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vor 4 Jahren, 1 Monat
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O'D, PowerAM, Exidor, Japhi, digifreak, Nohab, Tornado Wayne, Peter Schwarz, mor_, Mc Jack, Rolf, der Frequenzenfänger, 88,7 MHz

Klangkunst auf den Dradio Langwellen am Samstag, den 21.III./'09 von 20:00 bis 24:00 Uhr.

Startbeitrag von O'Dam 21.03.2009 19:16

Hallo zusammen,

alle mal die Langwellen 153 und 177 kHz, oder die Mittelwelle 990 kHz einschalten!
Es läuft ein interaktives Klangkunstexperiment von Deutschlandradio Kultur.
Hier die Pressemeldung dazu:



""Klangkunst zum Welttag der Poesie
"arcoparlante" - Stille Post im Äther

Samstag, 21. März, 20 - 24 Uhr

Am 21. März von 20-24 Uhr öffnet Deutschlandradio Kultur seine Mittel- und Langwellenfrequenzen für ein ungewöhnliches Experiment, das am ehesten als "stille Post im Äther" bezeichnet werden kann.
Unter dem Titel "arcoparlante" sendet der Klangkünstler Alessandro Bosetti anlässlich des Welttages der Poesie radiophone Sprachfragmente aus aller Welt, die er gesammelt hat. Die Hörer sind aufgefordert, die ausgestrahlten Töne in transkribierter Form per Mail, Telefon, Fax, Telegramm, mp3 oder Post zurückzuschicken. Das während der Sendung eingegangene Material ersetzt die ursprünglich ausgestrahlte Fassung. Dieses wird nun ebenfalls wieder ausgestrahlt und damit eine interaktive Radiosprachmaschine in Gang gesetzt.

Das Experiment wird vom Kulturprogramm des Nationalen Hörfunks live auf den Mittel- und Langwellenfrequenzen MW 990 /855 kHz und LW 153/177 kHz sowie in DVB-S und als Livestream übertragen.

Aus allen, auch später eingegangenen Skripten, komponiert Bosetti in einem zweiten Schritt eine Collage. Diese wird am Freitag, dem 3. Juli, um 0:05 Uhr in der Sendung Klangkunst von Deutschlandradio Kultur ausgestrahlt.

Für die Idee und Realisierung des Projektes "arcoparlante" erhielt der Klangkünstler Alessandro Bosetti ein Arbeits-Stipendium des Instituts International de Musique Electroacoustique in Bourges.

Eine Vorpremiere findet am 19. März um 20:00 Uhr in der Stiftung "Brandenburger Tor" im Max-Liebermann-Haus in Berlin statt. Der Eintritt ist frei.

Für Rückfragen steht Marcus Gammel zur Verfügung. Tel.: 030/8503-5585.""


Höre gerade rein. Erinnert mich alles ein wenig an kalten (Spionage-) Krieg in Äther. :-)
Antworten:
Zitat

20-24 Uhr öffnet Deutschlandradio Kultur seine Mittel- und Langwellenfrequenzen für ein ungewöhnliches Experiment, das am ehesten als "stille Post im Äther" bezeichnet werden kann.

Danke
Nur die 153 - die 207 bringt das reguläre Programm. BEi MW ist auch "nur die 990 betroffen (halt die üblichen Dok & Deb Verdächtigen)
Es klingt wirklich "ein wenig nach kalten (Spionage-) Krieg in Äther".

von mor_ - am 21.03.2009 19:50
Höre das ganze Spektakel gerade über die 990 kHz. Hier in Duisburg mischen sich momentan vermeintliche Koranverse aus Britz in geradezu diabolischer Weise mit Cadena SER/Radio Bilbao.
Über die sumpfig vermuffte 153 kHz ist das Ganze ein eher (ohren)beleidigendes Klangexperiment. Ob dieses technische Detail dem Künstler wohl bekannt gewesen war? ;-)

von O'D - am 21.03.2009 20:33
Die LW 177 kHz kommt hier in der Mitte Deutschlands sehr gut.

von digifreak - am 21.03.2009 21:15
Göttingen ist aber nicht die Mitte Deutschlands.;)

von Mc Jack - am 21.03.2009 21:41
Ich hab' mal bei der 177 und 990 kHz reingehorcht. Die Britzer 990 kHz klingt im Roehrenkasten "Stradivari II" mit Bandbreitenregler auf "breit" erstaunlich voll. Mit der 177 kHz kann ich klanglich nichts anfangen. Sie ist in meinen Ohren eindeutig sprachoptimiert und klingt daher zwar sehr laut aber auch recht flach. Allerdings hat sie kaum hoerbaren Rauschanteil, die 990 kHz rauscht im Audiosignal etwas.

