 102.7 (Langenberg alleine reicht wohl sicher nicht aus). Schwierig wäre es halt in den recht bergigen Regionen, wo bisher die Nordhelle versorgte. Da wird es echt schwierig, gleichwertigen Ersatz zu schaffen. Evtl. geht was im Schutzabstand der ex Nordhelle, also 102.3 bis 103.1 (jaja, ich seh schon den Gr. Feldberg auf 102.5 und Bielefeld auf 103.0, ok...). Oder nahe der Bonner 89.1??? Oder die paar uralten Low-Power-Frequenzen rund um Olpe und im bergischen Land anknabbern, oder gehören die immer noch der LFM?

von Andreas W - am 21.08.2003 13:18
Klar, nehmen wir die 102.8 (sofern BFBS mitmacht), dann könnte Aachen 102.7 evtl. bleiben (stört man sich ja dann nur selber). Ich sehe es nur schon wieder kommen, dass so eine Umkoordinierung undurchführbar ist weil irgendwer Einspruch erhebt. Schauen wir doch mal:
*** Bielefelder 103.0: Falls der Langenberg weiter nach Osten reicht als Wesel (und das ist zu befürchten), könnte das zum Problem werden (wir sind jetzt schließlich 100kHz näher dran als die Nordhelle-Frequenz).

*** Viersen 102.5: Kann ich nicht abschätzen, ob die Feldstärke in Viersen durch Langenberg höher ist als durch Wesel. Wenn ja, muss man sehen, wie´s mit Einzügen aussieht.

*** 102.5 vom Gr.Feldberg
300kHz Abstand, könnte durchaus noch ein Wörtchen mitzureden haben. Allerdings trägt Langenberg statt Nordhelle eher zur Entschärfung bei

***102.8 Marburg
naja, dürfte wohl egal sein

*** 102.6 Stadthagen
200kHz Abstand: Sollte eigentlich nicht weiter ins Gewicht fallen, zumal wir mit der 102.8 100kHz weiter weg sind als die 102.7 Nordhelle

*** 102.4 Bonn
Sind immer noch 400kHz Abstand: Schwierig zu beurteilen, was mehr Störungen verursacht: 102.7 Wesel + 102.8 Nordhelle oder 102.8 Langenberg.

*** 102.7 Sonneberg
ist sicher auch noch zu beachten, dürfte aber keine Probleme bereiten, ist doch ne Ecke weg.


*** 102.8 Oldenburg und 102.9 Lingen sind eh beim DLR, wäre wurscht.

Und dann wären da noch zahlreiche Frequenzen aus den Niederlanden, mit denen es Probleme geben könnte. Da wäre wohl ein dicker Einzug fällig, der Langenberg ist ja doch viel günstiger als Wesel oder gar Nordhelle.

von Andreas W - am 21.08.2003 13:34
Ich kenne das Problem auch sehr gut. Nachdem in Aachen die 102.70 in Betrieb genommen wurde, kann man den Empfang entlang der A61 zwischen Brühl und Mönchengladbach fast völlig vergessen. Spätestens bei Bergheim stören sich Aachen und Nordhelle so stark, daß von "hören" nicht mehr die Rede sein kann. Selbst in Mönchengladbach stören sich Nordhelle und Wesel so stark, daß mit einem normalen Autoradio kein vernünftiger Empfang möglich ist. Die 102.80 dominiert zwar, aber ohne Sharx ist man mobil aufgeschmissen.

Nordhelle nach meiner Erfahrung der idealste Standort.
Er versorgt das Rheintal zwischen Brohl und Bonn, ist zwischen Bonn und Köln die beste Wahl. Auch im Ruhrgebiet und nördlich davon kann Nordhelle noch gut empfangen werden.

Ich würde Wesel testweise einen Tag abschalten und mit einer Gruppe vor Ort testen, wie Nordhelle in den vorher von Wesel dominierten Gebieten empfangbar ist. Stellt sich heraus, daß der Empfang der Nordhelle dort unzureichend ist, wäre zu überprüfen, ob die Leistung der Nordhelle erhöht werden darf und ob die Leistungserhöhung auch dort effektiv wäre, wo vorher Wesel die erste Wahl war. Falls die Leistung der 102.70 nicht erhöht werden darf, sollte die 102.80 von Wesel aus mit geringer Leistung in das von Nordhelle nicht ausreichend versorgte Gebiet gerichtet strahlen. Besser noch wäre eine alternative Frequenz, die dann auch von einem anderen Standort betrieben wird, der das ehemals von Wesel besser versorgte Gebiet ideal bedient. Um das alles herauszufinden, müßte sich eine praxiserfahrene Arbeitsgruppe Zeit nehmen und die Lage am Ort mit H i l f e professioneller Reichweitenkarten (also nicht n u r am Computer) überprüfen.

von WellenJäger - am 21.08.2003 14:01
@Andreas:

Zitat

*** Bielefelder 103.0: Falls der Langenberg weiter nach Osten reicht als Wesel (und das ist zu befürchten), könnte das zum Problem werden (wir sind jetzt schließlich 100kHz näher dran als die Nordhelle-Frequenz).

Nein, bis nach Bielefeld reicht der Langenberg in der Praxis auf gar keinen Fall... auf der Autobahn geht der Langenberg auf der A44 noch hörbar bis Büren... dann wird's echt mau... da passiert nix !

Zitat

*** Viersen 102.5: Kann ich nicht abschätzen, ob die Feldstärke in Viersen durch Langenberg höher ist als durch Wesel. Wenn ja, muss man sehen, wie´s mit Einzügen aussieht.

Fans wären die Niederrheiner nicht von einer Langenberg-Frequenz dort... abgesehen davon ist die Viersener 102,5 MHz schlecht genug als Frequenz: Das Türmchen in Viersen (auch mit DAB 1kW dran) liegt auf einem desolaten Standort, die Süchtelner Höhe IST NICHT HOCH !! *g*
Und gegen die Leistungserweiterung der 102,5 MHz laufen die Niederländer Sturm. Darf nicht.

von hybrid - am 21.08.2003 14:12
Wieso wollt ihr mir eigentlich alle "meine" 102.8 wegnehmen? Ohne Wesel wäre im Kreis Wesel und Kleve mobil nur noch sehr schlechter Empfang möglich. Stationär fällt die Nordhelle zwar sehr stark ein, beim Fahren kann aber ein Haus dazwischen bei dieser Entfernung schon mal stören.
Außerdem ist die 102.7 bei "normalen" Empfängern schon wieder zu nah an der 102.5 aus Viersen dran. Dieser Standort ist nämlich gar nicht mal so schlecht, vor allem nach Norden kommt Welle Niederrhein als Ortssender - im Kreis Viersen ist diese Frequenz eine einzige Katastrophe, sobald man aber an der B9 die Kreuzung hoch nach Tönisberg (also die Kreisgrenze) überquert hat kommt Welle Niederrhein glaskar rein, da 102.4 Bonn nicht mehr so stört. Zwischen 102.5 und nur 102.7 würde es also schon zu Störungen beim DLF-Empfang auf der 102.7 kommen.
Zum TV-Empfang: wir empfangen hier das ARD-Programm weiterhin ungestört auf E09 Langenberg - und das obwohl Wesel gerade mal 25km Luftlinie entfernt (und damit am Niederrhein natürlich im freien Feld sichtbar) ist.
Aachen 102.7 verträgt sich übrigens genausowenig mit 102.7 Nordhelle und 102.8 Wesel. Den genauen Störer hab' ich noch nicht ausfindig machen können, aber von der Nordhelle ist dort alles stationär ungestört hörbar, ebenso alles aus (nicht vom, Langenberg ist ein Ortsteil von Velbert!) Langenberg. Da wird Wesel wohl auch recht weit kommen. Ich versteh' auch nicht, was an diesem Standort so schlecht sein soll. Klar, der Sendemast steht nur auf 22m über dem Meer, ist dafür aber mit 320m nach Fernsehturm Berlin, Donebach, Zehlendorf und dem Europaturm Frankfurt meines Wissens das fünthöchste Bauwerk Deutschlands - und die Antenne ist ganz oben angebracht. Sicher kommt Langenberg mit 241m über dem Meer und 280m Masthöhe weiter, aber schlecht ist Wesel sicherlich nicht.

von Kroes - am 21.08.2003 16:55
Achso: Kommen wir doch nochmal zur 102,5 MHz von Welle Niederrhein... früher zu Sendestart hatten die eine andere Frequenz - irgendwo im Bereich 105 MHz... aber die musste dann irgendwann aus irgendwelchen Gründen weg... weiß jemand warum ?! Kroes vielleicht selber ?! Hä ?! :) :) :)
102,5 MHz von den Süchtelner Höhen ist schlimm. Wirklich schlimm... meines Wissens ist der Sender in Richtung Niederlande ausgeblendet, demzufolge kommt auf geringer Luftlinie schon in Nettetal (Kaldenkirchen, Lobberich, Breyell) nichts vernünftiges mehr an... auch Willich (im Kreis Viersen) ist praktisch völlig unversorgt, auch die 87,7MHz aus Krefeld existiert dort nicht...
Auf meinem Acker (zum Dxen, wisst ihr ja) - hab ich 102,5 MHz aus Süchteln auch nur mit sehr mäßigem Signal... dafür kommt EINSLIVE auf 102,4 MHz ziemlich gut rein... dürfte also im Autoradio auch die Welle Niederrhein-QRG ankratzen...
Seit Ewigkeiten steht in der Sendertabelle jetzt schon "Leistungserhöhung geplant" - aber ob da was passiert ?!?!?! :( Auch die 101,6 MHz (stand auch mal in der Tabelle mit 1kW aus "Viersen-West" dürfte es nicht geben... von wo aus sollte die denn auch im Westen von Viersen senden ?!?!? Alles nicht so optimal im Bereich 102 MHz am Niederrhein... :heul:

von hybrid - am 21.08.2003 18:05
@hybrid: Noch schlimmer, geplant war die 100.6 (trotz Hitradio 100,5 und Noordzee FM 100.7) - die wird natürlich erst recht nichts.
Aktiv war man früher auf 105.4, was sich aber mit Hulsberg 105.3 absolut gebissen hat. Meines Wissens wurde aber die 105.3 später aktiviert. Da fragt man sich doch, warum die Holländer alles koordinieren dürfen (eben diese 105.3 oder auch die Verlagerung der 102.2 auf die 102.3 mit 100 kW aus Gemert), wir aber nicht...Und zu Welle Niederrhein: Am sinnvollsten wäre es wirklich, diese im Kreis Kleve statt der 105.7 in Betrieb zu nehmen und dafür in Viersen was Neues zu koordinieren. Hier bei uns im Südkreis Kleve ist die 102.5 wirklich ungestört auch mobil zu empfangen. Hat mir bislang zwar noch nie jemand aus dem Kreis Viersen geglaubt, aber so ist es wirklich. Besonders bei Fahrten vom Eishockey in Krefeld nach Hause, wo man dann aus Interesse (Pressekonferenz usw) auch mal Welle Niederrhein drauf hat ist das bestens zu merken. Die 87.7 geht genau bis zum Ortsausgang Krefeld an der B9 und wird ab da von 87.6 Omroep Brabant gestört. Die 102.5 ist da noch katastrophal (eben wegen Bonn) und exakt ab Kreisgrenze Viersen/Kleve kommt die glasklar an. Da hat wohl irgendwer das Programm für die Frequenzkoordinierung falsch bedient...

von Kroes - am 21.08.2003 18:14
@Andreas W: Du hast Bad Marienberg 102.9 vergessen.


