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RSH und Delta sollen Hamburger Frequenzen abgeben

Startbeitrag von peeraxel am 06.10.2009 05:18

Die Hamburger Medienpolitik ist aufgewacht. Es geht um die beiden Frequenzen vom Heinrich-Hertz-Turm 100,0 und 93,4. Eingerichtet wurden sie einst, um angebliche Lücken im Raum Wedel (SH) zu beseitigen. Das ist wohl der einzige Füllsender der Welt, der beachtliche 2 kW sozusagen über eine Großstadt hinweg ausstrahlt, um marginale Lücken in mehr als 10 km Entfernung zu schließen (das war mal die offizielle Begründung). Dabei sind überall RSH und Delta über Kisdorf (102,9 und 107,4) ausreichend gut zu hören. Mal sehen, was rauskommt. In der Pressemitteilung ist etwas von neuen Musikformaten zu lesen. Möglicherweise bekommt Wedel als Ausgleich noch zwei Funzeln dazu, was aber eigentlich Quatsch wäre.

Wahrscheinlich betrifft es auch die Bergedorfer 102,0 und 107,7. Hoffentlich kommen sie bald auch auf die Idee, die Doppelbelegungen von 103,6/104 (RHH) und 91,7/106,8 (106,8 RocknPop) aufzulösen.

Dazu:
Hamburger Abendblatt

und:
GAL-Pressemitteilung (Server hat momentan Probleme)
Die 50 interessantesten Antworten:
Wenn schon Neuordnung, dann sollte auch Alsterradio und Radio Hamburg die unsäglichen Cityfrequenzen entzogen werden. Wenn man zudem die Bergedorfer Kanäle zum Hertz-Turm umkoordiniert, könnten so bis zu sechs neue Programme auf UKW entstehen: 91,7; 93,4; 100,0; 102,0; 104,0 und 107,7 MHz.

von Wiesbadener - am 06.10.2009 05:57
Jetzt geht der GAL-Server wieder. Das Zauberwort lautet "redaktionelles Musikradio". Ist eigentlich "Flux FM - ein Programm von Motor FM für Hamburg" wie angekündigt vom 12.9.-11.10. auf 106,0 in Hamburg on-air? Vielleicht fährt der Zug ja in diese Richtung.

Auffällig übrigens, dass die genannte Frequenz im GAL-Schreiben eindeutig falsch ist (100,7). Irgendwie passiert es häufig, dass in redaktionellen Beiträgen und Zeitungen Frequenzen falsch genannt werden. Scheint ein schwieriges Thema zu sein.



von peeraxel - am 06.10.2009 07:02
Abwarten, einige Frequenzen dürften auch nach eine Umkoordinierung mit ähnlich niedriger Leistung gefahren werden wie bisher und den Hamburger Metropolraum nach wie vor nicht zufriedenstellend versorgen! In diesem Schritt müssten alle HHT-Frequenzen mit mindestens 0,5 - 1,0 KW betrieben werden um die gesamte Stadt vernünftig auszustrahlen!

von Analogkaese - am 06.10.2009 08:28
Zitat

Hoffentlich kommen sie bald auch auf die Idee, die Doppelbelegungen von 103,6/104 (RHH) und 91,7/106,8 (106,8 RocknPop) aufzulösen.


Halte ich für sinnvoller als die 93,4/100,0 zu nehmen, wenn man nur 1-2 neue Programme will. RHH und 106,8 sind ohne Füllfrequenzen bereits in ganz Hamburg problemlos hörbar auf NDR-Standard. NDR 2 hat auch keine Frequenz am Mittelweg oder gar am Fernsehturm.

Zitat

Ist es denn (politisch) gewollt, den Markt neu aufzuteilen?


Naja, die Grünen wollen es wohl. Ich werd mal den Abgeordneten anschreiben.

Zitat

Ist eigentlich "Flux FM - ein Programm von Motor FM für Hamburg" wie angekündigt vom 12.9.-11.10. auf 106,0 in Hamburg on-air? Vielleicht fährt der Zug ja in diese Richtung.


Die sind on-air und genau die gleichen Leute, die sich für Flux FM eingesetzt haben, stehen hinter der neuen PM. Jetzt kommst du ;)

Zitat

In diesem Schritt müssten alle HHT-Frequenzen mit mindestens 0,5 - 1,0 KW betrieben werden um die gesamte Stadt vernünftig auszustrahlen!


Vergiss nicht, dass alle Fernsehturm-Frequenzen der Hamburger Programme bislang mit nicht mehr als 200 W laufen. DRadio und FSK lässt man gar mit 50 W herumbollern, die kommen trotzdem noch ganz gut zumindest bis Ohlsdorf.

von -Ole- - am 06.10.2009 08:53
Ja, bis Ohlsdorf mobil, aber fahre mal in die Stadtteile Lemsahl-Mellingstedt, Duvenstedt, Bergstedt etc. da kann man nur noch vom HHT Energy oder Oldie 95 einigermaßern hören, alle anderen HHT Frequenzen, die von DKultur, FSK oder Tide kommen dort nicht mehr an!

von Analogkaese - am 06.10.2009 08:58
Ich weiß. Mobil ist da nichts, mit Dachantenne kommt wenigstens Tide noch ins Umland. DRadio und FSK haben natürlich grottige Leistungen. Wenigstens sind die Frequenzen einigermaßen frei, so kommt DRadio im Stadtgebiet ganz ohne den Original-Zischensound daher. Wo Schwerin stärker ist, da kommt vom Fernsehturm eh nix mehr an ;)

von -Ole- - am 06.10.2009 09:11
Genau genommen geht es bei der Diskussion nur um ein journalistisches Musikradio wie Flux (Motor) FM oder byte.fm. Ein Gutachten dürfte schnell feststellen, dass ohne die 93,4 und 100,0 R.SH oder Delta Radio Versorgungslücken an der Elbe haben. Der Lohbrügger Sender steht ja ohnehin an der Stadtgrenze, und die 102,0 und 107,7 senden nach Schleswig-Holstein gerichtet.

