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BFBS in NRW neu

Startbeitrag von Der Chef am 24.04.2010 17:01

Die Umschaltung wird bis zum 30.06. erfolgen!
Dortmund 106,0 2,50 kW (alt Hückeswagen) wird früher ca. Ende Mai durch M. B. on air gehen.
Rheinberg 105,1 0,50 kW ob die Lstg wirklich erhöht wird ist fraglich Planung 20,0 kW
Niederkrüchten 104,0 0,50 kW (alt Viersen) Leistungserhöhung fraglich Planung 12,5 kW

Wulfen 101,9 0,16 kW (alt Recklinghausen) Leistungserhöhung fraglich Planung 20,0 kW
Dülmen 92,5 1,25 kW (alt Borken 0,40 kW)
Rheindahlen 91,3 1,00 kW (neu)

Die Umplanung der Frequenzen hat beim WDR stattgefunden!
Auch die 92,3 Rheindahlen hat mal der WDR koordieniert, für was auch immer.....
Der BFBS hat auch die Möglichkeit in Düsseldorf die 106,0 0,25 kW parallel zu Dortmund
einzusetzen oder aber die 89,9 in Düsseldorf zu nutzen mit was für einer Leistung auch immer....
In Köln(alt) hat sie 0,03 kW Planung für Düsseldorf 10 kW...
BFBS verzichtet aber jetzt auf eine Frequenz in Düsseldorf.

Gütersloh 91,7 1,5 kW wird BFBS 2
BFBS gibt Rheindahlen und Niederkrüchten für BFBS 1 an?
Beide Standorte sind aber so nah das ich das nicht wirklich glauben kann...

Auch Bonn 97,8 2,0 kW wird aufgegeben, Radio Bonn/Rhein-Sieg hat Bedarf angemeldet
und würde dafür die 98,9 0,1 kW abgeben, doch dazu in den nächsten Tagen woanders mehr..


Die 50 interessantesten Antworten:
Zitat
Der Chef
Die Umschaltung wird bis zum 30.06. erfolgen!
Dortmund 106,0 2,50 kW (alt Hückeswagen) wird früher ca. Ende Mai durch M. B. on air gehen.
Rheinberg 105,1 0,50 kW ob die Lstg wirklich erhöht wird ist fraglich Planung 20,0 kW
Niederkrüchten 104,0 0,50 kW (alt Viersen) Leistungserhöhung fraglich Planung 12,5 kW

Wulfen 101,9 0,16 kW (alt Recklinghausen) Leistungserhöhung fraglich Planung 20,0 kW
Dülmen 92,5 1,25 kW (alt Borken 0,40 kW)
Rheindahlen 91,3 1,00 kW (neu)

Die Umplanung der Frequenzen hat beim WDR stattgefunden!
Auch die 92,3 Rheindahlen hat mal der WDR koordieniert, für was auch immer.....
Der BFBS hat auch die Möglichkeit in Düsseldorf die 106,0 0,25 kW parallel zu Dortmund
einzusetzen oder aber die 89,0 in Düsseldorf zu nutzen mit was für einer Leistung auch immer....
In Köln(alt) hat sie 0,03 kW Planung für Düsseldorf 10 kW...
BFBS verzichtet aber jetzt auf eine Frequenz in Düsseldorf.


Gütersloh 91,7 1,5 kW wird BFBS 2
BFBS gibt Rheindahlen und Niederkrüchten für BFBS 1 an?
Beide Standorte sind aber so nah das ich das nicht wirklich glauben kann...

Auch Bonn 97,8 2,0 kW wird aufgegeben, Radio Bonn/Rhein-Sieg hat Bedarf angemeldet
und würde dafür die 98,9 0,1 kW abgeben, doch dazu in den nächsten Tagen woanders mehr..



89,0 ? Ich dachte 89,9 ?

von Sebastian Dohrmann - am 24.04.2010 18:31
Zitat
Rheinländer
Zitat
teucom
Zitat
Rheinländer
Welche der Frequenzen käme hier noch in Lohmar an?Oder wäre BFBS hier dann garnicht mehr Empfangbar?

Ich häng' mich mal an die Frage an: Wie siehts denn generell in Köln / in der Kölner Bucht aus, geht da überhaupt noch etwas?


schade das niemand bereit ist unsere fragen zu Beantworten :( , naja zumindest kann man den die Frequenzen selbst Testen wo noch was geht, ich fürchte allerdings, dass man hier im süden NRW's in dem Hinblick Total verloren hat.

Hier bekommt man wenigstens noch von HR3 FFH abwechslung,AFN geht stellenweise auch noch man wird bescheiden,und Dasding geht von Bad marienberg stellenweise auch noch....


Es geht doch nichts über deutsches Anspruchsdenken. Aber BFBS ist nicht Hartz IV ... um einen nicht gänzlich geschmacklosen Spruch abzuwandeln.

Ernsthaft: BFBS auf 103.0 MHz verfügt entlang der B1 durchaus auch westlich von Dortmund noch über eine gewisse Reichweite und ist dort in der Innenstadt auf eben dieser Frequenz anständig mobil/stationär zu empfangen - gleiches gilt auf im Sauerland. Denkbar ist wohl, daß die 106.0 MHz mit Richtwirkung nach Westen ausgestrahlt wird, denn süd-südöstlich macht Olsberg auf 106.1 MHz der Empfangbarkeit schnell ein Ende.

Und es darf wohl angenommen werden, daß im Londoner Außenministerium jemand auf die Verbreitungskosten von BFBS geschaut hat und feststellte, daß auf 96.5 MHz alles nur keine britischen Soldaten beschallt werden. Also weg damit - ist doch heute die übliche Denkweise.

Ob allerdings der berühmte Ottonormalverbraucher den Wegfall von BFBS auf 96.5 MHz wirklich wahrnimmt? Wer sich für ein solches Programm interessiert, wird wohl auch Freude am Herumfrickeln mit einer Extra-Antenne für die verbleibenden Wellen haben oder ist längst auf Internetstreams umgestiegen.

gb


P.S.: Der engagierte Selbstversuch hat immerhin ergeben, mit einem horizontal ausgerichteten simplen Metallstab auf dem Dachboden an den FM-Eingang des Verstärkers angeschlossen sowohl BFBS auf 103.0 MHz wie auch AFN auf 98.7 MHz rauschfrei in mono empfangen zu können. WDR3, SWR 2, hr2, DKultur und DLF gab's in stereo gleich mit dazu. Neue Empfangssituation, neue Herausforderung. Geht's beim DXen nicht auch darum???

von gb - am 25.04.2010 11:50
Zitat
Wiesbadener
@Der Chef: Vielleicht kannst du zumindest eines sagen: Heisst das, noch kein DKultur ab 1. Juli auf 96,5, oder nur dass BFBS nicht wie geplant auf den neuen Frequenzen schon zum 1.7. loslegen kann? Ich hatte mich auch schon gewundert, einige der neuen Frequenzen sind laut BnetzA noch nicht mal auslandskoordiniert. Als Kompromiss könnte man BFBS ab 1.7. auf den bisher von DKultur genutzten Standorten mit unveränderten Parametern aufschalten.

_________________________________________________________________
Meine Musikstreams:



http://www.dt64music.de.vu - Die Musik von DT 64 zwischen 1989 und 1993
http://www.in-d-fm.de.vu - Best of Indie Rock'n Pop
http://www.speedradio.de.be - Deutschlands lautester Musikmix



Erst wird ein Umschaltzenario für Juni/Juli angekündigt um dann festzustellen dass die Auslandskoordinierung noch aussteht ?? Das kann ich mir nicht vorstellen:confused:
Ausserdem glaube ich das die Datensätze in der BnetzA nur eine maximale Schutzkoordinierung darstellen die für eine Umsetzung nicht zwingend als `K´eintrag vorliegen müssen.
Es war ja auch die Rede davon,dass sowieso mit geringerer Leistung gesendet werden soll..
Beinhaltet die BnetzA Datei nicht auch A-Einträge ,die schon längst in Betrieb sind ? (Korbach91,6 z.B.)
Ich sehe die Dateipflege da nicht immer auf dem neusten Stand.

Eine Verzögerung,auf die der Chef hier eingeht ist ein weiter Begriff.-Wochen ? oder Monate ?
Daher finde ich deinen Vorschlag,dass BFBS notfalls erstmal die gegenwärtigen D-Kultur Sender unverändert nutzt ganz gut:spos:
Bei der 96,5 Langenberg muß ja nur der Hebel umgelegt werden:)








von Skeletor - am 02.06.2010 08:48
Zitat
Jens Rau
Habe ich so in ner Zeitschrift gelesen.


Das hätten die Zeitungsverleger gerne. Derzeit denken einige Leute drüber nach, welchen Einfluss man als Bürger nehmen könnte, um die Situation zu verändern. Dazu blieben folgende Anmerkungen zu machen:

1.) Die Situation in NRW ist so gewollt. Ein Regierungswechsel wird keine Veränderungen bringen.

2.) Einzelne Interessengruppen wollen eine landesweite Privatfunkkette haben. Dahinter stehen vor allen die Player, welche bereits an Radio NRW beteiligt sind. Das sind vor allem die regionalen Zeitungsverlage und möglicherweise die bekannten Nasen, die auch in anderes Bundesländern die großen Sender betreiben.

3.) Der WDR besitzt in NRW eine starke Stellung. Auch das ist politisch so gewollt und ist relativ unabhängig von der regierenden politischen Farbenkombination. Die Bisher regierende Koalition aus CDU und FDP hat den WDR nicht angetastet.

Fazit: Wer mehr Vielfalt in NRW will, der kann nicht auf einen der oben genannten Interessengruppen zählen. Selbst wenn eines Tages ausreichender politischer Druck aufgebaut werden könnte, eine landesweite Privatfunkkette zusätzlich zum Lokalfunk aufzubauen, würde diese in die Hände derer fallen, welche bereits aktiv sind.

Das aber kann nicht das Ziel sein!

Realischer wäre da die Zuteiliung mehrerer lokalen Frequenzen, zumindest in den größeren Städten und Agglomerationen. Der Anfang ist bereits gemacht mit domradio.

Dieses wird derzeit von der LfM NRW quasi dazu missbraucht, um die bestehenden Akteure vor Konkurrenz zu schützen. Daher bekam in Pulheim auch nicht Central FM, sondern das domradio den Zuschlag. Offenbar glaubt man in Düsseldorf, dass das domradio nicht so viele Hörer von anderen Sendern abzieht wie ein alternativer Anbieter.

Ich wette auch darauf, dass die 100,1 in Aachen an das Deutschlandradio geht oder weiterhin für den zu gründenden Städteregionsender aktiv ist, wenn es künftig in Aachen tatsächlich nur noch einen Sender geben wird.

Auch die 98,3 in Erkelenz wird irgednwann an das Deutschlandradio gehen, wenn sich entgültig kein Betreiber für den Lokalfunk im Kreis Heinsberg findet.

In anderen Bundesländern ist mithin etwas mehr Bewegung in die Sache gekommen. Selbst im extremst verfilzten Ludwigshafen, der Radio-RPR-Schutzanstalt in der Turmstraße 8, hat man in den letzten Jahren Frequenzen für kleinere, lokale Angebote zur Verfügung gestellt. Es besteht also noch Hoffnung.

von Alqaszar - am 13.06.2010 02:08
Zitat
Jens Rau
hm, denke die 96,5 wird umgestellt, was wohl noch nicht so klar ist das mit D-Radio. D-Radio wird wohl nur vorrübergehend auf der 96,5 senden. Wenn irgendwann ne neue Landesregierung steht, wird erstmal das Mediengesetz geändert, um den Weg für Landesweiten Privatfunk freizumachen.

Habe ich so in ner Zeitschrift gelesen.

Für das DLR wird es nach dieser Änderung auch ne freie Frequenz geben, BFBS wird früher oder später nur noch über DAB-Plus senden.

Bewerber für ein landesweites Programm sind RTL, und Energy sowie City FM die einen Ballunsgraumsender im Ruhrgebiet gründen wollen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.06.10 21:20 durch Jens Rau.



Ist Dir eigentlich völlig entgangen,dass Deutschlandradio eine Frequenzzuweisung durch die Landesregierung (vor der Wahl) erhalten hat.Damit gehört die 96,5 Langenberg faktisch dem D-Radio.
Im Gegensatz dazu wurde ja auf eigene Frequenzen verzichtet !
Dass was Du angeblich in einer Zeitschrift gelesen hast, ist bis auf weiteres Science Fiction und sonst nichts.
Momentan ist noch gar nicht klar,wer in NRW die Regierung bildet.
Wer soll denn da eine Änderung des Mediengesetzes planen :confused:
Meines Wissens ist auch jetzt schon landesweiter Privatfunk möglich .Es will aber niemand.!
Selbst Sublokaler Hörfunk ist nicht geplant.
Man könnte ja die Uni-Radios in ihrer Funktion aufwerten,aber selbst da soll keine Konkurenz zum Lokalfunk aufkommen..:-(

Dieses Thema hier ist ein Deal BFBS-Deutschlandradio,der hoffentlich bald umgesetzt wird.






von Skeletor - am 16.06.2010 07:42
TNARBonn 97.800K 007E055050N4232007E054750N4228D NW 165153 33.0 HD 26.0 23.0 23.0 33.0 33.0 33.0 33.0 33.0 33.0 33.0 33.0 33.0 33.0 33.0 33.0 33.0 33.0 33.0 33.0 33.0 33.0 33.0 33.0 27.0 27.0 27.0 27.0 27.0 27.0 27.0 27.0 33.0 33.0 33.0 33.0 23.0 266 266 262 258 254 237 221 204 190 176 162 149 137 124 141 157 174 153 133 112 111 110 109 126 142 159 172 185 198 198 198 198 221 243 266 266 266System 4 D 254128.12.200929.04.2003

TNARBonn (Bonn) 98.900D 007E055050N4232007E054750N4228D NW 165153 20.0 HD 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 20.0 264 262 261 256 259 252 244 211 182 177 176 160 134 163 223 182 154 124 113 120 128 132 136 143 154 163 164 171 174 178 182 211 253 259 262 264 263System 4 D 1730119.11.200730.04.2003
TNARBonn 98.900K 007E145750N4102007E145450N4058D NW 446 36 20.0 HD 20.0 20.0 20.0 20.0 14.0 14.0 14.0 14.0 17.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 17.0 17.0 17.0 20.0 20.0 20.0 20.0 20.0 17.0 17.0 17.0 17.0 17.0 20.0 411 370 351 341 333 332 307 294 264 245 229 232 232 235 228 197 165 220 290 340 372 354 330 305 311 313 337 348 351 359 401 411 377 373 376 384 374System 4 D 254228.12.200908.05.2002

von Marcus. - am 28.06.2010 09:43
Zitat
Dr. Antenne
Wäre es denn nicht möglich gewesen, wenn man schonmal am verhandeln war, dass man vielleicht die Kölner 107,1 einfach zurück zum Venusberg verlagert? Die ist ja dort immerhin ursprünglich mit 1kW rund koordiniert.

Dann könnte es vielleicht so aussehen:
97,8 Bonn/SU 0,3kW ND
107,1 DKULTUR 107,1 1kW ND

Keine Ahnung ob man dann bloß die 98,9 im Tausch nach Köln für R. Köln bekommen würde (wg. WDR 2 98,6).
Wie würde sich dort oben zudem die 107,1 mit SWR 4 vom Haardtkopf vertragen?