Ich halte Langenberg 102.7 technisch für die günstigste Lösung:

Pro:
- Dürfte für einwandfreien DLF-Emfang im gesamten Rhein-Ruhr-Bereich sorgen
- Entschärft die Situation 102.8 gegen 103.0 Bielefeld

Kontra:
- Ersatzfrequenz für Viersen müßte gefunden werden

In Aachen würde dann ich die Funzel möglichst tief in den Kessel stellen und dafür sorgen, daß außerhalb des Kessels Langenberg nicht gestört wird. In den Städten im Sauerland, die durch den Wegfall der Nordhelle keinen oder keinen sauberen Empfang mehr haben, kann man auch noch Füllsender aufstellen, notfalls in Gleichwelle auf 102.7, aber ich bin sicher, daß man dort auch relativ problemlos noch andere QRGs finden kann.

Was aber beim Versuch, die 102.7 in Langenberg zu koordinieren auf politisch-internationaler Ebene abgeht, da versagt meine Vorstellungskraft. Dann haben z.B. auch die Holländer mit Rotterdam 102.7 ein Wörtchen mitzureden...


Da ich also Langenberg 102.7 für sehr unrealistisch halte, habe ich schon in einem anderen Thread gefragt, ob es denn günstiger wäre

(a) Wesel radikal Richtung SO oder
(b) Nordhelle radikal gegen NW

auszublenden.

http://forum.myphorum.de/read.php?f=8773&i=56329&t=56259

Der Vorteil einer dieser Lösungen ist doch, daß sie ohne Koordinierungsverfahren, und damit praktisch von heute auf morgen für eine Vielzahl von Hörern spürbare Verbesserungen bringen würde.

Ich halte Lösung (b) für die bessere Variante, weil die Feldstärke der Nordhelle auch bei einer etwaigen Erhöhung der Sendeleistung auf 35kW in den Ballungsgebieten relativ schwach sein dürfte. Aber selbst (a) dürfte im Vergleich zur derzeitigen Situation eine erhebliche Verbesserung darstellen.

Erinnert sich noch jemand an die Empfangsqualität der 102.8 vor Aufschaltung von Eins Live auf der 102.7? Kommt die 102.8 im Raum Köln gegen die 102.9 aus Bad Marienberg an?

von Jan W. - am 21.08.2003 18:15
Das ist alles in der Tat eine verzwickte Sache.

zunächst mal @ Christian in Uster: Bielstein ist am Niederrhein nicht mehr vernünftig zu bekommen. Auf z.B. 97,0 geht hier (Viersen) RTL, aber WDR 3 überhaupt nicht. Mobil und radioweckermäßig ist Bielstein hier abolut ZERO.

Allerdings gibt es ja dort noch die 103,0 von BFBS Radio 1. Diese Frequenz ist für das DeutschlandRadio reserviert, sollte BFBS den Sendebetrieb einstellen. Allerdings, bei anderen politischen Kräfteverhältnissen im Land NRW...

Dann @ Christian in Kerken/Aachen:

Die 102,5 im Kreis Viersen ist eine völlig unmögliche Frequenz. Selbst Radio Neandertal ist da besser zu empfangen. Schuld dran ist die 102,4 aus Bonn.

Langenberg 102,8 wird sich wegen Bad Marienberg 102,9 nicht realisieren lassen, bei 102,7 sieht die Sache schon anders aus. Allerdings besteht dann das Problem der neuen Frequenz für Viersen, aber das besteht ohnehin. Welche Frequenz dies sein könnte, ist mir allerdings nicht klar. Die 91,2 ist bis auf 91,1 SWR 1 Scharteberg relativ frei, früher hätte ich auch noch gesagt 97,1 trotz RTL, aber hier ist fraglich, wie sich das mit Eys 97,2 verträgt. Dieser Sender kommt allerdings nicht sehr stark hier an, auch nicht im Westkreis (Niederkrüchten).

Nächste Möglichkeit: Die für Viersen mal geplante 100,6 nach Krefeld verlegen (tschüss, 100,5) und die stattdessen 87,7 nach Viersen. Hier allerdings wieder das Problem 87,6 Mierlo.

@all

Und schließlich noch eine ganz wilde Option für den DLF:

-- Wesel bleibt auf 102,8 mit 100 kW.

-- Nordhelle wechselt -100 kHz auf die 102,6 und bleibt bei 20 kW.

-- In Bonn bekommt der DLF die 102,4 von Eins Live, dafür bekommt der WDR die 89,1 ODER die 89,1 wird mit ihren 5 kW nach Witzhelden* verlagert (erreicht Düsseldorf und Köln!!), strahlt dort DeutschlandRadio Berlin aus, das dafür seine vorwiegend Kühe versorgende Eifel-Bärbelkreuz 106,1 abgibt, welche dann nach Bonn für Eins Live verlegt wurd und dort Einzüge nach Südosten verpasst bekommt wegen 106,3 / Bad Marienberg,

* ...wobei da der WDR wegen der Langenberger 88,8 schreien wird. Dennoch Vielleicht also doch Eins Live mit 50 kW auf der 89,1 aus Bonn. Oder WDR5 bekommt die 89,1, Eins Live dafür die 88,0.... [*lufthol*]

((Irgendwie kommt mir das hier so vor wie der Domino Say bei RTL. Erst fällt ein Steinchen und dann bricht das in mühevoller kleinarbeit errichtete Gebilde in sich zusammen. Obwohl ich glaube, dass die Dominosteine sorgfältiger aufgestellt werden als in den letzten 15 Jahren UKW-Frequenzen koordiniert wurden.))

Aus politischer Sicht wird sich an der Situation gar nichts ändern, außer genügend Hörer treten dem DLF auf die Füße, der dann der Staatskanzlei auf die Füße tritt, die dann wiederum dem WDR und der LfM NRW auf die Füße tritt...

Also lasst uns den DLF mit Mails bombardieren...

von alqaszar - am 21.08.2003 20:57
Wow, jetzt hast Du Dir aber eine Arbeit gemacht :) Sehr schön...
Welle Niederrhein wird in Krefeld nicht auf die 87,7 MHz verzichten wollen... der Sender sitzt in Krefeld, die Krefelder Höher wissen nichts von der 102,5 MHz oder 100,6 MHz und dementsprechend wird man nicht seinen gesamten Verbreitungsweg neu ordnen wollen.
Anderer Vorschlag: Es gibt auch noch den ex-Turm und Radio-Turm in Willich / Kreis Viersen... der steht im Prinzip zwischen Krefeld und dem Kreisgebiet... und der hat eine schön hohe Spitze... warum geht man nicht hin, koordiniert die 87,7 mit ...hmmm... sagen wir mal 2 kW auf den Willicher Turm... und versorgt ganz Viersen und Krefeld mit nur einer Frequenz... das wäre dann schonmal ein Problem weniger... dann wird's bei den Krefeldern aber wohl leider im Keller keine Welle mehr im Speaker geben... was sagt ihr ?

von hybrid - am 21.08.2003 21:08
Das ist doch mal was ! Da kann man doch hoffen, dass es besser wird in der Region mit dem Mobil-Empfang.
Ich war davon ausgegangen, dass die Problematik verschleppt würde, weil sich auch beim DLF auf Anfrage keiner gemeldet hat... dies scheint aber wohl dann eher technische Gründe gehabt zu haben oder was auch immer...

Ich bin für die Informationen des KOORDINIERERs dankbar, aber dennoch wüsste ich gerne, was falsch daran ist über ein konkretes Sachproblem theoretische Überlegungen auszutauschen. Macht es uns zu "Schwachköpfen", dass wir mögliche Szenarien durchspielen, die vielleicht ab und an nicht ganz mit den entsprechenden Gesetzen übereinstimmen ? :) Da sind wir ja nun wirklich nicht tagtäglich mit befasst... und viele Szenarien sind ja untereinander auch durch konkrete Problemstellungen widerlegt worden... wenn wir alle wüssten, wie's gemacht werden muss, bräuchten wir kein Forum, sondern alle Menschen weltweit könnten aufhören, miteinander zu sprechen...

von hybrid - am 21.08.2003 23:42
Zur weiteren Fehlersuche bzgl. "verschwundener" Mails: Am 18.07.03 hatte ich an sendernetzbetrieb at dradio.de geschrieben, da der DLR-Sender Rheinberg 105.1 komplett abgeschaltet war (auch kein Träger mehr). Zusätzlich hatte ich noch ein paar weitere Fragen, wobei sich zumindest die Frage nach der Zuführung zu den Sendern ja inzwischen erledigt hat - nicht jedoch, ob auch eine weitere Planung einer besseren oder weiteren DLR-Frequenz für den Südkreis Kleve vorliegt. Das Problem mit der 105.1 war jedenfalls am Abend des 18.07.03 wieder behoben, so dass ich nicht nochmal geschrieben hatte. - Das war aber bisher das einzige Mal, dass eine Mail an DLF/DLR unbeantwortet blieb (sonst immer Antwort meist noch am selben Tag) und kann sicher auch mal vorkommen. Bei anderen Radiostationen ist man da ja doch anderes gewöhnt...

von Kroes - am 22.08.2003 21:44
@KOORDINIERER:

Och Mensch, nu' lass uns doch ein bisschen Spielen hier....

Andererseits ist der schlechte DLF Empfang natürlich schon ein Ärgernis, besonders weil jeder Gebührenzahler ja zumindest einen moralischen Anspruch darauf hat, alle öffi-Programme in guter Qualität zu hören, und zwar mit seinem Autoradio, ohne dass er auf MW oder gar DAB verwiesen wird. Wie gesagt, ein moralischen Anspruch.

Natürlich sind die von mir oben beschrieben Szenarien reine Hirngespinste, aber sie zeigen, wie man vielleicht geschickter hätte planen können, als der Bereich oberhalb von 100 MHz Anfang der 80er fast noch ganz leer war.

Als mit den technischen Einzelheiten nicht so Vetrauter kann man sich eigentlich nur an den Kopf fassen und fragen, wie überhaupt eine Koordinierung 102,7 Nordhelle vs. 102,8 Wesel zustande kommen konnte.

Gliches gilt n. b. auch für die Lokalfrequenz im Kreis Viersen: Ursprünglich auf der 105,4, wurde sie nach der Inbetriebnahme von Hulsberg 105,3 erheblich gestört.

Die Umkoordinierung auf die 102,5 erfolgte aber erst, nachdem sich angeblich die Niederländer darüber beschwert hätten, die 105,4 würde die 105,3 in deren Empfangsgebiet (also in Süd-Limburg) stören.

Zu der Zeit aber sendete WDR 1 / Eins Live schon über Bonn 102,4. Diese Frequenz kann in weiten Teilen des Kreises Viersen noch als Ortssender aufgenommen werden. In meinem alten Opel Ascona hatte ich ein Radio, welches nur bis 104 MHz ging, und ich freute mich, dass ich hier überall die Testeschleife von der 102,4 Bonn gut empfangen konnte.

Was 102,5 vs.102,8 betrifft, so bekommt man die beiden Sender hier überall noch mit einem billigst-Radiowecker (No-Name-Produkt, 10 €) voneinander getrennt.