Sinnvoller wäre es Alsterradio die 91,7 zu entziehen. Denn ein 40 kW-Sender reicht freilich aus um Hamburg flächendeckend zu versorgen. Anders sieht es bei Radio Hamburg aus, hier könnte man argumentieren, der Sender benötige die 104,0, weil Billig-Empfänger rund um den Hertz-Turm Probleme haben könnten die benachbarte 103,6 sauber zu empfangen.

von Wiesbadener - am 06.10.2009 09:26
Zitat

Denn ein 40 kW-Sender reicht freilich aus um Hamburg flächendeckend zu versorgen.


Bald sollen es doch 80 kW werden und das aus Moorfleet. Oder ist das wieder eingeschlafen?

Zitat

Anders sieht es bei Radio Hamburg aus, hier könnte man argumentieren, der Sender benötige die 104,0, weil Billig-Empfänger rund um den Hertz-Turm Probleme haben könnten die benachbarte 103,6 sauber zu empfangen.


Man könnte die 104,0 als Ersatz für die 93,4 nach Wedel verlagern ;)

von -Ole- - am 06.10.2009 09:30
Nichtsdestotrotz müssen diese Versorungslücken, wenn vorhanden vor Ort ausgemerzt werden, hierbei könnte die Lösung lauten die Leistung von N-Joy zu erhöhen um die 91.4 von Rosengarten nach Wedel umzukoordinieren und gleichzeitig die 95.6 abzutreten. Aber da könnten wir jetzt wieder ellenlange Möglichkeit erspinnen, das Wichtigste wird es jetzt sein den Rundfunkstaatsvertrag zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein zu kündigen, und der Antrag wird ja morgen gestellt!

von Analogkaese - am 06.10.2009 09:32
Zitat
-Ole-
Bald sollen es doch 80 kW werden und das aus Moorfleet. Oder ist das wieder eingeschlafen?


Nachtrag: die Frequenz war tatsächlich mal so im GE84 aufgetaucht, aber warum das Alsterradio mit maximal 32 KW (und das auch nur gerichtet) sendet war mir selber nie ganz schlüssig, zumal vom heutigen Turm in Rahlstedt aus deutlich geringerer Höhe als aus Moorfleet gesendet wird.

von Analogkaese - am 06.10.2009 09:35
Ihr vergesst, dass auf 104 FM und 91-7 vereinzelt immer noch in den Abendstunden Regionalsendungen für den Kernbereich der Stadt laufen - wenn auch nur sporadisch und in großen Abständen.

Nehmen mir folgendes Szenario an:
Alle überflüssigen Frequenzen werden frei.

Dann wird der DLF als erstes Bedarf für die 100+102 anmelden, auf 93-4 + 107-7 kommt dann DLR Kultur. Das dürfte sicher sein.

Frei wären dann:
88-7
89-1
91-7
96-5
104

Auf die schwächste davon (891) käme dann Flux FM, die 96-5 in Ahrensburg bekommt Radio Nora.
Eventuell könnte Njoy noch seine 94-2 mit der besseren 88-7 tauschen, dann würden die Füllsender im Umland überflüssig.

Und der Rest?

Ich möchte auch noch folgende Frequenzen in Frage stellen:
95-6 Wedel
91-4 Langenrehm
100-9 Bergedorf
88-1 Bergedorf

Damit könnte sich schon was anfangen lassen.

Die frage ist nur: Gibt es Bedarf? Radio 21 hat noch eine 100-6 in rosengarten und eine 101-6 in Dannenberg aber sie haben kein Interesse die Sender aufzuschalten !Und wozu sollte man die Frequenzen umkoordinieren?

Eine Frequenz würde sicher an einen religiösen Anbieter gehen. Vielleicht stampft Radio HH ja auch in letzter Minute einen Jugendsender aus dem Boden um die Frequenz nicht zu verlieren.

von - - am 06.10.2009 09:38
Stimmt, DKultur könnte man in Gleichwelle zu Cuxhaven (welcher an vielen Ecken der Stadt sogar mit RDS geht) und in "Nachbarschaft" zur 107.8 aus Nemünster betrieben werden.

DLF ist doch mit seiner 88.7 nicht schlecht versorgt, zumindestens nicht schlechter als er dass mit der 100.0 wäre, vergiss nicht dass die 88.7 quasi ein Füllsender ist, schließlich gibt es im Umland die 101.9, die 102.2 und die 107.1!

N-Joy bräuchte seine Frequenz gar nicht tauschen, die 94.2 könnte problemlos mit 25-35 KW senden!

Inwiefern die 96.5 betroffen wäre, würde mich interessieren, sie sendet immerhin aus SH, wenn auch stark auf Hamburg gerichtet!

Wenn man anfängt in Moorfleet munter Frequenzen zu tauschen würde bestimmt auch ein Auge auf die 89.5 von Welle Nord geworfen, aber das halte ich für weit hergeholt!

Wenn tatsächlich Frequenzen frei würden, wäre auch sunshine live ein potenzieller Bewerber, schließlich haben die sich bis jetzt auf jeden freie Frequenz in Deutschland beworben, und sollte es tatsächlich so eintreten dann wäre dies ein herber Schlag für die Hamburger Jugendradioszene und ein kräftiger Tritt in den Allerwertesten endlich aus dem Dornröschenschlaf zu erwachen in welchen man sich selbst vor einiger Zeit mit Baldrian FM (N-Joy) versetzt hat!

von Analogkaese - am 06.10.2009 09:45
Zitat

Zu erwähnen ist noch, dass die 93,4 und 100,0 ursprünglich niedersächsische Frequenzen waren, beide koodiniert mit je 2 kW am Standort Rosengarten mit Rundstrahlung.