D-30900 Wedemark *12km nördlich von Hannover*, Niedersachsen, 09e46/52n31 | Höhe ü. NN.: 67m *-*-*-*-*-* UKW-Bandscan Wedemark *-*-* UKW-Kabelscan
[EMPFÄNGER] Kenwood XD-551 RDS-EON, Sanyo DC/DA380 RDS (110kHz) | Durabrand DAB/FM Radio, Bench RDS-Küchenradio, Bench RDS-Radiowecker
[AUTORADIOS]: Nissan N-FORM RDS-EON, TechniSat Navi-Dresden 1

[WEBRADIOS]: Muvid IR-615 Wifi-Radio



Wohl eher nicht. Die 107,1 prügelt sich hier im Moment schon mit dem Haardtkopf rum. Dieses Problem würde so nur weiter nach Süden (und somit näher an das Sendegebiet des Haardtkopfs) verlagert.

von Sebastian Dohrmann - am 11.07.2010 10:58
Kann ich nicht sagen, ich kann BFBS via UKW nicht empfangen.

Das hier gibt es als Streams:

Zitat

Transport Stream ID: 1 (0x0001)
NIT: 7.0E 11.324 GHz Vertical 27500 2/3 QPSK, DVB-S

PMT PID 16 (0x0010) - Network
PMT PID 1096 (0x0448) - Program 4096 DATA
PMT PID 1001 (0x03e9) - Program 8001 BFBS 1
PMT PID 1002 (0x03ea) - Program 8002 BFBS 2
PMT PID 1003 (0x03eb) - Program 8003 BFBS 3
PMT PID 1004 (0x03ec) - Program 8004 BFBS 4
PMT PID 1005 (0x03ed) - Program 8005 BFBS 5
PMT PID 1006 (0x03ee) - Program 8006 BFBS 6
PMT PID 1007 (0x03ef) - Program 8007 BFBS 7
PMT PID 1008 (0x03f0) - Program 8008 BFBS 8
PMT PID 1009 (0x03f1) - Program 8009 BFBS 9
PMT PID 1010 (0x03f2) - Program 8010 BFBS 10
PMT PID 1021 (0x03fd) - Program 8021 BFBS M.EAST
PMT PID 1022 (0x03fe) - Program 8022 BFBS CYPRUS
PMT PID 1023 (0x03ff) - Program 8023 (GERMANY)
PMT PID 1024 (0x0400) - Program 8024 BFBS R2
PMT PID 1025 (0x0401) - Program 8025 BFBS GERMANY
PMT PID 1026 (0x0402) - Program 8026 .
PMT PID 1027 (0x0403) - Program 8027 BFBS AFGHANISTAN
PMT PID 1028 (0x0404) - Program 8028 (CONTRIBUTION)
PMT PID 1029 (0x0405) - Program 8029 (GIBRALTAR)
PMT PID 1030 (0x0406) - Program 8030 BFBS N.IRELAND
PMT PID 1031 (0x0407) - Program 8031 BFBS RADIO
PMT PID 1033 (0x0409) - Program 8033 BFBS GURKHA
PMT PID 1034 (0x040a) - Program 8034 .
PMT PID 1035 (0x040b) - Program 8035 .


von Terranus - am 27.07.2010 17:21
terredx, gut dass ich NICHT in Dortmund war :D
Ich bin statt zum Florian nach Dorsten gefahren, und habe auch das Türmchen (dank Sebastian D. ;-) ) gefunden. DKultur auf der 101,9 kommt EINDEUTIG aus dem Munitionsdepot in Wulfen!!
Nach langem Suchen durch irgendwelche Anliegerstraßen und Feldwege stand ich so gut wie davor. Dort war das Signal auch am stärksten.

Die Daten:

Der Pinn (kein Gittermast o.Ä.) ist geschätzt 50m hoch und trägt einige gestockte LogPers. 2 Stück in Richtung Westen, 5 Richtung Norden und 8 Richtung Osten, Richtungen nur grob geschätzt, kann auch um einige Grad abweichen. Das Teil muss gut Leistung haben, da es im Bochumer Norden mit RDS empfangen kann (Bochum-Stadion). Dafür spricht auch, dass der Empfang stark wechselhaft ist. Manchmal op volle Kracht, aber zwischendurch starke Rauscheinbrüche, je nach Lage, da der Mast recht klein ist.

RDS-PS ist DKULTUR_, wie üblich, Radiotext "Sie hoeren DeutschlandRadio Kultur".

Mit der gleichen Konfiguration (und der gleichen Lautstärke, das Teil hat einen imensen Hub) kann das gesamte nördliche Ruhrgebiet versorgt werden.

Es hab auf der Rückfahrt (über Marl :eek: @Staumelder/.:.) keinerlei komplette Einbrüche.

Edit: Das müsste der Pinn sein.
http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=gerlicher+heide,+dorsten&sll=51.840444,11.526031&sspn=0.027152,0.068321&gl=de&ie=UTF8&cd=1&hq=&hnear=Gerlicher+Heide,+46286+Dorsten,+Recklinghausen,+Nordrhein-Westfalen&ll=51.707476,6.993806&spn=0.000851,0.002135&t=h&z=18

von Japhi - am 27.07.2010 19:11
Schneidet eigentlich jemand morgen um 10 die Umschaltung von BFBS zu DKultur via Langenberg mit? Bei mir ist das leider zeitlich etwas unpässlich :( .

Zitat
ulionken
Deutschlandradio Kultur (...) hat nach meinem Eindruck schon etwas mehr Berlin-/Ost-Fokus als der DLF, aber das ist ja nicht unbedingt schlecht. Es ist ein Programm zum längeren Zuhören und weniger zum Nebenbeihören.

Ich empfinde es genau andersherum. Der DLF ist das Einschaltprogramm, in dem man zu den monothematischen Sendungen einschaltet, die einem gefallen. DKultur ist ein Kraut&Rüben-Magazinprogramm, das zwar mitunter hochinteressante Beiträge bringt, aber in dem es leider keinen roten Faden gibt, also keine längeren Sendestrecken zu einem bestimmten Thema im Tagesprogramm. Dennoch freue ich mich, dass ich das Programm nun bald endlich auf UKW hören kann, sowohl zuhause als auch unterwegs im Zug. Es ist eine nette Ergänzung der UKW-Landschaft.

Zitat
pfennigfuchser
Betrachtet man die "Ausgewogenheit" wird für die Masse kein Hörfunk gemacht. Einzigartig in Europa.

Doch. Da die Mehrheit der Menschen erschreckenderweise alles unreflektiert frisst, reicht ihnen 1LIVE und Radio NRW dicke aus. Schau auf die Radios von Verwandten, schau in die Autos an roten Ampeln. Das ist schlimm, aber so sieht es aus. Wer Kultur sowie Musik aus anderen Ländern mag, wird sich in NRW ebenfalls wohlfühlen. Nur ein gescheites Pop-Unterhaltungsprogramm gibt es weder in NRW noch in den meisten anderen Bundesländern. Und ein Programm, das die ewigen Foren-Nörgler, die jedoch selten ernsthafte Argumente im Sinne einer wirklichen Vielfalt geben, zufriedenstellt. Ersteres könnte man durch Umformatierung von WDR 2 erreichen, zweiteres ist unmöglich.

von Thomas R. - am 01.08.2010 15:53
Zitat

Da die Mehrheit der Menschen erschreckenderweise alles unreflektiert frisst, reicht ihnen 1LIVE und Radio NRW dicke aus. Schau auf die Radios von Verwandten, schau in die Autos an roten Ampeln. Das ist schlimm, aber so sieht es aus.

Die Aussage stimmt, man muss es aber mal so sehen: Ich wundere mich jeden Sonntag beim Bäcker, dass 90% der Leute die Blöd am Sonntag kaufen und nicht die FA(S)Z. Am Geld kann es nicht liegen, weil wer sich frische Brötchen beim Bäcker und ne Zeitung kaufen kann, hätte auch noch den einen ¤ mehr für die FAZ. Wird deshalb die Blöd verboten und die Leute zum Kauf von WAMS oder FA(S)Z gezwungen? Nö! Im Fernsehen schauen gerade die, die Phoenix nötig hätten RTL und RTL2. Wird deshalb Mario Barth außer Landes geschafft? Nö!

Das Radio ist ein Begleitmedium, das während der Arbeit und im Auto gehört wird. Warum soll ausgerechnet da eine "Zwangsbeglückung" stattfinden? Gerade beim Autofahren haben die "Größten Hits unserer 1000 Titel Rotation" doch noch am ehesten die Berechtigung. Da würden vielleicht manche gegen die Wand fahren, wenn sie statt Robbie um halb 5 bei der Fahrt nach Hause "Forschung aktuell" im DLF hören müssten (höre ich immer): "Viel zu komplex, kann man sich nicht bei konzentrieren", "verstehe ich nicht" oder "is mir zu langweilig".

Es gibt das Recht auf Dummheit und die Bevölkerung fordert die Dummheit / Berieselung - in allen Medien: Zeitung/Zeitschriften/TV/Internet. Darum wäre "Hitradio NRW" auf der 96,5 genau das Richtige gewesen. Und auch ich freue mich, wenn ich auf SWR1/3/hr1/3 oder Regenbogen umschalten kann. Warum sollen die NRW'ler das nicht dürfen und nur "wertvolles" Radio hören - zumal: Wer bestimmt, was "wertvoll" ist?

von Free Speech - am 01.08.2010 17:16
@Guido Helbig: :spos:
Zitat
Uhlerborner
Wird deshalb die Blöd verboten und die Leute zum Kauf von WAMS oder FA(S)Z gezwungen? Nö! Im Fernsehen schauen gerade die, die Phoenix nötig hätten RTL und RTL2. Wird deshalb Mario Barth außer Landes geschafft? Nö!

Mir geht es nicht darum, Dinge zu verbieten. Jeder muss schließlich selbst entscheiden was er konsumiert. Und ich kenne auch selbst einige Situationen, in denen ich mich einfach nur mal ein paar Stunden berieseln lassen möchte. Dann wünsche ich mir heimlich Rock Antenne oder Radio Bob via UKW ;).

Wenn wir aber mal uns Radiofreaks ausblenden, dann hat NRW wie jedes andere Bundesland zwei bis drei massenkompatible Dudelprogramme. Wir Freaks kennen die Unterschiede zwischen 1LIVE und You FM und auch zwischen Radio NRW und SWR3. Dem Durchschnittshörer würden die Unterschiede aber nicht auffallen, sie sind ihm sogar egal. BFBS Radio ist zwar in NRW bekannt wie ein bunter Hund und jeder einigermaßen neugierige Mensch bringt die Abkürzung mit Radio in Verbindung. Aktiv hören tut es aber dennoch kaum einer. Fährt man bei anderen Leuten im Auto mit, steht meist BONN/SU, BOCHUM, RADIO912 oder 1LIVE im Display und keiner beklagt sich drüber.

Würde man nun ein Programm wie ffn oder big FM landesweit verbreiten, hätte es sicherlich ganz gute Einschaltquoten, weil noch weniger gelabert wird als bei Radio NRW. Und auch die gelegentlichen politischen Beiträge, wie sie im Tagesprogramm von 1Live laufen, fehlen. Aber lohnt es sich wirklich, dafür eine ganze Kette zu opfern? Für 10 % statt 20 % Wortanteil und ansonsten gleicher Musik? Dann sollten wir lieber ein Spartenradio draufpacken, und damit meine ich nicht nur Kultursender.

Da in NRW drei landesweite Ketten den zitierten Robbie regelmäßig spielen, sehe ich auch nicht, dass es eine "Zwangsbeglückung" mit nährstoffreichem Radio gibt. In anderen Bundesländern mögen es fünf Ketten sein, aber es hat doch keinen Sinn, fünfmal das gleiche Format zu senden. Diese Sender unterscheiden sich allenfalls darin, dass die einen ihre Hörer mit dem kleinen Nils quälen und bei den anderen der erwähnte Mario Barth stümpert. Aber letztlich ist es die gleiche Soße mit Zeitverschiebung.

Zitat
pfennigfuchser
Und wenn ich mir die Radiolandschaft so ansehe, hätte man hier ein etwas rockigen, mehr oldieorientierten Sender hier gut gebrauchen können. Auch ein Dancesender wäre nicht schlecht.

Das sehe ich genauso! Problem ist, dass ein privater Spartensender sich keine landesweite Kette leisten kann, daher wäre wünschenswert, wenn die jetzt freiwerdenden Kleinsender in den Ballungsräumen an eines der wenigen Spartenprogramm ginge, die wir in Deutschland haben (so nervig diese auch teilweise sind). Aber es wird wohl leider anders kommen...

von Thomas R. - am 01.08.2010 19:58
Hier noch die aktuelle Mail von heute von BFBS:

Many thanks for your e mail.
I hope I can give you a little useful fact on the issue.

It is indeed the case that after several years of discussions and negotiations, BFBS Radio and British Forces Germany have agreed with the authorities in Germany to change the pattern of British Forces broadcasting in North Rhine Westphalia.

The exact date of the change over is not yet fixed, as new transmitters are still at the early stages of construction, but July 2010 is a fair estimate.

The agreement to the change is based on the on-going reduction in the footprint of British Forces in the area, leading up to the closure of JHQ later this decade.

When Langenberg (96.5) closes, Bonn (97.8) will also close. Bielefeld (103.0) will remain.

New frequencies have been allocated to allow us to cover the remaining bases and main transit routes between them.

These are:

Rheindahlen 91.3 MHz
Niederkrüchten 104.0 MHz
Dülmen 92.5 MHz
Wulfen 101.9 MHz
Rheinberg Erweitert 105.1 MHz
Dortmund 106.0 MHz

Best Wishes,


Heather Brightey
BFBS Germany
Tel : +49 5051 6064 100
Mobile : + 49 170 5626 140
DAB Digital Radio in the UK
Sky Guide Number 0211
Freesat Channel 786
On-Air around the Forces' world
or at www.bfbs.com/radio


von pfennigfuchser - am 02.08.2010 08:29
Zitat
Staumelder
Die Umschaltung war ein Witz. Man hätte das Ganze mE etwas grösser aufziehen können (Besatzer geben eine Frequenz an den nationalen Hörfunk zurück bla bla).


Insbesondere DKultur hat den großen Auftritt versemmelt. Der Moderator im Radiofölleton war sowas von schnarchnasig, da hatten - um beim Bild des Ossisenders zu bleiben - die Zahlenkolonnenvorleser zu DDR-Zeiten mehr Schwung auf der Antenne. Und die Loveparade-Trauer als Daueraufmacher für NRW ist sowas von bekloppt, da wundert man sich über die Qualität der Redaktion in Berlin.

Wenn hier "mehr als zehn Millionen potenzieller Hörer an Rhein und Ruhr" (aus umschalten.dkultur.de) mit einem Schlag erreicht werden, stellt man die Frequenz an einem Sonntag Vormittag um, veranstaltet im Rahmen von Ruhr.2010 einen großen Hörertag irgendwo halbwegs zentral und überträgt 3 Stunden live im eigenen Programm und bei Phoenix (immerhin Partnersender!). Noch größer wäre die Nummer gewesen, aus BFG in Paderborn noch etwas beizusteuern und die historische Bedeutung der Rhine Army und dessen, was davon noch übrig ist, hervorzuheben. Heißt nicht die diesbezügliche Sendung bei DKultur "Deutschlandrundfahrt"? Doch nein, man sendet darin lieber etwas über ein Kaff in Niedersachsen.

Die Aufschaltung bleibt ein kalter ein Verwaltungsakt und mehr nicht. So kann man einem Althörer auch gewaltig den Spaß am Sender vergraulen und das Gelaber aus Berlin mehr als deutlich in Frage stellen. Hat DKultur ebenso wie die Hit- und Dumpfdudler auch keinen Selbstanspruch mehr seine eigene Arbeit?

gb

von gb - am 02.08.2010 13:10
Zitat
gb
Wenn hier "mehr als zehn Millionen potenzieller Hörer an Rhein und Ruhr" (aus umschalten.dkultur.de) mit einem Schlag erreicht werden, stellt man die Frequenz an einem Sonntag Vormittag um, veranstaltet im Rahmen von Ruhr.2010 einen großen Hörertag irgendwo halbwegs zentral und überträgt 3 Stunden live im eigenen Programm und bei Phoenix (immerhin Partnersender!). Noch größer wäre die Nummer gewesen, aus BFG in Paderborn noch etwas beizusteuern und die historische Bedeutung der Rhine Army und dessen, was davon noch übrig ist, hervorzuheben. Heißt nicht die diesbezügliche Sendung bei DKultur "Deutschlandrundfahrt"? Doch nein, man sendet darin lieber etwas über ein Kaff in Niedersachsen.