Hoffentlich bringt eine Synchronisierung der 102,7 / 102,8 an den drei Standorten massive Empfangsverbesserungen für den DLF.

von alqaszar - am 23.08.2003 12:29
Also wie gesagt: Als Wesel off air war, war der Empfang auf 102.7 1a!
Nordhelle kommt hier zwar noch ganz gut, aber eine Gleichwelle scheint schon besser zu funktionieren als eine FASTGleichwelle!
Ausser man arbeitet hier rafiniert, wie die Holländer, mit extremen Richtantennen.
Ich hab mal den Übergang zw. Maastricht 97.6 und Kerkrade 97.7 getestet.
Es gibt nur ein ganz kurzes Stück auf der Autobahn, wo beide ungefähr gleich gut kommen und es zwitchert und kratzt. Genau da springt dann die 98.1 aus Eys in die Bresche.
Später, als die wieder von der Nordhelle (von wem auch sonst) angekratzt wird, ist die 97.7 gut präsent.
Ich würde also lieber tatsächlich auf Wesel verzichten und dafür die 102.7 evtl. nach Langenberg verlegen. Dann steht man mitten im Zielgebiet und die 102.7 versorgt sowohl Ruhrpott, Niederrhein als auch das ganze Gebiet bis zur NL-Grenze hervorragend. Dann brauchts nur noch die 89.1 in Bonn, für Aachen u.U. (je nachdem ob was aus Belgien reinstört) eine Funzel mit 100 Watt vom Lousberg gerichtet gen City.

von PeterSchwarz - am 12.08.2004 22:06
Die Nordhelle könnte mit höherer Leistung theroetisch fast ganz NRW versorgen. Allerdings mit der Einschränkung, dass es im Ruhrgebiet evt. lokal einige Abschattungen gibt.

Also: 100 kW auf die Nordhelle, aber nicht mit Rundstrahlung. Im Grunde müsste nur ein Kreissektor von Köln bis Hamm ausgeleuchtet werden. Die 102,5 Feldberg; 102,9 Bad Marienberg und 102,6 Stadthagen wären damit nicht stärker belastet als jetzt auch. Kritisch werden könnte allenfalls am Niederrhein die 102,5 Genk, aber hier sollten 200 kHz eigentlich ausreichen.

Die 102,5 Viersen habe ich geistig schon völlig aus der Rechnung eliminiert. weil die Frequenz nicht mehr nutzbar ist (was Welle Niederrhein nicht weiter zu stören scheint) und sowieso ersetzt werden müsste.

Die 102,8 Wesel würde dann wegfallen, evt. ein Füllsender in Kleve auf 102,9 wenn dann die Holländer nicht Amok laufen wegen der Zerobase-Frequenzen von Radio Veronica in der Gegend. In dem Fall wird halt ausgeblendet und mit max. 100 W Richtung Niederlande gesendet.

Nördlich an die Nordhelle würde dann Lingen anschließen, in der Kölner Bucht die 89,1. In Aachen alledings würde es dann sehr kritisch, weil die 100 kW hier sehr wahrscheinlich Ortssendetstärke erreichen, aber dennoch unter Verzerrungen und Reflexionen leiden würden.



von Alqaszar - am 12.08.2004 23:07
Was spricht eigentlich gegen einen Frequenztausch LingenWesel? Die 102,9 ist in Lingen eh schon mit kleiner Leistung in Betrieb.

102,8 also nach Lingen mit 15kW und entsprechender gerichteter Strahlungsrichtung (Lingen mit 25kW ist eh etwas überdimensioniert, nachdem von Bremen und Aurich mit je 100kW gepowert wird).

=> man müsste halt klären, inwieweit das mit 102,6 Cuxhaven und Stadthagen weiterhin passt
=> betroffen wäre zusätzlich 102,8 Oldenburg von DR Berlin, aber evtl. ist in Oldenburg der Lingener Sender nicht mehr sooo stark, sodass die Frequenz trotzdem weiterhin funktioniert. Ansonsten sollte aber eine halbwegs ähnlich gute Frequenz zu finden sein
=> dem DRadio Berlin würde in Lingen die 102,9 wegfallen. Da bräuchte es also eine neue Frequenz, die aber in der Leistungsklasse zu finden sein müsste.
=> alle anderen Frequenzen, die mir einfallen, die betroffen sind, werden durch die Verlagerung wohl eher entlastet

Im Gegenzug die 102,0 von Lingen nach Wesel verlagern. OK, aber ich seh grad, das scheitert an diversen Kleinsendern in NRW (102,1 Grevenbroich, 102,2 Essen, 101,9 Recklinghausen, 102,2 Münster) und wohl auch wegen paar Großsendern (102,1 Olsberg, 101,8 Ederkopf, 101,9 Aachen, 102,1 Eifel)... OK, vergessen wirs...



von Andreas W - am 13.08.2004 10:00
Das wird garantiert nichts - außerdem gibt's noch 102,0 Radio Donna aus Belgien, das am Niederrhein ziemlich stark ist.

@Peter: In Aachen hängt es wohl alles extrem von der genauen Wohnlage ab. Bei mir ist z.B. Nordhelle auf allen Frequenzen in Ortssenderqualität drin - das wird dann wohl auch die 102,7 betreffen. Nach Norden hab' ich dagegen einen dicken Hügel im Weg, so dass z.B. Welle West weder auf 98,3 noch auf der jetzt verstärkten 87,8 reinkommt. Erst ab Düsseldorf geht's Richtung Nordost wieder - dafür dann aber auch richtig. NE-WS 89,4 extrem stark, Antenne Düsseldorf hörbar, Langenberg fast vollständig Ortssender und runter bis zu den Kölner Sendern (WDR2 und Radio Erft) guter Empfang.

Hier noch eine Idee: Die 106,1 in Kalkar ist ja vor Kurzem frei geworden. Wenn die nicht mehr AFN gehören sollte, dann könnte man doch drüber nachdenken die evtl. nach Goch oder sogar Kleve zu verlagern und DLR Berlin drüber zu senden (Gleichwelle mit Bärbelkreuz und Olsberg, die aber für den Nordkreis weit genug weg sind). Im Südkreis Kleve ist Bärbelkreuz für stationären Empfang noch mehr als stark genug. Dann könnte man Wesel Deutschlandfunk abschalten und dafür 90,1 Kleve und 105,1 Rheinberg als Füllfrequenzen nutzen.



von Kroes - am 13.08.2004 10:29
Zu diesem Thema habe ich mir vor ein paar Monaten auch schon mal Gedanken gemacht. Damals ist mir folgende Idee gekommen:
Zitat

Zur 102,7 Nordhelle:
Vor einiger Zeit hatte ich den Gedanken, dass man für den DLF die 107,5 Bielefeld (70 kW !!) wieder reaktivieren könnte. Da gerade im Versorgungsgebiet der 102,7 Nordhelle viele Lokalradios im Bereich um 107,5 senden, könnte sie gut als Ersatz dienen. Sie würde dann in einige Funzeln aufgeteilt werden. Dies könnte dann folgendermaßen aussehen:

Bielefeld -> 107,5 (neu) für den DLF
Coesfeld -> 107,2 (ex Warendorf) für Radio Kiepenkerl
Oelde -> 102,5 (ex Ibbenbüren) für Radio Gütersloh, evt. müssten die 102,6 Stadthagen und die 102,4 Bonn entsprechende Einzüge erhalten.
Ibbenbüren -> 106,5 (bereits geplant) für Einslive
Sundern -> 102,6 (ex Nordhelle) für Radio Sauerland
Belecke -> 102,7 (ex Nordhelle) für Hellweg Radio
Wickede -> 104,4 (ex Schwerte) für Hellweg Radio
Schwerte -> 107,3 (ex Wickede) für den DLF
Höxter -> 107,3 für den DLF, EinsLive erhält die bereits koordinierte 104,0
Linderhofe -> 91,3 oder 91,2 (ex Stadthagen, N-Joy wechselt auf die dann nicht mehr benötigte 106,1) für Radio Lippe

Nachteile:
- Das Sauerland würde nicht mehr flächendeckend mit dem DLF versorgt werden
- Dieses Vorhaben ist sehr aufwendig
Vorteile:
- Ostwestfalen würde flächendeckend mit dem DLF versorgt werden
- Die Störzone im Ruhrgebiet würde entfallen


Natürlich ist das Vorhaben sehr aufwendig, schließlich ist das schon ein halber Zerobase-Plan. Aber ich halte ihn dennoch für umsetzbar, da er fast nur Frequenzen in NRW betrifft.

von Hannoveraner - am 13.08.2004 11:12
DieterDN schrieb:

Zitat

Die Nordhelle geht sehr viel weiter als nur bis Münster und
ist selbst in Osnabrück
noch problemlos zu empfangen. Sieht man mal von OS-Radio auf
104,8 ab.Barsinghausen auf 103,8 ist ein weites Stück im
steten Wechsel mit Nordhelle zu hören, wenn man von OS in
Richtung Hannover fährt.. Die 102,7 auf 35 kw hochzufahren
bedeutet Probleme mit Stadthagen auf 102,6 Mhz.


da kann ich dir nur zustimmen, Dieter DN. auch in metelen, wo ich früher gewohnt hab (nähe gronau, holländische grenze) geht nordhelle noch gut. und hierbei ist der 20-kw-sender DLF ähnlich stark wie die 35-kw-sender des WDR. wenn ich nicht damals in der frequenztabelle gesehen hätte, dass DLF schwächer sendet, hätte ich es nicht geglaubt. ist so'n ähnliches phänomen wie BFBS und WDR vom langenberg.

also hier in münster stören sich wesel und nordhelle, was DLF angeht, gegenseitig den empfang. wahrscheinlich ist das der grund, wehalb hier die "füllfrequenz" 104,5 in betrieb genommen wurde. wäre die koordination besser gelaufen, wäre diese frequenz nicht nötig gewesen. richtung osten von münster geht die 102,7 besser (kreis warendorf), richtung westen die 102,8 (coesfeld, borken etc.) und wenn man nach norden fährt, strahlt auch die 102,0 aus lingen schon gut rein. also hier kann man fast von überversorgung sprechen.



von NurzumSpassda - am 15.08.2004 08:59
Folgendes schrieb ich heute an:
Sendernetzbetrieb@dradio.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin heute von Mainz via Köln nach Wuppertal gefahren (A3). Der Empfang des DLF ist zwischen Köln und Wuppertal quasi nicht möglich. Ihre beiden Sender auf 102,7 (Nordhelle) und 102,8 (Wesel) stören sich derartig gegenseitig, dass weder der eine noch der andere mehr als ein Kilometer lang zu empfangen ist. Auch die RDS-Funktion des Autoradios nützt hier überhaupt nichts. Wie kann es sein, dass Sie durch Ihre eigene Frequenzkoordinierung den Empfang des DLF in einem derart großen und bevölkerungsreichen Gebiet verhindern. Wem nützt es, wenn im Sauerland und/oder an der Niederländischen Grenze der Empfang des DLF störungsfrei ist, im dazwischen liegenden Ballungsraum hingegen nahezu unmöglich ist.
Ich möchte Sie bitten, einmal über die Abschaltung eines der beiden Sender nachzudenken.

Mit freundlichen Grüßen

von Free Speech - am 30.12.2004 15:49
Also spinnnen wir weiter:

Gibt man in Nordhelle die 102,7 ganz auf und gibt dem DLF statt dessen die 91,5, muss man nur zwei Lokalradiofunzeln verlegen sowie WDR 4 aus Arnsberg, welches auf 91,7 sendet. Die Niederländer sollen bloß nicht meckern wegen der 91,5 in Südlimburg, schließlich haben die das ganze Band zugepflastert mit ihrem Zerobase.