Echt? Aus Genf noch?! Wie ist HH denn da rangekommen?

Zitat

Ihr vergesst, dass auf 104 FM und 91-7 vereinzelt immer noch in den Abendstunden Regionalsendungen für den Kernbereich der Stadt laufen - wenn auch nur sporadisch und in großen Abständen.


Zwei Stunden pro Woche ;)

Zitat

Dann wird der DLF als erstes Bedarf für die 100+102 anmelden


Der DLF hat doch schon 3 kW aus Moorfleet rund. 100,0/102,0 sind nicht (viel) besser. Da lohnt sich der Aufwand einer Umstellung m.E. nicht.

Zitat

N-Joy bräuchte seine Frequenz gar nicht tauschen, die 94.2 könnte problemlos mit 25-35 KW senden!


Richtig. Wundert mich auch sehr. Vielleicht will der NDR die 94,2 absichtlich nicht hochkoordinieren wegen der Uralt-Geschichte vor dem VGH? Ist aber extremst spekulativ.

Zitat

Inwiefern die 96.5 betroffen wäre, würde mich interessieren, sie sendet immerhin aus SH, wenn auch stark auf Hamburg gerichtet!


Die 96,5 soll wohl da aushelfen, wo die 107,4 durch Schwerin gestört wird. Kann ich nicht beurteilen, ob das ausgerechnet um Ahrensburg der Fall ist. Im Norden von Hamburg (aus Ahrensburg auf einer Achse Richtung Langenhorn) ist sie aber teilweise echt stärkste Delta-Frequenz.

von -Ole- - am 06.10.2009 10:04
Die 89-5 ist doch noch eine historische Altlast aus der NWDR1 Zeit.
Im Grunde würde die für NDR 90-3 völlig ausreichen um die Stadt zu versorgen.

Damit hätte man eine 80 kW Frequenz frei !

Die 96-5 ist meines Erachtens unsinnig, der Mast steht direkt zwischen 107-4 und 107-9 Eine davon geht überall. Dazu kommen noch Kiel, Eutin und weiter nordwestlich Heide. Früher ging es doch auch ohne.

Ansonsten müsste RSH auch eine Füllfrequenz bekommen und Radio Nora erst recht (Störsituation Bremen / Schwerin). Die Empfangslage der 101-1 ist finde ich brisanter. Daher die 96-5 bei Nora besser aufgehoben.

von - - am 06.10.2009 10:04
Die 89,5 ist für den Kreis Pinneberg nötig. Kann man sich auch mal in Radio Mobile berechnen lassen, dort fällt die Welle-Nord-Kette ohne Moorfleet auf breiter Front unter die "magischen" 54 dB. Alternative wäre eine Verlagerung der 106,4 Richtung Südwest, z.B. in die Nähe von Elmshorn, wie ursprünglich geplant.

von -Ole- - am 06.10.2009 10:07
Ist im Moment nur ein Antrag ueber den also noch abgestimmt werden muss.
Weitere Programme sind sicher zu begruessen und Delta / RSH werden auch ohne den HH Turm ordentlich empfangbar sein, waren sie ja vor der Aufschaltung der Zusatzfrequenzen auch. Im Sueden schaltet es im Auto auch heute schon auf Kaltenkirchen um.
Ob nun FluxFM unbedingt als Bereicherung dient? FSK 93.0 und Tide 96.0 sind in dem Bereich eigentlich schon ausreichend. Man sollte sich dann an Berlin orientieren und z.B. Jazz, HipHop usw. aufschalten. Ausserdem koennte man auch weitere Frequenzen koordinieren, im Vergleich zu gegenden wie Frankfurt am Main ist es hier richtig leer im Band:(

von Nordlicht2 - am 06.10.2009 10:09
Die 106,8 kommt nun einmal nicht von Moorfleet wie die 103,6. Wahrscheinlich wird man mit der niedrigeren Höhe der 106,8 argumentieren.
Generell ist zum Raum Hamburg zu sagen, daß die niedersächsischen Frequenzen aus Rosengarten nahe der Stadt von einem hohen Standort abgestrahlt werden - das ist bei Kaltenkirchen/Kisdorf in Schleswig-Holstein eben leider nicht so.
Am besten wäre es, stärkere Frequenen mit einer Richtrahlung für SLH vom Heinrich-Hertz-Turm zu koordieren. Da es bisher Frequenzen für SLH am Heinrich-Hertz-Turm gab, wäre das sogar medienpoltisch durchsetzbar. Der Standort Kaltenkirchen ist nicht wirklich gut. Interessant wäre z.B., die 100,0 stärker zu koordinieren und ev. die 101,5 von Berkenthin zu übernehmen und die 102,9 dorthin zu verlagern.

von Stefan Z. - am 06.10.2009 10:11
Zitat

Die 106,8 kommt nun einmal nicht von Moorfleet wie die 103,6. Wahrscheinlich wird man mit der niedrigeren Höhe der 106,8 argumentieren.


Kann man ja ändern.

Zitat

Generell ist zum Raum Hamburg zu sagen, daß die niedersächsischen Frequenzen aus Rosengarten nahe der Stadt von einem hohen Standort abgestrahlt werden - das ist bei Kaltenkirchen/Kisdorf in Schleswig-Holstein eben leider nicht so.


Das stimmt eben.

von -Ole- - am 06.10.2009 10:21
106.8 Ist ja schon fuer Moorfleet koordiniert. In paar Monaten oder gar Wochen werden wir sehen ob am neuen Mast in Hoeltigbaum auch ein UKW Feld montiert wird oder nicht. Derzeit ist er erst auf ca. 200m, fehlt noch etwas an Hoehe. :cool:

von Nordlicht2 - am 06.10.2009 10:25
Die MA HSH scheint vorgewarnt gewesen zu sein

http://www.ma-hsh.de/pm-32-09-optimierung-der-radiofrequenzen.html

Da ist nur noch die Rede von verbesserter Umlandversorgung der HH-Programme. Also weiter der alte Konkurrenzverhinderungskurs der HAM/ULR.