Die Aufschaltung bleibt ein kalter ein Verwaltungsakt und mehr nicht. So kann man einem Althörer auch gewaltig den Spaß am Sender vergraulen und das Gelaber aus Berlin mehr als deutlich in Frage stellen. Hat DKultur ebenso wie die Hit- und Dumpfdudler auch keinen Selbstanspruch mehr seine eigene Arbeit?


Meiner Ansicht nach hätte die Umschaltaktion wirklich sehr gut mit dem Projekt Ruhr 2010 verbunden werden können, denn schließlich ist das Ruhrgebiet ja dieser Jahr Kulturhauptstadt und D-Radio ist ein ... genau!: Kulturradio. Und wenn man dann noch bedenkt das seit mittlerweile quasi fast 20 Jahren um die 96,5 für den bundesweiten Hörfunk gekämpft wurde ist das ziemlich entäuschend. Kann mich noch daran erinnern, dass sogar schon vor der Gründung des D-Radio 1994 um ein zweites, eher nach RIAS2 Vorbild orientiertem Programm diskutiert wurde und selbst damals war schon die 96,5 dafür im Gespräch ...

Zitat
Fußnagel
Du sprichst mir aus der Seele. Leider gehts mit dem Niveau hier in diesem ehemaligen Fachforum schon längerem bergab, so dass ich mich als stiller Leser über solche Ausfälle hier schon gar nicht mehr wundere.

Fröhlich bleiben ! :)

Dem Ansatz von Habakukk kann ich mich nur anschließen, denn bestimmt lesen auch noch mehr "Vernüftige" mit, womit ein konstruktiver Beitrag auch bestimmt gerne gelesen wird, auch wenn nicht jeder der Lesenden darauf antwortet. Also, nur Mut :-)

Zitat

Hier in Fröndenberg (Kreis Unna) ist es zum Kotzen....... Die 103,0 geht hier nur mäßig und ist eher Nördlich eine Alternative....

Ist ja logisch, denn Fröndenberg liegt ja auch südlich des Haarstranges(=Bergstrang in West-Ost Richtung ca. 40km lang). Ab Unna (also Wilhemshöhe B233) nach Norden ist dort mit Sicherheit die 103,0 die beste Alternative und quasi fast gleichwertig mit der ehemaligen 96,5 aus Langenberg. Von daher kann ich dem Testfahrer nach Münster über die A1 auch nur die 103,0 empfehlen und die Welt ist weitestgehend in Ordnung, mit der 106,0 würde ich mich da gar nicht rumquälen. Das einzige Problemgebiet scheint derzeit - bis zur endgültigen Einstellung von Dortmund - das Gebiet westlich vom Florian zu sein. Aber das hat "der Chef" ja schon mehrfach gesagt. Also abwarten und nicht permanent rumheulen, einfach Ruhe bewahren ;-)



von Jens1978 - am 02.08.2010 19:43
Einfach Landesmediengesetz NRW (Fassung von 2009, also CDU/FDP) lesen. Dann ist alles klar. Über den BFBS steht da nichts. Natürlich nicht. Und da steht auch, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk Vorrang hat.

§ 10 Grundsätze

(1) Freie terrestrische und Satelliten-Übertragungskapazitäten, die dem Land Nordrhein-Westfalen für Rundfunk und vergleichbare Telemedien zur Verfügung stehen, sind der LfM für die privaten Veranstalter von Rundfunk und vergleichbare Telemedien und den zur programmlichen Versorgung des Landes Nordrhein-Westfalen zuständigen öffentlich-rechtlichen Rundfunkveranstaltern zuzuordnen.

(2) Die Sicherstellung der Grundversorgung mit öffentlich-rechtlichem Rundfunk einschließlich programmbegleitender Dienste hat Vorrang. Der LfM werden Übertragungskapazitäten, die für eine möglichst flächendeckende Versorgung mit lokalem Hörfunk im Sinne des § 54 Abs. 2 erforderlich sind, zugeordnet. Im Übrigen werden Übertragungskapazitäten nach den folgenden Gesichtspunkten zugeordnet:

1. Sicherung der funktionsgerechten Erfüllung des gesetzlichen Auftrags des öffentlich-rechtlichen Rundfunks,

2. Sicherung einer möglichst umfassenden Versorgung der Bevölkerung mit einem vielfältigen Programmangebot und programmbegleitenden Diensten des privaten Rundfunks,

3. Berücksichtigung landesweiter, regionaler und lokaler Belange,

4. Sicherung der Fortentwicklung des Rundfunks durch neue Rundfunktechniken,

5. Versorgung der Bevölkerung mit vergleichbaren Telemedien.

(3) Die Zuordnung von Übertragungskapazitäten erfolgt befristet. Die Befristung soll in der Regel 15 Jahren betragen. Die Zuordnung kann mit weiteren Nebenbestimmungen versehen werden.

(4) Wird die Zuordnung mit Nebenbestimmungen versehen, so sind dabei die berechtigten Interessen der Begünstigten angemessen zu berücksichtigen.


§ 14 Vorrangentscheidung

(1) Bestehen keine ausreichenden Übertragungskapazitäten für alle Antragstellenden, die die Voraussetzungen nach § 13 erfüllen und für alle Veranstalter, deren Programm weiterverbreitet werden soll, trifft die LfM eine Vorrangentscheidung. Dabei berücksichtigt sie die Meinungsvielfalt in den Programmen (Programmvielfalt) und die Vielfalt der Programmanbieter (Anbietervielfalt).

(2) Die LfM beurteilt den Beitrag eines Programms zur Programmvielfalt nach folgenden Gesichtspunkten:

1. Inhaltliche Vielfalt des Programms, insbesondere sein Anteil an Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung, die räumlichen Bezüge der Berichterstattung, die Behandlung von Minderheiten- und Zielgruppeninteressen,

2. Beitrag zur Vielfalt des Gesamtangebots, insbesondere der Beitrag zur Angebots- oder Spartenvielfalt, zur regionalen Vielfalt, zur kulturellen und Sprachenvielfalt.

(3) Die LfM beurteilt Bestehen und Umfang von Anbietervielfalt nach folgenden Gesichtspunkten:

1. Beitrag des Antragstellenden zur publizistischen Vielfalt und zur Angebotsvielfalt,

2. Einrichtung eines Programmbeirats und sein Einfluss auf die Programmgestaltung,

3. Einfluss der redaktionell Beschäftigten oder von ihnen gewählter Vertreterinnen und Vertreter auf die Programmgestaltung und Programmverantwortung,

4. Anteil von ausgestrahlten Beiträgen, die von unabhängigen Produzenten zugeliefert werden, an der Sendezeit eines Programms.

(4) Bei der Zuweisung digitaler terrestrischer Übertragungskapazitäten in dem nach § 54 festgelegten Verbreitungsgebiet sind ausschließlich lokale Hörfunkprogramme zu berücksichtigen.

(5) Vergleichbare Telemedien und Teleshoppingkanäle sind entsprechend ihres Beitrags zur Angebots- und Anbietervielfalt angemessen zu berücksichtigen. Absatz 3 Nr. 2, 3 und 4 sind bei der Beurteilung des Beitrages von Teleshoppingkanälen zur Anbietervielfalt nicht zu berücksichtigen.

von Manfred Z - am 03.08.2010 16:05
Interessant sind die AF-Listen: Die 96,5 MHz schleppt unverständlicherweise viele DKultur-Altlasten mit, so z.B. die 88,3 und die 89,3 MHz. Gleichzeitig ist aber auch schon die 98,9 MHz in Bonn eingetragen und bei anderen Einträge hat man sich Gedanken über die Reichweite gemacht, denn auch Linz ist drin. Ähnliches gilt für die 103,0 von BFBS: Da stehen die 96,5 und sogar die 97,8 MHz noch in der AF-Liste.

Heute im Zug zwischen Köln und Bochum ist mir erstmals in der Praxis aufgefallen, dass die 96,5 MHz weniger Leistung hat als der Rest aus Langenberg. Früher habe ich nur gelegentlich stationär beim DXen drauf geachtet und konnte kaum einen Unterschied feststellen. Die Rauscheinbrüche auf der 96,5 sind deutlich "tiefer" als auf der 88,8 MHz, aber dennoch ist das Programm im Zug gut zu hören. Heute Vormittag war die 96,5 auch inhaltlich ein Mehrwert. Ich hoffe, dass es so bleibt ;).

Zuhause im Bochumer Süden belagert BFBS R1 nun fünf Frequenzen:
92,5 MHz O=4, aber angegriffen durch Radio MK. Hässliche, laute Modulation
101,9 MHz, O=5, es besteht bei klarem Wetter direkte Sicht in die Gegend. Allerdings geht offenbar kaum Leistung Richtung Bochum heraus. Das Händyradio brachte sogar zwischendurch WDR 5 aus Stolberg zum Vorschein. Hässliche, laute Modulation. Höhepunkt sind die zischenden s-Laute.
103,0 MHz O=5, für 108 km Entfernung wie immer ein hervorragendes Signal, schon in der Wohnung mit Händyradio sofortiger RDS-Empfang.
105,1 MHz O=2, von zwei Oberhausenfunzeln in die Zange genommen, aber durch Abgleich mit den anderen Frequenzen identifizierbar.
106,0 MHz O=4-5, schwankender Empfang, insgesamt sehr ähnlich zu Radio 91,2.

Ich gebe davon gerne drei bis vier Sender an das Rheinland ab...
Sehr schön ist, dass auf 88,3 MHz nun endlich das Nordwestradio freie Bahn hat. Leider ist der Sender deutlich schwächer zum empfangen als die 93,8 96,7 und 107,1 aus Bremen. Ich hoffe, ich finde da noch einen besseren Platz für die Antenne.

@freiwild und Gleichgesinnte: Danke, dass Ihr im Namen der Vernunft weiterhin versucht, den Unterschied zwischen Qualität und Quantität zu erklären. Leider ist das Kämpfen gegen Vorurteile genauso ermüdend und frustrierend wie Panzerschieben...

von Thomas R. - am 03.08.2010 19:15
Zitat
Wiesbadener
Der BFBS hat sich jetzt erstmals zu Wort gemeldet was die neuen Frequenzen angeht. Man bedauere dass es entgegen der Erwartungen nicht möglich ist das Gesamtgebiet zu versorgen und kündigt als Gegenleistung einen Livestream des deutschen Programms im Internet an. Am 10. Oktober soll die neue Antenne in Dortmund auf 106,0 on Air gehen und das bisherige Provisorium ablösen, Dann verbessert sich evtl. der Empfang noch Richtung Westen. Die anderen Standorte werden aus Kostengründen wohl nicht mehr weiter aufgebohrt.

_________________________________________________________________
Meine Musikstreams:



http://www.dt64music.de.vu - Die Musik von DT 64 zwischen 1989 und 1993
http://www.in-d-fm.de.vu - Best of Indie Rock'n Pop
http://www.speedradio.de.be - Deutschlands lautester Musikmix


Offensichtlich haben die BFBS-Verantwortlichen bei den Verhandlungen über die Frequenzen mit Zitronen gehandelt. Nun steht man mit sechs Funzeln da, die selbst im näheren Umkreis keine flächendeckende, geschweige denn zufriedenstellende Versorgung mit BFBS Radio 1 Germany gewährleisten. Mein Vorschlag: BFBS muss zur Entschädigung auch die übrigen, bislang von Deutschlandradio Kultur genutzten Frequenzen überlassen bekommen, so auch die 88,3 MHz am Standort Essen-Holsterhausen. Danach könnte man bei den übrigen Funzeln vielleicht noch ein wenig an der Sendeleistung und den Antennendiagrammen werkeln, um zumindest einen halbwegs flächendeckenden BFBS-Empfang zu erzielen.

Der NRW-Lokalfunk ist aus meiner Sicht gut genug versorgt.

von michaausessen - am 04.08.2010 09:12
Lustig hier^^ Die Veröffentlichung in diesem Forum wurde hier quasi übersehen aber im anderen Forum erwähnt und dann wieder hierher zurückgeführt. Aber toll das es jetzt auch schon beim RBB gelandet ist, na immerhin. Darum hier nochmal der Text, plus Diagramm und Karte.

Hier jetzt mal einige Hintergrund-Infos. Die Dortmunder 106.0 wird am 10. Oktober 2010 auf die neue endgültige Antennenanlage umgeschaltet. Erst ab diesem Datum wird dort die volle Sendeleisung abgestrahlt. Ob BFBS ihre eigenen Standorte bis dahin weiter optimiert, muß man abwarten. Klar ist das es darum geht hier besonders auch Kosten zu sparen, und einige der genehmigten Antennendiagramme sind extrem teuer um sie komplett so zu verwirklichen. Beim Senderstandort 105.1 am Schornstein in Kamp-Linfort (Rheinberg) handelt es sich um eine Antennenplattform der Firma Vodafone. Dort hatte DLR den Sender selber betrieben. DLR hat auch aus Dank für die 96.5 diesen Sender dem BFBS kostenlos überlassen! Um auch dort Geld zu sparen, wartet bzw. betreibt jetzt BFBS auch diesen Sender selber, der bisher so unverändert übernommen wurde wie er war. Vertikal polarisiert wäre es noch schwieriger gewesen, diese Art von Ant.-Diagrammen zu realisieren. Trotzdem wäre es meiner Meinung nach erfolgreicher gewesen, mit erheblich weniger Leistung, als jetzt theoretisch möglich, mit vertikaler Polarisation, besonders die Verkehrswege besser zu versorgen.... Die Frequenzplanung wurde nicht wie mal vor langer Zeit von mir gemeldet, vom WDR durchgeführt, sondern von der BNA in Dortmund und Mainz.
BFBS DORTMUND 106.0 29.0 29.0 29.0 30.0 30.0 34.0 34.0 30.0 24.0 18.0 15.0 15.0 18.0 26.0 35.0 35.0 35.0 35.0 35.0 35.0 35.0 35.0 33.0 31.0 31.0 25.0 25.0 24.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 25.0 29.0
http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-2g2-jpg.html
gültig ab 10.10.10^^





von Der Chef - am 04.08.2010 10:36
Zitat
Wiesbadener
Der BFBS hat sich jetzt erstmals zu Wort gemeldet was die neuen Frequenzen angeht. Man bedauere dass es entgegen der Erwartungen nicht möglich ist das Gesamtgebiet zu versorgen und kündigt als Gegenleistung einen Livestream des deutschen Programms im Internet an. Am 10. Oktober soll die neue Antenne in Dortmund auf 106,0 on Air gehen und das bisherige Provisorium ablösen, Dann verbessert sich evtl. der Empfang noch Richtung Westen. Die anderen Standorte werden aus Kostengründen wohl nicht mehr weiter aufgebohrt.

_________________________________________________________________
Meine Musikstreams:



http://www.dt64music.de.vu - Die Musik von DT 64 zwischen 1989 und 1993
http://www.in-d-fm.de.vu - Best of Indie Rock'n Pop
http://www.speedradio.de.be - Deutschlands lautester Musikmix


Dass an den anderen Standorten nicht nachgebessert wird, ist das eine offizielle Aussage von BFBS oder deine Vermutung?

Der angestrebte Internetstream (hoffentlich mit mindestens 128 kbit/s) ist sicherlich eine gute Sache, aber kein Ersatz für eine flächendeckende Verbreitung, wie sie über die 96,5 vom Sender Langenberg gegeben war. BFBS hatte sich von den sechs überlassenen Funzeln offensichtlich weitaus mehr versprochen. Aber war es nicht absehbar, dass damit nicht einmal ansatzweise eine adäquate Versorgung des bisherigen Sendegebietes möglich sein würde? Daheim kann ich BFBS dank Kabelanschluss weiterhin empfangen, im Auto und im Büro fehlt mir der Sender dagegen sehr.

