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Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren, 8 Monaten
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guido häußler, Peter Schwarz, Spacelab, Staumelder, Sven, Brubacker, Sueddeutscher, ?

Hochschulradio Aachen

Startbeitrag von Peter Schwarz am 31.10.2002 00:36

Auch Aachen soll in Kürze sein eigenes Campus-Radio erhalten, nachdem diese Einrichtung in anderen Städten in NRW (Düsseldorf, Köln, Münster, Dortmund...)längst etabliert ist

Heute abend wurde im Fo7 des Karman-Auditoriums der RWTH das Aachener Hochschulradio vorgestellt.
Pläne dafür gab es schon länger, dieses Jahr wurde schliesslich ein Verein dafür gegründet, der mittlerweile auch schon einen
Finanzplan erstellt hat, sich bei anderen
Hochschulradios in NRW schlau gemacht hat und nun an diesem Abend den Studierenden und anderen Interessierten das
Konzept vorstellte und dabei auch nach Mitarbeitern Ausschau hielt.
Das Interesse war groß, der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt (>100 Anwesende) und so wird schon bald in den
einzelnen Arbeitsgruppen (Programm/Technik/Öffentlichkeitsarbeit/Finanzen) etc. gearbeitet.
Als nächstes müssen Räume gefunden werden, was wohl die nächste schwierigere Hürde sein dürfte.
Das Lizenzierungsverfahren für Hochschulradios ist so schwierig in NRW nicht und mit einem hieb-und stichfesten Plan dürfte
die Bewerbung erfolgreich sein.
Plan ist, zunächst im Rahmen des Bürgerfunks regelmässig Sendungen auszustrahlen, um auch den neuen Mitarbeitern ein
Übungsfeld zu geben und schon einmal Programm zu machen. Nächstes Jahr ist dann ein zweitägiges Veranstaltungsradio auf
einer eigenen terrestr. Frequenz zum Wissenschaftsfest geplant.
Endziel ist ein dauerhafter Sendebetrieb auf eienr eigenen UKW-Frequenz mit ca 4-5 Stunden Live-Sendung pro Tag, der
Rest wird mit einer Hinweis/Musikschleife sowie mit vorproduzierten Spartensendungen gefüllt (ähnlich wie in Düsseldorf)
Auch die Übernahme einzelner Sendungen anderer Anbieter (zB DLF-Campus&Karriere) ist angedacht.
Das Hochschulradio möchte natürlich Themen aus der Lebenswelt der Studierenden ansprechen und darüberhinaus sich auch
musikalisch abseits des Mainstream positionieren.
So soll auch ein Bandstudio eingerichtet werden, indem lokale Musikgruppen Aufnahmen produzieren können.
Der Verein Hochschulradio Aachen arbeitet eigenständig und unabhängig von der RWTH.
Der Rektor zeigt sich dem Projekt gegenüber sehr interessiert und aufgeschlossen.

So viel ist heut abend durchgesickert.
Wie es weitergeht, darüber halte ich euch natürlich auf dem laufenden!

(PS. Wenn die Frequenz 100,1 brach fallen sollte, wäre es ja auch möglich darüber das Hochschulradio auszustrahlen.
Die Lizenzen für Hochschulradios sind so bemessen, das mit der Sendeleistung alle Bereiche der Hochschule (also quasi der
Campus) erreicht werden.
Und neben der FH Aachen im Stadtteil Burtscheid gehört auch die RWTH-Aussenstelle Jülich zum "Hochschulgelände", hi)

Antworten:

Das glaube ich ja nicht, daß das Hochschulradio die 100,1 MHz bekommt. Aber welche Frequenz denn dann? Das dürfte doch in Aachen mit den vielen einstrahlenden Stationen aus Belgien und den Niederlanden ziemlich schwierig werden. Selbst bei so geringer Sendeleistung wie in Bochum oder Düsseldorf: Welche Frequenz käme denn da in Frage? Ist schon was konkretes geplant? Welcher Senderstandort?

von Sueddeutscher - am 31.10.2002 14:50
Hat mich schwer gewundert, dass Du, Peter Schwarz aus Aachen (?), bisher relativ wenig zum Aachener Hochschulradio hast verlauten lassen!
Na das ändert sich jetzt wohl? ;-)

Bin gespannt, wie lange die Aachener brauchen...
Bspw. Bochum erste Planungen 1993 bis Sendestart 1998
Düsseldorf 1995 bis 2000
Köln 1995 bis 2002
Aachen Sendestart 2005?
Ich wünsche viel Glück!