Zitat

„Die MA HSH hat deshalb Anfang September dieses Jahres ein Gutachten in Auftrag gegeben, in dem untersucht werden soll, inwieweit in Hamburg sowie in den umliegenden Kreisen durch Koordinierung lokaler Kapazitäten die Versorgungssituation für bestehende kleinere Veranstalter aus Hamburg, aber auch aus Schleswig-Holstein, verbessert werden kann“, so Fuchs weiter.


"lokale Kapazitäten" klingt nach weiteren Füllsendern. Der "kleinere Veranstalter" aus SH ist natürlich Nora. Denen fehlt ja noch ne Frequenz in Wedel. Oh. Und Klassik Radio könnte noch was in Bergedorf gebrauchen, oh. Dann ist leider keine Frequenz mehr frei in Hamburg.

von -Ole- - am 06.10.2009 10:26
Wie wäre es denn die 102.9 und die 107.4 von Kaltenkirchen direkt nach Hamburg zu verlagern? Sei es nun von Moorfleet oder vom HHT aus. Problem wäre naürlich nur die 101.1 wegen der Störungen mit Bremen 4 und Antenne MV. Die 102.9 kann man inzwischen nur noch schlecht nach Berkenthin verlagern, da in Schwein nun NDR 1 Radio MV auf derselben Freuquenz ein Lokalprogramm ausstrahlt. Der Standpunkt dass die 100.0 und 93.4 ursprünglich rund koordiniert waren ist ein interessanter Schlußpunkt, da ich bisher davon ausgegangen bin dass eine Rundstrahlung zumindestens von der 93.4 wegen der 93.3 von NDR Kultur aus Dannenberg nicht möglich wäre!

von Analogkaese - am 06.10.2009 10:26
Weitere Fuellfrequenzen ist dann wirklich eine Konkurenzverhinderungspolitik.
Man koennte ganz einfach die Leistung der bestehenden Frequenzen erhoehen. Die 89.1 oder auch die 105.5 Kaltenkirchen sind so ein Beispiel. Die stoeren nirgends ausser letztere bei 1Live und der ist eh nicht fuer Hamburg!
Die Zufunzelung ist aber Deutschlandweit darauf angelegt wenig verschiedene Programme on Air zu haben. Das wird sich auch nach dem DAB Ende nicht aendern.

von Nordlicht2 - am 06.10.2009 10:33
Zitat
-Ole-
Die 107,4 ist wegen der Nachbarsender nicht besser. 107,3 Schwerin lässt grüßen.


Richtig, aber man bräuchte die 20 KW nicht rund zu fahren, eine Ausblendung nach Osten würde dort helfen und östlich von Hamburg gehen dann sowieso schon Lauenburg und Berkenthin!

von Analogkaese - am 06.10.2009 10:36
Zitat
http://209.85.135.132/search?q=cache:trA5vao3tl0J:www.radiohamburg.de/Artikel/Radio-Hamburg/Deutsche-Nacht-vom-08.09.09+Radio+Hamburg+104.0&cd=2&hl=de&ct=clnk&gl=de
Alle zwei Wochen hören Sie bei Radio Hamburg die Deutsche Nacht. Didi Menkens stellt Ihnen in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zwischen 23 und 1 Uhr neue Künstler und Musik aus Deutschland vor, die auf dem besten Weg sind, die Charts zu erobern. Natürlich gibts auch schon bekannte Künstler, die eine neue Single oder ein neues Album am Start haben - auf der Radio Hamburg Cityfrequenz 104.0!

Zitat
wikipedia
Auf der „Cityfrequenz“ (104,0 MHz mit 0,16 kW) werden dann zum Teil Sport-und Eventveranstaltungen übertragen


Pressemitteilung der MA-HSH aus 2005: HAM verlängert Lizenz für Radio Hamburg
Zitat
MA HSH
in der Hamburger
Innenstadt noch über die zusätzliche City-Frequenz 104,0 MHz. Die parallele
Ausstrahlung auf dieser Frequenz ist für Radio Hamburg notwendig, um in der
Innenstadt einen störungsfreien Empfang insbesondere für Autoradios zu
gewährleisten. Die Innenstadt-Frequenz bietet Radio Hamburg zugleich die
Möglichkeit, ein City-Fenster auszustrahlen. Hier können in Spezialsendungen
außerhalb der Hauptsendezeit Themen mit Hamburg-Bezug breiter dargestellt
werden.


Anderer Thread zum Thema: http://forum.mysnip.de/read.php?8773,195207

Zu Alsterradio/91.7 war nur im Tigerentenforum ein Eintrag zu finden, daß das City-Magazin jetzt auch über die Hauptfrequenz abgestrahlt würde. Womit die 91.7 überflüssig wäre... (oder läuft da noch etwas anderes neben dem City Magazin?)

von iro - am 06.10.2009 10:39
Die Schweriner 107,30 MHz muss in Hamburg nicht geschuetzt werden. Das heisst natuerlich nicht, dass man mit einem 80 kW-Zuender von Moorfleth 100 kHz hoeher dagegen anstinken muss, aber eine Cityfunzel im einstelligen kW-Bereich ist durchaus machbar. Oder auf was wolltet ihr hinaus?

von PowerAM - am 06.10.2009 10:41
Die 107.4 hat dafuer Einzuege nach Sueden wohl damit man nachweisen konnte, dass die 93.4 in Hamburg absolut notwendig ist. Einen anderen Grund kann es kaum geben. Und vergiss Ahrensburg 2kW fuer Delta nicht, die muss auch unbedingt sein.