Eine Rückkehr zum Standort Langenberg auf eine Lowpower-Frequenz (ähnlich wie sie Radio Neandertal nutzt) scheint allein deshalb ausgeschlossen, weil die Briten die reichweitenstarke UKW-Frequenz 96,5 MHz aus freien Stücken aufgegeben haben. Aus Kostengründen, wie es heisst. Jetzt kann man nur versuchen, die genehmigten Sendediagramme doch noch irgendwie umzusetzen. Um das mittlere Ruhrgebiet vom Standort Rheinberg aus versorgen zu können, müsste man allerdings kräftig an der Sendeleistung schrauben. Das wiederum ginge nur, wenn Radio Essen die 105,0 räumen und auf eine andere Frequenz ausweichen würde.

Vielleicht gibts hier jemanden, der die in diesem Thread geäußerten Erfahrungsberichte und Meinungen bündeln und an BFBS weiterleiten mag? Mein Englisch ist leider nicht so gut, als dass ich mir das zutraue.

Noch mag ich die Hoffnung auf eine Verbesserung der aktuellen Empfangslage nicht aufgeben.

von michaausessen - am 04.08.2010 16:23
Zitat
Skeletor
Wäre die einfachste Lösung für den DLF


Lieber Skeletor,

obwohl es jetzt schon so oft erklärt worden ist:

Es war einmal ein schöner, großer UKW-Sender, der vom höchsten Mast in Nordrhein-Westfalen mit der starken Leistung von 100 kW das Programm des Deutschlandfunk ausstrahlte. Viele Millionen Menschen zwischen Arnheim und Köln, zwischen Aachen und Dortmund konnten diesen Sender in bester Stereoqualität empfangen, und darunter waren auch viele, die das freute.

Der Deutschlandfunk ist nämlich nicht, wie viele finstere Finsterlinge behaupten, ein "Labersender" oder ein "Newsdudler", für den auch die Mittel- oder Langwelle ausreicht. Nein, vielmehr kann sich das Herz an technisch wie inhaltlich anspruchsvollen Sedungen wie Hörspielen, Features und aus den zahlreichsten Facettem der Musik erfreuen.

Doch dann tagte der Rat der Bösen Druiden in der helvetischen Stadt namens Genf, und sie berieten und haderten und koordinierten und legten fest in einer Weise, dass es einem die Haare streubte. Dieser Rat der Bösen Druiden wollte nämlich alles Gute und Schöne zerstören, wie es gemeine Bürokraten so gerne mit guten und schönen Dingen tun.

So begab es sich also zu der Zeit, dass auf dem sturmumtobten Gipfel des Sauerlandes, der sich da die Nordhelle nennt, ein Sender eingeschaltet wurde, der die gar lustigen Klänge eines Kölnischen Kindersenders verbreitete, auf dass die getrübte Stimmung, in der die Menschen des Westfalenlandes nun einmal lebten, sich heben und klären möge.

Und die Menschen drehten ihre Radios auf und hörten und hörten und hörten, dass es großer Mist war. Denn die Bösen Druiden aus Genf hatten fast die gleiche Frequenz gewählt, auf der unser großer und schöner UKW-Sender von den grünen Auen des Niederrheins aus die Menschen informierte, belehrte und aufs köstlichste amüsierte!

Oh Graus, oh wehe! Viele Millionen Menschen zwischen Arnheim und Köln, zwischen Aachen und Dortmund konnten fürderhin genau das nicht mehr tun, und wenn sie es taten, drangen nur die fürchterlichsten Laute des Aches und des Kraches an ihre Ohren. So konnte es nicht weitergehen, und die Klügsten unter ihnen berieten und sprachen und schließlich taten sie kundt:

"Früher war es wunderbar;
doch die Nordhelle, das war klar
die schadet mehr als dass sie nutzt
Da fragt man sich doch ganz verdutzt

Wie zu beheben sei der Schaden.
den wir erlitten durch die Gnaden
völlig verkehrter Koordination
in allen Teilen der Nation.

Doch man sagt in Büderich
Der erste Sender, das war ich!
Und so lautet der Beschluss,
dass die Nordhelle schweigen muss.

Denn gleich, wer von dort droben sendet,
alles gleich im Störbrei endet.
Zischeln, Rauschen, Krachen, ach,
der Empfang ist große Schmach!

Lasst in Ruh den Sender Wesel,
wer's nicht tut, der ist ein Esel.
Außerdem sich's nicht gehört,
dass man einen Sender stört."

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann stören sie sich noch heute.

von Alqaszar - am 04.08.2010 21:19
@Uhlerborner: Schwachsinn - wie in jedem deiner Beiträge. Schon mal dran gedacht, dass es keine Verhinderung irgendeiner Partei JETZT ist, sondern einfach technisch keine weiteren Senderketten in NRW mehr möglich sind, weil man früher Fehler gemacht hat!? Aber was nutzt alles reden in deine Richtung...du hast deine sogenannte Meinung und so falsch die auch ist, reinreden kann und darf dir sowieso keiner, sonst bist du ja direkt beleidigt. Aber um es auf den Punkt zu bringen: Deine Postings nerven! Hast du schon mal irgendeinen einzigen sinnvollen Beitrag hier im Forum abgelassen? Ich kann mich nicht dran erinnern...Fürs Einschlagen auf Politiker (egal ob verdient oder unverdient) gibt es andere Foren. Das hier ist kein Politik-Forum, selbst Alqaszar hat das größtenteils verstanden...nur du willst es nicht wahrhaben. Also: Radiothemen oder Verschwinden!

Und jetzt mal zum Thema: Am Freitag war ich auf der A57 und habe dort BFBS getestet. Von Köln kommend ist die 105,1 etwa ab Kreuz Büderich genießbar, das Autoradio versucht aber - an den kurzen Ausfällen bemerkbar - verzweifelt, eine bessere Frequenz zu finden (ist eventuell die AF-Liste noch immer nicht korrekt?). An manchen Stellen wird dann auch tatsächlich die 91,3 aus Rheindahlen genommen, aber schon nach wenigen Metern ist die dort unbrauchbar, da auf gleicher Frequenz der Deutschlandfunk aus Köln immer wieder dazwischen haut. Erst ab Höhe Krefeld bleibt dann die 105,1 stabil und ist ab dort auch ungestört zu empfangen. Eine durchgängige Versorgung beim Transport A52 -> A57 ist also zumindest aktuell noch nicht gegeben.

von Kroes - am 09.08.2010 16:59
Zitat
Uhlerborner
Dank Internet und Sat können die Vielfaltsverhinderer in den Behörden (bald) einpacken.

@Kroes: Zumindest was den stationären Empfang angeht hat Uhlerborner meiner Meinung nach recht.
Auch die ironischen Spitzen in seinen Ausführungen finde ich ziemlich amüsant. :D

Wer einmal in den Geschmack des Internetradios gekommen ist - vorausgesetzt er hört nicht die örtlichen Dummfunker via Livestream - wird dieses nicht missen wollen.
Mobil ist das ganze natürlich noch ein Problem, das gebe ich zu.

Sicher, die Eintönigkeit, die wir heute in der Rundfunklandschaft NRWs haben, hat ihre Wurzeln in den späten 80er Jahren als der private Rundfunk in der Planung war und man sich für ein landesweites Lokalfunkmodell entschieden hat.

Wenn die Politik, insbesondere unter scharz-gelb, es wirklich gewollt hätte, wäre sie schon in der Lage gewesen, mehrere Lokalsender zusammenzulegen und dafür Sender mit einer höheren Reichweite einzusetzen, womit Frequenzen für weitere Stationen freigeworden wären, nur hat jeder Politiker halt Angst vor den lokalen Zeitungsfürsten, in deren Besitz die Radio-NRW-Lokalsender mehrheitlich sind.

Das einzige, was meiner Meinung nach einen Ausweg schaffen könnte ist, dass Bürger den Mut aufbringen, selbst etwas auf die Beine zu stellen, so wie bspw. Kick!FM: Wo die Politik versagt, weil sie sich von wem auch immer hat korrumpieren lassen, ist es die Aufgabe der Bürger, dem etwas entgegen zu setzen.
Leider haben wir uns jedoch so sehr an die bestehenden Verhältnisse gewöhnt, dass es kaum noch jemand wagt, Eigeninitiative zu ergreifen, auch auf die Gefahr hin, dadurch gewisse Gefahren und Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.

Vor einigen Monaten habe ich mal eine Bürgerfunksendung über ehemalige Piratensender im nordrhein-westfälischen Kreis Soest gehört: Ich war erstaunt, wie viele Stationen es in den 60er und 70er Jahren dort gab; - heute existiert kein einziger Sender mehr!
Zu der Zeit gab es aber auch eine außerparlamentarische Opposition. Heute können die Schröders, Westerwelles und Merkels die Reste des deutschen Sozialstaats nach Belieben destruieren, es regt sich eh kein ernstzunehmender Wiederstand.

Zu BFBS: Dieser Sender hat überhaupt keinen Versorgungsauftrag für die deutsche Bevölkerung. Dass viele Nicht-Briten diese Station in NRW gehört haben oder noch hören, hat halt seine Ursache darin, dass es vor Ort kaum einheimische Alternativen gibt.
Wenn die britischen Truppen abziehen, ist es jedoch völlig normal, dass dann auch der Soldatensender verschwindet. ;-)

von Lutz2 - am 09.08.2010 17:55
Zitat
Erwin Lindemann
Den Sender in Langenberg gibt man dafür an die lfm zurück. Ersparnis: ein paar tausend EUR täglich. Kulturell anspruchsvolles Programm hin oder her, aber so wenigen Hörern sollte doch mal überlegen, was man falsch macht. Vielleicht sind ja doch nicht alle Leute zu doof für ein intelligentes Programm, sondern es gibt zuwenige Menschen, die Zeit und Muße haben einem knochentrockenen Beamtensender zu lauschen.

Ja, da kommen mehrere Probleme zusammen. Zum einen die mangelnde Koordination/Abgrenzung der Programme untereinander. WDR 3 und 5 kriegen das relativ gut hin, das DRadio nicht. Dazu kommt, dass das DRadio in medial völlig unterschiedlichen Gebieten sendet. WDR und BR nehmen ihren öffentlich-rechtlichen Auftrag noch einigermaßen ernst, dementsprechend muss das Deutschlandradio in NRW und Bayern weniger Programmlücken kompensieren als im NDR- und mdr-Sendegebiet. Mit einem bundesweiten Programm gegen regionale Programme anzusenden führt daher zwangsläufig zu inhaltlichen Überschneidungen. Theoretisch wäre es wünschenswert, wenn die Programme ihre Inhalte untereinander neu verteilten. In der Praxis ist das verkrustete ÖR-System dazu aber nicht fähig und wir erhielten lediglich inhaltliche Kastration. Zudem sind die oberen Etagen des Deutschlandradios offenbar viel zu verliebt in die eigenen Programme, wie man sich bei jeder Ausgabe von "DLF auf dem Prüfstand" vergewissern kann...

Dazu kommt das wilde Programmschema auf DKultur. Ich finde einige Wortbeiträge/Themen sehr interessant bis ausgesprochen bereichernd, andere Themen sagen mir freilich weniger zu. Auch die Musik im Programm finde ich zumeist gut bis genial. Aber anstelle themenbezogener Einschaltsendungen, z.B. einer einstündigen Sendung "Die Musikredaktion empfiehlt" und "Die Welt von Berlin aus betrachtet" am Nachmittag, wird alles zusammengewürfelt: Ein Drei-Minuten-Bericht über Netzneutralität, gefolgt von einem Beitrag über den Einfluss des Nürnberger Lebkuchens auf die Weltpolitik und schließlich Folkrock aus Mexiko. Beim Essen kombinieren wir doch auch nicht willkürlich alle denkbaren Zutaten miteinander...?!
Andererseits scheinen Infodudler wie NDR "Info" und DRadio "Wissen", die die Welt in 15-Minuten zu erklären versuchen, ja recht beliebt zu sein, was mir ein völliges Rätsel ist. Warum also nicht auch ein Kulturhäppchensender...
Nur bei einer Sache bin ich mir ziemlich sicher: Die 96,5 in den Händen eines Privatsenders kann eigentlich nur zu "Hitradio Antenne NRW" führen. Und das ist nun wirklich die schlechteste aller denkbaren Lösungen...

von Thomas R. - am 12.08.2010 17:59
Zitat
Channel Master
@catperson:

Kam es denn früher auch vor, dass über BFBS R1 Germany Verkehrsdurchsagen für England ausgestrahlt wurden? Dabei meine ich nicht am Freitag abend, sondern zur Rush-Hour.

Zitat
Japhi
Die UK-Verkehrshinweise liefen auch schon vor der Frequenzumstellung AFAIR vormittags und am späten Nachmittag/abend. Deutsche Verkehrsmeldungen immer morgens und nachmittags.

Man darf nicht vergessen, daß BFBS R1 Germany auch tagsüber kein komplett vor Ort produziertes Programm ausstrahlt, sondern auch am Tag längere Strecken von BFBS UK DAB übernimmt. Wenn ein Moderator ausfällt und kein anderer einspringen kann, kann das auch zur Rush-Hour passieren. Als BFBS R2 noch der BFBS UK DAB-Übernahmekanal war, konnte man sehr schnell herausfinden, ob das gerade der Fall war, denn dann lief auf beiden Frequenzen das selbe Programm, allerdings auf BFBS R2 mit deutlicher Verzögerung. Heutzutage ist ein unverkennbares Anzeichen, wenn der Moderator beim senden von "Texts" (auf Neudeutsch SMS) dazu auffordert, sie mit "UK and a space" zu beginnen. Bei Sendungen aus Deutschland ist es "GE and a space". Wenn es in dieser Zeit Verkehrshinweise auf BFBS UK DAB gibt, dann laufen sie natürlich auch hier.

Zitat
FM100
Zitat
catperson
Ich habe heute morgen die Satellitenausstrahlungen auf 7° Ost mit der 103,0 verglichen. BFBS UK und BFBS R1 Germany hatten getrennte Programme und das deutsche Programm lief mit ca. 3 Sekunden Verspätung gegenüber der 103,0 auch auf Satellit. Nach dieser Stichprobe ist es also durchaus plausibel, daß die neuen Sender von 7° Ost gespeist werden.

Catperson

Herzlichen Dank für Deine Beobachtungen Catperson. Es könnte jetzt nur noch sein, dass Du das für germany vorbereitete Programm via Satellit gehört hast, also das auch im Notfall gehört werden würde, wenn Hohne technische Probleme bekäme und die silent detection anspringen würde.

Dem würde widersprechen, daß die 103,0 dem Satellitensignal 3 Sekunden vorlief. Es war das selbe Programm und es war definitiv eine Livesendung. Daß BFBS bestimmt Möglichkeiten hat, sich bei Störungen auf Ersatzkanäle einzuschalten, möchte ich damit nicht bezweifeln, aber das wäre ein anderes Thema.

Catperson


von catperson - am 12.08.2010 19:04
Zitat
Kroes
Keine Sorge, rechnen kann ich schon...und vermutlich besser oder zumindest weniger durch Hass auf die Öffis verblendet als du. Und wenn das gesamte DRadio nur 37 Cent pro Gebührenzahler erhält, dann kann die Ausstrahlung über die gesamte UKW-Kette nur einen Bruchteil davon kosten.

Und nochmal: Was willst du eigentlich? DKultur soll deiner Meinung nach wieder weg von der 96,5? Und was soll stattdessen drauf? BFBS ist nunmal unrealistisch, da die freiwillig (allen Verschwörungstheorien zum Trotz) die Frequenz aufgegeben haben. Also: Was ist dein Ziel, außer sinnlos rumzupöbeln?