Zu den drei 100-Watt-Funzeln, die dem noch im Weg stehen: In Hattingen kann als Ersatzfrequenz die 102,5 [Genk und Großer Feldberg sollte hier schon schwach genug sein; je 300 kHz zu Radio Essen und DLF Wesel reichen] herangezogen werden, in Altena (Radio MK) und in Arnsberg (WDR4) kann die 102,7 genutzt werden. Die ist in der Gegend ja schließlich jetzt frei, und vom tief gelegenen Wesel sollte nicht mehr das Hammersignal in die jeweiligen Täler kommen.

WDR 2 auf der 91,8 auf der Hohen Warte wird auch nicht gestört, hier gibt es mit 300 kHz einen ausreichenden Abstand.

Auf 91,3 gibt es noch Funzeln in Bad Marienberg (200-kHz-Abstand ist jetzt aber jetzt schon gegeben) und in Köln (hier sendet der DLF selbst, 200 kHz sollten auch hier ausreichen). also kein Problem.

Brocken 91,5: Eigentlich sollte der Abstand hier auch ausreichen. Immerhin versuchen wir noch einen 20 kW Sender auf einem exponierten Standort unterzubringen. Wenn man schon bei den ganzen Funzeln nicht so zimperlich ist, sollte man es hier umso weniger sein, denn in Sachsen-Anhalt und Nordthüringen sollte die Störkraft der Nordhelle nicht mehr so stark sein, dass JUMP dort Probleme bekommt. Notfalls Ausblendung nach Osten.

Alles in allem wäre ein solches Szenario, so irreal es auch zu sein scheint, noch die beste Lösung. DeutschlandRadio verliert keinen Quadratmeter Reichweite, und die leidige Situation wäre endlich beseitigt. Leider aber............



von Alqaszar - am 30.12.2004 23:47
Ich weiß nur nicht, warum der Osten der Niederlande so gut mit DLF versorgt werden muß.
Ob Du es glaubst oder nicht, das war einstens erklärtes Ziel des DLF. Das stand sogar im Programmauftrag. Zieh mal eine Sendertabelle um 1989/1990 zu Rate, und Du wirst sehen, daß sämtliche DLF-Sender an den Grenzen der BRD postiert wurden:
Flensburg, Bungsberg, Aurich, Torfhaus, Heidelstein, Brotjacklriegel, Högl, Wittoh, Saarburg, Wesel...
Nach der Wende dachte man dann über eine Neustrulkturierung des Programmauftrags nach und der DLF wurde zum "Informationsprogramm im DeutschlandRadio", so daß die Versorgung des Inlandes primäres Ziel wurde. Dann gab s irgendwann die Gelegenheit, durch einen Frequenztausch an die ExWDR-Frequenz auf der Nordhelle zu kommen: Besser die Fastgleichwelle mit Gezischel als zwei völlig unterschiedliche Programme in 100kHz-Abstand.
Eine richtige Gleichwelle konnte wohl nicht koordiniert werden. Am sinnvollsten wäre heute IMHO auch eine Verlagerung zum Langenberg, ob nun 102.7 oder 102.8 müsste man halt austüfteln.

von Peter-Schwarz - am 01.01.2005 12:12
Zitieren wir mal den Koordinierer:


"Die Nachbarkanal-Planung Wesel/Nordhelle in Genf '84 war trotz Richtantennen-Norm eine "echt daneben gegangene Frequenzetablierung".
Deshalb wurde Nordhelle 102.7 auch als eine der letzten QRGs aufgeschaltet, damals mit WDR 1 (dem Vorläufer von Einslive).
Die Störungen von Wesel im Raum Düsseldorf (mobil) waren eklatant.So wurde einige Zeit später auf die 104.7 gewechselt und die 102.7 ans Land NRW zurückgegeben. Da das DeutschlandRadio für den ganzen südöstl. Raum in NRW keinerlei Versorgung bezüglich des Programms "DLF" hatte, war diese Frequenz "besser als nichts".
Sie wurde anfangs mit einer Felder-Richtantenne (NO-SW) und den koordinierten 35 kW gefahren, in Richtung Norden strahlten nur ca. 5 kW, Versorgung katastrophal.
Also per Weiche wie vorher WDR 1 auf die Rundantenne, allerdings nur mit 20 kW
um die Einzüge für Wesel selbst und Gleichkanal Rotterdam einzuhalten.

Es ist dem DeutschlandRadio bekannt, dass der Empfang im Autoradio qualitativ sehr beeinträchtigt ist, eine Umkoordinierung einer Genfer-Urfrequenz oder Shiftung um 100 kHz ist jedoch nicht möglich - die Versorgungsgebiete der jeweiligen nächsten Nachbarkanäle werden förmlich "zerfetzt".
Würde man z.B. Wesel nach Langenberg verziehen, würde die 102.8 nur mit ca. 5 kW und Einzügen laufen können, wg. Bad Marienberg u.a.
Bei Shiftung auf 102.7 würde Stadthagen zerschlagen."

von -Ole- - am 02.01.2005 16:16
"Wer in Paderborn noch SAW hören kann, wohnt zum Langenberg abgeschattet."

@ Jens Ullrich

Man muß fairerweise aber sagen, daß der Großteil des Landkreises Paderborn zum Langenberg abgeschattet liegt. Der gesamte Bereich des Eggegebirges besitzt eine Empfangsdisposition Richtung Ost-Südost. Brocken, Meißner stärker als Bielstein und alle anderen WDR-Funzeln im Gebiet, MDR 1 Radio Thüringen auf der 92.5 ständig mit RDS ...
Problematisch sind nur die Städte u. Gemeinden westlich der A33 wie Delbrück z.B., wo der Langenberg voll reinbricht und manchmal auch SWR 3 durchkommt.

zur 102.6 NDR 2 im Zielgebiet
Hier gibt es doch fast flächendeckend eine Öffnung Richtung Norden. Die Radio Bremen-Sender gehen dort doch als Ortssender; eine Versorgung durch Steinkimmen wäre evtl. möglich.

zur 91.5 JUMP/DLF
Lasst mir bitte die Brocken-QRG unangetastet. In BI-Quelle u. -Brackwede habe ich schon massiv Probleme mit der Beckumer DLF-Funzel.

von Jean-Jacques - am 03.01.2005 12:33
Man kann doch eine Frequenz im 200kHz Rahmen schlachten und temporär alternativ nutzen, ohne sie neu koordinieren zu müssen. Das ist z.B. in Bayern in Fürstenfeldbruck der Fall (106,4 Schöngeising 2kW statt 106,3 Hohenpeißenberg 25kW) oder in Nordrhein-Westfalen (105,4 Aue 4kW und 105,2 Lindlar 1kW statt 105,2 Ederkopf 25kW).

Was liegt also näher als eine der beiden Frequenzen zu zerschlagen? Belassen wir die Nordhelle mal auf 102,7 (da sie das topographisch schwierigere Gebiet versorgt) und zerschlagen die 102,8 Wesel. Ein Shift um 100kHz scheint erlaubt zu sein, sofern die Leistung gleichzeitig verringert wird (siehe an obigen Beispielen), sodass die Störsituation nicht größer wird dadurch.

Ich würde nun also die 102,8 Wesel 100kW in mehrere 1-4kW Sender auf den Frequenzen 102,7 und 102,9 aufteilen, die schön auf die Gebiete verteilt werden, die von Nordhelle nicht erreicht werden. 1-4kW Sender auf 102,7 ließen sich auch deutlich besser mit Nordhelle synchronisieren als ein 100kW Prügel. Die Frequenzen auf 102,9 dienen als Alternative in den Gebieten, in denen die Synchronisation nicht klappt.

102,7 würde ich v.a. im Norden NRWs einsetzen, wo die Nordhelle keine Rolle mehr spielt und wo 103,0 Bielefeld nahe ist. 102,9 würde ich im Ruhrgebiet einsetzen.

Also beispielhaft mal:
102,7 Wesel-Büderich 5kW
102,9 Langenberg 5kW
102,7 Schwerte 1kW (evtl. gerichtet nach West wegen 102,6 Stadthagen/103,0 Bielefeld)
102,7 Münster 1kW (evtl. gerichtet nach West wegen 102,6 Stadthagen/103,0 Bielefeld)
102,7 Nordhelle 20kW bleibt

In den Überschneidungsgebieten WeselMünster und MünsterSchwerte sowie SchwereNordhelle dürfte der Langenberg dann alternativ empfangbar sein.

Und schon wäre sowohl das bisherige Versorgungsgebiet von Wesel versorgt, als auch das Ruhrgebiet optimal versorgt. In diesem Leistungsbereich sollte der Shift um 100kHz möglich sein.
Mag sein, dass Langenberg auf 102,9 nicht mit 5kW senden dürfte. Aber irgendeine Konstellation in dieser Form sollte möglich sein. Auf Münster könnte man evtl. verzichten oder nur einen kleinen Sender einsetzen, da hier Lingen 102,0 mit 25kW evtl. ausreicht. Evtl. ließe sich auch etwas im Schutzbereich von Lingen koordinieren.



von Habakukk - am 06.01.2005 17:48
@alqaszar:
Ich möchte ja nicht Nordhelle oder Wesel *in der jetzigen Form* um 100kHz shiften, sondern eine der beiden Frequenzen in mehrere Low-Power Standorte zerschlagen und da jeweils um 100kHz shiften. Diesen Weg halte ich noch für den gangbarsten, da sowas eben andernorts auch passiert ist (siehe meine oben angeführten Beispiele). Dass Wesel 102,9 mit 100kW nicht klappt, ist mir schon klar. Aber mit 5kW wäre das vielleicht möglich. Es nutzt ja nix, mit 100kW ins Ruhrgebiet reinzuprügeln, wenn in der Hälfte des Sendegebiets das Signal völlig gestört ist. Dann lieber weniger Leistung und dafür noch wo nötig Füllsender installieren.


Fakt ist doch, dass Nordhelle und Wesel ein ziemlich großes Überschneidungsgebiet haben, in dem keine der beiden Frequenzen wirklich dominiert und somit der Empfang durch die Störungen schlechter ist. Vielleicht würde ja auch eine Leistungsreduzierung von Wesel ausreichen. Ich denke, dass man mit weniger Leistung immer noch alle Gebiete erreichen würde, in denen auch jetzt schon Wesel dominierend ist, aber dass man in den Störungsgebieten den Empfang zugunsten von Nordhelle verbessern könnte.
Aber vermutlich wartet man einfach darauf, bis BFBS die 96,5 und 103,0 frei macht.

@Homer:
Schwerte wird auf 102,9 wegen Bielefeld vermutlich nicht funktionieren. Schade.

@raschwarz:
Ich schreib dem DLF nicht, weil der Herr R. immer noch schlecht auf mich zu sprechen ist, da ich als Forumsadmin hier nicht "hart genug" durchgegriffen habe, als es hier tlw. etwas gegen ihn ging. Nene, das soll er lieber selber hier lesen. Außerdem lässt er sich doch von uns "Ahnungslosen" sowieso nicht drein reden.



von Habakukk - am 08.01.2005 12:02
Ein alter und hier auch schon genannter Vorschlag: Die 102,7 nach Langenberg. Dafür muß aber nicht Wesel umkoordiniert werden, was sicher viele, u. a. Stadthagen, zusammenzucken läßt. Nordhelle 102,7 wurde mit 35 kW koordiniert und hat einen 3 dB-Einzug (deshalb 20 kW) nach RLP wegen Bad Marienberg 102,9. Würde man diese Frequenz nach Langenberg mit 35 kW ND verlagern wäre man auch erheblich weiter (vermutlich hat man das im Hause DLF schon lange probiert, nur ist hier nicht bekannt warum das nicht funktionieren soll):
1. Langenberg ist etwa 10 km weiter von Stadthagen entfernt als Nordhelle
2. Der Antennenschwerpunkt über NN ist am Standort Langenberg gut 200m tiefer als am Sender Nordhelle
3. Langenberg mit 35 kW hat im nördlichen RLP nicht mehr die Feldstärke wie ein Sender mit 20 kW auf der Nordhelle.