Aber wenn man nun schon anfaengt nach moeglichen und sicher auch sinnvollen Aenderungen an den Richtdiagramen zu suchen, dann sind wir ja schnell bei ner Zerobase angekommen:cool:

Uebrigens, die Regionaleinspielungen auf RSH und Delta tragen auch den Namen Hamburg im RDS. Man sendet also fuer Hamburg und verkauft sicher auch die Werbung so.

von Nordlicht2 - am 06.10.2009 10:58
Eben, die Zerobase, wir sind schon wieder weit übers Ziel hinausgeschossen, denn eigentlich ginge es ja nur darum die 93.4, 100.0, 102.0, und 107.7 freizubekommen. Wenn ich mir 4 Programme aussuchen dürfte dann wären das wohl:

Funkhaus Europa
Motor FM (mit Hamburg-Fenster)
sunshine live und ein
Black-Music Sender wie früher Jam FM oder 98.8 Kiss FM!

von Analogkaese - am 06.10.2009 11:23
@Nordlicht:
Ahrensburg 96,5 gibt es nur aufgrund der Interferenzbelastung HH-Turm 104,0 versus Bungsberg 104,1.
@Moe Szyslak:
Die 102,8 wird aus Marlow und nicht aus Schwerin abgestrahlt. Marlow ist nicht so supergut, so daß die 102,9 in Berkenthin mit einem leichten Einzug gehen müßte. Sie wäre dann ein Ersatz für die 101,5; die dann zum HH-Turm wandert (dafür müßte man allerdings die 101,6 in Otterndorf streichen). Die 100,0 würde dann auf dem HH-Turm enorm hochkoordiniert werden und könnte wie die 101,5 von Westen über Norden bis Osten ein Halbdiagramm bekommen. Damit gäbe es zwei Frequenzen auf dem HH-Turm für RSH und Delta Radio. Da der Telekom-Fernsehturm im Kieler Süden sehr hoch ist, gäbe es südlich von Neumünster keine Probleme. Es gäbe kleinere Probleme Richtung Heide aufgrund der großen Entfernung, aber dies könnte durch zwei kleinere Füllsender im Bereich Itzehoe behoben werden.

von Stefan Z. - am 06.10.2009 11:23
Zitat
Moe Szyslak
Mir ist bewußt dass NDR Info in Marlow die 102.8 betreibt, aber laut http://fmscan.org/main.php][/url] hat NDR Radio MV jetzt in Schwerin die 102.9 für ein Lokalfenster in Betrieb!


Das ist das NDR-Veranstaltungsraduio zur BUGA, das Ende Oktober aber wieder eingestellt wird. Die 102,9 fällt dann an die Staatskanzlei zurück.

von Wiesbadener - am 06.10.2009 11:31
Zitat

Das ist das NDR-Veranstaltungsraduio zur BUGA, das Ende Oktober aber wieder eingestellt wird. Die 102,9 fällt dann an die Staatskanzlei zurück.


Stimmt nicht!
Der Sender wird bis Ende folgenden Jahres noch betrieben! Gesendet wird von der N-JOY antenne.
Die Frequenz wurde dem NDR bis zum 31. 12. 2010 zugewiesen, damit darüber im nächsten Jahr die 850 Jahr Feier von Schwerin übertragen werden kann. (Quelle: NDR)
Alles andere ist schlichtweg eine unwahre Behauptung die jeglicher Grundlage entbehrt.

Im Übrigen lassen sich RSH und RMV1 je nach Antennenausrichtung wunderbar trennen. beide O=5

Zitat

Die Schweriner 107,30 MHz muss in Hamburg nicht geschuetzt werden.


Das ist wohl richtig. Bei dieser Koordinierung handelt es sich um eine gewollte Altlast aus der Zeit des Kalten Krieges. Damals wurde der Sender vorsätzlich gestört.

Fakt ist aber auch: Entlang der Grenze in der Schaalseeregion sowie auf den Autobahnen ist stellenweise kein zufriedenstellender Ostseewelle Empfang mehr gegeben. Die Westmecklenburger müssen die Antenne schon sehr genau ausrichten für ein zischelfreies Hör-Erlebnis. Besonders bei Tropo macht Delta der OW das Leben schwer und macht sich durch ein deutliches Kratzen und Zischeln bemerkbar: http://www.youtube.com/watch?v=tQIk4sDP31s&feature=channel_page

Die 94-7 ist da nicht besser, weil stark gestört durch Gleich- und Nachbarkanalstörungen (Röbel und Dänemark). Außerdem hängt die am Ball von Schwerin und überträgt daher zuweilen das gestörte Signal mit.

Zitat

Die 107,4 in Kaltenkirchen könnte dann wegen Schwerin 107,3 nach Heide wandern und dort z.B. eines der beiden nationalen Programme verbreiten.


Dann müsstest du aber auch an die 107-4 auf Helgoland denken. Also DLF in Gleichwelle wäre hier sinnvoll.

von - - am 06.10.2009 11:50
Optimierung der Radiofrequenzen ohne Kündigung des Staatsvertrags möglich -
Entsprechendes Gutachten bereits in Auftrag gegeben

Norderstedt, den 6. Oktober 2009 – Thomas Fuchs, Direktor der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH), hat darauf hingewiesen, dass eine Optimierung der Frequenzsituation auch im Rahmen des Frequenzstaatsvertrags zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein möglich sei. Vor dem Hintergrund der morgigen Debatte über den Staatsvertrag in der Hamburgischen Bürgerschaft bemerkte Fuchs, das laut Antrag verfolgte Ziel, kleineren hamburgischen Veranstaltern eine adäquate Umlandsversorgung zu ermöglichen, könne auch ohne Kündigung des Staatsvertrags erreicht werden.

Die MA HSH hat deshalb Anfang September dieses Jahres ein Gutachten in Auftrag gegeben, in dem untersucht werden soll, inwieweit in Hamburg sowie in den umliegenden Kreisen durch Koordinierung lokaler Kapazitäten die Versorgungssituation für bestehende kleinere Veranstalter aus Hamburg, aber auch aus Schleswig-Holstein, verbessert werden kann, so Fuchs weiter.