Beide Sender sind Ortssender. Den Zehlendorfer kann ich sogar aus dem Schlafstubenfenster blinken sehen.

von PowerAM - am 21.03.2009 22:00
Manchmal reibt man sich die Augen (oder in dem Fall die Ohren), was die da mit den Gebührengeldern anfangen..."da darf ich Ihnen unterstellen, daß Ihnen da der intellektuelle Zugang fehlt" höre ich den Autor sagen (frei nach Hape Kerkeling in "Hurz")...okay, dann bin ich GERNE Kulturbanause :joke:


von Peter Schwarz - am 21.03.2009 22:33
Zitat
Peter Schwarz
Manchmal reibt man sich die Augen (oder in dem Fall die Ohren), was die da mit den Gebührengeldern anfangen..."da darf ich Ihnen unterstellen, daß Ihnen da der intellektuelle Zugang fehlt" höre ich den Autor sagen (frei nach Hape Kerkeling in "Hurz")...okay, dann bin ich GERNE Kulturbanause :joke:


Zahlst Du denn Gebühren? ;-)

Ich fand die Aktion recht originell. Habe meinen Britz/Radio Bilbao-Kauderwelsch (s.o.) zurück geschickt. Wurde dann auch prompt weiterverwurstet und wieder gesendet. Schade, daß Dradio die ganze Sache nicht mit einem Reichweitentest verknüpft hat.
Zumindest weiß man in Berlin jetzt, wie furchtbar sich Dradio Kultur mangels UKW-Abdeckung im Raum Duisburg über Mittelwelle anhört. Allerdings wage ich zu bezweifeln, daß dies dort irgend jemand außer dem Künstler selbst wirklich interessiert.


von O'D - am 22.03.2009 04:58
Zum Glueck gibt es ja noch die 177 kHz aus Zehlendorf, die ausser im Suedwesten doch ziemlich anstaendig gehen duerfte. Sie ging bis weit nach Osteuropa ganz manierlich. Selbst in Finnland hatte ich sie im vergangenen Jahr noch gut bis sehr gut hoeren koennen. Die Reichweite der 990 kHz aus Britz duerfte dagegen recht begrenzt sein. Schade, denn sie ist gut moduliert und fuer einen deutschen MW-Sender klanglich recht ansprechend.

von PowerAM - am 22.03.2009 06:17
Zitat
PowerAM
Zum Glueck gibt es ja noch die 177 kHz aus Zehlendorf, die ausser im Suedwesten doch ziemlich anstaendig gehen duerfte.

Ja, im Südwesten geht wegen Europe1 nicht viel. Während der nächtlichen Sendepause von Felsberg ist Zehlendorf aber in aller Regel gut hörbar.

Zitat
PowerAM
Die Reichweite der 990 kHz aus Britz duerfte dagegen recht begrenzt sein.

Die nächtliche Reichweite dünkt mich aber nicht so schlecht. Die 990 war hier in der Bodenseeregion die beste Möglichkeit, das Deutschlandradio zu hören, als es noch nicht via DAB und über die Konstanzer UKW-Funzel empfangbar war.

Zum eigentlichen Thema: vermutlich hätte ich da nicht allzulange zugehört. Ähnlich wie Peter fehlt mir für solcherlei "Kunst" der intellektuelle Zugang... ;)

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 22.03.2009 07:27
...mir ebenfalls. ;)

von PowerAM - am 22.03.2009 10:36
Kann mir auch nicht denken, das da großartig Zuhörer gefunden worden sind. 4 Stunden lang wird sich das keiner antun.

von 88,7 MHz - am 22.03.2009 10:47
Bewusstseinserweiternde Substanzen haetten hilfreich sein koennen! ;) In der Tat habe ich auch ueberlegt, fuer wen die HF-Energie in die Luft gestrahlt wurde. Aber offenbar hat's ja doch jemand gehoert - wenn auch nicht komplett.

von PowerAM - am 22.03.2009 11:00
Naja, hier in Tampere ging im September gegen 14:00 Uhr sowohl auf der 177 und der 990 Nullkommagarnix im Sangy draußen am See.
Der Test Mitte November gegen 16-17 Uhr förderte dann jedoch beide QRGs zu Tage, wobei sie nicht sonderlich stark waren. Die 990 kam nur etwas besser an als die 891 von Radio538, die ich dort in erschreckend guter Qualität und Stabilität empfangen konnte.
Während des "kaamos" im Dezember rechne ich jedoch mit dauerhaften Empfang von DKultur, sprich auch während der Tageszeit.

von Tornado Wayne - am 22.03.2009 12:55
Zitat
Mc Jack
Göttingen ist aber nicht die Mitte Deutschlands.;)



Mitschnitte || Technik || Dütt un Datt
Klangkunst auf den Dradio Langwellen am Samstag, den 21.III./'09 von 20:00 bis 24:00 Uhr.
HI meets OS
Deep Space Night '99 - Möge die Nacht mit euch sein.