Wer pöbelt hier?. Was herrscht hier eigentlich inzwischen für eine Diskussionskultur? "Was willst du eigentlich". Sind wir hier auf'm Schulhof von 'ner Hauptschule?

In der Sache: Und wenn du die 37ct noch 10x wiederholst, der Aussagewert bleibt niedrig. Das DLR erhält 183 Millionen ¤ Gebühren im Jahr. Wie viel machen davon die Verbreitungskosten aus? Ein Drittel? Die Hälfte? Nehmen wir mal ein Drittel, macht ca. 60 Millionen im Jahr. Jetzt ist die Frage, wie viele Menschen hören den DLR. 6 Millionen? Also wären in dem Rechenexempel die Verbreitungskosten 10 ¤ pro Hörer pro Jahr. Das kann man auch für jeden Sender berechnen. Ich weiß nicht, warum hier wegen Fakten die Emotionen so hoch kochen.

Zu weiteren "Fragen" aus o.g. Posting. "Mein Hass" auf die öffR. Aha! Ich hab da zwar gearbeitet, kenne da viele Leute, höre zu 99% öffR (meistens DLF), aber "mein Hass auf die öffR". Ich sehe, du kennst mich.:rolleyes:

"Was will ich eigentlich". Ich hab mich nicht über die Abschaltung von BFBS beschwert und ich hab mich auch nicht gegen die Aufschaltung von DLR auf die 96,5 geäußert, was stellst du mir die Frage? Da ich 1997 aus NRW weggezogen bin, will ich eigentlich gar nichts mehr da oben, außer, dass meine Eltern endlich den DLF auch mal auf UKW hören können, was dank der famosen 102,7/102,8 "Lösung" bislang nicht möglich ist, aber das ist ein anderes Thema. Im Übrigen involviere ich mich in Medienpolitik und stelle fest, dass es im Ruhrgebiet nur 10 mit normalem Aufwand empfangbare UKW Ketten gibt, in anderen Ballungsräumen mal locker das Doppelte. Wenn ihr da oben das alles super findet, von mir aus, ich hatte bei anderen außer Kroes da einen etwas anderen Eindruck...

von Free Speech - am 13.08.2010 05:55
Gibt's denn mal offizielle Infos, wieviele Hörer BFBS Radio 1 denn wirklich hatte? In der MA taucht der Sender ja wohl nicht auf. Aber bei *der* guten Versorgung bisher dürfte er wohl schon paar % Marktanteil gehabt haben. Dass es hier im Forum und irgendwo im Internet einen Riesenaufschrei gibt, muss ja noch lange nicht bedeuten, dass der Sender wirklich von der breiten Masse gehört wurde.

Wenn ich meinen Bekanntenkreis als Maßstab nehme, müsste man meinen, dass hier in Südostbayern fast jeder FM4 hört, aber dem ist ja absolut gar nicht so, ganz im Gegenteil.

Nichtsdestotrotz scheint da jetzt wirklich eine Lücke entstanden zu sein, die die deutschen Programme offenbar nicht füllen können.

Was macht denn BFBS Radio 1 so besonders? Kommt dort andere Musik als auf WDR 2/Eins Live/Lokalfunk? Ist die Rotation breiter? Gibt es weniger dümmliches Gelaber? Das würde mich mal interessieren, ich kenne das Programm leider nicht gut genug.

Was DLF/DKultur angeht: egal wie hoch die Gebühren sind, jeder Gebührenzahler finanziert diese beiden Programme mit und hat nach meinem Empfinden entsprechend auch ein Recht darauf, BEIDE Programme über den gängigsten Weg empfangen zu können, und das ist nun mal UKW.

Ich finde, beide Sender sind wichtig, vor allem in den Gebieten, wo die ARD-Anstalt die Kulturwelle quasi beerdigt hat, also NDR und MDR-Sendegebiet. Und bevor man darüber nachdenkt, sie zugunsten weiterer Dudelprogramme zusammen zu legen, sollte man wirklich eher mal am Profil beider Programme arbeiten. Manchmal muss man sich nämlich schon wundern, wenn auf beiden Programmen gerade aktuelle Informationen laufen, oder auf beiden Programmen Klassik. Dass das eine Programme für Informationen und das andere für Kultur gedacht ist, erschließt sich nicht immer so deutlich. Und vielleicht muss die Machart wirklich nicht so staubtrocken sein, zumindest auf einem von beiden Programmen. Anspruchsvolles Radio muss ja nicht zwingend so trocken daher kommen. Man muss ja nicht gleich ein Programm wie FM4 aufziehen, aber ein Stück weit könnte man sich dieser Richtung zumindest mit einem Programm vielleicht annähern.

von Habakukk - am 13.08.2010 08:58
Zitat
alqaszar
Den "Skandal" sehe ich in anderen Teilen Deutschlands, wo gleich dutzende Deppendudler öffentlich-rechtlicher und privater Natur reindonnern, qualitativ hochwertige Programme allerdings nur über ein paar Zischelfunzeln verbreitet werden.

Das kann man m.E. so nicht sagen.

Nehmen wir als Beispiel die hessische Stadt Limburg a. d. Lahn (Einwohnerzahl: ca. 33.500):

Privatsender:

105,9 - Hitradio FFH
90,2 - Radio BoB
92,1 - harmony fm
97,6 - Planet Radio
102,0 - Klassik Radio

Öffentlich rechtlich:

94,4 - hr1
96,7 - hr2
89,3 - hr3
102,4 - hr4
99,2 - hr-info
90,7 - You FM
103,3 - Deutschlandfunk

Die Stationen aus benachbarten Bundesländern habe ich bewusst außen vor gelassen.


Zum Vergleich Köln (Einwohnerzahl: knapp 1 Mio.):

Privat/Kirchlich/Uniradio:

107,1 - Radio Köln
105,8 - Radio Erft
97,6 - Radio Neandertal
94,2 - Radio Bonn/Rhein-Sieg
101,7 - domradio
100,0 - Kölncampus

Öffentlich rechtlich:

87,6 - Einslive
98,6 - WDR 2
93,1 - WDR 3
101,3 - WDR 4
88,0 - WDR 5
103,3 - Funkhaus Europa
91,3 - Deutschlandfunk
96,5 - Deutschlandradio Kultur

Radio Köln, Radio Erft, Radio Neadertal und Radio Bonn/Rhein-Sieg gehören alle zum Lokalradioverbund von Radio NRW und haben die gleiche Musikauswahl. Sie können somit wie eine einzige Station aufgefasst werden.


Ergebnis:

Während den weniger als 34.000 Einwohnern Limburgs 5 verschiedene Privatsender mit einer ganz unterschiedlichen Musikrichtung zur Verfügung stehen, bleibt den 1 Millionen Einwohnern am "Medienstandort Köln" als einziger Privatsender Radio NRW. Das Musikformat des Domradios entspricht im wesentlichen ebenfalls der letztgenannten Station.
In Limburg senden 7 und in Köln 8 öffentlich rechtliche Sender, wobei You FM als Ergänzung zu hr3 ein eher jugendorientiertes Programm liefert; eine vergleichbare Ergänzung zu 1Live gibt es auf UKW nicht.


Ich denke, ein solcher Vergleich spricht für sich!

Der Skandal besteht darin, dass es in NRW keinerlei Vielfalt im Radio gibt.
Einziger Ausweg: Die Zusammenlegung von Lokalsendern mit einer Ausstrahlung des Programms auf weniger Frequenzen mit einer höhren Leistung, damit mehr freie Frequenzen für diverse private Anbieter zur Verfügung stehen.

Zitat
Habakukk
Was macht denn BFBS Radio 1 so besonders? Kommt dort andere Musik als auf WDR 2/Eins Live/Lokalfunk? Ist die Rotation breiter? Gibt es weniger dümmliches Gelaber? Das würde mich mal interessieren, ich kenne das Programm leider nicht gut genug.

An dem Programm selber ist eigentlich nichts wirklich besonderes dran. Nur ist NRW wie oben gezeigt eine medienpolitische Wüste. Da macht es extrem viel aus, wenn eine Station, die auch nur geringfügig besser ist, verschwindet; - wieder eine Oase weniger!

von Lutz2 - am 13.08.2010 09:01
@gb: wie gesagt, AFN Eagle ist leider nicht mit BFBS zu vergleichen, weder in technischer noch inhaltlicher Sicht. Da wäre schon eher Power Network zu nennen.

Trotzdem ist es einfach ein Widerspruch in der Marktwirtschaft, dass ein Gebiet mit über 10 Mio Einwohnern so eine geringe Auswahl hat. Wer weiß, vielleicht wären aufgrund der hohen Einwohnerdichte und Diversität des Gebiets auf Formate kommerziell erfolgreich, die das in anderen Gebieten Deutschlands nicht sind / sein können ?
Es ist einfach eine heftige Schieflage dort.
In der Stadt Nürnberg gibt es neben dem BR das DLR, DLF zu empfangen, die Latrine,
sechs kommerzielle Lokalsender, davon zwei mit deutlicher abweichender Musikfarbe (RadioF, Vilradio)
mit erheblichen lokalem Nachrichtenanteil. Dazu kommt ein alternatives Jugendradio "egoFM", ein nicht-kommerzielles Lokalradio "Radio Z", das überhaupt kein Dudler ist (da läuft von griechischer Musik bis indischer Folklore alles), ein Ausbildungsradio "AFKmax", das ebenfalls völlig aus der Reihe fällt. Selbst auf den Wellen der kommerziellen Lokalradios gibt es dann Programme wie "JazzRadio" oder "Radio DonCamillo" mit religiösen Inhalten.
Und nicht zuletzt gibt's auch noch AFN auf 107,3
Und jetzt kommt's: die haben es hingekriegt, das mit Ausnahme der Stadtfunzeln Vilradio,egoFM und AFKmax alles zischelfrei im gesamten Stadtgebiet läuft, die 320W QRGs sind im 30km Umkreis sauber zu hören...
Unsere provinzielle "Frankenmetropole" ist damit dem Ruhrgebiet um Potenzen bei der Auswahl voraus...

von Terranus - am 13.08.2010 10:37
Zitat
Habakukk
Wenn ich meinen Bekanntenkreis als Maßstab nehme, müsste man meinen, dass hier in Südostbayern fast jeder FM4 hört, aber dem ist ja absolut gar nicht so, ganz im Gegenteil.

Wenn ich meinen Bekanntenkreis nehme, dann spielt Radio dort kaum noch eine Rolle und ist tatsächlich nur noch Berieselungsmedium. Das entspricht also genau Deinen Erfahrungen.

BFBS ist fast allen Leuten bekannt, und manch einer macht auch Witze über die lustige Aussprache deutscher Orte in den Verkehrsmeldungen. Wirklich längere Zeit gehört hat es wohl nur eine Freundin. "Weil es anstrengender ist, dabei zuzuhören. Dann wird man schneller wach" war ihre Begründung. Also lag es schon mal nicht an der Musik. Im Gegenteil: eine andere Freundin stellt sich bewusst irgendeinen Dudelsender ein, damit sie möglichst schnell aus dem Bett kommt, um die Plastikmusik auszuschalten ("irgendwann bekomme ich davon noch 'ne Neurose"). Andere durchaus intelligente und musikalisch aufgeschlossene Menschen hören 1LIVE, WDR 2, Radio NRW oder SWR3 und finden nichts schlimmes dabei. Radio spielt einfach keine Rolle mehr.

Ich teste natürlich auch gerne mal die Reaktionen, indem ich in fremden Wohnungen oder Autos beispielsweise Funkhaus Europa einstelle. Das wird meist neutral bis positiv aufgenommen, aber interessiert eigentlich keinen. Andere Freunde versorge ich regelmäßig über ICQ mit Links zu Audiocasts von WDR 3, WDR 5, hr2 und DLF. Das wird dann bei z.B. Bahnfahrten über den MP3-Player gehört und ich bekomme hinterher meist positive Resonanz. Einen Freund habe ich dadurch zum ständigen WDR 5-Hörer gemacht. Hat jedoch lange gedauert. Audiocasts sind also auch keine direkte Werbung für's Radio...

Das Radio ist tot. Ob es an der heutigen Reizüberflutung oder am zumeist billigen Programm liegt, kann ich nicht sagen. Und es sind wohl auch eher wir Radiofreaks, die Programme wie BFBS R1 und 3FM hören. Für die Masse ist das "der Engländer" und "der Holländer" und dann ist sofort klar, dass das Programm ja gar nicht für sie bestimmt ist und die Sache ist gegessen.

Zitat
Lutz2
Während den weniger als 34.000 Einwohnern Limburgs 5 verschiedene Privatsender mit einer ganz unterschiedlichen Musikrichtung zur Verfügung stehen, bleibt den 1 Millionen Einwohnern am "Medienstandort Köln" als einziger Privatsender Radio NRW. Das Musikformat des Domradios entspricht im wesentlichen ebenfalls der letztgenannten Station.
In Limburg senden 7 und in Köln 8 öffentlich rechtliche Sender, wobei You FM als Ergänzung zu hr3 ein eher jugendorientiertes Programm liefert; eine vergleichbare Ergänzung zu 1Live gibt es auf UKW nicht.

Ich denke, ein solcher Vergleich spricht für sich!.

Nö, tut er nicht :p. Das ist der Punkt an dem man sich im Forum immer reiben wird: der persönliche Geschmack. Du siehst harmonyFM als Alternative, für mich ist das ein billiger Abklatsch von SWR1 und hr1. YouFM ist eine grottige Kopie von planet und Klassikradio disqualifiziert sich mit seinem Soundprocessing von selbst. Meine Meinung.
Einzig Radio Bob kann ich loben. Bob ist neben Rockantenne und ssl der wohl einzige Privatsender, der gänzlich ohne Heulbojen auskommt. Ein Sender ohne Lady Gaga-Gefahr. Da kann ich mich schon mal fünf Stunden am Stück gefahrlos berieseln lassen, ohne die Finger in der Nähe der Stationswahl-Taste haben zu müssen. Das rechne ich dem Sender hoch an.

Und deshalb halte ich insgesamt die Auswahl in Köln für besser: Kölncampus ist ein wirklich alternatives Programm. Alternativ bedeutet hier nicht "nur Indie", sondern richtiger Anti-Mainstream: Dark Wave, uralte Kölsche Kamellen, traditionelle indische Musik, Hard Rock, etc. Alles im Tagesprogramm. Die Musikredakteure grenzen sich ganz bewusst von 1Live und WDR 2 ab und sagen das auch on air. So muss für meinen(!) Geschmack ein alternatives Musikradio klingen und wenn es nach mir ginge, würde Kölncampus heute auf der 96,5 senden ;). Und ein weiteres einmaliges Musikformat in Köln ist Funkhaus Europa. Abgerundet wird das Angebot von WDR 3, WDR 5, DLF und DKultur (+für den DXer Overspill aus NL, RLP und Hessen). Damit bin ich rundum zufrieden.
Du siehst, die Geister scheiden sich daran, wie weit abseits vom Mainstream es denn sein darf. Ich persönlich kann mit Mainstream so gut wie nichts anfangen, andere sehr wohl. Das ist Euer gutes Recht, aber dann darf ich auch hinterfragen, wieso es wie in Hessen so viele verschiedene Sender sein müssen, die in die gleiche Kerbe schlagen.

Zitat
Erwin Lindemann
Aber die beiden DRadios tragen ihre Nasen so hoch, dass sie ihre Hörer nicht mehr wahrnehmen. Die Aufschaltung ohne Kommentar und Begrüßung passt nur in diese typische Ignoranz dieses Beamtensenders.