Er gehe davon aus, dass die MA HSH noch im November dieses Jahres einen Vorschlag zur Verbesserung der Versorgungsqualität vorlegen werde.

Quelle. MA-HSH


von WellenreiterBN - am 06.10.2009 12:31
Dass die Koordinierung der 107.4 und der 107.3 eine Altlast ist, mag ja stimmen. Nichtsdestrotrotz ist die Inbetriebnahme der beiden Sender mit nur 100 Hz Abstand und den Leistungen (107.4 20 KW und 107.3 100KW) auf der geringen Entfernung der Standorte ein absolutes Unding ! Auch wenn die 107.3 in Richtung West nur mit Einzügen sendet. Trotzdem gehen da aber immer noch ca. 50 KW raus.

Das es in Westmecklenburg leichte Empfangsprobleme mit der 107.3 gibt, trifft zu. Fährt man die A20 Richtung Lübeck, so macht sich spätestens ab der Ausfahrt Schönberg ein Zischeln bemerkbar, für welches die 107.4 verantwortlich sein dürfte. Von daher wäre es schon sinnvoll, dass die 107.4 aus Kaltenkirchen verschwindet. Die Schaalseeregion ist mit der 107.9 und der 105.6 eigentlich recht gut versorgt, den HH Speckgürtel könnte eine Frequenz vom HH Turm übernehmen, Richtung Westen gewinnt die 100.4 aus Heide recht schnell an Bedeutung und die Kieler 105.9 hat trotz der nur 15 KW eine Reichweite, die eigentlich locker bis hinter NMS reicht.

Diese Füllfunzeln für RSH und Delta in HH hab ich sowieso nie verstanden. Nur weil es vielleicht an ziemlich wenigen Ecken nicht mehr möglich ist, mit einen 10¤ Küchenbrüllwürfel die beiden Sender störungsfrei zu empfangen, besteht da aus meiner Sicht keinerlei Unterversorgung. Unterversorgung dürfte erst dann gegeben sein, wenn es handelsüblichen Geräten der mittleren Preisklasse zu Empfangschwierigkeiten kommt.

Auch dürfte es völlig hirnrissig sein, sollten die HH Funzeln von RSH und Delta tatsächlich frei werden, diese mit dem bisherigen Richtdiagramm mit anderen Sendern zu betreiben. Da müßte ersteinmal am Diagramm geschraubt werden, damit dieses überhaupt Sinn ergibt. Rundstrahlung mit je 2 KW dürfte aber auch völlig ausgeschlossen sein, da sich dann sicherlich die 93.4 (2KW) und die 93.6 (1 KW Klassik Radio Mölln) ins Gehege kommen würden und die 100.0 mit der 100.2 alles andere als glücklich ist.

Man darf gespannt sein, was dort so passieren wird. Richtig ist jedenfalls, dass der doppelt und dreifach Versorgung endlich einmal ein Ende gesetzt wird. Wenn man bedenkt, mit was für Leistungen der NDR früher hier in SH seine Sender betrieben hat, da fragt man sich, wie das damals geklappt hat. Die Kieler NDR Frequenzen wurden mit 3 KW betrieben, der Bungsberg mit 4.5 KW und Heide hatte auch eine deutlich geringere Leistung. Sicher, damals war nichts zugefunzelt so wie heute. Aber aufgrund der kleinen Leistungen müssen damals doch extreme Versorgungslücken aufgetreten sein. Aber man hatte die Leistungen erst hochgefahren, als die Funzelei mit Beginn der Privatradios begann.

von Uncle_Sam - am 06.10.2009 13:51
Also zwischen Hamburg 93.4 und Lübeck 93.6 sowie der 100.0 und der 100.2 dürften die Probleme doch um einiges geringer sein als bei 107.3 vs. 107.4 und 104.0 vs. 104.1! Bei ersterem könnte die Lösung lauten Klassik Radio auf die 93.4 zu "lassen"! Auch wenn diese vielleicht nicht mit 2 KW betrieben werden müssten, 1 KW rund dürften doch bei fast allen HHT Frequenzen drin sein, bis auf 93.0, 96.0 und 104.0!

von Analogkaese - am 06.10.2009 13:56
Die PM der MA HSH zeigt dass man dort wohl etwas nicht verstanden hat. Hier geht es darum, dass die kleineren Hamburger Sender Energy und Oldie 95 auch Frequenzen in Schleswig-Holstein bekommen sollen, so wie umgekehrt Delta und R.SH in Hamburg senden. Doch das will die Politik ja eben nicht, sondern vor allem Platz für ein weiteres Privatradio in HH schaffen.

von Wiesbadener - am 06.10.2009 14:04
Wobei Energy 97.1 vielleicht tatsächlich schon Probleme in Quickborn/Norderstedt/Kaltenkirchen, was ja alles noch zum heißbegehrten Speckgürtel gehört, mit der 97.0 aus Kiel bekommen könnte. Beide haben zwar nur 100 Watt Sendeleitung. Aber die 97.0 aus Kiel geht sehr weit. Gefühlt geht diese um einiges weiter als die 97.1 von HHT. Auf der A7 ist die 97.1 schon kurz hinter Quickborn massiv angekratzt. Man könnte fast meinen, dass auf der 97.0 mit mehr Leistung als die angegebenen 100 Watt gesendet wird. Die 97.1 hat zwar auch nur 100 Watt, aber wird von ca. 260 Meter Höhe gesendet, während die 97.0 nur aus ca 230 Meter abgestrahlt wird. Schon merkwürdig....