von ? - am 31.10.2002 15:15
Herr Fragezeichen (wären es derer drei, würde ich sagen: Herr Hitchcock):
Bisher gab es einfach wenig Verlautbares!
Mal sehen was sich so in Zukunft tut. Ich werde auf jeden Fall dran bleiben.
Wann der Sendestart erfolgt ist natürlich vor allem von den Leuten abhängig die das ganze vorantreiben. Gestern waren um die 100 Leute da, mal sehen wie viele davon ernsthaft bei der Stange bleiben.
Süddeutscher:
Wie gesagt, die erste Hürde sind Räume, die zweite dann wohl die Frequenz.
Ich weiss nur, daß es einen betriebsbereiten Sender bei der Telekom (heute T-Systems) geben muss, und zwar auf dem Fernmeldeturm "Mulleklenkes". Von dort wurde nämlich bereits einmal auf 97,7 das veranstaltungsprogramm "Radio Alaaf" von Radio Aachen ausgestrahlt. Ich vermute, daß es sich um den Ersatzsender für 100,1 handelt. Früher waren die ja auch nur mit 100 Watt aktiv, und irgendwann wurde da ein neuer Sender eingesetzt, der an der vorhandenen Antenne 400 Watt ERP zu liefern vermag.
Es ist aber nicht gesagt, daß eine Frequenz eines Veranstaltungsradios auch für dauerhaften Betrieb koordinierbar ist. Das ist im Grenzraum mnatürlich noch schwieriger. Es ist allerdings m.E: etwas Beeilung angesagt, da ja NL gerade seinen zerobase-Plan aufgestellt hat und auch die Belgier immer mehr aufrüsten, sonst bleibt da am Ende für Aachen kaum mehr was übrig.
Die 100,1 wäre natürlich geil :)
Reicht ja (zwar nicht flächendeckend) bis Viersen, Düsseldorf und ins Bergische Land.
Mal davon ausgegangen, es fände sich wirklich kein Investor mehr für 100,1, die Sendegebiete Stadt und Kreis würden zusammengelegt und die 100,1 fiele damit brach...was spräche dagegen? Was sollte sonst mit der Frequenz passieren?
Momentan ist das alles aber nicht die zuerst anstehende Sorge. Es ist ja auch noch nicht besprochen, wer den Sender überhaupt betreiben wird.
DieLizenzierung sehe ich persönlich als das geringere Problem, da es ja in NRW für Hochschulradio eine vereinfachte Sonderlizenz gibt.

von Peter Schwarz - am 31.10.2002 17:21
Peter Schwarz schrieb:

Zitat

Mal davon ausgegangen, es fände sich wirklich kein Investor
mehr für 100,1, die Sendegebiete Stadt und Kreis würden
zusammengelegt und die 100,1 fiele damit brach...was spräche
dagegen? Was sollte sonst mit der Frequenz passieren?


Ist da bei Euch in NRW nicht sofort das DeutschlandRadio bei der Stange und meldet Bedarf an? Ich weiß ja nicht, ob die bei Euch schon eine Frequenz haben, aber sonst werden die es doch bestimmt eher kriegen als ein Campusradio, oder?

von Brubacker - am 31.10.2002 19:06
es spräche dagegen, das zum beispiel wir uns bewerben, radio aktiv-fm, die auch dementsprechend die fachliche kompetenz nachweisen können.

nun, ich gönne es wirklich jeden, aber die besseren karten würden wir haben, technisch, personell,finanziell und organisatorisch.

und...... wir kosten der lfm nix, weil wir ein commercialradio sind und alles was nix kostet ist sowieso besser....

von guido häußler - am 31.10.2002 19:19
Das Hochschulradio kostet die LfM genausowenig!
Hier schaffen es weder RTL, Sunshine-Live oder Salü eine Lizenz zu kriegen. (gut, da muss man vielleicht nicht mal so traurig drüber sein) Die haben aber ganz bestimmt auf einen Herrn Gudio H. gewartet, der aus NRW das grosse weite Radioland macht!
Vor kurzem hattest Du noch kein Interesse an 100,1! Woher der plötzliche Sinneswandel??
Das DLR hat natürlich auch seine Ansprüche auf Frequenzen. Nicht umsonst lassen sie immer ellenlange Jammersalven über den unzureichenden UKW-Empfang in ihrer Monatspostille abdrucken.
Das sind alles Leute die noch nichts von Sat-Empfang gehört haben, von Digital-Radio etc. Die haben wahrscheinlich nicht mal ihren Tuner der Stereoanlage an ihren vorhandenen Kabelanschluss angestöpselt und meckern warum sie kein DLR kriegen.
Allerdings ist die Frequenz für den Lokalfunk koordiniert worden, und ich habe noch nie gehört, daß das DLR plötzlich die Frequenz eines Lokalsenders übernehmen kann (auuser in Schwerte im Tausch mit Antenne Unna)

von Peter Schwarz - am 31.10.2002 19:39
Wie wäre es denn, keiner von Euch bekommt die 100.1, sondern es würde ein Rock-Radio aufgeschaltet. Da sehe ich Bedarf und eine grössere Zielgruppe, als ein Uniradio anspricht.