:spos:. Inhaltlich sind die Sender wirklich gut, aber vor allem bei DKultur ist die Umsetzung einfach fatal. Manchmal frage ich mich, ob ich das Programm ohne umgebundene Krawatte überhaupt hören darf... Man muss den Punkrock nicht zwischen 1 und 2 Uhr nachts senden. Der gehört genauso ins Tagesprogramm wie klassische Musik. Wie man mit wenig Geld ein vergleichsweise lockeres Kulturradio produziert, das dennoch informativ ist, aber auch mitten am Tag großflächig Rock und ähnliches spielt, zeigt Radio 100,7 in Luxemburg.

von Thomas R. - am 13.08.2010 13:44
Die dicke Wolke ist bei uns aktuell ja auch wirklich vorhanden. Aktuell kann ich den Schornstein zwar sehen, aber Richtung Süden ist es doch eher düster. Allerdings dürfte das normalerweise kein Grund für einen Zuführungsausfall bei Sat-Empfang sein...aber was die Amis mit AFN können (bei der kleinsten Wolke ist der Empfang ja weg), das dürfen die Briten sicher auch. ;) Schon gestern gab es bei der 105,1 teilweise gewaltige Probleme, das Signal hatte immer wieder Aussetzer. In Kempen konnte ich im Autoradio auch einen Vergleich mit der 104,0 anstellen - die klang auch während der aussetzerfreien Zeiten der 105,1 viel besser als Rheinberg, wo das Signal anscheinend nochmal irgendwie grausam durch irgendwelche Gerätschaften geschickt wird.

Thema NRW-Radios: Tja, ich bin damit zufrieden, was mir hier geboten wird. Aufs Lokalradio und seine Dauerdudelei kann ich verzichten, außer bei Regionalinfos. EinsLive habe ich letztens doch tatsächlich mal eingeschaltet und war angenehm überrascht - es ist tagsüber auch für Nicht-Mehr-Jugendliche wirklich durchhörbar. WDR2 als Schnarchnasensender abzustempeln, kann ich auch nicht ganz nachvollziehen. Es gibt eine meiner Meinung nach sehr breite und angemessene Musikmischung, die Wortbeiträge sind auch nicht zu lang, als dass sie störend wirken würden. Und auch die Kritik an WDR4 kann ich absolut nicht verstehen. Es ist nicht meine Musik - aber es gibt eine mehr als große Zielgruppe dafür. Und wie ich derzeit im Schienenersatzverkehr täglich mitbekomme (die Busfahrer haben fast alle WDR4 drauf), ist es auch keinesfalls nur deutscher Schlager der da läuft - auch ABBA, "porque te vas" oder PUR (ist sicher kein Pop, aber auch kein "richtiger" Schlager mehr) sind dort häufig zu hören. Ich komme mit WDR2 absolut gut aus. Und wenn mir mal nach alternativer Musik ist, dann schalte ich auf Campus FM, was aus Duisburg auch noch - mit Dachantenne - bis in den Kreis Kleve kommt.

@Frequenzfieber: Diese Aussage trifft vielleicht für uns "Freaks" zu. Wie die MA-Zahlen aber belegen, ist der Normalhörer mit dem Dudel-Lokalradio, WDR2 und WDR4 absolut zufrieden - sonst würde sicherlich die Zahl der Radiohörer in NRW doch deutlich von denen in anderen Bundesländern abweichen. Ich kenne jedenfalls niemanden, der "früher" BFBS auf 96,5 auch tatsächlich durchgehört hat - oder irgendeinen anderen außer den genannten Sendern.

von Kroes - am 13.08.2010 16:40
Zitat
gb
101,3 - WDR 4 => wer das hört, nimmt ohnehin nicht mehr viel wahr

Der war gut! :joke:

Zitat
Thomas R.
Du siehst harmonyFM als Alternative, für mich ist das ein billiger Abklatsch von SWR1 und hr1. YouFM ist eine grottige Kopie von planet und Klassikradio disqualifiziert sich mit seinem Soundprocessing von selbst.

Natürlich sind diese Sender nicht das Non plus ultra aber meiner Meinung nach immer noch besser als das, was einem in NRW geboten wird.
Früher war auch Antenne AC besser (obwohl es besseres gab und gibt) als derzeit im Radio-NRW-Verbund.

Zitat
Thomas R.
Kölncampus ist ein wirklich alternatives Programm. Alternativ bedeutet hier nicht "nur Indie", sondern richtiger Anti-Mainstream: Dark Wave, uralte Kölsche Kamellen, traditionelle indische Musik, Hard Rock, etc. Alles im Tagesprogramm. Die Musikredakteure grenzen sich ganz bewusst von 1Live und WDR 2 ab und sagen das auch on air. So muss für meinen(!) Geschmack ein alternatives Musikradio klingen und wenn es nach mir ginge, würde Kölncampus heute auf der 96,5 senden ;).

Die Uniradios bieten in der Tat eine echte Alternative!
Allerdings sehe ich einen Schwachpunkt darin, dass in den meisten Sendungen während des Tagesprogramms sehr viele unterschiedliche Stilrichtungen gleichzeitig bedient werden.
Ich hatte das erst vor kurzem zufällig beim Hochschulradio Düsseldorf erlebt: Die spielten doch glatt in den Nachmittagsstunden richtig guten Rare Groove aus den 70ern, den man sonst nur noch in Internetradios hören kann, im Anschluss kam jedoch ein Stück aus dem Genre "Hardcore Techno" und danach Punk Rock: Sorry, aber so etwas passt echt nicht zusammen!
Besser wäre es, man würde pro Sendestunde einen Schwerpunkt auf einzelne Genres legen und nicht alles mischen. ;-)

von Lutz2 - am 13.08.2010 17:54
OT:

Zur aktuellen Lage habe ich spontan leider keine Zahlen gefunden, dafür aber eine Meldung auf dradio.de von 2002. Ich nehme mal nicht an, dass sich die Höreranteile seitdem massiv nach oben gesteigert haben.


Zitat
DLR zur MA 2002
Beide Programme des nationalen Hörfunks haben 1,4 Millionen tägliche und 8,5 Millionen regelmäßige Hörer. Deutschlandfunk: 1,165 Millionen tägliche Hörer, 6,25 Millionen regelmäßige Hörer. DeutschlandRadio Berlin: 243.000 tägliche Hörer, 2,2 Millionen regelmäßige Hörer. Insgesamt erreicht der nationale Hörfunk einen bundesweiten Marktanteil bei den täglichen Hörern (Hörer gestern) von 2,6 Prozent, bei den regelmäßigen Hörern (weitester Hörerkreis) von 13,1 Prozent.

Die Gründe für den Erfolg der beiden bundesweiten Programme sieht DeutschlandRadio-Intendant Ernst Elitz in erster Linie im klaren Profil der beiden Programme: "Deutschlandfunk als Informationsprogramm Nummer Eins in Deutschland und DeutschlandRadio Berlin als modernes Vollprogramm mit Informationen, der besten Musik aller Zeiten, Kultur und intelligentem Entertainment".

DeutschlandRadio Berlin hat den höchsten Höreranteil in der Hauptstadt (tägliche Hörer 2,3 Prozent, regelmäßige Hörer 12,2 Prozent). Der Deutschlandfunk hat seine Schwerpunkte in Sachsen (tägliche Hörer 5,0 Prozent, regelmäßige Hörer 18,0 Prozent), Hamburg (tägliche Hörer 2,6, regelmäßige Hörer 11,8) und Berlin (tägliche Hörer 2,3, regelmäßige Hörer 13,6). Nach Auffassung des DeutschlandRadio-Intendanten Ernst Elitz könnte DeutschlandRadio einen weit größeren Beitrag zur gebührenfinanzierten Grundversorgung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und zur höheren Akzeptanz der anspruchsvollen Programme leisten, wenn ihm eine flächendeckende bundesweite Ausstrahlung vergleichbar zu den Landesrundfunkanstalten und den Privatanbietern in ihren jeweiligen Regionen möglich wäre. Elitz: "Es geht nicht an, dass jeder ums Überleben kämpfende Dudelfunk bestens mit Frequenzen ausgestattet wird, während vom Publikum nachgefragte intelligente Programme bei der Zuweisung neuer Ausstrahlungskapazitäten nach wie vor benachteiligt werden."


Von den 1,4 Mio. insgesamt genannten täglichen Hörern entfallen allein 1,165 schon auf den DLF. Da bleibt für DKULTUR kaum was über. Von Nachfrage kann man da zumindest auf DLR Seite kaum sprechen. Und schon damals hing die Nase teilweise über den Wolken; 2010 gab es in folgendem Thread dann wieder mal die Bestätigung: http://forum.mysnip.de/read.php?8773,785330,page=1 . Mir persönlich ist das D-Radio durch solche Selbstbeweihräucherungen zuletzt mehr und mehr unsympathisch geworden. Der Auftritt ist zwar sehr seriös und glaubhaft, aber insgesamt wirkt alles total altbacken und viel zu konservativ. Damit junge Hörer zu finden ist sowieso fast unmöglich. Für Nachrichten und Information schalte ich lieber NDR Info ein, welcher weit weniger vom Hörer distanziert daherkommt als der DLF. Es fehlt ein frischerer Farbanstrich genau so wie eine klarere Abgrenzung zwischen DLF und DKULTUR.

von Dr. Antenne - am 21.08.2010 08:32
Zitat
ulionken
Das Tagesprogramm von DRadio Kultur könnte besser sein, weniger "Gemischtwarenladen", mehr Konturen, aber das Abendprogramm finde ich OK.


Gerade der "Gemischtwarenladen" ist das, was mir an DLF und DKULTUR gefällt. :cool: Die Programme sind abwechslungsreich und heben sich dadurch angenehm von der Formatgrütze ab, die einem die öffentlich-rechtlichen und privaten Sender auf Landesebene auftischen. Man erfährt von Themen und Sachverhalten und hört Musik, die bei Sendern wie dem NDR (um mal meine örtlich zuständige Anstalt zu nennen) nicht mal ansatzweise auftauchen. Auch nicht bei NDR Info, das tagsüber auch nichts anderes als ein Dudelsender ist (nur dass eben Wortbeiträge statt Superhits gedudelt werden, wobei sich alles nach zwei Stunden wiederholt).

Zitat
Rheinländer
Warum macht man aus dem DLF kein News Radio?ich denke dann würde der mehr gehört werden,weil news kann man zwischendurch immer hören,da braucht man sich nicht großartig zeit für nehmen.


Newsprogramme gibt es doch schon bei den meisten Landesrundfunkanstalten (wobei MDR Info meiner Meinung nach das beste ist, da 24/7 on air). So toll diese Wellen auch sind, können sie doch dem DLF an Informationsgehalt nicht das Wasser reichen. Der DLF geht auch auf Hintergründe ein und blickt über den Tellerrand, während auf den Infowellen im Viertelstundentakt dieselben fünf Schlagzeilen des Tages oberflächlich wiedergekäut werden. Da ist selbst die 20-Uhr-Tagesschau informativer, denn man erfährt dort in 15 Minuten mehr als in einer Stunde NDR Info, MDR Info, B5 aktuell o.ä.. Der Vorteil der Infowellen ist eben, dass man sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb weniger Minuten über die wichtigsten aktuellen Ereignisse informieren kann. Ein vielfältiges Vollprogramm wie den DLF, der neben Politik auch Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur berücksichtigt, können sie aber keinesfalls ersetzen.

von Weltempfängermatze - am 21.08.2010 11:05
...und ein "Newsradio" genügt mir. Wenn ich im Tagesprogramm dieser Sender länger als 60 Minuten zuhöre, suppt mein Ohr, weil die immer gleichen Nachrichten rotieren und diese Qual selbst die unterschiedlichen Magazinbeiträge zwischendurch nicht neutralisieren können. Mal für eine kurze Zeit reinhören, gerne. Länger, wie man es im DRadio (bzw. in NRW WDR5) tun mag, nein.

Jemand schrieb, er sei vom Abendprogramm der DRADIOs nicht begeistert, volle Zustimmung. Ich habe nichts gegen klassische Konzerte, aber auf beiden Programmen schwere Arien oder... räusper "Klangkunst" zur selben Zeit, das ist manchmal unpraktisch.

Am DLF schätze ich aber die ausführlichen Nachrichten, Spezialsendungen wie Forschung Aktuell oder Markt & Medien oder auch mal den Mitternachtskrimi.

Ähnlich geht's mir mit DKULTUR. Während ich Morgens und Abends gerne die (zugegeben, ein wenig steife) Ortszeit höre, kann ich mich mit dem Tagesprogramm, dem Radiofeuilleton nur selten anfreunden.

Außerdem bringen beide Sender gerne mal ausführlichere Reportagen oder Features, die über die kurzen Beiträge in "Newsradios" hinausgehen.

Dass die meisten ARD-Anstalten inzwischen ihre Informationswellen mit einem engen Nachrichtenschema bestückt haben, macht mich froh, noch den Deutschlandfunk und das DRadio Kultur zu haben.

Eine stärkere Abgrenzung zwischen DLF und DKultur könnte ich mir durchaus vorstellen, das stimmt. Dass dann andere ARD-Sender überflüssig würden (und wie man das ganze System dann umbasteln könnte) ist aber ein ganz anderes Thema. ;)


Edit: Uhps, da kamen mir inzwischen 2 Schreiber zuvor.

von kielerförde - am 21.08.2010 11:24
Zitat
Staumelder
Heute Morgen konnte ich in Osnabrück keine Veränderungen feststellen. Dortmund geht bei mir mit gleichem Pegel wie seit Anfang August.

Edit: Es gibt nun übrgens einen "Germany"-Stream auf der BFBS-Seite: http://venus.sharp-stream.com/bfbs5?.wma Ob das allerdings tatsächlich der deutsche Stream ist, müsste in den nächsten Tagen mal abgeglichen werden. Die Qualität ist allerdings eher lala.


Und wem die Venus schweigt, ist vielleicht Merkur hold: http://mercury.sharp-stream.com/bfbs5?.wma. Beide in http://tx.sharp-stream.com/tune.php?c=bfbs5&.wvx, und dieses wiederum in http://www.ssvc.com/bfbs/streaming/bfbs5.asx.

Knapp zwanzig Kilometer südlich von Osnabrück zu meinem Leidwesen ebenfalls keine Veränderungen. Dortmund geht mit Sharx mobil, angekratzt durch die Osnabrücker 105,9. (OT:) Es gab mal eine Zeit, da war Deutschlandradio Kultur bzw. DeutschlandRadio Berlin in Osnabrück, Bielefeld und Münster und überall dazwischen in bester Qualität und völlig ungestört vom Sender Olsberg zu empfangen ... Lediglich das 105,9-Problem stellte ab der südlichen Osnabrücker Stadtgrenze etwas höhere Ansprüche ‒ mit Sharx kein Thema. Jetzt also nach der Bielefelder 106,2 und Stadthagen noch Dortmund ... Tecklenburg ist trotzdem meist die schlechtere Alternative, Langenberg durch Osnabrück (N-Joy) gestört.

von Michel OS - am 25.09.2010 06:19
Mission completed - naja, fast jedenfalls ;-) In Wulfen hat mich mein Navi dreimal durch den Ort geschickt ohne den Turm gefunden zu haben (kann auch ein Eingabefehler gewesen sein). Sehr hoch scheint der also nicht zu sein.

In Dülmen war ich erfolgreicher, den hätte ich sogar ohne Navi gefunden da ich da schon mal war. Hier einmal eine Totale:



Und hier einmal die Sendeantenne:



Sie zeigt in nordöstliche Richtung und soll die A43 versorgen.

Zum Empfang: In Dülmen kann ich unter dem Sendemast NDR1 NDS auf 92,4 und RadioWAF bzw. Radio2 (Tropo?) hören. Entferne ich mich vom Sender, gehen NDR1 und Radio WAF sogar beifahrertauglich. Ausserdem scheint ein Sender aus dem Kabelnetz zu stören, es waren jeweils kurz Sprachfetzen eines anderen deutschen Programmes zu hören. Eine leichte Verzögerung zur 103,0 kann ich bestätigen. Auf der Autobahn bricht der Sender relativ schnell weg. Bis zum Anschluss zur A1 (Münster Süd) ist er NICHT durchgängig zu hören. Hier ist Bielefeld aber schon relativ stark. Richtung Ruhrgebiet ist schon vor der Hohen MARK Sendeschluss. Hier war gestern Abend und auch heute Nachmittag jeweils Radio MK zu hören (plus Gepolter aus Lopik).