Langenberg 102,9 halte ich für nicht machbar, da Bad Marienberg dem entgegensteht. Selbst bei 1 kW (20 dB-Einzu Richtung Bad Marienberg) wäre im Bereich der 102,9 von RPR1 noch teilweise ein Säuseln zu hören. Hierfür wären aber sicher neue Antennenfelder notwendig. Dieser wären logischerweise nicht in gleicher Höhe wie die heute von WDR genutzten zu finden, was die Reichweite wieder deutlich schmälern würde.
Eine andere Frage ist natürlich ob das bestehende UKW-Antennenfeld noch einen 3,5 kW-Sender vertragen könnte.
Falls man die 102,7 nach Langenberg verlagern würde gäbe es eine weiter Option: Marburg 103,5 geht an den hr. Dafür räumt dieser die 102,8 die dann mit den gleichen Parametern wie die 102,3 von der Sackpfeife abgestrahlt werden sollte. Voraussetzung: Göttingen wird auf niedersächsischem Gebiet nicht gestört.

von Thomas (Metal) - am 13.01.2005 20:02
Andalus: Gut, daß Du den besagten Herrn nach Aufgabe Deiner Admin-Tätigkeit nicht mehr so in Schutz nehmen musst. Teilweise wars zwar hart und polemisierend, was hier so rüberkam, aber ein Stück weit hat er sichs ja auch selbst gefragt.
Lassen wir FaktenFaktenFakten sprechen:
Nur mal so als Schmankerl meine Empfangsbeobachtung der DLF-Funzel "Göppingen 99.8) (tatsächlicher Standort Weilheim-Deutsches Haus)
Fahrt von Nürtingen über B297/A8 Richtung Ulm:
Nürtingen: kein Empfang
B297 Ortsausgang Reudern RIchtung Kirchheim: erste Anzeichen von DLF, die sofort wieder verschwinden (Sichtweite zum Senderstandort)
Autobahnauffahrt Ki/Teck-West: kein Empfang
Autobahnanschluss Ki/Teck-Ost: ganz schwacher Empfang
Aichelberg (vor Tunnel): Empfang möglich, aber SWR3 auf 99.9 (Heidelberg) etwa doppelt so stark
Aichelberg (nach Tunnel): Empfang immer noch gestört durch Heidelberg 99.9 (Sender jetzt 600m entfernt in Sichtweite), RDS springt zur 106.3 (Hornisgrinde)
200m vorm Sender: Empfang endlich einwandfrei und RDS wird ausgelsen
Gen Osten ist die 99.8 dann ca 1,5km einigermassen gut (wenn auch nicht völlig rauschfrei) zu empfangen. Zur Information: Wir durchfahren völlig unbewohntes Gelände!)
Schon an der Raststätte Gruibingen ist von 99.8 wieder kaum was vernünftiges DLFiges zu hören, RDS wählt 106.3
In der Ortschaft Gruibingen geht gar nix mehr.

Zur DLF-Funzel Kirchheim/Teck 91.3:
Nürtingen: tlw. gar kein Empfang, tlw. sehr verrauscht
Reudern: Empfang möglich, RDS springt auf 106.3 (was sonst)
kurz vor Kirchheim (bei Lindorf): leicht verrauschter Empfang
Ki-West: guter Empfang auf A8 bis hinter Ki-Ost, danach leicht zischelnd, ab Aichelberg kaum mehr zu hören.
Dagegen ist das vom selben Standort ausgestrahlte Programm "Die neue 107.7" schon in Nürtingen verbreitet hörbar und ab Reudern bis hinter den Aichelberg-Tunnel störungsfrei zu hören.
Allerdings ist dieses Programm auf der Strecke immer auf mind. noch zwei Frreuqnzen gut zu hören: 97.5, 106.8, 106.1 oder 107.7, mind. 2 gehen immer gut und RDS springt fast immer von 106.5 weg!

Klassikradio vom Deutschen Haus geht übrigens auch von Nürtingen bis Gruibingen auf 103.0 zu 90% störungsfrei!

Es wurde übrigens mit einem werksseitig eingebauten Mercedes-Radio mit Scheibenantenne gehört (das was die meisten Nicht-Freaks halt so haben)

von PeterSchwarz - am 17.01.2005 20:05
"Andalus: Gut, daß Du den besagten Herrn nach Aufgabe Deiner Admin-Tätigkeit nicht mehr so in Schutz nehmen musst. "

Unabhängig davon bin ich nach wie vor der Meinung, dass der Mensch, sofern man seine Rahmenbedingungen wirklich kennt, immer noch das Beste aus der Situation macht. Wie gesagt: die Funzelei betreibt der Mann ja nicht freiwillig. In dem Frequenzgepoker kriegen immer die die besten neuen Frequenzen, die eh schon eigentlich genug haben. Weil alles nach dem Motto läuft "Gib du mir, dann lass ich dir..."... Wer wie das D-Radio da in vielen Regionen nix zum in die Waagschale werfen hat, kriegt halt auch nur Funzeln. Dennoch gibt es für beide Programme das Ziel, deutschlandweit auf UKW zu empfangen zu sein, insofern bleibt ihm ja nix anderes übrig, als Funzel für Funzel in Betrieb zu nehmen.
Sicher, in Details könnte man vielleicht einiges anders machen, aber ich denke mal, dass uns in vielerlei Hinsicht der Einblick fehlt. Und so manche Zerobase Idee hier im Forum ist zwar in der Theorie ganz nett, aber in der Praxis einfach nicht durchführbar, dafür schaut jeder der Beteiligten viel zu sehr auf sich.



von Habakukk - am 19.01.2005 08:25
Gut, das sei dahingestellt. Über die Rahmenbedingungen haben wir ja schon diskutiert und welche Alternativen es dazu gäbe etc.
Bloß muss sich der Herr R. dann wie jeder arbeitende Mensch dann auch der Kritik an seiner Arbeit stellen.
Und es ist ja nicht so, daß hier nur wild drauf eingedroschen wurde, nach dem Motto: Der Herr R. kann nix und koordiniert nur Müll, sondern es wurden in fast jedem Falle konkrete Beispiele angeführt und die Kritik auch anhand Empfangsbeobachtungen bestätigt (und das nicht unbedingt nur nach DXer-Kriterien Marke "Ganz Süddeutschland wird durch die Hornisgrinde bestens ABGEDECKT" (kleine Spitze in die Schweiz an der Stelle ;-)
Überhaupt scheint das mit den Spitzen in diesen Foren so ein Problem zu sein.
Traurig, immer wieder festzustellen, wieviele völlig humorfreie Personen es gibt, zu oft auch noch an leitender Position! Diese Humorfreiheit gepaart mit mangelnder Kritikfähigkeit (auf beiden Seiten!) sind es dann, die zu den Eskalationen in der Vergangenheit führen! Wer um die Qualität seiner Arbeit weiß und eine gefestigte Persönlichkeit ist, lässt sich durch einige Querulanten und emotionsgeladene Aufschreie in Internetforen doch nicht so einfach aus dem Ruder werfen. Gerade in der Medienbranche sollte man doch ein etwas dickeres Fell und ein wenigstens leichtes Verständnis für Satire oder blumige Formulierungen hegen.

An alle:
Einfach mal den Ball flach halten und wenn einer übers Ziel hinausschießt, ihn darauf hinweisen und gut ist es! Man muss ja nicht immer das Kind mit dem Bad ausschütten.


aber ich denke mal, dass uns in vielerlei Hinsicht der Einblick fehlt.

Uns fehlt der Einblick in die rechtlichen Rahmenbedingungen, denen fehlt der Einblick in die Praxis (Empfangsbeobachtungen, Ausbreitungsbedingungen)
So könnten sich eigentlich beide Seiten gegenseitig bereichern...wenn sie mal vernünftig und vorbehaltlos miteinander reden würden...ich wäre dazu bereit...wo sind die von der "anderen Seite"


"...break on through to the other side" (The DOORS...wenn auch in ganz anderem Kontext)

von PeterSchwarz - am 19.01.2005 16:42
"So könnten sich eigentlich beide Seiten gegenseitig bereichern..."

Das wäre natürlich eine gute Sache. Vorschläge zu allerlei Frequenzumstellungen gab es hier ja schon en Masse und sicher war so einiges dabei, was mit gutem Willen realisierbar wäre. Dass so eine Zusammenarbeit nicht zustande kommt, ist schade, scheint aber wohl allgemein ein Problem zu sein zwischen Leuten an "offiziellen Stellen" und interessierten Privatmenschen. Problematisch ist vielleicht ja auch, dass die Koordiniererei ja so ein ultrahochgeheimer Akt ist, an dem Privatmenschen (die ja was ausplaudern könnten) am Besten nicht beteiligt werden.

Studien, wie sie mal die Deutsche Telekom für die RTR in Österreich erstellt hat, die man als Grundlage für eine weitere Koordinierung nutzen kann, wären wohl auch durch uns möglich, da braucht man sicher kein teures Geld dafür ausgeben.



von Habakukk - am 19.01.2005 16:57
Hat sich die Situation 102.7/102.8 eigentlich entschärft, seitdem Wesel seit einigen Jahren nicht mehr mit 100 Kilowatt, sondern nur noch mit 50 Kilowatt sendet?

Was mich wundert: in Düsseldorf ist die Feldstärke der 102.8 relativ schwach und der mobile Empfang in der Innenstadt (z.B. mit einem MP3-Player/Taschenempfänger) nicht so, dass man jetzt von einem Ortssender sprechen koennte. Da kommt sogar Linz noch stärker rein. Weshalb ist das so? An der 102.7 kann das nicht liegen, denn die kommt in Düsseldorf - wenn ueberhaupt - definitv schwächer an als Wesel.

Bis zum Sender sind es etwa 47 km Luftline (zum Vergleich: bis nach Linz sind es 81 km Luftlinie). 100 Kilowatt (frueher) bzw. 50 Kilowatt (heute) aus 47 km Entfernung muessten doch eigentlich eine Ortssender-Feldstärke produzieren?

Wie weit reicht der Sender eigentlich in die Niederlande rein?

von Klaus Wegener - am 27.09.2012 11:20
Die bescheidene Reichweite (in Betracht der Leistung und Höhe des Mastens) dieses Senders ist mir auch schon aufgefallen. Der Grund ist wohl vor allem in der geringen Fußpunkthöhe zu suchen. Der Mast steht ja fast am tiefsten Punkt NRWs, direkt in den Rheinauen am Niederrhein. Das wäre vielleicht ein perfekter AM-Standort, für die UKW-Versorgung hätte man besser eine Anhöhe ausgesucht. Das Gelände steigt natürlich gen Süden und Osten permanent an. Eigentlich ist es eine Vergeudung, dort einen UKW-Sender zu betrieben.