Vor Jahren war hier in Kiel auf der 95.0 auch mal das Kieler Woche Radio aufgeschaltet mit 50 Watt und extrem gerichtet. Gleiches wird ja jetzt mit der 101.2 praktiziert. Nach Ost,Süd und Westen gehen da maximal ein paar Watt raus, weil man Probleme mit Schwerin, Bremen und Kisdorf befürchtet. Reichweite in diesen Richtungen maximal 2 KM .....

von Uncle_Sam - am 06.10.2009 14:24

OT
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das Problem an der Sache ist im Übrigen, dass man in Hamburg in vielen Stadtteilen delta radio zwar auf 3-4 Frequenzen empfangen kann aber dies fast nirgendwo wirklich sauber!
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das wird der nächste Schritt sein, dass man die Funzel-Sendeleistungen nach und nach Funzel für Funzel auf ein paar kW erhöht, bis man wieder vor der gleichen Problematik steht...
OT

von Werner53 - am 06.10.2009 14:35
Zitat
Vor Jahren war hier in Kiel auf der 95.0 auch mal das Kieler Woche Radio aufgeschaltet mit 50 Watt und extrem gerichtet. Gleiches wird ja jetzt mit der 101.2 praktiziert. Nach Ost,Süd und Westen gehen da maximal ein paar Watt raus, weil man Probleme mit Schwerin, Bremen und Kisdorf befürchtet. Reichweite in diesen Richtungen maximal 2 KM .....


Ist das deine ganz persoenlich Meinung, dass man sich in Kiel bei 50W um Schwerin sorgen macht? Ergibt naemlich gerade mit Bezug auf die 107.4 mit 20kW irgendwie keinen Sinn.

Es ist auch mehr als eindeutig, dass gerade die grossen Privaten Ketten Frequenztechnisch enorm bevorzugt werden. Die bekommen ne Fuellfunzel wo es eigentlich nicht wirklich notwendig ist und die D-Radios bekommen Funzeln die eigentlich den Kostenaufwand kaum Wert sind.

von Nordlicht2 - am 06.10.2009 14:37
Zitat
Uncle_Sam
Wobei Energy 97.1 vielleicht tatsächlich schon Probleme in Quickborn/Norderstedt/Kaltenkirchen, was ja alles noch zum heißbegehrten Speckgürtel gehört, mit der 97.0 aus Kiel bekommen könnte. Beide haben zwar nur 100 Watt Sendeleitung. Aber die 97.0 aus Kiel geht sehr weit. Gefühlt geht diese um einiges weiter als die 97.1 von HHT. Auf der A7 ist die 97.1 schon kurz hinter Quickborn massiv angekratzt. Man könnte fast meinen, dass auf der 97.0 mit mehr Leistung als die angegebenen 100 Watt gesendet wird. Die 97.1 hat zwar auch nur 100 Watt, aber wird von ca. 260 Meter Höhe gesendet, während die 97.0 nur aus ca 230 Meter abgestrahlt wird. Schon merkwürdig....


Das kommt mir meistens auch so vor, aber ich glaube das bildet man sich ein, zuerst einmal muss man herausfinden wo die genaue Mitte zwischen HHT und Kieler Fernsehturm ist, dies wäre ungefähr 2-3 KM nördlich von Bad Bramstedt und genau dort ist auch der Übergangsbereich zwischen 97.0 Nora und 97.1 Energy! Teilweise ist dies von Wetter und Empfänger abhängig!

Nachdem ich aber nochmal kurz auf fmscan.org schaute hat die 97.0 von Radio Nora sogar 0.5 KW als maximale ERP und, ganz wichtig, senden diese auch in Richtung Hamburg! Wenn man dem Glauben schenken darf geht die 97.1 ja wieder um einiges besser in Relation zur schwächeren Sendeleistung!

von Analogkaese - am 06.10.2009 14:51

In der Zeitung (Hamburg-Ausgabe der WELT) stand heute eine Kurzmeldung, wonach die Frequenzen in Hamburg neu geordnet werden sollen, so daß die kleineren Sender eine höhere Reichweite erzielen können. Näheres soll aber zunächst einmal geprüft werden. Ich dachte schon an einen Frequenztausch, aber "Untersuchung der Empfangbarkeit kleinerer Sender" hört sich eher nach neuen Funzeln an. Eine Abschaltung oder Umwidmung der 93,4/100,0 wäre sicher wünschenswert. Nun warten wir erstmal die Prüfung ab. Vielleicht bleibt ja auch alles beim alten.

von Lorenz Palm - am 06.10.2009 18:25
Der Artikel bringt es aber auf den Punkt so das es jeder versteht.

Es geht um Werbeeinnahmen die fuer die kleineren Hamburger Privaten erhoeht werden sollen. Hamburg muss nur aufpassen, dass der Schuss nicht nach hinten losgeht und irgendwann 106.8 und Radio Hamburg dann auch nicht mehr mit 40/80kW Richtung SH funken duerfen oder dass SH einfach Kampfkoordinierungen macht die die Hamburger Frequenzen schnell platt machen. Von daher finde ich den Kommentar der 'Linken' schon passend wenn die sagen es koennten am Ende beide Schaden nehmen.

Nichts desto trotz schon Richtig, dass ueber das Thema diskutiert wird.

von Nordlicht2 - am 07.10.2009 10:00
Der Mopo-Artikel ist Mist. Er suggeriert, dass RSH und Delta künftig nicht mehr empfangen werden könnten. Es wird behauptet, Oldie 95 und Energy würden jetzt noch nicht vom HHT senden, was schlichtweg falsch ist. Und dann wird auch noch reißerisch der "Radiokrieg" beschworen.