Zur 101,9: Eine grandiose Koordinierung. Auf der B58 ist sie Richtung Osten bis zum Höhenzug "Hohe MARK" einigermassen brauchbar. Es bricht jedoch immer wieder WDR5 durch. Kurz vor der Auffahrt zur A43 gibts dann ein Durcheinander aus BFBS und WDR5, das Radio wechselt auf die 103,0 (wo heute Nachmittag Veronica reindonnerte). Neben WDR5 stört auf 101,8 WDR2. Die 101,9 ist synchron zur 103,0 (jedenfalls so zeitnah, dass ich keinen Unterschied höre). So laut ist der Sender übrigens auch nicht (mehr), WDR2 ist gefühlt lauter. Das mag aber auch an der Sendung heute Nachmittag gelegen haben.

Wer die Fotos in grosser Auflösung haben möchte, kann sich übrigens gern bei mir mailden ;)

von Staumelder - am 31.10.2010 17:57
Nach langem Mitlesen in diesem Thread, steuere ich jetzt meinen Beitrag auch mal dazu :rp:
Ich wohne 8,2 km südwestlich des Florianturms in Dortmund. (ja, ich weiß, dass das nicht die richtige Richtung ist *g*)!
Die Empfangslage ist nach der "angeblichen" Umschaltung absolut gleich geblieben. In meinem Zimmer rauscht es, wenn man mit einem mp3-Player mit Radiofunktionen (Kopfhörer als Antenne) hört an genau den gleichen Stellen, an anderen Stellen ist der Empfang genauso klar wie zuvor. Fährt man mit dem Auto von meinem Wohnort über die A45 und A44 nach Bochum, ist der Empfang, wie zuvor, im südlichen Dortmund hervorragend, ist man auf der A44 treten zwischen Witten-Stockum und Witten-Zentrum (ca. ab 10km westlich des Florianturms) bereits massive Empfangsstörungen auf. Ich kann absolut keinen Empfangsunterschied feststellen. Gestern dachte ich kurz es wäre besser geworden, heute nachmittag hatte ich das Gefühl es wäre schlechter(das sind dann wohl nur die typischen wetterbedingten Eigenschaften des UKW-Empfangs). Die Sendeleitstung kann m.E. niemals 2,5kW betragen. Andere Lokalradios aus Bochum, Essen etc kommen hier relativ klar an, obwohl sie nur eine geringe Sendeleistung haben.Selbst das Bochumer Campusradio kann ich relativ gut empfangen (13km Luftlinie). Die Zuführung in Dortmund könnte recht einfach, über die neuerdings unverschlüsselte BFBS R1 Germany Frequenz über Eutelsat W3A 7,0°E erfolgen. Bevor jetzt hier endlos weiter spektuliert wird, würde ich gerne die Sache etwas professioneller angehen. Ich würde mich freuen, wenn sich jemand mit genaueren Informationen melden könnte, ob die Umschaltung in Dortmund tatsächlich wie geplant erfolgreich stattgefunden hat (Der Chef???). Abgeschaltet war der Sender ja!
Ich könnte im Gegenzug Kontakt mit BFBS und den Verantwortlichen der britischen Armee aufnehmen. Ich stehe mit ihnen beruflich bedingt in sehr gutem Kontakt :-) Dennoch denke ich, dass es zuvor besser wäre erstmal bei der Bundesnetzagentur o.ä. nachzufragen, da diese die Frage vielleicht besser beantworten könnten, als BFBS selbst. Verfügt jemand über gute Beziehungen ?

von stollj - am 26.11.2010 21:27
hallo,

habe nun auch mal ne ganze weile hier still gelesen und ich kann die enttäuschung gut verstehen, doch habe ich mir gar nicht erst die mühe gemacht mit vorfreude auf den 25. hin zu blicken - das da irgendetwas nicht zum gewünschten resultat führt, war mir schon von anfang an klar - ich erwarte hier in deutschland auch nichts anderes mehr, sein es die briten oder sonst wer.

kurz zusammen gefasst, - in velbert ( die koordinaten habe ich mehrmals hier angegeben, dürfte aufgefallen sein ) kommt die 106.00 stationär besser rein als vorher, aber mobil/beifahrertauglich ist sie weiterhin nicht und scheidet für mich als alternative zur 96.5 nun endgültig aus.

die 104.00 ( elmpt ) nach wie vor im zentrum zu hören, - und ja! elmpt kommt hier trotz niedriger lage hier an, wechselt aber schnell auf die 105.10 ( rheinberg ) daher ist die behauptung komplett falsch, das im raum essen nix mehr geht.

die 106.00 wird im autoradio durch die af - funktion NIE gewählt, war auch vorher nicht so - da schon ehr die 103.00

zusammenfassend:
im raum ESSEN - SÜD / Velbert ist die 103.00 wohl die lokalste frequenz, -


Stationär ( ohne profieausrüstung ) - störungsfrei, in mono, ohne rds!
Mobil ( Sony Erricsson ) einbrüche, doch immer wieder starkes signal, laut, und stellenweise mit rds und in stereo.
Mobil ( Autoradio - Audi Gamma Heckscheibenantenne ) -
Von Wuppertal - Sonnborn über die A 46 bis Velbert Neviges - Stereo, RDS leichte Einbrüche.
Von wegen, hier kommt nichts an ;-P

Zudem wurde weiter oben erwähnt, das die zeiten der qualität der 96.50 vorbei sind, die wird es niemehr geben, ..... ;-(


was ich jedoch nicht ganz begreife: was will man den dortmunder norden bis münster und gütersloh und halter mit der 106.00 versorgen???
in münster ist die 103.00 quasi ortssender, und haltern die 101.90 - südlich von dortmund ist fast nix vom Flo Turm zu vernehmen???
und den einzug nach oberhausen halte ich für quatsch, 000,20mhz dürften doch keine probs machen, selbst die 106.10 vom bärbelkreuz brach nur wetterbedingt durch, in wuppertal überlagert bärbelkreuz allerdings, mitm olsberg kenn ich mich nicht aus, ausser das die 10kw starken WDR - programme hier mit standart equpment nicht hin kommt, ....

von Säbelzahnigel - am 27.11.2010 13:08
Zitat
terredx
Mit der Erklärung der Richtfunktion der 6 südlichen Antennen fällt mir für den massiven Signalabfall eigentlich keine andere plausible Ursache als die neuen Antennen ein. Oder man hat inzwischen wirklich festgestellt, daß der Nagel, an dem der MB-Mitarbeiter seinen Anorak aufhängt, für die Versorgung der Raststätte Lichtendorf auch reicht.


Vorhin derselbe Zauber: Von Osten her kommend ist die 106,0 ab Ausfahrt Schwerte mit O=4 auf der A1 zu hören. Bis dahin ist es ein Gezischel, das für akustisches Waterboarding taugt.

Zitat

Verstehe auch nicht, was da bei den im Raum stehenden Sendeleistungen für ein Bohei um irgendein Lokalradio in einer zig Kilometer entfernten mittelgroßen Stadt gemacht wird, mit 100° breiten Einzügen...ebensowenig wie die Sakrosanz der Olsberger 106.1, oder versüppt die 96.5 schon kurz hinter Schwerte?


Die 96,5 versorgt doch ganz Ostwestfalen und damit auch das Gebiet der 106,1 nahezu flächendeckend. Stationär geht die 96,5 auch in Olsberg selbst und ist beifahrertauglich meistens zu empfangen. Möglicherweise wird die Frequenz geschützt, damit in naher Zukunft der DLF auf dieser Welle im Sauerland auch auf UKW zu empfangen ist, denn dort ist 549 kHz die einzig stabile Frequenz*).

Könnte ja sein, denn irgendwer pocht wohl recht gewaltig darauf, daß im nordwestlichen Empfangsgebiet der 106,1 - also letztlich der Sender Dortmund ohne massive Einzüge - nichts und niemand stören kann. Das Ding hat wirklich das Zeug zur "Superfunzel 2010".

gb

*) Zitat dradio.de: NORDHELLE 102.7 (UKW) *unter Umständen schlechter Empfang
... meistens ohne Umstände schlecht.

von gb - am 03.12.2010 20:20
@2721976: Wieso Leistungshalbierung? 300 Watt _Sender_leistung mit 11 dB Gewinn wären im Maximum sogar 3,8 kW ERP. Von einer Halbierung kann man also wohl kaum sprechen...

Leistung Richtung Westen: Da hat man noch nichtmal die rückwärtige Keule irgendeine Antenne hin, sondern sogar beide male ziemlich nahe am 90°-Winkel zur Sendeantenne. Und im 90°-Winkel zur Antenne ist in der Theorie eine Nullstelle. Also dürfte Richtung Westen eben wirklich extrem wenig rausgehen.

Zu den Strahlungsrichtungen: 170° ist exakt die B54, also die Verbindung zwischen B1 und A45. Macht also schon mal Sinn. Und 30° scheint dann alles auf der A2 zu versorgen, was schon zu weit von Wulfen weg ist und von Bielefeld noch nicht erreicht wird. Schaut euch doch auch nochmal die BFBS-Prognosekarte an. Da ist die 106,0 ausschließlich für Dortmund eingetragen. Für das Kamener Kreuz wird schon die 103,0 empfehlen, für Recklinghausen ebenfalls oder die 101,9 Wulfen. Es hätte doch wohl inzwischen jedem klar sein müssen, dass Dortmund _ausschließlich_ für die Mobilversorgung an einigen wenigen Stellen notwendig ist. Stationierte Soldaten gibt es dort ja absolut nicht mehr.

Und zu den Empfangsbeobachtungen vorher: Vergesst bitte auch das Wetter nicht. Ja, die 106,0 ging bei mir weit im Westen vor ein paar Wochen auch mal täglich, jetzt dagegen gar nicht. Aber das muss ja nicht zwangsläufig bedeuten, dass die Sendeleistung in diese Richtung geringer geworden ist.

Ich wäre euch dankbar, wenn die Rumheulerei und insbesondere die weit unter die Gürtellinie gehenden Beleidungen ("Unfähigkeit", "Betrug", Verschwörungstheorien) jetzt endlich ein Ende hätten - das Versorgungsziel von BFBS (Versorgung an den noch verbliebenen Standorten und auf den Hauptverkehrsstrecken) sollte erreicht sein und wer BFBS nicht mehr empfangen kann, hat einfach Pech gehabt. Dran ändern wird sich nichts mehr und ein Anrecht auf BFBS gibt es dummerweise auch nicht.

von Kroes - am 08.12.2010 19:40
Liebe Leute, denkst erst mal nach, bevor ihr Aussagen macht.

Das Land NRW ist Nutznießer der Tatsache, dass BFBS nicht mehr auf der 96,5 MHz sendet. Diese Frequenz wurde durch die Staatskanzlei dem Deutschlandradio zugewiesen, welches dort nun "DKultur" sendet.

Manche hier hätten lieber eine anderen Verwendung der Frequenz gesehen. Dass dies nicht geschehen ist, hat aber weniger mit dem WDR-Filz zu tun, sondern einer Übereinkunft der Bundesländer mit dem nationalen Hörfunk, dass die Frequenzen der NATO-Streitkräfte zunächst dem DRadio zugeweisen werden soll.

BFBS hat als Ersatz für die starke 96,5 mehrere Ersatzfrequenzen vom Land bekommen. Wir alle haben in diesem Forum "live" miterlebt, wie die entsprechenden Frequenzen bei der BNetzA "aufgebohrt" wurden. Ebenso haben wir gesehen, was BFBS daraus gemacht hat. Denn genau das ist die Situation, welche wir jetzt haben.

Die Tatsache, dass BFBS seine eigenen Versprechungen nicht einhält (ich erinnere an die vor der Umstellung auch hier verlinkte Reichweitenkarten), liegt nicht an irgend einer Behörde in NRW. Das gilt auch für die 106,0, auch wenn diese als einzige der neuen Frequenzen nicht von BFBS selbst betrieben wird.

Es war von vornherein klar, dass diese Ersatzfrequenz -- 100 kHz neben Olsberg, mit starken Einzügen in die meisten Richtungen -- nicht gut werden würde. BFBS hätte auf die Abschaltung der 96,5 verzichten können, dann wäre diese recht untaugliche Frequenz wohl nie in Betrieb gegangen.

Aber BFBS hat umgeschaltet und nun im Rheinland und Ruhrgebiet eine sehr viel schlechtere Verosrgung als vorher. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgend ein Brite noch Lust darauf hat, "seinen" BFBS zu hören, wenn er von Rheindahlen aus nach IKEA Kaarst fährt Schon das Buger King auf der Krefelder Straße in Mönchengladbach ist da eine Herausforderung, vor der die meisten, auch höherwertigen Radios kapitulieren.

Das hat nichts, aber auch gar nichts mit irgendeinem Filz in NRW zu tun. Im Gegeneteil, die LfM NRW will die anderen Frequenzen,welche DKultur frei gemacht hat, für ein weiteres Angebot nutzen.

Wenn dann die Entscheidung für Dein FM fällt, dann kann man in der Tat die Frage stellen: "Warum schon wieder Oberhausen?!?" Aber nicht einmal diese Entscheidung ist bisher getroffen worden.

Wer also Kritrik üben will, sollte das dringend und gerne tun. Aber wer dann mit einer nörgiligen "Alle scheiße außer ich!"-Tour kommt und wilde Stammtischtiraden verbreitet, macht sich unglaubwürdig.

von Alqaszar - am 09.12.2010 00:03
Klangmäßig tun sich erhebliche Unterschiede zwischen den Sendern. Ich war vorgestern auf Spazierfahrt zwischen Münster, Rührgebiet und Wetterau und habe dort die QRGs 101.9, 103.0 und 106.0 testen dürfen, die sich dank Bremen MP74 ein schönes Wechselspiel ergaben. ;)

Den besten Klang hat mittlerweile die 101.9. Hier sind noch Höhen vorhanden und der Klang ist nicht so stark komprimiert. Die 103.0 wird wohl tatsächlich durch einen Low-Bitrate-Stream gespeist. Trotzdem war der Housemix angenehmer zu hören als die WDR- bzw. Radio-NRW-Grütze, die man sonst hier vorfindet. Die 106.0 greift wohl weiterhin auf die 103.0 zurück, allerdings ist der Ton "dunkler", die Höhen sind eingeschränkt. Ich habs aus DX-er-Sicht positiv gesehen. So konnte ich feststellen, welche QRG ich gerade drin hatte. ;)

Zur Reichweite: Auf der A 2 zwischen Bottrop und dem Gelsenkirchener Osten war die 101.9 rauschfrei zu hören, bevor sie dann von Dortmund (106.0) abgelöst wird. Zwischenzeitig meldet sich auch Bielefeld auf der 103.0. Auf der A 45 geht BFBS zwischen dem Kreuz Dortmund-Nordwest und dem Westhofener Kreuz rauschfrei auf der 106.0. Vor Hagen merkt man kurz Überschläge von DKultur auf der 106.1 aus Olsberg, aber diese halt sich (auch dank SHARX) in Grenzen. Da Olsberg ansonsten auf der A 45 keine Ortssenderstärke erreicht, ist die Reichweite der 106.0 eigentlich ganz enorm. Bis Lüdenscheid-Nord ist sie die bevorzugte Frequenz in meinem Bremen. Dann kommt nochmal die 103.0 aus Bielefeld, die bis Lüdenscheid-Süd gut zu hören ist, dann aber allmählich schwächelt. Autoradios mit schlechterer Kanaltrennung könnten dann zusätzlich Probleme wegen RPR1 aus Bad Marienberg bekommen (102.9). Aber ich fand den Sender gut hörbar, wenn man von dem schlechten Stream absieht. ;)

von NurzumSpassda - am 26.08.2011 08:41
Zitat
Kroes
Von Niedersachsen aus kann man nicht so leicht feststellen, dass ein Sender am Niederrhein weg ist.