Laut amtl. Vermessungen soll der Mittelpunkt Deutschlands im Eichsfeld liegen, nicht weit von Göttingen.

von digifreak - am 22.03.2009 17:42
Zitat
Peter Schwarz
Manchmal reibt man sich die Augen (oder in dem Fall die Ohren), was die da mit den Gebührengeldern anfangen...

Das ist ja das gute am gebührenfinanzierten Rundfunk, es sind auch mal Experimente möglich,
ohne das sofort irgendwelche Shareholdervalue-süchtigen Erbsenzähler im Karee springen.
Daß man natürlich nicht dauerhaft am Publikum vorbeisenden darf, versteht sich von selbst,
es muß aber auch Platz für Experimente da sein.


von Nohab - am 22.03.2009 20:10
Zitat
O'D
Zumindest weiß man in Berlin jetzt, wie furchtbar sich Dradio Kultur mangels UKW-Abdeckung im Raum Duisburg über Mittelwelle anhört


Ich hau Dich gleich! Diese Ätherverschmutzung ist sehr auch in Duisburg auf UKW zu ertragen! (Natürlich nicht dieses Experiment! Wenn die dafür ein Drittes Proramm machen wollen, dann gehört der Intendant in die Klappse!). Jedenfalls ist Deutschlandradio Kultur von den Standorten Viersen, Krefeld und Rheinberg praktisch flächendecken in Duisburg zu empfangen. Im Gegenteil: Die Sender von DKultur kommen mir vor wie diese Störsender im früheren Ostblock, damit man keinen "Feindfunk" hören kann. Wozu brauchen wir in NRW drei Laberprogramme, und haben kein einziges gutes Musikprogramm?

von Exidor - am 23.03.2009 05:20
DKultur sollte man musikalisch echt mal ausbauen.

von Japhi - am 23.03.2009 08:20
Zitat
Erwin Lindemann
Zitat
O'D
Zumindest weiß man in Berlin jetzt, wie furchtbar sich Dradio Kultur mangels UKW-Abdeckung im Raum Duisburg über Mittelwelle anhört


Ich hau Dich gleich! Diese Ätherverschmutzung ist sehr auch in Duisburg auf UKW zu ertragen! (Natürlich nicht dieses Experiment! Wenn die dafür ein Drittes Proramm machen wollen, dann gehört der Intendant in die Klappse!). Jedenfalls ist Deutschlandradio Kultur von den Standorten Viersen, Krefeld und Rheinberg praktisch flächendecken in Duisburg zu empfangen. Im Gegenteil: Die Sender von DKultur kommen mir vor wie diese Störsender im früheren Ostblock, damit man keinen "Feindfunk" hören kann. Wozu brauchen wir in NRW drei Laberprogramme, und haben kein einziges gutes Musikprogramm.


:-)
Ja ja, die Geschmäcker....
Außerdem finde ich, daß es völlig ausreicht, wenn Ernst Elitz sich in den Ruhestand verabschiedet. Die Kosten für die Klapse würden die Solidargemeinschaft nur zusätzlich belasten.

von O'D - am 23.03.2009 19:53
Zitat
Japhi
DKultur sollte man musikalisch echt mal ausbauen.


Die Musik war bis vor der Programmreform bei Dradio Berlin im März 2005 tagsüber eine wirkliche Wohltat im Vergleich zu WDR II & Co. Heute sind die Musikbeiträge innerhalb des engen Radiofeuillton-Korsetts des Öfteren einfach nur ein Grund zu Abschalten. Oper und Operette haben meiner Ansicht nach tagsüber dort nun wirklich nichts verloren. Für die ganzen Kulturayathollas gibt's ja denn auch WDR III, SWF II und Bayern IV.

von O'D - am 23.03.2009 20:04
Kultur ist völlig in Ordnung, nur es gibt in NRW ja auch noch WDR 3 und WDR 5. Da brauchen wir nicht noch gleich 2 bundesweite Sender, die ebenfalls in diese "Nische" springen. Ich finde es auch in Ordnung, dass es gebührenfinanzierten Rundfunk gibt, der eben nicht kommerzorientiert ist. Aber gerade die beiden Deutschlandsender sind ein Beispiel für echten Beamtenfunk. Furztrocken, totlangweilig, wie die Sendung vom Samstag auf AM, sowie die Musikauswahl im Allgemeinen, zeigt, vollkommen dem Weltlichen entrückt. Finden die Mitarbeiter dort denn nicht selbst, dass Radiomachen auch Spaß machen sollte? Das ganze wäre ja auch halb so wild, wenn die nicht durch ihre Funzeln auf UKW den Empfang "alteingesessener" Sender massiv stören würden.

von Exidor - am 24.03.2009 05:26
Zitat

Die Musik war bis vor der Programmreform bei Dradio Berlin im März 2005 tagsüber eine wirkliche Wohltat im Vergleich zu WDR II & Co.


Völlige Zustimmung!!

von Japhi - am 24.03.2009 12:37
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