Auffällig ist, dass nur von einem einzige "redaktionellen Musikradio" die Rede ist. Natürlich hätte es über DVB-T allein keine Chance. Die DVB-T-Radiopläne sind mir allerdings neu. Hab gerade den Thread dazu gesehen.

von peeraxel - am 07.10.2009 10:16
Inweiweit ist denn die MOPO frei von eigenen Interessen? (Die Frage muss man in Hamburg immer stellen!) Bis 2004 gehörte sie noch teilweise Frank Otto, der auch heute noch Mehrheitsgesellschafter von Oldie 95 ist und dem außerdem Anteile bei delta radio, Radio Nora u.a. gehören. RHH und ffn halten ebenfalls Anteile bei delta radio...
Der jetzige Besitzer der Mopo (M. DuMont Schauberg) scheint aber noch keine Aktivitäten im HH-SH-Radiomarkt zu tätigen.

von iro - am 07.10.2009 11:18
Ohne Antennenaufwand gehen in Door und im Auto 20 Programme:
NDR1 90.3
NDR1 NDS
NDR1 SH
NDR2
NDR Kultur
N-Joy
NDR-Info
DLF
D-Kultur
Radio Hamburg
Alsterradio
Oldie 95.0
Klassik Radio
FSK 93.0
Tide 96.0
RSH
Delta Radio
Radio NORA
FFN
Antenne Niedersachsen

Mit Antenne dann noch Programme aus Schwerin, Bremen und vom Brocken mit gutem Pegel.

von Nordlicht2 - am 07.10.2009 11:51
Zitat
Nordlicht2
oder dass SH einfach Kampfkoordinierungen macht die die Hamburger Frequenzen schnell platt machen.
Meines Wissens kann die Landesregierung SH gar keine Kampfkoordinierungen machen, weil Frequenzen von der Bundesnetzagentur koordiniert werden. Die Landeskompetenz besteht darin, zu entscheiden, wie die koordinierten Frequenzen genutzt werden können.

von freiwild - am 07.10.2009 15:11
Da im Vorfeld ein riesen Wirbel um den Antrag der SchwarzGruenen zur Kuendigung des Staatvertrages gemacht wurde, man nun 2 Tage nach der Sitzung aber ueberhaupt nix mehr darueber hoert kann man wohl davon ausgehen, dass der Antrag entweder abgelehnt oder zumindest erst einmal auf Eis gelegt worden ist.

Oder gibt es irgendwo eine offizielle Meldung?

von Nordlicht2 - am 09.10.2009 12:40
Zitat
Nordlicht2
Es ist auch mehr als eindeutig, dass gerade die grossen Privaten Ketten Frequenztechnisch enorm bevorzugt werden.



Du musst dich auch fragen warum. Hör mal nachts das Impressum bei RSH, darin sagen sie "Der landesweite Privatsender der Tageszeitungen".

Da stecken millionenschwere Verlagshäuser hinter, und wer hat, der kann.

Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Geld regiert die Welt, und so schaffen diese Programme viele Arbeitsplätze während bei einer kleinen, privat betriebenen Lokalklitsche die Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz sehr groß ist. Gab es oft genug in der Vergangenheit.

Zusätzlich schafft diese Crossmedia Geschichte eine interessante Struktur für die Verbreitung von Nachrichten in Zeitung UND Hörfunk.

Außerdem haben die Kirchen Interesse daran, dass diese Sender bis ins tiefste Kellerloch empfangbar sind, denn die sind bei der Frequenzvergabe freiwillig leer ausgegangen wenn im Gegenzug die "christliche Botschaft" auf den Privatsendern propagiert wird.


von - - am 09.10.2009 13:05
Auf der MA-HSA Seite steht jetzt, dass der 3.Staatsvertrag unterzeichnet wurde. Damit wird es wohl keine radikale Abschaltung von Delta und RSH in Hamburg geben.
Bleibt abzuwarten in wieweit Vorschlaege der MA-HSH zur Reichweitenverbesserung kleinerer Hamburger Programme umgesetzt werden.

von Nordlicht2 - am 13.10.2009 11:34
Zitat
peeraxel
Das ist wohl der einzige Füllsender der Welt, der beachtliche 2 kW sozusagen über eine Großstadt hinweg ausstrahlt, um marginale Lücken in mehr als 10 km Entfernung zu schließen (das war mal die offizielle Begründung).

Nein, nicht der einzige.

In Wien hat Radio Burgenland auch eine 2,4kW-Frequenz (das Burgenland ist aber 40km vom Sender entfernt), genauso wie Radio Niederösterreich mit 10 kW in Linz/Donau (NÖ ist 25km weg).

von andimik - am 13.10.2009 12:23
Zitat
Nordlicht2
Auf der MA-HSA Seite steht jetzt, dass der 3.Staatsvertrag unterzeichnet wurde. Damit wird es wohl keine radikale Abschaltung von Delta und RSH in Hamburg geben.
Bleibt abzuwarten in wieweit Vorschlaege der MA-HSH zur Reichweitenverbesserung kleinerer Hamburger Programme umgesetzt werden.


@Nordlicht2:
Der Medienstaatsvertrag hat nichts mit dem RfStaatsvertrag SH/HH zu tun.
Letzerer soll nach Beschluß schwarz-grüner Bürgerschaftsmehrheit jetzt gekündigt werden.
Wenn sich der Senat fügen sollte und den Fehdehandschuh damit an der Kieler Förde ablegt, wären im Schulterschluß Land SH und BNetzA durchaus Szenarien denkbar, die in deinem Beitrag vom 07.10., 12:00 Uhr, teils bereits umschrieben sind ...


von snape - am 14.10.2009 22:06
der Rundfunkstaatsvertrag ist vorsorglich gekündigt worden, es soll aber dennoch ein Frequenzgutachten erstellt werden mit zwei Zielen:

1. Zusätzliche UKW-Sender für Pogramme in Hamburg (v.a. redaktionelles Musikradio)
2. Schaffung einer besseren Versorgung der kleinen Hamburger Privatsender Energy und Oldie 95 (Leistungserhöhung oder zus. Stützfrequenzen in SLH).



von Wiesbadener - am 15.10.2009 06:05
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