Logischer wird das Ganze, wenn man die Geschichte des Deutschlandfunks betrachtet. Dieser hatte ursprünglich die Aufgabe, das angrenzende Ausland zu erreichen. Daher wurden die ersten UKW-Sender, zu denen auch Wesel zählte, an die Grenze des Landes postiert. Und in Richtung Niederlande hat Wesel eine recht gute Reichweite. Fürderhin, als das UKW-Band dort, vor Aufkommen der Privatsender, noch recht frei war, konnte Wesel recht gut bis an die Nordseeküste empfangen werden. Das ist mittlerweile freilich nicht mehr möglich, da dort andere Sender (538 auf 102.7 ab Rotterdam) stören. Vielleicht hat man deshalb die Reichweite in Wesel zurückgefahren, um die Störsituation mit Nordhelle im Ruhrgebiet zu entzerren. Das ist freilich immer noch nicht ganz gelungen. Es gibt selbst in Aachen, wo ebenfalls auf 102.7 gesendet wird, Stellen, an denen Wesel besser kommt als der eigentliche Ortssender. Ich kann es eigentlich nur gebetsmühlenartig wiederholen: Mit einer Verlagerung einer der beiden Frequenzen, z.B. nach Langenberg oder nach Witzhelden und Verzicht auf den anderen Sender, hätte man eine höhere Reichweite, was die Anzahl der in Stereoqualität versorgten Einwohner angeht.

von Peter Schwarz - am 27.09.2012 11:44
Zitat
Alqaszar
Optimal wäre natürlich eine Frequenz in Langenberg. Die 102,7 von dort mit 35 kW (DKultur-ERP auf der 96,5) bei Abschaltung von Wesel. Wenn ich mich recht erinnere, war aber der NDR gegen diese Lösung, wegen seiner 102,6 aus Stadthagen.

Hat es denn ernsthafte Bestrebungen gegeben, dies umzusetzen? Im Sendegebiet von Stadthagen ist die Nordhelle mindestens so gut empfangbar wie Langenberg, eher besser. Von daher glaube ich nicht, dass der NDR etwas dagegen hätte, wenn die 102,7 nach Langenberg umziehen würde.
Für das Sauerland würde diese Maßnahme allerdings eine deutliche Verschlechterung bringen. Und im Ruhrgebiet gibt es ja auch eine perfekte Versorgung über DAB+, im Sauerland (noch) nicht. So gesehen hat wahrscheinlich eher der DLF selbst etwas dagegen.

von Funkohr - am 27.09.2012 17:22
Zitat
Klaus Wegener
Hat sich die Situation 102.7/102.8 eigentlich entschärft, seitdem Wesel seit einigen Jahren nicht mehr mit 100 Kilowatt, sondern nur noch mit 50 Kilowatt sendet?


Mit der Leistungsreduzierung in Wesel ist das 102.7/8-Problem hier im Raum Dortmund/RG-Ost eigentlich erst virulent geworden. Vorher fiel Wesel deutlich stärker ein als NH, nun kommen beide ziemlich genau gleich stark (bzw. gleich schwach). Unter den vielen, wohl überwiegend unwahrscheinlichen Lösungen würde ich die Rückkehr zu 100kW in Wesel plus (ggf.) Einzüge auf der Nordhelle noch für die realistischste halten.

Aber die heutigen Baustellen liegen in der Tat woanders, wobei ich, mehr als auf die Lösung des 102kommaknirsch-Problems darauf hoffe, dass es im Zuge der allmählichen Umstellung von Verbreitungswegen bzw. Empfangsgewohnheiten nicht zu allzu großen redaktionell-inhaltlichen Verwerfungen im Hause Dradio kommt.

Jenseits der analog-terrestrischen Unzulänglichkeiten geht mir gewaltig aufn S..ender, dass der DLF-mp3-Stream regelmäßig-unregelmäßig mindestens zweimal in der Minute stottert (und dies offenbar nicht an mir liegt :mad:, jedenfalls läuft der ogg-Stream prima). Also man hat es nicht leicht, diesen Sender vernünftig zu empfangen...

von ardey.fm - am 28.09.2012 18:23
Zitat
Seltener Besucher
Erst DAB, dann Autoradio-Tests, mal sehen wie weit dieser OFF-Topic noch geht. Das Thema ist "Deutschlandfunk-UKW in NRW".


Soo Off-Topic ist das nun auch wieder nicht
Es geht ja vornehmlich hier im Thread um die Situation 102,8 Wesel vs. 102,7 Nordhelle.

Es gibt scheinbar Autoradios,die mit dieser Konstellation keine Probleme haben.Das kann hier durchaus mal erwähnt werden.
Genauso wie man erwähnen kann,dass man UKW technisch kaum noch vorran kommt und beim Deutschlandradio stattdessen auf DAB+ setzt.

Phantasievolle Vorschläge,wie man die UKW Verbreitung für den DLF noch verbessern könnte gibts hier auf den Vorseiten reichlich,scheint aber niemand beim DLF umsetzen zu können oder zu wollen.;)

Ob in naher Zukunft die 103,0 Bielefeld zusätzlich für den DLF zur Verfügung steht ,kann heute auch noch niemand sagen.;-)

von Skeletor - am 20.12.2013 17:22
Zitat
Funkohr
Zwischen 89,1, 91,3, 102,7 und 102,8 kann ich jetzt keinen Zeitversatz mehr feststellen.

Zitat
Rheinländer
Mir kommt die 89,1 schwächer als normal vor, hat man da in der letzten zeit etwas verändert? Hier reicht es mit dem Phillips 90elf DAB Radio nur noch für RDS wenn ich die Antenne Richtung Bonn halte :eek: , der ging normal ohne Probleme.


Die 89,1 habe ich in der Vergangenheit nicht sooo intensiv beobachtet. Mein Pure Evoke 2S im EG hat jedenfalls momentan auch Probleme, das RDS einzulesen. An der Yagi kommt die 89,1 etwa mit dem gleichen Pegel wie die 100W-Funzel auf der 98,9 vom Venusberg. Ich meine auch, dass die 89,1 schon mal stärker war, bin mir aber nicht 100%ig sicher.


Ich bin ja nur paar Kilometerchen von der funzel entfernt, bisher habe ich immer RDS direkt bekommen, von Störungen habe ich auch nie etwas gemerkt.

Da ich meist nur noch via DAB höre, wegen der Zischellei, ist mir das garned aufgefallen, kann sein das es schon länger so ist?

Aufgefallen war mir das nur, weil HR3 so gut ging, da störte schon mal der DLF rein.

Scheint aber offenbar alles normal zu sein, sonst hätten sich hier schon andere gemeldet

von Rheinländer - am 27.12.2013 19:49
So lange der DLF es nicht schafft die 102,7/102,8-Situation zu entzerren brauchen die auch nicht auf neue Funzeln pochen.

- Düsseldorf und Mönchengladbach sollen nur unzureichend mit DLF versorgt sein -> Störungen der 102,8 durch 102,7
- In Heisberg und Düren sollen beide Programme nicht empfangbar sein -> Quatsch, eventuell Störungen durch 102,7
- Im Kreis Viersen soll DKultur nur eingeschränkt hörbar sein -> Ähm...wieder 102,7.

Spannend auch:

Zitat

IV. Die Ukw-Versorgung des Regierungsbezirks Arnsberg

Regierungsbezirks Arnsberg zeigt Lücken im Hochsauerlandkreis (beide Programme sind nur teilweise empfangbar) sowie in den Kreisen Olpe (es besteht nur eine Teilversorgung mit Deutschlandradio Kultur), Siegen-Wittgenstein (außerhalb von Siegen fehlt die Versorgung mit Deutschlandradio Kultur) und Soest (es gibt keine Versorgung des nordöstlichen Kreisgebiets mit dem Deutschlandfunk). In der kreisfreien Stadt Hamm unterbleibt die Ukw-Versorgung mit dem Deutschlandfunk. Die kreisfreien Städte Dortmund und Hagen sind jeweils im Norden schlecht mit dem Deutschlandfunk versorgt.


Anscheinend erreicht Nordhelle also keine Hörer außerhalb des MK-Kreises. Olpe sowie der HSK, Hamm, Kreis Soest etc. werden nicht erreicht. Also: Abschalten, in der Leistung reduzieren, Richtstrahlung realisieren oder zum Ederkopf o.Ä. umkoordinieren.

Das Deutschlandradio schneidet sich mit dieser Stellungnahme ins eigene Fleisch.

von Japhi - am 09.05.2014 09:28
Ok, das hatte ich überlesen. Eine Vollversorgung des HSK ist nicht ohne Funzeln möglich. Bielefeld würde sicherlich gut ins DLF-Netz passen und auch große Versorgungslücken schließen. Sinnvoll aber nicht realistisch wäre, wenn der WDR seine WDR 2-Doppelversorgung im Kreis Siegen-Wittgenstein abbauen würde und entweder 92,3 oder 101,8 an den DLF abtreten würde. Dadurch könnte man die 102,7 zumindest leistungsmäßig herunterfahren oder mit Richtstrahlung versehen. Das wäre(!) Optimierung. Eine flächendeckendere Versorgung mit beiden Programmen wird aber mit UKW nicht möglich sein.

Die Kette sähe dann so aus:

Wesel 102,8 100kW
Bielefeld 103,0 70kW
Bonn 89,1 5kW
Nordhelle 102,7 0,5kW
Sackpfeife 92,3 15kW oder Ederkopf 101,8 15kW.

(Jaa, unrealistisch, bringt doch eh nix, rechtlich nicht vorgesehen, der WDR wird doch nicht etc. pp)

von Japhi - am 09.05.2014 09:37
Zitat

§ 3 Abs. 6 Satz 2 WDR-Gesetz verpflichtet den WDR,
„das Land (...) gleichwertig zu versorgen“. Eine gleichwertige Versorgung für Funkhaus Europa könnte der WDR nach dem Regierungsentwurf jedoch nie mehr erreichen. Eine solche neue Regelung im LMG stünde daher auch im Widerspruch zum WDR-Gesetz, denn auf der einen Seite wird der WDR durch den Gesetzgeber verpflichtet, die Landesteile gleichwertig zu behandeln; auf der anderen Seite würde der Gesetzgeber den Menschen in weiten Teilen des Landes mit der vorgesehenen Regelung ein gesetzlich beauftragtes Programm (Funkhaus Europa) vorenthalten bzw. auf Dauer verhindern, dass wichtige Ballungsräume angemessen mit regionalem Radioprogramm versorgt werden.


Ich lasse das unkommentiert.

Am Ende der Stellungnahme gibts dann nochmal Dresche. Die Landesmedienanstalt würde sich zu viel Geld aus den Rundfunkgebühren einstecken, da müsse doch mal unabhängig begutachtet werden. Kontrollverlust seitens WDR?

von Japhi - am 09.05.2014 10:32
Weil es so schön ist hier noch mal der Text von jmd. von vor einigen Jahren:

Es war einmal ein schöner, großer UKW-Sender, der vom höchsten Mast in Nordrhein-Westfalen mit der starken Leistung von 100 kW das Programm des Deutschlandfunk ausstrahlte. Viele Millionen Menschen zwischen Arnheim und Köln, zwischen Aachen und Dortmund konnten diesen Sender in bester Stereoqualität empfangen, und darunter waren auch viele, die das freute.

Doch dann tagte der Rat der Bösen Druiden in der helvetischen Stadt namens Genf, und sie berieten und haderten und koordinierten und legten fest in einer Weise, dass es einem die Haare sträubte. Dieser Rat der Bösen Druiden wollte nämlich alles Gute und Schöne zerstören, wie es gemeine Bürokraten so gerne mit guten und schönen Dingen tun.