Bei Radioaktiv FM sehe ich die persönlichen Voraussetzungen des Betreibers als fraglich an.

von Sven - am 31.10.2002 19:43
@ schwarz

ich finde es ein unding, daß du sagst, sunshin-live würde keiner brauchen.

punkt 2: ich habe gesagt, daß wir nicht "brot für die welt" sind.

wir warten lieber ab bis der laden kaputt ist und denkan dann drüber nach uns die frequenz zu schnappen. ist doch kaufmännisch richtig oder? was hätten wir davon in ein krankes unternehmen zu investieren.

also nach wie vor:

das wär net so tragisch, wenn dies nicht schaffen. ist doch nur ein radiosender

von guido häußler - am 31.10.2002 19:55
@ sven:

wir können dir 100%ig versichern und haben das bereits nachgewiesen, daß sowohl bei der gesetzlichen vertretung, also martin krüger, als auch bei dem prokuristen guido häußler, die persönlichen zulassungsvoraussetzungen vorliegen.

aber is ja halb so wild :-)

von guido häußler - am 31.10.2002 19:58
Häußler: Hab ich gar nicht behauptet! Lies doch mal was da steht und nicht immer was Du reininterpretierst.
Ein Rockradio wäre wirklich nicht schlecht, könnte sich bestimmt neben 100,5 besser behaupten als ein weiteres Hitradio mit geringerer Sendeleistung (400 Watt vs. 25kW) so war es ja bisher!

von Peter Schwarz - am 31.10.2002 20:01
@schwarz:

machen wir ein rollenspiel.

ich bin die lfm und würde dich jetzt bitte mal bitten, mir schlüssig vorzutragen, wie ihr den sendebetrieb gestalten wollt und wie ihr die sachlichen zulassungsvoraussetzungen erfüllen wollt.

zur erinnerung zu den sachlichen zulassungsvoraussetzungen:

du mußt durch einen schlüssigen vortrag darlegen, daß du personell, technisch, organisatorisch und finanziell in der lage bist, den sendebetrieb zu gestalten und das bitte glaubhaft.


wie sieht es denn mit der technik aus? da reicht kein omnitronic mischpult. was für ne havariesicherung habt ihr. die fachliche eignung. kannst du glaubhaft vortragen, daß du auf dauer dein programm in der beantragten form einbringen kannst.

ich frage mich:

wenn es kein noncommercial ist, wie willst du das schaffen? da treten wir an und dein antrag wird garnicht mehr beachtet, wenn es zur auswahlentscheidung kommt.

von guido häußler - am 31.10.2002 20:04
@ schwarz:

weißt du, die 5-6 bänker sind da, wenn ich in der bank einen vortrag halte, weil ich das ganze ein bischen mit coolen joks verziere,was die herren ungemein witzig finden.

desweiteren gibts es natürlich dan zwischenfragen von denen, die du nur beantworten kannst wenn du auf einen mündlichen vortrag vorbereitet bist.

zur lfm:

bis du den alten hasen, die da in den entscheidenden gremien sitzen übverhapt gewachsen. ich wette du fängst an zu reden und nach 10 minuten wirst du entsorgt.

wir würdens dir ja wünschen das du es schaffst, aber da muß erst mal das grüne hinter den ohren weg sein.

vorschlag:

treffen wir uns auf einen kaffee und ich rede dich in grund und boden. nach 15 jahren höhen und tiefen im business bin ich mit allen wassern gewaschen. zu meinem alter, ich bin 30 und mit 15 hab ich im auftrag meines vaters bereits ein haus vercheckt für 2 mio mark.

es ist immer die frage, wie du dich verkaufen kannst, da reicht nicht, daß du deine träume niederschreibst, ohne überhaupt dir gedanken gemacht zu haben, wie du das finanzieren willst.

von guido häußler - am 31.10.2002 20:30
Ach, war das mal ein lustiger Thread, den ich gerade durch Zufall(!) wiedergefunden habe.
Manchmal holt die Zeit die Diskussionen ein. Na, und wo ist jetzt Guido Häusslers Radioprogramm hin?

von Peter Schwarz - am 28.09.2012 20:31
Ja immer wieder erfrischend zu lesen wie sich die mit der größten Klappe selbst in Grund und Boden reden. :D Da lehnt man sich doch mal ganz entspannt zurück und weiß "Alles wird gut"...

von Spacelab - am 29.09.2012 07:51
Schönes bleibt :D

von Staumelder - am 29.09.2012 07:57
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