Das mag sein, aber warum meldet sich den kein Hörer der "Zielgruppe" mit einer Störungsmeldung? Das lässt halt leider vermuten dass der Standort keine große Funktion hat um die Zielgruppe zu erreichen :confused:

Zitat
SaKepü
..ich war heute in Rheinberg...die 105.1 sendet weiterhin nur einen leeren Träger mit RDS ;-(

Wie ich oben schon schrieb lässt das vermuten dass die eigentlich gute Frequenz (teilweise empfange ich die 105,1MHz noch in Düsseldorf) nicht von der Zielgruppe auf dieser Frequenz gehört wird oder auch sonst nur wenige Personen ihr Radio auf diese Frequenz eingestellt haben. Bei Störungen melden sich eigentlich immer Hörer :D

Die 105,1MHz fällt zudem deutlich häufiger aus als andere BFBS Standorte. Teilweise war auch plötzlich bei schönen Wetter (blauer Himmel, kein Wind) nur noch Audiobruchteile zu hören. Anfangs (bis etwa Mitte Dezember 2010) würden die Störungen noch am selben Tag behoben. Auch der Hub wurde da mehrfach deutlich angepasst wenn man über 0dBr war. Bei Regen blubberte es zudem sehr häufig, während die 101,9/104,0 MHz liefen.

Wie gut ist der Turm in Rheinberg eigentlich zugängig? Ich habe leider keine Fotos zu diesem Standort gefunden, eventuell ist liegt das Problem ja da. War das nicht ein Turm auf einem Firmengeläde? Da kommt man sicher nicht so einfach an die (Empfangs)Antennenanlage.


Zitat

bin morgen wieder in Rheinberg...mal sehen..

In Rheinberg könnte die 101,9MHz empfangbar sein, in Dinslaken funktioniert die Frequenz noch sehr brauchbar in Monoqualität (heute angetestet). Da kein RDS Empfangen wurde, schaltet das Radio auch nicht automatisch auf die AF 105,1MHz um :-)

Edit: Vorschlag für verlegen der 105,1MHz entfernt.

von Funkschatten - am 28.08.2011 14:43
@Hallenser: Da du deinen Unfug ja ständig wiederholst, werde ich meinen Senf auch gerne immer weiter wiederholen. Wo bitte gibt es in anderen Bundesländern denn vernünftiges Privatradio? Natürlich gibt es in anderen Bundesländern ganze Privatsenderketten. Aber ist Hitradio Antenne, FFH, FFN, Antenne Bayern oder was auch immer so viel anders oder gar besser als die regionalisierte Radio-NRW-Kette? Aus meiner Sicht definitiv nicht. Ich kann ja verstehen, dass man gerne auch andere Radioprogramme haben möchte - aber wo gibt es diese?

Und noch mal ganz deutlich: (Nicht nur) Mir geht es gewaltig auf die Nerven, dass du in mindestens zwei Foren tagtäglich denselben Mist vom Stapel lässt und auf alles einschlägst, was sich nur im entferntesten Behörde nennt und mit NRW zu tun hat. Wohnst du überhaupt hier in NRW oder machst du das einfach nur, weil du sonst kein Leben hast und dich durch dein ständiges, nervtötendes, immer gleiches Gemecker besser fühlst? In der Anonymität des Internets (ich bin hier nicht anonym, einige der Nutzer hier kenne ich persönlich und kennen mich auch -> meinen echten Namen kannst du gerne über diese Quellen herausbekommen) ist das ja schön einfach. Was steckt aber wirklich hinter dir? Bist du normaler Radiohörer oder doch eher wieder frustrierter Radiomacher, der seine ach so wichtigen Neigungen wegen der bösen LfM nicht ausleben darf? Und meinst du ernsthaft, dass du durch deine unqualifizierten Kommentare (zugegeben ist das, was ich aktuell schreibe, auch nicht besser) hier und im DF-Forum wirklich was an der AUS DEINER SICHT(!) schlechten Situation änderst?
Und damit nicht gleich die Gegenfrage kommt: Ich bin normaler Hörer, habe mit der NRW-Behörde LfM nichts zu tun, habe noch nie ein Radiostudio von innen gesehen und bin mit dem Angebot in NRW durchaus zufrieden.

von Kroes - am 13.01.2013 13:03
Daher habe ich ja auch Wert auf den Unterschied zwischen "urban" (=städtisch) und "Ballungsraum" gelegt. Städte gibt es ja auch auf dem Land :D
Zum Ostwestfalen und dem Münsteraner kann ich als Ostfriese natürlich nichts sagen, aber für meinen Teil (und einen Großteil meiner Bekannten, die ebenfalls diesem Programm zuhören).
Da ist natürlich zuerst einmal die Musikfarbe, die so ganz anders ist, als beim restlichen Müll im Radio. Ich höre das gerne, mir gefällt natürlich nicht alles davon - aber es erweitert meinen musikalischen Horizont deutlich mehr als der ganze Plastikpop auf allen anderen Sendern. Daher höre ich auch gerne mal beim Balkanizer herein, mit den lusomanischen Klängen kann ich dagegen nicht so viel anfangen, mit Türk-Pop nur manchmal. Zum anderen sind da natürlich auch noch die europäischer ausgerichteten Wortbeiträge. Und daneben ist auch noch "der geschwätzige" Lieblingsmoderator bei FHE untergekommen, der vorher (mit übrigens ganz ähnlicher Musikfarbe wie FHE) wöchentlich Sonntagabends bei Bremen 1 zu hören war.
Abgesehen davon, daß ich auf dem Land wohne, entspreche ich übrigens genau der Zielgruppe (30 bis 50 Jahre, an Internationalität, Vielfalt und einer besonderen Musikfarbe („Global Pop“) interessiert).
Die leider abgeschaffte abendliche Übernahme von BBC Europe Today wusste ich auch sehr zu schätzen, es gab zwar auch andere Empfangswege dafür, aber via FHE konnte ich das dann auch im Auto hören.

Zitat
Thomas(Metal)
Ich formuliere es mal zynisch: Sozusagen das Programm für die Freunde der neuen Problembürger.
Nö, passt nicht ganz. Eher das Programm für den West-Europäer und EU-Bürger, der manchmal etwas verwundert über die schnelle (Ost-)Erweiterung ist...
Unsere absoluten Problembürger sind eh' schon von vorneherein als "Deutsche" ins Land gekommen...

Noch ein Pluspunkt von FHE: ich bleibe weitestgehend verschont vor den Äußerungen deutscher Provinz- und Bundespolitiker.

von iro - am 14.03.2013 16:32
Zitat
Stefan Z.
Der DLF hatte damals eine Richtantenne auf der Nordhelle laufen. Warum sie jemals durch den Rundstrahler ersetzt wurde und damit die Interferenzen erst ausgelöst wurden, ist mir ein Rätsel.

Bist du sicher? Das höre ich zum ersten Mal. Mir ist nur bekannt, dass der DLF damals eine Richtantenne für die 102,7 gebraucht hätte und auch hätte bezahlen müssen, um die 102,7 mit dem bei Genf 84 geplanten Richtdiagramm und 35 kW ausstrahlen zu können. Dazu kam es dann aber nicht und daher läuft die 102,7 mit nur 20 kW über die WDR-Rundstrahlantenne.
Bei Saarburg 104,6 war das genauso.


Zitat
Stefan Z.
Den großen Einzug auf der Nordhelle im Fall der 102,7 Richtung NW wegen Wesel 102,8 gab es auch nach Genf'84 freilich nie, was schon damals falsch war.

Was heißt "nach Genf84"? Vor Genf 84 kann es keine Einzüge gegeben haben, denn da gab es weder die 102,7 noch die 102,8.


Die gegenseitigen Störungen 102,7/102,8 merkt man im Überschneidungsgebiet je nach Güte des Autoradios bzw. der daran angeschlossenen Antenne mehr oder weniger störend. Stationär hatte ich aber im Bergischen Land an Orten, wo beide Signale etwa gleich stark ankommen, nur mit dem mit 80 kHz-Filtern modifizierten Degen 1103 störungsfreien Empfang. Mit normalen Radios war das unerträglich.



Die WDR-Frequenzhistorie (auch vor/nach Genf 84) hat Kroes vor einigen Jahren in einem Thread zusammengefasst. Dort lässt sich alles nachlesen.

---> http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,190392,190392#msg-190392

von Manager. - am 15.03.2013 08:23
Zitat
Habakukk
Die einfachste Loesung waere doch nach wie vor ein Frequenztausch von Eins Live und DLF auf der Nordhelle.

Eins Live ist sowieso ueberversorgt und koennte da, wo die 102.7 Nordhelle durch 102.8 DLF Wesel gestoert waere, problemlos auf genug Alternativfrequenzen zurueckgreifen (Olsberg, Ederkopf, Langenberg, usw usw...)

Umgekehrt erhaelt der DLF mit 104.7 Nordhelle eine weitgehend unbelastete Frequenz, die sich sehr viel besser mit 102.8 Wesel ergaenzen wuerde und waere die 100kHz-Konstellation los.


Noch einfacher und unbürokratischer wäre, die 102.8 zunächst einmal wieder mit den ursprünglichen 100kW zu fahren. Problematisch ist die 102.7/8-Problematik eigentlich erst mit der Leistungsreduzierung geworden, zumindest hier im östlichen Ruhrgebiet. Früher hat Wesel die Nordhelle im Küchenradio einfach weggedrückt, nun geht stationär keine der beiden Frequenzen mehr vernünftig, weil entweder beide zu schwach oder eben gleich stark sind - der leichte Zeitversatz der Nordhelle, der vermutlich zur Entschärfung gedacht ist (?), hilft da gar nichts.

Und wenn schon Frequenztauschplanungen, dann bitte zuvörderst die Feigenblattfrequenz 87.8 ins Visier nehmen - überhaupt ein Betrübnis, wie man diesen "Säntis" des Ruhrgebiets auf Stereo-Prüfgenerator-Niveau vor sich hindümpeln lässt (siehe 104.4)...

Ob man im nördlichen Märkischen Kreis bzgl. Einslive mit der 104.7 nun wirklich von Überversorgung sprechen kann (bzw. ob Verantwortliche beim WDR dies tun würden ;)), würde ich - nach heutigen Maßstäben (siehe Radio NRW) - mal dahingestellt sein lassen...

von ardey.fm - am 15.03.2013 21:43
Um Klarheit zu schaffen:

ERSTENS:

Die 102,7 Nordhelle war ursprünglich eine WDR-Frequenz, die auch mit WDR 1 und Eins Live on air war. Dies hat zu größen Störungen mit DLF Wesel geführt. Um diese Störugen zu minimieren, hat man für den WDR in Nordhelle die 104,7 geschaffen und den DLF mit verminderter Leistung auf die 102,7 gelegt. Gleichzeitig wurde auch in Wesel die Leistung reduziert, offenbar um das Überlappungsgebiet zu verkleinern. Das Ergebnis ist bekannt und ernüchternd.

ZWEITENS:

Wenn man diese Situation entschärfen wollte, dann dadurch, dass man Wesel weider auf 100 kW bringt, Nordhelle ganz abschaltet und die 102,7 beispielsweise mit 2 - 4 kW in Schwerte als 102,6 realisiert. Dann wären etwa 10 Millionen Einwohner perfekt mit dem DLF auf UKW versorgt. Eine Abschaltung von Wesel würde umgekehrt zwar freie Bahn für die Nordhelle schaffen, doch die macht auch mit dne 35 kW im westlichen Ruhrgebiet und im Düsseldorfer Raum nichgt mehr Dampf genugm bzw. ist stellenweise zu stark abgeschattet. Außerdem ist die 102,8 aus wesel die ältere Frequenz. Über katastrophale Genf-84-Koordinierungen ist aber an anderer Stelle bereits ausführlich diskutiert worden.

DRITTENS:

Es hat für Radio Neandertal tatsächlich Testsedungen auf der 106,7 MHZ aus Langenberg gegeben, und zwar mit 1 kW. Die berühmte "Null Ölf Vierundsiebzig" und die coole Instrumentalmusik der Bundespost hatte ich auch auf Kassette aufgezeichnet, allerdings ist diese nicht mehr aufzufinden. :'(. Ich meine auch, dass diese dann recht schnell auf die 97,6 verlegt wurde, die anfangs ebenso nur 1 kW hatte. Ich kann mich aber nicht genau daran erinnern, ob die Verlegung vor oder nach dem eigentlichen Sendestart von Radio Neandertal erfolgt ist.

VIERTENS:

Die Existenz von Funkhaus Europa ist ein Wunder. Hervorgegangen ist das Programm sicherlich aus den "Sendungen für Gastarbeiter", und es laufen auch heute noch abends Sendungen auf türkisch, italienisch, aber auch russisch, polnisch und serbich/kroatisch/bosnisch... etc. Diese sind aber längst nicht mehr Kern des Programms. Angesichts der tastache, dass inzwischen Sprecher dieser Sprachen sich aus anderen Quellen informieren können, scheinen die tatsächlich überflüssig. Um 19 Uhr kommt "Radio Colonia" auf italienisch, das höre ich mir im Auto an, "Köln Radyosu" auf türkisch um 18 Uhr bringt mir natürlich nichts. Von der Musik, der Moderation und den Inhalten her aber ist Funkhaus Europa die Sahne der öffentlich-rechtlichen Zwangsabgaben-Anstalten.

FÜNFTENS:

Für einige User hier würde ich dringen vorschlagen: "Wenn man keine Ahnung hat..."

von Alqaszar - am 16.03.2013 23:53
wenn von Interesse, es gibt noch mehr:

BFBS UK
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BFBS 2 Stream
http://tx.sharp-stream.com/icecast.php?i=ssvcbfbs2.mp3

BFBS Gurkha Service
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BFBS Northern Ireland
http://tx.sharp-stream.com/icecast.php?i=ssvcbfbs4.mp3

BFBS Germany Stream
http://tx.sharp-stream.com/icecast.php?i=ssvcbfbs5.mp3
http://tx.sharp-stream.com/icecast.php?i=ssvcbfbs5.aac

BFBS Falklands
http://tx.sharp-stream.com/icecast.php?i=ssvcbfbs6.mp3
http://tx.sharp-stream.com/icecast.php?i=ssvcbfbs6.aac

BFBS Gibraltar
http://tx.sharp-stream.com/icecast.php?i=ssvcbfbs7.mp3

BFBS Cyprus
http://tx.sharp-stream.com/icecast.php?i=ssvcbfbs8.mp3

BFBS Afghanistan
http://tx.sharp-stream.com/icecast.php?i=ssvcbfbs9.mp3
http://tx.sharp-stream.com/icecast.php?i=ssvcbfbs9.aac

BFBS Brunei
http://tx.sharp-stream.com/icecast.php?i=ssvcbfbs10.mp3

BFBS ??
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BFBS Canada
http://tx.sharp-stream.com/icecast.php?i=ssvcbfbs12.mp3

BFBS Aldershot
http://tx.sharp-stream.com/icecast.php?i=ssvcbfbs13.mp3
http://tx.sharp-stream.com/icecast.php?i=ssvcbfbs13.aac

BFBS Blandford
http://tx.sharp-stream.com/icecast.php?i=ssvcbfbs14.mp3
http://tx.sharp-stream.com/icecast.php?i=ssvcbfbs14.aac

BFBS ??
http://tx.sharp-stream.com/icecast.php?i=ssvcbfbs15.mp3

BFBS Colchester
http://tx.sharp-stream.com/icecast.php?i=ssvcbfbs16.mp3
http://tx.sharp-stream.com/icecast.php?i=ssvcbfbs16.aac

BFBS ??
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BFBS Scotland
http://tx.sharp-stream.com/icecast.php?i=ssvcbfbs18.mp3
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Gruß
stefan134

von stefan134 - am 25.05.2013 14:06
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