Oh Graus, oh wehe! Viele Millionen Menschen zwischen Arnheim und Köln, zwischen Aachen und Dortmund konnten fürderhin genau das nicht mehr tun, und wenn sie es taten, drangen nur die fürchterlichsten Laute des Aches und des Kraches an ihre Ohren. So konnte es nicht weitergehen, und die Klügsten unter ihnen berieten und sprachen und schließlich taten sie kund:

"Früher war es wunderbar;
doch die Nordhelle, das ist klar
die schadet mehr als dass sie nutzt
Da fragt man sich doch ganz verdutzt

Wie zu beheben sei der Schaden.
den wir erlitten durch die Gnaden
völlig verkehrter Koordination
in allen Teilen der Nation.

Doch sagen wir in Büderich
Der erste Sender, das war ich!
Und so lautet der Beschluss,
dass die Nordhelle schweigen muss.

Denn gleich, wer von dort droben sendet, alles gleich im Störbrei endet.
Zischeln, Rauschen, Krachen, ach,
der Empfang ist große Schmach!

Lasst in Ruh den Sender Wesel,
wer's nicht tut, der ist ein Esel.
Außerdem sich's nicht gehört,
dass man einen Sender stört."

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann stören sie noch heute.

von Languedoc - am 09.05.2014 11:21
Zitat
Japhi
Am Ende der Stellungnahme gibts dann nochmal Dresche. Die Landesmedienanstalt würde sich zu viel Geld aus den Rundfunkgebühren einstecken, da müsse doch mal unabhängig begutachtet werden. Kontrollverlust seitens WDR?


Nein, kein Kontrollverlust des WDRs, sondern auch von den geladenen Referenten von mehreren Universitäten unterstützte Meinung, dass die Ziele der „Stiftung für Lokaljournalismus“ zu weich definiert sind und die Beitragszahler gegen die „Rundfunkgebühr“ vor Gericht ziehen werden, weil diese zu Zwecken verwendet wird, die mit dem „Rundfunk“ nichts zu tun haben.

Die LfM NRW unterstützt mit den Rundfunkbeitrag das Grimme-Institut, die RTL-Filmschule und jetzt noch eine Stiftung für Lokaljournalismus. Es gibt bedenken, ob diese Aufgaben über den Rundfunkbeitrag zu finanzieren sind.

von Seltener Besucher - am 09.05.2014 11:30
Zitat
zerobase now
Jetzt kommt der WDR mal wieder mit der Allzweckwaffe FH Europa daher. Wie kreativ. Als wenn sich im Sauerland oder OWL irgendwer für FH-Europa interessieren würde. Ausserdem scheint es mir mehr als zweifelhaft, ob FH Europa ein "gesetzlich beauftragtes Programm" darstellt. Meiner Meinung ist dies eher ein Zusatzangebot und hat mit mit dem Grundversorgungsauftrag eher weniger zu tun.


Da hilft ein Blick in das Gesetz:
https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_text?anw_nr=2&gld_nr=2&ugl_nr=2251&bes_id=4737&aufgehoben=N&menu=1&sg=0

Zitat

§ 3 (Fn 4)
Aufgaben, Sendegebiet
(3) Der WDR veranstaltet folgende Hörfunkprogramme, die neben ihren spezifischen Schwerpunkten auch der Darstellung der Regionen dienen können:


  1. ein Hörfunkprogramm, das sich mit aktuellen Nachrichten, Informationen und Musik sowie unterhaltenden Beiträgen vor allem an jüngere Menschen richtet,
  2. ein Tagesbegleitprogramm mit Musik und aktuellen Informationen aus den verschiedenen Regionen Nordrhein-Westfalens, Deutschland und der Welt.
  3. ein musikgeprägtes Kulturprogramm, das sich im Schwerpunkt auf Themen der Kultur aus Nordrhein-Westfalen, Deutschland und der Welt stützt und auch der kulturellen Darstellung der Regionen dient.
  4. ein musikgeprägtes Programm, das eine eher ältere Zielgruppe anspricht und zielgruppenspezifische Themen aufgreift,
  5. ein wortgeprägtes Hörfunkprogramm, das ein informationsbetontes Angebot insbesondere zu Themen aus Politik, Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft enthält,
  6. ein Hörfunkprogramm, das sich vor allem Themen des interkulturellen Zusammenlebens widmet.


von Seltener Besucher - am 09.05.2014 11:37
Zitat
sup2
Sprich : Die Hörer sind dumm und dämlich, und wer neu auf den Markt will, soll dort senden, wo er n die Zeitungsverlage am wenigsten stört. Das Drehen an der Radioskala ist dem Hörer nicht zuzumuten ? Dem Volk, das in ganz Europa zeigt, wie "Wirtschaft" geht ?


Seien wir doch realistisch: Auch nach einer Zerobase gäbe es höchstens Frequenzen für 2 bis 3 zusätzliche Ketten oder ein paar weitere Lokalsender bspw. von der Radio Group, die sich dann den Markt mit Radio NRW teilen würde.
Ist das wirklich ein großer Wurf?

Wenn man echte Vielfalt auf UKW in Nordrhein-Westfalen schaffen wollte, müssten entweder der WDR oder die Locals bestehende Frequenzen abgeben.
Wie wahrscheinlich das ist, kann sich jeder selbst ausrechnen.

Deshalb bin ich für einen völligen Neuanfang im Hinblick auf DAB+.
Genau da besteht nämlich die Möglichheit, endlich eine wirklich attraktive Programmvielfalt zu schaffen und nicht bloß ein paar zusätzliche Dudelfunkprogramme.
Insofern kann die geringe Auswahl auf UKW sogar positiv gewertet werden: Dann besteht wenigstens ein Anreiz, sich ein DAB-taugliches Radio zuzulegen.

Nordrhein-Westfalen war Jahrzehnte lang in Sachen Rundfunk hinterwäldlerisch und hat jetzt die Chance, mit DAB+ eine Vorreiterrolle in ganz Deutschland einzunehmen, denn die Zukunft des Radios ist über kurz oder lang eh digital.

von radio2014 - am 09.05.2014 16:35
Es ist richtig, dass Nordhelle bereits ab Limburg empfangbar ist auf der A3 Richtung Norden. Ich selbst nutze diese Möglichkeit ab und an. Es gibt aber viel mehr tägliche Pendler in NRW, die unter der bisherigen Situation leiden. Wesel ODER Nordhelle, da sollte sich der DLF entscheiden. Im Bereich Wuppertal geht Nordhelle normalerweise störungsfrei (z.B. 93,5). Durch das Rumgewurschtel geht nunmehr weder die 102,7 noch die 102,8 und dann... braucht man wieder Funzeln wie die 91,0 für Wuppertal.

Wir haben hier in Rhein-Main die gleiche Situation mit Gleichwelle Frankfurt-Wiesbaden 95,1. Wegen dem Murx geht weder Frankfurt noch Wiesbaden gescheint und dann... machen sie wieder eine Funzel auf 88,0.

Man kann nur noch den Kopf schütteln über die heutigen Koordinierungen.

Aus Wuppertaler Sicht: Würde man Wesel oder Nordhelle abschalten, könnte man auf der 91,0 ein schönes neues Programm mit Schlager, Jazz, Rock, Oldies, Klassik... aufschalten. Und schon sind wir wieder bei der Radiowüste NRW.

Zitat

Ich sollte dem WDR und dem D-Radio ein Dankesschreiben zukommen lassen. Wäre das Radioangebo in NRW " vielseitig und facettenreich " hätte ich nie mit diesem schönen Hobby begonnen


von Languedoc - am 09.05.2014 19:02
Zitat
Japhi
Anscheinend erreicht Nordhelle also keine Hörer außerhalb des MK-Kreises. Olpe sowie der HSK, Hamm, Kreis Soest etc. werden nicht erreicht. Also: Abschalten, in der Leistung reduzieren, Richtstrahlung realisieren oder zum Ederkopf o.Ä. umkoordinieren.

Ederkopf erfordert einen deutlichen Einzug um Bad Marienberg zu schützen, Marburg käme auch noch dazu. D. h. entweder eine zusätzliche Antennenanlage oder die ERP deutlich reduzieren. Bei letzterem würde Ederkopf allerdings kaum als Flächenversorger in Erscheinung treten.
Nordhelle wäre sicherlich für die 102,7 durchaus interessant, wenn man denn gerichtet nur nach Süden und Osten senden würde (hessisches "Heidelstein-Diagramm", hier dann nach 135°).
Bei beiden Standorten ist der WDR allerdings der Standortinhaber und man (NH) vermutlich nur Mitbenutzer der UKW-Sendeantenne.

von Thomas (Metal) - am 09.05.2014 19:30
Zitat
radio2014
Mir ist von einer Person, die der fünfstündigen Anhörung im Landtag im Kontext der LMG-Novellierung beigewohnt hat, zugetragen worden, dass Jürgen Brautmeier wohl geäußert habe, dass die UKW-Frequenzsituation so verfahren sei, dass man eigentlich eine Neuordnung der Frequenzen durchführen müsse, was aber sowohl den Hörern als auch den Veranstaltern nicht zuzumuten sei. Deswegen setze er große Hoffnungen auf den Ausbau des Digitalradios in NRW.


Da alle Aussagen auf Video festgehalten wurden, freue ich mich auf die Minuten und Sekunden Angabe die Du zitierst. Es ist gesagt worden, dass eine Frequenzneuordnung wünschenswert wäre, diese jedoch unter 10 Jahren nicht durchzuführen sei. In 10 Jahren wäre wünschenswert, dass sich das Digitalradio durchsetzt. Die Landesvertreter sind mehrfach aufgefordert worden die Digitalisierung zu beschleunigen, z. B. mit einem Abschalttermin für UKW. Es ist darauf hingewiesen worden, dass eine Zerobase mit Hinblick auf die Nachbarländer sehr schwer ist. Das mag so ein, denn die Niederlande hat nur zwei direkte Nachbarn, NRW nur zwei Nachbarländer, aber auch noch 3 Nachbarbundesländer und diese müssen auch zustimmen.

Die LfM kann keine DAB-Kanäle ausschreiben, die die Staatskanzelei der LfM nicht übertragen hat. Also ist hier wirklich die Politik gefragt. Dass es besser geht zeigen die südlichen Bundesländer.

Einerseits wird hier argumentiert, dass der Privatfunk in NRW auf UKW unterrepräsentiert ist, anderseits wird für die Öffentlich-Rechtlichen plädiert. Fakt ist, dass z. B. im Ruhrgebiet 8 ARD-Hörfunkprogramme einem kommerziellen Anbieter pro Kreis bzw. kreisfreie Stadt stehen. In einigen Gebieten gibt es noch ein Uniradio. Also steht es trotzdem 8:2. Nennt mir bitte ein anderes Bundesland mit dem Verhältnis 8:1 bzw 8:2 im Verhältnis zwischen den Privaten und den Öffentlich-Rechtlichen.

Zum Verständnis, im Landtag wurde die Staatsferne bei der Frequenzvergabe diskutiert. Da geht es nicht um eine einzelne Frequenz, sondern um die Zuteilung der Frequenzen zum Anbieter. Zur Zeit ist die Frequenzvergabe nicht staatsfremd organisiert, weil der WDR die Frequenzen direkt vom Staat bekommt. Die LfM bekommt die Frequenzen erst dann, wenn der WDR keinen Bedarf anmeldet. Das geht so nicht sagen die Experten. Wenn die LfM die Frequenzen verteilt, wird es noch lustiger, weil der WDR oder die D-Radios die Entscheidungen der LfM anfechten werden. Schließlich gibt es einen Versorgungsauftrag. Ich bin sowieso gespannt, wie sich die Politik das vorstellt. Gehen alle Rundfunkfrequenzen immer direkt von der BnetzA über die Staatskanzelei an die LfM und diese entscheidet? Gibt es da fristen wie schnell die Staatskanzelei Frequenzen weiterleitet? Bekommt die LfM alle freien Frequenzen (VHF II, VHF III und UHF) mit einem Rutsch? Muss die LfM die Frequenzen dann alle sofort ausschreiben? Was passiert dann mit dem zweiten Bundesmux?

Zitat
Bückeberg
Frequenzzuweisungen sind eine politische Entscheidung über Vergabe von sehr knappen Ressourcen im Bereich UKW. Wenn der Gesetzgeber sich für die Förderung privater Alternativen entscheidet, sollte er gleichzeitig zur Sicherstellung der Informationsvielfalt den Ausbau von DAB fördern.

Nur die Meinungsvielfalt können nicht die Politiker sicherstellen. Sie können nur Gesetze formulieren aber wir haben in Deutschland eine Gewaltenteilung und der die Gesetze bestimmt, führt diese in der Regel nicht aus. Politiker formulieren die Gesetzen und die Landesmedienanstalten führen die Gesetze aus. Da stellt sich die Frage, ob die politischen Parteien in der LfM-Medienkommission einen Platz haben dürfen. Gefährdet das nicht die Staatsferne?

Die Staatskanzlei unterliegt dem Ministerpräsidenten und ist auch noch die oberste Landesbehörde. Zur Zeit verteilt die Staatskanzlei die Frequenzen und nimmt so mit einen Einfluss auf die Medienpolitik.

von Seltener Besucher - am 09.05.2014 22:08
1. Es gibt keinen sachlichen Grund UKW abzuschalten. Das ist genauso idiotisch, als hätte man das Radio abgeschafft, als das Fernsehen eingeführt wurde oder man würde Bücher und Zeitungen auf Papier verbieten wollen, weil es ja jetzt E-Books gibt.

2. Solange man beim Deutschlandradio davon ausging, dass es keine weiteren UKW-Frequenzen mehr gibt, war man "natürlich" für die UKW-Abschaltung, denn auf DAB+ hätten alle Sender die gleichen Chancen. Kaum gibt es ein paar stärkere Frequenzen auf UKW, will man sich diese natürlich krallen, denn auch beim Deutschlandradio weiß man auch, dass die Marktdurchdringung von DAB+ in weiter Ferne liegt, wenn sie denn überhaupt jemals erreicht wird. Die meisten Radioliebhaber sind längst auf Internet und Sat ausgewichen, und für die Verkehrsinfos und Informationen aus der Heimat reichen WDR 1, 2 und 4, sowie der lokale Dummdudler den meisten Hörern vollkommen aus. Was aus Gründen der Ausgewogenheit noch fehlt, ist eine landesweite private Kette. Wir haben 8 (acht!) hoffentlich-rechtliche Programme auf UKW in NRW, und 0 (null) private landesweite Sender. Da sollte sich doch eigentlich jede Diskussion erübrigen. Entweder verbietet man Privatfunk, das ist aber verfassungsrechtlich und europarechtlich nicht möglich, oder man gibt ihm zumindest Chancen.

von Bolivar diGriz - am 10.05.2014 04:31
Zitat
Bückeberg
Die vom DLR angeführten Versorgungslücken für den DLF in OWL sind für mich nachvollziehbar.

Das sehe ich genau so. Ich habe während der Fahrt zu meiner Verwandtschaft in Löhne vor einer Woche den DLF auf UKW ab etwa Gütersloh (Autobahn A2) getestet.

Ich habe das Ganze etwa so in Erinnerung: Südlich des Teuto nimmt das RDS Nordhelle 102,7. Je weiter man auf den Teuto zu fährt, desto mehr gibt es Störungen, vermutlich durch Stadthagen 102,6. Einmal wurde für kurze Zeit auf Torfhaus 103,5 geschaltet. Hier gab es massive Störungen, wohl durch Osnabrück 103,4 MHz. Hinter dem Kamm des Teuto, auf der Nordseite, wurde sehr bald Bielefeld 95,5 gewählt. Auf dem Stück bis zum nächsten Hügel war der Empfang sehr gut. Ab dem nächsten Hügel gab es dann eine munteres Wechselspiel aus 95,5, Lemgo 92,2 und, auf nach Norden exponierten Abschnitten, Bremen 107,1. Wirklich gut ging da nichts. Auf der 95,5 kam an mehreren Stellen kurzzeitig der Hohe Meissner durch. Spätestens an diesen Stellen hätte Otto-Normal-UKW-Hörer sicher das Programm gewechselt. Ab etwa Höhe Herford auf der A2 wurde auch ab und zu kurzzeitig die 93,9 aus Bad Oeynhausen genommen. Dies natürlich besonders an nach Norden exponierten Stellen. Hier geht aber dummerweise auch Bremen 93,8 besonders gut, so dass die 93,9 auch keine Alternative war. Ab Ausfahrt Herford-Ost bin ich dann am Sender Herford vorbei nach Löhne gefahren. Auch auf diesem Stück kein stabiler Empfang. Wo die WDR-Programme aus Bad Oeynhausen brauchbar gehen, stört beim DLF immer wieder die Bremer 93,8 rein.

Zusammenfassend ist zu sagen: Eine gute Versorgung über UKW sieht anders aus. Über DAB freilich ist der Empfang des DLF dort perfekt.

von Funkohr - am 12.05.2014 17:20
Zitat
Habakukk
Wie steht es in dieser Gegend mit dem DRadio Kultur? Der Brocken kommt wahrscheinlich etwas besser durch. Und sonst?


Kurz noch meine 1,95ct zum Thema von mir:
Ich war vor ein paar Wochen für zwei Tage in der Ecke, genauer gesagt in Harsewinkel. Übernachtet habe ich in Marienfeld bei Harsewinkel. Mit dabei hatte ich mein Kia-Radio mit NXP-Chipsatz (ein Wahnsinns-Gerät!), dazu diese Antenne sowie eine auslaufgeschützte Rollerbatterie. Nicht unbedingt das normale Hotel-Gepäck, aber was ist bei so einem Hobby schon normal. :D
Mein Reisefahrzeug war ein Golf VI mit RCD310, also wahrlich kein schlechtes Radio.

Speziell habe ich auf den DLF und auf DKultur geachtet, weil mir von meinen Seminaren in OS vor ein paar Jahren die Problematik in dem Großraum bekannt war.




Kurz gesagt: OWL kam mir in Punkto D-Radios wie die reinste UKW-Hölle vor und ist mit der Gegend, die knapp 100km Luftlinie weiter nordöstlich liegt (also bei mir ;)), überhaupt nicht zu vergleichen. Bislang hatte ich die Region immer nur gestreift, deshalb hatte ich bis dahin keinen vollständigen Einblick.
DLF und DKultur sind auf der UKW-Skala _theoretisch_ fast schon überrepräsentiert, aber wirklich "erstklassig" sind sie wohl nur mit erstklassigen Radios mobil zu hören.

Zum DLF:
In Paderborn ist der DLF _eigentlich_ ganz manierlich zu empfangen, nur sendet die Ortsfunzel mit ihren 200W komplett gegen den RDS-tauglichen Brocken an (94,594,6). Das VW-Radio hatte auch keine große Mühe, den MDR ohne größere Störungen ans Ohr zu bringen. In der Umgebung käme da noch Warendorf 107,2 (1kW/~20km)in Frage, nur macht der Ederkopf wohl noch ein paar Probleme. So richtig haben wollte das Radio die Frequenz jedenfalls nicht. Die Bremer 107,1 ist dort lustigerweise auch noch präsent..Die 102,7 von der Nordhelle gibt's ja auch noch (20kW/~100km), allerdings sendet sie dort gegen die Stadthagener 102,6 an. Torfhaus 103,5 (100kW/~160km) wäre, was den Pegel betrifft, stellenweise noch eine Alternative, allerdings ist die komplett zwischen Schleptruper Egge 103,4 und Lippstadt 103,6 eingeklemmt. Osnabrück 101,8 müht sich gegen Meißner 101,7 und Barsinghausen 101,9 ab, Lemgo 92,2 tritt gegen Torfhaus 92,1 an, Beckum 91,5 versucht es gleich direkt gegen den Brocken, genauso wie Bielefeld 95,5 sich mit dem Meißner direkt anlegt. Als Overspill gab's den DLF noch auf 102,0 aus Lingen (Barsinghausen 101,9 lässt grüßen), auf 102,8 aus Wesel (die Retourkutsche von der Nordhelle wartet schon) und auf 104,5 aus Münster, sauber begleitet von der Stadthagener 104,4.

12x DLF auf der Skala, aber keine Frequenz ist wirklich Otto Normalradio-tauglich! Da kann selbst mein kleines, schnuckeliges UKW-Paradies nicht mithalten. ;) Wer dort mit einem Aldi-Radio antritt, kann gleich zuhause bleiben. Dass der DLF dort über DAB besser geht, mag ich gerne glauben. Fragt sich nur, wie lange noch. :)

DKultur ist fast noch lustiger:
Grundsätzlich schwebt über allem noch die von mir gewohnte 97,4 vom Brocken, die dort sogar einigermaßen frei zu sein scheint. Man glaubt es kaum. Nur WDR3 auf 97,3 konnte ich dort mit Kia-Radio noch ausmachen...Nur ist der Brocken dort halt nicht mehr der brachial einfallende Ortssender, immerhin sind's 165km bis zu den Sendeantennen.
Aber es gibt ja "Alternativen"....
88,9 Lemgo (0,32/~50km) versuchts gegen die 89,0 vom Brocken. Man kann's ja mal versuchen..
Langenberg 96,5 (45kW/~100km) wäre nicht mal die allerschlechteste Wahl, nur muss die sich gegen die 96,4 von der Schleptruper Egge wehren. Wie weit die mit ihren 200W rausgeht, ist auch nicht normal..
Tecklenburg 101,1 geht dort recht gut, wenn man sie von der 101,2 vom Habichtswald trennen kann. Wenn.
Olsberg 106,1 ist dort fast schon die beste Wahl, wenn man die 106,2 aus Bielefeld (auch DKultur!) dort ausblenden kann.
Bielefeld 106,2: gerade eben genannt, muss sich zusätzlich noch gegen Torfhaus 106,3 wehren.

6x DKultur, wobei ich fast das Gefühl hatte dass das Programm dort grundsätzlich besser geht als der DLF...

Disclaimer: Ich hatte mir keine Notizen gemacht. Inwieweit meine Beobachtungen nun stationär und welche mobil von mir gemacht wurden, kann ich jetzt nicht mehr sagen.

Ganz beiläufig fällt mir gerade auf, dass die 102,7 von der Nordhelle dort einen gleich schlechten oder sogar noch schlechteren Stand hat als wie im Ruhrpott. Dort stört sie im Prinzip nur, in OWL dagegen wäre sie bitter nötig. Hier wie dort sendet sie allerdings voll gegen die Wand. Krass.

OT: Die unglaubliche Anzahl an Frequenzen der "Lokalradios" fiel mir dort besonders auf. Ich meine, ich kam dort auf 25 Frequenzen, auf denen dieses "90% Wattekorken" verbreitet wurde. Lippe, Hochstift und Hellweg-Radio haben zusammen schon 12 Frequenzen...total Panne.

von Mc Jack - am 13.05.2014 07:26
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